Indien Kritische Wunderkinder

Indra Nooyi ist die mächtigste Frau der Wirtschaftswelt, C. K. Prahalad ein Vordenker für westliche Manager. Beide gehen mit ihrer Heimat Indien hart ins Gericht

Topmanagerin und mächtigste Frau der Weltwirtschaft: die Inderin Indra Nooyi

Topmanagerin und mächtigste Frau der Weltwirtschaft: die Inderin Indra Nooyi

Sie sind zwei Wunderkinder Indiens, die Managerin Indra Nooyi und der Professor Coimbatore Krishnao Prahalad. Sie haben alles erreicht. Aber sie sind unzufrieden. Indra Nooyi arbeitete früher als Empfangsfrau in ihrem indischen Studentenheim. Heute ist sie Chefin des Pepsi-Konzerns mit weltweit 180.000 Mitarbeitern. Sie lebt in New York. Laut der neuesten Rangliste des US-Magazins Fortune ist Nooyi die mächtigste Wirtschaftsfrau der Welt.

Coimbatore Krishnao Prahalad zog einmal als mittelloser Student mit achtzehn Dollar in der Tasche aus Indien in die USA. Er arbeitete sich zum Professor der Ross Business School an der Universität von Michigan hoch – und wurde mit dem Konzept der Kernkompetenzen, auf die Unternehmen sich beschränken sollten, zum Guru der westlichen Konzernherren. Laut der aktuellen Rangliste der englischen Zeitung Times ist Prahalad heute der einflussreichste Management-Vordenker der Welt, vor Leuten wie Nobelpreisträger Paul Krugman, Apple-Chef Steve Jobs und Bill Gates.

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Nooyi und Prahalad genießen weltweites Renommee. Sie kamen aus Indien, aber haben den Westen im Alleingang übertrumpft. Wie können sie heute nicht zufrieden sein? Man muss ihnen in ihrer Heimat, in Indien, begegnen, um das zu erfahren.

Eigentlich trägt Indra Nooyi gerne Saris. Aber nicht zu Hause, vor indischem Publikum. »Verstecke niemals, was dich ausmacht«, lautet einer ihrer Grundsätze. Also erscheint sie an diesem Abend im eng anliegenden, schwarzen Designerkleid mit freien Schultern, im Dekolleté eine doppelte weiße Perlenkette, darüber ein hellblauer Seidenschal. Sie ist jetzt äußerlich ganz die westliche Topmanagerin. Sie grenzt sich damit gegen den Mann neben ihr ab. Der ist Indiens Innenminister und trägt ein traditionelles weites weißes Gewand. Zusammen stehen sie vor Wirtschaftsmanagern auf einem Podium in Neu-Delhi. Beide haben ein gemeinsames Anliegen: Vertrauen erwecken, Indien voranbringen. Für den Minister ist das sein täglicher Job.

Für Indra Nooyi aber ist das eine ganz neue Aufgabe. Sie erschrickt geradezu vor ihr: »Was die Gesundheit und die Überlebenschancen von Frauen betrifft, steht Indien an 134. Stelle einer Liste von 134 Ländern«, zitiert Nooyi einen neuen Bericht des Weltwirtschaftsforums in Genf (WEF). Sie hält an diesem Abend trotz ihres vorwiegend männlichen Publikums eine Rede für die Gleichberechtigung der Frau. Sie nimmt das Thema sehr persönlich. Ein Schülerin in Delhi habe ihr gesagt, sie wolle so werden wie Indra Nooyi. Doch sie selbst glaube, dass ihr persönliches Beispiel in Indien derzeit nur falsche Hoffnungen wecke. »Den indischen Frauen fehlt die Infrastruktur. Sie werden nicht gleich bezahlt. Sie haben nicht die gleiche Gesundheitsversorgung wie Männer«, sagt Nooyi. Sie rät den Männern, die ihr zuhören, das Thema ebenfalls persönlich zu nehmen: »Denkt an eure Frauen und Mütter, verallgemeinert nicht!«

Selten hört man Führer globaler Konzerne so unverblümt und zugespitzt reden. Nooyi aber macht nicht zufällig eine Ausnahme. Sie ist Inderin. Wenn sie nach Hause kommt, ist da zweierlei: ein Indien, das sie mitreißt, begeistert, von dem sie früher nicht zu träumen gewagt hätte. Mit diesem Indien hat sie geschäftlich zu tun. Es schwemmt ihr neue Talente an. Es verlangt ihrer Firma Investitionen ab. Pepsi-Cola gibt es in Indien an fast jedem Kiosk, ebenso Tropicana-Saft und kleine Pakete Quaker-Haferflocken, die Produktlinien, die Nooyi neu unter Pepsi vereint hat. Nooyi ist stolz auf ihre Konzernstrategie. Was früher im Konzern für ungesund stand, wie die Fast-Food-Kette Kentucky Fried Chicken, hat sie abgestoßen. Was heute für gesund steht, wie Tropicana und Quaker-Flocken, hat sie eingekauft. Bis 2010 werde die Hälfte aller Pepsi-Produkte gesund sein, verkündet sie immer wieder.

Wie bescheiden klingt indes das hohe Konzernziel, wenn Nooyi in Delhi von der Lage der indischen Frauen spricht. Jeden Tag sterben in Indien dreihundert Frauen während einer Geburt oder aus schwangerschaftsbedingten Gründen. Jeden Tag. So steht es in dem von Nooyi vorgestellten WEF-Bericht. Nooyi tut das weh. Ihre Zuhörer spüren: Dagegen will sie etwas unternehmen. Und wer könnte etwas dagegen tun, wenn nicht sie, die laut Fortune mächtigste Wirtschaftsfrau der Welt?

Am anderen Tag in einem großen Hotel in Delhi trägt sie ein weiß-graues Kostüm über einem einfarbigen, engen grauen Oberteil. Sie wirkt geschäftsmäßig, aber wiederum redet sie nicht so. »Die ganze Welt muss dafür arbeiten, damit Indien erfolgreich ist«, sagt sie. Es ist keine Antwort auf die gestellte Frage, ob das Schöngerede indischer Manager nicht über die wahre Lage im Land hinwegtäusche, solange 46 Prozent aller indischen Kinder unter vier Jahren unterernährt seien. Statt zu antworten, reicht Nooyi die Kritik, die in der Frage steckt, weiter: »Es macht keinen Sinn, über Demokratie zu reden, wenn die größte Demokratie der Welt nicht erfolgreich ist.« Sie redet jetzt nicht über Saft und Haferflocken. Sie will das Drama vermitteln, das sie erlebt, wenn sie in Indien ist. Das sie davon abhält, mit ihrem Leben in New York zufrieden zu sein.

Coimbatore Krishnao Prahalad ist Akteur im gleichen Stück wie Indra Nooyi, nur schon viel länger. Seit der marktwirtschaftlichen Öffnung Indiens im Jahr 1992 reist er aus beruflichen Gründen regelmäßig in die Heimat. »Seither ist mein Wissen hier gefragt«, sagt Prahalad. Er zählt zu den wichtigsten wirtschaftlichen Vordenkern des Landes, berät den Premierminister und viele große Konzerne. Er hat sich daran gewöhnt, in zwei Welten zu leben. »Die eine dreht sich zehnmal so schnell wie die andere«, sagt er.

Wir dürfen niemals dort beginnen, wo wir sind. Wir dürfen keine Vergleiche ziehen, kein Benchmarking betreiben. Unsere Ziele müssen jenseits unserer Kapazitäten liegen

C. K. Prahalad, indischer Vordenker

Prahalad ist ein älterer Professor, der seinen dunklen westlichen Anzug nur bei indischen Familienfesten ablegt. Die meiste Zeit verbringt er in der langsamen Welt, in Michigan, USA. Er hat dort Familie, zwei verheiratete Töchter, ist fest verankert. Allerdings denkt er die meiste Zeit an die schnelle Welt, an Indien. Wenn er dann wieder vor Ort auf Besuch ist, sprüht er vor neuen Ideen für sein Land. »Die nächste Vision«, so hat er diesmal seinen Vortrag in der Hauptstadt Delhi genannt. Er spricht über »Indien mit 75«, über Indien 75 Jahre nach der Unabhängigkeit im Jahr 2022, über ein Land ohne Analphabetismus, mit 500 Millionen neuen, ausgebildeten Arbeitskräften und 200 Millionen jungen Studienabgängern. Er spricht von einem fernen Ziel. Heute hat Indien noch mehr als 30 Prozent Analphabeten, fehlt vielen Hundert Millionen Menschen im Land jede Ausbildungschance. Doch Prahalad lässt sich nicht beirren. »Wir dürfen niemals dort beginnen, wo wir sind. Wir dürfen keine Vergleiche ziehen, kein Benchmarking betreiben. Unsere Ziele müssen jenseits unserer Kapazitäten liegen«, predigt er sein altes unternehmerisches Credo.

Es habe ihm schon 1992 geholfen, erinnert sich Prahalad anschließend beim Gespräch in einem westlichen Café in Delhi. Damals habe er Regierung und Unternehmen überzeugt, dass offene Handelsgrenzen nicht den Ausverkauf an multinationale Konzerne bedeuten würden. Dass Indien stattdessen eigene multinationale Konzerne aufbauen werde. Viele seien ihm damals nur widerwillig gefolgt. Heute aber würden ihm die vielen Tatas, Wipros und Mittals mit ihrer weltweiten Präsenz recht geben. Und trotzdem: Prahalad bleibt unzufrieden. Er kann sich auf seinem Erfolg nicht ausruhen. Genauso wenig wie Nooyi. Beide können einfach nicht über Indiens Probleme hinwegsehen. Sie empfinden sie, trotz der Distanz zum eigenen Leben und Arbeitsplatz, als ihre eigenen. Das aber verändert die Debatte – in Indien und zwischen Indien und dem Westen.

»Ich habe mir Zahlen angeschaut, wie viele junge Leute wir 2022 haben werden«, sagt Prahalad. Überbevölkerung sei Indiens größtes Problem. Er wolle dem nicht ausweichen. »Wir brauchen ein Ziel, das uns zur Innovation zwingt«, sagt Prahalad. Deshalb forderte er als Erster öffentlich: Indien braucht 500 Millionen ausgebildete Arbeiter in 15 Jahren. Die indische Regierung schrieb sich dieses Ziel vor Kurzem offiziell auf ihre Fahnen. Aber Prahalad geht längst einen Schritt weiter. Er fordert westliche Konzerne auf, für Indiens zukünftige Arbeitermassen neue Produkte herzustellen, beispielsweise ein Auto für 2000 Euro wie den Tata Nano. »Einen Tata Nano zu bauen ist für die Europäer genauso wichtig, wie es für die Inder wichtig ist, einen Hochgeschwindigkeitszug zu bauen«, sagt Prahalad. Er hat darüber ein dickes wissenschaftliches Buch geschrieben, das zeigt, wie viel große Konzerne verdienen könnten, wenn sie die Armen dieser Welt als potenzielle Kunden betrachteten. Aus seiner Sicht werden die westlichen Konzerne eines Tages untergehen, wenn sie diese Chance auslassen.

Mit solchen an der indischen Realität geschärften Thesen bringen Prahalad und Nooyi die Debatte wieder zurück in den Westen. Theoretisch. In der Praxis haben sie, kaum dass sie das Flugzeug nach Westen bestiegen haben, andere Verpflichtungen. Nooyi muss jetzt Entlassungen bei Pepsi verhindern. Das ist derzeit für fast jeden Firmenchef in den USA Schwerstarbeit. Prahalad muss unterrichten. Aber eigentlich ist es schade: Sie machen dann nur besser, was andere auch können. Ihre radikalen Impulse aus Indien gehen verloren. Es mache keinen Sinn, über Demokratie zu reden, wenn die größte Demokratie der Welt nicht erfolgreich sei, hat Nooyi in Delhi gesagt. Präziser kann man 62 Jahre westlicher Entwicklung seit der Unabhängigkeit Indiens in einem Satz nicht infrage stellen.

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

 
Leser-Kommentare
  1. Es sind nicht die beiden besten Ökonomen Indiens oder zwei der besten. Nein, es sind die zwei besten, die den angelsächsischen Kapitalismus-Weg beherrschen. Das hat wenig mit dem europäischen Modell zu tun und noch weniger mit den indischen Gegebenheiten.
    Sie haben sich bewiesen und hochgearbeitet in den USA. Das us-amerikanische System ist aber schon jahrzehntelang defizitär und von Zuflüssen (zB Kapital, Fachkräfteaufnahme) abhängig. Jedes andere Land, das nicht diese Stellung besitzt, würde sofort bankrott gehen (kurz über lang auch die USA selbst).
    So sehr immer wieder in dem Artikel von der indischen Kleidung der beiden Ökonomen gesprochen wird, so sehr sind sie doch von der indiscen Kultur enthoben, sehen ihre Basis, Charakter und Konzeption als rückständig an. Nicht viel anders als viele kulturüberebliche Westler.
    Tatsächlich muss das Problem des Mangels in Indien ganz anders angegangen werden. Es reicht nicht ein Ergebnis von 500 Mio. Ausgebildeten zu fordern. Die Grundlagen müssen stabilisiert, gestärkt und darauf aufgebaut werden.
    Sozialstrukturen gestärkt und in die Moderne weiterentwickelt und Grundversorgung gesichert werden. Gut wäre auch, wenn der Bevölkerungszuwachs beendet würde. Im Moment werden alle Wohlstandsgewinne vom Bevölkerungszuwachs aufgefressen.
    Indien muss keine zweite USA werden, es kann etwas viel eigneres und besseres sein.

  2. Es ist von Gier und Kurzsichtigkeit geprägt. Es ist parasitär, da es von Zuflüssen aus aller Welt lebt und ohne nach kurzer Zeit zusammenbrechen würde. Die Zuflüsse basieren auf dem Bild der USA als militärisch-politisch mächtigen und beständigen Raum/Spieler und der Unbeständigkeit und Ohnmächtigkeit der meisten anderen Länder. Solange der Großteil der Welt in dieser Lage gehalten wird, werden unentwegt Werte aus der ganzen Welt (v.a. auch aus der 3. Welt und den Schwellenländern) in die USA fließen. Lehren aus diesem System können natürlich nicht auf andere Länder übertragen werden.

    Jeder der nun ausgebildet ist in diesem System Gewinne (für sich) zu maximieren ist nicht ohne weiteres zu gebrauchen die Wirtschaft anderer Länder voranzubringen.

  3. Statistisch bleibt die Verteilung wissenschaftlicher, künstlerischer oder schriftstellerischen Begabungen stets unverändert und daher auch unabhängig von der schieren Anzahl an Wohnbevölkerung oder der geographischen Lage. Diese Wirklichkeit schließt somit nicht aus, dass beispielsweise in der Antarktis tätige Forscher mit ihrer Arbeit weiter in die Spitze gelangen können, wenn es dort im Unterschied etwa zur Exzellenzinitiative in Deutschland oder der Ivy League in den USA wirkliche soziale Innovationen gibt.

  4. Es ist ein abgegriffener Einstieg: Zwei, die es wissen sollen, sagen uns wie es weitergeht. Über Pepsi und Kernkompetenzen wissen sie angeblich Bescheid. Und dann sagen sie nur, dass man in sechs Jahren 500 Millionen Inder zu Arbeitern ausbilden muss und dass der Westen Autos für 2.000 Euro herstellen soll. Und dass die Frauen gleichberechtigt werden müssen, da wären wir nicht drauf gekommen. Das ist doch die Lösung des Welthungerproblems, wie schon Pardon wusste: Einfach mehr spachteln! Ich bin auch einer, der es besser weiß: Der Markt wird es regeln. Oder auch nicht. Und das weiß in Indien jedes Kind, lieber Autor!

  5. Warum sollte Indien Liebenswürdiges und Starkmachendes zurücklassen, um in das Zweifelsvolle bzw. Pleitegegangenes – dabei ist nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung gemeint – der Angelsachsen einzutreten oder gar vorbeizuziehen? Soll nun Indien, zusammen mit China, die Welt noch tiefer in den Wahnsinn der ungehemmten Progressideologen treiben?

  6. Die bisherigen Kommentatoren scheinen der Meinung zu sein, dass das "angelsächsische" Wirtschaften keine Zukunft hat, vor allem nicht auf einer so liebenswerten Folklore-Insel wie Indien. Aber das glaube ich nicht. Wenn in ein paar Jahrzehnten unsere Chefs den leitenden Mitarbeitern - unseren Kindern - das Studium ihrer asiatischen Sprachen und Kulturen ans Herz legen, werden wir vielleicht schlauer sein. Der Markt setzt sich dort durch, wo der aktivste Produzent, Verkäufer und Konsument wohnt. Das ist nicht angelsächsisch, dass ist das natürliche Bestreben der Individuen, einen Sack Reis, ein Haus, ein Auto und noch etwas zu besitzen, was die Asiaten erst noch erfinden müssen, damit es auch die Westler kaufen. Der Welthandel hat gerade begonnen.

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    Jede Weltwirtschaftskrise verändert die Welt grundlegend. Einige Länder profitieren davon, andere fallen zurück. Schon jetzt steht aber fest, dass nichts wieder genau so wird, wie es vor der Krise war. Zweifellos war es kein Zufall, dass Obama neulich dem indischen Premier zum ersten Male in seiner Amtszeit die Ehre eines vollen Staatsbesuchs mit 21 Kanonenschüssen, Paraden usw erwies, die noch kein anderes Staatsoberhaupt erhielt. Die beiden größten Demokratien der Welt haben schließlich gemeinsam, dass sie die ersten waren, die sich von europäischer Unterdrückung befreiten.

    Jede Weltwirtschaftskrise verändert die Welt grundlegend. Einige Länder profitieren davon, andere fallen zurück. Schon jetzt steht aber fest, dass nichts wieder genau so wird, wie es vor der Krise war. Zweifellos war es kein Zufall, dass Obama neulich dem indischen Premier zum ersten Male in seiner Amtszeit die Ehre eines vollen Staatsbesuchs mit 21 Kanonenschüssen, Paraden usw erwies, die noch kein anderes Staatsoberhaupt erhielt. Die beiden größten Demokratien der Welt haben schließlich gemeinsam, dass sie die ersten waren, die sich von europäischer Unterdrückung befreiten.

  7. Jede Weltwirtschaftskrise verändert die Welt grundlegend. Einige Länder profitieren davon, andere fallen zurück. Schon jetzt steht aber fest, dass nichts wieder genau so wird, wie es vor der Krise war. Zweifellos war es kein Zufall, dass Obama neulich dem indischen Premier zum ersten Male in seiner Amtszeit die Ehre eines vollen Staatsbesuchs mit 21 Kanonenschüssen, Paraden usw erwies, die noch kein anderes Staatsoberhaupt erhielt. Die beiden größten Demokratien der Welt haben schließlich gemeinsam, dass sie die ersten waren, die sich von europäischer Unterdrückung befreiten.

    • TDU
    • 26.12.2009 um 13:08 Uhr

    Liegt vermutlich am Aufenhalt in den oberflächlichen USA, dass sich solche Leute trauen, positive Ziele gepaart mit Optimismus zu entwerfen.

    Angesichts der Armut und den Problemen Indiens wäre doch wohl ein tiefgründiger, europäischer Pessimisus angesagt gepaart mit deutscher Selbsgewissheit über den Niedergang allen Seins.

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