3500 Euro kostet die Umrüstung eines bewohnten Einfamilienhauses
Dieser Trick ist schon lange bekannt, doch erst seit gut zehn Jahren ist die Technik kompakt, flexibel und billig genug für den Massenmarkt. Noch ist ihr Einsatz freiwillig, von 2013 an wird er europaweit zur Pflicht. Weitere zwei Jahre Aufschub gibt es dann nur für Pumpen, die fest in den Heizkessel integriert sind.
Einen weiteren Effizienzgewinn kann es nach Glaunsingers Ansicht nur mit ganz neuen Konzepten für den Heißwasserkreislauf geben. Zum Beispiel wenn man die zentrale Pumpe durch kleine Pümpchen an allen Heizkörpern ersetzt. Unter dem Namen Geniax ist ein solches System gerade auf den Markt gekommen. Um noch einmal 20 bis 25 Prozent senkt es den Stromverbrauch – gegenüber einem optimal eingestellten System mit Hocheffizienzpumpe im Keller.
Geniax sorgt automatisch für den sogenannten hydraulischen Abgleich der Heizkörper in allen Räumen. »In jeder Leitung wird nur noch der momentan nötige Druck erzeugt«, sagt Anne Frentrup vom Hersteller Wilo. Die Minipumpen an den Heizkörpern erkennen es auch, wenn die Temperatur plötzlich sinkt, weil mit weit offenem Fenster gelüftet wird, und unterbrechen sofort die Heißwasserzufuhr. Für jeden Raum kann ein individuelles Temperaturprofil eingestellt werden, das Herumdrehen an Thermostaten entfällt.
Das größte technische Problem war die Entwicklung einer möglichst geräuschlosen Minipumpe. Denn was im Keller niemanden stört, kann neben Bett oder Sofa schnell nerven. »Leiser als das Ticken einer Uhr«, seien die aufgerüsteten Heizkörper versichert Frentrup.
Doch seit Juli haben sich in ganz Deutschland nur gut 30 Hausbesitzer für das neue System erwärmen können. Der Gewinn an Effizienz und Komfort hat seinen Preis: Zusatzkosten von 1600 Euro entstehen bei einem Neubau, rund 3500 Euro kostet die Umrüstung eines bewohnten Einfamilienhauses. Und die macht auch noch Dreck und Lärm. Denn zu jedem Heizkörper und jedem »Zentralbediengerät« müssen Kabel für die Strom- und Datenanbindung verlegt werden.
Völlig schmerzlos war dagegen der Einbau unserer neuen zentralen Umwälzpumpe. Noch nicht einmal der Wasserdruck im Heizkreislauf musste dafür abgesenkt werden. Nach einer knappen Dreiviertelstunde trat der radelnde Installateur wieder in die Pedale, in seiner Packtasche auf Nimmerwiedersehen unser ausgedienter Stromfresser.
- Datum 30.12.2009 - 13:42 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Serie Technik im Trend
- Quelle DIE ZEIT, 30.12.2009 Nr. 01
- Kommentare 22
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:









bleiben über lange Zeit Thermostatventile unbenutzt und gar noch ohne Pumpendruck wie z.B. im Sommer, können sich Bauteile festsetzen. Daher bleiben bei uns jetzt immer die Pumpen in Betrieb. Allerdings benötigen diese in der Grundeinstellung auch nur 20 W. In einem anderen Haus haben wir im Sommer regelmäßig abgeschaltet, da gab es immer jeden Herbst 2-3 defekte Thermostatventile.
da die Informationen dank ihrer Einseitigkeit oft an Werbebroschüren erinnern, bin ich dankbar für solche Informationen, die wie der Beipackzettel von ach so wunderbaren Medikamenten wirken: "Achtung! Es gibt Nebenwirkungen, sprechen Sie vorher mit dem (Heizungs)-Arzt ihres Vertrauens."
Dieser Artikel suggeriert Unwissenden einen Fortschritt und Einsparungen, die so nicht eintreten. Hier werden Halbwahrheiten an den Leser gebracht und warum das Ganze?
Dahinter stehen Hersteller, im vorliegenden Fall Grundfos und Wilo, die Umsatz machen müssen, denn z. B. die Umwälzpumpen, die früher nach 5 Jahren den Geist aufgaben laufen heute locker 15 Jahre. Übrigends, wer vor 15 Jahren in einem Einfamilienhaus eine 65 Watt-Pumpe eingebaut bekam, ist einem umsatzorientierten Heizungsbauer auf dem Leim gegangen.
Ich habe die wertvolle Information dieses Artikels
an unseren Architekten weitergeleitet.
Wir bauen gerade ein Haus,bzw wir bauen ein ca 50 Jahre
altes Haus um und ummanteln es mit sehr viel Holz,mit
steicoflex als Isolation.
http://www.naturalinsulat...
Steicoflex gibt es auch bei uns zu kaufen.
Holz hat viel CO2 beim Wachsen gespeichert und der
Wald wandelt CO2 in O2 regelmäßig um.
Die in Ihrem Artikel beschriebene Idee passt sehr gut
in unser Konzept.
Wir bauen allerdings keine Schachtel,sondern eine
sehr schöne Form oval,die den zu erwartenden starken
Winden wesentlich aerodynamischer standhält,als
die Häuser mit Pultdächern.Auch unsere Fenster
sind aus Holz.Mit der Lungenmaschine,"kontrollierte
Raumluft" haben wir uns ohnehin nicht anfreunden können.
Die Fensterfirma hat uns ersucht,da die Form des
Hauses eben sehr schön geworden ist,unser Haus in
ihrem Katalog abbilden zu dürfen.Was wir selbstverständlich
gestattet haben.Es wird sehr hell,doch nicht so hell,
dass wir im Sommer eine Klimaanlage verwenden müssen.
Ein alter Kirschbaum den wir beim Umbau schonen
konnten,dient obendrein als Schattenspender.
Da sieht man schon mit welchem Aufwand man inzwischen bei uns die "CO2-Klumpen" zusammenkratzen muss um noch etwas einzusparen. Trotzdem gibt die Bundesregierung pauschale Zusagen über weitere 40% raus. Und anderswo in der Welt wird Kohlekraftwerk um Kohlekraftwerk hochgezogen.
Die Weltbevölkerung beträgt inzwischen knapp 6.900 Millionen Menschen, die Deutschen machen daran ganze 1,6 % aus. Tendenz stark sinkend.
Gerade kaufen 50% der Menschheit in den Schwellenländern Kühlschränke und ihr erstes Mofa, gar Auto. Alles so billig und simpel wie möglich, ohne "Kat", ohne "Rauchgasfilterung", ohne "Passivhausstandard".
Man muss wirklich kein "Klima-Skeptiker" sein um da langsam den Sinn und Zweck von weiterem "Klimaschutz" bei uns in Frage zu stellen.
Hab' grad nachgeschlagen, Deutschland stellt nur noch rund 1,2% der Weltbevölkerung (China, Indien und die USA zusammen hingegen 41,4%)
Hab' grad nachgeschlagen, Deutschland stellt nur noch rund 1,2% der Weltbevölkerung (China, Indien und die USA zusammen hingegen 41,4%)
Hab' grad nachgeschlagen, Deutschland stellt nur noch rund 1,2% der Weltbevölkerung (China, Indien und die USA zusammen hingegen 41,4%)
Deswegen muss der Umbau ja auch gefördert werden (und wer bezahlt das? Wer profitiert? Die meisten Pumpen kommen aus Dänemark!)
Kalkulation:
Eine herkömmliche Pumpe mit ca. 35 Watt Max.Leistung kostet etwa 80,00 €, eine elektronische ca. 240,00 €.
(der Einbau ist bei beiden gleich teuer)
Verbrauchsunterschied: ca. 20 Watt,
Laufdauer je anno ca. 3000 h,
sind 60 KWh Ersparnis je anno, also 12,00 €.
Kostenersparnis: Eigentlich keine, denn die Finanzierung kostet ja auch etwas.
Warum also trotzdem zu empfehlen?
IMHO nur wegen des netten Displays auf der Pumpe.
Hat jemand eine Idee, wieviel Energie bei der Herstellung dieser Pumpen verbraucht wird?
... als durch den Austausch einer intakten Pumpe eingespart würde.
Es ist also durchaus wahr, dass es ökologischer ist, fast alle Altgeräte bis zu deren Lebensende zu betreiben und erst beim Neukauf auf ein energiesparendes Modell zu setzen.
Dies wird häufig nicht bedacht.
Genau so wenig wird jedoch bedacht, dass ein Austausch eines Altgeräts bei einer Weiterverwendung in einem anderen Haushalt auch Energie sparen kann.
... als durch den Austausch einer intakten Pumpe eingespart würde.
Es ist also durchaus wahr, dass es ökologischer ist, fast alle Altgeräte bis zu deren Lebensende zu betreiben und erst beim Neukauf auf ein energiesparendes Modell zu setzen.
Dies wird häufig nicht bedacht.
Genau so wenig wird jedoch bedacht, dass ein Austausch eines Altgeräts bei einer Weiterverwendung in einem anderen Haushalt auch Energie sparen kann.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren