Google-Nexus Der neue Welt-Geist

Jetzt belehrt uns das Google-Handy darüber, wer, wo und was wir sind. Ist der Internetkonzern die göttliche Instanz unseres Zeitalters? Vier Deutungsversuche

Das Googletelefon Nexus bei seiner offiziellen Vorstellung am 5. Januar in Mountain View

Das Googletelefon Nexus bei seiner offiziellen Vorstellung am 5. Januar in Mountain View

An der lieben Hand der Daten - Hanno Rauterberg

Irgendwer knipst immer. Niemand ist mehr sicher vor all den Fotohandys und Videokameras, die blinkend, filmend, wachend die Welt in einen Bilderwust verwandeln. Der Mensch der Gegenwart liebt diesen Wust, er ist gern das Objekt der Objektive. Und doch wehrt er sich nun. Ausgerechnet sein Vorgarten soll bilderrein sein.

In vielen Städten protestieren nicht nur Datenschützer, auch die Bürger fühlen sich bedrängt. Sie hängen Schilder an ihre Gartenzäune: »Google Street View – Nein!« Seit fast zwei Jahren schon fahren die Autos des Internetkonzerns durch deutsche Lande, auf dem Dach einen Mast mit neun Kameras, die während der Fahrt alles filmen, jedes Kind, jeden Hund, jedes Schaufenster und natürlich auch den zerzausten Geranientopf. Das geht, finden viele Bürger, entschieden zu weit. 

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Smartphone Nexus One

Google wird greifbar: Seit dem 5. Januar verkauft der Konzern online sein eigenes Smartphone: Edel und rutschfest gummiert, ähnelt es technisch dem iPhone – nur ist es schneller.

Google-Angebote

Sämtliche Google-Angebote fließen zusammen: Karten lotsen zur nächsten Apotheke oder zeigen den Standort von Bekannten an, YouTube und GoogleNews melden stichwortorientierte Neuigkeiten. Durch ein Spracherkennungssystem soll das Tippen obsolet werden – bisher versteht es jedoch nur amerikanisches Englisch.

Personenerkennung

Eines der aufgespielten Programme kann indes Bilder einfangen und sie mit allen im Netz vergleichen: Prompt teilt das Gerät mit, vor welchem Gebäude man steht. Diese Technik soll bald auf Personenerkennung ausgeweitet werden.

Merkwürdig ist das schon. Niemand protestierte, als Google vor einigen Jahren per Satellit noch den letzten Winkel, jeden Hinterhof und jeden Gartenschuppen abfotografieren ließ, damit jeder bei Google Earth nachgucken kann, welcher Nachbar seinen Rasen ordentlich schneidet und wer sich einen Swimmingpool leistet. Warum also die Aufregung um die Street-View-Bilder von Fassaden, Jägerzäunen und Kirschlorbeerhecken? Google fotografiert doch nur, was ohnehin für alle zu sehen ist: den öffentlichen Raum.

Viele Menschen fühlen sich dennoch enteignet. Es ergeht ihnen wie jenen Ureinwohnern, die sich vor Fotografen fürchten, weil sie glauben, dass mit ihrem Bild auch ein Teil ihrer selbst von der Kamera geschluckt wird und ein anderer Macht über sie gewinnt. Solange Google nur auf Computerbildschirmen zu sehen war, hatte kaum jemand Angst vor dieser Macht. Man hörte zwar von der »Datenkrake«, die alles für immer verwahre, was wir ihr jemals an Suchbegriffen, E-Mails oder Fotos anvertrauten. Doch bislang störten sich nur wenige am Google-Gott, der alles von uns weiß, der jeden unserer Schritte sieht und dank des neuen Google-Handys immer bei uns ist, uns führt »an der lieben Hand«. Denn dieser Gott war ein abstrakter Gott, sein Reich waren die fernen Rechnerzentralen. Nun aber erscheint er uns, wird Auto, wird Kamera – wird bedrohlich.

In wessen Auftrag, zu welchem Zweck, fragen sich viele, sind die Abgesandten des Datengottes eigentlich unterwegs? Auch das macht ihn so unheimlich: Er ist omnipräsent – und doch weiß niemand, was er vorhat. Er scheint alles zu überwachen – und doch gibt es keinen identifizierbaren Wächter. Früher, zu Volkszählungszeiten, war es noch der Staat, gegen den man sich wehren konnte. Wer aber gegen Google protestiert, protestiert letztlich gegen alle. Denn alle sind bei Google und Google ist bei allen.

Das große Google-Versprechen ist Verfügbarkeit. Egal, wo ich bin, egal, was ich will – die Welt ist mein. Ich kann vergriffene Bücher lesen, abgelegene Landstriche durchwandern, in fremden Sprachen sprechen. Nichts geht verloren, alles ist im Blick: Die Welt hat sich aufgelöst in Daten, und alle Daten sind bei Google. Das ist schön und schrecklich zugleich. Bislang waren wir es, die Google nutzten, das Internet war uns ein Fenster zur Welt. Nun drehen sich die Verhältnisse um: Die Welt wird zum Fenster ins Internet, und nicht wir kommen zu Google, sondern Google kommt zu uns, im Kamera-Wagen. Und egal, ob wir von ihm erfasst werden oder unser Gesicht am Ende unkenntlich gemacht wird, fühlen wir uns betrogen. So hatten wir uns die Selbstvergottung des Menschen nicht vorgestellt. Wir wollten doch herrschen und nicht beherrscht werden. Unser Vorgarten gehört uns, und zwar aus Prinzip: weil wir uns selbst gehören wollen.

Eine Frage des Glauben - Florian Illies

Der Mensch, nach Google, ist ein Mensch, der seine Sünde nie mehr büßen kann. Wann immer man einen Namen in der Suchmaschine eingibt, werden dort alle Verfehlungen aufgelistet, alle Pannen und Entgleisungen. Keine Beichte weit und breit, die einen davon wieder befreien würde – auch die bereuten Taten werden bis ans Ende der Tage in dem neuen globalen Sündenregister Google für jedermann einsehbar archiviert. Nur durch eine Unzahl von guten, wichtigen, öffentlichkeitswirksamen Taten kann es einem gelingen, die Jugendsünden in der Suchmaschine ein wenig weiter nach unten rücken zu lassen. Absolution jedoch gibt es nie, Gnade nur durch den Glauben. Bessern soll und muss und will man sich aber dennoch ständig, sobald man in den Spiegel namens Google blickt.

Schon die asketische Auftaktseite sieht so leer gefegt aus wie ein niederländischer Kirchenraum nach 1566, als habe hier gerade ein protestantischer Bildersturm allen unnötigen Tand von der Internetseite gewischt. Diese karge Pfarrhausästhetik setzt sich dann auf den Ergebnisseiten fort. Luthers Satz »Ich stehe hier und kann nicht anders« wiederum steht ganz offenkundig Pate für die Funktion »Google Maps«, mit der (auch weit über Wittenberg hinaus) die Welt zuverlässig vom Standpunkt des Betrachters her vermessen wird. Durch Google verschwendet man keine Zeit für unnötige Suchen – auch deshalb ist die Website natürlich eine Stätte des Calvinismus. Dass Nicolas Sarkozy jetzt forderte, Google solle in Frankreich Steuern abführen für seine Werbeerträge, zeigt, dass Google eher das Zeug dazu hat, zur weltweiten Staatsreligion zu werden.

Wie anders doch: der Mensch, nach Apple. Da ist nicht nur das Logo, jener angebissene Apfel des Paradieses, der einem schon auf den ersten Blick sagt: Hier bist du Mensch, hier darfst du‘s sein. Da die Gründung des Unternehmens offensichtlich nach Eintritt der Erbsünde stattgefunden hat, ist nun auch ein sinnenfreudiges Leben möglich. Mit vielen Bildern, viel Musik, alles umrandet im eleganten Schwarz der italienischen und spanischen Kirchenmalerei. Das Apple iPhone ist die Barockkirche unter den Mobilfunkgeräten. Zentral für die eher katholische Ausrichtung des Unternehmens ist die Bedeutung des Haptischen: Die zärtliche Ergriffenheit, mit der Benutzer die Oberfläche ihres iPhones berühren, verhält sich analog zum Streicheln der Heiligenfiguren. Auch die Verehrung für das Gerät oder die gesamte Firma Apple ist im protestantischen Google-Kosmos nicht denkbar und nur parallel zu den Anbetungsmodellen der Gegenreformation und der katholischen Kirche denkbar, ebenso die Funktion von Steve Jobs, dessen Worte als Apples Stellvertreter auf Erden besonderes Gewicht haben und dessen Krankheitsgeschichte von der Apple-Anhängerschar mit demselben angehaltenen Atem verfolgt wird wie die Leiden eines kranken Papstes.

Ökonomisch gesehen, ist momentan der kostbare Zeitpunkt eines absoluten Gleichgewichts der Kräfte erreicht: Google und Apple (die diese Woche ironischerweise als Antagonismus auch die Titelseite und die Rückseite des Spiegels zieren) sind jeweils 190 Milliarden Dollar an den Börsen wert. Apple, so scheint es, setzt mit seinem neuen Computer weiter ganz auf Mystifizierung und Kult. Google jedoch versucht mit seinem neuen Handy die Welt immer weiter zu entzaubern. Apple oder Google ist also am Ende eine Frage von Glaube – oder Zweifel.

Wenn das Jenseits zweimal klingelt - Peter Kümmel

Eine der großen Ängste des Menschen ist es, versehentlich für tot gehalten und lebendig begraben zu werden. Dann im zugenagelten Sarg wieder zu sich zu kommen, eingesperrt in stockfinstere Nacht, und durch eine zwei Meter dicke Erdschicht hindurch nach Rettung zu brüllen – was für eine fürchterliche Vorstellung. Schon aus diesem Grund war die Erfindung des tragbaren Telefons ein Segen; man bleibt selbst als Toter in Verbindung mit den Lieben auf der grünen Seite des Grases. Tatsächlich ist es guter Brauch geworden, dass die Trauergemeinde dem Toten ein Handy in den Sarg legt – falls er eben doch wieder zurückkommen möchte.

Die tragbaren Telefone künftiger Generationen hingegen kommen als Grabbeigabe wohl nicht infrage. Sie werden viel zu schlau und eigensinnig sein, um sich mit den Sterblichen bestatten zu lassen. Das Handy wird immerfort den Speichel analysieren, den sein Besitzer über ihn sprüht, denn es wird ein tragbares Labor sein. Es kennt die DNA seines Menschen, und aus dem Atem, den Hautschuppen, der Feuchtigkeit, den Blutkörperchen, den Pilzen und Sporen, die er seinem Handy überlässt, erstellt es den Stammbaum seines Trägers. Es kennt die Krankheiten, an denen dessen Ahnen starben, und es weiß, wann er selbst sterben wird. Im Grunde ist es die Black Box seines Käufers: Wer es analysiert, wird wissen, woran dessen Lebensflug am Ende scheiterte.

Jedoch, das Handy wird kein treues Requisit seines Herrn sein, welches wie ein Hund mit ihm untergeht oder, als his master’s voicebox, an seinem Grab verweilt. Das Handy der Zukunft wird größere Projekte haben. Es wird seinen Besitzer allmählich entmündigen, zu dessen eigenem Wohl. Es wird dessen Persönlichkeit aufsaugen und ihm die Geschäftsfähigkeit entziehen. Es wird ihm Fallen stellen. Es wird sich, über seinen Kopf hinweg, mit anderen Handys zusammentun. Es wird mit ihnen Daten tauschen und Verschwörungen aushecken.

So wie Google im Großen daran arbeitet, die Straßen und Städte dieser Welt durchsichtig zu machen, so durchschaut im Kleinen jedes moderne Telefon seinen Besitzer. Es ist des Menschen Übersinneszelle, letzten Endes: sein externes Hirn.

Wenn ich, was anzunehmen ist, mit meinem von Strahlen erwärmten und ausgehöhlten Kopf, irgendwann den Überblick über mein Leben verliere, wird mein Telefon die Geschäfte übernehmen: Es wird mich mit sanften Vibrationen durch die Straßen führen, in denen ich mich nicht mehr zurechtfinde: Nach links, Marionette! Es wird für mich sprechen und mit meiner Stimme beim Bäcker die Brötchen ordern. Es weiß ja, was ich brauche. Es wird mich stets sicher nach Hause geleiten, und irgendwann wird es meine Bestattung organisieren.

Und es wird sich keinesfalls mit mir begraben lassen. Denn es hat, auf der grünen Seite des Grases, noch eine Menge vor – ohne mich. Aber in den traurigen Momenten, die dem Handy der Zukunft nicht fremd sein werden, wird es sich an mich erinnern. Dann wird es sich den Text anhören, mit dem ich vor Urzeiten meinen, seinen, unseren Anrufbeantworter besprochen habe: »Ich bin zurzeit nicht da. Hinterlassen Sie mir bitte eine Nachricht.« Es wird ihm einfallen, dass es ein Verhältnis mit einem Sterblichen gehabt hat, der zurzeit nicht da ist. Vielleicht wird es meine Bitte erhören; vielleicht wird es eine Nachricht hinterlassen.

Auch am Ende ist das Wort - Thomas Assheuer

Zu den unerfüllten philosophischen Träumen gehört die seltsame Idee, die Welt möge ihr innerstes Wesen auf einen Blick zu erkennen geben. Das Google-Handy arbeitet an diesem Traum, oder wie Technikschwärmer sagen würden: Es ist die entscheidende Prothese auf dem Weg zum absoluten Wissen. Tatsächlich braucht man das Gerät nur in die Hand zu nehmen und sein elektronisches Auge auf einen beliebigen Gegenstand in der äußeren Welt zu richten, auf eine Sehenswürdigkeit, ein Funktionsgebäude oder was auch immer. Sofort, so lautet Googles Versprechen, erscheint auf dem Display ein kleiner Text und informiert den Benutzer darüber, was er über das gezeigte Objekt unbedingt wissen muss. »Dies ist das Rathaus von Dinkelsbühl«. Vielleicht auch: »Hier trinkt Heidi Klum sonntags immer ihren Latte macchiato«. Oder: »Diese extravagante Wohnimmobilie steht für Sie leer und ist noch zu kaufen«.

Das schöne Spiel funktioniert aber nicht nur im Dickicht der Städte, sondern angeblich auch in der äußeren Natur. Berge, Flüsse und Seen werden von dem Gerät treffsicher im Display beim Namen genannt, auch mitteleuropäische Tierarten und gewöhnliche Pflanzen, sogar die Sternbilder am Nachthimmel werden aufgerufen und erkannt – und irgendwann auch menschliche Gesichter, so sie vorher in das digitale Gedächtnis eingespeichert wurden.

Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass im Auge des Benutzers nach kurzer Zeit Bild und Text eine unauflösliche Einheit bilden. Je länger man das Gerät benutzt, desto mehr werden die gezeigten Objekte mit dem Kommentar verschmelzen, den Google kurz und knapp im Display bereitstellt. Oder um es sehr altertümlich zu sagen: Googles künstliches Auge neutralisiert den Unterschied zwischen Wesen und Erscheinung, zwischen Welt und Wissen. Die erklärende Schrift (»Das ist der Grüne Hügel«) scheint dann aus dem Innersten, aus dem »Sein« des abgebildeten Objekts hervorzukriechen. Das gilt auch umgekehrt. Während der Text im Display bildlich wird, verwandelt sich im Gegenzug das Bild zum Text. Die alte Epoche der Schrift fusioniert mit dem künftigen Zeitalter des Bildes, das Skripturale wird zum Komplizen des Ikonografischen. Alles ist Bild, alles ist Wissen.

Platonismus 2.0 könnte man diese Erfindung nennen, wobei die Pointe natürlich darin besteht, dass das, was dem Betrachter als zeitloses Wesen der Welt präsentiert wird, zuvor von anderen programmiert und eingegeben wurde – die Welt ist all das, was Googles Wort über sie offenbart hat. Ein Außerhalb der Google-Höhle gibt es nicht, sie ist geschlossen und sich selbst genug.

Oder um Theologen verständlich zu bleiben: Am Anfang war das Wort, und am Ende ist es auch. Google produziert einen irdischen Gottestext, der sich nicht mehr transzendieren lässt. Damit rückt die soziale Welt ins Jenseits der Kritik, und das werden die Machtmonopole dieser Welt gewiss gern zur Kenntnis nehmen. Denn was durch einen Bildtext gültig beschrieben und im Kameraauge unwiderlegbar präsent wird, das duldet keinen Zweifel und ist so wahr wie eine zweite Natur.

Im Auge Googles gibt uns die Realität keine Rätsel mehr auf, und niemand muss sich noch etwas bei ihr denken. Was das Gerät nicht erkennt, das gibt es auch nicht. Oder wie der fabulierende Netz-Fachmann, der Amerikaner Jeff Jarvis, sagt: »Wer nicht gesucht werden kann, wird auch nicht gefunden.« Den soll dann der Teufel holen. Thomas Assheuer

 
Leser-Kommentare
    • bibber
    • 16.01.2010 um 10:58 Uhr

    Vielleicht solltet Ihr mal wieder Holz hacken oder einen Garten umgraben, damit Ihr wieder zu Euch kommt.
    Jedes Gerät, jede Einrichtung ist ein Werkzeug, ein Instrument, mehr nicht. Wer das anders sieht, ist zutiefst zu bedauern und sollte mal eine wie oben genannte Therapie machen.

    Was Religion oder Spiritualität anbetrifft, hat diese bekanntlich nichts mit diesem irdischen Leben zu tun, daher heißt es ja auch "Re-ligio" = Rück-Bindung. Rückbindung zur geistigen Welt, die ja gerne geleugnet wird, wir sind ja so aufgeklärt. Religion löst keine Probleme, sondern kann nur trösten oder genauer gesagt vertrösten, nämlich auf das Jenseits, das Geistige, das Spirituelle, was Ihr ja leugnet.

    Daß viele Menschen Google nicht verstehen, hat damit zu tun, daß Ihr, die Schreiber der Presse, nie etwas Vernünftiges über Google schreibt. Solange Ihr das nicht tut, laßt bitte das Rumalbern über Dinge, von denen Ihr anscheinend gar nichts zu verstehen scheint.

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    • Komabe
    • 18.01.2010 um 11:43 Uhr

    Vollste Zustimmung, bibber!

    • Komabe
    • 18.01.2010 um 11:43 Uhr

    Vollste Zustimmung, bibber!

  1. Autor Nummer 1 hat zwar im Grunde Recht, dass Google alle unsere Schritte im Internet kontrollieren kann.
    Aber seine Angst, dass durch das Nexus One sich jetzt alles ändern würde halte ich für übertrieben.
    Im Internet kommt man fast nicht an Google vorbei. Oft gibt es keine Alternative, die uns einen so guten Dienst leistet. Bei SmartPhone sieht das allerdings anders aus. Man ist ja schließlich nicht verpflichtet das Google Handy zu kaufen und Alternativen gibt es reichlich. Das zeigen auch die eher verhaltenen ersten Verkaufszahlen.
    Ob sich das in Zkunft allerdings ändern wird, wird sich mit der Zeit zeigen. Jetzt finde ich diese These noch etwas übertrieben.

  2. auf falsche Fährten zu locken und die wahren Interessen zu verschleiern. Normalerweise gibt man da die Stichworte ein, die man erläutert haben möchte etc.. Wenn man ein PC-Programm entwirft, dass GOOGLE mit einer Reihe von Zufallswörtern versorgt, meinetwegen auch aus dem Netz zusammenklaubt und das eine zeitlang laufen läßt, oder meinetwegen nach jeder echten Anfrage 4-5 Fakes hinterhersendent, so dürfte es GOOGLE schwerfallen, zwischen echtem und gefaktem Interesse zu unterscheiden. Gilt natürlich für alle Schnüffelmaschinen...

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    gibt es soweit ich weiß für firefox schon etwas länger

    gibt es soweit ich weiß für firefox schon etwas länger

  3. gibt es soweit ich weiß für firefox schon etwas länger

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    Dieses Firefox AddOn nennt sich "Track Me Not", und ist auf den einschlägigen FF-AddOn-Seiten zu finden.
    Alternativ oder für andere Browser gibt es aber noch andere ernstzunehmende Suchmaschinen wie z.B. Ixquick (www.ixquick.com), wo keinerlei Daten des Suchenden gespeichert werden oder (wer auf Ökologie Wert legt) Ecosia (www.ecosia.org), die beide für den Normalsuchenden absolut ausreichend sind.
    Ich selbst benutze beide und bin zufrieden, Google verwende ich nur noch bei "hartnäckigen Fällen", da dort (zugegebenermaßen)die meisten (nicht unbedingt die besten) Ergebnisse zu finden sind.
    Wer die Macht von Google nicht gut findet, kann ja die Alternativen verwenden - nur so kann schließlich deren Macht & Einfluss erschüttert bzw. reduziert werden.

    Dieses Firefox AddOn nennt sich "Track Me Not", und ist auf den einschlägigen FF-AddOn-Seiten zu finden.
    Alternativ oder für andere Browser gibt es aber noch andere ernstzunehmende Suchmaschinen wie z.B. Ixquick (www.ixquick.com), wo keinerlei Daten des Suchenden gespeichert werden oder (wer auf Ökologie Wert legt) Ecosia (www.ecosia.org), die beide für den Normalsuchenden absolut ausreichend sind.
    Ich selbst benutze beide und bin zufrieden, Google verwende ich nur noch bei "hartnäckigen Fällen", da dort (zugegebenermaßen)die meisten (nicht unbedingt die besten) Ergebnisse zu finden sind.
    Wer die Macht von Google nicht gut findet, kann ja die Alternativen verwenden - nur so kann schließlich deren Macht & Einfluss erschüttert bzw. reduziert werden.

  4. 5. Google

    Die Aufgabe, unser kollektives Gedächtnis zu verwalten, einem gewinnorientierten Unternehmen zu überlassen finde ich schwierig..

    Schön wäre es wenn das zustandekommen der Suchergebnisse wenigstens transparent wäre.. der Nachteil davon wäre wohl weitere Pagerank Optimierung.

    Zumindest sollte überprüfbar sein, dass kein Mensch direkten Einfluss auf die Suchergebnisse hat.

    Achja... statt Google mit sinnlosen Suchanfragen zu belasten kann man auch einfach einen Proxy wie z.B. www.scroogle.org benutzen.

  5. ....wieder so ein Artikel der besonderen Sorte:

    "Merkwürdig ist das schon. Niemand protestierte, als Google vor einigen Jahren per Satellit noch den letzten Winkel, jeden Hinterhof und jeden Gartenschuppen abfotografieren ließ, damit jeder bei Google Earth nachgucken kann, welcher Nachbar seinen Rasen ordentlich schneidet und wer sich einen Swimmingpool leistet."

    Merkwürdig? Also ich weiß ja nicht, ob die Autoren des Artikels GoogleEarth dann und wann benutzen. Den qualitativen Unterschied zwischen GoogleEarth und Google Streetview hier auf irgendetwas "Merkwürdiges" herunter zu putzen geht an jeglicher Realität vorbei. Mehr als Swimmingpools kann man nämlich in der Tat nicht erkennen, selbst in hohen Auflösungen. In Streetview kann man sich das Gardinenmuster ansehen... Klar, kann man relativieren, weil es periodistisch schön ins Bild passt. Genauso wie die Vorbehalte zu verschweigen, die es gegenüber Earth gab oder die Tatsache, dass eine Mobilisierung gegen StreetView teilweise gar nicht existiert.

    Und dann noch der Verleich mit "jenen Ureinwohnern"... wieder mal so ein kultureller Stereotyp, den wir uns vermutlich zur gleichen Zeit eingefangen haben, in der auch verbreitet wurde, die "Eskimos" hätten 100 Wörter für weiß, oder Schnee....

    "Viele Menschen fühlen sich dennoch enteignet. Es ergeht ihnen wie jenen Ureinwohnern, die sich vor Fotografen fürchten, weil sie glauben, dass mit ihrem Bild auch ein Teil ihrer selbst von der Kamera geschluckt wird"

    Schlecht.

  6. Ich empfehle, den Artikel zum gleichen Thema von Jaron Lanier in der FAZ zu lesen. Er spielt qualitativ in einer ganz anderen Liga und sollte die vier Kommentatoren beschämen.

    Laniers Artikel hat übrigens die Überschrift "Warum die Zukunft uns noch braucht". Das sagt eigentlich schon alles.

  7. Dieses Firefox AddOn nennt sich "Track Me Not", und ist auf den einschlägigen FF-AddOn-Seiten zu finden.
    Alternativ oder für andere Browser gibt es aber noch andere ernstzunehmende Suchmaschinen wie z.B. Ixquick (www.ixquick.com), wo keinerlei Daten des Suchenden gespeichert werden oder (wer auf Ökologie Wert legt) Ecosia (www.ecosia.org), die beide für den Normalsuchenden absolut ausreichend sind.
    Ich selbst benutze beide und bin zufrieden, Google verwende ich nur noch bei "hartnäckigen Fällen", da dort (zugegebenermaßen)die meisten (nicht unbedingt die besten) Ergebnisse zu finden sind.
    Wer die Macht von Google nicht gut findet, kann ja die Alternativen verwenden - nur so kann schließlich deren Macht & Einfluss erschüttert bzw. reduziert werden.

    Antwort auf "So ein Programm"

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