Verwirrende Umfragen Und noch ’ne Umfrage

Immer neue Studien untersuchen, ob 500 Euro Semestergebühren Abiturienten von der Uni fernhalten. Der Streit ist groß, die Verwirrung ist es auch.

Gebühr fürs Studieren: An vielen deutschen Hochschulen kostet jedes Semester 500 Euro

Gebühr fürs Studieren: An vielen deutschen Hochschulen kostet jedes Semester 500 Euro

Ulla Burchardt war empört. Die Bundesregierung halte seit Monaten eine Studie zurück, schimpfte die SPD-Hochschulexpertin – eine Studie, die belegen könne, »ob und inwieweit« sich Schulabgänger aufgrund von Studiengebühren gegen ein Studium entschieden.

Wollte Ministerin und Gebührenbefürworterin Annette Schavan (CDU) unliebsame Fakten verschweigen? Und wirklich, als die Umfrage wenig später doch an die Öffentlichkeit kam, titelte Spiegel Online prompt: Alarmierende Studie: Geldsorgen halten Abiturienten vom Studium ab. Ein Drittel der potentiellen Studienanfänger verzichte, weil es ihnen an Geld fehle und die bis zu 500 Euro pro Semester sie abschreckten. Plötzlich schien alles klar, der seit Jahren schwelende Streit um die sozialen Folgen des Bezahlstudiums entschieden.

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Es dauerte nicht lange, bis das Bild Risse bekam. Christoph Heine vom Hochschul-Informations-System (HIS) ist für das Forschungsprojekt »Studienberechtigte 2008« verantwortlich, mehrere Tausend studienberechtigte Schulabgänger haben er und seine Kollegen befragt. Er sagt: »Dieser Pressewirbel war schon erstaunlich. Ja, es gibt einen Abschreckungseffekt durch Studiengebühren. Aber er ist in meinen Augen relativ klein.«

Auch Ulla Burchardt, die den Bundestagsausschuss für Bildung und Forschung leitet, formulierte nach Ansicht der Zahlen plötzlich zurückhaltender: »Hundertprozentige Klarheit wird man durch eine Studie nie erhalten.« Um die Sache noch komplizierter zu machen, meldete sich kurz vor Weihnachten das Statistische Bundesamt zu Wort: Es fehlten die belastbaren Anzeichen dafür, dass Studienanfänger sich in gebührenfreie Länder vertreiben ließen. Genau dieser vermeintliche Trend aber hatte linken Bildungspolitikern Anlass zu heftiger Kritik gegeben.

Die Verwirrung um die als »Campus-Maut« verspotteten Gebühren war so groß wie eh und je. Seitdem künden die Schlagzeilen abwechselnd von enormen sozialen Verwerfungen oder, zuletzt nach einer Studie der Ruhr-Universität Bochum, von Studenten, die solche Zusatzausgaben angeblich überhaupt nicht beeindrucken. Kein Wunder: Kaum ein anderer bildungspolitischer Streit ist ideologisch derart aufgeladen, und die Lage der Studien wird täglich unübersichtlicher. Dabei lassen die seriösen Statistiken und Fakten durchaus eindeutige Rückschlüsse zu.

Was die Bildungsforscher wissen

Der Anteil der Erstsemester an ihrer jeweiligen Altersklasse ist ausgerechnet in dem Jahr abgefallen, in dem mehrere Bundesländer Gebühren einführten: 2006 sank die sogenannte Studienanfängerquote auf 35,7 Prozent, nachdem sie 2003 noch fast 39 Prozent erreicht hatte.

Seitdem ist sie allerdings wieder stark gestiegen – auf zuletzt über 43 Prozent, ein Allzeithoch, das auch mit dem doppelten Abiturjahrgang im Saarland und der Anerkennung der baden-württembergischen Berufsakademien als Hochschulen zu erklären ist. Doch auch ohne diese Effekte läge der Anteil der Studienanfänger bei nie zuvor erreichten 42 Prozent.

Der Rückgang um 3,3 Prozentpunkte zwischen 2003 und 2006 war historisch gesehen nicht besonders stark: Im Laufe der neunziger Jahre verzeichnete das Statistische Bundesamt einen Einbruch um 5,5 Prozent – ganz ohne Gebühren.

Die Studienanfängerquote allein ist indes mit Vorsicht zu betrachten. Spannend ist, ob sie sich parallel zu einer zweiten Kennzahl entwickelt: der sogenannten Studienberechtigtenquote. Sie zeigt, wie viele junge Menschen eines Altersjahrgangs Abitur haben, also überhaupt studieren dürften. Gebührengegner kritisieren, die Kluft zwischen beiden Quoten sei durch das Bezahlstudium gewachsen. Für die Jahre 2003 bis 2007 ist eine solche Entwicklung unübersehbar (siehe Grafik).

Zuletzt schrumpfte der Abstand beider Kurven jedoch wieder deutlich. Hinzu kommt, dass er in den neunziger Jahren fast durchweg größer war als etwa 2006, ein Studium damals also deutlich unattraktiver war.

Schaut man sich die Einschreibezahlen noch genauer an, so sieht man, dass auch die Nicht-Gebührenländer von 2005 auf 2006 zum Teil schlecht abschnitten: In Bremen etwa ging die Anfängerquote in einem Jahr von 66 auf 59 Prozent zurück, in Rheinland-Pfalz stagnierte sie bei gut 38 Prozent, während sie im Gebührenland Bayern sogar um einen Prozentpunkt auf 36,5 Prozent anstieg. Insgesamt fielen die Rückgänge in den Bundesländern mit Bezahlstudium jedoch etwas stärker aus, negativer Spitzenreiter war Nordrhein-Westfalen mit über drei Prozentpunkten.

Zur Wahrheit gehört auch, dass seit dem Tief von 2006 die Anfängerzahlen in den Gebührenländern deutlicher gestiegen sind als im Rest der Bundesrepublik und diese so ihren Nachteil zuletzt wieder wettmachen konnten. Und außerdem, wie das Statistische Bundesamt vor wenigen Tagen errechnete, haben Gebührenländer sowohl Wanderungsgewinne als auch Wanderungsverluste gehabt, genau wie die übrigen Länder auch.

Schließlich noch ein Blick in die HIS-Studie: Von jenen Schulabgängern, die sich gegen ein Studium entschieden haben, gaben drei Viertel an, die finanziellen Belastungen eines Hochschulstudiums seien für sie ein wesentlicher Grund. Mehr als zwei Drittel sagten, die Studiengebühren überstiegen ihre finanziellen Möglichkeiten.

Allerdings kann das HIS in dem Vorabbericht die Antworten noch nicht danach differenzieren, wie viele der Befragten überhaupt aus Gebührenländern stammen. Die Ergebnisse werden auch dadurch relativiert, dass die Schulabgänger einem Dutzend weiterer Gründe für ihre Entscheidung zustimmen konnten – und dies auch in unterschiedlich starkem Maß taten. So bestätigten 63 Prozent, sie hätten ein festes Berufsziel vor Augen, das keine akademische Vorbildung voraussetze, 58 Prozent bemängelten den geringeren Praxisbezug eines Hochschulstudiums.

Was bedeutet das alles?

Zunächst einmal, dass Christoph Heine recht hat. Der negative Effekt von Studiengebühren ist da. Dass er begrenzt ausfällt, ist für den HIS-Forscher kein Grund zur Entwarnung: Schon vor 2008 hätten Kinder aus sozial schwächeren und hochschulfernen Familien deutlich seltener den Sprung an die Hochschulen geschafft als etwa Beamten- oder Akademikerkinder. »Die Abschreckungswirkung, so gering sie sein mag, hat dann genau da reingehauen, wo wir schon vorher soziale Selektionseffekte hatten.«

Auch Heine bestätigt, dass andere Faktoren sich deutlich stärker auf die Entwicklung der Erstsemesterzahlen auswirken, etwa die Abschlussnote, das Geschlecht, die besuchte Schulart oder die Einschätzung der Berufschancen. Letzteres zeige der Vergleich mit den starken Schwankungen in den neunziger Jahren: »Zu der Zeit herrschte eine schwere Rezession. Gerade in den Ingenieur- und Naturwissenschaften sahen die jungen Leute keine Jobperspektiven mehr.« Die Analogie zum Jahr 2006: Damals belegte der Begriff »Generation Praktikum« den zweiten Platz bei der Auswahl zum »Wort des Jahres«.

Für die aktuelle Krise heißt das: Die Herausforderung für die Bildungspolitik besteht darin, ein erneutes Abfallen der Anfängerquote wie durch die Rezession vor fünfzehn Jahren zu verhindern – etwa, indem sie das Angebot an Studienplätzen stabil hält oder sogar steigert. Denn es mag trivial klingen, kein zweiter Faktor schlägt so direkt auf die Einschreibezahlen durch. So erklärt sich zumindest zum Teil auch, dass 2006 die Studienstatistik selbst in Nicht-Gebührenländern enttäuschte: »Damals haben die Universitäten fast flächendeckend lokale NCs eingeführt und so ihr Studienplatzangebot massiv zurückgefahren«, sagt Nordrhein-Westfalens Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP).

Wobei Pinkwart nicht unparteiisch ist: Er hat 2006 als einer der ersten Ressortchefs ein Gebührengesetz durch den Landtag gebracht. Mittlerweile räumt er immerhin ein, in den Einschreibezahlen für sein Land habe es auch durch das Bezahlstudium »einen kleinen Dämpfer gegeben«. Seitdem aber zeigten die Werte wieder nach oben, »weil die jungen Menschen die Vorteile der Beiträge in Form besserer Studienbedingungen zu spüren bekommen«.

Eine Argumentation, die Ulla Burchardt nicht gelten lässt. »Eben noch hat er bestritten, dass die miesen Einschreibestatistiken von 2006 aufs Konto der Gebühren gehen und auf andere Gründe verwiesen, doch die steigenden Zahlen reklamiert er natürlich für sich«, sagt sie und plädiert für eine »lebenspraktische« Herangehensweise. »Ich brauche keine Studienstatistik, um zu wissen, dass 500 Euro zusätzlich für viele Familien eine Last sind.« Burchardt hat denn auch eine andere Erklärung für den Anstieg seit 2007: »Die frühere schwarz-rote Bundesregierung hat das Bafög erhöht, sodass trotz Gebühren sich wieder mehr junge Menschen ein Studium leisten konnten.« Umso ärgerlicher sei es, wenn die zusätzlichen Hilfen gleich wieder von den Hochschulen kassiert würden.

Fest steht: Am Ende ist es eine ganze Melange aus Gründen, die eine steigende oder auch eine sinkende Begeisterung fürs Studieren auslösen. Insofern wird es sie nie geben – die eine Studie, die alle noch offenen Fragen zu den sozialen Folgen der »Campus-Maut« beantwortet. Genau deshalb, betont Burchardt, sei Politik so wichtig: »Ohne die richtige Interpretation sind Zahlen wenig aussagekräftig. Letzten Endes ist es eine Wertentscheidung der jeweiligen Landesregierung, ob Studiengebühren eingeführt werden.«

 
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Ich finde 500€ wenn ich ehrlich sein soll nicht viel,denn im Vergleich zu anderen Ländern ist das ein Nichts.
    Ich habe selbst in den USA angefangen zu studieren und zwar Medizin,hab im Jahr um die 45,000 € bezahlt und irgendwann bin ich wieder zurück nach Deutschland und hab hier weiter gemacht.Ich meine Jugendlich geben (bin selbst ein Bierliebhaber)für Alkohol mehr als 500€ im Jahr (laut Statistik)und beim Studium gehts um eine Berufsausbildung,von der später das Leben abhängt.also wenn das viel ist!!!!!

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Also zum Thema Alkoholkonsum... der ist bei mir praktisch nicht vorhanden...
    Und das seit eh und jeh.

    Das viele Jugendliche zu viel trinken stimmt, aber man sollte das nicht pauschal fassen.

    Zum Thema Studiengebühren - in England sind es etwas über 3000 Pfund pro Jahr... und dafür ist die Qualität einfach nur miserabel... 12 Stunden pro Woche... aber die letzten 2 Monate hatte ich eher so 8 Stunden...

    Ich studiere übrigens Mathe.

    Ich habe mit Ende 20ig angefangen zu studieren, weil ich aus einer bildungsschwachen und finanziell schlecht gestellten Familie komme. Musste 5 Jahre arbeiten (nebenbei allg. Abi gemacht), um erlternunabhängiges Bafög zu erhalten. Konnte mich nur an Unis bewerben,die ohne Studiengebühren sind,da ich keine finanzielle Unterstützung seitens der Familie erwarten kann. Musste einen Bachelorstudiengang belegen, da ich nur durch Sonderregelung Bafög erhalten habe, die besagt, dass Studium müsse auf meine Ausbildung aufbauen. Arebiten neben dem Bachelorstudiengang, der in 3 Jahren den gleichen Stoff des ehem. Diplomstudiengang vermittelt, wird es nahezu unmöglich zu arbeiten, wenn man einen akzeptablen Abschluss in der Regelstudienzeit ohne Burnout hinlegen möchte. Vom Bafög müssen Miete, Versicherungen, Strom, Telefon & Internet (ohne ist man heute als Student stark benachteiligt!!), Krankenversicherung usw. bestritten werden. Es bleibt nichts übrig. Kulturelle Angelegenheiten, Extraliteratur bleiben auf der Strecke. Sollten Studiengebühren eingeführt werden,müsste ich abrechen, da ich keine 500,- Euro neben dem Semesterbeitrag aufbringen könnte. Ich schreibe stellvertretend für die jungen Leute, die aus ähnlichen Verhältnissen kommen und die trotz ihres Potentials nicht die Kraft und Ausdauer haben, sich so durchzukämpfen. Studiengebühren versperren ihnen den Weg komplett! Denn mit Schulden ein Studium zu beenden sollte bei der heutigen Arbeitsmarktlage nicht das Ziel sein!

    • joG
    • 27.12.2009 um 17:38 Uhr

    ...um die Ausbildung zu bezahlen. Die Kosten sind viel höher. Ordnungspolitisch sollten die Kosten vom Studenten bezahlt werden, um eine volkswirtschaftlich effiziente Produktion der Bildung zu erreichen.
    Wie man den einzelnen Studenten ermöglicht die Gebühren zu bezahlen ist eine völlig andere Frage, die mit der Höhe der Gebühr nichts zu tun haben sollte.

    • Nimzo
    • 28.12.2009 um 10:41 Uhr

    [Ich finde 500€ wenn ich ehrlich sein soll nicht viel,denn im Vergleich zu anderen Ländern ist das ein Nichts.
    Ich habe selbst in den USA angefangen zu studieren und zwar Medizin,hab im Jahr um die 45,000 € bezahlt und irgendwann bin ich wieder zurück nach Deutschland und hab hier weiter gemacht.Ich meine Jugendlich geben (bin selbst ein Bierliebhaber)für Alkohol mehr als 500€ im Jahr (laut Statistik)und beim Studium gehts um eine Berufsausbildung,von der später das Leben abhängt.also wenn das viel ist!!!!!]

    Ich kröne diesen Beitrag mit dem FPD-Müntefering-Satire-Award 2009!!

    Also zum Thema Alkoholkonsum... der ist bei mir praktisch nicht vorhanden...
    Und das seit eh und jeh.

    Das viele Jugendliche zu viel trinken stimmt, aber man sollte das nicht pauschal fassen.

    Zum Thema Studiengebühren - in England sind es etwas über 3000 Pfund pro Jahr... und dafür ist die Qualität einfach nur miserabel... 12 Stunden pro Woche... aber die letzten 2 Monate hatte ich eher so 8 Stunden...

    Ich studiere übrigens Mathe.

    Ich habe mit Ende 20ig angefangen zu studieren, weil ich aus einer bildungsschwachen und finanziell schlecht gestellten Familie komme. Musste 5 Jahre arbeiten (nebenbei allg. Abi gemacht), um erlternunabhängiges Bafög zu erhalten. Konnte mich nur an Unis bewerben,die ohne Studiengebühren sind,da ich keine finanzielle Unterstützung seitens der Familie erwarten kann. Musste einen Bachelorstudiengang belegen, da ich nur durch Sonderregelung Bafög erhalten habe, die besagt, dass Studium müsse auf meine Ausbildung aufbauen. Arebiten neben dem Bachelorstudiengang, der in 3 Jahren den gleichen Stoff des ehem. Diplomstudiengang vermittelt, wird es nahezu unmöglich zu arbeiten, wenn man einen akzeptablen Abschluss in der Regelstudienzeit ohne Burnout hinlegen möchte. Vom Bafög müssen Miete, Versicherungen, Strom, Telefon & Internet (ohne ist man heute als Student stark benachteiligt!!), Krankenversicherung usw. bestritten werden. Es bleibt nichts übrig. Kulturelle Angelegenheiten, Extraliteratur bleiben auf der Strecke. Sollten Studiengebühren eingeführt werden,müsste ich abrechen, da ich keine 500,- Euro neben dem Semesterbeitrag aufbringen könnte. Ich schreibe stellvertretend für die jungen Leute, die aus ähnlichen Verhältnissen kommen und die trotz ihres Potentials nicht die Kraft und Ausdauer haben, sich so durchzukämpfen. Studiengebühren versperren ihnen den Weg komplett! Denn mit Schulden ein Studium zu beenden sollte bei der heutigen Arbeitsmarktlage nicht das Ziel sein!

    • joG
    • 27.12.2009 um 17:38 Uhr

    ...um die Ausbildung zu bezahlen. Die Kosten sind viel höher. Ordnungspolitisch sollten die Kosten vom Studenten bezahlt werden, um eine volkswirtschaftlich effiziente Produktion der Bildung zu erreichen.
    Wie man den einzelnen Studenten ermöglicht die Gebühren zu bezahlen ist eine völlig andere Frage, die mit der Höhe der Gebühr nichts zu tun haben sollte.

    • Nimzo
    • 28.12.2009 um 10:41 Uhr

    [Ich finde 500€ wenn ich ehrlich sein soll nicht viel,denn im Vergleich zu anderen Ländern ist das ein Nichts.
    Ich habe selbst in den USA angefangen zu studieren und zwar Medizin,hab im Jahr um die 45,000 € bezahlt und irgendwann bin ich wieder zurück nach Deutschland und hab hier weiter gemacht.Ich meine Jugendlich geben (bin selbst ein Bierliebhaber)für Alkohol mehr als 500€ im Jahr (laut Statistik)und beim Studium gehts um eine Berufsausbildung,von der später das Leben abhängt.also wenn das viel ist!!!!!]

    Ich kröne diesen Beitrag mit dem FPD-Müntefering-Satire-Award 2009!!

  2. 2.

    Zu den Studiengebühren kommt noch Semesterbeitrag hinzu, bei mir z.B. nochmal 240€.

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    Der Betrag erscheint mir unseriös hoch. Vermutlich ist ein Semesterticket für einen Verkehrsverbund enthalten, das man dann wieder rausrechnen muss.

    Wieso rausrehcnen? Den MUSS Jeder zahlen,e gal ob er die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt oder nicht. Also nix mit rausrechnen. jede rmuss den zahlen und basta! In Bonn ist der betrag auch schon über 200€ dank des NRW Tickets, dass viele nicht brauchen. Ich zahle also jedes semester über 600€, da meien eltern nicht viel verdienen musste ich ein darlehen aufnehmen, da ich philosophiestudieren,we rde ich es wohl nicht so elicht zurückzahlen können.

    Diese Studiengebühren zerstören Geisteswissenschaftliche Studiengänge, und sind nur auf einen Mensch aus, der nichts als Leistungm für einen unglaublich kurzsichtigen wunsch nach Wachstum, erbringen muss.
    Dieses Argument, dass man hinterher ja vielv erdient sit Mumpitz! Ein philosph oder germanist, sozialarbeiter oder theologe, hat in den meisten Fällen hinterher nicht mehr Geld als ein busfahrer.

    Und dass jetzt die Zhalen der Studienanfänger nicht markant zurückgeht ist doch klar! Meinen sie man lernt in der schule jahre lang auf eins tudium hin um es dann vom geld abhängig zu machen? Dann vershculdet man sich eben! Aber auf dauer werden sich immer mehr schüler für den ausbildungsweg entscheiden. Da züchtet man sich ein neues Proletariat zusammen und eliteuniversitäten. Amerika 2.0...was für ein Alptraum.

    Der Betrag erscheint mir unseriös hoch. Vermutlich ist ein Semesterticket für einen Verkehrsverbund enthalten, das man dann wieder rausrechnen muss.

    Wieso rausrehcnen? Den MUSS Jeder zahlen,e gal ob er die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt oder nicht. Also nix mit rausrechnen. jede rmuss den zahlen und basta! In Bonn ist der betrag auch schon über 200€ dank des NRW Tickets, dass viele nicht brauchen. Ich zahle also jedes semester über 600€, da meien eltern nicht viel verdienen musste ich ein darlehen aufnehmen, da ich philosophiestudieren,we rde ich es wohl nicht so elicht zurückzahlen können.

    Diese Studiengebühren zerstören Geisteswissenschaftliche Studiengänge, und sind nur auf einen Mensch aus, der nichts als Leistungm für einen unglaublich kurzsichtigen wunsch nach Wachstum, erbringen muss.
    Dieses Argument, dass man hinterher ja vielv erdient sit Mumpitz! Ein philosph oder germanist, sozialarbeiter oder theologe, hat in den meisten Fällen hinterher nicht mehr Geld als ein busfahrer.

    Und dass jetzt die Zhalen der Studienanfänger nicht markant zurückgeht ist doch klar! Meinen sie man lernt in der schule jahre lang auf eins tudium hin um es dann vom geld abhängig zu machen? Dann vershculdet man sich eben! Aber auf dauer werden sich immer mehr schüler für den ausbildungsweg entscheiden. Da züchtet man sich ein neues Proletariat zusammen und eliteuniversitäten. Amerika 2.0...was für ein Alptraum.

  3. 3.

    Ich habe mein Studium in den USA an einer privaten Uni vor fuenf Jahren abgeschlossen. Wer in Deutschland ernsthaft daran glaubt, dass diese fuenfhundert Euro mehr als ein paar Jahre lang die Summe sein werden, sollte sich mal die Entwicklung der amerikanischen Studiengebuehren allein in den letzten paar Jahren ansehen. Meine besagte alma mater berechnete 1993 noch $5800 pro Trimester, bei meinem Eintritt schon $9800 und bei meiner Graduation vier Jahre spaeter $13200. Heute sind es fast $15500 - immer noch dreimal pro Jahr. Die Einkommensmoeglichkeiten rechtfertigen solche Gebuehren kaum. Dennoch faellt es amerikanischen Universitaeten und Colleges nicht schwer, die Gebuehren immer weiter zu erhoehen - man orientiert sich Jahr fuer Jahr an der Inflationsrate und schlaegt rund einen Prozentpunkt drauf. Das sieht moderat aus, ist es aber nicht, denn nicht jeder andere Artikel im Inflationswarenkorb steigt im Preis von jahr zu Jahr, die Studiengebuehren aber sehr wohl.

    500 Euro ist nicht der Punkt. Studiengebuehren oder nicht sind es. Wer zahlt, wird frueher oder spaeter so viel berechnet bekommen, dass die bundesdeutsche Hochschulbildung dem Preis nicht mehr rechtfertigen kann. Die ueberfuellten Hoersaaele hier haette ich jedenfalls dort nicht akzeptiert.

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    • otto_B
    • 28.12.2009 um 11:25 Uhr

    "Die Einkommensmoeglichkeiten rechtfertigen solche Gebuehren kaum."

    ....worin besteht dann die marktwirtschaftliche Legitimation des Systems? ...oder auch die Motivation, die Gebühren zu bezahlen?

    Zur Bezahlung gibt es ja nicht allzuviele Möglichkeiten. Kredit, oder das Vermögen der Elterngeneration.

    Wenn bei Variante 1 das Einkommen nicht (ausreichend) anspringt, dann folgt die Insolvenz. Variante 2 wäre die Verzehrung von Fettpolstern aus Zeiten, in denen es mal besser war.
    Stipendien? Im Sinne der Marktwirtschaft sollte dann über die Steuern wieder was zurückfließen. Wenn nicht, dann wäre das wie Variante 1, nur auf der Ebene des Staates.

    Was kostet denn das Studieren überhaupt? Sind die amerikanischen Unis da kostendeckend? Und was schießt der Steuerzahler bei uns für das Nicht-Bezahl-Studium zu?
    Gewisse Niveau-Unterschiede zwischen "Harvard" für 45000(?) $ und einer Provinz-Uni bei uns könnte ich mir schon vorstellen.
    Ein Professor bei uns, der seine "Berufung" in der Lehre sieht, und nicht "nebenbei" einen Abteilungsleiterposten in einer außerunversitären Forschungseinrichtung hat, ist tatsächlich irgendwie arm dran.......

    • otto_B
    • 28.12.2009 um 11:25 Uhr

    "Die Einkommensmoeglichkeiten rechtfertigen solche Gebuehren kaum."

    ....worin besteht dann die marktwirtschaftliche Legitimation des Systems? ...oder auch die Motivation, die Gebühren zu bezahlen?

    Zur Bezahlung gibt es ja nicht allzuviele Möglichkeiten. Kredit, oder das Vermögen der Elterngeneration.

    Wenn bei Variante 1 das Einkommen nicht (ausreichend) anspringt, dann folgt die Insolvenz. Variante 2 wäre die Verzehrung von Fettpolstern aus Zeiten, in denen es mal besser war.
    Stipendien? Im Sinne der Marktwirtschaft sollte dann über die Steuern wieder was zurückfließen. Wenn nicht, dann wäre das wie Variante 1, nur auf der Ebene des Staates.

    Was kostet denn das Studieren überhaupt? Sind die amerikanischen Unis da kostendeckend? Und was schießt der Steuerzahler bei uns für das Nicht-Bezahl-Studium zu?
    Gewisse Niveau-Unterschiede zwischen "Harvard" für 45000(?) $ und einer Provinz-Uni bei uns könnte ich mir schon vorstellen.
    Ein Professor bei uns, der seine "Berufung" in der Lehre sieht, und nicht "nebenbei" einen Abteilungsleiterposten in einer außerunversitären Forschungseinrichtung hat, ist tatsächlich irgendwie arm dran.......

  4. 4. @111

    Da müssen Sie aber viel Geld vorher verdient haben um dort zu studieren ! Ein Leben reicht wohl kaum. Aber 500€ sind nichts, wenn diese von den Eltern aufgebracht werden. Es gibt Fam. , die von 500€ leben müssen. Behandeln lassen würde ich mich nicht von Ihnen lassen, denn ich gehe mal davon aus, das Geld keine rolle spielt und ich als Mensch behandelt werden möchte und nicht als Goldesel !

  5. Es ist ja sehr schön, wenn man sich ein extrem kostspieliges Studium in den USA leisten kann, doch was ist mit denen die es nicht können? Und die sich weder 500 Euro ( 200 Euro Studienbeitrag) pro Semester, noch 500 Euro im Jahr (Was übrigens nur 250 Euro im Semester wären) für ihren Bierkonsum leisten können. Mal ganz abgesehen davon, dass es meiner Meinung nach zur "Eliten-Bildung" und Ausgrenzung beiträgt, Studiengebühren in einer solchen Höhe zu berechnen - Deutschland das Land der Dichter und Denker verliert zur Zeit den tatsächlich denkenden Nachwuchs. Wir züchten uns Technokraten und Auswendiglerner, die ihr Studienfach danach belegen ob sie später viel Geld damit verdienen können (was sowieso absolut utopisch ist) und ob sie schnellstmöglich ihr Studium hinter sich haben. Ein fach "studieren"- das macht von solchen Studenten keiner mehr.

    • Kelhim
    • 27.12.2009 um 13:16 Uhr

    Ich verprasse nicht über 500 Euro im Jahr für Alkohol und hätte auch Schwierigkeiten, 1000 Euro pro Jahr für zwei Semester aufzubringen. Die Bafög-Grenzen fallen auch zu meinen Ungunsten aus.

    Man hat schließlich auch andere laufende Kosten wie Miete, Nebenkosten und nicht zuletzt Lebensmittel - von Sozialbeiträgen und diversen Anschaffungen für die Uni ganz zu schweigen. Und ein Privatleben hat man nebenher auch noch.

    Dass der Bachelor in vielen Studiengängen so dicht geplant ist, dass wenig Zeit für Nebenverdienste bleibt, ist ein offenes Geheimnis.

    Woher soll das Geld also kommen? Kredit soll der vorsorgende, nachhaltig denkende Student also aufnehmen, sagen die Gebührenverfechter - ohne zu wissen, ob er sein Studium überhaupt erfolgreich beendet oder ob er sich nicht doch für eine Berufsausbildung entscheidet.

    So züchtet man sich den homo oeconomicus heran - aber auch nicht mehr.

  6. Ist denn die Bildung eines Arztes aus Amerika besser ,als die eines der in Deutschland studiert hat. Hier bilden sich viele was ein, ist aber auch eine Bildung !

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    • joG
    • 27.12.2009 um 17:33 Uhr

    ...besser ist, hängt von der Uni ab. In den teueren Unis ist sie wohl um Klassen besser als hier, sagen meine medizinischen Freunde. Das dies in meinem Fach so ist, ist unstrittig.

    • joG
    • 27.12.2009 um 17:33 Uhr

    ...besser ist, hängt von der Uni ab. In den teueren Unis ist sie wohl um Klassen besser als hier, sagen meine medizinischen Freunde. Das dies in meinem Fach so ist, ist unstrittig.

    • adama
    • 27.12.2009 um 13:58 Uhr

    Familien die von 500 Euro im Monat leben müssen, müssen keine Studiengebühren bezahlen. Dann gibt es Bafög und die zusätzliche Möglichkeit die Gebühren erlassen zu bekommen. dann noch Bildungskredit und KfW-Förderkredit.
    Wer sich in der Hauptsache beklagt sind die Mittelstandsschicht, die ihre Gebühr von ihrem Skiurlaub bezahlen müssen. Die tun arm und benutzen die wirklich "Armen" um nicht auf ihr Taschengeld verzichten zu müssen.

    Gleichzeitig aber für Reichensteuer sein und selber alles tun wenn man während des Studiums selber zu dieser Kategorie gezählt wird und etwas beitragen soll.

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    "Dann gibt es Bafög und die zusätzliche Möglichkeit die Gebühren erlassen zu bekommen"

    Stimmt nicht, ja es gibt Bafoes aber: Die einzige möglichkeit ist dann noch das Darlen. am ende hat man dann, so wie cih 10000€ Schulden und mehrausgaben, wenn man länger als 6 Semester baucht und das Darlehen dann nicht mehr greift.

    [ entfernt: Bitte verzichten Sie auf unnötige Polemik. Danke. Die Redaktion/m.e. ]

    "...dann noch Bildungskredit und KfW-Förderkredit..."

    hahahahahaaaa!

    "Dann gibt es Bafög und die zusätzliche Möglichkeit die Gebühren erlassen zu bekommen"

    Stimmt nicht, ja es gibt Bafoes aber: Die einzige möglichkeit ist dann noch das Darlen. am ende hat man dann, so wie cih 10000€ Schulden und mehrausgaben, wenn man länger als 6 Semester baucht und das Darlehen dann nicht mehr greift.

    [ entfernt: Bitte verzichten Sie auf unnötige Polemik. Danke. Die Redaktion/m.e. ]

    "...dann noch Bildungskredit und KfW-Förderkredit..."

    hahahahahaaaa!

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