Versicherungen Risiko Berufsunfähigkeit
Welche Versicherungen gegen die Folgen absichern und wer sie abschließen kann.
Welche Versicherung braucht man?
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist nach Meinung aller Experten für jeden Berufstätigen unverzichtbar, der nicht über ein großes Vermögen verfügt. Und selbst das kann im Ernstfall schnell zusammenschmelzen, sodass wirklich jeder das Für und Wider gründlich abwägen sollte. Laut Schätzungen wird mindestens jeder Vierte im Laufe seines Erwerbslebens zumindest vorübergehend berufsunfähig.
Was deckt sie ab?
Die Versicherung springt mit einer monatlichen Rente ein, wenn der Betroffene seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Dazu muss ein Arzt die »50-prozentige Berufsunfähigkeit für mindestens sechs Monate« bescheinigen. Wichtig: Die Versicherung darf den Kunden nicht auf einen anderen Beruf verweisen und muss auch eine nachträglich gemeldete Berufsunfähigkeit anerkennen. Eine BU ist eine reine Risikoversicherung. Wer bis zur Rente gesund bleibt, bekommt kein Geld zurück.
Was kostet das?
Da der Versicherungsfall häufig eintritt, ist eine BU grundsätzlich teuer, auch die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Anbietern sind oft groß. Grundsätzlich richtet sich der Preis nach der Höhe der vereinbarten Rente, dem Alter und dem Gesundheitszustand des Antragstellers. Und Frauen sind immer teurer als Männer, da sie statistisch gesehen häufiger berufsunfähig werden. Gerade für Frauen lohnt sich deshalb die Kombination aus Risikolebensversicherung und Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ).
Wann sollte man einsteigen?
So früh wie möglich. Zum einen zahlen Junge weniger als Ältere, zum anderen haben sie weniger Vorerkrankungen. Die Versicherung sollte auf jeden Fall eine sogenannte Dynamik beinhalten. Das bedeutet, dass mit der Zeit die Beiträge, aber auch die möglichen Ausschüttungen steigen. Zudem sollte der Vertrag die Möglichkeit bieten, bei besonderen Anlässen (Hochzeit, Immobilienkauf, Kinder) die Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung nach oben hin anzupassen.
Wie finde ich das richtige Angebot?
- Datum 21.12.2009 - 13:33 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle DIE ZEIT, 22.12.2009 Nr. 53
- Kommentare 7
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








zumindest vorübergehend berufsunfähig"
Aha. Ich auch, war erkältet, war dadurch eine Woche völlig berufsunfähig. Aber danach ging es wieder. Wie hätte mir die Versicherung da weitergeholfen?
@heinzschmidt: Und was hat das mit dem Thema zu tun?
Schade finde ich, dass man, wenn man schonmal krank war, schlicht Pech gehabt hat. Da ist wirklich schlecht vorgesorgt für Menschen, die für ihr Pech wirklich nichts können.
hatte der oben abgebildete Rolli keinen Schreibtischjob. Sonst wärs wohl Banane mit der Berufsunfähigkeit. Sinn macht eine solche Versicherung wohl nur als Handwerker, Bauarbeiter, Arzt (Chirurg, Zahnarzt) oder sonstwo, wo man auf Gedeih und Verderb auf freie Hände u n d Füsse angewiesen ist. Blödsinn für alle Bürotätigkeiten.
angesichts der tatsache, daß immer mehr berufsunfähigkeiten aufgrund psychischer erkrankungen zustande kommen, könnte man eine BU-versicherung auch für schreibtischjobs für gut halten.
letzten endes ist es aber ein versicherungsmathematischer unsinn für den einzelnen (wenn er nicht gerade einen sehr gefährlichen job hat) eine BU-versicherung abzuschließen (für die versicherungsgesellschaft natürlich nicht). das sagte mir erst vor kurzem wieder ein befreundeter versicherungsexperte. man solle das geld (wenn man es denn übrig hat) lieber anlegen, da hat man statistisch gesehen mehr davon.
Komischerweise werden Türken in Deutschland überproportional berufsunfähig. (Di Lorenzo vor ein paar Jahren in der Zeit)
Pech würde ich einen Ausschluss nicht nennen. Würde die Versicherung ihr Kerngeschäft - Risikoanalyse -nicht betreiben und Jeden versichern, dann würden für ALLE die Beiträge enorm steigen. Daher ist es gut, schlechte Kandidaten auszuschließen.
ich konnte unter dem Link www.bwb.de nur die Berliner Wasserbetriebe finden, vieleicht ist ein anderer Link gemeint?
Zum Thema: Ich habe als Student einmal ein paar Angebote eingeholt, u.a. von der AXA, und da wurde geworben mit monatlichen Preisen von 36 Euro für eine Rente von 1000 Euro monatlich bis 65 Jahre. Als die Versicherung dann meinen Hausarzt durchleuchtete und herausbekam, dass ich einmal leichte Knieschmerzen hatte und damals 120 kg wog, da warens dann auf einmal 110 Euro monatlich und "ihr rechtes Knie versichern wir nicht".
Ich weiss nicht, ob ich so etwas abschliessen will. Desweiteren habe ich in Foren Beiträge gelesen, in denen die Betroffenen erst einmal jahrelang prozessieren mussten, um an ihr Geld zu kommen. Die Versicherungen argumentieren dann mit Spitzfindigkeiten, man wäre nicht zu dem Arzt gegangen, den die Versicherung vorgeschlagen habe, man habe div. Fristen nicht eingehalten, etc.
Dann doch lieber versuchen, das Geld woanders anzulegen. Ich werde später zwar einen Bürojob haben, also sind nur die Augen und Hände wichtig, aber am Ende findet die Versicherung noch raus, dass ich eine Brille habe und die Augen sind dann nicht versichert, und ich hätte das im Vertrag verschwiegen, usw. usf., kennt man ja.
und vollkommen asoziale Geschenk von Schröder, Clement und Fischer an die Versicherungswirtschaft.
Allein schon aus diesem Grunde werde ich nie wieder SPD und Grüne wählen.
Die BU gehört in staatliche Hand als Pflichversicherung.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren