Gurke, Soße, Gurke, Salatblatt. Auf die UBoot-förmigen Brötchen kommt, was der Kunde möchte. Ein "Sandwich Artist" richtet es ihm eigens an. Wenn’s schmeckt, auch nur Salami.

Die amerikanische Sandwich-Kette Subway ist mit rund 770 Restaurants zu einem der größten Fast-Food-Anbieter in Deutschland im Franchise-Betrieb geworden. Franchise heißt, dass einzelne Unternehmer die Marke Subway und das Geschäftskonzept gegen eine Gebühr nutzen können. Dafür, so hoffen viele, unterstützt sie die Firma bei Standortwahl, Organisation und Werbung. Doch offenbar ist dieses Geben und Nehmen bei Subway aus dem Gleichgewicht geraten.

Es häufen sich die Fälle von deutschen Restaurantbetreibern, die sich schlecht beraten, sogar "abgezockt" fühlen. Andere sind offensichtlich überfordert, auch weil Subway sie nahezu ungeprüft hat loslegen lassen. Sichtbar wird dabei eine mangelnde Exzellenz des Weltunternehmens, das bald größer sein will als McDonald’s.

Es sei ein "fragwürdiges Geschäftsmodell", basierend auf Selbstausbeutung, urteilt Guido Zeitler, Referatsleiter der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), der sich mit den Arbeitsbedingungen in allen großen Fast-Food-Ketten beschäftigt. Kritik aus den eigenen Reihen hatte vor ein paar Wochen sogar ernsthafte Konsequenzen für Subway in Deutschland: Der Deutsche Franchise-Verband in Berlin , seit über 30 Jahren eine Vereinigung von Franchisesystemen wie McDonald’s, Schülerhilfe und Fressnapf, sprach Subway die "ordentliche" Mitgliedschaft ab.

Eine anonyme Zufriedenheitsstudie, an der 177 Franchisenehmer teilnahmen, war der Auslöser. 40 Prozent zeigten sich unzufrieden mit ihrem Franchisegeber – zu viel für den Verband, der seinen Mitgliedern eine Art Gütesiegel bietet. Daran orientieren sich auch Kredit gebende Banken.