USA/Afghanistan Die Reifeprüfung
Obama handelt nach langer Bedenkzeit in Afghanistan richtig, erklärt Josef Joffe
© Jim Watson/ AFP/ Getty Images

US-Präsident Barack Obama erklärt die amerikanische Afghanistan-Strategie in West Point
Vielleicht wird er noch manchen auf beiden Seiten des Atlantiks enttäuschen. Die Europäer glauben, Barack Obama sei irgendwie »unamerikanisch«, ein sanftmütiger Sozialdemokrat, einer der Ihren. Ähnlich die heimische Linke, die ihn als friedensbewegten Sozialrevolutionär sah, der nur zu Hause kämpfen werde, nicht aber im Irak und in Afghanistan. Dabei hatte Obama schon in seiner programmatischen Schrift Hoffnung wagen gelegentlich so geredet wie der verhasste Vorgänger. Manchmal müsse Amerika doch »Truppen einsetzen«. Machte sich das Land klein, bliebe es trotzdem eine »Zielscheibe« angesichts seiner »beherrschenden Position« in der Welt. Soldaten seien unverzichtbar, »wo Terroristen florieren«. Verbündete seien gut, aber Amerika dürfe sich nicht zur »Geisel des internationalen Konsenses« machen. Es habe das Recht, präventiv gegen »Gefahr im Verzug« vorzugehen.
In seiner Afghanistan-Rede hat Obama den Sommer 2011 als Beginn des Abzuges gesetzt, sich aber im nächsten Satz eine breite Hintertür offen gelassen: »verantwortungsbewusst« müsse es geschehen und mit Blick auf die »Situation im Feld«. Seine Freunde ließ er wissen, dass Afghanistan eben nicht Vietnam sei. Weder kämpfe Amerika allein noch gegen einen Gegner, der das Volk hinter sich habe. Amerika sei nicht Aggressor, sondern Opfer. Afghanistan fallen zu lassen heiße, »neue Attacken zu riskieren«. Er hätte hinzufügen können: Hinter den Taliban stehen keine atomaren Großmächte wie einst Moskau und Peking hinter Nordvietnam. Obamas Pentagon-Chef sagt es ganz knapp: »Es gibt keine Frist.«
Heute, schreibt der Kolumnist der New York Times, David Brooks, wollten viele Parteigänger den Obama aus dem Wahlkampf wiederhaben. Nur: »Alle Präsidenten müssen sich im Weißen Haus mit den Realitäten versöhnen.« Die größte Konzession ist die Verdoppelung der Truppe während seiner Amtszeit. So dezidiert hat seit Johnson kein Demokrat im Weißen Haus agiert – nicht Carter, nicht Clinton. Und die waren nicht »links«.

ist Herausgeber der ZEIT. Von 2001 bis 2004 war er auch ihr Chefredakteur, gemeinsam mit Michael Naumann. Davor leitete er das außenpolitische Ressort der Süddeutschen Zeitung. Weitere Texte von ihm finden Sie hier
Obama ist jedenfalls komplizierter, als es das schlichte Schema von links und rechts, Pazifismus und Bellizismus zulässt. Er ist vorweg der Präsident der einzigen Weltmacht. Er ist vielschichtiger als George W., der die Welt in Freunde und Feinde einteilte. Und wie jeder gewählte Politiker muss er zugleich drei verschiedene Gruppen von Zuhörern bedienen. Das magische Datum »2011« soll das eigene Volk beruhigen, die Karsai-Clique aber beunruhigen, auf dass sie das Schicksal des Landes in die eigene Hand nehme. Das Problem ist das dritte Publikum: die Taliban, die nur abwarten müssten, um nach 2011 mit verdoppelter Verve zuzuschlagen.
Deshalb die Hintertür, durch die eine ganze Armee passt: Mal sehen… Im Wahlkampf blitzte er manchmal als Ideologe auf – die Rechte in Rage, die Linke in Verzückung versetzend. Ein Jahr später entpuppt er sich als biegsamer, aber machtbewusster Pragmatiker. Ein echter Pragmatiker ändert die Richtung, weiß aber, wo’s langgeht. Das unterscheidet ihn von Aussitzern und Wetterhähnen. Obama, das zeigt die surge, die Truppenverstärkung, kreuzt mit Kiel und Kompass.
- Datum 11.12.2009 - 11:32 Uhr
- Serie Zeitgeist
- Quelle DIE ZEIT, 10.12.2009 Nr. 51
- Kommentare 11
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sind das.. da könnte man ja fast dem Glauben verfallen, Herr Joffe zollt dem Präsidenten Obama Respekt, statt wie üblich seinen fehlenden Realismus anzuprangern.
Pragmatismus heisst hier das Zauberwort. Eine Option von Obama, sich an dieser politischen Front dem direkten, luftraubenden Kreuzfeuer der Opposition vorübergehend zu entziehen, die freilich mehr Fragen zum politischen Kurs aufwirft, als sie zu beantworten vermag.
Was letztlich dem Volk, auch uns, verborgen bleibt und doch zur Meinungsbildung dringend geklärt werden sollte: es bleibt völlig nebulös, wer die eigentlichen Protagonisten in diesem unsäglichen Kriegsdrama sind!
Unter Bush wurden Taliban fälschlicherweise und unlauter mit AL Quaida gleichgesetzt, jetzt wird der Unterschied zwischen Taliban und Paschtunen vernachlässigt.
Beide Strategien dienen nur dazu, ein vermeintlich klares Feinbild aufrechtzuerhalten.
Und hier setzt meine Kritik an den (deutschen) Medien an: auch die ZEIT könnte/sollte hier mal Größe zeigen und mit ihrem hohen Anspruch an politische Aufklärung und neutrale Berichterstattung mutig und sachlich klarstellen, was wirklich in Afghanistan und im Irak abläuft, wer dort politisch das Sagen hat und wer von welchen ausländischen Mächten mit welchen Interessen unterstützt wird.
Dann können wir, das Volk, uns ja immer noch für die persönliche Sichtweise Herrn Joffes z.B. begeistern, oder vielleicht auch nicht.
Das Volk braucht Aufklärung, auch im 21. Jahrhundert.
...Aufklärung, auch im 21. Jahrhundert."
Daher sind Beiträge so erfrischend, wie Herr Joffe eine hier schrieb. Nach einer langen Periode der Abstinenz beginnt die deutsche Medienlandschaft der Bevölkerung den Zugang zu den Realitäten der internationalen Landschaft zu vermitteln, deren Logik die Übernahme von Verantwortung bei der Durchsetzung internationaler Sicherheit notwendig erfordert. Wir sind in einem Prozess des lernens, das viele hergebrachten Vorstellungen und Beurteilungen in Frage stellen wird und wir werden sehen, dass das herrschende Bild der Welt inakzeptabel ist, wo Andere unsere Sicherheit alleine nicht mehr herstellen wollen noch können.
hallo slink,
was ich dir gerne sagen möchte:
es ist fakt, dass obama sich wie KEINER seiner vorgänger unglaublich viel zeit mit seiner entscheidung gelassen hat. ich selbst habe es in unterschiedlichsten quellen gelesen. dies zeigt, dass er die entscheidung der truppenentsendung alles andere als leichtfertig gefällt hat, was ihm von seinen gegnern ja wieder mal als schwäche (obama macht rum mit seiner entscheidung) ausgelegt wurde. nichts einfacher, als schwächen zu finden. vor allem bei obama, der ja als wunderbare projektionsscheibe für alle möglichen unerfüllten unbewussten messias-wünsche herhalten muss. er ist ein mensch. und er hat in politischen mühlen zu mahlen, deren tempo er weiß gott nicht bestimmen kann. zudem muss er diplomat sein, um viele unterschiedliche lager unter einem hut zu halten. er sitzt nun mal nicht allein im senat.
wer seinen job besser machen möchte: gerne. abkotzen ist immer einfach. [Anmerkung: Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Danke. Die Redaktion/ew] bloss eines kann ich denen jetzt schon verraten: in dem fall kurze nächte, denn das arbeitsprogramm eines präsidenten ist straff und mit tom und sherry-heftchen angucken ist da nicht mehr viel!
obama hat ausserdem einen strategiewechsel in afganisthan anberaumt. mit mc chrystal scheint er da - entgegen boulevard-meinung - richtig beraten. wer augen hat, der sehe, wer ohren hat, der höre ...
...Aufklärung, auch im 21. Jahrhundert."
Daher sind Beiträge so erfrischend, wie Herr Joffe eine hier schrieb. Nach einer langen Periode der Abstinenz beginnt die deutsche Medienlandschaft der Bevölkerung den Zugang zu den Realitäten der internationalen Landschaft zu vermitteln, deren Logik die Übernahme von Verantwortung bei der Durchsetzung internationaler Sicherheit notwendig erfordert. Wir sind in einem Prozess des lernens, das viele hergebrachten Vorstellungen und Beurteilungen in Frage stellen wird und wir werden sehen, dass das herrschende Bild der Welt inakzeptabel ist, wo Andere unsere Sicherheit alleine nicht mehr herstellen wollen noch können.
hallo slink,
was ich dir gerne sagen möchte:
es ist fakt, dass obama sich wie KEINER seiner vorgänger unglaublich viel zeit mit seiner entscheidung gelassen hat. ich selbst habe es in unterschiedlichsten quellen gelesen. dies zeigt, dass er die entscheidung der truppenentsendung alles andere als leichtfertig gefällt hat, was ihm von seinen gegnern ja wieder mal als schwäche (obama macht rum mit seiner entscheidung) ausgelegt wurde. nichts einfacher, als schwächen zu finden. vor allem bei obama, der ja als wunderbare projektionsscheibe für alle möglichen unerfüllten unbewussten messias-wünsche herhalten muss. er ist ein mensch. und er hat in politischen mühlen zu mahlen, deren tempo er weiß gott nicht bestimmen kann. zudem muss er diplomat sein, um viele unterschiedliche lager unter einem hut zu halten. er sitzt nun mal nicht allein im senat.
wer seinen job besser machen möchte: gerne. abkotzen ist immer einfach. [Anmerkung: Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Danke. Die Redaktion/ew] bloss eines kann ich denen jetzt schon verraten: in dem fall kurze nächte, denn das arbeitsprogramm eines präsidenten ist straff und mit tom und sherry-heftchen angucken ist da nicht mehr viel!
obama hat ausserdem einen strategiewechsel in afganisthan anberaumt. mit mc chrystal scheint er da - entgegen boulevard-meinung - richtig beraten. wer augen hat, der sehe, wer ohren hat, der höre ...
...Aufklärung, auch im 21. Jahrhundert."
Daher sind Beiträge so erfrischend, wie Herr Joffe eine hier schrieb. Nach einer langen Periode der Abstinenz beginnt die deutsche Medienlandschaft der Bevölkerung den Zugang zu den Realitäten der internationalen Landschaft zu vermitteln, deren Logik die Übernahme von Verantwortung bei der Durchsetzung internationaler Sicherheit notwendig erfordert. Wir sind in einem Prozess des lernens, das viele hergebrachten Vorstellungen und Beurteilungen in Frage stellen wird und wir werden sehen, dass das herrschende Bild der Welt inakzeptabel ist, wo Andere unsere Sicherheit alleine nicht mehr herstellen wollen noch können.
Wie schwer muss es dem kriegsbegeisterten Joffe fallen, Obamas Absichten zur Kenntnis zu nehmen, dem Krieg in Afghanistan ein Ende zu bereiten. Und kein Neuer ist in Sicht. Da wird einem die Zeit lang bis zur nächsten Wahl in Amerika und die Hoffung Joffes auf einen neuen Präsidenten, der mit Gottes Hilfe endlich. endlich wieder gegen irgend ein anderes Land in den Krieg zieht.
Wie zäher Sirup liest sich entsprechend Joffes verzweifeltes Klammern an kleinliche Formulierungen, die er als letzte Chance sieht, dass der Krieg noch weiter geht. Welch innere Kraft muss es Joffe kosten, dem sonst so oft geschmähten Obama ein bisschen Sachverstand zuzugestehen, damit er diesen nutzen könnte, sich für eine Verlängerung des Afghanistanfeldzuges einzusetzen.
Doch wie realistisch ist das Wohl? Amerika hat jenseits der stetig schwächer werdenden Hardliner weder den Willen, noch die Mittel, diesen Krieg noch lange fortzusetzen.
Der Abzug ist längst beschlossen. Schon lange läuft mit der Truppenverstärkung das gleiche Abzugsszenario wie vor kurzem im Irak. Und nichts wird daran etwas ändern. Gerade nimmt die Gewalt im Irak wieder rapide zu. Anschlags- und Opferzahlen klettern auf Werte, wie sie der heissen Phase des Aufstandes entsprachen. Und? rühren sich die Amerikaner, obwohl sie doch angekündigt hatten, bei Verschlechterung der Lage flexibel zu reagieren? Natürlich nicht. Nicht anders wird es in Afghanistan sein.
Armer Joseph Joffe - alle Träume ausgeträumt.
hallo slink,
was ich dir gerne sagen möchte:
es ist fakt, dass obama sich wie KEINER seiner vorgänger unglaublich viel zeit mit seiner entscheidung gelassen hat. ich selbst habe es in unterschiedlichsten quellen gelesen. dies zeigt, dass er die entscheidung der truppenentsendung alles andere als leichtfertig gefällt hat, was ihm von seinen gegnern ja wieder mal als schwäche (obama macht rum mit seiner entscheidung) ausgelegt wurde. nichts einfacher, als schwächen zu finden. vor allem bei obama, der ja als wunderbare projektionsscheibe für alle möglichen unerfüllten unbewussten messias-wünsche herhalten muss. er ist ein mensch. und er hat in politischen mühlen zu mahlen, deren tempo er weiß gott nicht bestimmen kann. zudem muss er diplomat sein, um viele unterschiedliche lager unter einem hut zu halten. er sitzt nun mal nicht allein im senat.
wer seinen job besser machen möchte: gerne. abkotzen ist immer einfach. [Anmerkung: Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Danke. Die Redaktion/ew] bloss eines kann ich denen jetzt schon verraten: in dem fall kurze nächte, denn das arbeitsprogramm eines präsidenten ist straff und mit tom und sherry-heftchen angucken ist da nicht mehr viel!
obama hat ausserdem einen strategiewechsel in afganisthan anberaumt. mit mc chrystal scheint er da - entgegen boulevard-meinung - richtig beraten. wer augen hat, der sehe, wer ohren hat, der höre ...
schaffen eben keine Klarheit. Informationsquellen sind stets trügerisch.
@1000und1Nacht
1. Sie kritisieren ein "Abkotzen" gegen Obama: wo steht das?? Die "neuen Töne" beziehen sich auf Hr. Joffe >> wer Augen hat, der sehe
2."Es ist Fakt", sagen Sie leichtfertig, "weil ich es in den unterschiedlichsten Quellen gelesen habe" Ja schön, wenn unsere Medien wirklich wüßten, was sich im Hintergrund abspielt und sich nicht auf die zugefütterten Informationen der PR-Agenten verlassen müssten.. Oder glauben Sie, dass jemand der so Nahe am US-Präsidenten klebt dessen Entscheidungsvorgänge ungefiltert nach aussen kommunizieren kann? Naive Denke. >>Fakt ist das, was Jeder gerne glauben möchte und als wahr bewertet. (Empfehlung: Relativitätstheorie u. Quantentheorie)
3. Mißverständnisse sind vorprogrammiert. Geschickte Autoren/Journalisten spielen mit der Wahrheit bzw. der Bedeutungsrichtung ihrer Aussagen, um sich selbst schadlos zu halten. Relativ ungeschicktere Schreiberlinge wie wir Amateur-Kommentatoren produzieren fast nichts anderes als Mißverständnisse. Das sieht man an den ausufernden Wortgefechten der Kommentatoren auf ZEIT-Online und daran, dass Sie mich hier anscheinend mißverstanden haben, denn wer mich kennt, oder meine früheren Absonderungen hier verfolgt hat, weiss: ich bin ein Obama Befürworter - nicht weil ich ihn für genial halte, aber weil ich glaube, dass er als einer von wenigen in diesen politischen Kreisen so etwas wie Rückgrat hat und zu den Gutmenschen gehört.
Der Krieg ist in der Demokratie noch nicht angekommen. Weder hier, noch in den USA oder sonst irgendwo auf der Erde. Das ist ziemlich ärgerlich, denn im Gegensatz zu den meisten übrigen Entscheidungen westlicher Regierungen lassen sich deren militärische Überlegungen und Einschätzungen nicht nachvollziehen. Demokratisierung in diesem Bereich hiesse, die Transparenz zu erhöhen. Es schaffte meines Erachtens auch mehr Vertrauen seitens der Bevölkerung. Allerdings möchte ich das Argument, Obama hätte sich mehr Zeit gelassen als andere, so nicht stehen lassen. Eine Entscheidung wäre (unabhängig vom Präsidenten) ohnehin fällig gewesen und zwischen der regelmässigen Beteuerung "wir denken nach" und dem Nachdenken im stillen Kämmerlein, ist der Unterschied nicht so groß. Auch hier hat Obama eine Chance verpasst, tatsächlich das Regierungshandeln transparenter zu gestalten. Herr Obama ist allerdings erst ein Jahr im Amt, bleibt also zu hoffen, er lässt sich durch den oppositionellen Gegenwind nicht davon abbringen, doch noch mehr Transparenz zu wagen.
Was mich ander Diskussion hier wie auch in den Staaten ärgert ist die Fixierung auf die militärische Komponente. Der zivile Wiederaufbau könnte eine Chance bieten, ein tatsächliches Abzugsszenario zu eröffnen, denn egal, wie man den Krieg dort unten bewertet, Opfer ist die Bevölkerung dort. Diese müsste also die eigentliche Hilfe erhalten, Strukturen, mit denen sie selbst etwas aufbauen können.
schaffen eben keine Klarheit. Informationsquellen sind stets trügerisch.
@1000und1Nacht
1. Sie kritisieren ein "Abkotzen" gegen Obama: wo steht das?? Die "neuen Töne" beziehen sich auf Hr. Joffe >> wer Augen hat, der sehe
2."Es ist Fakt", sagen Sie leichtfertig, "weil ich es in den unterschiedlichsten Quellen gelesen habe" Ja schön, wenn unsere Medien wirklich wüßten, was sich im Hintergrund abspielt und sich nicht auf die zugefütterten Informationen der PR-Agenten verlassen müssten.. Oder glauben Sie, dass jemand der so Nahe am US-Präsidenten klebt dessen Entscheidungsvorgänge ungefiltert nach aussen kommunizieren kann? Naive Denke. >>Fakt ist das, was Jeder gerne glauben möchte und als wahr bewertet. (Empfehlung: Relativitätstheorie u. Quantentheorie)
3. Mißverständnisse sind vorprogrammiert. Geschickte Autoren/Journalisten spielen mit der Wahrheit bzw. der Bedeutungsrichtung ihrer Aussagen, um sich selbst schadlos zu halten. Relativ ungeschicktere Schreiberlinge wie wir Amateur-Kommentatoren produzieren fast nichts anderes als Mißverständnisse. Das sieht man an den ausufernden Wortgefechten der Kommentatoren auf ZEIT-Online und daran, dass Sie mich hier anscheinend mißverstanden haben, denn wer mich kennt, oder meine früheren Absonderungen hier verfolgt hat, weiss: ich bin ein Obama Befürworter - nicht weil ich ihn für genial halte, aber weil ich glaube, dass er als einer von wenigen in diesen politischen Kreisen so etwas wie Rückgrat hat und zu den Gutmenschen gehört.
Der Krieg ist in der Demokratie noch nicht angekommen. Weder hier, noch in den USA oder sonst irgendwo auf der Erde. Das ist ziemlich ärgerlich, denn im Gegensatz zu den meisten übrigen Entscheidungen westlicher Regierungen lassen sich deren militärische Überlegungen und Einschätzungen nicht nachvollziehen. Demokratisierung in diesem Bereich hiesse, die Transparenz zu erhöhen. Es schaffte meines Erachtens auch mehr Vertrauen seitens der Bevölkerung. Allerdings möchte ich das Argument, Obama hätte sich mehr Zeit gelassen als andere, so nicht stehen lassen. Eine Entscheidung wäre (unabhängig vom Präsidenten) ohnehin fällig gewesen und zwischen der regelmässigen Beteuerung "wir denken nach" und dem Nachdenken im stillen Kämmerlein, ist der Unterschied nicht so groß. Auch hier hat Obama eine Chance verpasst, tatsächlich das Regierungshandeln transparenter zu gestalten. Herr Obama ist allerdings erst ein Jahr im Amt, bleibt also zu hoffen, er lässt sich durch den oppositionellen Gegenwind nicht davon abbringen, doch noch mehr Transparenz zu wagen.
Was mich ander Diskussion hier wie auch in den Staaten ärgert ist die Fixierung auf die militärische Komponente. Der zivile Wiederaufbau könnte eine Chance bieten, ein tatsächliches Abzugsszenario zu eröffnen, denn egal, wie man den Krieg dort unten bewertet, Opfer ist die Bevölkerung dort. Diese müsste also die eigentliche Hilfe erhalten, Strukturen, mit denen sie selbst etwas aufbauen können.
... ist an Obama gar nichts - er ist ein opportunistischer Schwätzer ohne Wertvorstellungen und Weltanschauung.
Nur deshalb driften Worte und Taten immer mehr auseinander.
(Nicht Fleisch noch Fisch - von den Extremen unserer Zeit ein närrisches Gemisch - das sagte Heine seinerzeit über den preussischen König, der ihn ins Exil zwang. Bei Obama fällt mir das immer sofort ein, seltsam ...)
schaffen eben keine Klarheit. Informationsquellen sind stets trügerisch.
@1000und1Nacht
1. Sie kritisieren ein "Abkotzen" gegen Obama: wo steht das?? Die "neuen Töne" beziehen sich auf Hr. Joffe >> wer Augen hat, der sehe
2."Es ist Fakt", sagen Sie leichtfertig, "weil ich es in den unterschiedlichsten Quellen gelesen habe" Ja schön, wenn unsere Medien wirklich wüßten, was sich im Hintergrund abspielt und sich nicht auf die zugefütterten Informationen der PR-Agenten verlassen müssten.. Oder glauben Sie, dass jemand der so Nahe am US-Präsidenten klebt dessen Entscheidungsvorgänge ungefiltert nach aussen kommunizieren kann? Naive Denke. >>Fakt ist das, was Jeder gerne glauben möchte und als wahr bewertet. (Empfehlung: Relativitätstheorie u. Quantentheorie)
3. Mißverständnisse sind vorprogrammiert. Geschickte Autoren/Journalisten spielen mit der Wahrheit bzw. der Bedeutungsrichtung ihrer Aussagen, um sich selbst schadlos zu halten. Relativ ungeschicktere Schreiberlinge wie wir Amateur-Kommentatoren produzieren fast nichts anderes als Mißverständnisse. Das sieht man an den ausufernden Wortgefechten der Kommentatoren auf ZEIT-Online und daran, dass Sie mich hier anscheinend mißverstanden haben, denn wer mich kennt, oder meine früheren Absonderungen hier verfolgt hat, weiss: ich bin ein Obama Befürworter - nicht weil ich ihn für genial halte, aber weil ich glaube, dass er als einer von wenigen in diesen politischen Kreisen so etwas wie Rückgrat hat und zu den Gutmenschen gehört.
@slink
entschuldigen sie bitte, wenn ich sie falsch eingeordnet und/oder missverstanden habe. dann stehen wir uns ja doch näher, als ich dachte
@slink
entschuldigen sie bitte, wenn ich sie falsch eingeordnet und/oder missverstanden habe. dann stehen wir uns ja doch näher, als ich dachte
Der Krieg ist in der Demokratie noch nicht angekommen. Weder hier, noch in den USA oder sonst irgendwo auf der Erde. Das ist ziemlich ärgerlich, denn im Gegensatz zu den meisten übrigen Entscheidungen westlicher Regierungen lassen sich deren militärische Überlegungen und Einschätzungen nicht nachvollziehen. Demokratisierung in diesem Bereich hiesse, die Transparenz zu erhöhen. Es schaffte meines Erachtens auch mehr Vertrauen seitens der Bevölkerung. Allerdings möchte ich das Argument, Obama hätte sich mehr Zeit gelassen als andere, so nicht stehen lassen. Eine Entscheidung wäre (unabhängig vom Präsidenten) ohnehin fällig gewesen und zwischen der regelmässigen Beteuerung "wir denken nach" und dem Nachdenken im stillen Kämmerlein, ist der Unterschied nicht so groß. Auch hier hat Obama eine Chance verpasst, tatsächlich das Regierungshandeln transparenter zu gestalten. Herr Obama ist allerdings erst ein Jahr im Amt, bleibt also zu hoffen, er lässt sich durch den oppositionellen Gegenwind nicht davon abbringen, doch noch mehr Transparenz zu wagen.
Was mich ander Diskussion hier wie auch in den Staaten ärgert ist die Fixierung auf die militärische Komponente. Der zivile Wiederaufbau könnte eine Chance bieten, ein tatsächliches Abzugsszenario zu eröffnen, denn egal, wie man den Krieg dort unten bewertet, Opfer ist die Bevölkerung dort. Diese müsste also die eigentliche Hilfe erhalten, Strukturen, mit denen sie selbst etwas aufbauen können.
@pocketcrocodile
mehr ziviler aufbau, genau, informieren sie sich doch einfach mal über den strategen mc chrystal den obama u.a. dafür ausgesucht hat, militärs sind nicht immer gnadenlose killer ohne humanitäre gefühle. eben darum geht es doch, dass obamas art den einsatz zu führen (DURCH mc chrystal) einen paradigmenwechsel in der strategie darstellt.
sie können sich selbst davon überzeugen unter:
http://www.youtube.com/wa...
@pocketcrocodile
mehr ziviler aufbau, genau, informieren sie sich doch einfach mal über den strategen mc chrystal den obama u.a. dafür ausgesucht hat, militärs sind nicht immer gnadenlose killer ohne humanitäre gefühle. eben darum geht es doch, dass obamas art den einsatz zu führen (DURCH mc chrystal) einen paradigmenwechsel in der strategie darstellt.
sie können sich selbst davon überzeugen unter:
http://www.youtube.com/wa...
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entschuldigen sie bitte, wenn ich sie falsch eingeordnet und/oder missverstanden habe. dann stehen wir uns ja doch näher, als ich dachte
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