Luxustourismus in Afrika "Für Jagdfanatiker sind wir der Antichrist"
Die Umweltorganisation Great Plains finanziert sich durch Luxustourismus. Ein Gespräch mit dem Gründer Colin Bell über aussterbende Löwen und Jeeps, die mit Frittieröl fahren
© Colin Bell

Im Camp Zarafa in Botswana
DIE ZEIT: Mr. Bell, selbst Ihre Konkurrenten halten Sie für den kompetentesten Safari-Experten weltweit. Nach 15 Jahren als Wildführer haben Sie Wilderness Safaris zu einem Safari-Imperium mit 3000 Mitarbeitern ausgebaut. Warum sind Sie vor gut drei Jahren ausgestiegen?
Colin Bell: Der eine Grund hieß Miss Williams. Das war eine amerikanische Reiseagentin, die mich wegen einer Nichtigkeit nachts um drei auf meinem Handy anrief. Als das Gespräch endlich zu Ende war, dachte ich: Colin, du wirst jetzt bald 50. Möchtest du mit Typen wie Miss Williams bis ans Ende deiner Tage zu tun haben? Der andere Grund war der Niedergang der Tierwelt, den ich 30 Jahre lang mit eigenen Augen verfolgt hatte. Viele Menschen glauben, das Artensterben sei durch die Schaffung von Naturschutzparks gestoppt worden. Das ist großer Unsinn. Vor 50 Jahren gab es auf der Erde 450.000 Löwen, heute sind in Afrika weniger als 20.000 übrig – und ihre Zahl nimmt weiterhin dramatisch ab. Weltweit ist die Zahl der Leoparden in der gleichen Zeit von 50.000 auf 12.000 geschrumpft, und von 45.000 Tigern sind bloß noch 3000 übrig.
ZEIT: Was haben Sie mit den Millionen aus dem Verkauf Ihrer Firmenanteile gemacht?
Bell: Ich habe damals einige gleichaltrige Freunde zu einem mehrtägigen Kanutrip auf dem Sambesi überredet. Jeder hatte es in seinem Metier zu Berühmtheit und Reichtum gebracht. Mark Read ist der bedeutendste Galerist Südafrikas, Paul Harris gehört zu den Eigentümern der FirstRand Bank, und Dereck und Beverly Joubert sind die erfolgreichsten Tierfilmer der Welt. Die Frage war, ob wir fünf alten Fürze für unser restliches Leben noch eine zweite Idee haben. Nach der Tour haben wir Great Plains hochgezogen.
Mit 18 Jahren begann Colin Bell, Jahrgang 1956, als Wildführer zu arbeiten. 1983 gründete er mit seinem Partner Chris MacIntyre Wilderness Safaris. Das Startkapital waren 5000 Dollar und ein alter Landrover. Als Bell sich vor drei Jahren zurückzog, besaß das Unternehmen 53 Camps in sieben afrikanischen Staaten. Seit 2006 leitet er zusammen mit vier Freunden die Umweltschutzorganisation Great Plains. Sie betreibt zwei luxuriöse Camps in Kenia, eines in Botswana und eines in Tansania sowie ein Tigerreservat in Indien. Ein Berggorilla-Projekt in Ruanda und ein exklusives Ökoresort auf den Seychellen sind in Vorbereitung.
ZEIT: Great Plains ist laut Satzung eine Naturschutzorganisation, die mit Luxustourismus bedrohte Tierarten retten will. Das klingt ebenso innovativ wie undurchsichtig.
Bell: Jede bessere Lodge wirbt heute damit, ein paar Dollar für Schulen oder Krankenhäuser zu spenden. Das ist nicht mehr als eine nette Geste. Wir pachten im großen Stil Land in Gegenden, die einmal zu den schönsten und tierreichsten Afrikas gehörten. Als Erstes verbieten wir Jagden und reißen alles ab, was von Menschenhand stammt. Manchmal siedeln wir mithilfe der Regierungen Bauern um, denn Landwirtschaft ist Gift für Großwild. In einem zweiten Schritt bauen wir in unseren Parks exklusive Safari-Lodges für Menschen, die einen hoch entwickelten Geschmackssinn haben.
ZEIT: Die Realität einer durchschnittlichen Safari ist inzwischen ziemlich ernüchternd: viele Fahrzeuge, wenig Tiere.
Bell: Es ist keine leere Phrase, dass wir unseren Kunden unberührte Natur und Großwilderlebnisse wie vor 100 Jahren versprechen. Wir haben Parks mit verschwindend wenigen Gästen. Unser Reservat in Tansania zum Beispiel ist 130.000 Hektar groß. In diesem Areal gibt es lediglich fünf Zelte für jeweils zwei Personen. Auf jeden Besucher kommen also 13.000 Hektar Land. Die ultimative Form des Tierschutzes wäre natürlich, gar keine Touristen in die Parks zu lassen, aber das würde ein größeres Übel anlocken: Wilderer.
- Datum 06.01.2010 - 15:31 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 07.01.2010 Nr. 02
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Ein super Artikel! Bitte mehr davon!
Ich sehe das mit gemischten Gefühlen. Die unvergleichliche Natur Afrikas verkommt durch diesen Luxustourimus immer mehr zu einem exklusiven Erlebnis für Reiche. Normalverdiener haben keine Chance mehr, diese unglaubliche Natur zu erleben.
Beispiel Botswana: Die Lodges im Norden kosten 1000-2000 USD pro Tag. Daneben gibt es im Chobe- und Moremi-Nationalpark (zusammen so groß wie ganz Schleswig-Holstein) insgesamt Stellplätze für nur 51 Camper. Im letzten Jahr haben diese Campsites 3 EUR pro Person gekostet. Dieses Jahr sind es bis zu 50 USD pro Person. Mit 4 Personen zahlt man zahlt man 200 USD. Und es gibt nichts, was diese Preise rechtfertigt. An Infrastruktur gibt es ein Klohäuschen und sonst nichts. Kein Strom, kein Licht, null Personal da, null Ranger da, kein Zaun oder sonstige baulichen Maßnahmen, von Pool o.ä. ganz zu schweigen. Und die tolle Natur/Wildnis rechtfertigt die Campsite-Preise auch nicht, denn dafür zahlt man noch mal extra Eintrittsgebühren.
Es gibt einen ziemlich intelligenten Spruch: Wir schützen nur, was wir lieben. Und wir lieben nur, was wir kennen. In diesem Sinne verhindert eine ausschließliche Fokussierung auf den Luxustourismus eine Sensibilisierung breiterer Massen für den Naturschutz. Wer einmal den Stolz und die Aura eines 250kg-Löwen-Paschas in freier Natur erlebt hat, wird das für höchst schützenswert halten. Wer nur die psychisch und physisch völlig degenerierten Löwen im Zoo kennt, wird nicht so sensibilisiert für das Thema sein.
Der Ansatz, ökologische Initiativen so auszurichten, dass sie sich ökonomisch tragen (und vielleicht sogar einen Profit abwerfen, der reinvestiert werden kann, um das Engagement u verbreitern), ist sicherlich sehr zu begrüßen. Auch ist es für den nachhaltigen Bestand eines Projekts sicherlich sehr vorteilhaft, die lokale Bevölkerung einzubinden.
Eine Lücke im System scheint es allerdings noch zu geben: Indirekt verursacht der Betreiber erhebliche CO2-Emissionen, die durhc die An- Und Abreise der Gäste verursacht werden. Werden ein Teil der eingenommenen CO2-Zertifikate auch auf diese Emissionen verrechnet? Das wäre vorbildlich.
Zu dem Einwand meines Vor-Kommentators: Wenn sch ein Afrika-Urlaub für die breite Masse realisieren ließe, wäre das System doch sehr schnell überlastet. Ich war selbst auch noch nicht in Afrika. Aber ich bin sehr einverstanden damit, dass sowas teuer ist, wenn dadurch gewährleistet wird, dass die Umweltbelastung durch Tourismus einigermaßen überschaubar bleibt.
Es gibt kein Grundrecht auf Afrika-Safaris. Statt so anthropozentrisch zu denken, sollten wir anfangen damit zu erkennnen, dass dem menschlichen Anspruchsdenken Grenzen gesetzt werden müssen, wenn wir die Artenvielfalt unseres Planeten erhalten und den Klimawandel in den Griff bekommen wollen.
«Aber ich bin sehr einverstanden damit, dass sowas teuer ist, wenn dadurch gewährleistet wird, dass die Umweltbelastung durch Tourismus einigermaßen überschaubar bleibt.»
Das funktioniert so nicht. Luxus-Lodges dürfen da fast ohne Ende gebaut werden. Diese haben logischerweise pro Gast einen viel höheren Ressourcenverbrauch als Camper. Viele dieser Lodges liegen beispielsweise sehr abgelegen und der größte Teil des täglichen Bedarfes wird mit Kleinflugzeugen eingeflogen - so wie die Gäste auch. Umweltfreundlich sieht anders aus. Bei einer Behörde von Botswana konnte man auch mal eine Studie abrufen, laut der die Luxuslodges weit weniger zur heimischen Wirtschaft beitragen, als man aufgrund der exorbitanten Preise annehmen könnte. Fast alles, was diese Lodges verbrauchen, kommt aus dem Ausland. Die Besitzer sitzen auch fast immer im Ausland, so dass Gewinne ebenfalls ins Ausland abfließen.
Die Umweltbelastung durch Camper wurde schon bisher durch ein knappes Angebot begrenzt. Es gab eben nur Plätze für maximal 51 Camper in einem riesigem Gebiet. Es gibt nun noch die gleiche Anzahl an Plätzen, aber die Preise wurden teilweise um mehr als 1000 Prozent erhöht, ohne dass das der Umwelt zugute kommt.
«Aber ich bin sehr einverstanden damit, dass sowas teuer ist, wenn dadurch gewährleistet wird, dass die Umweltbelastung durch Tourismus einigermaßen überschaubar bleibt.»
Das funktioniert so nicht. Luxus-Lodges dürfen da fast ohne Ende gebaut werden. Diese haben logischerweise pro Gast einen viel höheren Ressourcenverbrauch als Camper. Viele dieser Lodges liegen beispielsweise sehr abgelegen und der größte Teil des täglichen Bedarfes wird mit Kleinflugzeugen eingeflogen - so wie die Gäste auch. Umweltfreundlich sieht anders aus. Bei einer Behörde von Botswana konnte man auch mal eine Studie abrufen, laut der die Luxuslodges weit weniger zur heimischen Wirtschaft beitragen, als man aufgrund der exorbitanten Preise annehmen könnte. Fast alles, was diese Lodges verbrauchen, kommt aus dem Ausland. Die Besitzer sitzen auch fast immer im Ausland, so dass Gewinne ebenfalls ins Ausland abfließen.
Die Umweltbelastung durch Camper wurde schon bisher durch ein knappes Angebot begrenzt. Es gab eben nur Plätze für maximal 51 Camper in einem riesigem Gebiet. Es gibt nun noch die gleiche Anzahl an Plätzen, aber die Preise wurden teilweise um mehr als 1000 Prozent erhöht, ohne dass das der Umwelt zugute kommt.
«Aber ich bin sehr einverstanden damit, dass sowas teuer ist, wenn dadurch gewährleistet wird, dass die Umweltbelastung durch Tourismus einigermaßen überschaubar bleibt.»
Das funktioniert so nicht. Luxus-Lodges dürfen da fast ohne Ende gebaut werden. Diese haben logischerweise pro Gast einen viel höheren Ressourcenverbrauch als Camper. Viele dieser Lodges liegen beispielsweise sehr abgelegen und der größte Teil des täglichen Bedarfes wird mit Kleinflugzeugen eingeflogen - so wie die Gäste auch. Umweltfreundlich sieht anders aus. Bei einer Behörde von Botswana konnte man auch mal eine Studie abrufen, laut der die Luxuslodges weit weniger zur heimischen Wirtschaft beitragen, als man aufgrund der exorbitanten Preise annehmen könnte. Fast alles, was diese Lodges verbrauchen, kommt aus dem Ausland. Die Besitzer sitzen auch fast immer im Ausland, so dass Gewinne ebenfalls ins Ausland abfließen.
Die Umweltbelastung durch Camper wurde schon bisher durch ein knappes Angebot begrenzt. Es gab eben nur Plätze für maximal 51 Camper in einem riesigem Gebiet. Es gibt nun noch die gleiche Anzahl an Plätzen, aber die Preise wurden teilweise um mehr als 1000 Prozent erhöht, ohne dass das der Umwelt zugute kommt.
Stimme Ihnen in vielen Dingen zu, aber die von Ihnen genannte Preiserhöhung stimmt nicht. Campen und Eintritte in die Nationalparks (und Chobe und Moremi sind im Norden, insoweit ist Ihre Anmerkung in #1 irreführend) ist schon lange teuer, vor allem für Non-residents. Auch gehören doch einige der Lodges Menschen, die in Botswana leben und dort ihr Geld versteuern (anders als z.B. in Tanzania wo Überweisungen für Übernachtungen und Touren direkt auf die Cayman Island o.Ä und das Konto des US Inhabers gehen. Und das Schöne an den Camps ist dass es KEINE pools etc gibt, sondern man in der Natur pur (soweit möglich) und Nachbarschaft von Löwe und Hyäne ist . Recht hat ein Mitkommentator der erwähnt, dass immer mehr Luxus Lodges entstehen, und dieses Botswana Vorbild (Klasse statt Masse, bei gleichbleibneden Einnahmen) in den Nachbarländern teilwiese sogar von staatlicher Seite (z.B. Namibia) kopiert wird. Naturerlebnisse nur noch für Superreiche, ich weiß nicht.
Stimme Ihnen in vielen Dingen zu, aber die von Ihnen genannte Preiserhöhung stimmt nicht. Campen und Eintritte in die Nationalparks (und Chobe und Moremi sind im Norden, insoweit ist Ihre Anmerkung in #1 irreführend) ist schon lange teuer, vor allem für Non-residents. Auch gehören doch einige der Lodges Menschen, die in Botswana leben und dort ihr Geld versteuern (anders als z.B. in Tanzania wo Überweisungen für Übernachtungen und Touren direkt auf die Cayman Island o.Ä und das Konto des US Inhabers gehen. Und das Schöne an den Camps ist dass es KEINE pools etc gibt, sondern man in der Natur pur (soweit möglich) und Nachbarschaft von Löwe und Hyäne ist . Recht hat ein Mitkommentator der erwähnt, dass immer mehr Luxus Lodges entstehen, und dieses Botswana Vorbild (Klasse statt Masse, bei gleichbleibneden Einnahmen) in den Nachbarländern teilwiese sogar von staatlicher Seite (z.B. Namibia) kopiert wird. Naturerlebnisse nur noch für Superreiche, ich weiß nicht.
viele möglichkeiten die natur zu schützen und davon zu profitieren dürfte es nicht geben. bei einer massentauglichen umsetzung damit die menschen sensibilisiert werden sehe ich den naturschutz nicht.
ausserdem
muss man nicht unbedingt einen löwen in natura gesehen haben um die umwelt zu schätzen! vor der haustür gibt es genug zu bewundern und zu beschützen!
wer diesen wert nicht erkennt, braucht auch keine tiere in afrika bewundern.
jedoch stimmt es mich auch ein wenig unzufrieden, dass nur bestverdiener zu den "bewunderern" gehören dürfen. die müssen das geld auch irgendwo eingenommen haben- und das fällt bekanntlich nicht vom himmel, sondern kommt grösstenteils aus ultraharter ökonomie.
wenn ich so darüber nachdenke, dann ist es unzweifelhaft die natur zu beschützen. so sehr, dass eigentlich niemand da rein darf. wenn, dann soll auch richtig abgedrückt werden.
... so traurig das auch klingen mag, dass es heutzutage wohl eher naiv ist zu glauben, dass sich Umweltschutz, durch Good-will und die Nettigkeit vom Menschen betreiben lassen. In Deutschland hat die Regierung vielleicht noch einen Teil ihrer Gewalt übrig, um ohne große kapitalistische Zuwendungen, umweltpolitische Maßnahmen durchzusetzen... zumindest ist das in einem modernen Staat wünschenswert. In Afrika hingegen und den meisten anderen Staaten der Welt, sind solche Situationen wie bei uns Utopie.
Es gibt kaum Großunternehmer bzw. Unternehmen, die völlig selbstlos irgendwo Geld für den guten Zweck reinstopfen ohne dabei etwas zu verdienen. Das nennt man auch Öffentlichkeitsarbeit. Selbst wenn der Verdienst nicht Finanziell gedacht ist, sondern fürs Image.
Viele Reiche Menschen entwickeln sich zu selbstsüchtigen von Verfolgungswahn geplagten Indiviuden, die an nichts außer sich selbst denken. Da ist doch mal positiv von solchen Personen zu lesen, die beim Versuch Geld zu verdienen tatsächlich etwas bewirken.
Der Mann weiß was er tut und wovon er spricht und sicherlich sind die An- und Abreise Emmissionen nicht toll... aber wenn sein Zukauf von Land etwas für die Tiere tut, dann bitte... weiter so und mehr.
Ich halte es auch für absolut gerechtfertigt, dass es einen gewissen Preis hat, wieviel Luxus man dabei braucht sei dahingestellt.
Fortsetzung...
Ich habe selbst für eine kleine Hotelgruppe in Südafrika gearbeitet und kam auch in den Genuss, ein- zweimal eine dieser Lodges zu besuchen und die wilden Tiere zu sehen stimme aber Komentar Nr 5 voll und ganz zu:
"ausserdem
muss man nicht unbedingt einen löwen in natura gesehen haben um die umwelt zu schätzen! vor der haustür gibt es genug zu bewundern und zu beschützen!
wer diesen wert nicht erkennt, braucht auch keine tiere in afrika bewundern."
Um den Wert einer Unternehmung, wie der im Artikel genannten, zu verstehen, kann man ja mal vergleichen...
RIU Hotels z.B. baut ein Hotel und Golf Resort auf den Kapverdischen Inseln, wobei das Land, ja die ganze Insel drumherum völlig austrocknet, während der Golfplatz vor Grüne alles übertrifft. Ob das Resort auf den Inseln ist, oder auf Malle, spielt da gar keine Rolle.
Also bevor man hier neidisch auf das naturnahe Unternehmen des Mr Bell reagiert, sollte man doch mal die "Hotelgruppen und Tourismusunternehmen für Jedermann" ins Visier nehmen... Das ist auch ein Grund warum ich mich der großen Hotelerie abgewendet habe, weil das Gros dieser Industrie immernoch rücksichtslos erschließt und überall neu baut wo es möglich ist, bzw. wo ein paar Millionen helfen die Baurechte zu kriegen, anstatt nachhaltige Gebietsanalysen zu betreiben, und vielleicht erstmal das ausnutzt was sowieso schon da ist und dementsprechend Umweltgerecht baut.
Stimme Ihnen in vielen Dingen zu, aber die von Ihnen genannte Preiserhöhung stimmt nicht. Campen und Eintritte in die Nationalparks (und Chobe und Moremi sind im Norden, insoweit ist Ihre Anmerkung in #1 irreführend) ist schon lange teuer, vor allem für Non-residents. Auch gehören doch einige der Lodges Menschen, die in Botswana leben und dort ihr Geld versteuern (anders als z.B. in Tanzania wo Überweisungen für Übernachtungen und Touren direkt auf die Cayman Island o.Ä und das Konto des US Inhabers gehen. Und das Schöne an den Camps ist dass es KEINE pools etc gibt, sondern man in der Natur pur (soweit möglich) und Nachbarschaft von Löwe und Hyäne ist . Recht hat ein Mitkommentator der erwähnt, dass immer mehr Luxus Lodges entstehen, und dieses Botswana Vorbild (Klasse statt Masse, bei gleichbleibneden Einnahmen) in den Nachbarländern teilwiese sogar von staatlicher Seite (z.B. Namibia) kopiert wird. Naturerlebnisse nur noch für Superreiche, ich weiß nicht.
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