Rothirsch Im Himmel der Hirsche

Ein weitläufiger Nato-Übungsplatz in Bayern gilt als Paradies für Rotwild. Im Rest von Deutschland wird es intensiv gejagt und in den Wald gedrängt, wo es nicht hingehört.

Ein adulter Rothirsch mit mächtigem Geweih röhrt im Schnee. Auf dem Nato-Übungsplatz in Grafenwöhr finden sich ideale Bedingungen für die Paarhufer

Ein adulter Rothirsch mit mächtigem Geweih röhrt im Schnee. Auf dem Nato-Übungsplatz in Grafenwöhr finden sich ideale Bedingungen für die Paarhufer

Nelson, Trude, Sarah und Thekla leben im Naturparadies, manche sagen gar: im »Himmel«. Deer heaven, Hirschhimmel, nennen die hier stationierten US-Soldaten das Biotop und meinen den größten europäischen Nato-Übungsplatz, Grafenwöhr im Nordosten Bayerns. Hier feuern 2500 Soldaten auf 49 Schießständen rund um die Uhr aus ihren Gewehren, Panzer, Kampfhubschrauber und Artillerie donnern mit schweren Geschossen und Raketen. So unglaublich es klingt: Das scheue Rotwild gedeiht hier prächtig! In riesigen Rudeln durchstreifen 7000 Tiere die teils steppenartige Landschaft, äsen in der »bayerischen Serengeti« am helllichten Tag und zeigen sich dabei vom martialischen Lärm völlig unbeeindruckt.

Für die Hege von Wild und Wald ist in Grafenwöhr die Bundesforstverwaltung zuständig. Weil sie gern mehr über diese vorbildliche Koexistenz wüsste, haben Forscher einigen der Rothirsche Namen verpasst – und elektronische Halsbänder mit Positionssendern. Denn im zivilen Deutschland flüchten Hirsche meist panisch vor jedem harmlosen Spaziergänger oder Skifahrer.

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Obwohl es in Europa mehr Rothirsche gibt als Elefanten in Afrika, sehen wir unsere größten Wildtiere nur, wenn sie tot am Straßenrand liegen oder als Braten auf dem Tisch. Warum verstecken sie sich im Wald und wagen sich nur nachts auf die offene Flur? Andersherum gefragt: Was ist das Geheimnis des deer heaven – was macht einen Schießplatz fürs Rotwild zum »Himmel«, und wie ließe sich die Panik der Tiere in unserer Nähe lindern? 

Rothirsche (Cervus elaphus) sind die größte einheimische Hirschart. Die Paarhufer leben über die gesamte Nordhalbkugel verteilt

Das wollen Marcus Meißner vom Institut für Wildbiologie e. V. in Göttingen und Sven Herzog, Professor für Wildökologie und Jagdwirtschaft an der TU Dresden, erforschen. Insbesondere interessiert sie der prägende Einfluss von Mensch und Jagd auf das Verhalten des Rotwilds. Zusammen mit der Bundesforstverwaltung haben sie eingeladen zur Beobachtung der Hirsche anlässlich einer großen zweitägigen Drückjagd in Grafenwöhr. Dann gönnt sich das US-Militär eine Schießpause und öffnet ausnahmsweise die Tore zum deer heaven für Fremde.

Rotwildgebiete

Die meisten Bundesländer weisen noch gesetzliche Rotwildgebiete (rot) aus. Nur hier dürfen Hirsche leben, außerhalb sind sie abzuschießen, daher ist Süddeutschland weitgehend rotwildfrei. In Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Brandenburg hingegen können die Tiere seit Kurzem frei wandern.

Jagdschutzverband

Die Deutsche Wildtier Stiftung und Naturschutzverbände fordern die anderen Bundesländer auf, ihr Jagdrecht gleichfalls zu entrümpeln, Hirsche artgerechter zu behandeln, den Jagddruck zu reduzieren und ihnen mehr Freiraum zu bieten. Auch Wolfgang Bethe, Rotwildexperte und Vizepräsident des Deutschen Jagdschutz-Verbandes (DJV), befürwortet dieses Vorgehen. Doch die Dachorganisation verliert an Einfluss. Die Jäger in Bayern haben Anfang 2010 den DJV verlassen.

Jagddruck

Nirgendwo in Europa ist die Schonzeit für den Rothirsch so kurz wie in Deutschland. Der hohe Jagddruck macht ihn zum extrem scheuen, nachtaktiven Waldtier. Eine Zwangsrolle, wie schon der Blick auf sein mächtiges Geweih zeigt. Im dichten Wald ist es hinderlich, es kann seine imponierende Wirkung nur im Offenland entfalten. Dort findet auch die Brunft statt. Sie kann Tausende Touristen anlocken, wie etwa im jagdfreien Schweizer Nationalpark im Engadin. Die Hirsche fühlen sich hier sicher, brunften am hellen Tag vor staunenden, nur mit Fernrohren bewaffneten Zuschauern.

Im Morgengrauen rauscht eine lange Autokolonne durch geöffnete Panzersperren an Wachen vorbei zum Sammelplatz. Es ist kalt, Jagdhörner erklingen. Bundesforstdirektor Ulrich Maushake ruft 70 Jäger namentlich auf und ordnet sie zu kleinen Gruppen unter Führung ortskundiger Förster. »Wir müssen den hohen Rotwildbestand reduzieren«, sagt Maushake. »Weidmannsheil!«

Die Anfahrt zum Hochsitz verläuft über breite Panzerstraßen, dann auf holprigen Waldwegen hinab in den Forst. Marcus Meißner deutet auf hüfthohe, kräftige Jungbuchen. »Dass die hier bei dieser Rotwilddichte ohne Zaun hochkommen, ist eine Sensation«, sagt er. Hirsche fressen gern zarte Jungbäume, zerstören sie sogar noch, wenn sie bereits mehrere Meter hoch sind. Meißner zeigt auf ellenlange, handbreite Wunden voller Harztropfen an Stämmen. »Mit dem Unterkiefer beißen sie tief in die Rinde und reißen sie nach oben ab«, erklärt er das Schadbild. Das Forschungsprojekt liefere wichtige Ergebnisse zur Optimierung des Verhältnisses von Wild und Wald. 

Der Hochsitz steht am Rand eines lichten Birkenwaldes und bietet einen weiten Blick über das zentrale Einschussgebiet, die impact area, eine karge, sandige Hügellandschaft voller kleiner Krater. Sie ist bedeckt von braunem, hüfthohem Gras und Sträuchern, in den feuchten Senken dominiert Röhricht. Wie weggeworfenes Riesenspielzeug liegen verstreut Wracks von zerschossenen Lastwagen und Panzern herum.

Hinter uns im Wald hallen vereinzelt Schüsse. Ein mächtiger Seeadler kreist in der Ferne über einem langen Teich. »Hier leben Fischadler, Rohrdommeln und viele andere seltene Vogelarten. Auf den kargen Böden gedeihen geschützte Orchideen und der Sonnentau«, berichtet Meißner. Der Kriegsübungsplatz, ein Naturparadies, okay. Doch wo sind die Hirsche? Von hier aus seien an guten Tagen mehrere Hundert Tiere zu beobachten, beteuert der Biologe. »Die haben wohl gewittert, dass etwas nicht stimmt.«

Rotwild unterscheide genau zwischen militärischem Schießbetrieb und dem Klang von Jagdwaffen. »Sogar wenn in der impact area schwere Geschosse explodieren, lässt es sich ein paar Hundert Meter weiter beim Äsen kaum stören.« Die lernfähigen Rudeltiere beeindrucke das ähnlich wenig wie Güterzüge oder ICE, die andernorts regelmäßig an ihnen vorbeidonnern. 

»Da kommen sie!«, flüstert Meißner. Unterhalb eines Panzerwracks, knapp einen Kilometer entfernt, zieht eine schier endlose Hirschkarawane durch einen langen Graben. Man sieht fast nur die Köpfe, das graubraune Winterfell tarnt sie gut, noch liegt kein Schnee. Etwa 80 Tiere verschwinden gemächlich hinter einem Hügel, fast alles geweihlose Hirschkühe und -kälber (Kahlwild).

Eisiger Wind bläst von hinten durch den Hochsitz. Plötzlich richtet Meißner seine Kamera nach hinten. Nur etwa 50 Meter entfernt zieht ein gemischtes Rudel lautlos durch den Saum des Birkenwaldes, halb verdeckt von Baumstämmen. Mindestens ein Dutzend prächtiger Hirsche ist dabei.

Wenig später wird klar, dass die Tiere von einem Menschen mit knallroter Warnweste und Mütze aufgescheucht worden sind. Aus dem Wald kommend, schreitet er ruhig eine Niederung entlang ins Offenland. Im Gegensatz zu Treibjagden, bei denen Menschenketten – oft mit Hunden und unter enormem Krach – Niederwild wie Hase oder Fuchs aufscheuchen, holen Drückjagden Schalenwild wie den Rothirsch verhältnismäßig sanft aus den Verstecken.

»Bei einer Drückjagd sollen sich die Tiere langsam und ohne Panik bewegen«, erklärt Meißner. So seien sie auch besser zu treffen. Der warnfarbene Treiber bringt Bewegung in die Ebene. Zeitweise ziehen drei Rudel vor ihm her. Weiter entfernt trollen sich rund hundert Tiere und verschwinden allmählich hinter Hügeln und Büschen. In der Ferne hallen Schüsse.

Jagd

Seit Jahrhunderten ist der Rothirsch (Cervus elaphus) ein Politikum. Bis heute. Lange war die Jagd auf ihn ein Privileg des Adels, Wilderern drohte der Tod. Bauern mussten Wildschäden auf ihren Feldern dulden – selbst wenn diese ihre Existenz bedrohten. Als nach der Revolution von 1848 auch Bürger jagen durften, rotteten sie das Rotwild in Deutschland fast aus. Mitte des 20. Jahrhunderts wuchsen die Bestände dank jagdlicher Hege wieder stark an – zum Zorn der Bauern.

Waldschäden

Für Flurschäden konnten sie vom Jagdpächter Entschädigung fordern. Also vertrieben die Jäger den Flurschädling aus dem Offenland. Dem »König des Waldes« wurde sein Reich aufgezwungen. Und er schädigt es: Mangels Gras fressen Rothirsche junge Bäume und schälen Rinde ab. Als in den achtziger Jahren das Waldsterben drohte, schoss man die Bestände erneut klein, nach dem Motto »Wald vor Wild«.

Bestand

Heute leben wieder etwa 200.000 Tiere in Deutschland, rund 60.000 werden jährlich erlegt. Dennoch gelten sie lokal als gefährdet, stehen auf der Roten Liste. Denn der Mensch beansprucht Land für Bauten, Tourismus und Verkehr. Autobahnen und gezäunte Bahntrassen durchtrennen die Wanderrouten der großräumig lebenden Hirsche. Ihre Reviere verkommen zu Inseln. Dort erkämpfen sich Platzhirsche jahrelange Paarungsmonopole.

Lebensraum

Bei Inzucht drohen aber genetische Verarmung (in Sachsen nachweisbar) und Missbildungen wie stark verkürzte Unterkiefer (örtlich in Schleswig-Holstein). Die Zerstückelung der Lebensräume betrifft auch viele andere Lebewesen. Teure Grünbrücken, etwa über Autobahnen, sollen einen minimalen Austausch zwischen getrennten Populationen gewährleisten.

Nach einer stillen Stunde raschelt es wieder hinter uns. Ein prächtiger Hirsch trottet heran, nur etwa zehn Meter am Hochsitz vorbei. Und noch einer. Noch einer. Meißner packt die Büchse, zischt »Ohren zuhalten!«. Fünf Hirsche lässt er vorbeiziehen, kräftige Geweihe, mindestens Zwölfender. Da kommt ein jüngeres Tier angetrabt. »Ho, ho!«, brüllt Meißner, irritiert bleiben die Tiere stehen, recken die Köpfe und wittern. Der Schuss kracht, der Junghirsch kippt um. Bäumt noch einmal den Kopf hoch, fällt zurück. Ein Vorderhuf schlägt hilflos einen Bogen in den Himmel. Aus. Die anderen Hirsche sind nur wenige Meter geflüchtet, bleiben verdattert stehen, kehren zurück und wittern. Der Schütze lässt sie wegzuckeln in den Wald.

Warum hat er keinen der stolzen Hirsche erlegt – es gilt doch, den Bestand zu reduzieren! Der Wildbiologe lacht. »Die Althirsche sind nicht freigegeben. Bejagen sollen wir weibliche und junge Tiere.« Passionierte Jäger zahlen für stolze Althirsche mehrere Tausend Euro, der Preis richtet sich hauptsächlich nach Größe und Gewicht des Geweihs, der Trophäe. Für die Bundesforstverwaltung eine willkommene Einnahmequelle, sie offeriert betreute Einzeljagden. Die finden meist dort statt, wo man die Tiere vertreiben will. In Grafenwöhr soll die Jagd das Rotwild aus dem Wald lenken, damit es dort weniger Schäden verursacht.

Außerhalb des Truppengeländes geschieht häufig genau das Gegenteil: Weil Jagdpächter Bauern für teure Flurschäden durch Wild entschädigen müssen, schießen Jäger intensiv im Offenland. Das macht die Hirsche scheu und zwingt sie gegen ihre Natur zum nachtaktiven Leben im Wald, wo sie mangels anderer Nahrung die Bäume verbeißen. Zusätzlich zu ihrem historisch erworbenen Ruf als Feldschädling festigt sich dann der des Waldschädlings. Ein Teufelskreis.

Rothirsche (Cervus elaphus) sind die größte einheimische Hirschart. Die Paarhufer leben über die gesamte Nordhalbkugel verteilt

Mittagszeit, weit draußen auf der Ebene grasen friedlich zwei Rudel in kugelsicherer Entfernung. »Das ist oft so«, kommentiert Meißner. »Und kurz vor Schluss geht’s dann noch mal los.« Bald danach hallen Schüsse im Wald. Erst nach 13 Uhr dürfen wir den Hochsitz verlassen. Das Kältezittern weicht dem Schwitzen – beim Bergen des erlegten Tieres. Zwei Zentner gilt es an Vorderhufen und Geweih anzuheben und über den zerklüfteten Boden zum Weg am Hochsitz zu schleppen.

Abends im Hotel Wilder Mann in Königstein schildern Meißner und Herzog erste Ergebnisse der Verhaltensforschung per Funkhalsband. Ihre Empfangsgeräte orten 15 besenderte Tiere und zeichnen ihre Bewegungsprofile auf. Diese Daten zeigen, wie die Tiere auf die Störung durch die Jäger reagiert haben: Offenbar weichen sie Großjagden weiträumig aus. Etwa Sarah und Thekla, die in kilometerweiten Bögen den Gefahrenherd umgingen. Doch schon am Abend waren sie zurück am gewohnten Ort.

Ihrem Standort bleiben alle 15 überwachten Rothirsche bisher erstaunlich treu, sie bevorzugen meist ein relativ kleines Areal. Insgesamt 340 Hektar im Fall von Sonja, welche die halbe Zeit in einem achtmal kleineren Kerngebiet verbringt, meist im Offenland, nur selten im Wald. Was solche Überwachung lehrt? »Wichtig ist, dass die Tiere im Sommer ihren besonders hohen Energiebedarf hauptsächlich mit Gras decken«, sagt Meißner. Dann werden die Kälber gesäugt, und die Hirsche fressen sich fett für die Brunft. Er folgert: Die Sommerjagd im Offenland steigert Waldschäden massiv.

Im Herbst macht die Brunft mobil. So verlässt Trude zielstrebig ihr Streifgebiet und trabt kilometerweit zum nächsten Brunftplatz. Dort lässt sie sich »beschlagen« (befruchten) und ist bereits nach zwei Tagen wieder zurück. Männliche Tiere belegen wesentlich größere Streifgebiete als das Kahlwild, der zwölfjährige Nelson beispielsweise mehr als 2000 Hektar. Hirsche versuchen, ihre Gene weiterzutragen. Werden ihre Wanderwege blockiert, fördert das Inzucht.

Zweiter Jagdtag, diesmal bietet der Hochsitz einen Weitblick über eine parkähnliche Hügellandschaft, durchzogen von einem Bachlauf und großen Ginsterflächen. Das Gelände der Army ist riesig, nur ein geringer Anteil entfällt auf Schießplätze. Schon beim Anmarsch zum Hochsitz hatten wir ein gemächlich flüchtendes Großrudel vor uns hergetrieben, das sich durch hohes Gras hinunter zum baumumsäumten Bachlauf verkrümelte. »In diesen halb offenen Flächen steht im Sommer unglaublich viel Rotwild. Dort soll es auch sein, da verursacht es keine Schäden«, sagt Meißner. Auch diesmal muss erst ein Treiber die nahe gelegene große Ginsterfläche betreten, bevor die Paarhufer rudelweise aus der Deckung kommen. Ein Kalb und eine einsam herbeitrottende Kuh bleiben diesmal auf der Strecke.

Insgesamt kosten die beiden Drückjagden 160 Stück Rotwild das Leben, bei mäßiger Beunruhigung des Gesamtbestands. »Es ist ein Unterschied, ob einmal 70 Jäger ins Revier kommen oder ob ein Jäger 70-mal Unruhe schafft«, sagt der Wildbiologe Sven Herzog. Allerdings müssen die Jäger in Grafenwöhr auch keinen strikten Abschussplan erfüllen. Priorität hat hier die Balance zwischen Wald und Wild. Selbst wenn im Winter noch zu viel Rotwild herumläuft, im Januar und Februar genießt es im deer heaven strikte Schonung – während in den meisten Bundesländern die Hirschjagd noch weitergeht, zum Ärger von Tierschützern und Wissenschaftlern.

»Das ist kontraproduktiv«, sagt Sven Herzog, »denn Rotwild drosselt bei großer Kälte seinen Energieverbrauch enorm.« Dies kann es jedoch nicht, wenn man es jagt. Dann flüchtet es in den Wald, frisst dort unnatürlich viel – und gerät wieder in einen Teufelskreis, der es als Schädling erscheinen lässt.

Welch verblüffende Energiesparer Hirsche sein können, das belegen Untersuchungen des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie der Universität Wien: Selbst bei Futter im Überfluss werden Rothirsche winters nicht etwa fetter (wie die meisten Zweibeiner), sondern bauen konsequent Speck ab. Dabei können sie ihre Temperatur unter der Haut um mehr als 15 Grad senken und die Pulsrate um die Hälfte reduzieren. Das Rotwild verkleinert sogar seine inneren Organe wie Herz, Leber, Nieren und Pansen beträchtlich – wenn der Mensch es zulässt.

Sobald der Winter weicht, sprießt die attraktivste Kost für Hirsche draußen im Offenland. Dort können Nelson, Trude, Sarah und Thekla dann wieder ihren Job erfüllen, nämlich mit ihren Artgenossen die hiesige Parklandschaft beweiden und sie dadurch vor dem Verbuschen und Verwalden bewahren – ähnlich wie die großen Schafherden in der Heide.

»Das Militär braucht zum Trainieren offenes Terrain, deshalb ist viel Rotwild hier ausdrücklich erwünscht«, erklärt Meißner das friedliche Zusammenleben von Hirsch und Armee. Ihre Symbiose geht so weit, dass manchmal Hirschrudel ganz in der Nähe biwakierender Soldaten äsen. Oder im Laternenschein der Munitionslager. Die differenzierte Freund-Feind-Erkennung funktioniert in Grafenwöhr bei Soldaten und Hirschen hervorragend. Wenn der Mensch es will, ist Rotwild eben kein Kulturflüchter, sondern Kulturfolger. Das ist das Geheimnis des deer heaven.

 
Leser-Kommentare
  1. ...ein widerlicher Sport der äusserst wenig, wenn nicht garnichts mit Naturschutz zu tun hat.

    http://www.tierschutzbund...
    http://www.abschaffung-de...

    In deutschland darf ohnehin ein Tier nur dann getötet werden wenn es zb krank ist und leidet oder wenn es dem Menschen existentiell nützt. Jagd ist daher in jeder Form abzulehnen. Sinnvoller sind NAturhabitate in denen das Eingreifen der menschen verboten ist, so dass ein Gefüge entstehen kann. Der Mord an emotionalen und intelligenten Tieren ist ganz sicher nicht rechtens.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    es soll natürlich JagD heissen...

    Deftone, ganz ehrlich: Wenn man von etwas so offensichtlich keine Ahnung hat, dann sollte man auch einfach mal still halten können. Ohne die Jagd würde das ökosystemare Gefüge unserer Wälder völlig aus den Fugen geraten. Das Schalenwild würde ein Aufkommen des Jungwuchses von Bäumen völlig verhindern. Rot- und Schwarzwild sind im übrigen im wahrsten Sinne des Wortes im Überfluss vorhanden. Seit Jahrzehnten wird seitens der Forstwirtschaft versucht, die Wildstrecke zu erhöhen. Jedoch streuben sich die Jäger - eben weil sie einen hohen Wildbestand erhalten möchten, um bei Gelegenheit auch etwas vor die Flinte zu kriegen. Jagd hierzulande hat nichts mit der in Afrika zu tun! Das Jagdrecht ist äußerst streng und ausgeklügelt. Ohne natürliche Feinde würden verschiedene Großsäuger zu elementaren Gefährdung für den Menschen (z.B. Wildschwein in Berlin), die Wirtschaft und die Ökosysteme werden. Ich hoffe ich konnte dir ein kleines Startwissen vermitteln. Wildtiergehe sehe ich kritisch: Eine geeignete Größe lässt sich hier nicht herstellen. Sinnvoller sind integrative Projekte, bei denen die Bevölkerung aufgeklärt wird (z.B. Auerhuhn im Schwarzwald). Dass dies nötig ist, sieht man unter anderem an Deinem Kommentar. Dennoch viele Grüße!

    Naturhabitate: Erstens gibt es diese in kleinem Umfang bereits. Diese geben Sinn um stationäre, bzw. wenig mobile Arten zu schützen und besonders erhaltenswerte Ökosysteme zu schützen. Sie werden immer ungeeignet sein, um wandernde Arten ausreichend zu schützden. Denn es lässt sich aufgrund des Waldbesitzgefüges schlichtweg nicht eine notwendige Größe unter Totalschutz stellen (dazu ist höchstens das Militär in der Lage).

    Nein. Ersteinmal sollte es, so steht es im Tiershcutzgesetz, jedem Tier vergönnt sien zu leben, und zwar seinetwegen, des individuum Tier wegen, und nicht seiner Art wegen. Tiershcutz ist auch Naturschutz und umgekehrt, doch der Tiershcutz ist auch für sich genommen ethisch und rechtlich geboten! Das heisst, dass eine Flinte ins Museum gehört und nicht vors "Wild". Wenn Sie diesen Gedanken nicht verstehen, sollten Sie sich nocheinmal genauer mit Tierethik und dem Tierschutzgesetz auseinandersetzen. Tiershcutz steht sogar im grundgestez, Jagd nicht.
    Dann vertsehe ich nicht wie der Wald es jahrtausende und länger ohne den menschen ausgehalten hat. Müsste nach ihrer Logik nicht shcon alles voller Schweine und Hirsche sein? Und kein Bäumlein mehr blühen? Nein, denn die NAtur reguliert sich slebst (Anders als die WIrtschaft). Wir haben Riesige Waldflächen in deutschland, Jäger sollten da raus gehalten werden, genauso wie Bulldozer und Kettensägen, dann ahben wir auch keine probleme mit den Tieren.
    Und diese ewige Laier von Wildtiere die Menschen Bedrohen, wenn es zu viele daovn gibt. Wenn der Mensch so weitermacht wird es igrendwann kein Tier mehr geben, dass größer ist als er slebst, weil der Mensch solche Tiere als Gefahr ansieht, knallt er sie in einer testosterongeladenen Sekunde ab. Fakt sit doch, dass der mensch ein viel größeres Problem für den planeten und für andere Tiere ist als umgekehrt.

    es soll natürlich JagD heissen...

    Deftone, ganz ehrlich: Wenn man von etwas so offensichtlich keine Ahnung hat, dann sollte man auch einfach mal still halten können. Ohne die Jagd würde das ökosystemare Gefüge unserer Wälder völlig aus den Fugen geraten. Das Schalenwild würde ein Aufkommen des Jungwuchses von Bäumen völlig verhindern. Rot- und Schwarzwild sind im übrigen im wahrsten Sinne des Wortes im Überfluss vorhanden. Seit Jahrzehnten wird seitens der Forstwirtschaft versucht, die Wildstrecke zu erhöhen. Jedoch streuben sich die Jäger - eben weil sie einen hohen Wildbestand erhalten möchten, um bei Gelegenheit auch etwas vor die Flinte zu kriegen. Jagd hierzulande hat nichts mit der in Afrika zu tun! Das Jagdrecht ist äußerst streng und ausgeklügelt. Ohne natürliche Feinde würden verschiedene Großsäuger zu elementaren Gefährdung für den Menschen (z.B. Wildschwein in Berlin), die Wirtschaft und die Ökosysteme werden. Ich hoffe ich konnte dir ein kleines Startwissen vermitteln. Wildtiergehe sehe ich kritisch: Eine geeignete Größe lässt sich hier nicht herstellen. Sinnvoller sind integrative Projekte, bei denen die Bevölkerung aufgeklärt wird (z.B. Auerhuhn im Schwarzwald). Dass dies nötig ist, sieht man unter anderem an Deinem Kommentar. Dennoch viele Grüße!

    Naturhabitate: Erstens gibt es diese in kleinem Umfang bereits. Diese geben Sinn um stationäre, bzw. wenig mobile Arten zu schützen und besonders erhaltenswerte Ökosysteme zu schützen. Sie werden immer ungeeignet sein, um wandernde Arten ausreichend zu schützden. Denn es lässt sich aufgrund des Waldbesitzgefüges schlichtweg nicht eine notwendige Größe unter Totalschutz stellen (dazu ist höchstens das Militär in der Lage).

    Nein. Ersteinmal sollte es, so steht es im Tiershcutzgesetz, jedem Tier vergönnt sien zu leben, und zwar seinetwegen, des individuum Tier wegen, und nicht seiner Art wegen. Tiershcutz ist auch Naturschutz und umgekehrt, doch der Tiershcutz ist auch für sich genommen ethisch und rechtlich geboten! Das heisst, dass eine Flinte ins Museum gehört und nicht vors "Wild". Wenn Sie diesen Gedanken nicht verstehen, sollten Sie sich nocheinmal genauer mit Tierethik und dem Tierschutzgesetz auseinandersetzen. Tiershcutz steht sogar im grundgestez, Jagd nicht.
    Dann vertsehe ich nicht wie der Wald es jahrtausende und länger ohne den menschen ausgehalten hat. Müsste nach ihrer Logik nicht shcon alles voller Schweine und Hirsche sein? Und kein Bäumlein mehr blühen? Nein, denn die NAtur reguliert sich slebst (Anders als die WIrtschaft). Wir haben Riesige Waldflächen in deutschland, Jäger sollten da raus gehalten werden, genauso wie Bulldozer und Kettensägen, dann ahben wir auch keine probleme mit den Tieren.
    Und diese ewige Laier von Wildtiere die Menschen Bedrohen, wenn es zu viele daovn gibt. Wenn der Mensch so weitermacht wird es igrendwann kein Tier mehr geben, dass größer ist als er slebst, weil der Mensch solche Tiere als Gefahr ansieht, knallt er sie in einer testosterongeladenen Sekunde ab. Fakt sit doch, dass der mensch ein viel größeres Problem für den planeten und für andere Tiere ist als umgekehrt.

  2. es soll natürlich JagD heissen...

    Antwort auf "Die Jagt..."
    • bibber
    • 10.01.2010 um 12:49 Uhr

    Danke für diesen guten Artikel.
    Rothirsche sind schon beeidruckende Tiere, vor allem, wenn sie unvermutet vor einem auftauchen. Das haben wir mitunter beim Paddeln in ruhigen Naturlandschaften, z.B. an der Oberen Havel oder an der Randow nahe der polnischen Grenze.

  3. Nur nicht über die Jagd.
    1. Wild erkennt wenn es gejagd wird und von wem keine Gefahr ausgeht. Also verscheuchen Jäger aber nicht Waldbesucher das wild.
    2. Rotwild richtet keine Schäden an die die Natur nicht selbst regulieren kann.
    3. Sommerjagd führt zu höheren Wildschäden
    4. Wild braucht im Winter Ruhe, somit sind Drückjagden Tierquälerei

    [...] Alle Fakten im Bericht sprechen dafür das sich die Natur völlig ohne Jäger regulieren könnte wenn man sie ließe.

    Bitte argumentieren Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/er

  4. Deftone, ganz ehrlich: Wenn man von etwas so offensichtlich keine Ahnung hat, dann sollte man auch einfach mal still halten können. Ohne die Jagd würde das ökosystemare Gefüge unserer Wälder völlig aus den Fugen geraten. Das Schalenwild würde ein Aufkommen des Jungwuchses von Bäumen völlig verhindern. Rot- und Schwarzwild sind im übrigen im wahrsten Sinne des Wortes im Überfluss vorhanden. Seit Jahrzehnten wird seitens der Forstwirtschaft versucht, die Wildstrecke zu erhöhen. Jedoch streuben sich die Jäger - eben weil sie einen hohen Wildbestand erhalten möchten, um bei Gelegenheit auch etwas vor die Flinte zu kriegen. Jagd hierzulande hat nichts mit der in Afrika zu tun! Das Jagdrecht ist äußerst streng und ausgeklügelt. Ohne natürliche Feinde würden verschiedene Großsäuger zu elementaren Gefährdung für den Menschen (z.B. Wildschwein in Berlin), die Wirtschaft und die Ökosysteme werden. Ich hoffe ich konnte dir ein kleines Startwissen vermitteln. Wildtiergehe sehe ich kritisch: Eine geeignete Größe lässt sich hier nicht herstellen. Sinnvoller sind integrative Projekte, bei denen die Bevölkerung aufgeklärt wird (z.B. Auerhuhn im Schwarzwald). Dass dies nötig ist, sieht man unter anderem an Deinem Kommentar. Dennoch viele Grüße!

    Antwort auf "Die Jagt..."
  5. Naturhabitate: Erstens gibt es diese in kleinem Umfang bereits. Diese geben Sinn um stationäre, bzw. wenig mobile Arten zu schützen und besonders erhaltenswerte Ökosysteme zu schützen. Sie werden immer ungeeignet sein, um wandernde Arten ausreichend zu schützden. Denn es lässt sich aufgrund des Waldbesitzgefüges schlichtweg nicht eine notwendige Größe unter Totalschutz stellen (dazu ist höchstens das Militär in der Lage).

    Antwort auf "Die Jagt..."
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    meine persönliche Meinung: Ich finde es obzön, dass jemand ein Stück natur besitzen kann. Wald und See...das sind keine Dinge die der mensch unter sich aufteilend arf. Das sind Lebensräuem von Tieren und Pflanzen. Wir müssen endlich aufhören alles zu zerstören und zu töten. Bäume werden wegen Klopapier gefällt, und Tiere wegen ihrem Fleisch gejagt. Nichts davon ist vernünfitg, es ist reines wirtschaftliches Kalkül. Wozu nur?

    meine persönliche Meinung: Ich finde es obzön, dass jemand ein Stück natur besitzen kann. Wald und See...das sind keine Dinge die der mensch unter sich aufteilend arf. Das sind Lebensräuem von Tieren und Pflanzen. Wir müssen endlich aufhören alles zu zerstören und zu töten. Bäume werden wegen Klopapier gefällt, und Tiere wegen ihrem Fleisch gejagt. Nichts davon ist vernünfitg, es ist reines wirtschaftliches Kalkül. Wozu nur?

  6. 60.000 von 200.000 Tieren des Rotwildbestandes werden jährlich erlegt. Bei der Lebenserwartung und Abschussrate könnte man eher von Nutztieren sprechen. Zu viele Menschen schaffen eben ein irgendwie perverses System bzgl. Nahrungsmittelerzeugung und Natur.

    Wenn jeder jeden zweiten Tag sein dickes Stück Fleisch für 1 EUR auf dem Teller haben will wird sich daran leider auch nichts ändern.

  7. Nein. Ersteinmal sollte es, so steht es im Tiershcutzgesetz, jedem Tier vergönnt sien zu leben, und zwar seinetwegen, des individuum Tier wegen, und nicht seiner Art wegen. Tiershcutz ist auch Naturschutz und umgekehrt, doch der Tiershcutz ist auch für sich genommen ethisch und rechtlich geboten! Das heisst, dass eine Flinte ins Museum gehört und nicht vors "Wild". Wenn Sie diesen Gedanken nicht verstehen, sollten Sie sich nocheinmal genauer mit Tierethik und dem Tierschutzgesetz auseinandersetzen. Tiershcutz steht sogar im grundgestez, Jagd nicht.
    Dann vertsehe ich nicht wie der Wald es jahrtausende und länger ohne den menschen ausgehalten hat. Müsste nach ihrer Logik nicht shcon alles voller Schweine und Hirsche sein? Und kein Bäumlein mehr blühen? Nein, denn die NAtur reguliert sich slebst (Anders als die WIrtschaft). Wir haben Riesige Waldflächen in deutschland, Jäger sollten da raus gehalten werden, genauso wie Bulldozer und Kettensägen, dann ahben wir auch keine probleme mit den Tieren.
    Und diese ewige Laier von Wildtiere die Menschen Bedrohen, wenn es zu viele daovn gibt. Wenn der Mensch so weitermacht wird es igrendwann kein Tier mehr geben, dass größer ist als er slebst, weil der Mensch solche Tiere als Gefahr ansieht, knallt er sie in einer testosterongeladenen Sekunde ab. Fakt sit doch, dass der mensch ein viel größeres Problem für den planeten und für andere Tiere ist als umgekehrt.

    Antwort auf "Die Jagt..."
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    Lieber deftone,

    um es vorwegzunehmen: Ich habe (offenbar im Gegensatz zu nicolasfabian) nicht besonders viel Ahnung von ökologischen Zusammenhängen. Daher kann es auch sein, dass ich vollkommen daneben liege. Aber...

    ...Sie behaupten, dass die Natur sich selbst reguliert. Dabei frage ich mich jedoch, wer das Regulieren übernehmen soll, wenn nicht a) Raubtiere (Wölfe, Bären, Luchse), deren Vorkommen in Deutschland in keinem zahlenmäßigen Verhältnis zum Wild steht, oder b) der Mensch.

    Auf die Antwort bin ich gespannt.

    Wir müssen schon festlegen, über was wir reden: Sprechen wir über die heimische Waldfauna! Dass wir Korallenriffe z.B. durch Taucher zerstören - völlig Ihrer Meinung. Außerdem haben Sie absolut recht, dass es ein Sau anthropogenes Argument ist, dass WIldviecher uns schädigen können -sie nutzen nur den gebotenen Raum. Stimmt absolut. Bevor die Steinkohle gefunden wurde war der Wald auf 4% der Landesfläche geschrumpf - heute 30%. Der noch vorhandene Wald wurde nicht abgeholzt, weil er durch die Jagd geschützt war. Seisdrum. Natürliche Feinde existieren für unser Schalenwild nicht mehr. Die Natur kann sich also nicht mehr selbst regulieren. Bzw. eine Regulung würde stark in Richtung Verbuschung verlaufen. Diesen Status wollen alle Tierschützer nicht. Wenn Sie sagen, dass das doch okay ist - sicherlich gibt es dort kein richtig oder Falsch. Man könnte auch argumentieren, dass der Mensch nun mal ein Lebewesen ist, dass seiner Bestimmung folgt und alle Kolateralschäden somit natürlich sind. Das ist Definitionssache. Was keine Definitionssache ist, ist dass es zu viel Wild gibt. Auch die Naturschütz regen sich darüber auf, dass z.B. durch die hohe Individuendichte der Wildschweine nicht zum Anwuchs seltener Pflanzen kommt, etc. Die Sache mit der Ethik steht jedem frei. Ich habe selbst schon Tiere geschossen. Sie leiden in der Regel nicht. Es geht auch nicht um den Nahrungserwerb, sondern einzig darum die Individuenzahl in ökologishc tolerierbaren Grenzen zu halt.

    Sie haben keine bweise dafür, dass die Jagd in irgendeiner weise intelligent bestände reguliert. Sie haben auch keine beweise dafür, dass bestände reguliert werden müssen. was wir hingegen brauchen ist der schutz aller übrigen Wälder und wiesen.
    Jagd als solche sit eifnach nicht mit dem Grundsatz des Tierchutzgesetzes vereinbar. Sie ist nicht wissenschaftlich begründet und schon garnicht zentral geregelt. Seit Jahrzehnten drängen die Tier- und Naturschutzverbände in Deutschland darauf, das Bundesjagdgesetz, das in wesentlichen Teilen noch dem Reichstierschutzgesetz von 1934 entspricht, grundsätzlich zu novellieren, da es weder den modernen Anforderungen des Tierschutzes noch des Naturschutzes gerecht wird. Jäger dürfen dem Jagdrecht zufolge immer noch Hunde und Katzen abschießen!!
    Jede Jagdmesse verrät die absichten der Jagd. Sie ist ein Sport und nich tnotwendig.

    Nein der Mensh folgt nich teifnahc nur seinen bestimmungen. Der Mensch ist willens und handlungsfrei und daher für sein tun verantworlich, anders wäre unser justizsystem auch nicht denkbar. Der Mensch ist kein tier in einem harmonischen gefüge sonderne in kultuviertes, domestiziertes tier in einem kulturellen, artifiziellen gefüge.

    http://www.tierschutzbund...

    Ausserdem: es ist doch wie mit den Stadtauben: Umbringen, verjagen, verletzen! Das ist doch das einzige was dem Mensch in den Sinn kommt wenn es um kontrolle geht. Anstatt andere Strategien zur bestandskontrolle in erwägung zu ziehen und zu entwickeln, muss immer gleich umgebrahct werden als wäre der mensch ein raubtier und dumm.

    Lieber deftone,

    um es vorwegzunehmen: Ich habe (offenbar im Gegensatz zu nicolasfabian) nicht besonders viel Ahnung von ökologischen Zusammenhängen. Daher kann es auch sein, dass ich vollkommen daneben liege. Aber...

    ...Sie behaupten, dass die Natur sich selbst reguliert. Dabei frage ich mich jedoch, wer das Regulieren übernehmen soll, wenn nicht a) Raubtiere (Wölfe, Bären, Luchse), deren Vorkommen in Deutschland in keinem zahlenmäßigen Verhältnis zum Wild steht, oder b) der Mensch.

    Auf die Antwort bin ich gespannt.

    Wir müssen schon festlegen, über was wir reden: Sprechen wir über die heimische Waldfauna! Dass wir Korallenriffe z.B. durch Taucher zerstören - völlig Ihrer Meinung. Außerdem haben Sie absolut recht, dass es ein Sau anthropogenes Argument ist, dass WIldviecher uns schädigen können -sie nutzen nur den gebotenen Raum. Stimmt absolut. Bevor die Steinkohle gefunden wurde war der Wald auf 4% der Landesfläche geschrumpf - heute 30%. Der noch vorhandene Wald wurde nicht abgeholzt, weil er durch die Jagd geschützt war. Seisdrum. Natürliche Feinde existieren für unser Schalenwild nicht mehr. Die Natur kann sich also nicht mehr selbst regulieren. Bzw. eine Regulung würde stark in Richtung Verbuschung verlaufen. Diesen Status wollen alle Tierschützer nicht. Wenn Sie sagen, dass das doch okay ist - sicherlich gibt es dort kein richtig oder Falsch. Man könnte auch argumentieren, dass der Mensch nun mal ein Lebewesen ist, dass seiner Bestimmung folgt und alle Kolateralschäden somit natürlich sind. Das ist Definitionssache. Was keine Definitionssache ist, ist dass es zu viel Wild gibt. Auch die Naturschütz regen sich darüber auf, dass z.B. durch die hohe Individuendichte der Wildschweine nicht zum Anwuchs seltener Pflanzen kommt, etc. Die Sache mit der Ethik steht jedem frei. Ich habe selbst schon Tiere geschossen. Sie leiden in der Regel nicht. Es geht auch nicht um den Nahrungserwerb, sondern einzig darum die Individuenzahl in ökologishc tolerierbaren Grenzen zu halt.

    Sie haben keine bweise dafür, dass die Jagd in irgendeiner weise intelligent bestände reguliert. Sie haben auch keine beweise dafür, dass bestände reguliert werden müssen. was wir hingegen brauchen ist der schutz aller übrigen Wälder und wiesen.
    Jagd als solche sit eifnach nicht mit dem Grundsatz des Tierchutzgesetzes vereinbar. Sie ist nicht wissenschaftlich begründet und schon garnicht zentral geregelt. Seit Jahrzehnten drängen die Tier- und Naturschutzverbände in Deutschland darauf, das Bundesjagdgesetz, das in wesentlichen Teilen noch dem Reichstierschutzgesetz von 1934 entspricht, grundsätzlich zu novellieren, da es weder den modernen Anforderungen des Tierschutzes noch des Naturschutzes gerecht wird. Jäger dürfen dem Jagdrecht zufolge immer noch Hunde und Katzen abschießen!!
    Jede Jagdmesse verrät die absichten der Jagd. Sie ist ein Sport und nich tnotwendig.

    Nein der Mensh folgt nich teifnahc nur seinen bestimmungen. Der Mensch ist willens und handlungsfrei und daher für sein tun verantworlich, anders wäre unser justizsystem auch nicht denkbar. Der Mensch ist kein tier in einem harmonischen gefüge sonderne in kultuviertes, domestiziertes tier in einem kulturellen, artifiziellen gefüge.

    http://www.tierschutzbund...

    Ausserdem: es ist doch wie mit den Stadtauben: Umbringen, verjagen, verletzen! Das ist doch das einzige was dem Mensch in den Sinn kommt wenn es um kontrolle geht. Anstatt andere Strategien zur bestandskontrolle in erwägung zu ziehen und zu entwickeln, muss immer gleich umgebrahct werden als wäre der mensch ein raubtier und dumm.

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