Fragen an Helmut Schmidt "Die Banken begehen schon wieder dieselben Fehler "
Altkanzler Helmut Schmidt wirft der Politik vor, zu wenig zu tun, um die Finanzmärkte zu regulieren. Auch der Bundesregierung bescheinigt er Zögerlichkeit
ZEITmagazin: Lieber Herr Schmidt, zu Beginn des neuen Jahres hat man den Eindruck, dass die Menschheit aus der Finanzkrise so furchtbar viel nicht gelernt hat. Sind wir aus Schaden dümmer und nicht klüger geworden?
Helmut Schmidt: Die Frage ist zunächst einmal: Wer ist wir?
ZEITmagazin: Na ja, man muss da wohl unterscheiden zwischen jenen, die jetzt die Finanzmärkte regulieren müssten, und uns anderen, den wirtschaftspolitischen Laien.
Schmidt: Ich glaube, die wirtschaftspolitischen Laien unter den deutschen Staatsbürgern sind insofern klüger geworden, als sie vorsichtiger geworden sind: Sie sparen etwas mehr als früher.
ZEITmagazin: Die Sparquote in Deutschland war schon vorher eine der höchsten der Welt.
Schmidt: Das stimmt, aber sie ist noch einmal gestiegen, weil niemand so recht weiß, was ihm die Zukunft bringen wird, ob zum Beispiel der eigene Job sicher ist. In Amerika ist die Besorgnis zwar noch viel größer, sie hat aber nicht zu einem Anstieg der Sparrate geführt, weil die Amerikaner gar nicht mehr sparen können. Sie müssen erst einmal ihre Schulden zurückzahlen. Aber die Weltwirtschaftskrise hat sich Gott sei Dank nicht zu einer Weltdepression entwickelt.
ZEITmagazin: Was Sie selbst befürchtet hatten!
Schmidt: Ja, was ich Ende Oktober und auch im November des Jahres 2008 noch befürchtet habe. Das ist vermieden worden, weil sämtliche Regierungen der großen Staaten – ob kommunistisch, postkommunistisch oder kapitalistisch – dasselbe gemacht haben: Die Zentralbanken haben Liquidität geschaffen, und die Regierungen haben neue Schulden gemacht und die Staatshaushalte gewaltig ausgeweitet, um mit zusätzlichen Programmen Nachfrage zu erzeugen.
ZEITmagazin:Ist damit auch die Krise ausgestanden?
Schmidt: Nein, die Folgen der Weltwirtschaftskrise sind, zum Beispiel in den Vereinigten Staaten, noch nicht überwunden. Zum einen ist zu befürchten, dass all die Ansätze, die Banken stärker an die Kandare zu nehmen, in Amerika nicht richtig greifen werden. Zum anderen fangen einige Banken schon wieder an, sich aufzuspielen und unglaubliche Bonifikationen auszuzahlen.
ZEITmagazin: Leider heißt das: Es werden gerade wieder die Voraussetzungen für das Entstehen einer neuen Blase geschaffen.
Schmidt: Ja, und zwar weil die Regulierung der privaten Geldinstitute nicht richtig vorankommt und weil viele Banken schon wieder dabei sind, dieselben Fehler zu machen, die seit 2004 zum Entstehen dieser Blase beigetragen und sie letztlich zum Platzen gebracht haben.
ZEITmagazin: Verstehen Sie, warum der raubtierhafte Finanzkapitalismus, den Sie immer gegeißelt haben, offenbar nicht zu bändigen ist?
Schmidt: Der amerikanische Präsident hat wohl verstanden, dass er für das, was eigentlich notwendig wäre, keine Mehrheiten im Kongress finden wird. Außerdem gibt es andere Themen, die er zu lösen versprochen hat, zum Beispiel die Gesundheitsvorsorge und die Alterssicherung. Das ist für ihn wichtiger, als sich mit dem Kongress auch noch wegen der Finanzaufsicht anzulegen. Wenn aber der Kongress nicht handelt und sich aus alter Tradition mit Eingriffen in die Wirtschaft zurückhält, dann heißt das eben, dass es sie in Amerika nicht gibt.
ZEITmagazin:Ohne Amerikaner keine Bändigung?
Schmidt: Ohne die Amerikaner geht jedenfalls wenig. Wenn es in den USA keine Regulierung gibt, wird es auch in England keine geben, und sie wird sich auch nicht in der Welt ausbreiten. Und eine Neuordnung der Weltfinanz- und Weltgeldmärkte wird es ohne die USA schon gar nicht geben. Dabei mag auch eine Rolle spielen, dass amerikanische, aber auch englische Politiker ein Interesse daran haben, dass die Wall Street und die City of London die Finanzzentren der ganzen Welt bleiben.
ZEITmagazin: Was bleibt da den anderen Staaten noch, Deutschland eingeschlossen?
Schmidt: Die Europäische Union hätte zum Beispiel einen relativ großen Spielraum, und sie könnte relativ großen Einfluss auf die Weltmärkte für Geld und Kapital ausüben. Ich wäre schon glücklich, wenn wenigstens die EU innerhalb ihrer Grenzen eine stärkere Regulierung durchsetzen würde. Aber gegenwärtig stehen an ihrer Spitze keine sonderlich starken Personen, das gilt sowohl für den Präsidenten der Kommission als auch für den neuen ständigen Ratspräsidenten. Beide sind nicht sehr eindrucksvoll.
ZEITmagazin: Sind also alle Bemühungen vergebens?
Schmidt: Nicht unbedingt. Man muss damit rechnen, dass das strategische Gewicht der USA in der internationalen Politik mittelfristig abnehmen wird. Und das wird sich dann auch auf die Finanzpolitik und besonders die internationale Finanzaufsicht auswirken.
ZEITmagazin: Könnte es nicht sein, dass eine anthropologische Konstante für das Scheitern der Regulierung mitverantwortlich ist? Dass der Mensch ganz einfach gierig ist und dort, wo schnelles Geld zu machen ist, auch das schnelle Geld machen will?
Schmidt: Wenn es eine anthropologische Konstante wäre, dann müsste es einen sehr verwundern, dass der europäische Homo sapiens sehr viel weniger davon betroffen ist als der amerikanische. Nein, daran glaube ich weniger. Die Gene haben den Menschen zwar egoistisch konstruiert, aber der Egoismus ist im internationalen Vergleich doch sehr unterschiedlich ausgeprägt. In den USA gibt es offenbar mehr davon als zum Beispiel in Holland, Dänemark, Österreich oder Deutschland.
ZEITmagazin: Das Platzen der Finanzblase war ja vor allem für die Bürger ein Schock: Viele haben nicht nur Angst um ihre Ersparnisse gehabt, sondern auch ihren Glauben an Gerechtigkeit verloren.
Schmidt: Es war weniger die Angst um Ersparnisse als die Angst um ihren Arbeitsplatz. Ansonsten haben Sie recht: Das Gerechtigkeitsempfinden ist aufs Schwerste beleidigt worden.
ZEITmagazin: Und was bedeutet das für die Demokratien, wenn die Menschen das Gefühl haben, dass die Politik die schlimmsten Fehlentwicklungen nicht mehr in den Griff bekommt?
Schmidt: Ich glaube nicht, dass die deutschen Bürger derzeit denken, Bundestag und Bundesregierung kriegten die Sache nicht in den Griff. Die meisten haben verstanden, dass die gegenwärtige Finanzkrise und die Rezession der Weltwirtschaft nicht von den Deutschen angerichtet worden sind. Aber die Bürger erwarten, dass die deutsche politische Klasse die Amerikaner und andere Mitspieler auf der Welt drängt und drückt.
ZEITmagazin: Haben Sie denn den Eindruck, dass die deutsche Regierung die Obama-Administration zum Handeln drängt und drückt?
Schmidt: Nein!
ZEITmagazin: Warum tut sie das nicht?
Schmidt: Weiß ich nicht. Die Regierung Merkel/Westerwelle ist erstaunlich vorsichtig und zurückhaltend auf dem Feld der Finanzaufsicht, die eigentlich im deutschen Interesse gestrafft werden müsste. Und nicht nur da: Es kommen keine Vorschläge an die Adresse der Amerikaner, es gibt kaum Vorschläge zu Afghanistan, keine zu Iran, keine zu Israel versus Palästinenser.
ZEITmagazin:Diesen Vorwurf könnte man auch Gordon Brown oder Nicolas Sarkozy machen.
Schmidt: Es fehlt beiden an Kontinuität, das stimmt. Aber Brown und Sarkozy sind auch nicht der Maßstab – der Maßstab ist das, was die deutsche Regierung tun könnte und was andere Regierungen zu anderen Zeiten fertiggebracht haben, zum Beispiel Herr Kohl im Jahr 1990. Nein, diese sehr taktische Zurückhaltung, die die deutsche Regierung im Augenblick zeigt, ist übergroßer Vorsicht geschuldet: jeden Konflikt vermeiden, niemandem auf die Füße treten. Man kann das auch nicht damit entschuldigen, dass diese Regierung neu ist, denn es ist ja weder Frau Merkel neu noch Herr Schäuble, noch Herr Brüderle.
ZEITmagazin: Erwarten Sie von Herrn Brüderle Vorschläge für die Welt?
Schmidt: Der bleibt wohl eine Fußnote in der Zeitgeschichte.
ZEITmagazin: Wann haben Sie denn in Ihrer Zeit als Politiker zum ersten Mal die Zeichen der Globalisierung bemerkt?
Schmidt: Das fing ganz langsam in den siebziger und achtziger Jahren an. Richtig Schub bekommen hat die Globalisierung dann durch die Öffnung Chinas im Laufe der achtziger und neunziger Jahre und durch den Zusammenbruch der Sowjetunion. Damals kamen rund 1,2 Milliarden Chinesen und über 400 Millionen Menschen aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion hinzu, die sich als Exporteure und Importeure auf den Weltmärkten tummelten. Gleichzeitig gab es diesen enormen Fortschritt auf dem Gebiet der elektronischen Nachrichtenübermittlung, der das Geschehen auf den Weltmärkten gewaltig beschleunigt und eine Ausweitung der Finanzmärkte über den ganzen Erdball überhaupt erst ermöglicht hat. Ich habe diese Veränderungen zum ersten Mal in den siebziger Jahren gespürt.
ZEITmagazin: Wie haben Sie darauf reagiert?
Schmidt: Schon damals bin ich – meistens von Parteifreunden – gehänselt worden, weil ich zu erklären versucht habe, dass Deutschland von der Weltwirtschaft abhängig ist. Das nannten sie »Helmut Schmidts Weltwirtschafts-Oper«, und das mochten sie bald nicht mehr hören, denn ich habe immer wieder dasselbe gepredigt. Aber es ist ja nach wie vor richtig: Wir sind abhängig vom Auf und Ab in der Welt. Wir waren damals schon abhängiger als die USA und viel abhängiger als China. Zu meiner Regierungszeit machte der deutsche Export weniger als ein Viertel des Sozialprodukts aus, heute ist es beinahe die Hälfte.
ZEITmagazin: Sie sagen immer, man darf den Menschen keine Angst machen...
Schmidt: Das ist richtig!
ZEITmagazin: ...wenn sich aber auf den Finanzmärkten gerade eine neue Blase bildet und die dann wieder platzt – welcher Staat wird da noch die Reserven haben, um den Schaden abermals einzudämmen?
Schmidt: Jetzt zerbrechen Sie sich den Kopf über das nächste Jahrzehnt.
ZEITmagazin: Das hat aber gerade begonnen!
Schmidt: Ja, aber mit Ihrer neuen Blase sind Sie schon in der zweiten Hälfte oder am Ende des Jahrzehnts angekommen. Und ich glaube auch nicht, dass dann kein Geld mehr da sein wird. Staaten wie Deutschland oder Frankreich können sich immer noch höher verschulden. Es ist zwar richtig, dass diese Schulden den Staat drücken, und das sollen sie auch tun. Aber es steht ihnen eben auch eine erhebliche Sparrate gegenüber: Deutsche und Franzosen haben sich ja bei sich selbst verschuldet, die Schulden ihrer Staaten liegen nicht in den Händen der Chinesen und nicht in denen der Amerikaner. Das ist der Unterschied zu den USA, die große Schwierigkeiten hätten, sich weiter zu verschulden. Wir hätten sie nicht.
ZEITmagazin: Sind Sie froh, dass dieses Jahrzehnt der Krisen und Kriege nun vorbei ist?
Schmidt: Es ist ja noch gar nicht vorbei: Die Auswirkungen der Weltrezession werden uns noch mindestens zwei weitere Jahre belasten, vielleicht noch länger.
ZEITmagazin:Waren die vergangenen zehn Jahre für Sie persönlich eine gute Zeit?
Schmidt: Kann ich nicht sagen. In dieser Dekade hatte ich eine schwere Herzoperation, und ich sitze neuerdings im Rollstuhl. Das ist nicht sehr befriedigend.
ZEITmagazin:Am 23. Dezember sind Sie 91 geworden. Gab es wieder diese Flut der Gratulationen wie zu Ihrem runden Geburtstag vor einem Jahr?
Schmidt: Es ist nach wie vor eine Flut, es kommen Tausende Glückwünsche an. Letztes Jahr haben wir bis in den April hinein gebraucht, um allen zu antworten – allein schon das Abtippen der ganzen Adressen! Dieses Mal bekommt niemand mehr eine Danksagung, auch keine gedruckte. Es strengt mich und das Büro gleichermaßen an, und meine Frau und ich sind nicht mehr so leistungsfähig wie vor einem Jahr.
ZEITmagazin: Die Gratulanten werden es verstehen.
Schmidt: Es tut mir ja leid, aber ich kann ihnen nicht helfen.
Das Gespräch führte ZEIT-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo
- Datum 18.01.2010 - 14:34 Uhr
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- Quelle ZEITmagazin, 14.01.2010 Nr. 03
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Ein nettes Interview, zweifellos. Aber hat nicht Ihr Herr Joffe erst kürzlich auf das "Wie haben Sie darauf reagiert?" von mittelmäßigen Journalisten hingewiesen?
In diesem Interview kommt die Frage vor - und von dem Punkt an wird der Text für mich unleserlich, vorhersehbar. Mir scheint, der Journalist möchte einem respektablen, aber auch etwas selbstgefälligen Politiker den Bauch streicheln.
Ansonsten sehr nett, auch die Vorwürfe gegenüber der deutschen Regierung. Man vergisst schnell, dass es Zeiten gab, in denen deutsche Regierungen eigensinniger und mutiger handelten als derzeit.
die Deregulierung im Finanzsektor zugenommen hat. Wer hat nochmal Hedge-Fonds in D zugelassen?
hat das nicht zu verantworten und auch davor gewarnt.
Orpheus
das muss endlich in die Geschichtsbücher! Sie haben dafür gesorgt, dass die Unternehmen stille Reserven (steuerfrei!) veräußert haben, alles was sich zu Geld machen lies ausgeschüttet wurde. Bei jedem kleinen, kalten Luftzug der Weltwirtschaft müssen sie jetzt die Leute entlassen. Das Geld landet oft bei Hedge-Fondes die nahezu alle völlig intransparent in Steueroasen herum hängen. Das meiste Geld wird seither nicht durch das Bauen von guten Autos o.ä. verdient, sondern durch Hin und Herschieben von Geld zwischen irgendwelchen Banken. Durch Inzucht sozusagen (genannt Interbankenhandel. Und diese Inzucht ist auch noch systemrelevant. Das heißt, das Risiko trage ich und meine Familie und alle anderen rechtschaffenden Menschen dieses Landes.
War das tatsächlich Helmut Schmidt mit seiner rot-grünen Koalition in den Siebzigern?
hat das nicht zu verantworten und auch davor gewarnt.
Orpheus
das muss endlich in die Geschichtsbücher! Sie haben dafür gesorgt, dass die Unternehmen stille Reserven (steuerfrei!) veräußert haben, alles was sich zu Geld machen lies ausgeschüttet wurde. Bei jedem kleinen, kalten Luftzug der Weltwirtschaft müssen sie jetzt die Leute entlassen. Das Geld landet oft bei Hedge-Fondes die nahezu alle völlig intransparent in Steueroasen herum hängen. Das meiste Geld wird seither nicht durch das Bauen von guten Autos o.ä. verdient, sondern durch Hin und Herschieben von Geld zwischen irgendwelchen Banken. Durch Inzucht sozusagen (genannt Interbankenhandel. Und diese Inzucht ist auch noch systemrelevant. Das heißt, das Risiko trage ich und meine Familie und alle anderen rechtschaffenden Menschen dieses Landes.
War das tatsächlich Helmut Schmidt mit seiner rot-grünen Koalition in den Siebzigern?
Helmut Schmidt hat immer was zu sagen.
Und er ist immer mein Vorbild.
daß in D derzeit keine Politiker aktiv sind, die nur annähernd das Niveau von Herrn Schmidt haben.
Man könnte nun sagen, daß damals Alles anders war.
Das war es sicher, aber damit bestimmt nicht einfacher.
Trotz gesundheitlicher Probleme ist Helmut Schmidt im gut geführten Interview von di Lorenzo stets auf der Höhe der Zeit. Im Ergebnis eines langen erfolgreichen Lebens vermittelt er uns Kenntnisse & Erkenntnisse, weist auf Gefahren hin und in seiner Art ist er stets glaubwürdig und überzeugend. Die letzt genannten Attribute sind es, die wir bei vielen gegenwärtigen Politikern vermissen. Auf manche Leser wirkt Schmidt als „schulmeisterhaft“, als „abgehoben“ und besserwisserisch. Das allerdings sind falsche Empfindungen, denn seine Art ist es von jeher, durch klare, unmissverständliche Formulierungen seine Sicht der Dinge darzustellen. Diese Grundhaltung prägte sein ganzes politisches Leben.
Wenn Schmidt zu der Feststellung gelangte: „ Brüderle bleibt eine Fußnote in der Zeitgeschichte“, so trifft meiner Ansicht nach dies auch auf verschiedene andere Politiker zu wie z.B. Westerwelle, Niebel oder Rösler-
Der Mangel an Politikern, die klug, intelligent, kompetent und in der Lage sind glaubwürdig zu überzeugen, ist leider bei allen Parteien zu beobachten.
Die schwarz-gelbe Koalition hat mit einen folgenschweren Fehlstart begonnen. Sie besitzt wenig überzeugende Ideen und Pläne, die Zuversicht und Glaubwürdigkeit beinhalten. Die Koalitionsvereinbahrung enthält gefährliche bis absurde Wünche, ist vielmehr ein politisches Machwerk zur Befriedung machtpolitischer Ziele und Absichten der Koalitionäre.
Da bin ich mir nicht so sicher. Immerhin gab es sehr wohl Regulierungen für den Finanzsektor. Diese waren sehr intrusiv und weitgehend. So wurden Immobilienkäufe subventioniert, Versicherern wurde vorgeschrieben in welchen Produkten sie wieviel investieren durften und Banken vorgeschrieben wie sie Risiken auch im Einzelnen bewerten mussten sowie die Eigenkapitalmenge, die sie für Risiken vorhalten mussten. Staaten haben ebenfalls Haushaltsdefizite und eine hohe Geldmenge gefahren und wichtige Währungen fixiert. Die aus diesen Handlungen resultierende Umwelt war die Vorgabe, wie die Wirtschaftenden handeln konnten, sollten und mussten.
Daraus kann man ableiten, dass Staatsaktivitäten die Umstände definierten, die zur Krise führten. So lägen zwei Fragen nahe. Müssen nicht die Entscheidungsregeln der Staaten zur Regulierung verändert werden, damit der Regulierungsprozess besser funktioniert, bevor neue Regulierung implementiert wird? Wie sollten überhaupt Regeln beschaffen sein, um Wachstum und die aus ihr resultierenden Risiken abzustimmen?
Da bin ich mir nicht so sicher. Immerhin gab es sehr wohl Regulierungen für den Finanzsektor. Diese waren sehr intrusiv und weitgehend. So wurden Immobilienkäufe subventioniert, Versicherern wurde vorgeschrieben in welchen Produkten sie wieviel investieren durften und Banken vorgeschrieben wie sie Risiken auch im Einzelnen bewerten mussten sowie die Eigenkapitalmenge, die sie für Risiken vorhalten mussten. Staaten haben ebenfalls Haushaltsdefizite und eine hohe Geldmenge gefahren und wichtige Währungen fixiert. Die aus diesen Handlungen resultierende Umwelt war die Vorgabe, wie die Wirtschaftenden handeln konnten, sollten und mussten.
Daraus kann man ableiten, dass Staatsaktivitäten die Umstände definierten, die zur Krise führten. So lägen zwei Fragen nahe. Müssen nicht die Entscheidungsregeln der Staaten zur Regulierung verändert werden, damit der Regulierungsprozess besser funktioniert, bevor neue Regulierung implementiert wird? Wie sollten überhaupt Regeln beschaffen sein, um Wachstum und die aus ihr resultierenden Risiken abzustimmen?
hat das nicht zu verantworten und auch davor gewarnt.
Orpheus
Da bin ich mir nicht so sicher. Immerhin gab es sehr wohl Regulierungen für den Finanzsektor. Diese waren sehr intrusiv und weitgehend. So wurden Immobilienkäufe subventioniert, Versicherern wurde vorgeschrieben in welchen Produkten sie wieviel investieren durften und Banken vorgeschrieben wie sie Risiken auch im Einzelnen bewerten mussten sowie die Eigenkapitalmenge, die sie für Risiken vorhalten mussten. Staaten haben ebenfalls Haushaltsdefizite und eine hohe Geldmenge gefahren und wichtige Währungen fixiert. Die aus diesen Handlungen resultierende Umwelt war die Vorgabe, wie die Wirtschaftenden handeln konnten, sollten und mussten.
Daraus kann man ableiten, dass Staatsaktivitäten die Umstände definierten, die zur Krise führten. So lägen zwei Fragen nahe. Müssen nicht die Entscheidungsregeln der Staaten zur Regulierung verändert werden, damit der Regulierungsprozess besser funktioniert, bevor neue Regulierung implementiert wird? Wie sollten überhaupt Regeln beschaffen sein, um Wachstum und die aus ihr resultierenden Risiken abzustimmen?
und ich empfehle dazu auch noch die Lektüre von
a) Manifest der 78 Professoren - http://www.berlinersteuer...
b) Sachverständigenratkritik am MoRaKG - http://unternehmensgruend...
sowie
c) Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft - www.ludwig-erhard-stiftun...
damit auch begriffen wird, wobei sich bei der sogen. Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft in diesem Zusammenhang handelt. Das ist nämlich die Propagandaabteilung unseres heutigen ständisch-besitzbürgerlichen Feudalstaates.
So gesehen vermag der gute alte Helmut Schmidt die heutigen Zustände und Verhältnisse wohl nicht mehr beurteilen zu können, weil er von längst untergegangenen Bedingungen ausgeht.
und ich empfehle dazu auch noch die Lektüre von
a) Manifest der 78 Professoren - http://www.berlinersteuer...
b) Sachverständigenratkritik am MoRaKG - http://unternehmensgruend...
sowie
c) Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft - www.ludwig-erhard-stiftun...
damit auch begriffen wird, wobei sich bei der sogen. Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft in diesem Zusammenhang handelt. Das ist nämlich die Propagandaabteilung unseres heutigen ständisch-besitzbürgerlichen Feudalstaates.
So gesehen vermag der gute alte Helmut Schmidt die heutigen Zustände und Verhältnisse wohl nicht mehr beurteilen zu können, weil er von längst untergegangenen Bedingungen ausgeht.
...Wir hätten sie nicht."
Das ist eigentlich unnachvollziehbar. Die Verschuldungen der zwei Staaten ist so unterschiedlich nicht und liegt in beiden Fällen unter den Verschuldungsgraden anderer OECD Ländern, die noch wenig Problem haben Geld aufzunehmen.
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