Nasa-Rover Spirit Therapie im Sand
Seit mehr als sechs Jahren rollt der Roboter Spirit über den Mars – viel länger als gedacht. Jetzt droht ein kalter Tod. Eine Krankengeschichte
© NASA/JPL-Caltech

Therapie im Sand: Diese Illustration zeigt einen der zwei baugleichen Marsrover Spirit und Opportunity. Ihre Lebensdauer haben beide um das 24-fache überschritten
Der Patient ist immobil, und das schon seit acht Monaten. Eines seiner sechs Gliedmaßen ist gelähmt, die fünf anderen sind halb im Sand versunken. Fieberhaft arbeiten die Therapeuten daran, ihren Schützling Spirit wieder flottzukriegen. »Free Spirit« lautet ihr Motto. Doch Diagnose und Therapie sind nur aus der Ferne möglich, über 112 Millionen Kilometer hinweg. Denn die Helfer sitzen im Jet Propulsion Laboratory, 4800 Oak Grove Drive, Pasadena, Kalifornien. Ihr Patient liegt auf einem staubigen Flecken (genannt »Troja«) südlich des Marsäquators.
Vor über sechs Jahren hatte die US-Raumfahrtbehörde Nasa die beiden baugleichen Marsrover Spirit und Opportunity auf den Nachbarplaneten geschickt. 90 Tage lang sollten sie die rote Einsamkeit erkunden. Länger gaben die Ingenieure den funkgesteuerten sechsrädrigen Robotern nicht. Doch die rollten und rollten. Der Tribut dieses fortschreitenden Alters sind – ganz wie bei Erdenbürgern auch – Gebrechen und Zipperlein. Besonders Spirit ist in die Jahre gekommen. Seine Krankenakte wird immer dicker. Mal wollten sich seine Räder nicht mehr drehen, dann haperte es mit dem Elektronengehirn, und manchmal verlor das Marsmobil die Orientierung in Zeit und Raum. Im Prinzip ist seine Mission noch immer eine wissenschaftliche Expedition, doch gleicht sie schon längst einer telemedizinischen Extremübung.
Das vergangene Jahr war für Spirit besonders schwierig. Gleich zu Beginn schwächelte seine Energiezufuhr, weil sich Staub auf die stromspendenden Solarpaneele gelegt hatte. Etwas später zeigte das Marsmobil Verhaltensauffälligkeiten. An einem Montag schließlich hatte das Gefährt komplett vergessen, was es das Wochenende über getrieben hatte. Die Therapeuten von der Nasa konnten das Phänomen nicht erklären, aber immerhin hatten sie für die Amnesie eine griffige Erklärung: Das Gerät habe sich in den »Krüppel-Modus« versetzt. Das Problem löste sich von selbst. Doch nur kurze Zeit später wurde der Patient schon wieder auffällig, offenbar war er räumlich desorientiert. Ein Problem mit den Gyroskopen, diagnostizierten die irdischen Doktoren: Die Lagesensoren klemmten.
Spirits Projektteam blickt zurück auf die sechs Jahre, die der Rover bereits über den Mars rollt. Die Ingenieure, die ihn steuern, wirken zuweilen wie Ärzte und Therapeuten (Video in englischer Sprache).
Doch Spirit erlebte 2009 auch Momente alter Frische. Marsböen pusteten die eingestaubten Solarpaneele frei, der Strom floss reichlich, und der Patient kam zu Kräften. Schließlich kehrte am 12. Dezember Leben ins seit drei Jahren gelähmte rechte Vorderrad zurück – es zuckte ein wenig. Ende des Jahres schien der Patient ausreichend genesen für einen vierten Mobilisierungsversuch aus dem Sandloch. Diesmal musste das Projektteam in Pasadena Physiotherapeut spielen, verordnete vorsichtige Bewegungen. Die Marsluft ist trocken, die Gravitation niedrig und der Sand in Troja fein wie Puder. Deshalb finden Reifen keinen Halt. Nach zehn Umdrehungen des Vorderrads endete die Behandlung erfolglos: Spirit war zwar zwei Millimeter vorangekommen, dabei aber um vier Millimeter eingesackt.
Sollte Troja nach langer Odyssee die Endstation sein? Von Anfang an hatte Spirit es schwerer gehabt als Opportunity, sein ungleicher Zwilling. Es war das Schicksal des Erstgelandeten: Am 3. Januar 2004 hatte Spirit als Erster die Marsoberfläche erreicht. Auf dem Planeten herrschte Mittsommer, die Sonne brannte, die Solarpaneele würden üppige 900 Watt liefern können. Beste Bedingungen. Doch nach der Landung blockierte ein Luftkissen die vordere Rampe des Landemoduls. Der Marsrover musste rückwärts ausparken. Wenige Wochen später, Spirit bohrte gerade einen Felsen an, fiel sein Elektronengehirn in eine mysteriöse Absence. Seine Festplatte war voll, immer wieder stürzte der bordeigene Computer ab – und startete gleich wieder neu. In dieser Schleife gefangen, fand Spirit nachts keine Ruhe mehr und verlor Energie. In Pasadena entschloss man sich zu einer radikalen Kur gegen die Schlaf- und Gedächtnisstörungen: In einem vier Stunden dauernden Eingriff ins elektronische Gehirn wurden 1700 Dateien gelöscht. Die Therapie schlug an, der Patient erholte sich.

Die Roboter "Spirit" und "Opportunity" sind nicht totzukriegen. Eine Fotostrecke
Zu der Zeit, als Spirit zum ersten Mal um sein Überleben kämpfte, landete Opportunity auf der anderen Seite des Planeten. Sogleich fotografierte er wundersam rund geschliffene Kiesel. Spirit, weniger erfolgreich, sah vor allem rosarot. Die Techniker hatten die Farbfilter in seinen Kameras durcheinandergebracht, und so lieferten die Augen des Rovers psychedelisch wirkende Fotos. Das zurückgelassene Landemodul sah aus, als hätten die Ingenieure es im Vollrausch verdrahtet. Alle Kabel leuchteten pink, obwohl sie in Wirklichkeit blau waren.
Als die Kinderkrankheiten überwunden waren, folgten die goldenen Monate. Die maximale Geschwindigkeit wurde heraufgesetzt auf 0,16 Kilometer pro Stunde. Anfangs hatten sich die Marsmobile pro Tag nur wenige Meter weit bewegt, jetzt waren es Dutzende Meter. Spirit entdeckte im Gusev-Krater Hinweise auf Wasser und rollte auf eine Columbia Hills getaufte Hügelkette zu. Opportunity kraxelte 800 Meter von seinem Landeplatz entfernt fünf Meter tief in den Krater Endurance hinab. Im Allgemeinen seien beide Rover »sehr gesund«, diagnostizierte ein Nasa-Experte im April 2004.
Doch schon bald war die veranschlagte Lebensdauer der Marsmobile weit überschritten. Seit der Landung hatte Spirit 3647 Meter zurückgelegt, sechsmal so viel wie vorgesehen. Das zehrte an der Substanz. Immer wieder fiel die Lenkung aus, weil ein Relais klemmte. Das rechte Vorderrad und das linke Hinterrad steuerten in die falsche Richtung. Das 174 Kilogramm schwere Fahrzeug konnte seinen Kurs nicht mehr halten. Kurzfristig erwogen die Techniker in Pasadena gar, absichtlich eine Sicherung durchbrennen zu lassen und damit ein Gliedmaß künstlich zu versteifen. Diese heiße Behandlung wurde verworfen. Und wie auch oft bei menschlichen Patienten verschwand das Problem ganz ohne ärztliche Hilfe.
So vergingen zwei Jahre des Forschens und Fahrens, bis 2006 Spirits Radprobleme rheumatisch eskalierten. Es begann mit etwas Staub im rechten Vorderrad. Der Widerstand gegen Bewegungen war so hoch, dass der Elektromotor durchzubrennen drohte. Fortan schonten die Ingenieure das überstrapazierte Rad. Dann, im Dezember, war es plötzlich wieder frei beweglich. Geheilt? Nur drei Monate später befiel dasselbe Rad jene unerklärliche Lähmung, die alle Fluchtversuche aus Troja vereitelte. Seitdem kann Spirit nur noch rückwärts fahren – und das lädierte Rad über den bröseligen Marsboden schleifen.
So schlichen die Methusalems durch den Marssand, als an einem Freitag im Jahr 2008 fesche Konkurrenz vom Himmel schwebte: Der Phoenix Mars Lander. Das brandneue Vehikel war größer, hatte einen langen Forschungsarm und konnte sogar – mit Übersetzungshilfe leicht hysterischer Erdbetreuer – twittern. »Fallschirm ist offen!!!«, während des Landemanövers, »Los Raketen!!!!« Dann: »Ich bin gelandet!!!!!!«, »Grüße!, Tränen, ich bin da!« – die Quasselstrippe strotzte nur so vor Gesundheit. »Alle Gelenke sind gesund, und wir brennen darauf, loszulegen«, verkündete Matthew Robinson von der Nasa.
Wenigstens Opportunity kann mithalten. Das Marsmobil hatte von Anfang an die robustere Konstitution. 17 Kilometer ist es bis jetzt gefahren, und weitere 10 Kilometer stehen ihm bevor. Mit allen Ausflügen und dem Umkurven von Hindernissen eine Reise von einem Jahr. Spirits Tacho hingegen steht seit acht Monaten auf 7730 Meter Gesamtstrecke. Seit April hat er sich nur 30 Zentimeter fortbewegt. Die Kommunikation mit der Heimat fällt ihm schwer. »Spirit ruft nicht mehr so oft zu Hause an, wie sich die Eltern das wünschen«, lässt die Nasa wissen, »aber es wird besser. Spirit meldet sich jetzt dreimal die Woche.« Seine Therapeuten bemühen sich um einen optimistischen Tonfall. Der Ort, an dem der Patient stecke, versichern sie, sei wissenschaftlich sehr interessant. Aber was hilft das? Spirits Bauch hängt an einem spitzen Stein fest, und jetzt macht auch das rechte hintere Rad Ärger.
Rückt die finale Ferndiagnose näher? Es ist Herbst in Troja, der eisige Winter naht. Wenn Spirit nicht weiterkommt, nicht an einem lichten Südhang seine Solarpaneele optimal in die Sonne recken kann, wenn die irdischen Doktoren den moribunden Rover nicht zu diesem Kraftakt bewegen können – dann wird seine Heizung immer schwächer, und schließlich werden ihm die Innereien einfrieren.
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- Datum 06.01.2010 - 12:57 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 07.01.2010 Nr. 02
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Da ist also so ein Roboter auf dem Mars. Was macht der da? Hinweise auf Wasser suchen? Wir haben hier doch Wasser genug! Vielleicht findet er eine Mikrobe. Oder eine Felsformation. Die Aufnahmen sind auch nicht schlecht: Berge und so (ich mag Berge).
Ein riesiger Schritt für einen Roboter, aber eher ein winziger für die Menschheit. Ich bin ein großer Freund der Grundlagenforschung, die neben den vielbeschworenen Anwendungen eben auch grundlegende Erkenntnisse fördert. Aber was soll dieser Roboter da rumgurken? Im unwahrscheinlichen Glücksfall finden wir heraus, dass es auf dem Mars einst eine üppige Vegetation gab. Und dann? Wo ist der Erkenntnisgewinn, wo der Durchbruch, wo der Nutzen?
Natürlich werfen diese Projekte auch als Nebenprodukt Technologie ab. Aber wäre es nicht zweckmäßiger das Geld gleich in die Entwicklung zu stecken und die Technologie als Hauptprodukt zu entwickeln? Oder in die Kosmologie oder die Teilchenphysik. Oder was für hungernde Menschen tun... Irgendwas! Aber doch nicht so 'nen ollen Felsklumpen angucken.
Dank übrigens an Herrn Albrecht, der mir in und mit seinem despektierlichen Tonfall aus der Seele spricht!
das Übliche "tiefsinnige" Nachdenken über den Sinn und Unsinn von Planetenforschung.
Schon mal nachgedacht, was man mit all den Billionen tun könnte, die völlig sinnfrei in Bankenrettung und Militär verbraten hat. Würde man diese Beträge in Bildung und Forschung stecken würde die Wlet um einiges besser aussehen. So ist der Zweck Ihres Kommentares gleich der von Ihnen gewählten Überschrift und das ist doch traurig oder???
Ich bin zwar an sich jemand, der solche, und insbesondere diese beiden, Projekte gutheißt, jedoch bin ich gezwungen, sie als Spielereien für intelligente Menschen zu bezeichnen. Wenn man sich aber die Geschichten dieser Spielereien ansieht, zu denen ich auch die Himmelsbeobachtungen eines Tycho Brahe oder Flugversuche der Gebrüder Wright oder Montgolfiere zählen möchte, dann erkennt man immer wieder einen, vielleicht späten, aber unbestreitbaren Nutzen. Jedes technische Projekt, welches die Grenzen des technisch machbaren auslotet, hat das Potential, neue Technologien zutage zu fördern, die sonst nie gefunden worden wären und Eingang in den Alltag finden. Kurzum: der Grund für solche Projekte ist Spielerei und Wissensdurst, das eigentlich Wertvolle aber die Nebenprodukte. Jetzt könnte man natürlich noch fragen, warum man die Roboter dann überheupt noch startet. Ich würde aber sagen, der Grund dafür wäre wohl, dass das Geld für die Entwicklung ja dann schon ausgegeben ist und es dann eigentlich keinen Grundd mehr gibt, warum der Neugier der verantwortlichen Wissenschaftler nicht genüge getan werden sollte.
das Übliche "tiefsinnige" Nachdenken über den Sinn und Unsinn von Planetenforschung.
Schon mal nachgedacht, was man mit all den Billionen tun könnte, die völlig sinnfrei in Bankenrettung und Militär verbraten hat. Würde man diese Beträge in Bildung und Forschung stecken würde die Wlet um einiges besser aussehen. So ist der Zweck Ihres Kommentares gleich der von Ihnen gewählten Überschrift und das ist doch traurig oder???
Ich bin zwar an sich jemand, der solche, und insbesondere diese beiden, Projekte gutheißt, jedoch bin ich gezwungen, sie als Spielereien für intelligente Menschen zu bezeichnen. Wenn man sich aber die Geschichten dieser Spielereien ansieht, zu denen ich auch die Himmelsbeobachtungen eines Tycho Brahe oder Flugversuche der Gebrüder Wright oder Montgolfiere zählen möchte, dann erkennt man immer wieder einen, vielleicht späten, aber unbestreitbaren Nutzen. Jedes technische Projekt, welches die Grenzen des technisch machbaren auslotet, hat das Potential, neue Technologien zutage zu fördern, die sonst nie gefunden worden wären und Eingang in den Alltag finden. Kurzum: der Grund für solche Projekte ist Spielerei und Wissensdurst, das eigentlich Wertvolle aber die Nebenprodukte. Jetzt könnte man natürlich noch fragen, warum man die Roboter dann überheupt noch startet. Ich würde aber sagen, der Grund dafür wäre wohl, dass das Geld für die Entwicklung ja dann schon ausgegeben ist und es dann eigentlich keinen Grundd mehr gibt, warum der Neugier der verantwortlichen Wissenschaftler nicht genüge getan werden sollte.
das Übliche "tiefsinnige" Nachdenken über den Sinn und Unsinn von Planetenforschung.
Schon mal nachgedacht, was man mit all den Billionen tun könnte, die völlig sinnfrei in Bankenrettung und Militär verbraten hat. Würde man diese Beträge in Bildung und Forschung stecken würde die Wlet um einiges besser aussehen. So ist der Zweck Ihres Kommentares gleich der von Ihnen gewählten Überschrift und das ist doch traurig oder???
Sie fragten:
"Schon mal nachgedacht, was man mit all den Billionen tun könnte, die völlig sinnfrei in Bankenrettung und Militär verbraten hat."
Damit könnte man sehr viel besseres anstellen - das gebe ich Ihnen gerne zu. Doch das wir an der einen Stelle unsinnig Geld verschleudern, kann doch nicht als Legitimation gelten, das auch an anderer Stelle zu tun. Aber worauf wollten Sie hinaus? Ihr Kommentar wirkte so schroff...
Sie fragten:
"Schon mal nachgedacht, was man mit all den Billionen tun könnte, die völlig sinnfrei in Bankenrettung und Militär verbraten hat."
Damit könnte man sehr viel besseres anstellen - das gebe ich Ihnen gerne zu. Doch das wir an der einen Stelle unsinnig Geld verschleudern, kann doch nicht als Legitimation gelten, das auch an anderer Stelle zu tun. Aber worauf wollten Sie hinaus? Ihr Kommentar wirkte so schroff...
Sie fragten:
"Schon mal nachgedacht, was man mit all den Billionen tun könnte, die völlig sinnfrei in Bankenrettung und Militär verbraten hat."
Damit könnte man sehr viel besseres anstellen - das gebe ich Ihnen gerne zu. Doch das wir an der einen Stelle unsinnig Geld verschleudern, kann doch nicht als Legitimation gelten, das auch an anderer Stelle zu tun. Aber worauf wollten Sie hinaus? Ihr Kommentar wirkte so schroff...
überhaupt nicht so gedacht. ( Sorry )
Aber das damit Geld rausgeschmissen wird, wage ich einmal zu bezweifeln. Gut, man kann auf dem Standpunkt stehen, das es einen nicht interessiert, ob es mal Wasser auf dem Mars gegeben hat, aber das ist schon mal ein sehr wichtiger Aspekt für kosmologische Ansichten . ( Und auch die Suche nach Miroben oder sonstiger Art von Leben )
Fakt ist ja, das wir bisher nur von Leben auf der Erde wissen ( Anzeichen intelligenten Lebens wurden ja zumindest im Wasser gefunden, auf dem Land bin ich mir da nie so sicher ) Und obwohl sehr vil dafür spricht, dass dieses Universum der Entstehung von Leben sehr zugetan ist, sucht man deshalb genau danach. Ist Leben in unserem Sonnensystem ( in welcher Form und in welchem Zeitraum auch immer ) also die Regel oder die Ausnahme. Sollte etwa auf den Jupiter/Saturnmonden einfachste Lebensformen exitieren, Reste davon auf dem Mars zu finden sein ( und wo sonst auch immer ) so würden diese Ergebnisse die Sicht auf das Universum verändern. ( Mit allen Folgen für die Religionen, da sich ja dann die Frage nach der Erbsünde sogar universell stellen würde )
Sie sehen, das selbst ein kleiner Roboter auf dem Mars da schon viel bewirken kann. Und ganz ehrlich, ich würde freiwillig 1000€ an Steuern für solchen "Unfug" bezahlen als das durch mein Geld die neue Villa eines Bangsters bezahlt wird. (Oder ein Sack Munition gekauft wird )
Eben auch alles eine Frage des Verhältnisses.
überhaupt nicht so gedacht. ( Sorry )
Aber das damit Geld rausgeschmissen wird, wage ich einmal zu bezweifeln. Gut, man kann auf dem Standpunkt stehen, das es einen nicht interessiert, ob es mal Wasser auf dem Mars gegeben hat, aber das ist schon mal ein sehr wichtiger Aspekt für kosmologische Ansichten . ( Und auch die Suche nach Miroben oder sonstiger Art von Leben )
Fakt ist ja, das wir bisher nur von Leben auf der Erde wissen ( Anzeichen intelligenten Lebens wurden ja zumindest im Wasser gefunden, auf dem Land bin ich mir da nie so sicher ) Und obwohl sehr vil dafür spricht, dass dieses Universum der Entstehung von Leben sehr zugetan ist, sucht man deshalb genau danach. Ist Leben in unserem Sonnensystem ( in welcher Form und in welchem Zeitraum auch immer ) also die Regel oder die Ausnahme. Sollte etwa auf den Jupiter/Saturnmonden einfachste Lebensformen exitieren, Reste davon auf dem Mars zu finden sein ( und wo sonst auch immer ) so würden diese Ergebnisse die Sicht auf das Universum verändern. ( Mit allen Folgen für die Religionen, da sich ja dann die Frage nach der Erbsünde sogar universell stellen würde )
Sie sehen, das selbst ein kleiner Roboter auf dem Mars da schon viel bewirken kann. Und ganz ehrlich, ich würde freiwillig 1000€ an Steuern für solchen "Unfug" bezahlen als das durch mein Geld die neue Villa eines Bangsters bezahlt wird. (Oder ein Sack Munition gekauft wird )
Eben auch alles eine Frage des Verhältnisses.
überhaupt nicht so gedacht. ( Sorry )
Aber das damit Geld rausgeschmissen wird, wage ich einmal zu bezweifeln. Gut, man kann auf dem Standpunkt stehen, das es einen nicht interessiert, ob es mal Wasser auf dem Mars gegeben hat, aber das ist schon mal ein sehr wichtiger Aspekt für kosmologische Ansichten . ( Und auch die Suche nach Miroben oder sonstiger Art von Leben )
Fakt ist ja, das wir bisher nur von Leben auf der Erde wissen ( Anzeichen intelligenten Lebens wurden ja zumindest im Wasser gefunden, auf dem Land bin ich mir da nie so sicher ) Und obwohl sehr vil dafür spricht, dass dieses Universum der Entstehung von Leben sehr zugetan ist, sucht man deshalb genau danach. Ist Leben in unserem Sonnensystem ( in welcher Form und in welchem Zeitraum auch immer ) also die Regel oder die Ausnahme. Sollte etwa auf den Jupiter/Saturnmonden einfachste Lebensformen exitieren, Reste davon auf dem Mars zu finden sein ( und wo sonst auch immer ) so würden diese Ergebnisse die Sicht auf das Universum verändern. ( Mit allen Folgen für die Religionen, da sich ja dann die Frage nach der Erbsünde sogar universell stellen würde )
Sie sehen, das selbst ein kleiner Roboter auf dem Mars da schon viel bewirken kann. Und ganz ehrlich, ich würde freiwillig 1000€ an Steuern für solchen "Unfug" bezahlen als das durch mein Geld die neue Villa eines Bangsters bezahlt wird. (Oder ein Sack Munition gekauft wird )
Eben auch alles eine Frage des Verhältnisses.
Ich war auch einst begeistert von der Raumfahrt, und kann mich noch gut an meine damalige Begeisterung erinnern - und somit Ihre auch nachvollziehen.
Würden wir aber tatsächlich Hinweise auf (intelligentes) Leben finden, würde mein Weltbild nicht ins Wanken geraten. Selbst wenn wir die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Leben entsteht sehr gering ansetzen, ist es bei einem Universum dieses Ausmaßes praktisch Gewissheit, dass das Leben auch irgendwo anders entstanden ist. Auch die Wahrscheinlichkeit auf intelligentes Leben würde ich nur knapp unter 100% verorten (auch wenn es auf der Erde vielleicht nicht geklappt hat). Das von Ihnen angesprochene Problem haben die Religionen m.E. also bereits jetzt. (Daher sind viele ja auch dazu übergegangen, Gott als Schöpfer des Universums zu betrachten - damit wird zumindest ein Teil der theologischen Probleme gelöst). Aber an diesem Beispiel sieht man, dass hier die entscheidende Frage von der Kosmologie und der Astronomie losgetreten wurde: Wie groß ist unser Universum, und was gibt es darin an Planeten, Sonnen etc.? Die Perspektive auf das Universum hat hier also mitnichten die Planetenerkundung geändert! Und das wird sie auch wohl nicht. In diesem Sonnensystem haben wir vielleicht ein Dutzend Himmelskörper, die erkundenswert sind, und ein anderes Sonnensystem werden wir wohl kaum in absehbarer Zeit erreichen. Realistisch betrachtet werden wir auf dem Dutzend auch nur Dreck, Wasser und vielleicht ein paar Mikroben finden.
Beste Grüße!
"Und ganz ehrlich, ich würde freiwillig 1000€ an Steuern für solchen "Unfug" bezahlen als das durch mein Geld die neue Villa eines Bangsters bezahlt wird."
Auch ich würde viel lieber Steuern zahlen, wenn wir Europäer so etwas cooles wie eine Marsexkursion hinbekommen würden. Leider gibt es bei uns diesen "Spirit" nicht, nur Kleingeist und Bedenkenträgerei.
Den Unkenrufern unter den Kommentatoren sei versichert, dass es amerikanische Steuergelder sind, also regt Euch nicht so auf.
Ich war auch einst begeistert von der Raumfahrt, und kann mich noch gut an meine damalige Begeisterung erinnern - und somit Ihre auch nachvollziehen.
Würden wir aber tatsächlich Hinweise auf (intelligentes) Leben finden, würde mein Weltbild nicht ins Wanken geraten. Selbst wenn wir die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Leben entsteht sehr gering ansetzen, ist es bei einem Universum dieses Ausmaßes praktisch Gewissheit, dass das Leben auch irgendwo anders entstanden ist. Auch die Wahrscheinlichkeit auf intelligentes Leben würde ich nur knapp unter 100% verorten (auch wenn es auf der Erde vielleicht nicht geklappt hat). Das von Ihnen angesprochene Problem haben die Religionen m.E. also bereits jetzt. (Daher sind viele ja auch dazu übergegangen, Gott als Schöpfer des Universums zu betrachten - damit wird zumindest ein Teil der theologischen Probleme gelöst). Aber an diesem Beispiel sieht man, dass hier die entscheidende Frage von der Kosmologie und der Astronomie losgetreten wurde: Wie groß ist unser Universum, und was gibt es darin an Planeten, Sonnen etc.? Die Perspektive auf das Universum hat hier also mitnichten die Planetenerkundung geändert! Und das wird sie auch wohl nicht. In diesem Sonnensystem haben wir vielleicht ein Dutzend Himmelskörper, die erkundenswert sind, und ein anderes Sonnensystem werden wir wohl kaum in absehbarer Zeit erreichen. Realistisch betrachtet werden wir auf dem Dutzend auch nur Dreck, Wasser und vielleicht ein paar Mikroben finden.
Beste Grüße!
"Und ganz ehrlich, ich würde freiwillig 1000€ an Steuern für solchen "Unfug" bezahlen als das durch mein Geld die neue Villa eines Bangsters bezahlt wird."
Auch ich würde viel lieber Steuern zahlen, wenn wir Europäer so etwas cooles wie eine Marsexkursion hinbekommen würden. Leider gibt es bei uns diesen "Spirit" nicht, nur Kleingeist und Bedenkenträgerei.
Den Unkenrufern unter den Kommentatoren sei versichert, dass es amerikanische Steuergelder sind, also regt Euch nicht so auf.
Ich bin zwar an sich jemand, der solche, und insbesondere diese beiden, Projekte gutheißt, jedoch bin ich gezwungen, sie als Spielereien für intelligente Menschen zu bezeichnen. Wenn man sich aber die Geschichten dieser Spielereien ansieht, zu denen ich auch die Himmelsbeobachtungen eines Tycho Brahe oder Flugversuche der Gebrüder Wright oder Montgolfiere zählen möchte, dann erkennt man immer wieder einen, vielleicht späten, aber unbestreitbaren Nutzen. Jedes technische Projekt, welches die Grenzen des technisch machbaren auslotet, hat das Potential, neue Technologien zutage zu fördern, die sonst nie gefunden worden wären und Eingang in den Alltag finden. Kurzum: der Grund für solche Projekte ist Spielerei und Wissensdurst, das eigentlich Wertvolle aber die Nebenprodukte. Jetzt könnte man natürlich noch fragen, warum man die Roboter dann überheupt noch startet. Ich würde aber sagen, der Grund dafür wäre wohl, dass das Geld für die Entwicklung ja dann schon ausgegeben ist und es dann eigentlich keinen Grundd mehr gibt, warum der Neugier der verantwortlichen Wissenschaftler nicht genüge getan werden sollte.
Hallo, PGMN! Schön, wieder von Ihnen zu lesen!
Es ist (ich meine das ernst) sehr gut, wenn intelligente Menschen mit innovativen Sachen spielen. Da kommt viel bei rum -Sie schrieben aber:
"Jetzt könnte man natürlich noch fragen, warum man die Roboter dann überhaupt noch startet. Ich würde aber sagen, der Grund dafür wäre wohl, dass das Geld für die Entwicklung ja dann schon ausgegeben ist und es dann eigentlich keinen Grund mehr gibt, warum der Neugier der verantwortlichen Wissenschaftler nicht genüge getan werden sollte."
Ich würde antworten: Doch diesen Grund gibt es: Es kostet richtig viel Geld: Allein die Rakete, der Start, die Betreuung des Fluges und des Rovers! Und für was? Um die Neugier der verantwortlichen Wissenschaftler zu befriedigen? Wäre es eine private Stiftung, würden sich sicher viele Menschen finden, die bereit wären, dafür zu spenden (ich bin sicher, jgmischke wäre einer der Ersten). Damit hätte ich kein Problem. Das der Staat aber Wissenschaftlern ihre Neugier befriedigt, finde ich nur legitim, wenn dafür am Ende auch relevante Erkenntnisse oder Anwendungen stehen. Ansonsten ist es nur eine versteckte Subvention der High-Tech-Industrie oder außenpolitisches Imponierverhalten.
Vielleicht ist meine Kritik zu harsch - das mag an meinen persönlichen Präferenzen liegen, dass ich die zu erwartenden Ergebnisse eben besonders langweilig finde. Ich erhebe aber keinen Allgemeingültigkeitsanspruch darauf, und bin bereit, meine Kritik dahingehen aufzuweichen ;-)
Hallo, PGMN! Schön, wieder von Ihnen zu lesen!
Es ist (ich meine das ernst) sehr gut, wenn intelligente Menschen mit innovativen Sachen spielen. Da kommt viel bei rum -Sie schrieben aber:
"Jetzt könnte man natürlich noch fragen, warum man die Roboter dann überhaupt noch startet. Ich würde aber sagen, der Grund dafür wäre wohl, dass das Geld für die Entwicklung ja dann schon ausgegeben ist und es dann eigentlich keinen Grund mehr gibt, warum der Neugier der verantwortlichen Wissenschaftler nicht genüge getan werden sollte."
Ich würde antworten: Doch diesen Grund gibt es: Es kostet richtig viel Geld: Allein die Rakete, der Start, die Betreuung des Fluges und des Rovers! Und für was? Um die Neugier der verantwortlichen Wissenschaftler zu befriedigen? Wäre es eine private Stiftung, würden sich sicher viele Menschen finden, die bereit wären, dafür zu spenden (ich bin sicher, jgmischke wäre einer der Ersten). Damit hätte ich kein Problem. Das der Staat aber Wissenschaftlern ihre Neugier befriedigt, finde ich nur legitim, wenn dafür am Ende auch relevante Erkenntnisse oder Anwendungen stehen. Ansonsten ist es nur eine versteckte Subvention der High-Tech-Industrie oder außenpolitisches Imponierverhalten.
Vielleicht ist meine Kritik zu harsch - das mag an meinen persönlichen Präferenzen liegen, dass ich die zu erwartenden Ergebnisse eben besonders langweilig finde. Ich erhebe aber keinen Allgemeingültigkeitsanspruch darauf, und bin bereit, meine Kritik dahingehen aufzuweichen ;-)
Ich war auch einst begeistert von der Raumfahrt, und kann mich noch gut an meine damalige Begeisterung erinnern - und somit Ihre auch nachvollziehen.
Würden wir aber tatsächlich Hinweise auf (intelligentes) Leben finden, würde mein Weltbild nicht ins Wanken geraten. Selbst wenn wir die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Leben entsteht sehr gering ansetzen, ist es bei einem Universum dieses Ausmaßes praktisch Gewissheit, dass das Leben auch irgendwo anders entstanden ist. Auch die Wahrscheinlichkeit auf intelligentes Leben würde ich nur knapp unter 100% verorten (auch wenn es auf der Erde vielleicht nicht geklappt hat). Das von Ihnen angesprochene Problem haben die Religionen m.E. also bereits jetzt. (Daher sind viele ja auch dazu übergegangen, Gott als Schöpfer des Universums zu betrachten - damit wird zumindest ein Teil der theologischen Probleme gelöst). Aber an diesem Beispiel sieht man, dass hier die entscheidende Frage von der Kosmologie und der Astronomie losgetreten wurde: Wie groß ist unser Universum, und was gibt es darin an Planeten, Sonnen etc.? Die Perspektive auf das Universum hat hier also mitnichten die Planetenerkundung geändert! Und das wird sie auch wohl nicht. In diesem Sonnensystem haben wir vielleicht ein Dutzend Himmelskörper, die erkundenswert sind, und ein anderes Sonnensystem werden wir wohl kaum in absehbarer Zeit erreichen. Realistisch betrachtet werden wir auf dem Dutzend auch nur Dreck, Wasser und vielleicht ein paar Mikroben finden.
Beste Grüße!
selbst wenn sie im Vergleich zu Massenprodukten teuer sind, dann frage ich mich wieviel mehr es gekostet hätte das beste Material zu verwenden und wie sich das auf Funktion und Lebensdauer ausgewirkt hätte. Wenn bereits Billigst 6 Jahre anstatt 90 Tage durchhält. Gerade in der Raumfahrt sollte nicht ggespart werden, dort geht es um die Erforschung lebens- und technikfeindlichster Bedingungen. 2 Abfangjäger weniger gekauft und das Geld wäre locker eingespielt.
Hallo, PGMN! Schön, wieder von Ihnen zu lesen!
Es ist (ich meine das ernst) sehr gut, wenn intelligente Menschen mit innovativen Sachen spielen. Da kommt viel bei rum -Sie schrieben aber:
"Jetzt könnte man natürlich noch fragen, warum man die Roboter dann überhaupt noch startet. Ich würde aber sagen, der Grund dafür wäre wohl, dass das Geld für die Entwicklung ja dann schon ausgegeben ist und es dann eigentlich keinen Grund mehr gibt, warum der Neugier der verantwortlichen Wissenschaftler nicht genüge getan werden sollte."
Ich würde antworten: Doch diesen Grund gibt es: Es kostet richtig viel Geld: Allein die Rakete, der Start, die Betreuung des Fluges und des Rovers! Und für was? Um die Neugier der verantwortlichen Wissenschaftler zu befriedigen? Wäre es eine private Stiftung, würden sich sicher viele Menschen finden, die bereit wären, dafür zu spenden (ich bin sicher, jgmischke wäre einer der Ersten). Damit hätte ich kein Problem. Das der Staat aber Wissenschaftlern ihre Neugier befriedigt, finde ich nur legitim, wenn dafür am Ende auch relevante Erkenntnisse oder Anwendungen stehen. Ansonsten ist es nur eine versteckte Subvention der High-Tech-Industrie oder außenpolitisches Imponierverhalten.
Vielleicht ist meine Kritik zu harsch - das mag an meinen persönlichen Präferenzen liegen, dass ich die zu erwartenden Ergebnisse eben besonders langweilig finde. Ich erhebe aber keinen Allgemeingültigkeitsanspruch darauf, und bin bereit, meine Kritik dahingehen aufzuweichen ;-)
öhm ja.. also zurück in die Höhle oder was??
Mit der Einstellung hätten wir weder teflon.. noch mp3.. oder gar eine Langspielplatte ..
Das Kostenargument ist zwar inzwischen ein wenig angestaubt, aber es ist genau das eine Argument, welches immer wieder zurecht gebracht wird. Auch die Frage, ob man die Nebenprodukte, die den meisten Nichtwissenschaftlern als Argument für (Grundlagen-)Forschung vorgesetzt werden, nicht auch ohne Durchführung der teuren Vorhaben erforschen könnte, ist auch ein wenig abgegriffen, wenn auch berechtigt. Die Tragfähigkeit dieser Frage und dieses Arguments ist aber in meinen Augen ebenfalls fragwürdig. Der Punkt ist nämlich der, dass die meisten Wissenschaftler aus Forschung aus tatsächlicher Leidenschaft betreiben. Sprich: Sie wollen wirklich wissen, ob es ein Higgs-Boson gibt, oder ob man ein ferngesteuertes Fahrzeug auf einen anderen Planeten platzieren und dort betreiben kann. Viele dieser teils wirklich brillianten Köpfe würden sich schlichtweg nicht bereit erklären, das Konzept eines solchen Projektes zu entwerfen und dann die relevante Technologie zu entwickeln, ohne ihr Interesse, welches für sie der Hauptantrieb zur Entwicklung dieses Projektes und all der nötigen Technologie ist, am Ende zu befriedigen. Bildlich gesehen ist der Esel hier zu intelligent, um sich die Zeit zu nehmen, hinter einer Möhre herzujagen, die er niemals bekommen wird.
Gruß
PGMN
öhm ja.. also zurück in die Höhle oder was??
Mit der Einstellung hätten wir weder teflon.. noch mp3.. oder gar eine Langspielplatte ..
Das Kostenargument ist zwar inzwischen ein wenig angestaubt, aber es ist genau das eine Argument, welches immer wieder zurecht gebracht wird. Auch die Frage, ob man die Nebenprodukte, die den meisten Nichtwissenschaftlern als Argument für (Grundlagen-)Forschung vorgesetzt werden, nicht auch ohne Durchführung der teuren Vorhaben erforschen könnte, ist auch ein wenig abgegriffen, wenn auch berechtigt. Die Tragfähigkeit dieser Frage und dieses Arguments ist aber in meinen Augen ebenfalls fragwürdig. Der Punkt ist nämlich der, dass die meisten Wissenschaftler aus Forschung aus tatsächlicher Leidenschaft betreiben. Sprich: Sie wollen wirklich wissen, ob es ein Higgs-Boson gibt, oder ob man ein ferngesteuertes Fahrzeug auf einen anderen Planeten platzieren und dort betreiben kann. Viele dieser teils wirklich brillianten Köpfe würden sich schlichtweg nicht bereit erklären, das Konzept eines solchen Projektes zu entwerfen und dann die relevante Technologie zu entwickeln, ohne ihr Interesse, welches für sie der Hauptantrieb zur Entwicklung dieses Projektes und all der nötigen Technologie ist, am Ende zu befriedigen. Bildlich gesehen ist der Esel hier zu intelligent, um sich die Zeit zu nehmen, hinter einer Möhre herzujagen, die er niemals bekommen wird.
Gruß
PGMN
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