Schweizer Hochschulen Hausgemachte Misere

Die Schweizerische Volkspartei SVP entdeckt "deutschen Filz" an den Hochschulen. 207 Professoren reden daraufhin von "Rassismus". Und beide Seiten haben unrecht.

Ein Drittel der Professoren an der Uni Zürich sind Deutsche - vielen Schweizern passt das nicht

Ein Drittel der Professoren an der Uni Zürich sind Deutsche - vielen Schweizern passt das nicht

Das alte Jahr ging mit einem Paukenschlag zu Ende. Wann hat es das je gegeben, dass sich eine Zweihundertschaft von Professorinnen und Professoren öffentlich gegen eine politische Partei stellt? Die Partei, es ist immer dieselbe, hatte kurz vor Weihnachten in einem Inserat den »deutschen Filz« an den Hochschulen und in den Spitälern angeprangert. Zwischen den Jahren dann erhob sich die Professorenschaft und verkündete in einem ganzseitigen Inserat in der NZZ: »Die rassistische und fremdenfeindliche Rhetorik, Ideologie und Politik der SVP torpediert die Ausbildung unserer Jugend und setzt unsere Zukunft aufs Spiel.«

Leider haben sich beide Seiten vergriffen. Die eine im Inhalt, die andere im Ton. Die SVP verbreitet wissentlich Unsinn – um ihre Mühlen der Angst weiter betreiben zu können. Denn eine Universität lebt von ausländischen Dozenten, da kann und darf es keinen Heimatschutz geben. Wer zu den Besten gehören will, braucht die Besten, egal, woher sie kommen. Die Schweiz hat mit der Personenfreizügigkeit die Grenzen geöffnet. Gut so. Nun muss sie aber auch die Folgen tragen. Und die neue Konkurrenzsituation als das annehmen, was sie ist: als eine Chance, sich zu beweisen.

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Die Professorenschaft freilich greift mit einem Schlagwort wie »Rassismus« zum großen rhetorischen Kaliber – und wird dadurch ihrem Kontrahenten ähnlicher, als es ihr lieb sein kann. Solche Worte sollte man sich zweimal überlegen, denn sie lenken mit ihrer Grobschlächtigkeit vom Eigentlichen ab. Und das Eigentliche ist immer die Sache selbst.

Schauen wir uns also diese Sache mal ganz nüchtern an. Immer mehr Deutsche kommen in die Schweiz, sie besetzen oft Stellen, die Schweizer nicht mehr ausfüllen wollen oder können. Viele von ihnen sind sehr gut ausgebildet und bekommen deswegen auch Stellen an den Hochschulen. Heute sind rund ein Drittel aller Professoren an der Universität Zürich Deutsche. In St. Gallen sind es 40 Prozent. Spricht das nun gegen die Deutschen? Nein. Sie gehorchen allein dem Prinzip Angebot und Nachfrage. Wenn, dann spricht es gegen die Schweizer. 

Aber man soll Ängste in der Bevölkerung nicht herunterspielen. Wer dies tut, bekommt die Quittung, wie man jüngst mal wieder erfahren durfte. Nimmt man also an, es sei ein Problem für die Stimmung, den nationalen Zusammenhalt, den sozialen Frieden, dass Schweizer eine weniger große Rolle an den Hochschulen spielen als früher, dann sollte man Ursachenforschung betreiben. Gibt es weniger Schweizer an den Unis, weil sie von den Deutschen verdrängt werden? Oder gibt es mehr Deutsche, weil gute Schweizer Mangelware sind?

Der Zürcher Kunstprofessor Philip Ursprung, einer der Initianten des Gegeninserats, sagte in einer Stellungnahme: »Wer genauer hinschaut, weiß, dass die Zürcher Hochschulen dringend akademisches Personal aus dem Ausland benötigen, da die Schweiz den einheimischen Nachwuchs sträflich vernachlässigt.« Muss man angesichts dieses Votums die Debatte nicht aus dem nationalen Disput um Schweizer und Deutsche befreien? Müsste man sich nicht fragen, wie es kommt, dass anscheinend bei allem guten Willen seitens der berufenden Hochschulen geeigneter und ausreichend qualifizierter Schweizer Nachwuchs nicht zur Verfügung steht? Was aber heißt das für die Schweizer Nachwuchsförderung?

Jedenfalls ist es nicht so einfach, wie es sich der ehemalige SP-Nationalrat und Preisüberwacher Rudolf Strahm macht, wenn er sagt, die Deutschen beherrschten das »Blendertum« einfach besser als die Schweizer. Das Problem ist weniger eines der Deutschen, die an Schweizer Hochschulen kommen, als vielmehr eines der Schweizer Hochschulpolitik selbst, die ihre eigenen Leute »sträflich vernachlässigt«. Die Misere ist nämlich eine hausgemachte, eine, die sich die Professorenschaft, als sie noch hauptsächlich schweizerischer Herkunft war, selbst eingebrockt hat.

In der Generation, die jüngst auf Schweizer Lehrstühle berufen wurde, finden sich auch deshalb so viele Deutsche, weil ihre gleichaltrigen Schweizer oft zu wenig gefördert wurden – von einheimischen Professoren, die es sich nicht zum ersten Ziel gesetzt hatten, den Nachwuchs zu fördern, sondern sich vor allen anderen Dingen um ihre eigene Publikationsliste kümmerten. Das ist ihnen kaum zu verdenken. Aber es soll sich jetzt niemand beschweren, wenn Deutsche auf Schweizer Lehrstühlen sitzen. Die Lage ist allerdings weniger düster, als es Ursprung darstellt: Gerade in jüngster Zeit wurden an Schweizer Universitäten, beispielsweise in Basel, Lausanne oder Neuchâtel, junge Schweizer Nachwuchsleute berufen. 

Kaum einer spricht in der gegenwärtigen hitzigen Debatte über eines der Kernprobleme der Hochschulpolitik: nämlich die Berufungsverfahren. Sie sind die eigentliche Schlüsselstelle. In den Kommissionen sitzen, neben einigen wenigen externen Experten, in erster Linie die Professoren des Instituts. Und diese haben in der Regel das größte Gewicht. Sie entscheiden also, wer künftig neben ihnen thront. Könnte es nicht sein, dass es einem altgedienten Professor nicht genehm ist, wenn neben ihm plötzlich ein neuer Stern aufgeht? Könnte es also sein, dass mit dieser Art und Weise nicht die Besten an die Stellen kommen, an die sie gehörten? Nun ist der Begriff des »Besten« zumindest in den Geisteswissenschaften ein beschränkt aussagekräftiger, einer zudem, der in der gegenwärtigen Debatte zwar laufend verwendet, aber nie präzisiert wird.

Und ist es nicht auch ein wenig so, dass die Schweizer dazu neigen, gerade die eigenen Leute besonders kritisch zu sehen und ihrer Karriere Steine in den Weg zu legen? Da wählt man lieber einen unbekannten Deutschen als den allzu bekannten Schweizer Kollegen.

Es ist also ein ganz anderer Filz, der weggehört. Die Bedingungen müssen geschaffen werden, die eine freie Wahl der Talentiertesten erlauben. In anderen Ländern ist es üblich, dass bei wichtigen Berufungsverfahren Kapazitäten aus dem Ausland eingeflogen werden. Sie sind mit den Rivalitäten und Animositäten innerhalb des jeweiligen Instituts zumeist nicht vertraut und müssen entsprechend auch keine Rücksichten darauf nehmen. Sie bestimmen dann im Alleingang, wer auf den zu besetzenden Lehrstuhl befördert wird. Und die andern müssen sich fügen. Ist dieses unabhängigere Verfahren nicht einen Gedanken wert?

Die aktuelle Debatte um Deutsche an den Hochschulen, die ihren Schweizer Kollegen angeblich die Lehrstühle wegschnappen, läuft insofern falsch, als sie einen Konflikt zwischen Nationalitäten aufbauscht und dabei verkennt, wo das eigentliche Problem liegt: in der helvetischen Eigenart, den eigenen Ressourcen zu wenig zu vertrauen, sie zu fördern und gewinnbringend zu nutzen.

 
Leser-Kommentare
    • gorgo
    • 12.01.2010 um 11:33 Uhr

    Schade, dass Sie das Problem der SVP auf die Hochschulpolitik reduzieren. Der SVP geht es aber mitnichten um dieses Thema - vielmehr gerade um den Vorwurf des Rassismus, den ihr die prominenten Unterzeichner/inn/en mit ziemlichem Gewicht und wie ich finde, überzeugend entgegenhalten.
    Dieser Rassismus richtet sich weder allein gegen Deutsche, noch gar auf ein einzelnes poltisches Feld. Er wird überall dort mobilisiert, wo es um die Macht der SVP geht und den Einfluss ihres Denkens geht.
    Warum ist dieses Denken rassistisch? Dazu in der folgenden Email mehr:

    • gorgo
    • 12.01.2010 um 11:36 Uhr

    Warum ist dieses rassistisch? Sicher weniger in einem klassischen biologistischen Sinne - die SVP argumentiert nicht offen mit dem Begriff "Rasse" als biologisch unabänderlicher Zugehörigkeit, setzt sich sogar davon ab. Sie braucht diese Konzept auch gar nicht, denn sie kann - auch bei Ihrer Anhängeschaft - problemlos darauf setzen, dass die Aufwertung des Eigenen durch Abwertung generalisierter und abgelehnter "Anderer" auch ohne dieses Konzept funktioniert!
    So operiert die SVP ununterbrochen und medial flankiert auf der Ebene banalster Vorurteile, hanebüchener Verallgemeinerungen, medial erzeugten Projektionen über "die" Deutschen, Albaner, Kroaten, Italiener etc. - ein Konglomerat, das implizit und nicht selten auch explizit vor allem eins leistet: Den guten Schweizer als besten aller Charaktere und die Schweiz als beste aller Welten zu (re-)produzieren, eine Welt, in der man sinnigerweise mit seinesgleichen unter sich bleibt, denn alle anderen sind nicht in der Schweizer Kultur, die all dieses Beste hervorbringt, aufgewachsen.
    So ist das Schweizerische eigentlich immer überlegen - jedenfalls solange die geliebten Schweizer/inn/en sich nicht "unschweizerisch" verhalten - ein Vorwurf, den bezeichnenderweise alle schweizer Parteien regelmäßig gegeneinander einsetzen, auch die Linke gerne einmal gegen die als "unschweizerisch konfliktive" SVP. Dazu mehr in III

    • gorgo
    • 12.01.2010 um 11:49 Uhr

    Dieser Begriff ist bezeichend für eine Selbstwahrnehmung, die mit dem vermeintlich ganz "Eigenen" (das immer etwas numinös bleibt...) höchst vorsichtig und verständnisvoll bis verharmlosend umgeht ("Konsensdemokratie" ist das eine - "Es geht bloß um falsche Hochschulpolitik" auch möglich...), mit allen anderen aber sehr kritisch bis abwertend ins Gericht geht. Und diese oft mehr oder minder dezent bis offen ungleiche, letztlich diskriminierende Wahrnehmung findet sich leider auch außerhalb der SVP - bis hin zur NZZ und anderen Zeitschriften. Man vergleiche einmal die hochinformierte und durchaus zutreffende Italien- oder Englandberichterstattung im "Echo der Zeit" (sehr gutes Kulturradio), mit der dortigen zur Schweiz selbst. Ungleichbehandlung in Ansätzen natürlich, aber doch nicht ganz ungefährlich, weil es der Vorstellung vom Eigenen als Bestem ununterbrochen Vorschub leisten...

    Natürlich kann man solche Erscheinungen nicht alle mit dem Begriff des "Rassismus" tot schlagen - aber unter welcher Fahne sollte man die dringend nötige Diskussion eröffenen?
    Es könnte m.E. der Schweiz nicht schaden, den Anlass zu nutzen und eine offene Debatte über "Rassismus" und rassistische Denkelemente in der Schweiz selbst zu führen.
    Ich fürchte allerdings, es ist bequemer, auf den "arroganten" Deutschen herumzureiten. Oder braucht es erst einen brutaleren verbalen oder gar physischen Angriff, bevor eine solche Diskussion in Gang kommt?

  1. bleibt festzuhalten, dass deutsche Professoren nun mal mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit Deutsche einstellen.
    Ein Lehrstuhl, der mit einem deutschen Professor besetzt ist, beschäftigt meiner Erfahrung nach oft ausschliesslich Deutsche. Selbst wenn also die im Artikel beschriebenen Umstände zutreffen (daran habe ich im Übrigen auch keinerlei Zweifel), kann man die "Schuld" also schwerlich allein den Schweizern in die Schuhe schieben.

    Das grundlegende Problem ist, dass die SVP bestehende Probleme anspricht, dabei allerdings, wie im Artikel erwähnt, in der Tat auf Ressentiments oder sogar kruden Rassismus zurückgreift. Die anderen Parteien scheinen sich gegen diesen Populismus allerdings häufig nur mit dem völligen Negieren des Problems wehren zu können und tragen damit fast ebenso wenig zu konstruktiven Diskussionen bei wie die SVP (siehe Minarett-Initiative).

    Ich bin übrigens deutscher Student in der Schweiz und somit bestens mit der Thematik vertraut.

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    In Österreich ignoriert die Parteienlandschaft nicht, hier springen alle Partein (Ausnahme Grüne) auf den braunen Anti-Ausländer-Zug auf. Ganz traurig. Wer sich mal die Krone-Kommentare anschaut, der weiß wovon ich rede. Die SVP erscheint mir genauso wie die FPÖ als rassistische hetzerische Partei, deren Ziele für halbwegs intelligente Menschen im Verborgenen bleiben, sich aber im "Wir sind wir und haben einen gemeinsamen Feind"-Gefühl bewegen dürften. Wer den Aplenrasissmus negiert, wie es der Autor des Artikels macht, läuft Gefahr eine gefährliche Entwicklung zu verkennen! Es ist daher m.M. nach wichtig und richtig, dass nun endlich intelligente Köpfe dieser Länder Initiative ergreifen! Auch wenn ich mit der speziellen Hochschulthematik weniger vertraut bin...

    In Österreich ignoriert die Parteienlandschaft nicht, hier springen alle Partein (Ausnahme Grüne) auf den braunen Anti-Ausländer-Zug auf. Ganz traurig. Wer sich mal die Krone-Kommentare anschaut, der weiß wovon ich rede. Die SVP erscheint mir genauso wie die FPÖ als rassistische hetzerische Partei, deren Ziele für halbwegs intelligente Menschen im Verborgenen bleiben, sich aber im "Wir sind wir und haben einen gemeinsamen Feind"-Gefühl bewegen dürften. Wer den Aplenrasissmus negiert, wie es der Autor des Artikels macht, läuft Gefahr eine gefährliche Entwicklung zu verkennen! Es ist daher m.M. nach wichtig und richtig, dass nun endlich intelligente Köpfe dieser Länder Initiative ergreifen! Auch wenn ich mit der speziellen Hochschulthematik weniger vertraut bin...

  2. 5. ösis

    In Österreich ignoriert die Parteienlandschaft nicht, hier springen alle Partein (Ausnahme Grüne) auf den braunen Anti-Ausländer-Zug auf. Ganz traurig. Wer sich mal die Krone-Kommentare anschaut, der weiß wovon ich rede. Die SVP erscheint mir genauso wie die FPÖ als rassistische hetzerische Partei, deren Ziele für halbwegs intelligente Menschen im Verborgenen bleiben, sich aber im "Wir sind wir und haben einen gemeinsamen Feind"-Gefühl bewegen dürften. Wer den Aplenrasissmus negiert, wie es der Autor des Artikels macht, läuft Gefahr eine gefährliche Entwicklung zu verkennen! Es ist daher m.M. nach wichtig und richtig, dass nun endlich intelligente Köpfe dieser Länder Initiative ergreifen! Auch wenn ich mit der speziellen Hochschulthematik weniger vertraut bin...

    Antwort auf "trotzdem..."
    • Patrik
    • 12.01.2010 um 21:10 Uhr

    Ich habe vor 25 Jahren in Zürich studiert, bei mehrheitlich deutschen Professoren. Schon damals wurde über die vernachlässigte Nachwuchsförderung lamentiert und darüber, wie das zu ändern wäre. Seitdem hat sich nichts geändert! Als ein Lehrstuhl in meinem Bereich neu zu besetzen war, bekam ein Deutscher die Stelle. Es dauerte ein Jahr und 2 von 4 Assistenzen wurden mit Deutschen besetzt. Angeblich sind sie qualifizierter. Die Vernachlässigung des wissensch. Nachwuchses hat in der CH System. Es ist, heisst es, billiger, die Leute aus Deutschland zu holen.
    Ich habe dann die Uni verlassen und bin in der Privatwirtschaft untergekommen. Darauf erlebte ich dort, in der Wirtschaft, auch eine deutsche Invasion. Und nun sind sie überall, die Deutschen.
    Wir erleben sie als fremd; nicht nur aus Konkurrenzgründen fallen sie auf; ihre Art befremdet. Das gestochene Hochdeutsch ist den Schweizern zuwider; Schweizer sind generell nicht so eloquent wie die Deutschen; haben Mühe, wenn sie in ihrer ersten Fremdsprache, dem Deutschen, kommunizieren anstatt im Dialekt. Das produziert Unwillen, Minderwertigkeitsgefühle und Konfliktstoff.
    Aber was würde geschehen, wenn in einer mittleren dt. Stadt plötzlich in Massen Eidgenossen einwanderten, die Positionen in Uni, Betrieben, Spitälern, Verwaltung bis hin zum Tramchauffeur besetzen, Seilschaften bilden, eigene Leute nachziehen? Plötzlich müsste der dt. Michel auf dem Amt, mit dem Arzt, dem Chef, im Restaurant in schweizerdeutsch kommunizieren.

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    Die Gehaelter in der Schweiz und anderen Laendern sind hoeher als in Deutschland und moegen manchen Bewerber veranlassen ein geringeres Gehalt zu verhandeln als die Einheimischen. Ein anderer Aspekt der zu 1000 deutschen Professoren in der Schweiz fuehrt ist aber einfach die Nachfrageseite.
    .
    Hier in Grossbritannien sind auch 10% der Fakultaetsmitglieder Deutsche; Tendenz steigend! Etwa die Haelfte aller Bewerber auf tenure-track Stellen kommen aus Deutschland waehrend nur etwa 20% der Bewerber Briten sind. Allerdings sind wir hier (noch) weit entferent von Unis mit einem Gesamtanteil von 40%.
    .
    Solange jeder deutsche Professor bis zur Emiritierung im Durchschnitt 30-50 potentielle Nachfolger (Doktoranden) ausbildet, wird es in der Schweiz und anderen Laendern keinen Mangel an deutschen Bewerbern geben...

    Ich stelle jetzt mal die provokante Frage, wieso die Schweizer dann nicht ihr Schweizerdeutsch aufgeben? Sie wollen mit den Deutschen kommunizieren und in der Schrift wird ohnehin nur Hochdeutsch verwendet. Ich habe mir schließlich auch meinen rheinhessisch-pfälzischen Dialekt abgewöhnt, den ich mir leider in der Schule angelacht hatte und das obwohl meine Eltern es tunlichst vermieden haben mit mir etwas anderes als Hochdeutsch zu sprechen - aus guten Grund. Ich weiß, dass das Schweizerdeutsch mehr als ein Dialekt ist, aber fast jeder Schweizer kann Hochdeutsch und warum soll er es dann nicht seinen Kindern leichter machen? Wenn Sie sich beschweren, dass Deutsche allgemein eloquenter sind, ja dann sind nicht die Deutschen daran schuld, wenn Sie in ihrer Muttersprache kommunizieren. Alternativ können die Schweizer den Spieß umdrehen und aufhören auf Hochdeutsch zu sprechen und zu schreiben. Aber wenn sie sich auf Hochdeutsch einlassen, dann sollten sie schlichtweg überlegen, wie sie über ihr Sprachproblem hinwegkommen.

    Die Gehaelter in der Schweiz und anderen Laendern sind hoeher als in Deutschland und moegen manchen Bewerber veranlassen ein geringeres Gehalt zu verhandeln als die Einheimischen. Ein anderer Aspekt der zu 1000 deutschen Professoren in der Schweiz fuehrt ist aber einfach die Nachfrageseite.
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    Hier in Grossbritannien sind auch 10% der Fakultaetsmitglieder Deutsche; Tendenz steigend! Etwa die Haelfte aller Bewerber auf tenure-track Stellen kommen aus Deutschland waehrend nur etwa 20% der Bewerber Briten sind. Allerdings sind wir hier (noch) weit entferent von Unis mit einem Gesamtanteil von 40%.
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    Solange jeder deutsche Professor bis zur Emiritierung im Durchschnitt 30-50 potentielle Nachfolger (Doktoranden) ausbildet, wird es in der Schweiz und anderen Laendern keinen Mangel an deutschen Bewerbern geben...

    Ich stelle jetzt mal die provokante Frage, wieso die Schweizer dann nicht ihr Schweizerdeutsch aufgeben? Sie wollen mit den Deutschen kommunizieren und in der Schrift wird ohnehin nur Hochdeutsch verwendet. Ich habe mir schließlich auch meinen rheinhessisch-pfälzischen Dialekt abgewöhnt, den ich mir leider in der Schule angelacht hatte und das obwohl meine Eltern es tunlichst vermieden haben mit mir etwas anderes als Hochdeutsch zu sprechen - aus guten Grund. Ich weiß, dass das Schweizerdeutsch mehr als ein Dialekt ist, aber fast jeder Schweizer kann Hochdeutsch und warum soll er es dann nicht seinen Kindern leichter machen? Wenn Sie sich beschweren, dass Deutsche allgemein eloquenter sind, ja dann sind nicht die Deutschen daran schuld, wenn Sie in ihrer Muttersprache kommunizieren. Alternativ können die Schweizer den Spieß umdrehen und aufhören auf Hochdeutsch zu sprechen und zu schreiben. Aber wenn sie sich auf Hochdeutsch einlassen, dann sollten sie schlichtweg überlegen, wie sie über ihr Sprachproblem hinwegkommen.

  3. Die Gehaelter in der Schweiz und anderen Laendern sind hoeher als in Deutschland und moegen manchen Bewerber veranlassen ein geringeres Gehalt zu verhandeln als die Einheimischen. Ein anderer Aspekt der zu 1000 deutschen Professoren in der Schweiz fuehrt ist aber einfach die Nachfrageseite.
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    Hier in Grossbritannien sind auch 10% der Fakultaetsmitglieder Deutsche; Tendenz steigend! Etwa die Haelfte aller Bewerber auf tenure-track Stellen kommen aus Deutschland waehrend nur etwa 20% der Bewerber Briten sind. Allerdings sind wir hier (noch) weit entferent von Unis mit einem Gesamtanteil von 40%.
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    Solange jeder deutsche Professor bis zur Emiritierung im Durchschnitt 30-50 potentielle Nachfolger (Doktoranden) ausbildet, wird es in der Schweiz und anderen Laendern keinen Mangel an deutschen Bewerbern geben...

    Antwort auf "Hausgemachte Misere"
  4. Angenommen sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland sind x% des Nachwuchses für eine Professur geeignet. In der Schweiz leben 7,7 - in Deutschland 82 Millionen Einwohner. Selbst wenn keine hausgemachte Misere der Schweiz vorliegt (deren Existenz der Artikel nicht belegt), sind bei gleichem Ausbildungstand mehr als 10 mal so viele Deutsche wie Schweizer geeignet. Hier liegt das Problem, und nicht in einer vermeintlichen Misere. Da nur 40% der Professoren Deutsche sind (und nicht 90%, sprich 10 mal so viele), könnte dies sogar gegen die Qualifikation der Deutschen sprechen.

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