Iran in der Krise Die Angst des Machmud M.

Wie ein iranischer Beamter die politischen Unruhen in seinem Land erlebt

Staatsgründer Ajatollah Chomeini (r.) und sein Nachfolger Ali Chamenei in einem Teheraner Ministerium

Staatsgründer Ajatollah Chomeini (r.) und sein Nachfolger Ali Chamenei in einem Teheraner Ministerium

Über Machmud M. muss man für die hier zu erzählende Geschichte zweierlei wissen. Das eine ist, dass er gern mit Menschen redet, und zwar mit allen Menschen, egal, welcher Herkunft sie sind und welchen politischen Überzeugungen sie anhängen. Er wird sogar besonders von jenen angezogen, die anders denken als er. Machmud will nämlich verstehen, ob sich Gemeinsamkeiten finden lassen zwischen ihm und dem auch ganz und gar fremd Erscheinenden. Das ist die zweite Eigenschaft des Machmud M., die hier von Bedeutung ist: Er sucht das Verbindende, und er sucht es auf der Ebene der Vernunft.

Vernunft ist ein großes, schillerndes Wort. Für Machmud ist es vor allem eine Anleitung zum praktischen Handeln. Es ist das Recht und die Pflicht zu zweifeln. Morgens etwa, wenn er in den Bus steigt, den das Ministerium schickt, um seine Beamten zur Arbeit zu fahren, hört er mitunter die krausesten Geschichten über die Feinde Irans, die sich die unwahrscheinlichsten Pläne aushecken, um seiner Heimat zu schaden. Da fragt er gern nach: Woher stammen die Informationen? Warum handeln die Feinde Irans so? Welche Logik steckt dahinter? Sehr schnell werden die wilden Geschichten auf diese Weise entkleidet, bis sie dastehen, nackt und ohne Gehalt. Im Bus der Beamten breitet sich dann Schweigen aus. Die betretene Stille dauert meist nur ein paar Augenblicke, denn schnell ist wieder einer zur Stelle mit einer Theorie, die erklärt, warum die USA und Israel..., und dann hebt er wieder an, der Chor der Verschwörungstheoretiker. Die Zeiten sind nun mal verwirrend im Iran, da haben einfache Wahrheiten Konjunktur, und Sündenböcke laufen herdenweise durch die Straßen Teherans.

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Machmuds Fragen sind tägliche, harte Mühe. Manchmal treiben sie ihn »an den Rand des Wahnsinns«, denn er hört Dinge, »die er lieber nicht gehört hätte«; doch selbst wenn er entmutigt wird von all den unglaublichen Geschichten, die sich aufblähen wie riesige, giftige Blasen, lässt er sich nicht beirren. »Was soll ich sonst tun?«, sagt er sich und setzt seine tätige Aufklärung fort, zwischen 7.30 und 8.30 Uhr morgens, so lange braucht der Bus, der ihn von seiner Wohnung in das Arbeitsministerium bringt, wo er als Statistiker sein Brot verdient.

Wer sich mit Machmud länger unterhält, erkennt bald, dass er sich an das Wort »Vernunft« regelrecht klammert, dass er darauf sitzt wie auf einer Eisscholle, die in einem kalten, stürmischen Meer davontreibt. Tatsächlich lebt er, seit im Juni dieses Jahres Tausende Menschen in Teheran und anderen Städten Irans auf die Straße gegangen sind, um gegen Wahlmanipulationen zu demonstrieren, in dem Gefühl, dass sein Land einen »entscheidenden Moment« seiner Geschichte erlebt. Manchmal ist ihm wirklich so, als könnte er in dem Gefüge des Staates ein Knistern und Krachen vernehmen. Dann glaubt er, dass alles mit einem Mal auseinanderbrechen könnte. Es packt ihn die nackte Angst. »Ich sehe in der Nachbarschaft, was geschieht, wenn der Staat zerbricht. Da ist Afghanistan, da ist Irak.« Die Probleme, die der Westen mit Iran hat, sind nicht die Probleme, die Machmud mit seinem Land hat. Religion in der Politik? Das beschäftigt ihn nicht besonders. Nuklearwaffen oder nicht? Auch das ist seine Sorge nicht. Es ist etwas anderes, das ihn umtreibt: Wie kann ein drohendes Chaos, wie können afghanische oder irakische Verhältnisse verhindert werden?

»Ein schlechtes Gesetz«, sagt er, »ist besser als gar kein Gesetz.« Die Anarchie jagt Machmud kalte Schauer über den Rücken.

Er weiß, wie es ist, wenn die Welt um ihn herum in Gewalt und Blut versinkt. Machmud war vier Jahre lang Soldat im Krieg gegen den Irak gewesen. Er war Leutnant. Er hat Männer sterben sehen, seine Männer, und wie schnell es geht, dass einer stirbt, ein »Nichts ist das«; und wie Gewalt in allen Menschen brodelt, wie der Wille zu töten sich ausbreitet und die brennende Lust, Rache zu nehmen, züngelnd aus jedem Einzelnen schlägt; das alles hat er gesehen und verinnerlicht. In ihm schrillen die Alarmglocken, wenn es in den Straßen Teherans brennt. »Der Krieg hat mich gelehrt, dass es noch Schlimmeres gibt als Krieg. Es ist das Chaos.« Diesen Satz könnten Hunderttausende Iraner in Machmuds Alter unterschreiben, denn Hunderttausende waren im Krieg, und sie haben Ähnliches erlebt. Diese Lehre wirkt in der jetzigen Lage Irans, da Demonstranten auf die Straße gehen, da sie mit dem Tod bedroht werden, da einige sterben und andere ins Gefängnis kommen, wie ein Wall, der die aufflammenden Leidenschaften bremst. Es ist viel Blut geflossen in Iran in den letzten 30 Jahren, das macht eine Gesellschaft vorsichtig.

Machmud ist nur wegen des Krieges in seine Heimat zurückgekehrt, damals, 1980, unterbrach er einen Auslandsaufenthalt, um sein Land zu verteidigen, das vom Irak Saddam Husseins angegriffen worden war. »Das war meine Pflicht!«, sagt er. Nicht einmal die Grenzbeamten an der türkisch-iranischen Grenze konnten ihn davon abbringen. Als sie ihn erstaunt fragten, wohin er denn gehe, und er zur Antwort gab: »Ich gehe mein Land verteidigen!«, lachten sie lauthals und sagten: »Aber viele junge Leute in deinem Alter wollen nur raus, und du gehst rein?!«

Machmud ist noch heute der Überzeugung, das Richtige getan zu haben. »Was sonst soll ein Bürger tun, wenn sein Land angegriffen wird?«

Leser-Kommentare
  1. der wichtigste Satz:

    "abrücken von [...] Selbstgewissheit und sich dem Zweifel öffnen – der Vernunft."

    Danke für den Artikel

  2. "Wir beten nicht den Iran an, wir beten Allah an […] ich sage, soll dieses Land brennen. Ich sage, soll dieses Land in Rauch aufgehen, vorausgesetzt, der Islam erweist sich als siegreich." Zitat Khomeini. Machmud M. dient nicht seinem Land, sondern dem Staat. Ein elementarer Unterschied.
    Der Schah war auch ein grausamer Diktator, aber was dieser Staat und seine Vertreter in den letzten 30 Jahren getan haben, war recht selten mit einem Maßstab zu messen, den man Vernunft bezeichnet.
    In einem Artikel über die Unruhen im Iran hat die Zeit vor einer Woche schon treffend formuliert "Diese Flamme erlischt nicht mehr".
    Daher kann ich da nur sagen: Verzweifle nicht Machmud, auch in dir wird bald dieses Feuer entfacht!

  3. Danke fuer diesen Bericht Herr Ladurner , erfrischend neuer Ton , und vor allem realistisch und der Wahrheit nahe......

  4. In der Tat. sie sind es. wir sehnen uns nach den Zeiten, in denen stabilität in Iran herrschte. wir konnten unseren Wracks dort für gutes geld verscherben. wochenlang gut dort leben und per Flugzeug zurückkehren. Und das Geld des verkaufes reichte noch für weitere 2 Studiensemestern. danach gings wieder nach dorthin. Diesmal reichte das geld noch für die Weiterreise nach Indien. Nicht, dass in Iran in den tagen guter Stoff nicht zu bekommen gewesen wäre. aber ein Trip in Indien war den Trip dorthin allemal wert. geld hatten wir genug sowieso. Die zeiten waren schön. Keineswgs verwirrend. Bedauerlicherweise vor 30 jahren eine handvoll Mullahs - damals zählten sie magere 30 Millionen - fanden für sich besser, trenten sich vor ihrem Schshinschah, König der Könige, ariamehr, Licht der Aria, Perserkaiser der letzte ungeachtet dessen, dass sie sich damit 14hundert Jahre in der Geschichte zurückversetzt hatten. sie bestehen heuite noch auf ihren vor 30 jahren begangenem Unsinn. Die Mullahs zählen heute 70 Millionen. Tendenz steigend. Sosehr wir die wahrheiten verdrehen, so intensiver kommen Schreie nach eigenständigkeit von drüben. Die Mullahs, die 70 Millionen massen sich an nuklearwissenschaftlich sein zu wollen. Obwohl es ihnen seit 30 jahren verboten worden ist. Von unserem großen Bruder. Der einst mächtigste Staat der Welt. Naja. Gruß

  5. Naja, Herr Ladurner, Machmud oder Mahmud muss auch nicht täglich 12-14 Stunden in Teheran Taxi fahren, damit er seine Familie über die Runden bringen kann. Er hat auch bestimmt keine Söhne, die wie hunderttausende teheraner Jugendliche wegen Arbeits- und Perspektivlosigkeit an der Nadel hängen und vom Staat mit Drogen versorgt werden. Oder hat er Töchter die bald erhängt werden, weil sie sich gegen ihre gewalttätige Männer zur Wehr gesetzt haben? Hat er einen Bruder, der zurzeit in Ewin gefoltert wird, weil er seine Meinung als Journalist geäußert und geschrieben hat? Er ist auch nicht Bahai, deren Friedhöfe vor Kurzem durch Ahmedinejads Schurken geschändet wurden. Oder gibt es Homosexuäle in seiner Familie, die weil es im Iran offiziel keine Homosexualität gibt, verhaftet und diskriminiert werden? Stellen Sie ihm bitte beim nächsten Mal diese Fragen und sagen Sie ihm, die Probleme und das Chaos in Irak und Afghanistan tragen die Handschrift von Islamisten. Genau solche religiöse Fanatiker wie die, die zurzeit im Iran herrschen.

  6. „Bahai, deren Friedhöfe […] geschändet wurden“

    »Die Herrschaft der [persischen] ACHAIMENIDEN über die unterworfenen Völker war insgesamt recht LIBERAL, und man hat den einzelnen Reichsvölkern eine beträchtliche Autonomie belassen, vornehmlich den alten Kulturvölkern der Babylonier und Assyrer, Elamer, Juden und Ägypter.
    Es gab KEINE zentralistische Einheitsverwaltung, die eine KULTURELLE GLEICHMACHEREI angestrebt hätte.
    Die einzelnen Völker konnten vielmehr ihre eigenen Institutionen, Gebräuche, RELIGION und Sprache, kurz: ihre INDIVIDUALITÄT bewahren, solange nur die allgemeine Reichsverwaltung in persischer Hand war.
    Belege für diese TOLERANZPOLITIK sind etwa die von Kyros II. gestattete Rückkehr der Juden aus dem Babylonischen Exil und der Wiederaufbau des Tempels in Jerusalem.

    Nicht zuletzt das Zusammenleben einer sehr gemischten Bevölkerung in den Reichszentren wie Susa oder Persepolis ‒ hier verraten es die vielen Personennamen deutlich ‒ vertiefte die Kontakte zwischen den verschiedenen Volksgruppen und führte zu GEGENSEITIGER TOLERANZ […] .«

    (Hervorhebungen durch den Kommentator)

    Aus:
    Rüdiger Schmitt, "Perserreich: Die erste Weltmacht",
    in: Der Brockhaus multimedial premium 2010 [DVD]
    (c) wissenmedia GmbH, 2010

  7. Der Glaube an Verschwörungen scheint einen festen Sitz in der iranischen Gesellschaft zu haben. Der Sturz Mossadeghs, an dem die CIA beteiligt war, dient als Musterbeispiel für die versteckte Einflussnahme fremder Mächte, obwohl die CIA am Sturz einen eher geringen Anteil hatte. Trotzdem bedient die islamische Republik von Anfang an den Glauben und die Furcht vor allgegenwärtigen Feinden, die Verschwörungen gegen den eigenständigen Iran aushecken, um wieder Herrschaft über das Land zu erlangen. Manchem Iraner fällt es leicht, dies zu glauben. Mossadegh, Schah und Iran-Irakkrieg dienen als Verweis. Die innere Einheit wird in Anbetracht der gemeinsamen Feinde hergestellt und alle Probleme haben einen klaren Grund. Die derzeitige Behauptung der Regierung, der Widerstand sei fremdgesteuert, ist die wichtigste argumentative Antwort auf die Äußerungen der Opposition. Im Pendlerbus der Staatsbediensteten scheint das überwiegend auch noch zu funktionieren. So redet man eben nicht über die politischen Belange der Opposition oder Schwächen der Regierung, sondern über die Einflussnahme der CIA auf die Opposition. Damit hat die Regierung seit einem halben Jahr jede Chance vertan, "diese Krise zu meistern" indem sie eine realitätsbezogene politische Auseinadersetzung verhindert hat und sie scheint auch nicht willens ihre Strategie zu ändern. Mittlerweile würde wahrscheinlich auch das nicht mehr helfen, sondern den Abgang der Regierung nur beschleunigen.

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    """Der Glaube an Verschwörungen scheint einen festen Sitz in der iranischen Gesellschaft zu haben. Der Sturz Mossadeghs, an dem die CIA beteiligt war, dient als Musterbeispiel für die versteckte Einflussnahme fremder Mächte, obwohl die CIA am Sturz einen eher geringen Anteil hatte. """

    Guter Freund , da sind Sie anscheinend nicht gut informiert.
    Nach dem Struz von Mossadegh waren ueber 70.000 US Soldaten staendig auf iranischem Boden stationiert . Iran was fuer die Amerikaner der Gendarm am persischen Golf.
    Was zur Zeit von den Gehiemdiensten der USA / GB / Israel im Iran insziniert wird ist AJAX 2 " RELOADED "
    Lesen Sie hierzu..........

    http://www.zeit-fragen.ch...

    """Der Glaube an Verschwörungen scheint einen festen Sitz in der iranischen Gesellschaft zu haben. Der Sturz Mossadeghs, an dem die CIA beteiligt war, dient als Musterbeispiel für die versteckte Einflussnahme fremder Mächte, obwohl die CIA am Sturz einen eher geringen Anteil hatte. """

    Guter Freund , da sind Sie anscheinend nicht gut informiert.
    Nach dem Struz von Mossadegh waren ueber 70.000 US Soldaten staendig auf iranischem Boden stationiert . Iran was fuer die Amerikaner der Gendarm am persischen Golf.
    Was zur Zeit von den Gehiemdiensten der USA / GB / Israel im Iran insziniert wird ist AJAX 2 " RELOADED "
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  8. """Der Glaube an Verschwörungen scheint einen festen Sitz in der iranischen Gesellschaft zu haben. Der Sturz Mossadeghs, an dem die CIA beteiligt war, dient als Musterbeispiel für die versteckte Einflussnahme fremder Mächte, obwohl die CIA am Sturz einen eher geringen Anteil hatte. """

    Guter Freund , da sind Sie anscheinend nicht gut informiert.
    Nach dem Struz von Mossadegh waren ueber 70.000 US Soldaten staendig auf iranischem Boden stationiert . Iran was fuer die Amerikaner der Gendarm am persischen Golf.
    Was zur Zeit von den Gehiemdiensten der USA / GB / Israel im Iran insziniert wird ist AJAX 2 " RELOADED "
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    Antwort auf "Verschwörungstheorien"
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    Ich will auf Ihre etwas oberflächliche Behauptung, 70.000 amerikanische Soldaten wären ständig im Iran stationiert gewesen, gar nicht erst eingehen, sie steht auch nicht in einem Zusammenhang mit meiner Meinung, dass der CIA am Sturz Mossadeghs eine vernachlässigbaren Anteil hatte: Die erste Aktion der CIA, der Versuch der Verhaftung Mossadeghs, missglückte. Es folgte die Organisation einer Demo, die auch nicht zum erhofften Umsturz führte. Die Operation Ajax war gescheitert! Die Umstände, die am nächsten Tag dann doch zur Verhaftung Mossadeghs führten, lagen nicht im Einflussbereich der beiden CIA-Agenten. Erst nachdem sich das Blatt dann doch zu ihren Gunsten gewendet hatte, nahmen sie Ihre Arbeit wieder auf, und stabilisierten die Macht des Schah. Soweit zum Mythos Operation Ajax, die ja nun angeblich "reloaded" wird. Es ist und bleibt ein Irrglaube, eine Revolution könne gesteuert werden. Da überzeugen Sie mich auch nicht mit einem Text, der im Inhalt genau so wage bleibt, wie Sie. Auch dort werden als "Beweise" für eine Einflussnahme der CIA, technische Möglichkeiten genannt und auch der Verweis auf die OP Ajax fehlt nicht. Zitat: "Diese Operation bleibt ein Musterbeispiel für Subversion". Die fragwürdigsten Thesen werden hingegen nicht mehr belegt, wie z.B. der angebliche SMS Versand. Auch finde ich leider den Ratgeber "Praktischer Führer zur Revolution in Iran" nicht, der hätte mich wirklich interessiert! Aber so sind Verschwörungstherien eben aufgebaut.

    Ich will auf Ihre etwas oberflächliche Behauptung, 70.000 amerikanische Soldaten wären ständig im Iran stationiert gewesen, gar nicht erst eingehen, sie steht auch nicht in einem Zusammenhang mit meiner Meinung, dass der CIA am Sturz Mossadeghs eine vernachlässigbaren Anteil hatte: Die erste Aktion der CIA, der Versuch der Verhaftung Mossadeghs, missglückte. Es folgte die Organisation einer Demo, die auch nicht zum erhofften Umsturz führte. Die Operation Ajax war gescheitert! Die Umstände, die am nächsten Tag dann doch zur Verhaftung Mossadeghs führten, lagen nicht im Einflussbereich der beiden CIA-Agenten. Erst nachdem sich das Blatt dann doch zu ihren Gunsten gewendet hatte, nahmen sie Ihre Arbeit wieder auf, und stabilisierten die Macht des Schah. Soweit zum Mythos Operation Ajax, die ja nun angeblich "reloaded" wird. Es ist und bleibt ein Irrglaube, eine Revolution könne gesteuert werden. Da überzeugen Sie mich auch nicht mit einem Text, der im Inhalt genau so wage bleibt, wie Sie. Auch dort werden als "Beweise" für eine Einflussnahme der CIA, technische Möglichkeiten genannt und auch der Verweis auf die OP Ajax fehlt nicht. Zitat: "Diese Operation bleibt ein Musterbeispiel für Subversion". Die fragwürdigsten Thesen werden hingegen nicht mehr belegt, wie z.B. der angebliche SMS Versand. Auch finde ich leider den Ratgeber "Praktischer Führer zur Revolution in Iran" nicht, der hätte mich wirklich interessiert! Aber so sind Verschwörungstherien eben aufgebaut.

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