Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Infografik als PDF-Dokument herunterzuladen © Annes Gerdes, DIE ZEIT

Rund um Weihachten läuft einiges anders als im Rest des Jahres. So greifen die Deutschen zum Beispiel nicht zu Schnittblumen, sondern zum Tannengrün. Mehr als 28 Millionen Bäume wurden vergangenes Jahr verkauft, am beliebtesten war die Nordmanntanne. Es gibt zwar einen Trend zur Ökotanne, ihr Marktanteil liegt aber bei unter 5 Prozent.

Auch die Speisen ändern sich. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat vor einigen Jahren geschätzt, dass es in zwei Dritteln aller Haushalte zu Weihnachten Gans gibt. Dazu passt die Statistik der Erzeuger: 76 Prozent der Tiere werden zwischen Oktober und Dezember geschlachtet. Ein Klassiker unter den Fischen ist der Karpfen.

Während das Familienessen fester Bestandteil der Feiertage ist, geht nur etwa die Hälfte der Deutschen an Weihnachten in die Kirche. Noch weniger singen zusammen Lieder. Als beliebteste Bräuche werden »Schenken« und »Dekorieren« genannt.

Doch was wird verschenkt? Laut einer Umfrage wird am liebsten Parfum verschenkt – an Frauen sogar häufiger, als ihnen lieb ist, wie eine andere Befragung ergab. Umstritten ist, wer die Geschenke bringt: Im protestantisch geprägten Nordosten liegt der Weihnachtsmann vorn, im katholischen Südwesten das Christkind.

Nebst der Nächstenliebe hat die Weihnachtszeit auch ihre dunklen Seiten: Zwar steigt die Suizidrate anders als oft behauptet nicht an, doch Brände, Diebstähle und Streit gehören zum Advent. Auch Fälle von häuslicher Gewalt nehmen zu.

Zudem erreicht der Stromverbrauch im Dezember den Höhepunkt: Am ersten Weihnachtstag werden 120 Millionen Kilowattstunden Strom mehr als im Schnitt verbraucht – so viel benötigen sonst 34.000 Haushalte im ganzen Jahr.

Auf der Zugspitze liegt die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten übrigens bei 100 Prozent, im Rest des Landes ist das Fest meist grün – das war auch vor 50 Jahren schon so.

Die Statistiken rund um Weihnachten zeigt die Infografik im Überblick, die Sie hier als PDF-Datei herunterladen können.