Kulturgeschichte Wunder, Wunder, Wunder!
Zeit der Krisen, Zeit der Scharlatane. Ein besonders genialer war der Deutsche Katterfelto, der im England der Aufklärung Furore machte.

Zwischen Zauberlehre und Wissenschaft: Der Deutsche Scharlatan Katterfelto beeindruckte zu Zeiten der Aufklärung in England mit seinem Mikroskop und gewagten Thesen
Die Grippe raste auf London zu. Irgendwo im Osten Europas oder womöglich gar bei den unheimlichen Chinesen hatte sie ihren Anfang genommen, übers Baltikum, über Preußen und Holland war sie herangeeilt – schon hatte sie britischen Boden erreicht. Allenfalls ein paar Tage konnte es noch dauern, bis schwerer Atem, Husten, Schüttelfrost, Gliederschmerzen und nächtliche Delirien die Bevölkerung der englischen Hauptstadt in die Knie zwingen würden.
Mit Tausenden von Kranken war zu rechnen, mit Toten. Vor allem in den Armenvierteln der Stadt würde die Epidemie leichtes Spiel haben. Eine Katastrophe drohte. Aufklärung tat not. Es war seine Pflicht, Alarm zu schlagen. Und so ließ er am 15. April 1782 im Morning Herald verkünden: »Herr Katterfelto wird sein Sonnenmikroskop vorführen und dabei die seltsamen Insekten zeigen, die das Königreich mit einer schweren Seuche bedrohen, wenn sie nicht bald vernichtet werden.« Die Kampagne hatte begonnen.
Tatsächlich war dieses Mikroskop das Vorzeigerequisit des Herrn Katterfelto. Er hatte es um 1780 erworben, als er im feinen Londoner Westend begann, regelmäßig parawissenschaftliche Vorträge zu halten und öffentlich zu experimentieren. Es war eine Art magische Laterne, die mikroskopische Objekte, angestrahlt von optisch gebündeltem Sonnenlicht, tausendfach vergrößert auf eine Projektionsfläche warf. Das ideale Instrument für den Augenblick. Denn so konnten alle die bösartigen Tierchen sehen, die in London eingefallen waren. Zugleich ließ Katterfelto wissen, dass er über reiche Vorräte einer sorgfältig erprobten Medizin verfüge, also einen »Impfstoff«. Mit diesem Mittel sei die Grippe rasch besiegt.

Der Scharlatan Katterfelt alias Katterfelto kam vermutlich 1743 in Thüringen zur Welt. Gestorben ist er im Jahre 1799 in Bedale, einem Flecken in Yorkshire
Obschon das gefährliche Getier, das seine zahlreichen und für den grausigen Anblick kräftig zahlenden Zuschauer sahen, zweifellos keine Influenzaviren waren, sondern vermutlich Bakterien oder andere Mikroorganismen, barg die Behauptung Katterfeltos einen revolutionären Kern. Bis dahin bestand weitgehende Einigkeit darüber, dass Seuchen wie die Grippe durch Miasmen, also üble, faule Dünste, ausgelöst werden.
Für Katterfelto hingegen war das Kontagium, also die Ansteckung durch von Mensch zu Mensch überspringende Kleinstlebewesen, die Ursache der Plage. In der Schulmedizin sollte es noch Jahrzehnte dauern, bis sich der wahre Kern dieser Theorie durchsetzte.
Wer war dieser weitsichtige Mann, dem die Grippe in London plötzlich so viel Aufmerksamkeit und offenbar auch einigen Wohlstand bescherte?
Christian Wilhelm – oder vielleicht auch Heinrich – Katterfelt alias Katterfelto kommt vermutlich 1743 in Thüringen zur Welt, wo genau, weiß man nicht. Gestorben ist er im Jahre 1799 in Bedale, einem Flecken in Yorkshire nördlich von Leeds. In der dortigen Dorfkirche liegt er begraben. Die Chronik der Gemeinde weist ihn als »Doktor der Philosophie« aus.
Englischen Boden betritt Katterfelto erstmals 1776. Das fand unlängst David Paton-Williams heraus. Paton-Williams ist der Gemeindepfarrer von Bedale und hat Katterfeltos Lebensspuren verfolgt. Die Ergebnisse seiner Recherchen fasste er in einer kleinen Biografie zusammen. Danach reist der Mann aus Deutschland mit seiner hochschwangeren Frau und einer sechsjährigen Tochter am 26. September jenes Jahres in Hull ein.
Nur ein paar Tage darauf erscheint im York Courant die erste seiner späterhin berühmten und in die Hunderte gehenden Anzeigen und PR-Hymnen, mit denen er das Inselreich über mehr als zwei Jahrzehnte systematisch überzieht: »Am 26. September ist in Hull – wo er seither im Konzertsaal mit viel Zuspruch gastiert – ein Sohn von Oberst Katterfelto aus dem berühmten Preußischen Regiment der Totenkopf-Husaren aufgetreten. Er selbst ist Professor der Naturphilosophie, der Mathematik, der Astronomie, der Geografie, des Festungsbaus und der Navigation. Während der letzten Jahre hat er fast ganz Europa bereist…«
Wenig später weist Katterfeltos selbst gemachte Legende ihn schon persönlich als preußischen Oberst aus. Am Siebenjährigen Krieg will er teilgenommen haben. In einer »Schlacht von Schwerin« hat er gekämpft und später die Höfe Europas besucht. Mit dem Adel und den gehobenen Ständen steht er auf bestem Fuße. Als er in England eintrifft, ist er eine Berühmtheit – so gibt er vor.
Fortan reist er als »wissenschaftlicher Schausteller« durch das Königreich. Man schätzt, dass er es in einem knappen Vierteljahrhundert auf etwa zehntausend Vorstellungen bringt. Mehr als drei Jahre gastiert er recht vornehm in der Piccadilly Street in London. Später zieht er rastlos über Stadt und Land, wohnt mal im ersten Haus am Platze, mal zur Untermiete, je nach Kassenlage. Selbstverständlich ist er Freimaurer. In den Logen zählt »Bruder« Katterfelto zu den gern gesehenen Gästen. Schließlich ist er ein Wissender von hohen Graden. Man darf getrost annehmen, dass er im »Schottischen Ritus« gearbeitet hat.
Der Markt für »geheimes Wissen« ist schier unersättlich
Was Katterfelto präsentiert, entspricht dem Geschmack der Zeit: Versuche aus der Optik, der Akustik, mit dem Magnetismus und der Elektrizität – verspieltes Experimentieren im öffentlichen Raum. Zuweilen garniert er seine Auftritte mit Taschenspielereien: handfertigen Kunststücken mit Würfeln, Karten, Münzen und Billardbällen. Seine Naturkunde hat nichts von der pedantischen Gelehrsamkeit der Universitäten und Klöster. Sie will »natürliche« Magie sein, das heißt eine nützliche Disziplin, die einer sich entwickelnden bürgerlichen Gesellschaft durch das Aufdecken bislang verborgener Zusammenhänge praktisch verwertbares Wissen vermittelt.
Das Publikum allerdings giert nach mehr. Tagtäglich stellen Mystiker wie der Schwede Emanuel Swedenborg, Exorzisten wie der süddeutsche Pfarrer Johann Joseph Gaßner, Zauberkünstler wie der Italiener Giuseppe Pinetti, Phantasmagoren wie der Leipziger Kaffeewirt Johann Georg Schrepfer, frühe Sexualtherapeuten wie der Londoner Modearzt James Graham, Okkultisten wie der Graf von Saint Germain oder schlechthin anarchische Charaktere wie Giuseppe Balsamo alias Comte Alessandro Cagliostro die Vernunft öffentlich infrage.
Ungezählte Geisterseher, Wunderheiler, Magier, Magnetiseure und Kabbalisten vulgarisieren ihre vermeintlich klandestinen Lehren. Der Markt für »geheimes Wissen« ist schier unersättlich. Die Aufklärung selbst schafft ihm ein Klima des Wachstums. Ernst Bloch hat das die »Ungleichzeitigkeit des Gleichzeitigen« genannt. Und so kommt auch Katterfelto nicht umhin, seine Vorführungen um des rein wirtschaftlichen Erfolges willen gelegentlich mit der Aura des Okkulten zu trüffeln.
Wer sich seine Vorstellungen vergegenwärtigen will, der muss nur Joseph Wright of Derbys Gemälde vom Experiment mit der Luftpumpe betrachten: Um einen runden Tisch hat sich zu später Stunde eine kleine Gruppe von Wissbegierigen versammelt. Ein Experimentator mit weitem rotem Mantel, wallendem silbergrauem Haar und dem irritierenden Blick des Magiers hat einen Versuch aufgebaut. In einem großen Glasgefäß ist ein weißer Vogel zu sehen. Mit einer Kolbenpumpe wurde dem Tier die Luft entzogen.
Anfangs – so darf man vermuten – hat es in Panik geflattert, kurz darauf sich in Krämpfen gewunden. Jetzt liegt es wie tot am Boden. Das Publikum ist atemlos. Es schwankt zwischen Entsetzen und Erwartung. Der Magier indes beherrscht die Situation. Er hat die Hand am Ventil. In einer Sekunde wird er wieder Luft in den Behälter lassen. Der Vogel wird »auferstehen«. Dem Allmächtigen sei Dank!
Auch Katterfelto ist ein Grenzgänger. Sein öffentliches Leben oszilliert zwischen Tatsachen, Tricks und Wundern. Man mag ihn einen großen Entertainer nennen. In erster Linie indes bleibt er ein Hochstapler. Da ist seine militärische Vita: der angebliche Dienst in einer ruhmreichen Armee, die Teilnahme an heroischen Schlachten und der hohe Rang, den er schon in jungen Jahren bekleidet. Offenbar erscheint sie Katterfelto als perfekte Eintrittskarte in die bessere englische Gesellschaft.
Es gibt reichlich Vorbilder für diese Strategie; nicht zuletzt seinen deutschen Landsmann Schrepfer. Der – in Wahrheit wohl einfacher preußischer Muschkote – ließ in Adelskreisen Jahre zuvor erfolgreich streuen, er wäre ein französischer Oberst. Das verschaffte ihm Respekt und beträchtlichen Einfluss. Und Katterfelto? Als hätte es eines Beweises für sein Offizierspatent bedurft, tritt er zu Beginn seiner Karriere gewöhnlich mit der Kopfbedeckung eines Husaren und mit einem riesigen Schwert in Erscheinung. Dieses Schwert, so lässt er wissen, sei einst von seinem Großvater – einem General! – geführt worden, nämlich als jener einmal 30.000 Gefangene auf einen Streich gemacht habe. Seltsam bei alledem nur, dass der auf den Vokal o endende Name des Enkels so recht weder zu einem deutschen Geburtsort noch zum Stammbaum einer preußischen Offiziersfamilie passen will. Typischerweise sind es Gaukler, die sich mit solchen Lauten schmücken, nicht aber Obristen a. D. oder gar Naturphilosophen.
Die militärische Seite seiner Karriere lässt Katterfelto allerdings geflissentlich in Vergessenheit geraten, nachdem er in London zum Seuchenexperten avanciert ist. Das Husarentum passt schlecht zum neuen Status. An seinem Künstlernamen freilich kann er nichts mehr ändern. Der ist inzwischen zur Marke geworden. Um ihn jedoch ein wenig aufzuwerten, fügt er ihm wohlklingende Titel hinzu: einen Doktor der Philosophie, einen weiteren der Medizin und eine Fellowship der Royal Society.
Damit aber nicht genug. Bald kann man in der Zeitung lesen: »Dieser großartige Philosoph hat in den vergangenen zwölf Jahren mehr Erfindungen gemacht als alle anderen Gelehrten hierzulande. Etliche Herren von Stand sind daher der Ansicht: Man kann ihn mit gutem Recht einen zweiten Isaac Newton nennen.
Selbstverständlich hat er auch ein Perpetuum mobile im Angebot
Wahrhaftig, Katterfeltos »Erfindungen« sind eindrucksvoll. Natürlich ist das Sonnenmikroskop sein Produkt. Wer in London weiß schon, dass es der Deutsche Johannes Lieberkühn bereits Jahrzehnte zuvor entwickelt hat.
Oder der Heißluftballon. Im November 1783 ist Jean-François Pilâtre de Rozier und François d’Arlandes mit einer Montgolfiere die erste bemannte Freiballonfahrt der Geschichte geglückt. Katterfelto jedoch nimmt schon kurz darauf in Anspruch, der wahre Pionier der Luftfahrt zu sein. Bereits 1768 – so lässt er im General Advertiser von London verkünden – habe er aus Anlass des Geburtstages der Zarin in St.Petersburg einen Ballon in die höchsten Höhen der Atmosphäre gesandt. Offen bleibt, ob er selbst in ihm aufgestiegen ist oder nur einen Satelliten gestartet hat. Für Marketingzwecke jedenfalls genügt es einstweilen, dass man ihm zutraut, an Bord gewesen zu sein.
Oder seine »sympathetischen Uhren«: Zeitmesser, die, ähnlich unseren heutigen Funkuhren durch eine magische Kraft mit einer Zentraluhr verbunden, stets exakt die Stunde schlagen. Damit scheinen sie vor allem auf hoher See, zur Bestimmung des Längengrades, zu taugen. Womöglich sind sie sogar den eben erfundenen, aber schrecklich teuren Chronometern des Schotten John Harrison überlegen.
Freilich erinnert ihr homöopathisches Prinzip ein wenig an die »Hundetheorie« des späten 17. Jahrhunderts. Nach ihr sollte auf jedem Hochseeschiff ein Hund mitfahren, den man zuvor willentlich verletzt und aufwendig verbunden hatte. An Land musste eine vertrauenswürdige Person tagtäglich exakt zur Mittagsstunde ein zurückbehaltenes Stück vom Verband des Tiers in eine schmerzhaft brennende »Sympathielösung« tauchen. Sobald dies geschah, jaulte der Hund an Bord lauthals auf. Nun wusste der Kapitän, dass in Greenwich die Sonne im Zenit stand.
Selbstverständlich hat Katterfelto – wie die meisten seiner Konkurrenten – auch ein Perpetuum mobile im Angebot. Dessen vorgebliche ewige, antriebslose Bewegung beruhte vermutlich auf der Ausnutzung von Schwankungen der Luftfeuchtigkeit beziehungsweise des Luftdrucks – ein Wirkmechanismus, der heute noch die Atmos-Uhren von Jaeger-LeCoultre zum Laufen bringt. Immerhin heißt es im General Advertiser, dass der wunderbare Apparat selbst höchste Londoner Kreise einschließlich der königlichen Familie entzückt habe. Und mehr noch: »Es gereicht Dr.Katterfelto sehr zur Ehre, dass trotz der vielen Hundert Besucher, die sich sein Perpetuum mobile Tag für Tag ansehen, bislang niemand die Ursache seiner Bewegung zu erkennen vermochte.« In Wahrheit war die gute Presse das größte Mirakel an der Sache.
Wo immer er auftritt, seine Sprache ist pompös: »Wunder, Wunder, Wunder!«, lautet sein Schlachtruf. Wie eine Litanei beten es seine Anzeigen und Flugblätter herunter: »Dr. Katterfeltos Vorlesungen und Experimente sind philosophischer, mathematischer, optischer, magnetischer, elektrischer, physikalischer, chemischer, pneumatischer, hydraulischer, hydrostatischer, proetischer, stenographischer, blencicalischer, caprimantischer, perotischer und pollengistischer Natur.« Wo solche Kunstwörter nicht genügen, um das Publikum zu mobilisieren, ist es ein junger »Mohr«, der als Katterfeltos treuer Diener für seinen kosmopolitischen Herrn die Werbetrommel rührt. Zumindest in ländlichen Gegenden suggeriert das jene dunkle Exotik, die hilfreich ist, wenn es darum geht, dem Zwang zur Legitimation durch Fakten zu entfliehen.
Und damit immer noch nicht genug: Wenn es sein muss, bietet Katterfelto auch Dämonisches auf. 1783, als die Grippe schon halb vergessen ist, sucht er nach neuen Vermarktungsstrategien und schafft sich eine schwarze »marokkanische« Katze an. Das Tier, das angeblich »neun mal neun Leben« hat und dem er mit einem Taschenspielertrick den Schwanz ab- und wieder anzaubert, soll beim Publikum die Assoziation an den Spiritus familiaris wecken.
In der Tat gehört die Vorstellung von einem tierischen Hilfsgeist zu den spezifisch englischen Beiträgen zur Dämonologie. Im Bewusstsein der Bevölkerung des Inselreiches ist sie noch zu Katterfeltos Zeiten weitverbreitet. Danach gehen die Hexen oder Hexer ein förmliches Bündnis mit dem Teufel ein. Als Gegenleistung erhalten sie einen kleinen Dämon in Tiergestalt, der sie berät und ihnen zu Diensten ist.
Der Witchcraft Act des Hexenjägers Jakob I. hatte den Besitz eines Familiaren 1604 unter strengste Strafe gestellt. Längst ist das Gesetz zwar außer Kraft getreten. Gleichwohl versichert Katterfelto eilfertig, nichts sei dran an den Berichten, dass er mit dem Teufel im Bunde stehe. Aber wer kann schon wissen? Schließlich nennt er das Tier doch selber »Katerdevil«. Ein Verdacht bleibt also hängen. Und der ist durchaus nicht unerwünscht.
Umgekehrt mag es der Katzenfreund zuweilen sakral. Als »divine and moral philosopher« hat Katterfelto auch eine heilige Mission: »Alle Menschen auf Erden, sogar die frommsten, leben in der Finsternis, wenn sie die wunderbaren Werke unseres Schöpfers sehen können, es aber nicht wollen.« Er indes, Katterfelto, kann sie ihnen entschlüsseln. Von ihm zu lernen ist wie ein Besuch im Gottesdienst. Wer kommt, um zu schauen, ist gesegnet. Wer fernbleibt, der versündigt sich. Und wen kann es da wundern, dass die Morning Post am 8. August 1782 apotheotisch vermeldet, Katterfeltos Zuschauer hätten sich ihm genähert, »als ob es darum gegangen sei, zumindest den Saum seines Gewandes zu berühren«.
Nicht ohne ein Quäntchen Sympathie nennt sein Biograf David Paton-Williams Katterfelto einen prince of puff, also einen Aufschneider oder Windbeutel. Getrost darf man ihn auch einen gemeinen Scharlatan nennen. Aber was heißt das schon? Seine Auftritte und die Wünsche seiner Zuschauer waren nichts anderes als zwei Seiten derselben Medaille. Oft genug hatte er es mit Adepten zu tun, deren gesellschaftliche Position und Bildung seinen eigenen Status übertrafen. Und wie sollte er deren Hunger nach stets neuen Wundern schon befriedigen – wenn nicht durch gelegentlichen Rückgriff auf trickreiche Methoden? Schließlich galt und gilt noch immer: Mundus vult decipi! Die Welt will betrogen sein.
Der Verfasser ist Jurist in Hamburg. Bei Tage arbeitet er als Notar. Bei Nacht befasst er sich mit der Geschichte der Zauberkunst
- Datum 20.12.2009 - 08:23 Uhr
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- Serie Zeitläufte
- Quelle DIE ZEIT, 17.12.2009 Nr. 52
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haben wir in Zeiten der Schweinegrippe und der sog. Klimakatastrophe genau die gleichen Scharlatane.
Nur sind es viel, viel mehr und über die ganze Welt verteilt.
Aufklärung hilft da nichts.
haben wir in Zeiten von Schweinegrippe und der sog. Klimakatastrophe die gleichen Scharlatane.
Nur viel, viel mehr und über die ganze Welt verteilt.
Die Aufklärung hilft da nichts mehr.
Genial! Ein Scharlatan der nicht weiß, dass seine erfundenen Theorien fast komplett richtig sind.
"Christian Wilhelm – oder vielleicht auch Heinrich – Katterfelt alias Katterfelto kommt vermutlich 1743 in Thüringen zur Welt, wo genau, weiß man nicht."
Wenn er, wie vermutet, in Thüringen zur Welt gekommen ist - es gibt einen Ort namens Catterfeld, in der Nähe von Ohrdruf, südlich der A 4, etwa auf der Höhe von Gotha...
Politiker!
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