Medientrends Twittern war gestern
Seriöse Information hat Zukunft. Wer hier investiert, gewinnt – glaubt der Londoner Zeitschriften-Erfinder Tyler Brûlé
© Sean Gallup/Getty Images for Burda Media

Der Gründer, Macher und Visionär Tyler Brulé
DIE ZEIT: Wenn wir über Medien reden, was wäre die gute Nachricht?
Tyler Brûlé: Der Londoner Economist hat den profitabelsten Oktober seiner 166-jährigen Geschichte erlebt. Auch unserer Zeitschrift Monocle ist es nicht schlecht gegangen. Die aktuelle Ausgabe ist nicht nur die dickste bisher, wir haben hier erstmals mehr als eine Million Dollar an Anzeigeneinnahmen. Das sagt mir: Globale Marken mit einer weltweiten Leserschaft laufen gut. Auch die BBC hatte mit BBC World News ein gutes Jahr. Die Rede ist von der »Flucht in die Qualität«, daran muss also etwas sein…
ZEIT: Qualität hat Zukunft?
Brûlé: Ja, und das Boot ruhig halten, keine dramatischen Manöver. Leser wollen Medien, die sich nicht beirren lassen. Monocle stellt gerade neue Korrespondenten ein. Was in dem Zusammenhang interessant ist: Wir beschäftigen uns viel mit soft power, wie zum Beispiel Deutschland seinen Einfluss nutzt oder die portugiesischsprachigen Staaten, und ich frage mich oft, was ist die soft power des Vereinigten Königreichs? Großbritannien hat keine traditionelle Industrie mehr oder herstellendes Gewerbe wie Deutschland, so bleiben nur die globalen Medienmarken: Financial Times, Economist, BBC – das sind heute Machtinstrumente. Früher waren das Jaguar oder British Airways.
Gründer, Macher, Visionär
Tyler Brûlé, geboren 1968 in Winnipeg als Sohn eines Profifußballers und einer Künstlerin, kam Ende der achtziger Jahre nach London. Er arbeitete als freier Fernseh- und Magazinreporter, bis er in Afghanistan angeschossen wurde. Seitdem kann er seinen rechten Arm nicht mehr richtig bewegen. Noch im Krankenhaus dachte er sich das Design- und Zeitgeistmagazin »Wallpaper« aus, das er 1996 gründete. Ein Jahr später verkaufte er die Mehrheitsanteile des zur Stilbibel avancierten Heftes angeblich für 1,6 Millionen Dollar an den amerikanischen Konzern Time Warner.
Im Jahr 2000 ehrte ihn die British Society of Magazine Editors mit einer Auszeichnung für sein Lebenswerk – da war er gerade 31. Nach der vollständigen Trennung von »Wallpaper« und der Konzentration auf seine Werbeagentur Winkreative hat er im Jahr 2007 »Monocle« gegründet, bereits sein zweites weltumspannendes Magazin.
ZEIT: Welche Medientrends erwarten Sie 2010?
Brûlé: Mehr Zeitungen werden Gratisblätter werden, was deprimierend ist. Auf der anderen Seite experimentiert die Welt am Sonntag mit kostenpflichtigen Digitalangeboten. Mit Blick auf die Gratiskultur werden manche argumentieren, dass das Kostenlose großartig sei: je mehr Auswahl, desto besser. Aber ich glaube das nicht. Wir verlieren etwas – es gibt so viel Information, viel davon ungefiltert und ungesichert. Ich sage nicht, dass sich alle vor der Tagesschau versammeln sollen, aber vielleicht müssen wir mehr zur verlässlichen Stimme, der »göttlichen Stimme« sozusagen, zurückkommen. Einige Medien müssen die Initiative ergreifen und das Denken der Menschen fokussieren, herausstellen, was die entscheidenden Themen und Debatten sind. Die BBC macht das ganz gut, aber es wäre besser, wenn es mehr Wettbewerb gäbe, wenn sich die Bundesregierung in Berlin zum Beispiel entschlösse, der Deutschen Welle eine halbe Milliarde Euro mehr zu geben, sodass sie richtig international mitmischen kann in diesem Spiel – das wäre spannend.
ZEIT: Was erwarten Sie vom Netz? Sie sagten schon vor zwei Jahren, Facebook habe sich überlebt.
Brûlé: Ich bleibe dabei. Wann haben denn die Leute wirklich zum letzten Mal ihre Facebook-Seite aktualisiert? Die meisten nutzen die Website doch nur noch, um vor einem Interview oder einem Vorstellungsgespräch nachzuschauen, wie ihr Gegenüber aussieht. Diesem ganzen Hype um digitale soziale Netzwerke wird die Luft ausgehen, weil es erstens mittlerweile eine ganze Reihe von ihnen gibt und zweitens niemand sagen kann, wie man damit Geld verdient.
ZEIT: Aber wir hängen immer mehr am Netz.
Brûlé: Ja, man bekommt diese Panik, am Flughafen oder im Hotelzimmer, wenn man nicht ins Internet kann. Noch vor fünf Jahren hatte man dieses Gefühl in einem Hotelzimmer ohne Fernseher. Heute ist es wichtiger, einen schnellen Internetanschluss zu haben. Nun fragt man sich natürlich, was kommt als Nächstes: welches Gerät, welcher Reader? Was aber wichtig dabei ist: Wenn ich in eine Flughafen-Lounge gehe und Sie mit Ihrem Laptop sehe, weiß ich nicht, ob Sie sich Pornografie auf einer Website aus Bratislava ansehen oder einen Dokumentarfilm auf dem Sundance-Kanal. Sehe ich Sie aber die ZEIT aufschlagen oder den Economist, dann sagt das etwas über Sie, mindestens genauso viel wie Ihre Schuhe, Ihre Jacke, die Uhr an Ihrem Handgelenk oder der Koffer, mit dem Sie unterwegs sind. Die Medien, die Sie verwenden, definieren Sie. Bald könnte es darum gehen, wie man Lesegeräte mit einer digitalen Marke oder einem Sticker versehen kann, sodass ich weiß: Sie lesen Spiegel online und nicht Gala online .
ZEIT: Sie haben sich zuletzt für slow media ausgesprochen. Was ist damit gemeint?
Brûlé: Nehmen Sie Twitter. 2009 gab es hier nicht eine große Fernsehanstalt, die nicht diesem Twitter-Fimmel verfallen wäre: Folgen Sie uns auf Twitter – Twitter, Twitter, Twitter. Aber da frage ich mich, können diese Unternehmen überhaupt mit dieser Technologie umgehen? Wenn nicht, schadet es dem Ansehen, und das wäre schon ein Grund, zu sagen: Langsam! Nur weil es neu ist und funkelt, muss man es nicht gleich umarmen. Es gibt da diese Hysterie, hip und modisch und jugendlich wirken zu wollen – jede neue Sache, die ein Fernsehdirektorenkind ausprobiert, muss dann auch der Sender haben. Die Nutzung von Twitter war interessant während des Aufstands nach den Wahlen in Iran, aber alles musste unter Vorbehalt weitergegeben werden: Wir können dies nicht bestätigten, wir können das nicht verifizieren. Deshalb schalte ich aber nicht CNN oder BBC World News ein. Ich will seriöse, solide Berichterstattung, die mir Fakten bringt, keine Spekulationen. Am Ende ist es oft nur ein Füllsel: Schickt uns eure E-Mails, sendet uns eure Kommentare! Ich will in einer kurzen Nachrichtensendung nicht auch noch Zuschauer-Feedback haben. Viel lieber würde ich von einem Teil der Welt hören, von wo ich schon lange nichts mehr gehört habe, und das sollte ja eigentlich die Aufgabe eines Nachrichtensenders sein. Also auch hier: Die Ruhe bewahren, sich aufs Wesentliche konzentrieren statt jedem neuen Glitzerding zu verfallen.
ZEIT: Wie geht es mit dem Fernsehen weiter?
Brûlé: Gute Frage. Ich glaube, Zuschauer würden sich über den Luxus von weniger Auswahl freuen. Es gibt viele, die sich nach den Zeiten zurücksehnen, als man zum Beispiel BBC 2 oder das ZDF einschalten konnte und einen Abend mit guten, solide gemachten Programmen verbrachte und einfach nur auf der Couch saß. Man bekam ein gutes Programm geboten. Da besteht die Chance für ein neues Modell, für den neuen Kanal: zu den guten, alten Zeiten des Fernsehens zurückzukehren.
ZEIT: Aber was bedeutet slow media konkret?
Brûlé: Ein Handwerk oder Gewerbe perfekt zu beherrschen und daraus immer noch ein Geschäft zu machen, zum Beispiel Buchdruck, oder wenn jemand eine Schallplattenfabrik in der Londoner Vorstadt aufkauft, die von einem Großunternehmen abgestoßen wird, weil er feststellt, dass bei klassischen LPs gerade ein Boom beginnt. In Zeiten, wo alle auf digitalen Druck setzen, gibt es in Oregon eine kleine Druckerei, die mit traditionellen Techniken Erfolg hat, weil man deren Produkte anders anfasst, weil sie auf eine bestimmte Weise riechen. Anders gesagt: Alles, was der Verbesserung von Kommunikation dient – da bin ich absolut dafür, wir leben nicht mehr in Höhlen. Aber lasst uns nicht vergessen, dass es im Medienland eine Vielzahl interessanter Geschäftsmodelle gibt, zum Beispiel Filmfestivals oder Buchläden, die ihr Geschäft wie gehabt betreiben und sehr relevante Geschäftsmodelle haben – Modelle, die noch relevanter werden dürften.
ZEIT: Ist also die Nische die neue Masse?
Brûlé: Nein, Nische bleibt Nische. Die Unternehmen, über die wir reden, werden kein Bertelsmann. Aber haben sie bessere Gewinnspannen? Durchaus möglich. Es gibt Chancen für unabhängige, kleinere Unternehmen, die mehr nischenartige Angebote bereithalten und damit Profitspannen erwirtschaften, von der ein Großunternehmen nur träumen kann.
ZEIT: Das führt zur Frage, wie wir zukünftig leben werden.
Brûlé: Im abgelaufenen Jahr hat ein großes Umdenken eingesetzt. An vielen Orten rund um die Welt hat es eine Art Realitätskontrolle gegeben. Nehmen wir etwa die Luftfahrt: Viele Fluggesellschaften und Triebwerkhersteller schauen sich alternative Treibstoffe an, und keiner wird billiger sein als derzeit Flugbenzin. Wir kommen an das Ende der Ära des Billigflugtickets.
ZEIT: Gilt Ähnliches auch für das Auto?
Brûlé: Da führen alle großen Unternehmen gerade einen Stellungskampf um die neuen Premiumkleinwagen. Man braucht Autos, die für Kommunen akzeptabler sind, die alle Anforderungen in Sachen Umweltschutz und erneuerbare Energien erfüllen. Da findet ein kulturelles Umdenken statt, nicht nur ein geschäftliches.
ZEIT: Also auch dort Verlangsamung?
Brûlé: Grundsätzlich geht es um mehr Lebensqualität, ob bei Ausbildung, öffentlicher Sicherheit oder bebauter Umgebung. Wir müssen die Umwelt für die nächste Generation erhalten. In Deutschland fällt sogar eine Art Stadtflucht auf. Das sieht man an Magazinen wie Landlust,Landliebe, und das Gleiche geschieht in Japan, wo die Leute zurück aufs Land ziehen, ihren kleinen Bauernhof bewirtschaften, ein sich selbst erhaltendes Leben führen, und das kann im 21. Jahrhundert ein interessanter way of life sein. In Japan, das bis vor Kurzem eine aggressive Wirtschaftsmacht war, sucht ein Teil der Bevölkerung nach einer langsameren, verträglicheren Lebensweise. Und die japanischen Medien reflektieren das. Es gibt einen ganz neuen Sektor, der diesen Trend bedient.
ZEIT: Was wünschen Sie sich in diesem Jahr?
Brûlé: Eine perfekte morgendliche Nachrichtensendung, die Video, Audio und Text-auf-Bildschirm vereint und mich in 15 Minuten auf den neusten Stand bringt, samt angeschlossener slow media- Option. Darauf warte ich nun schon Jahre.
Das Gespräch führte Henning Hoff
- Datum 08.01.2010 - 13:39 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 07.01.2010 Nr. 02
- Kommentare 14
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bringt so gut wie nichts, vielleicht ein paar Tausend Blickewerfer, aber keine festen Leser, keine Gesprächspartner und für die Medienmogule auch keine Kunden. Die Seiten haben eine künstliche Dynamik eingebaut, sind Tummelplatz für Funsucher, Musikfans, Hobbydichter und -fotografen, vereinähnliche Anbieter und suggerieren Massennutzung mit Blödsinnsfunktionen. Die zahlenden Leser kommen nur dann, wenn Nachrichten seriös, verlässlich und fast amtlich sind, aber mit Entertainment gepaart bleiben oder so breit geklopft skandalös, dass Bild-Leser bedient werden.
Bei Zeitungen zählt auch weiter der Preis, viele sparen die Geldausgabe, weil es genug andere Information gibt. Und das Altpapier! Dennoch: Keiner soll über kurz oder lang mehr gratis an weiter gehende Informationen kommen. Die GEZ-Gebühren gehen auch hoch. Weiter im Trend: Bei hohen Preisen verzichten die Kunden auf die tägliche Adrenalinspritze, Ruhe wird wichtig. Abschalten, abbestellen. Nix Multimedia... ( entfernt: Bitte verlinken Sie nur Seiten, deren Bezug zum Thema direkt ersichtlich wird. Danke. Die Redaktion/m.e. )
im Journalismus bzw. in seiner Typographie, die Elipse (also das so genannte „Pünktchen, Pünktchen, Pünktchen“) im ersten Absatz wird direkt an das Wort gesetzt. Da die Auslassung aber nicht das Wort „sein“ betrifft sondern sich auf den Satz bezieht, gehört da ein geschütztes Leerzeichen zwischen – sonst nämlich: Rechtschreibfehler im Artikel. ;-)
Ich würde für Qualität gutes Geld zahlen, aber wo ist diese Qualität? Ich kenne zumindest nicht ein einziges Magazin oder eine Zeitung bei der ich durchgehend von Qualität sprechen würde. Mit Qualität meine ich:
1. Die Artikel sind gut geschrieben und vor allem slebst geschrieben
2. Das Medium ist sich seiner Leserschaft bewusst und bedient nur diese Leserschaft, anstatt alle zufrieden stellen zu wollen, die evtl. Leser sein könnten.
3. Das Medium hat eine starke und definitive Meinung. (Ich kaufe lieber 2 konträre Magazine als beide Meinungen in einer zu finden - die Zeit macht sich imho damit selbst kaputt mal so, mal so zu schreiben)
Nichts neues mal wieder. Männer sorgen sich um ihr „Image“ und „Ihre“ Marke. Das Herrn Brûlé (sauberer „wilder“ Bart, grau-melierte Gel-Frisuer, offenes Hemd) erstmal über Schuhe, Jacken, Uhren und Koffer spricht, wundert nicht.
Auch wenn Herrn Brûlé mit facebook recht hat, erscheint der Rest seiner Kommentare als fades Marketinggewäsch „soft power“, „slow media“… Lustig, dass hier nicht die NZZ erwähnt wird. Vermutlich eine der wenigen Zeitungen auf die das verwurbelte Exklusive Image noch irgendwie passen könnte…
So, ich kauf mir jetzt erstmal einen Spiegel. Der ist mir zwar rein Image-technisch peinlich und den Schreibstil finde ich oft nur mies, aber ab und an steht da auch einfach mal was neues drin… Nachrichten quasi, dass Zeug von dem Medien eigentlich leben sollten.
Es lebe die Vielfalt.
Wer heute gegen Internet steht, hat es nicht begriffen oder braucht es nicht, ist ja auch OK. Das muß jeder selbst wissen, wie bei anderer Technik auch.
Allerdings muß man "Internet" und "Medien" trennen, das unterbleibt häufig. Das Internet ist die Technik, die Medien sind Inhalte.
Es besteht die Möglichkeit, über die Technik "Internet" an Informationen zu kommen, weil es Menschen gibt, die Medien über diese Technik zur Verfügung stellen. Das ist unbegrenzt und fordert die eigene Kreativität auf eine Weise heraus, wie es bisher nicht möglich war.
Und mich als Autor interessiert es brennend, wie andere mein Angebot nutzen und auch, wieviele es nutzen und in welcher Weise.
Gerade die Medienvielfalt macht ja heute die Qualität aus, man ist nicht darauf angewiesen, ausschließlich die Mainstreammeinung zu konsumieren wie vor den Zeiten des Internet. Es gibt immer Alternativmeinungen und Alternativinformationen. Daß die etablierte Presse daran kein Interesse hat, ist klar. Aber eine "gute alte Zeit" der Qualität hat es nie gegeben, auch und gerade keine gute Zeit des guten Fernsehens, wie hier angedeutet. Es gibt gut Sendungen und schlechte, woran es noch mangelt, ist eine brauchbare Programmvorschau im Internet, aber das komt wohl auch noch. Das öffentlich-rechtliche deutsche Fernsehen wird ganz konkret von Politikern zensiert, indem "die richtigen" Leute als leitende Mitarbeiter eingesetzt werden.
Der Digitalbuchdruck ermöglicht es jedem, sein Buch herauszugeben, und das Internet macht es leicht, es zu verkaufen. Print on Demand oder sehr kleine Auflagen vermeiden viel Energieaufwand und vermeidet, daß unverkaufte Bücher unnütz die die Gegend transporiter werden oder gar vernichtet werden müssen. Ich hoffe, daß man das auch bald von Zeitungen sagen kann, deretwegen heute auch Urwälder abgeholzt werden. Einen Tag lesen und dann weg damit, das ist nicht nötig, auch nicht die riesigen Transportaufwände, mit denen die Zeitungsindustrie arbeiten muß, solange sie noch druckt.
Jeder muß sehen, wo er bleibt, aber es gab nie so viele bezahlbare Möglichkeiten, sich zu informieren wie heute. Das ist der Obrigkeit natürlich ein Dorn im auge, läßt sich jedoch nur schwer zurückfahren.
Als Nutzer des Internet in fast allen Lebenslagen und Autor 3 verschiedener Webportale wünsche ich mir weiterhin eine strikte Trennung der Technik "Internet" von den Medien!
Und ich wünsche mir weiterhin einen angemessenen Fortschritt der Technik allgemein. Man könnte dadurch noch sehr viel Energie und Rohstoffe sparen, aber auch neue Geschäftsfelder eröffnen.
Die Frage ist ja, wie sich die einzelnen Angebote sinnvoll nutzen lassen, weniger, wie sie in der Masse des Angebots wirken. Twitter nutze ich für die Übersicht der Headlines namhafter Pressestellen. CNN, BBC, zeit, spiegel, taz, etc.pp.. Schneller und präziser lassen sich Nachrichtentopics kaum filtern.
Facebook ist ein semi-privater Raum, der höchst unterschielich genutzt werden kann. Da kommt es im Wesentlichen auf die Auswahl der "Freunde" an und deren Interesse, facebooktaugliche Infos zu kommunizieren. Die Bandbreite von täglich mehrmals bis zu ein paar Mal im Quartal ist ja groß. Auch das wird sich halten, weil es eine Ergänzung des persönlichen Kommunikationsportfolios ist, für einige.
ins mediale Biedermeier. Seit wann liefern ARD ZDF und BBC gute seröse und qualitativ gute Information?
ZDF als CDU Staatsfernsehen?
ARD mit immer weniger politischen Magazinen, statt dessen hechelt man dem Blödsinn der privaten nach.
Und war da nicht was mit der BBC, die dem Korrespondenten aufgesessen ist, der seine Nachrichten selbst zusammenzimmerte?
Dann doch die Vielfalt des Internets nutzen
"ins mediale Biedermeier. Seit wann liefern ARD ZDF und BBC gute seröse und qualitativ gute Information?
ZDF als CDU Staatsfernsehen?
ARD mit immer weniger politischen Magazinen, statt dessen hechelt man dem Blödsinn der privaten nach."
Öhm - wenn ich ihn richtig verstehe, kritisiert Brûlé doch genau das.
"Und war da nicht was mit der BBC, die dem Korrespondenten aufgesessen ist, der seine Nachrichten selbst zusammenzimmerte?"
Jeder sitzt mal einer Falschmeldung o.ä. auf oder liegt anderweitig daneben. Jede Zeitung, jeder Blogger und jeder TV-Sender. Frage ist immer, wie die jeweilige Institution damit umgeht sobald sie es enteckt. Zweite Frage ist, wie es generell um die Qualität der Berichterstattung steht. Und da muss ich eindeutig sagen, dass man sich erheblich schlechter informieren kann als über die BBC.
"Dann doch die Vielfalt des Internets nutzen"
Ich finde die Internethörigkeit ebenso albern wie das ewig gestrige Hängen an althergebrachten Vertriebswegen.
Das Medium sollte erst einmal zweitrangig sein. Schrott findet sich im Zweifelsfall überall
Natürlich finde ich im Netz tausende Seiten, auf denen ich mir die Nachrichten zurechtsuchen kann, die meiner Meinung und meinen Interessensgebieten entsprchen. Aber ganz ehrlich: dazu habe ich, von wenigen Teilbereichen abgesehen, weder Lust noch Zeit.
Deshalb weiss ich es durchaus zu schätzen, eine halbwegs verlässliche Quelle zu haben, die Nachrichten redaktionell aufbereitet und auch eigene Geschichten recherchiert.
"ins mediale Biedermeier. Seit wann liefern ARD ZDF und BBC gute seröse und qualitativ gute Information?
ZDF als CDU Staatsfernsehen?
ARD mit immer weniger politischen Magazinen, statt dessen hechelt man dem Blödsinn der privaten nach."
Öhm - wenn ich ihn richtig verstehe, kritisiert Brûlé doch genau das.
"Und war da nicht was mit der BBC, die dem Korrespondenten aufgesessen ist, der seine Nachrichten selbst zusammenzimmerte?"
Jeder sitzt mal einer Falschmeldung o.ä. auf oder liegt anderweitig daneben. Jede Zeitung, jeder Blogger und jeder TV-Sender. Frage ist immer, wie die jeweilige Institution damit umgeht sobald sie es enteckt. Zweite Frage ist, wie es generell um die Qualität der Berichterstattung steht. Und da muss ich eindeutig sagen, dass man sich erheblich schlechter informieren kann als über die BBC.
"Dann doch die Vielfalt des Internets nutzen"
Ich finde die Internethörigkeit ebenso albern wie das ewig gestrige Hängen an althergebrachten Vertriebswegen.
Das Medium sollte erst einmal zweitrangig sein. Schrott findet sich im Zweifelsfall überall
Natürlich finde ich im Netz tausende Seiten, auf denen ich mir die Nachrichten zurechtsuchen kann, die meiner Meinung und meinen Interessensgebieten entsprchen. Aber ganz ehrlich: dazu habe ich, von wenigen Teilbereichen abgesehen, weder Lust noch Zeit.
Deshalb weiss ich es durchaus zu schätzen, eine halbwegs verlässliche Quelle zu haben, die Nachrichten redaktionell aufbereitet und auch eigene Geschichten recherchiert.
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