Rückblick Wir hatten einen Traum
Ein Jahr lang wurden die Jubiläen des Jahres 1989 ausgiebig zelebriert. Dennoch: Wir Europäer haben eine große Chance vertan
© Peter Kohalmi/AFP/Getty Images

Ab hier ist Schluss mit der Freiheit: die Grenze zwischen Ungarn und der Ukraine
Eine Frage ist noch offen am Ende des Jubiläumsjahrs 2009. Die Europäer haben in den vergangenen Monaten die großen Daten von 1989 gefeiert, die Etappen der Selbstbefreiung des Kontinents vom Kommunismus und vom Kalten Krieg: den Sieg der unabhängigen Gewerkschaft Solidarność in Polen, den Fall der Berliner Mauer, die »samtene Revolution« in Prag. Aber was hat diese Helden- und Glücksgeschichte mit dem heutigen Europa zu tun, was lebt davon weiter und wird die Zukunft prägen? Das heutige Europa, das sind Herr van Rompuy und Lady Ashton als neue Spitzenfunktionäre der EU. Wer mehr europäische Farbigkeit wünscht, muss sich an Silvio Berlusconi halten.
Es ist leicht, sich über die langweilige Normalität lustig zu machen – und ungerecht: Man kann nicht pausenlos Dramen und Ausnahmezustände haben, und in Europa will man es nach den blutigen Exzessen des 20. Jahrhunderts schon gar nicht. Trotzdem ist es notwendig, die EU von 2009 an der Menschheitserfahrung von 1989 zu messen. 1989 war auch ein Programm, eine Hoffnung, ein Versprechen, und man muss fragen, ob Europa es gehalten hat. Ein politisch eingefrorener, von den damaligen Supermächten USA und Sowjetunion abhängiger Kontinent bekam vor 20 Jahren die Chance, die historische Initiative zurückzugewinnen und wieder zum Subjekt des eigenen Schicksals zu werden. Menschenrechte und Demokratie feierten einen beispiellosen Triumph über die Tyrannei, wie in einer paradoxen Synthese von Churchills Kämpfertum mit Gandhis Pazifismus.
Am Ufer wartet nicht die Freiheitsstatue, sondern die Küstenpatrouille
Wenn es je eine sinnvolle europäische Mission gab, besser als die fragwürdigen Imperialismen von früher, dann hier: den Idealismus, die Gewaltfreiheit, die Humanität der friedlichen Revolution zum Maßstab der eigenen Politik und zum Modell einer besseren Welt zu machen. 1989 bedeutete die Gelegenheit, einen »europäischen Traum« zu etablieren, so wie es den »amerikanischen Traum« gibt – einen europäischen Traum, der von der Versöhnung von Politik und Moral handeln würde, nicht so fanfarenhaft optimistisch wie in den Vereinigten Staaten, sondern leiser, historisch gebrochen, als Lehre aus den Schrecken der Vergangenheit. Doch Europa droht seinen Traum zu verspielen. Es ist im Innern wunderbar, aber nach außen furchtsam und kalt.
Wie das? Die Zivilisationsleistung, die von der EU vollbracht wird, ist doch ungeheuer: ein Raum von Recht und Wohlstand für fast eine halbe Milliarde Bürger; die Transformation der einst unberechenbaren Staatenpolitik in einen permanenten, nach Spielregeln ablaufenden Verhandlungsprozess. Brüssel statt Verdun. Trotz Rückfällen in Demagogie und Korruption hat sich die neue politische Kultur weit in den Osten hinein durchgesetzt. Im wichtigsten mitteleuropäischen Land, in Polen, ist der Nationalismus der Kaczyński-Brüder gescheitert: Die Vernunft, die Moderne, die EU waren stärker; Europa ist ein Sicherheitssystem, in dem kein Land komplett aus der Bahn geraten kann.
Auch nicht ökonomisch und sozial: Wenn Ungarn oder Lettland bankrott gingen, würden sie ebenso wenig im Stich gelassen wie Griechenland. Gerade hat Serbien, der Aggressor der Balkankriege in den 1990er Jahren, den förmlichen Antrag auf Beitritt zur Union gestellt – es wird ein paar Jahre dauern, Widerstand gegen die Aufnahme regt sich schon, aber am Ende wird der frühere Problemstaat europäisch resozialisiert sein und einen EU-Kommissar für Forstwirtschaft oder Datenschutz stellen.
Das ist es dann aber auch, was die EU in diesen Jahren geschafft hat und heute bedeutet: eine exklusiv binnen-europäische Geschichte, das Ende des Irrwegs von Kommunismus und Ideologiekonflikt – ein Abschluss, kein Aufbruch. Der universale Anspruch, der in 1989 steckte, das Rahmensprengende und Grenzüberschreitende, die Neubelebung der schon müde gewordenen demokratischen Idee: Daraus haben die Europäer wenig gemacht. Ein Jahrzehnt Verfassungsdebatte, die mit dem Lissabon-Vertrag minimalistisch zu Ende gebracht wurde, hat den Geist der Selbstbeschäftigung und der Überschätzung des Institutionenwesens in die EU zurückgebracht. Großzügiger als jede andere Weltgegend gibt sie staatliche Entwicklungshilfe – und macht den praktischen und moralischen Effekt durch eine engherzige Schutz- und Bevorzugungspolitik für die eigene Landwirtschaft wieder zunichte. Die EU begrüßt die Mühseligen und Beladenen, die über das Meer bei ihr Zuflucht suchen, nicht mit einer Freiheitsstatue, sondern mit Patrouillenbooten der Küstenwache und Auffanglagern für illegale Migranten. Vor dem anderen, Fremden, vor dem Draußen hat Europa Angst – nicht nur vor der Konkurrenz, der Globalisierung, den Billiglöhnern und Outsourcing-Standorten, sondern auch vor jenen, die im EU-Paradies nach Wohlstand und Lebenschancen suchen. Der »europäische Traum« ist den Europäern selbst unheimlich.
- Datum 30.12.2009 - 19:51 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 30.12.2009 Nr. 01
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Europa ist in erster Linie christlich, nicht multkulturell. Daher tut es sich schwer mit der Annäherung an islamische Länder. Man bedenke, daß Relionsgemeinschaften machtorientiert sind und keine Konkurrenz dulden.
Erst, wenn die Religionen wirklich Privatsache geworden sind, könnten Länder wie die Türkei sich integrieren.
Im übrigen ist die EU keineswegs friedlich: mit riesigem Kapitalaufwand hat es eine funktionierende kleinteilige Landwirtschaft, die die Natur geachtet hat, in eine lebensfeindliche Industrieöde verwandelt. Die Natur ist das Opfer, und viele landwirtschaftliche Familien hat es ebenfalls auseinander gerissen.
Friedlich zusammen leben können Staaten auch ohne ein Bürokratiemonster: indem sie friedlich sein WOLLEN und indem sie sich technisch und wirtschaftlich voneinander abhängig machen. Die Schweiz in ihren Beziehungen zu Nachbarstaaten ist dafür ein gutes Beispiel. Friedlich zusammen leben kann man auch, indem man konsequent auf Angriffswaffen verzichtet. Eine Nato ohne Angriffswaffen hätte vollständig ausgereicht, um Frieden zu sichern.
Das gesamte Projekt der EU ist eine rein Kapital - orientierte Affäre, denn wo viel Honig fließt, ist der Bär nicht weit. Die Eu ist derart unübersichtlich, daß die Machenschaften der Geldwirtschaft weitgehend im Verborgenen bleiben.
Was ist denn in unserem modernen, freien, kapitalistischen Europa noch christlich?
Wer kann es sich noch erlauben christlich zu leben? Religion ist was für den Sonntag. Aber auch nur, wenn man sonntags noch nicht arbeiten muß. Dann unteliegt man nämlich den Gesetzen des Marktes anstatt den Gesetzen von Nächstenliebe.
Und die, die sind ganz anders aufgebaut.
Der Chef bestimmt (Nulldemokratie) der Kunde verlangt, der Profit steigt. Immer öfter erlebt man sonntgs in den Innenstädten den Tanz um das goldene Kalb, oder andere (Konsum-) Tempel.
Erst, wenn andere Religionen sich bei uns breit machen wollen, dann sind wir Christen, mit Laib und Seele, dann verteidigen wir die "christlichen Werte".
So weit ich informiert bin haben die 10 Gebote auch für Christen Gültigkeit.
"Du sollst nicht lügen"! Versuchen Sie mal, nur einen Tag lang, im Berufs-und Gschäftsleben nciht zu lügen. Eine
Abmahnung handeln sie sich mindestens ein, wenn nicht sogar die Entlassung.
Einfach lächerlich dieses christliche Europa.
DDR war D. DEMOKRATISCHE R.
CDU ist CHRISTLICHE SOZIALE Union. Union ist ok.
Was ist denn in unserem modernen, freien, kapitalistischen Europa noch christlich?
Wer kann es sich noch erlauben christlich zu leben? Religion ist was für den Sonntag. Aber auch nur, wenn man sonntags noch nicht arbeiten muß. Dann unteliegt man nämlich den Gesetzen des Marktes anstatt den Gesetzen von Nächstenliebe.
Und die, die sind ganz anders aufgebaut.
Der Chef bestimmt (Nulldemokratie) der Kunde verlangt, der Profit steigt. Immer öfter erlebt man sonntgs in den Innenstädten den Tanz um das goldene Kalb, oder andere (Konsum-) Tempel.
Erst, wenn andere Religionen sich bei uns breit machen wollen, dann sind wir Christen, mit Laib und Seele, dann verteidigen wir die "christlichen Werte".
So weit ich informiert bin haben die 10 Gebote auch für Christen Gültigkeit.
"Du sollst nicht lügen"! Versuchen Sie mal, nur einen Tag lang, im Berufs-und Gschäftsleben nciht zu lügen. Eine
Abmahnung handeln sie sich mindestens ein, wenn nicht sogar die Entlassung.
Einfach lächerlich dieses christliche Europa.
DDR war D. DEMOKRATISCHE R.
CDU ist CHRISTLICHE SOZIALE Union. Union ist ok.
Vor nicht allzu langer Zeit gab es an den innereuropäischen Grenzen lange Schlangen. Oft musste man stundenlang warten bis man nach strenger Kontrolle passieren durfte. Das Arbeiten und Wohnen in einem europäischen Nachbarland war ungleich schwieriger, und die wirtschaftliche Konkurrenz sehr viel stärker ausgeprägt.
Das ist nun vorbei! Einige visionäre Staaten und Völker waren dazu bereit zugunsten eines größeren ganzen Souveränität abzugeben. Für Frieden, für Freiheit, und natürlich auch für Wohlstand.
Ist das nicht wunderbar? Dieses politische Gebilde ist zwar noch nicht perfekt, noch fragil, und manchmal auch bürokratisch und ineffizient. Aber ist es nicht geschichtlich ziemlich einzigartig? Hat es nicht die Lebensumstände vieler Menschen verbessert? Lohnt es nicht daran weiter zu arbeiten?
Anstatt das Erreichte ständig schlecht zu machen sollten wir Möglichkeiten finden wie wir etwas verbessern können.
Diese sehe ich nicht in einem viel zu schnellen Wachstum, vor allem nicht in einer Aufnahme von Staaten in denen polternder Nationalismus und Geschichtsklitterung zum guten Ton gehören. Auch nicht in der Aufnahme sämtlicher Flüchtlinge, die niemals verkraftet werden könnte. So wie Sie es gern hätten funktioniert die Welt leider nicht. Noch nicht! Prozesse wie die Europäische Integration sind Schritte in diese Richtung. Die wichtigste Aufgabe der EU muss jedoch zunächst die Bewahrung und der Ausbau der Inneren Stabilität und damit die Sicherung des Friedens sein.
war stärker ausgeprägt"
Welchen Markt meinen Sie auf dem mehr Konkurrenz herrschte?
Auf dem Arbeitsmarkt bestimmt nicht. Und auf anderen Märkten auch nicht, oder?
"Für Frieden, Freiheit, Vaterland", entwerfen Sie beruflich Gedenkschriften für die Denkmäler gefallener Soldaten?
"Geschichtlich zemlich einzigarig"
Im Gengenteil! Schon immer gab es Menschen, die auf Kosten anderer leben wollten.
Mal nannten sie sich adelig, mal waren es Kirchenfürsten, MAL HIELT MAN SICH SKLAVEN (eute nennt man das Niedriglohnsektor, hört sich auch ganz anders an, das muß ich zugeben)
war stärker ausgeprägt"
Welchen Markt meinen Sie auf dem mehr Konkurrenz herrschte?
Auf dem Arbeitsmarkt bestimmt nicht. Und auf anderen Märkten auch nicht, oder?
"Für Frieden, Freiheit, Vaterland", entwerfen Sie beruflich Gedenkschriften für die Denkmäler gefallener Soldaten?
"Geschichtlich zemlich einzigarig"
Im Gengenteil! Schon immer gab es Menschen, die auf Kosten anderer leben wollten.
Mal nannten sie sich adelig, mal waren es Kirchenfürsten, MAL HIELT MAN SICH SKLAVEN (eute nennt man das Niedriglohnsektor, hört sich auch ganz anders an, das muß ich zugeben)
Es gibt ein einfaches Mittel,etwas,was wir vor 20 Jahren
nicht getan haben,ganz einfach zu tun.Es eben jetzt zu tun.
Doch was zu tun?Die Vorherrschaft der Lobbies,die wir
als Freiheit der Wirtschaft bezeichnen über die ganze
Erde weiter zu tragen und warten bis die Vorherrschaft
der Wirtschaft über Politik und Wissenschaft unser
Leben auf der Erde sehr unsympatisch macht?
Oder ein Europa der Kulturen,das den anderen seine Kultur
läßt und ihn nicht zwingt letztlich in einer Melange
der Kulturen ohne wirkliche Kultur nach US -Amerikanischem
Vorbild aufzugehen?Ein Europa der multikulturellen
Kriminalität,wo rumänische Banden,genau auflisten,wie
hier am besten eingebrochen werden kann und letztlich
erfolgreich einbrechen?
Oder ein Europa der direkten Demokratie,der Kulturverbindung
des Verständnisses miteinander,des gemeinsamen
Musizierens?Ein Europa,wo Wissenschaft wieder nicht
nur den Belangen der Wirtschaft dienen muß sondern
frei ist!Ein Europa,dass nicht seine militärischen
Ideen bis an die Grenzen Russlands weiterträgt und
damit sehr wohl die Russische Politik negativ beeinflußt.
Die Entwicklung von einem Gorbatschow zu Putin ,trägt
auch den Siegel der US-Europ.Haltung.Wenig neuer
Schwung.Der spürbare Schwung kommt von Obama,die EU
schläft gut.
Wenn wir nicht in der Lage waren von der Sowjetunion zu lernen,z.B den Transit auf die Schiene zu legen,so können
wir das jetzt tun:
http://www.mdz-moskau.eu/...
Musik statt Wirtschaft
Gut, dass Sie das sagen. Viele wüssten sonst nichts davon, weil sie die Verlierer dieses Wertewandels snd.
Was ist denn in unserem modernen, freien, kapitalistischen Europa noch christlich?
Wer kann es sich noch erlauben christlich zu leben? Religion ist was für den Sonntag. Aber auch nur, wenn man sonntags noch nicht arbeiten muß. Dann unteliegt man nämlich den Gesetzen des Marktes anstatt den Gesetzen von Nächstenliebe.
Und die, die sind ganz anders aufgebaut.
Der Chef bestimmt (Nulldemokratie) der Kunde verlangt, der Profit steigt. Immer öfter erlebt man sonntgs in den Innenstädten den Tanz um das goldene Kalb, oder andere (Konsum-) Tempel.
Erst, wenn andere Religionen sich bei uns breit machen wollen, dann sind wir Christen, mit Laib und Seele, dann verteidigen wir die "christlichen Werte".
So weit ich informiert bin haben die 10 Gebote auch für Christen Gültigkeit.
"Du sollst nicht lügen"! Versuchen Sie mal, nur einen Tag lang, im Berufs-und Gschäftsleben nciht zu lügen. Eine
Abmahnung handeln sie sich mindestens ein, wenn nicht sogar die Entlassung.
Einfach lächerlich dieses christliche Europa.
DDR war D. DEMOKRATISCHE R.
CDU ist CHRISTLICHE SOZIALE Union. Union ist ok.
war stärker ausgeprägt"
Welchen Markt meinen Sie auf dem mehr Konkurrenz herrschte?
Auf dem Arbeitsmarkt bestimmt nicht. Und auf anderen Märkten auch nicht, oder?
"Für Frieden, Freiheit, Vaterland", entwerfen Sie beruflich Gedenkschriften für die Denkmäler gefallener Soldaten?
"Geschichtlich zemlich einzigarig"
Im Gengenteil! Schon immer gab es Menschen, die auf Kosten anderer leben wollten.
Mal nannten sie sich adelig, mal waren es Kirchenfürsten, MAL HIELT MAN SICH SKLAVEN (eute nennt man das Niedriglohnsektor, hört sich auch ganz anders an, das muß ich zugeben)
...wenn Sie auf die Artikel anderer Leute antworten. Das Wort Vaterland hat ausser Ihnen kein Mensch verwendet.
Sie haben Ihre wahre Gesinnung doch schon längst verraten. Sie träumen sich zurück in einen Unrechtsstaat, von Mauern umgeben, und wer ausbrechen möchte (auch geistig) wird einfach erschossen. So einfach kann Politik sein!
Auch das Problem mit dem Niedriglohnsektor kann wahrscheinlich auf europäischer Ebene besser gelöst werden als auf nationaler.
...wenn Sie auf die Artikel anderer Leute antworten. Das Wort Vaterland hat ausser Ihnen kein Mensch verwendet.
Sie haben Ihre wahre Gesinnung doch schon längst verraten. Sie träumen sich zurück in einen Unrechtsstaat, von Mauern umgeben, und wer ausbrechen möchte (auch geistig) wird einfach erschossen. So einfach kann Politik sein!
Auch das Problem mit dem Niedriglohnsektor kann wahrscheinlich auf europäischer Ebene besser gelöst werden als auf nationaler.
"Wenn Ungarn oder Lettland bankrott gingen, würden sie ebenso wenig im Stich gelassen wie Griechenland."
Und wer hilft Deutschland, wenn es bankrott ist?
Nichts wird geschehen. Man wird sagen"die haben zu gut gelebt" Irgendwelche Nettozahlungen an Europa? Pah, haben die nicht das Zehnfache dafür an Europa verdient? Und denen dann auch noch aus der Patsche helfen? Völlig abwegig dieser Gedanke. Nein wir sollten uns nicht auf Hilfe von Aussen verlassen. Dies wäre geradezu fahrlässig.
Nichts wird geschehen. Man wird sagen"die haben zu gut gelebt" Irgendwelche Nettozahlungen an Europa? Pah, haben die nicht das Zehnfache dafür an Europa verdient? Und denen dann auch noch aus der Patsche helfen? Völlig abwegig dieser Gedanke. Nein wir sollten uns nicht auf Hilfe von Aussen verlassen. Dies wäre geradezu fahrlässig.
Träume können verlockend sein. Mitunter verursachen sie neben Hoffnungen aber auch Täuschungen. In den Nachbetrachtungen wurde das Jahr 1989 vielfach überstrapaziert, seine Wertigkeit und Bedeutung überschätzt. Daran sind maßgeblich einzelne Politiker und nicht minder die Medien beteiligt gewesen. Der gewaltlose Untergang
des real existierenden Sozialismus oder auch Kommunismus bedeutet keinesfalls einen historischen Sieg des Kapitalismus.
Nein, der Kapitalismus hat diesen Untergang weder verursacht noch nachhaltig bewerkstelligt. Er ist schlichtweg übrig geblieben. Verschiedene Ursachen wie eine fehlerhafte und grundlegend falsche Politik in den Systemen und Formen von Sozialismus / Kommunismus, ideologische und programmatische Irrtümer und Verkennung und Falschauslegungen von Naturgesetzen, um nur einige zu nennen, mussten zum Scheitern dieser Gesellschaftsformen führen. Der Kapitalismus, dem erhebliche Schwächen und Mängel anhaften, müsste sich erst als Sieger beweisen. Und hier ergeben sich erhebliche Zweifel. In der Wirklichkeit lässt die Europäische Union in Form, Ausgestaltung, Machtkompetenzen, eigenständig wachsender Bürokratie und Nichtbeherrschung globaler Probleme mitunter berechtigte Ängste entstehen.
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