Krise Das deutsche Vorbild
Erstmals könnte eine Wirtschaftskrise am hiesigen Arbeitsmarkt weniger Spuren hinterlassen als in den USA.
© Mario Tama/Getty Images

Massenarbeitslosigkeit in den USA: Solche Bilder gibt es aus Deutschland kaum
Es ist nicht lange her, da fluchte Paul Krugman, Nobelpreisträger und einer der prominentesten Ökonomen des Planeten, lauthals über die Deutschen. Durch ihre "Kompromisslosigkeit" und "Holzköpfigkeit" würden sie den Abschwung noch verschlimmern. Die Deutschen würden sich weigern, große Konjunkturprogramme aufzulegen. Dadurch werde die globale Krise verschärft.
Heute, ein Jahr später, ruft derselbe Paul Krugman dazu auf, von den Deutschen zu lernen. Er spricht von "Deutschlands Job-Wunder", einem Wunder, das man in den USA gar nicht richtig zur Kenntnis genommen habe, das aber "real" sei, "bemerkenswert" und die Frage aufwerfe, ob Amerika im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit richtigliege. Die Deutschen hätten Kündigungsschutz und Kurzarbeit, erklärt der Professor aus Princeton – davon solle sich Amerika etwas abschauen.
Der Grund für diesen Rat sind die völlig unterschiedlichen Krisenerfahrungen, die die Länder derzeit machen: Während ein Jahr Rezession die Zahl der Beschäftigten in Deutschland gerade mal um 0,4 Prozent sinken ließ und nur etwa 200.000 Menschen arbeitslos wurden, brachte der Konjunktursturz in Amerika mehr als acht Millionen um ihren Lebensunterhalt. Die US-Arbeitslosenquote verdoppelte sich auf über zehn Prozent, den höchsten Wert seit einem Vierteljahrhundert – und Monat für Monat gehen weitere 100.000 Jobs verloren. Zwar wächst auch in Amerika inzwischen wieder das Bruttoinlandsprodukt, doch davon spüren die meisten Bürger nichts. Stattdessen sorgen sie sich um das Geld für ihre Wohnung oder die Krankenversicherung, sollten sie zum Opfer einer Entlassungswelle werden.
Die Unruhe ist so groß, dass Präsident Barack Obama in dieser Woche 130 Gäste zu einem Job-Gipfel nach Washington eingeladen hat. Mit den Chefs von Boeing, Google und Disney, mit Ökonomen, Gewerkschaftern und Bürgermeistern will er überlegen, wie sich mehr Arbeitsplätze schaffen lassen. Auch Paul Krugman wird dabei sein. Er sagt, bisher habe die US-Politik immer nur auf das Wachstum gezielt, doch jetzt sei Beschäftigungspolitik nötig – so wie sie in Deutschland praktiziert werde.
Kann es tatsächlich sein, dass die Bundesrepublik besser durch die Krise kommt als die Vereinigten Staaten? Dass sie besser gerüstet ist als die einst wegen ihrer Wachstumsstärke hochgelobte US-Wirtschaft? Es wäre ein Novum. Bisher fanden die Amerikaner besser aus jeder Krise. Doch vieles deutet darauf hin: Diesmal könnte es anders laufen.
Auf den ersten Blick scheinen Washington und Berlin ganz ähnlich auf den Einbruch der Wirtschaft reagiert zu haben. Sehen Sie in der Grafik, wie beide Wirtschaften schrumpften. Diesseits wie jenseits des Atlantiks gaben die Regierungen unvorstellbare Summen aus, um die Konjunktur zu stabilisieren, um Banken vor dem Untergang zu retten und Teile ihrer Industrie zu stützen; hüben wie drüben senkten Notenbanker die Zinsen und drückten zusätzliches Geld in den Wirtschaftskreislauf.
In Amerika senken die Firmen die Kosten so radikal wie nie
Doch in einem Punkt unterscheiden sich die Strategien fundamental: In Amerika senken die Firmen ihre Kosten so radikal wie kaum jemals zuvor. Sie kürzen die Löhne und bauen massiv Stellen ab, ja sie verkleinern ihre Belegschaften sogar noch stärker als ihre Produktion. Das heißt, sie stellen zehn Prozent weniger Autos her oder zehn Prozent weniger Stahlträger – sparen bei den Löhnen aber 20 Prozent ein. Unsere Grafik zeigt, wie hoch der Stellenabbau in den USA war. Das Ergebnis sind sinkende Lohnstückkosten. "So stark wie jetzt sind sie noch nie seit Beginn der Statistik zurückgegangen", sagt Harm Bandholz, US-Experte der UniCredit-Bank, "das heißt seit 1948!" Das verdeutlicht diese Grafik.
- Datum 03.12.2009 - 15:07 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 03.12.2009 Nr. 50
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Dieser Artikel ist heute der beste Witz, der mir - seit 5 Jahren in U.S.A. ansässig - bis jetzt untergekommen ist. Mir tut vor Lachen alles weh. Für wie blöd haltet Ihr uns? In Toitschlant ist SCHON LANGE jobmäßig aber gar nichts mehr los, ich bin hierher nach Amiland abgehauen, mit über 15 Jahren Erfahrung als IT-Experte, internationaler Projekterfahrung, mehrere Fremdsprachen beherrschend, weil mich in Toitschland einfach niemand mehr anstellen wollte (zu alt - überqualifiziert - unterqualifiziert - unüblicher LL - dies paßt nicht, das paßt nicht ...). Hier in USA konnte ich mir SOFORT aus mehreren Jobangeboten das beste heraussuchen, habe den Job weiterhin, und es geht steil nach oben. Klar gibt es hier derzeit eine Jobkrise, aber wie lange gibt es die bereits schon bei Euch? 10, 15, 20 Jahre? Wieviel Millionen Jobs sind bei EUCH während dieser Zeit vernichtet worden? Bleibt mal auf dem Teppich. Hier kann in der Regel jeder mal vorübergehend einen Aushilfsjob ergattern, um über die Runden zu kommen, bis die Konjunktur wieder besser wird, und man wieder was Richtiges findet. Versuch das mal in D - Fehlanzeige. Da kommt man an den HARTZ-Tropf und degeneriert zum Langzeitinvaliden. D als Vorbild? Haaahaaahaaaaa, brüll, Lachtränen wegwisch.
Es macht hier eher den Anschein, als liege die Problematik Ihrer erfolglosen Arbeitssuche an fehlender sprachlicher Kompetenz. Die infantile Sprachwahl ihres Kommentars zu dem Artikel legt dies nahe. Da ist natürlich der Ausweg ein Land zu wählen, welches sich einer stark vereinfachten Sprache bedient, sicherlich vorzugswürdig.
Aber auch Ihre Schlussfolgerung, dass der dt. Arbeitsmarkt dem amerikanischen hinterherhinken würde zeigt, dass Sie anscheinend von dem realen System der beiden Arbeitsmärkte keine Kenntnis besitzen. So wäre Ihnen durchaus aufgefallen, dass der dt. Arbeitsmarkt gerade ein sehr dynamisches Werkzeug zu Hand hat, um krisengefährdete Tätigkeiten durch Kurzzeitarbeit dem Arbeitsmarkt zu erhalten.
Ihr fehlendes Vermögen sich auf die reale Welt einstellen zu können und die Strukturen wahrzunehmen bedingt wohl zwangsläufig die Erfolgschancen bez. einer hiesigen Arbeitssuche in negativer Art und Weise.
Der Jobmarkt in Deutschland ist einfach nur ein Witz, Zettelgeilheit dominiert, wer nicht den perfekten Lebenslauf hat, oder nicht den richtigen Schein, oder ein Jahr zu alt/jung ist, der hat keine Chancen.
Ausgewandert vor vier Jahren (in die Niederlande) und sofort bekam ich auch mit zuerst schlechten Sprachkenntnissen Vorstellungsgespraeche um dann nach drei Monaten Suche eine schoene Stelle zu bekommen, die noch stets ausfuelle. Uebrigens mit einem Gehalt, dass in Deutschland unmoeglich waere fuer diese Position. Vom inzwischen deutlich besseren Sozialnetz mal abgesehen (2. beste Krankenversicherung Europas (beste ist Oesterreich) und bestes Rentenversicherungssystem).
Sorry, der Jobmarkt in D frustriert einfach nur und schiebt viele Leute, die besseres verdient haetten aufs Abstellgleis.
Es macht hier eher den Anschein, als liege die Problematik Ihrer erfolglosen Arbeitssuche an fehlender sprachlicher Kompetenz. Die infantile Sprachwahl ihres Kommentars zu dem Artikel legt dies nahe. Da ist natürlich der Ausweg ein Land zu wählen, welches sich einer stark vereinfachten Sprache bedient, sicherlich vorzugswürdig.
Aber auch Ihre Schlussfolgerung, dass der dt. Arbeitsmarkt dem amerikanischen hinterherhinken würde zeigt, dass Sie anscheinend von dem realen System der beiden Arbeitsmärkte keine Kenntnis besitzen. So wäre Ihnen durchaus aufgefallen, dass der dt. Arbeitsmarkt gerade ein sehr dynamisches Werkzeug zu Hand hat, um krisengefährdete Tätigkeiten durch Kurzzeitarbeit dem Arbeitsmarkt zu erhalten.
Ihr fehlendes Vermögen sich auf die reale Welt einstellen zu können und die Strukturen wahrzunehmen bedingt wohl zwangsläufig die Erfolgschancen bez. einer hiesigen Arbeitssuche in negativer Art und Weise.
Der Jobmarkt in Deutschland ist einfach nur ein Witz, Zettelgeilheit dominiert, wer nicht den perfekten Lebenslauf hat, oder nicht den richtigen Schein, oder ein Jahr zu alt/jung ist, der hat keine Chancen.
Ausgewandert vor vier Jahren (in die Niederlande) und sofort bekam ich auch mit zuerst schlechten Sprachkenntnissen Vorstellungsgespraeche um dann nach drei Monaten Suche eine schoene Stelle zu bekommen, die noch stets ausfuelle. Uebrigens mit einem Gehalt, dass in Deutschland unmoeglich waere fuer diese Position. Vom inzwischen deutlich besseren Sozialnetz mal abgesehen (2. beste Krankenversicherung Europas (beste ist Oesterreich) und bestes Rentenversicherungssystem).
Sorry, der Jobmarkt in D frustriert einfach nur und schiebt viele Leute, die besseres verdient haetten aufs Abstellgleis.
Es macht hier eher den Anschein, als liege die Problematik Ihrer erfolglosen Arbeitssuche an fehlender sprachlicher Kompetenz. Die infantile Sprachwahl ihres Kommentars zu dem Artikel legt dies nahe. Da ist natürlich der Ausweg ein Land zu wählen, welches sich einer stark vereinfachten Sprache bedient, sicherlich vorzugswürdig.
Aber auch Ihre Schlussfolgerung, dass der dt. Arbeitsmarkt dem amerikanischen hinterherhinken würde zeigt, dass Sie anscheinend von dem realen System der beiden Arbeitsmärkte keine Kenntnis besitzen. So wäre Ihnen durchaus aufgefallen, dass der dt. Arbeitsmarkt gerade ein sehr dynamisches Werkzeug zu Hand hat, um krisengefährdete Tätigkeiten durch Kurzzeitarbeit dem Arbeitsmarkt zu erhalten.
Ihr fehlendes Vermögen sich auf die reale Welt einstellen zu können und die Strukturen wahrzunehmen bedingt wohl zwangsläufig die Erfolgschancen bez. einer hiesigen Arbeitssuche in negativer Art und Weise.
... mal optimistische Artikel lese, letztlich wird es so sein, wie es die letzten Jahrzehnte immer war. Der Trend kommt in Deutschland einfach später an, weil hier die Dämpfer am wirken sind, die der Artikel beschreibt.
Wenn den USA noch bittere Jahre bevorstehen, so stehen uns bittere Jahre plus eins bevor. Das war die bisherige Regel. Wenn Amerika tatsächlich in die Abwärtsspirale eintritt, wie der Artikel es andeutet, gehen in der deutschen in Winterschlaf liegenden Exportwirtschaft ebenfalls die Lichter aus, sobald Frau Merkel beschließt das Kurzarbeitergeld doch mal auslaufen zu lassen, und die Bankkredite an Firmen ohne Aufträge auch versiegen.
Die Schulden, die bis dahin aufgelaufen sein werden, weil man an einer Exportwirtschaft festhalten wollte, werden über Jahrzehnte die Investitionsfähigkeit Deutschlands belasten.
...immer sehr schwer zu sagen, was wirklich Sache ist. Und sicher verzögert die Kurzarbeitsreglung den sofortigen Arbeitsplatzabbau. So könnten und sollten die Amerikamer darüber nachdenken, wie man das Instrument einsetzen mag. Wenn es das sit, was die Amerikaner von den Deutschen lernen können: Gut.
Aber das hiesig typische Muster des Deutschlandjubels und der Abgrenzung gegenüber dem schlechten Amerika durch Medien und Politiker ist ganz traurig. Auch scheint es wie die Mähr vom deutschen Sozialstaat und dem tollen Generationenvertrag eine Verfälschung der Realität. Das beruhigt zwar die Simpel, aber: Bitte!
Schließlich waren die Arbeitslosenzahlen in Deutschland über Jahre hinweg um viele Prozentpunkte höher als in den USA. Nun liegen die Amerikaner seit Kurzen ein wenig höher als hier. Da ist es eigentlich etwas früh das deutsche System zu loben. Die Kosten minderen Wachstums und im Vergleich riesiger Arbeitlosigkeit waren horrende. Dass man nun weniger gefallen ist, ist lediglich weil man in einem Loch wohnte.
...immer sehr schwer zu sagen, was wirklich Sache ist. Und sicher verzögert die Kurzarbeitsreglung den sofortigen Arbeitsplatzabbau. So könnten und sollten die Amerikamer darüber nachdenken, wie man das Instrument einsetzen mag. Wenn es das sit, was die Amerikaner von den Deutschen lernen können: Gut.
Aber das hiesig typische Muster des Deutschlandjubels und der Abgrenzung gegenüber dem schlechten Amerika durch Medien und Politiker ist ganz traurig. Auch scheint es wie die Mähr vom deutschen Sozialstaat und dem tollen Generationenvertrag eine Verfälschung der Realität. Das beruhigt zwar die Simpel, aber: Bitte!
Schließlich waren die Arbeitslosenzahlen in Deutschland über Jahre hinweg um viele Prozentpunkte höher als in den USA. Nun liegen die Amerikaner seit Kurzen ein wenig höher als hier. Da ist es eigentlich etwas früh das deutsche System zu loben. Die Kosten minderen Wachstums und im Vergleich riesiger Arbeitlosigkeit waren horrende. Dass man nun weniger gefallen ist, ist lediglich weil man in einem Loch wohnte.
Niemand in den USA wird wohl ernsthaft ueberlegen, sich den rigiden, ueberregulierten und ineffizienten deutschen Arbeitsmarkt zum Vorbild zu nehmen.
Ist der Artikel vor der industriellen Revolution geschrieben worden? Deutschland ist eine Dienstleistungsgesellschaft geworden, die Industrie oder Landwirtschaft stellen nur noch einen Bruchteil des Arbeitsmarktes dar. Und gerade im Dienstleistungsbereich sind tausende von Arbeitsplätzen für immer verschwunden.
Wen interessieren denn noch die Lohnstückkosten? Wieviele Leute hat Siemens, Telekom, Reader's Digest, Zeitungen, Chemiebranche etc entlassen? Die Deutsche Industrie hatte im September 2009 rund 233.000 Beschäftigte weniger als im Vorjahr ...
Ja! Deutschland ist ein gutes Vorbild!
...immer sehr schwer zu sagen, was wirklich Sache ist. Und sicher verzögert die Kurzarbeitsreglung den sofortigen Arbeitsplatzabbau. So könnten und sollten die Amerikamer darüber nachdenken, wie man das Instrument einsetzen mag. Wenn es das sit, was die Amerikaner von den Deutschen lernen können: Gut.
Aber das hiesig typische Muster des Deutschlandjubels und der Abgrenzung gegenüber dem schlechten Amerika durch Medien und Politiker ist ganz traurig. Auch scheint es wie die Mähr vom deutschen Sozialstaat und dem tollen Generationenvertrag eine Verfälschung der Realität. Das beruhigt zwar die Simpel, aber: Bitte!
Schließlich waren die Arbeitslosenzahlen in Deutschland über Jahre hinweg um viele Prozentpunkte höher als in den USA. Nun liegen die Amerikaner seit Kurzen ein wenig höher als hier. Da ist es eigentlich etwas früh das deutsche System zu loben. Die Kosten minderen Wachstums und im Vergleich riesiger Arbeitlosigkeit waren horrende. Dass man nun weniger gefallen ist, ist lediglich weil man in einem Loch wohnte.
...schnell beguckt und stelle fest, dass die verwendete Grafik im Artikel entweder bewußt irreführend oder nur zum Vergleich kuzfristiger Instrumentewirkung in der Krise gewählt wurden. So ist die Indexierung der Arbeitslosigkeit auf das Jahr 2006 irreführend, da in Deutschland zu der Zeit 9.8% während in den USA lediglich 4.7% Arbeitslos waren. So stieg die Zahl in den USA von einem niedrigen Wert schnell und in Deutschland von einem sehr hohen Wert langsamer.
http://research.stlouisfe...
http://www.indexmundi.com...
Statistiken dürfen so einfach nicht verwendet werden.
Sorry, aber da liegt wohl ein Missverständnis vor: Die Grafik zur Arbeitslosigkeit (Link unten), die im Text ist, stellt genau das dar, was Sie beschreiben. Diese Grafik ist auch keineswegs indexiert - man sieht schlicht die Entwicklung der Arbeitslosenquote (nach Eurostat-Berechnung) in den beiden Ländern im Vergleich.
Sie haben sich wahrscheinlich an der Grafik zur Zahl der Erwerbstätigen gestört. Die muss man aber indexieren (weil die Zahlen bei zwei so unterschiedlich großen Ländern extrem weit auseinanderliegen).
Kolja Rudzio
http://zeus.zeit.de/wirts...
Sorry, aber da liegt wohl ein Missverständnis vor: Die Grafik zur Arbeitslosigkeit (Link unten), die im Text ist, stellt genau das dar, was Sie beschreiben. Diese Grafik ist auch keineswegs indexiert - man sieht schlicht die Entwicklung der Arbeitslosenquote (nach Eurostat-Berechnung) in den beiden Ländern im Vergleich.
Sie haben sich wahrscheinlich an der Grafik zur Zahl der Erwerbstätigen gestört. Die muss man aber indexieren (weil die Zahlen bei zwei so unterschiedlich großen Ländern extrem weit auseinanderliegen).
Kolja Rudzio
http://zeus.zeit.de/wirts...
Sorry, aber da liegt wohl ein Missverständnis vor: Die Grafik zur Arbeitslosigkeit (Link unten), die im Text ist, stellt genau das dar, was Sie beschreiben. Diese Grafik ist auch keineswegs indexiert - man sieht schlicht die Entwicklung der Arbeitslosenquote (nach Eurostat-Berechnung) in den beiden Ländern im Vergleich.
Sie haben sich wahrscheinlich an der Grafik zur Zahl der Erwerbstätigen gestört. Die muss man aber indexieren (weil die Zahlen bei zwei so unterschiedlich großen Ländern extrem weit auseinanderliegen).
Kolja Rudzio
http://zeus.zeit.de/wirts...
...der Erwerbstätigen oben angesehen. Sie haben natürlich Recht, dass die Arbeitlosengraphik nicht indexiert ist. Ich hätte also spezivischer sein müssen. Dennoch ist der Tenor richtig. Die Entwicklung der Arbeitlosen ist in der Krise weniger stark in Deutschland als in den USA. Die jetzt in den USA schlechteren Werte stehen jedoch einer langen Reihe höherer Arbetslosenzahlen in Deutschland gegenüber. So könnte man ableiten, dass die deutsche Gesamtordnung des Arbeitsumfelds höhere Arbeitslosigkeit in normalen Zeiten erzeugt, während das Instrument der Kurzarbeitssubventionen in Krisenzeiten ein Ansteigen der Arbeitslosigkeit verlangsamt und unter günstigen Umständen verhindert.
So sollten die USA dieses Instrument ansehen und darauf achten, dass sie die Instrumente vermeiden, die die hohe Standardarbeitslosigkeit im Deutschland der letzten 10 Jahre. Dies ist allerdings keine triviale Aufgabe, da Sondersituationen wie Einigung und vor allem der Eintritt in den Euro gravierend waren.
...der Erwerbstätigen oben angesehen. Sie haben natürlich Recht, dass die Arbeitlosengraphik nicht indexiert ist. Ich hätte also spezivischer sein müssen. Dennoch ist der Tenor richtig. Die Entwicklung der Arbeitlosen ist in der Krise weniger stark in Deutschland als in den USA. Die jetzt in den USA schlechteren Werte stehen jedoch einer langen Reihe höherer Arbetslosenzahlen in Deutschland gegenüber. So könnte man ableiten, dass die deutsche Gesamtordnung des Arbeitsumfelds höhere Arbeitslosigkeit in normalen Zeiten erzeugt, während das Instrument der Kurzarbeitssubventionen in Krisenzeiten ein Ansteigen der Arbeitslosigkeit verlangsamt und unter günstigen Umständen verhindert.
So sollten die USA dieses Instrument ansehen und darauf achten, dass sie die Instrumente vermeiden, die die hohe Standardarbeitslosigkeit im Deutschland der letzten 10 Jahre. Dies ist allerdings keine triviale Aufgabe, da Sondersituationen wie Einigung und vor allem der Eintritt in den Euro gravierend waren.
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