Krise Das deutsche Vorbild
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 Horrorszenarien außer Sichtweite

Dass das bisher möglich war, liegt nicht nur am Kurzarbeitergeld, sondern auch an der Exportbranche selbst. Sie braucht mehr als jede andere ihre Fachkräfte, sie hat Mechanismen entwickelt, um Konjunkturschwankungen ohne Entlassungen durchzustehen – Arbeitszeitkonten sicherten laut einer Befragung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts in Düsseldorf in dieser Rezession mehr Jobs als die Kurzarbeit. Und diese Branche verdiente in den vergangenen Jahren so gut, dass sie eine Durststrecke auch finanzieren kann. Dazu kommt das Kurzarbeitergeld. "Hätten wir eine Baukrise wie in den USA oder Spanien", meint Roland Döhrn, Konjunkturexperte des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), "wären trotz allem auch bei uns viel mehr Stellen gestrichen worden."

"Unsere Wirtschaft ist intakt. Die Probleme der USA sind gravierender"

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Auf Dauer werden die Unternehmen nicht alle Stellen halten können. Aber kein Experte glaubt mehr an die Horrorszenarien, die vor einigen Monaten noch kursierten. "Deutschland könnte sogar vorbildlich durch diesen Abschwung kommen", meint Joachim Möller, Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. "Die Strategie, Arbeitskräfte in den Betrieben zu halten, ist in der aktuellen Konjunkturkrise richtig. Es sieht so aus, dass wir nur in Teilmärkten eine tiefere, strukturelle Krise erleben."

Selbst die gestiegenen Lohnstückkosten, die Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit verringern, betrachten viele Ökonomen nicht als Warnsignal. US-Experte Bandholz: "Man muss das im Zusammenhang sehen – in Deutschland sind diese Kosten über Jahre kaum gestiegen. Wenn die Amerikaner jetzt ihre Betriebe umstrukturieren und Kosten senken, holen sie im Grunde nur nach, was wir nach 2000 schon gemacht haben."

Auch RWI-Experte Döhrn sieht Deutschland in einer vergleichsweise guten Position: "Im Kern ist unsere Wirtschaft ja intakt, wir haben keine Immobilienblase und keine Baukrise, die Haushalte sind nicht überschuldet, und viele Unternehmen stehen gut da, selbst wenn jetzt die eine oder andere Exportstrategie nicht mehr aufgeht." Die Probleme in den USA seien viel gravierender.

Dort wird die Arbeitslosigkeit immer mehr zur Belastung für die Konjunktur. Die Sozialsysteme sind darauf ausgerichtet, kurzfristige Einkommensausfälle zu überbrücken. Obwohl die Arbeitslosenunterstützung, die normalerweise auf sechs Monate begrenzt ist, mehrmals verlängert wurde, werden bis Januar eine Million Amerikaner ihren Anspruch ausgeschöpft haben. Die Zahl der US-Bürger, die sich für zahlungsunfähig erklären, ist seit 2008 um 30 Prozent gestiegen. Hypothekenbanken melden die höchste Zahl an Zwangsversteigerungen seit Einführung der Statistik. "Diese zweite Welle hat die Arbeitslosigkeit ausgelöst, sie könnte eine konjunkturelle Abwärtsspirale in Gang bringen", warnt Heidi Shierholz vom Washingtoner Wirtschaftsforschungsinstitut EPI.

Auch die Notenbank Fed sieht im schwachen Arbeitsmarkt eines der größten Konjunkturrisiken. In einer Sitzung der Geldpolitiker warnten Teilnehmer zuletzt vor einem Aufschwung, der kaum Jobs bringt. Die Fed schätzt, dass die Arbeitslosenquote im Jahr 2012 noch sieben bis acht Prozent beträgt. Shierholz erwartet acht Prozent bis 2014. "Und das ist ein Wert, wie wir ihn sonst nur bei einer schweren Rezession erleben."

 
Leser-Kommentare
  1. Dieser Artikel ist heute der beste Witz, der mir - seit 5 Jahren in U.S.A. ansässig - bis jetzt untergekommen ist. Mir tut vor Lachen alles weh. Für wie blöd haltet Ihr uns? In Toitschlant ist SCHON LANGE jobmäßig aber gar nichts mehr los, ich bin hierher nach Amiland abgehauen, mit über 15 Jahren Erfahrung als IT-Experte, internationaler Projekterfahrung, mehrere Fremdsprachen beherrschend, weil mich in Toitschland einfach niemand mehr anstellen wollte (zu alt - überqualifiziert - unterqualifiziert - unüblicher LL - dies paßt nicht, das paßt nicht ...). Hier in USA konnte ich mir SOFORT aus mehreren Jobangeboten das beste heraussuchen, habe den Job weiterhin, und es geht steil nach oben. Klar gibt es hier derzeit eine Jobkrise, aber wie lange gibt es die bereits schon bei Euch? 10, 15, 20 Jahre? Wieviel Millionen Jobs sind bei EUCH während dieser Zeit vernichtet worden? Bleibt mal auf dem Teppich. Hier kann in der Regel jeder mal vorübergehend einen Aushilfsjob ergattern, um über die Runden zu kommen, bis die Konjunktur wieder besser wird, und man wieder was Richtiges findet. Versuch das mal in D - Fehlanzeige. Da kommt man an den HARTZ-Tropf und degeneriert zum Langzeitinvaliden. D als Vorbild? Haaahaaahaaaaa, brüll, Lachtränen wegwisch.

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    Es macht hier eher den Anschein, als liege die Problematik Ihrer erfolglosen Arbeitssuche an fehlender sprachlicher Kompetenz. Die infantile Sprachwahl ihres Kommentars zu dem Artikel legt dies nahe. Da ist natürlich der Ausweg ein Land zu wählen, welches sich einer stark vereinfachten Sprache bedient, sicherlich vorzugswürdig.

    Aber auch Ihre Schlussfolgerung, dass der dt. Arbeitsmarkt dem amerikanischen hinterherhinken würde zeigt, dass Sie anscheinend von dem realen System der beiden Arbeitsmärkte keine Kenntnis besitzen. So wäre Ihnen durchaus aufgefallen, dass der dt. Arbeitsmarkt gerade ein sehr dynamisches Werkzeug zu Hand hat, um krisengefährdete Tätigkeiten durch Kurzzeitarbeit dem Arbeitsmarkt zu erhalten.

    Ihr fehlendes Vermögen sich auf die reale Welt einstellen zu können und die Strukturen wahrzunehmen bedingt wohl zwangsläufig die Erfolgschancen bez. einer hiesigen Arbeitssuche in negativer Art und Weise.

    • Hagane
    • 03.12.2009 um 18:52 Uhr

    Der Jobmarkt in Deutschland ist einfach nur ein Witz, Zettelgeilheit dominiert, wer nicht den perfekten Lebenslauf hat, oder nicht den richtigen Schein, oder ein Jahr zu alt/jung ist, der hat keine Chancen.

    Ausgewandert vor vier Jahren (in die Niederlande) und sofort bekam ich auch mit zuerst schlechten Sprachkenntnissen Vorstellungsgespraeche um dann nach drei Monaten Suche eine schoene Stelle zu bekommen, die noch stets ausfuelle. Uebrigens mit einem Gehalt, dass in Deutschland unmoeglich waere fuer diese Position. Vom inzwischen deutlich besseren Sozialnetz mal abgesehen (2. beste Krankenversicherung Europas (beste ist Oesterreich) und bestes Rentenversicherungssystem).

    Sorry, der Jobmarkt in D frustriert einfach nur und schiebt viele Leute, die besseres verdient haetten aufs Abstellgleis.

    Es macht hier eher den Anschein, als liege die Problematik Ihrer erfolglosen Arbeitssuche an fehlender sprachlicher Kompetenz. Die infantile Sprachwahl ihres Kommentars zu dem Artikel legt dies nahe. Da ist natürlich der Ausweg ein Land zu wählen, welches sich einer stark vereinfachten Sprache bedient, sicherlich vorzugswürdig.

    Aber auch Ihre Schlussfolgerung, dass der dt. Arbeitsmarkt dem amerikanischen hinterherhinken würde zeigt, dass Sie anscheinend von dem realen System der beiden Arbeitsmärkte keine Kenntnis besitzen. So wäre Ihnen durchaus aufgefallen, dass der dt. Arbeitsmarkt gerade ein sehr dynamisches Werkzeug zu Hand hat, um krisengefährdete Tätigkeiten durch Kurzzeitarbeit dem Arbeitsmarkt zu erhalten.

    Ihr fehlendes Vermögen sich auf die reale Welt einstellen zu können und die Strukturen wahrzunehmen bedingt wohl zwangsläufig die Erfolgschancen bez. einer hiesigen Arbeitssuche in negativer Art und Weise.

    • Hagane
    • 03.12.2009 um 18:52 Uhr

    Der Jobmarkt in Deutschland ist einfach nur ein Witz, Zettelgeilheit dominiert, wer nicht den perfekten Lebenslauf hat, oder nicht den richtigen Schein, oder ein Jahr zu alt/jung ist, der hat keine Chancen.

    Ausgewandert vor vier Jahren (in die Niederlande) und sofort bekam ich auch mit zuerst schlechten Sprachkenntnissen Vorstellungsgespraeche um dann nach drei Monaten Suche eine schoene Stelle zu bekommen, die noch stets ausfuelle. Uebrigens mit einem Gehalt, dass in Deutschland unmoeglich waere fuer diese Position. Vom inzwischen deutlich besseren Sozialnetz mal abgesehen (2. beste Krankenversicherung Europas (beste ist Oesterreich) und bestes Rentenversicherungssystem).

    Sorry, der Jobmarkt in D frustriert einfach nur und schiebt viele Leute, die besseres verdient haetten aufs Abstellgleis.

  2. 2.

    Es macht hier eher den Anschein, als liege die Problematik Ihrer erfolglosen Arbeitssuche an fehlender sprachlicher Kompetenz. Die infantile Sprachwahl ihres Kommentars zu dem Artikel legt dies nahe. Da ist natürlich der Ausweg ein Land zu wählen, welches sich einer stark vereinfachten Sprache bedient, sicherlich vorzugswürdig.

    Aber auch Ihre Schlussfolgerung, dass der dt. Arbeitsmarkt dem amerikanischen hinterherhinken würde zeigt, dass Sie anscheinend von dem realen System der beiden Arbeitsmärkte keine Kenntnis besitzen. So wäre Ihnen durchaus aufgefallen, dass der dt. Arbeitsmarkt gerade ein sehr dynamisches Werkzeug zu Hand hat, um krisengefährdete Tätigkeiten durch Kurzzeitarbeit dem Arbeitsmarkt zu erhalten.

    Ihr fehlendes Vermögen sich auf die reale Welt einstellen zu können und die Strukturen wahrzunehmen bedingt wohl zwangsläufig die Erfolgschancen bez. einer hiesigen Arbeitssuche in negativer Art und Weise.

    Antwort auf "Welch ein Brüller !"
  3. ... mal optimistische Artikel lese, letztlich wird es so sein, wie es die letzten Jahrzehnte immer war. Der Trend kommt in Deutschland einfach später an, weil hier die Dämpfer am wirken sind, die der Artikel beschreibt.

    Wenn den USA noch bittere Jahre bevorstehen, so stehen uns bittere Jahre plus eins bevor. Das war die bisherige Regel. Wenn Amerika tatsächlich in die Abwärtsspirale eintritt, wie der Artikel es andeutet, gehen in der deutschen in Winterschlaf liegenden Exportwirtschaft ebenfalls die Lichter aus, sobald Frau Merkel beschließt das Kurzarbeitergeld doch mal auslaufen zu lassen, und die Bankkredite an Firmen ohne Aufträge auch versiegen.

    Die Schulden, die bis dahin aufgelaufen sein werden, weil man an einer Exportwirtschaft festhalten wollte, werden über Jahrzehnte die Investitionsfähigkeit Deutschlands belasten.

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    • joG
    • 03.12.2009 um 17:31 Uhr

    ...immer sehr schwer zu sagen, was wirklich Sache ist. Und sicher verzögert die Kurzarbeitsreglung den sofortigen Arbeitsplatzabbau. So könnten und sollten die Amerikamer darüber nachdenken, wie man das Instrument einsetzen mag. Wenn es das sit, was die Amerikaner von den Deutschen lernen können: Gut.

    Aber das hiesig typische Muster des Deutschlandjubels und der Abgrenzung gegenüber dem schlechten Amerika durch Medien und Politiker ist ganz traurig. Auch scheint es wie die Mähr vom deutschen Sozialstaat und dem tollen Generationenvertrag eine Verfälschung der Realität. Das beruhigt zwar die Simpel, aber: Bitte!
    Schließlich waren die Arbeitslosenzahlen in Deutschland über Jahre hinweg um viele Prozentpunkte höher als in den USA. Nun liegen die Amerikaner seit Kurzen ein wenig höher als hier. Da ist es eigentlich etwas früh das deutsche System zu loben. Die Kosten minderen Wachstums und im Vergleich riesiger Arbeitlosigkeit waren horrende. Dass man nun weniger gefallen ist, ist lediglich weil man in einem Loch wohnte.

    • joG
    • 03.12.2009 um 17:31 Uhr

    ...immer sehr schwer zu sagen, was wirklich Sache ist. Und sicher verzögert die Kurzarbeitsreglung den sofortigen Arbeitsplatzabbau. So könnten und sollten die Amerikamer darüber nachdenken, wie man das Instrument einsetzen mag. Wenn es das sit, was die Amerikaner von den Deutschen lernen können: Gut.

    Aber das hiesig typische Muster des Deutschlandjubels und der Abgrenzung gegenüber dem schlechten Amerika durch Medien und Politiker ist ganz traurig. Auch scheint es wie die Mähr vom deutschen Sozialstaat und dem tollen Generationenvertrag eine Verfälschung der Realität. Das beruhigt zwar die Simpel, aber: Bitte!
    Schließlich waren die Arbeitslosenzahlen in Deutschland über Jahre hinweg um viele Prozentpunkte höher als in den USA. Nun liegen die Amerikaner seit Kurzen ein wenig höher als hier. Da ist es eigentlich etwas früh das deutsche System zu loben. Die Kosten minderen Wachstums und im Vergleich riesiger Arbeitlosigkeit waren horrende. Dass man nun weniger gefallen ist, ist lediglich weil man in einem Loch wohnte.

  4. Niemand in den USA wird wohl ernsthaft ueberlegen, sich den rigiden, ueberregulierten und ineffizienten deutschen Arbeitsmarkt zum Vorbild zu nehmen.

  5. 5. Oh, my

    Ist der Artikel vor der industriellen Revolution geschrieben worden? Deutschland ist eine Dienstleistungsgesellschaft geworden, die Industrie oder Landwirtschaft stellen nur noch einen Bruchteil des Arbeitsmarktes dar. Und gerade im Dienstleistungsbereich sind tausende von Arbeitsplätzen für immer verschwunden.

    Wen interessieren denn noch die Lohnstückkosten? Wieviele Leute hat Siemens, Telekom, Reader's Digest, Zeitungen, Chemiebranche etc entlassen? Die Deutsche Industrie hatte im September 2009 rund 233.000 Beschäftigte weniger als im Vorjahr ...

    Ja! Deutschland ist ein gutes Vorbild!

    • joG
    • 03.12.2009 um 17:31 Uhr

    ...immer sehr schwer zu sagen, was wirklich Sache ist. Und sicher verzögert die Kurzarbeitsreglung den sofortigen Arbeitsplatzabbau. So könnten und sollten die Amerikamer darüber nachdenken, wie man das Instrument einsetzen mag. Wenn es das sit, was die Amerikaner von den Deutschen lernen können: Gut.

    Aber das hiesig typische Muster des Deutschlandjubels und der Abgrenzung gegenüber dem schlechten Amerika durch Medien und Politiker ist ganz traurig. Auch scheint es wie die Mähr vom deutschen Sozialstaat und dem tollen Generationenvertrag eine Verfälschung der Realität. Das beruhigt zwar die Simpel, aber: Bitte!
    Schließlich waren die Arbeitslosenzahlen in Deutschland über Jahre hinweg um viele Prozentpunkte höher als in den USA. Nun liegen die Amerikaner seit Kurzen ein wenig höher als hier. Da ist es eigentlich etwas früh das deutsche System zu loben. Die Kosten minderen Wachstums und im Vergleich riesiger Arbeitlosigkeit waren horrende. Dass man nun weniger gefallen ist, ist lediglich weil man in einem Loch wohnte.

    Antwort auf "So gerne auch ich ..."
    • joG
    • 03.12.2009 um 17:56 Uhr

    ...schnell beguckt und stelle fest, dass die verwendete Grafik im Artikel entweder bewußt irreführend oder nur zum Vergleich kuzfristiger Instrumentewirkung in der Krise gewählt wurden. So ist die Indexierung der Arbeitslosigkeit auf das Jahr 2006 irreführend, da in Deutschland zu der Zeit 9.8% während in den USA lediglich 4.7% Arbeitslos waren. So stieg die Zahl in den USA von einem niedrigen Wert schnell und in Deutschland von einem sehr hohen Wert langsamer.
    http://research.stlouisfe...
    http://www.indexmundi.com...

    Statistiken dürfen so einfach nicht verwendet werden.

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    Sorry, aber da liegt wohl ein Missverständnis vor: Die Grafik zur Arbeitslosigkeit (Link unten), die im Text ist, stellt genau das dar, was Sie beschreiben. Diese Grafik ist auch keineswegs indexiert - man sieht schlicht die Entwicklung der Arbeitslosenquote (nach Eurostat-Berechnung) in den beiden Ländern im Vergleich.
    Sie haben sich wahrscheinlich an der Grafik zur Zahl der Erwerbstätigen gestört. Die muss man aber indexieren (weil die Zahlen bei zwei so unterschiedlich großen Ländern extrem weit auseinanderliegen).
    Kolja Rudzio

    http://zeus.zeit.de/wirts...

    Sorry, aber da liegt wohl ein Missverständnis vor: Die Grafik zur Arbeitslosigkeit (Link unten), die im Text ist, stellt genau das dar, was Sie beschreiben. Diese Grafik ist auch keineswegs indexiert - man sieht schlicht die Entwicklung der Arbeitslosenquote (nach Eurostat-Berechnung) in den beiden Ländern im Vergleich.
    Sie haben sich wahrscheinlich an der Grafik zur Zahl der Erwerbstätigen gestört. Die muss man aber indexieren (weil die Zahlen bei zwei so unterschiedlich großen Ländern extrem weit auseinanderliegen).
    Kolja Rudzio

    http://zeus.zeit.de/wirts...

  6. Sorry, aber da liegt wohl ein Missverständnis vor: Die Grafik zur Arbeitslosigkeit (Link unten), die im Text ist, stellt genau das dar, was Sie beschreiben. Diese Grafik ist auch keineswegs indexiert - man sieht schlicht die Entwicklung der Arbeitslosenquote (nach Eurostat-Berechnung) in den beiden Ländern im Vergleich.
    Sie haben sich wahrscheinlich an der Grafik zur Zahl der Erwerbstätigen gestört. Die muss man aber indexieren (weil die Zahlen bei zwei so unterschiedlich großen Ländern extrem weit auseinanderliegen).
    Kolja Rudzio

    http://zeus.zeit.de/wirts...

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    • joG
    • 03.12.2009 um 21:08 Uhr

    ...der Erwerbstätigen oben angesehen. Sie haben natürlich Recht, dass die Arbeitlosengraphik nicht indexiert ist. Ich hätte also spezivischer sein müssen. Dennoch ist der Tenor richtig. Die Entwicklung der Arbeitlosen ist in der Krise weniger stark in Deutschland als in den USA. Die jetzt in den USA schlechteren Werte stehen jedoch einer langen Reihe höherer Arbetslosenzahlen in Deutschland gegenüber. So könnte man ableiten, dass die deutsche Gesamtordnung des Arbeitsumfelds höhere Arbeitslosigkeit in normalen Zeiten erzeugt, während das Instrument der Kurzarbeitssubventionen in Krisenzeiten ein Ansteigen der Arbeitslosigkeit verlangsamt und unter günstigen Umständen verhindert.

    So sollten die USA dieses Instrument ansehen und darauf achten, dass sie die Instrumente vermeiden, die die hohe Standardarbeitslosigkeit im Deutschland der letzten 10 Jahre. Dies ist allerdings keine triviale Aufgabe, da Sondersituationen wie Einigung und vor allem der Eintritt in den Euro gravierend waren.

    • joG
    • 03.12.2009 um 21:08 Uhr

    ...der Erwerbstätigen oben angesehen. Sie haben natürlich Recht, dass die Arbeitlosengraphik nicht indexiert ist. Ich hätte also spezivischer sein müssen. Dennoch ist der Tenor richtig. Die Entwicklung der Arbeitlosen ist in der Krise weniger stark in Deutschland als in den USA. Die jetzt in den USA schlechteren Werte stehen jedoch einer langen Reihe höherer Arbetslosenzahlen in Deutschland gegenüber. So könnte man ableiten, dass die deutsche Gesamtordnung des Arbeitsumfelds höhere Arbeitslosigkeit in normalen Zeiten erzeugt, während das Instrument der Kurzarbeitssubventionen in Krisenzeiten ein Ansteigen der Arbeitslosigkeit verlangsamt und unter günstigen Umständen verhindert.

    So sollten die USA dieses Instrument ansehen und darauf achten, dass sie die Instrumente vermeiden, die die hohe Standardarbeitslosigkeit im Deutschland der letzten 10 Jahre. Dies ist allerdings keine triviale Aufgabe, da Sondersituationen wie Einigung und vor allem der Eintritt in den Euro gravierend waren.

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