Ausprobiert Retusche am Handy
Ein Schnappschuss per Handy, Bild bearbeiten, ins Netz stellen - Photoshoppen kann man nun auch mit dem Smartphone. Die abgespeckte Bildbearbeitung ist ein Gratisprogramm.
© Adobe

Mit dem mobilen Photoshop lassen sich Bilder auch auf dem iPhone bearbeiten
Es hat geschneit, sogar in Hamburg, ich habe fotografiert. Nicht professionell, nur mit dem Handy. Die Fotos, die ich meinen Lieben in den Südwesten schickte, machten trotzdem ordentlich was her: starke Kontraste, kräftige Farben, auch Spielereien mit Weichzeichner und Schwarz-Weiß-Filter waren dabei. Seht her, Wintermärchentage im Norden!
Ganz mit rechten Dingen ging es dabei allerdings nicht zu. Der Schnee war echt. Der Rest war, um es mit einem Wort zu sagen: Photoshop. »Fotoladen« bedeutete die englische Vokabel ursprünglich, vor 20 Jahren wurde sie dann als Name eines Programms (Adobe Photoshop 1.0) bekannt, heute ist sie zum Synonym für professionelle Bildbearbeitungssoftware geworden. Auch als Verb ist der Begriff geläufig – was in der analogen Welt retuschiert wurde, wird heute photogeshoppt (oder nur geshoppt). Deonym nennen Germanisten solche generalisierten (oder: generischen) Markennamen, die zum Gattungsbegriff werden. So wie Tempo fürs Papiertaschentuch oder Tesa für den …film.
Und Photoshoppen kann man nun auch per Smartphone.
Diesen Winter veröffentlichte Adobe in kurzer Folge die kostenlosen Programme Photoshop.com Mobile für Handys mit den Betriebssystemen Android und Windows Mobile sowie für das iPhone. Mit der abgespeckten Bildbearbeitung lassen sich Beschnitt, Kontrast, Sättigung und Filter verändern; sie verlockt aber auch dazu, Fotos ins Netz zu laden: Auf photoshop.com können Nutzer Galerien zusammenstellen und sich gegenseitig ihre schönsten (geshoppten) Bilder zeigen.
Die Gratisprogramme sind Werbegeschenke, sie sollen Adobes Konkurrenzfähigkeit gegen die anderen digitalen Schaukästen im Web wie Flickr und Picasa stärken. Denn wer an seinen Bildern herumfriemelt und retuschiert, der sagt: Seht her!
Mit dem mobilen Photoshop kann man Schnappschüsse dort verschönern, wo sie entstehen – unterwegs. Eine Ansicht des verschneiten Hamburger Domplatzes bearbeite ich noch in der S-Bahn auf dem Handy-Bildschirm. Als ich zu Hause ankomme, liegt das Foto längst auf einem Webserver von Adobe. Und den Lieben im Südwesten schicke ich nur noch einenLink zur Galerie.
- Datum 08.01.2010 - 18:54 Uhr
- Serie Ausprobiert
- Quelle DIE ZEIT, 07.01.2010 Nr. 02
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Als Grafikerartist habe ich Erfahrung mit verschiedenen Programmen und mobilen Geräten gemacht. Um wirklich ein Foto vrnünftig aufzubereiten, lohnt es sich auf jeden Fall ein mobil aufgenommenes Foto am Computer zu bearbeiten. Bei mobilen Geräten kann es sogar länger dauern, die Bilder zu bearbeiten.
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