Globale Politik Die Illusion von der einen WeltSeite 4/4
Weder die amerikanischen noch die europäischen Vorstellungen von der Ordnung der Welt passen so recht zum Denken dieser neu aufstrebenden Mächte. Die alten Organisationen, Internationaler Währungsfonds und Weltbank, die letztlich auf der Idee einer wohlwollenden Hegemonie der Vereinigten Staaten basieren, sind ihnen vielfach verhasst. Doch auch die europäischen Vorstellungen vom Aufbau regionaler und internationaler Vereinigungsprozesse passen nicht recht.
Weder wollen die regionalen Großmächte wie Indien, Brasilien, Südafrika oder China freiwillig Souveränitätsrechte an kleinere Nachbarn abtreten noch umgekehrt. Ganz offensichtlich sind die Europäer und vor allem die Deutschen mit ihrem Glauben an den Segen der Integration und an den Aufbau gemeinsamer internationaler Institutionen und Verträge ziemlich allein.
Nobelpreisträgerin Elionor Ostrom hofft sehr auf nationale Lösungen
Und nun? »Mittelfristig bedeutet dies, dass sich insbesondere die Europäer von ihrem lieb gewonnenen Weltordnungsmodell verabschieden müssen«, folgerte kürzlich ernüchtert eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung. Statt mit einer globalen Architektur sei auf mittlere Sicht eher mit einem eigenartigen Mix zu rechnen: Blöcke wie die EU oder der Verband Südostasiatischer Nationen, kurz Asean, würden eine Art regionale Governance betreiben, daneben gebe es einzelne große Akteure wie China, Indien, Russland, Brasilien, Mexiko und Südafrika.
Zumindest in Teilen der europäischen Linken sieht man das erstaunlicherweise nicht mehr nur mit Trauer. Denn längst herrscht dort Skepsis, ob globale Institutionen und Regeln (und auch die EU) nicht nur eine »neoliberale Ideologie generalisieren«, so der französische Attac-Mitbegründer Bernard Cassen. Warum denen also Macht geben? Lassen sich Banken nicht leichter auf nationaler Ebene verstaatlichen? Lässt sich dort Umverteilungspolitik oder Öko-Umbau nicht besser durchsetzen? Können einzelne Regierungen nicht viel schneller zum Politikwechsel gedrängt werden?
Dabei kommt es zu einem interessanten ideologischen Schulterschluss zwischen linken Reformern, libertären Kräften und klassischen Nationalisten. Mancher Anhänger der Freiburger Schule, mancher Vordenker der britischen Tory-Partei und auch mancher nationalkonservative Reformer argumentiert nach der gleichen Formel: Nicht zu viele Kompetenzen abgeben – mehr erreicht man allein zu Hause! Wobei natürlich jeweils ganz andere Dinge damit gemeint sind.
Die diesjährige Trägerin des Wirtschaftsnobelpreises, die amerikanische Politikwissenschaftlerin Elinor Ostrom, hofft sogar, dass die Rückkehr zum Nationalen neue Lösungen für die Klima- und Umweltpolitik ermöglicht. Sie setzt auf eine Art Ideenwettbewerb unter den Regionen und Staaten, mit dem dann Antworten auf die großen Fragen der Menschheit gefunden werden: »Man sollte Leute auf verschiedenen Ebenen mit Regeln experimentieren lassen, die zum Ziel haben, unsere Ressourcen in einem guten Zustand zu belassen.«
Einzelne Staaten könnten so durchaus mutig voranschreiten und etwa erfolgreichen Klimaschutz vorleben. Den wiederum könnten andere dann kopieren. Das deutsche Energieeinspeisegesetz, das Wind- und Sonnenenergie fördert, wäre dafür ein Beispiel. Hierzulande erfunden, ist das Gesetz inzwischen in 47 Länder exportiert worden.
Alles gut und schön, könnte man einwenden: Nur stoppt das den Klimawandel leider nicht schnell genug. Denn der Wandel der Volkswirtschaften dauert nicht nur in China und den USA, sondern auch in Europa einfach zu lange. Wohl aus diesem Grund wollen dann letztlich doch weder die Wissenschaftlerin Ostrom noch die meisten globalisierungskritischen Demonstranten auf Zusammenkünfte wie jene in Kopenhagen verzichten. Schließlich erinnerten diese Großkonferenzen immer wieder an die Dringlichkeit der Probleme – und weckten so Bewusstsein.
Ostrom plädiert dennoch für einen neuen Mix: »Wir sind ja immer davon ausgegangen, dass es nur die globale Ebene gibt, um zum Beispiel mit dem Klimaproblem umzugehen.« Das aber sei falsch. Die Lösung für weltweite Probleme liege in einer klugen Mischung aus lokalem Engagement und globaler Politik. »Wenn wir immer mehr Leute davon überzeugen, dass sie selber und ihre Nachbarn etwas tun müssen, dann wird von unten etwas wachsen«, sagt Ostrom. Dann würden auch Regierungen aktiv.
Und plötzlich sieht die neue Welt nicht mehr ganz so alt aus. Sie beginnt eben nur vor der Haustür.
- Datum 31.12.2009 - 18:32 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 30.12.2009 Nr. 01
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"Zehn Gipfeltreffen, zahllose internationale Konferenzen: Im vergangenen Jahr hätte eine neue globale Ordnung für Kapitalmärkte, Handel und Umweltpolitik entstehen können. Warum bloß ist das nicht gelungen?"
Leider ist die Frage am Schluss falsch gestellt. Richtg hätte sie heissen müssen:
"Warum hätte es denn auch gelingen sollen ?" oder "Wer hatte denn ein Interesse an einem Gelingen gehabt ?"
...nicht ganz Ihnen. Die Frage danach, weshalb es nicht gelang eine internationale Ordnung zu implementieren ist wesentlich. Sie ist nämlich die nach der Essenz des Versagens.
Ein Grund wäre, schaue ich mich nur in der deutschen Medienlandschaft um, dass dieser Artikel eine der ersten ist, die auf das Problem hinweisen. Volk und zT seine Politiker sind ziemlich ungebildet im Zusammenhang der Notwendigkeiten der Herstellung internationaler Öffentlicher Güter.
Es ist sogar schlimmer, wenn man das bisherige Hauptprodukt ansieht, das auch noch das bisher teuerste war: Internationale Sicherheit. Sie sei irgendwie ein fast freies Gut, wurde der Bevölkerung suggeriert. Immerhin brauche es nur ca 1% des BIP dazu. Es sei auch ohne Blutsoll, glaubte man hier weitgehend. Internationale Sicherheit ergäbe sich irgendwie da draußen ohne Tote und Guantanamos, war Teil der inländischen Secular-Religion.
Dass die Amerikaner, die Erfahrung damit haben die Dinge vielleicht besser beurteilen könnten war ausgeschlossen. Wie soll unter den Umständen ein deutscher Politiker
und Deutschland war die treibende Nation im CO2 Unterfangen -Man will ja deutsch Arbeitskräfte mit seinem Vorsprung sichern (auch eine bizarre Aussage, wenn man arme Afrikaner einfangen will)-
die Amis ins Boot holen? Wie soll eine Verhandlungstrategie denn da aussehen? Wenn es nicht bereit ist seinen Anteil an Sicherheit zu bezahlen?
...nicht ganz Ihnen. Die Frage danach, weshalb es nicht gelang eine internationale Ordnung zu implementieren ist wesentlich. Sie ist nämlich die nach der Essenz des Versagens.
Ein Grund wäre, schaue ich mich nur in der deutschen Medienlandschaft um, dass dieser Artikel eine der ersten ist, die auf das Problem hinweisen. Volk und zT seine Politiker sind ziemlich ungebildet im Zusammenhang der Notwendigkeiten der Herstellung internationaler Öffentlicher Güter.
Es ist sogar schlimmer, wenn man das bisherige Hauptprodukt ansieht, das auch noch das bisher teuerste war: Internationale Sicherheit. Sie sei irgendwie ein fast freies Gut, wurde der Bevölkerung suggeriert. Immerhin brauche es nur ca 1% des BIP dazu. Es sei auch ohne Blutsoll, glaubte man hier weitgehend. Internationale Sicherheit ergäbe sich irgendwie da draußen ohne Tote und Guantanamos, war Teil der inländischen Secular-Religion.
Dass die Amerikaner, die Erfahrung damit haben die Dinge vielleicht besser beurteilen könnten war ausgeschlossen. Wie soll unter den Umständen ein deutscher Politiker
und Deutschland war die treibende Nation im CO2 Unterfangen -Man will ja deutsch Arbeitskräfte mit seinem Vorsprung sichern (auch eine bizarre Aussage, wenn man arme Afrikaner einfangen will)-
die Amis ins Boot holen? Wie soll eine Verhandlungstrategie denn da aussehen? Wenn es nicht bereit ist seinen Anteil an Sicherheit zu bezahlen?
"Nicht eine Weltregierung solle helfen, stattdessen würden sich die Regierungen und die Verwaltungen der Länder immer enger absprechen – unterstützt von global operierenden Konzernen, Nichtregierungsorganisationen, einer kosmopolitischen Schar von Akademikern und anderen Experten."
Eigentlich hätte der Satz eigentlich heissen sollen:
"Nicht eine Weltregierung solle helfen, stattdessen würden sich die Regierungen und die Verwaltungen der Länder immer enger absprechen – unterstützt von global operierenden Konzernen."
Die Klimadebatte ist - wie das Märchen vom globalen Terrorismus und der weltweiten Bedrohung der "Pandemie" - nur ein altbackenes Rezept wie man mit Streuung von Ängsten Leute gefügig machen kann.
Wissenschaftlich ist heftig umstritten ob es überhaupt einen Treibhauseffekt gibt, geschweige denn ob das Spurengas CO2 dazu einen Beitrag leisten kann. 0.035 % CO2 in der Atmosphäre sollen dafür verantwortlich sein dass die Wärmestrahlung zurückgehalten wird ?
Das Ganze ist ein Hoax dessen Ziel es ist 1) Geld zu machen (mit Zertifikatehandel) und 2) Bevölkerungen gefügig für jede unpopuläre Massnahme der Regierungen zu machen.
Leute wacht doch endlich mal auf ! Ein Glück dass diesmal noch eine weltweite Einigung gescheitert ist ! Aber es wird kommen, nur eine Frage der Zeit, dann wird die Weltbehörde in Brüssel oder Washington den Ton angeben...
Die Klimadebatte ist - wie das Märchen vom globalen Terrorismus und der weltweiten Bedrohung der "Pandemie" - nur ein altbackenes Rezept wie man mit Streuung von Ängsten Leute gefügig machen kann.
Wissenschaftlich ist heftig umstritten ob es überhaupt einen Treibhauseffekt gibt, geschweige denn ob das Spurengas CO2 dazu einen Beitrag leisten kann. 0.035 % CO2 in der Atmosphäre sollen dafür verantwortlich sein dass die Wärmestrahlung zurückgehalten wird ?
Das Ganze ist ein Hoax dessen Ziel es ist 1) Geld zu machen (mit Zertifikatehandel) und 2) Bevölkerungen gefügig für jede unpopuläre Massnahme der Regierungen zu machen.
Leute wacht doch endlich mal auf ! Ein Glück dass diesmal noch eine weltweite Einigung gescheitert ist ! Aber es wird kommen, nur eine Frage der Zeit, dann wird die Weltbehörde in Brüssel oder Washington den Ton angeben...
So erscheint mir das. Man muss zuallerst hier mal einen ganz konkreten und für alle Staaten halbwegs passablen Vorschlag machen, wie man die UNO neu strukturieren kann.
Da muss es dann um die Vergabe von Stimm-u. Beteiligungsrechten u. auch, weiterhin, um Prinzipien u. Regeln, d. Finanzierung u. um individuelle Übergangslösungen. Auch d. Frage d. Zuständigkeiten wäre neu zu regeln - für die weltweite Sicherheit kann und müssten weltweite, international zusammengesetzte Kräfte zuständig sein.
Der potentielle Nutzen für alle müsste vom Vorschlagenden ganz konkret dargestellt werden, z.B. wie dann alle mit weniger Waffen, mehr Sicherheit bekommen würden! Es würde auch d.BRD gut anstehen, endlich diesen Vorschlag zu machen.
dass all d. Konferenzen nicht wirklich was bringen, wenn man diese, heute eben überholten, UN-Nachkriegsstrukturen beibehält. Den Vorschlag, dass man d. Stimmrechte z.B. nach einer Formel zusammen setzen könnte, wo man Wirtschaftskraft, Bevölkerungszahl, vielleicht auch einen Umwelt- und Menschenrechtsfaktor einbaut. (Ja, wenn China da etwas Abzug bekommt, so hat es immer noch d. vielen Menschen u. d. gr. Wirtschaft!). Das Prinzip ein Land eine Stimme kann nicht aufrecht erhalten werden, es kann nicht ein Staat wie Luxemburg den gleichen Einfluss haben wie die USA! Vor allem weil dem heute so ist, kann d. UNO fast nichts entscheiden! In der EU hat auch nicht jedes Land eine Stimme!Die "Beitragshöhe" hängt v. d. Stimmkraft ab.
Das einzige, was allen Akteuren fehlt, ist eine Form von Moral, von Mitverantwortung anderen Menschen und der Natur gegenüber. Daß sie ihnen fehlt, liegt vermutlich daran, daß man nicht auf entscheidende Posten kommt, wenn man so etwas wie "Moral" in sich fühlen kann. Wer Skrupel hat, kommt nicht hoch.
ein Land dem Geschehen meilenweit vorauseilt. 5 Schritte voraus und dann sehen, ob man die anderen von diesem Weg überzeugen kann, ist wesentlich besser. Wenn man der Einzige bleibt, der diesen Weg beschreitet, sollte man dringend prüfen, ob man nicht doch selbst in die falsche Richtung fährt. Es hat dann keinen Zweck, zu glauben, dass alle anderen die Geisterfahrer sind. Deutschland hat diese Neigung leider viel zu oft. Das ist ökonomischer Harakiri und hilft der Welt keinen Deut weiter...
"Die Menschheit hat in Kopenhagen versucht, das Klima gemeinsam zu retten."
Wenn ich einen Satz wie diesen sehe, dann lese ich garnicht weiter.
Weder Herr Schellnhuber noch Obama sind der Vertreter des Lieben Gottes in irdischen Gefilden.
Ob die globale Diktatur der Kohlenstoffrationierung machbar, oder überhaupt wünschenswert ist, daran gibt es ja durchaus Zweifel.
Es mag ja sein, daß das massenhafte Verfeuern fossilen Kohlenstoffes durch den Menschen ein Experiment mit ungewissem Ausgang ist.
Aber quasi ein Recht auf konstantes Klima herbeizudiskutieren, da ist doch absurd. Das Klima ändert sich auch ohne uns. Herr Schellnhuber kommt mir vor wie ein mittelalterlicher Prediger, der dem Volk die Apokalypse predigt. Wenn ich mir dann die darauf aufbauenden Parolen aus den PR-Agenturen der Auto-, Strom-, Öl- und sonstigen Konzerne angucke, dann kommt einem da Ganze ja wirklich nurnoch wie ein Kasperletheater vor.
Früher, im Osten, da konnte man der Dämlichkeit der Propaganda noch ausweichen durch eine "innere Emigration" nach dem Westen, oder in den Raum der Kirche. Heute sieht das alles ein bischen schlechter aus.
Die Erzählungen der Geologen über Asteroideneinschläge, oder Supervulkane, die klingen fast noch besser als die biblischen Apokalypsen. Herr Schellnhuber mit seinen 2 Grad ist da richtig langweilig.
...... Vielleicht haben unsere Urenkeln sogar Spaß dran, in Dänemark Riesling zu kultivieren?
Weil Länder wie China ihr Wachstum wollen und sich einen Teufel um die Wünsche anderer Länder scheren. China ist sehr machtbewusst geworden und lässt das den Westen deutlich spüren. Daher ist alles andere eine Illusion. Die Schwellenländer werden Opfer von uns verlangen, nicht umgekehrt.
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