Siebeck 500 PS unter der Abzugshaube
Induktionsherd, Wokmulde und Home-Elektronicsysteme: Wolfram Siebeck über unbezahlbare und bezahlbare Küchen
Erst wenn der private Konsum wieder angekurbelt ist, kann man von einem Aufschwung sprechen. Das haben wir in der letzten Zeit so oft gehört, dass wir gar nicht mehr wissen, von wem diese grandiose Einsicht stammt.
Wer im Sommer 2009 auf Sylt oder in Saint-Tropez war, konnte die Wahrheit dieses Satzes sogar sehen. So viel Luxuskonsum auf wenigen Quadratkilometern war selten zu sehen. Und alles privat! 500 PS starke Autos, 50 Meter lange Jachten – täuscht der Eindruck, oder sind es noch mehr als in den Jahren zuvor?
Wenn tatsächlich mal ein Tisch in einem Dreisternerestaurant mittags leer blieb, dann nur, weil der dort kochende Chef nicht aus dem Fernsehen bekannt ist. Und mancher Genießer ist bereit, für einen neuen Tellerwärmer ein ganzes Monatseinkommen auszugeben. Denn der Aufschwung braucht auch ihn: den besserverdienenden Hobbykoch.
Für ihn hat Der Feinschmecker vor Kurzem ein Sonderheft gestaltet, ein "Küchen Special". Da wurden Weihnachtswünsche geweckt, sodass sich jeder Gourmet noch rechtzeitig um einen Kredit bemühen konnte, bevor seine Hausbank Pleite machte. Einhundertfünfzig Küchenstudios wurden vorgestellt, in denen wir Konsumenten eine maßgeschneiderte Küche bestellen können, wie sie Deutschlands Spitzenköche zu Hause haben.
Erstes Gebot aus dem Mund der Profis: Ein Induktionsherd muss es sein. Nix Gas oder Elektro, das ist Technik von gestern. Und zwar ein Herd mit Knebelschaltung, sagt Dieter Müller (Bergisch Gladbach, drei Sterne). Weil – was er nicht sagt – die Touchscreen-Technik à la iPhone auf einem Herd ihre Tücken hat – vor allem bei fettigen Fingern. Dafür gibt es in Müllers Privatküche sogar eine Mikrowelle – »zum Kräutertrocknen«.
Johann Lafers (Stromberg, ein Stern) "gewaltiger Küchenblock" lässt sich "automatisch auf eine komfortable Arbeitshöhe rauf- und runterfahren". Außerdem ist seine "Hightech-Küche mit einem Home-Electronicsystem vernetzt, das sogar auf mündliche Befehle reagiert". Das ist bei mir zu Hause nicht anders. Mein System heißt Barbara. Cornelia Polettos (Hamburg, ein Stern) Küchenblock nennt sich "P7340" und ist von Porsche designt, weil Frau Poletto schnelle Autos liebt. Wie ihre Kollegen legt sie Wert auf einen Esstisch in der Küche.
- Datum 14.12.2009 - 17:33 Uhr
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- Serie Siebeck
- Quelle ZEITmagazin, 10.12.2009 Nr. 51
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... und wieder nichts bis zum Schluß gelesen, weil gedacht, es käme noch ein Krümelchen Substanz. Schade, daß es W.S. nicht geschafft hat, in Würde aufzuhören. Mit ein bißchen kollegialer Unterstützung von der Redaktion hätte er es schaffen können, aber da kam auch nichts.
PS: Touch Screen Bedienfelder von E-Herden sind nicht ohne, wie jüngst eine Familie in Franken erfahren mußte, deren Katzs nächstens übers sensible Display taperte, dabei sämmtliche "Platten" auf volle Pulle schaltete und so das Häuschen abfackelte ...
Es sind immer wieder dieselben, die nichts merken. W.S. schreibt eine Kolumne!!! Er schreibt nicht als Kritiker und nicht als Oberlehrer. Es gibt immer wieder Leser, die das nicht begreifen. Ebenso wenig wie die "Substanz" der aktuellen Kolumne: Die letzten beiden Sätze stellen sie eindeutig dar und erhellen alles vorher geschriebene. Leider, leider hat Pisa recht: Es ist nicht weit her mit der Lesekompetenz in Deutschland.
Es sind immer wieder dieselben, die nichts merken. W.S. schreibt eine Kolumne!!! Er schreibt nicht als Kritiker und nicht als Oberlehrer. Es gibt immer wieder Leser, die das nicht begreifen. Ebenso wenig wie die "Substanz" der aktuellen Kolumne: Die letzten beiden Sätze stellen sie eindeutig dar und erhellen alles vorher geschriebene. Leider, leider hat Pisa recht: Es ist nicht weit her mit der Lesekompetenz in Deutschland.
Es sind immer wieder dieselben, die nichts merken. W.S. schreibt eine Kolumne!!! Er schreibt nicht als Kritiker und nicht als Oberlehrer. Es gibt immer wieder Leser, die das nicht begreifen. Ebenso wenig wie die "Substanz" der aktuellen Kolumne: Die letzten beiden Sätze stellen sie eindeutig dar und erhellen alles vorher geschriebene. Leider, leider hat Pisa recht: Es ist nicht weit her mit der Lesekompetenz in Deutschland.
... "alles vorher geschriebene" enthalten, so ist dieses vorher Geschriebene erst recht überflüssig. W.S. schreibt schon lange keine Kolumne mehr. Das tat er früher mal zu jedermanns Genuß, wenngleich nicht immer zu jederkochs Freude. Aber es ist schon lange nichts mehr drin in den Kolumnen. Wischiwaschi, allenfalls – man schaue sich nur das total vermainstremate heurige "Weihnachtsmenü" an. Wie gesagt: Ein Jammer, daß weder er selbst noch die ZEIT-Redaktion den richtigen Zeitpunkt für ein würdevolles Abtreten genutzt haben. Nun muß er sich halt zu Ende "biedenkopfen". Schade um ein wirklich großes Lebenswerk, wenn es so verplätschern muß.
dass sich eine Ich-Kaufe-Einfach-Alles-küche höchstens zum Bereiten einer von W.S. verschmähten Rindsroulade eignet. Jedenfalls wörtlich gelesen.
Natürlich sind fette Knebelschalter/-hähne besser als diese Schmierfingerbedienungsflächen. Ingenieure kochen offensichtlich nicht.
Jedenfalls bekam ich letzte Woche einen Lachkrampf als ich ein spilleriges, von Johan Lafer angepriesenes, Plastikprodukt sah mit dem man anscheinend Gemüse zu Streifen verarbeiten kann.
Nein, Herr Artois, hier gebe ich ihnen recht. Kein Mensch braucht hohe Wandschränke in der Küche. Wehret den Anfängen!
dass sich eine Ich-Kaufe-Einfach-Alles-küche höchstens zum Bereiten einer von W.S. verschmähten Rindsroulade eignet. Jedenfalls wörtlich gelesen.
Natürlich sind fette Knebelschalter/-hähne besser als diese Schmierfingerbedienungsflächen. Ingenieure kochen offensichtlich nicht.
Jedenfalls bekam ich letzte Woche einen Lachkrampf als ich ein spilleriges, von Johan Lafer angepriesenes, Plastikprodukt sah mit dem man anscheinend Gemüse zu Streifen verarbeiten kann.
Nein, Herr Artois, hier gebe ich ihnen recht. Kein Mensch braucht hohe Wandschränke in der Küche. Wehret den Anfängen!
dass sich eine Ich-Kaufe-Einfach-Alles-küche höchstens zum Bereiten einer von W.S. verschmähten Rindsroulade eignet. Jedenfalls wörtlich gelesen.
Natürlich sind fette Knebelschalter/-hähne besser als diese Schmierfingerbedienungsflächen. Ingenieure kochen offensichtlich nicht.
Jedenfalls bekam ich letzte Woche einen Lachkrampf als ich ein spilleriges, von Johan Lafer angepriesenes, Plastikprodukt sah mit dem man anscheinend Gemüse zu Streifen verarbeiten kann.
Nein, Herr Artois, hier gebe ich ihnen recht. Kein Mensch braucht hohe Wandschränke in der Küche. Wehret den Anfängen!
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