Afrikanische Bräuche Weihnachten in Burkina FasoSeite 2/2
Wenn du geerntet hast, egal, was du bekommen hast, dann musst du danken. Das ist ein wichtiger Brauch. Auch wenn es dir keiner ausdrücklich sagt, weißt du es. Du musst den Geist der Erde mit Traditionen bitten, an die Seite des Dorfchefs Naaba zu treten, um ihn zu informieren, dass es ein Dankfest geben wird. So sind dann alle Bedingungen dafür erfüllt. Es ist dann die Aufgabe des Naaba, alle zu informieren. Egal, wo du bist, wenn du ein Kind des Dorfes bist, musst du über dieses Fest informiert werden. Dieses Fest des Dankes heißt Tengando. An diesem Tag dankt der Naaba, und man muss alles geben, um ein gutes Fest zu feiern mit viel Essen. Der Meister der Erde ist mitten unter uns, um mit uns Mahnga zu feiern. Man muss Opfer geben, es wird viel gekocht. So viel, wie es dir möglich ist, solltest du geben. Es wird dolo angesetzt, alle Opfer sind für die Ahnen, um ihnen für alles zu danken, was sie für das Dorf und die Familie tun. Wenn du kein Huhn hast, dann kannst du auch etwas anderes geben. So dankt man den Göttern, dass wir zu essen haben, und hofft auf eine gute Ernte für das nächste Jahr. Auch um den Regen bitten wir. Und die Menschen danken sich und geben sich gute Wünsche mit. Sie essen viel und feiern. Auch der Naaba muss zum Meister der Erde gehen und sich bedanken. Die Reste werden aufgeteilt und weitergegeben. Man ruft: »Gott sei Dank!«, dreimal hintereinander. Zuerst bekommen die Alten die Reste des Essens und zuletzt die Frauen und Kinder. Das ist wichtig. Und man wünscht sich alles Gute bis zum nächsten Jahr. Und dass das nächste Jahr noch besser werde als das vergangene. Und man wünscht sich viele neue Frauen und neugeborene Kinder. Früher war das so. Doch jetzt wünschen wir auch frohe Weihnachten.
Alle feiern Weihnachten!!! Es ist ein großes Fest!! Die Menschen sind zufrieden, sie feiern und tanzen, überall hört man Musik. Es geht nur darum zu essen, das ist Weihnachten. Wir feiern alle Feste, aber Weihnachten ist zum wichtigsten geworden. Die religiösen Feiern wie Bangda, Kipsa und Mahnga können wir nicht ganz verlassen. Und ich möchte nicht auf sie verzichten, deswegen begehe ich diese Feste zwei- bis dreimal im Jahr. Aber jetzt, in der Weihnachtszeit, versuche ich alles auf einen Tag zu legen und Weihnachten und unsere Traditionen zusammenzubringen. Und die Ahnen akzeptieren unsere Gaben und Opfer, das heißt, dass sie das akzeptieren und nicht gegen uns sind.
Christoph Schlingensief kommt von weit her. Ich wünsche ihm viel Glück, ganz besonders auch seiner Frau.
Am 16. Dezember dieses Jahres erzählte Bouri Kéré, Häuptling des Dorfes Gando, seinem Sohn Francis Kéré, dem Architekten des Operndorfes Remdoogo, von den Weihnachtsbräuchen in Burkina Faso.
Dieser Text ist dem Feuilleton der ZEIT Nr. 53/2009 entnommen, das Christoph Schlingensief gestaltet hat.
- Datum 22.12.2009 - 16:21 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 22.12.2009 Nr. 53
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[Wegen Mehrfachpostings entfernt. /Die Redaktion pt.]
"Es gibt Wahrheit, guten Tag. Haben Sie gut geschlafen? Und Ihre Frau? In der Zwischenzeit habe ich viel an Sie gedacht. Es ist die Wahrheit, wir, die hier leben, leben mit der Tradition Roogomiki."
...genauso konfus wie der Artikel beginnt (soll das lustig sein? oder interessant klingen? oder...?) wirkte die Gestaltung der Seiten über das Projekt in Burkina Faso insgesamt!
Ergüsse eines seltsamen Wirrkopfs - aber warum mußte das auf mehreren Seiten der ZEIT unsgewälzt werden?!
Als Leser ist mir Sinn und Zweck verborgen geblieben. Aber angesichts der konfusen Aufmachung hatte ich auch keinerlei Lust, mich näher darauf einzulassen...
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