Frauenquote Platz machen, Männer!Seite 2/2
Für die Chemikerin Reine Note, die bei L’Oréal in der Forschung arbeitet, war der hohe Frauenanteil jedenfalls ein Grund, sich bei dem Unternehmen zu bewerben. »Vielfalt schafft auch Einfallsreichtum«, sagt die 36-jährige Kongolesin. Die hauseigene Kinderkrippe, der zusätzlich zum Mutterschutz gewährte Erziehungsmonat und die Tatsache, dass auch Führungskräfte am in Frankreich schulfreien Mittwoch und freitags früher Feierabend machen dürfen, erklären allerdings auch bei L’Oréal nicht die Kluft zwischen dem Frauenanteil bei den Führungskräften und den wenigen, die es in den Vorstand geschafft haben.
Wenn Unternehmenschefs künftig ihre Getreuen nicht mehr so einfach in die Kontrollgremien berufen dürften, würden dort die Personalvorschläge auch nicht länger kritiklos abgesegnet, hofft Carminati-Rabasse. »Deshalb ist es so wichtig, bei den Aufsichtsräten anzufangen, wenngleich das nicht sofort das Leben von 20000 Frauen in Frankreich verändern wird. Aber wir werden sicher einen Lerneffekt erleben, der sich dann fortsetzt.«
Allerdings regt sich auch Widerspruch. Unternehmen in typischen Männerdomänen wie Bau oder Erdölverarbeitung klagen, sie könnten die Vorgaben nicht erfüllen, zumal der Gesetzentwurf nach 18 Monaten bereits eine Quote von 20 Prozent und nach vier Jahren einen Frauenanteil von 40 Prozent vorsieht. »Ich kann mir nicht vorstellen, wie man private Unternehmen dazu zwingen will«, sagt auch die Arbeitsrechtlerin Isabelle Ruisseau. Spannend werde es, sobald der erste Mann klage. Wenngleich die französische Verfassung seit vergangenem Sommer ausdrücklich festschreibt, dass Frauen und Männer die gleichen Aufstiegschancen in politischen Ämtern wie im Berufsleben haben sollen, geht Ruisseau davon aus, dass das Verfassungsgericht eine Quotenregelung kippen würde.
Es wäre nicht das erste Mal. Ein ähnliches Gesetz, das eine Quote von lediglich 20 Prozent vorsah, wurde 2006 kassiert – mit der Begründung, dass Frauen und Männer vor dem Gesetz gleich zu behandeln seien. Nur drei der zwölf Richter waren Frauen.
- Datum 14.01.2010 - 12:41 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 14.01.2010 Nr. 03
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Die Frage ist ja, was es denn unter dem Strich bringen soll: das, was "Frau" ausmacht, ist meist fehl am Platze in Betrieben, soft skills und mehr Menschlichkeit eben. Wenn jetzt mehr Frauen Führungskräfte sein sollen, geht das womöglich nur deshalb, weil sie inzwischen ebenso skrupellos und auch selbstausbeuterisch sind wie Männer.
Ich denke, es geht hier nur um "Nationalprestige", Statistik eben, man will besser dastehen.
in der eu
die gentechnik-leiterin suzy renckens der eu-lebensmittelbehörde EFSA wechselt direkt zum agrokonzern syngenta in eine führende position,
in ihrer ehemaligen position war die dame für die prüfung der anträge dieses und anderer unternehmen zuständig
bestimmung
"der allen staatlichen und börsennotierten Unternehmen innerhalb von fünf Jahren einen Frauenanteil von 50 Prozent in ihren Aufsichtsräten vorschreibt"
warum gelten die 50% dann nicht auch für männer??
in der eu
die gentechnik-leiterin suzy renckens der eu-lebensmittelbehörde EFSA wechselt direkt zum agrokonzern syngenta in eine führende position,
in ihrer ehemaligen position war die dame für die prüfung der anträge dieses und anderer unternehmen zuständig
bestimmung
"der allen staatlichen und börsennotierten Unternehmen innerhalb von fünf Jahren einen Frauenanteil von 50 Prozent in ihren Aufsichtsräten vorschreibt"
warum gelten die 50% dann nicht auch für männer??
Die Absichten sind sicherlich richtig - aber - per Gesetz wird man das wohl kaum ändern können.
Und eine andere Frage:
Nehmen wir an ich gründe theoretisch eine Firma - eine kleine - muss dann zum Beispiel eine Frau eingestellt werden?
(Ach wenn sich keine mit entsprechenden Qualifikationen bewirbt)
In der Schweiz dürfen Frauen gegen ihren Arbeitgeber klagen wenn sie weniger verdienen als ein Mann mit der gleichen Erfahrung und gleichen Position - die Beweislast liegt beim Unternehmen - das Unternehmen muss daher beweisen dass es nicht diskriminiert.
Ich würde eine solche Regelung sonnvoller finden - für Gehalt als auch allgemeine Bewerbungen - vor allem wenn es um Vorstandspositionen geht sollte es sich recht schnell gherumsprechen welche Qualifikationen eine der "Neue" denn hat.
"In der Schweiz dürfen Frauen gegen ihren Arbeitgeber klagen wenn sie weniger verdienen als ein Mann mit der gleichen Erfahrung und gleichen Position - die Beweislast liegt beim Unternehmen - das Unternehmen muss daher beweisen dass es nicht diskriminiert."
Das dumme an der Sache ist nur, dass über Gehalt in der Regel verhandelt wird (sofern es keinen Tarif gibt). Man verdient das, was man in der Verhandlung rausschlagen kann. Wenn sich die Frauen mit weniger zufrieden geben haben sie a) schlecht verhandelt oder b) Pech gehabt weil die Bedingungen in dem Moment ungünstig waren oder c) sie wissen nicht was ihre Kollegen verdienen (was mitunter oft vorkommt, in vielen Verträgen steht auch drin dass über Gehalt nicht gesprochen werden darf) und schätzen ihren Wert für das Unternehemn geringer als er möglicherweise ist.
Letzeres halte ich für am wahrscheinlichsten, vor allem wenn man sich ansieht dass in typischen Frauenberufen unterdurchschnittlich wenig verdient wird. Beispiele: Krankenpflege, Altenpflege, Soziale Arbeit...
Wenn wir akzeptieren, dass unterschiedliche Berufsgruppen unterschiedlich verdienen (je nach wirtschaftlicher Lage - d.h. auch je nach Wettbewerb), dann müssen wir auch akzeptieren dass über Gehalt verhandelt wird.
Wenn man das nicht akzeptiert, ist die letzte logische Konsequenz ein Einheitslohn je nach Qualifikationsstufe und das geht stark in Richtung Planwirtschaft.
Ähnlich sehe ich das mit der Frauenqoute.
"In der Schweiz dürfen Frauen gegen ihren Arbeitgeber klagen wenn sie weniger verdienen als ein Mann mit der gleichen Erfahrung und gleichen Position - die Beweislast liegt beim Unternehmen - das Unternehmen muss daher beweisen dass es nicht diskriminiert."
Das dumme an der Sache ist nur, dass über Gehalt in der Regel verhandelt wird (sofern es keinen Tarif gibt). Man verdient das, was man in der Verhandlung rausschlagen kann. Wenn sich die Frauen mit weniger zufrieden geben haben sie a) schlecht verhandelt oder b) Pech gehabt weil die Bedingungen in dem Moment ungünstig waren oder c) sie wissen nicht was ihre Kollegen verdienen (was mitunter oft vorkommt, in vielen Verträgen steht auch drin dass über Gehalt nicht gesprochen werden darf) und schätzen ihren Wert für das Unternehemn geringer als er möglicherweise ist.
Letzeres halte ich für am wahrscheinlichsten, vor allem wenn man sich ansieht dass in typischen Frauenberufen unterdurchschnittlich wenig verdient wird. Beispiele: Krankenpflege, Altenpflege, Soziale Arbeit...
Wenn wir akzeptieren, dass unterschiedliche Berufsgruppen unterschiedlich verdienen (je nach wirtschaftlicher Lage - d.h. auch je nach Wettbewerb), dann müssen wir auch akzeptieren dass über Gehalt verhandelt wird.
Wenn man das nicht akzeptiert, ist die letzte logische Konsequenz ein Einheitslohn je nach Qualifikationsstufe und das geht stark in Richtung Planwirtschaft.
Ähnlich sehe ich das mit der Frauenqoute.
ist bzg. Quote schon viiiel weiter:
"Nach Protesten gegen eine Quotenregelung für Frauen an schwedischen Universitäten will die Regierung in Stockholm die Initiative wieder aussetzen - weil sie Studentinnen benachteiligt. Die Vorschriften, wonach es an schwedischen Universitäten möglichst die gleiche Anzahl von Männern und Frauen geben soll, habe in Wahrheit zu einer Diskriminierung von Studentinnen geführt, schrieb der schwedische Hochschulminister Tobias Krantz am Dienstag in einem Beitrag für die Zeitung "Dagens Nyheter". Gerade für bei Frauen beliebten Studiengängen wie Psychologie und Veterinärmedizin seien jüngst wegen der Quotenregelung bevorzugt Männer genommen worden, obwohl es mehr qualifizierte Frauen als Männer für die Studienplätze gegeben habe."
Platz machen, Frauen? Denkste!
Was Schweden angeht, kann man auch sehr schön sehen, wie verkommen die Diskussion eigentlich von Seiten der Befürworter von Quoten geführt wird:
Die Quote wird ausgesetzt, wenn in frauendominierten Berufen und Studiengängen Männer bevorzugt werden, wird aber als fair bezeichnet, wenn in männerdominierten Berufen Frauen bevorzugt werden.
In Wirklichkeit ist es doch so, dass der Anteil von 12 % von Frauen an Aufsichtsratsposten sehr hoch ist, wenn man bedenkt, dass nur 16 % der Frauen hier in Deutschland überhaupt Vollzeit arbeiten wollen.
Na ja - wie ich neulich hörte, wird an einigen Universitäten Männern schon ganz explizit gesagt, dass sie sich auf Professorenstellen erst gar nicht bewerben sollen, da sie auf Grund der Quoten sowieso keine Chancen haben.
Sind eigentlich nur die Politiker verblödet oder wir Männer insgesamt, dass wir uns das von ein paar Weibern gefallen lassen?
Der Kabarettist Richling -
http://www.youtube.com/wa... - behauptet ja "beides" ...
Was Schweden angeht, kann man auch sehr schön sehen, wie verkommen die Diskussion eigentlich von Seiten der Befürworter von Quoten geführt wird:
Die Quote wird ausgesetzt, wenn in frauendominierten Berufen und Studiengängen Männer bevorzugt werden, wird aber als fair bezeichnet, wenn in männerdominierten Berufen Frauen bevorzugt werden.
In Wirklichkeit ist es doch so, dass der Anteil von 12 % von Frauen an Aufsichtsratsposten sehr hoch ist, wenn man bedenkt, dass nur 16 % der Frauen hier in Deutschland überhaupt Vollzeit arbeiten wollen.
Na ja - wie ich neulich hörte, wird an einigen Universitäten Männern schon ganz explizit gesagt, dass sie sich auf Professorenstellen erst gar nicht bewerben sollen, da sie auf Grund der Quoten sowieso keine Chancen haben.
Sind eigentlich nur die Politiker verblödet oder wir Männer insgesamt, dass wir uns das von ein paar Weibern gefallen lassen?
Der Kabarettist Richling -
http://www.youtube.com/wa... - behauptet ja "beides" ...
Was für armselige Wesen müßten Frauen sein, wenn sie denn nur per Dekret in Ämter und Posten geschoben werden müßten und Männer nur durch ihr biologisches Geschlecht außen vor halten könnten.
Wäre ich eine Frau, ich stände auf den Barrikaden.
Eine Quote bei uns würde eindeutig gegen das Antidiskriminierungsgesetz verstoßen
Tja, da wird nun einfach das Pendant zu den inkompetenzbefördernden Klüngelkreisen der Männer eingefordert.
Die Erfahrungen welche ich bisher mit der Geschlechterquote machen durfte war das sie IMMER Menschen in Verantwortungsposition gehoben hat, welche der Ausfüllung von selbiger einfach nicht gewachsen waren. Wogegen für diese Position kompetentere Leute nicht zum Zug kamen.
Beides ist in der Regel sehr frustrierend: Klüngelkreis und Geschlechterquote.
Ich spreche mich nicht im konservativen Sinne gegen eine Geschlechterquote aus.
Für mich ist sie schlicht ein hinderliches nicht mehr zeitgemäßes emanzipatorisches Werkzeug.
Da für den Jahrgang 1988 die Gleichberechtigung einfach selbstverständlich ist.
Was Schweden angeht, kann man auch sehr schön sehen, wie verkommen die Diskussion eigentlich von Seiten der Befürworter von Quoten geführt wird:
Die Quote wird ausgesetzt, wenn in frauendominierten Berufen und Studiengängen Männer bevorzugt werden, wird aber als fair bezeichnet, wenn in männerdominierten Berufen Frauen bevorzugt werden.
In Wirklichkeit ist es doch so, dass der Anteil von 12 % von Frauen an Aufsichtsratsposten sehr hoch ist, wenn man bedenkt, dass nur 16 % der Frauen hier in Deutschland überhaupt Vollzeit arbeiten wollen.
Na ja - wie ich neulich hörte, wird an einigen Universitäten Männern schon ganz explizit gesagt, dass sie sich auf Professorenstellen erst gar nicht bewerben sollen, da sie auf Grund der Quoten sowieso keine Chancen haben.
Sind eigentlich nur die Politiker verblödet oder wir Männer insgesamt, dass wir uns das von ein paar Weibern gefallen lassen?
Der Kabarettist Richling -
http://www.youtube.com/wa... - behauptet ja "beides" ...
Da aufgrund der demographischen Entwicklung der Anteil der arbeitenden Bevölkerung immer mehr abnimmt, werden die Unternehmen um jeden halbwegs qualifizierten Mitarbeiter froh sein. Diskriminierung werden die sich langfristig gar nicht mehr leisten können.
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