Bildungsreformen "Die Schulen wurden lange in Ruhe gelassen"Seite 3/3
ZEIT: Gehen die Politiker denn auch richtig gegen die Probleme vor?
Baumert: Im Großen und Ganzen ja, auch wenn ich mir vieles schneller wünschte. Bei der Sprachförderung, einer der wichtigsten Aufgaben, sehe ich viele gute Ansätze im Kindergarten und in der Grundschule. Für die älteren Kinder und Jugendlichen fehlt die gebundene Ganztagsschule. Auch eine andere Maßnahme halte ich für sehr bedeutend, die sich erst langfristig auszahlen wird: die Einführung nationaler Bildungsstandards. Mit ihnen wird bundesweit festgelegt, welche Kompetenzen Schüler am Ende der Grundschule und der Sekundarstufe erworben haben sollen. In mehrjährigem Abstand wird anhand von Stichproben länderübergreifend überprüft, was tatsächlich gelernt wurde. Dass die Bundesländer sich darauf verständigt haben, ist eine große Leistung der viel geschmähten Kultusministerkonferenz.
ZEIT: Was halten Sie von den diversen Veränderungen an der Schulstruktur, zum Beispiel der Verlängerung der Grundschulzeit in Hamburg, der Einführung von Gemeinschaftsschulen oder der Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen?
Baumert: Die Zusammenlegung verschiedener Schulformen ist dort geboten, wo – wie in manchen Großstädten – nur noch zehn Prozent der Schüler die Hauptschule besuchen. An diesen Schulen ballen sich die Probleme. Auch zurückgehende Schülerzahlen können eine Vereinfachung des Systems erzwingen. Andere Strukturveränderungen sind politische Entscheidungen, die vom politischen Willen, von seiner Durchsetzbarkeit und vom historisch Möglichen abhängen. Ich gebe nur zu bedenken, dass bloße Strukturveränderungen ohne Verbesserung des Unterrichts und Änderung der Lehrerbildung wenig bewirken.
ZEIT: Weshalb?
Baumert: Studien zum Mathematikunterricht haben gezeigt, dass Schüler bei Lehrkräften mit besserem fachdidaktischen Wissen und Können deutlich mehr lernen. In der Sekundarstufe sind Gymnasiallehrkräfte in Deutschland in der Regel besser ausgebildet. Wenn die Qualität der Lehrerausbildung für die verschiedenen Schularten nicht angeglichen wird, dann sind wieder jene Schüler bevorteilt, die von Gymnasiallehrkräften unterrichtet werden, gleichgültig, in welchem organisatorischen Rahmen. Dies ist auch in Gesamtschulen nachweisbar.
ZEIT: Welche Reform halten Sie für die wichtigste?
Baumert: Keine einzelne Reform, sondern die Konzentration darauf, den Schwächsten der nachwachsenden Generation – es sind die zwanzig Prozent der Risikogruppe – jenes Mindestmaß an Bildung zu vermitteln, dessen sie für eine gesellschaftliche Teilhabe bedürfen.
ZEIT: Sind unsere Schulen eigentlich wirklich so schlecht, oder werden sie nur schlechtgeredet?
Baumert: Wir haben viele exzellente Schulen, die auch den internationalen Vergleich nicht zu scheuen brauchen. Aber die Streuung ist groß. Das Niveau am unteren Ende zu heben ist der Weg, um Deutschland auch im internationalen Vergleich nach oben zu bringen.
Das Gespräch führte Thomas Kerstan
- Datum 21.01.2010 - 07:16 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 21.01.2010 Nr. 04
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wie soll das denn aussehen?
warum nicht fuer alle schueler die bestmoegliche bildung?
hier soll dich auch nur ein arbeitsfaehiges heer geschaffen werden welches die grundrechenarten beherrscht und ein wenig deutsch.. nicht zu viel damit sdie nicht gehaltsbedingungeen und lebensqualitaeten fordern kann
alles humbug.. aber das sprachrohr macht da gerne mit
warum nie kritisch liebe ZEIT?
„Der Bildungsforscher Jürgen Baumert fordert: In erster Linie muss den schwächsten Schülern ein Mindestmaß an Bildung vermittelt werden“.
Reines Wassers sinn- und inhaltslose Demagogie! Was sind schwächste Schülern und was ist Mindestmaß an Bildung? Wenn die Hälfte von Studenten, wie die Unis-Professoren jetzt behaupten, nicht wissen was 1/2 2/3 ergibt
http://www.welt.de/politik/bildung/article5479527/Das-Studium-an-deutschen-Unis-wird-enrümpelt/
waren das die schwächeren oder stärkeren Schüler? Was für ein noch niedrigeren Mindestmaß kann es noch geben?! Wir haben zu viele "Bidungsforscher" aller Sorten, das ist unser Problem in dem Schulwesen!
"Viele bayerische Hauptschulen erreichen heute bessere Ergebnisse als Realschulen in anderen Ländern".
Das wollen wir in Bayern so haben, wenn aber ein "Bildungsforscher" das, wie eine Elster auf dem Schwanz herum trägt, dann ist es sehr traurig! Mehr gesagt, für das katholische Mädchen fliegt die Zeit, für die Bildungsfabrikanten aber steht sie, nach ZEHN JAHREN seit Pisa-Schock: -"Die Reformen stehen ja noch am Anfang, die Wirkungen können noch gar nicht anders sein als bescheiden". Ziemlich schweinisch sieht es aus...
"Auch eine andere Maßnahme halte ich für sehr bedeutend...: die Einführung nationaler Bildungsstandards. Mit ihnen wird bundesweit festgelegt, welche Konzepten Schüler am Ende der Grundschule und der Sekundarstufe erworben haben". Der höchster Blödsinn, den man sich vorstellen kann! Und wird dieser Blödsinn dem Staat in 6 Jahren 70. Mio. Euro kosten!! Vom Anfang an hieß auch alles so, so war es vorgesehen: Südd. Z. Nr. 244 20.10.08.-"Revolution der Bildungsforschung", aber schauen Sie den Attikel "Die wilde Bildungsforscherei..." an,
http://community.zeit.de/...
wie DAS endete: 60 000 Bürgerinnen und Bürger..., von Grundschule und Standards keine Rede mehr! Hochrangige Bildungs-Lügerei und Rauberei! Man bemüht sich nicht Mal formulieren, um was es geht...
"Auch eine andere Maßnahme halte ich für sehr bedeutend...: die Einführung nationaler Bildungsstandards. Mit ihnen wird bundesweit festgelegt, welche Konzepten Schüler am Ende der Grundschule und der Sekundarstufe erworben haben". Der höchster Blödsinn, den man sich vorstellen kann! Und wird dieser Blödsinn dem Staat in 6 Jahren 70. Mio. Euro kosten!! Vom Anfang an hieß auch alles so, so war es vorgesehen: Südd. Z. Nr. 244 20.10.08.-"Revolution der Bildungsforschung", aber schauen Sie den Attikel "Die wilde Bildungsforscherei..." an,
http://community.zeit.de/...
wie DAS endete: 60 000 Bürgerinnen und Bürger..., von Grundschule und Standards keine Rede mehr! Hochrangige Bildungs-Lügerei und Rauberei! Man bemüht sich nicht Mal formulieren, um was es geht...
Ich werde die Fragen von Thomas Kerstan nicht kommentieren, sage nur, sie sind einfach der schlechtester Qualität.
Zeit: Aber am besten funktionieren die Schulen doch in reformskeptischen Ländern wie Bayern, Sachsen und Baden-Württemberg.
Was ist „reformskeptischen“? Bei Bayern wird wahrscheinlich die Aussortierung von 10. jährigen Kindern gemeint, an der sich Bayern so fest haltet, was Schulreformen aber angeht, sind in Bayern im vergangenem Jahr mehr Reformen durchgeführt worden, als insgesamt in fünf Jahr früher!
Und noch: Wer Schulen in Bayern und B.-W. gemäß Standard (Schule-Lehrer-Lernen) mit Schulen in Sachsen vergleicht, der kennt sich im Schulwesen einfach sehr schlecht aus...
In „A“ ist es 1/2 PLUS 2/3, weiß nicht warum fehlt PLUS? Auch Link welt.de funktioniert bei mir...
BIL, das ist die Zauberkraft,
die heut niemand mehr versteht,
mit welcher man nur DUNG erschafft,
weil man nicht weiß, wie es geht.
Ich tät mich nicht Bildungsforscher nennen lassen dafür, dass ich jemand etwas vermitteln will, was er schon seit seiner Geburt besitzt und entwickelt. Als Ich-kann-Schule-Lehrer pflege ich einen anderen, realeren Umgang mit den Kräften des Lebens. Ich spreche die Kräfte im Menschen an, bestätige ihnen ihre Güte, begeistere mich für sie und stelle mich auf ihre Seite, gerade wenn dien anderen sie als schwach, auffällig, defekt und sonst noch was abwerten. Dann kannst Du mal sehen, was sich dabei BILDET.
In der Du-musst-Schule blässt man sich wissenschaftlich auf, sagt den Kräften von oben herab, wie blöd sie sind, und wundert sich noch, wenn diese dann vor soviel Wissenschaftlichkeit die Flucht ergreifen.
Professorenbildung scheint mir viel dringlicher erforderlich als Kinderbildung. Es ist einfach der Gipfel der Dummheit, wenn wir immer nur die Schablonen zum Einfpgen perfektionieren, um damit andere Mitläufer zu überholen. Mit solch infantilem Verständnis vom Leben verdirbt man Schule nur immer noch mehr.
In der IKS weiß man noch, dass Lernen bedeutet, nicht in vorbereitete Schablonen hinein sondern über alle Schablonen hinaus zu wachsen.
Schickt die Schule nochmal in die Schule!
Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe
...in "b.klick.de" habe ich über Ihre „Ich-kann-Schule“ gelesen, ich würde Ihnen nur raten sich selbst und die Leute mit diesem Unsinn nicht verrückt machen versuchen. Ich lege Ihnen ein Blatt A4 und würde Sie bitten das Konzept dieser „Ich-kann-Schule“ erklären. Nein, sagen Sie, ein Blatt A4 reicht nicht aus, Sie brauchen, wie dieser „genialer“ B. Bueb Papier Romane schreiben um zu erklären, was „Disziplin und starke Lehrerführung“ ist. So auch hier- reine Demagogie! Ich habe mehrmals gefragt: Wer ist gefährlicher, als ein Dummkopf im Schulwesen? Und die Antwort: Ein Dummkopf mit Initiative! Ja, wo ist der Beweis, dass Sie, lieber FJN, selbst wissen, was 6x3 ergibt? Mir nach: Man braucht ja die „Ich-kann-Schule“ eben dann, wenn der Lehrer selbst nichts kennt. Oder umgekehrt: Alle sind so genial, wie Sie, und Jeder treibt, was er für Richtig haltet? Und was ist das Ergebnis? Anarchie -die Mutter der Ordnung und das haben wir jetzt! Es ist weltweit bewiesen, dass lieber alle treiben dieselbe Dummheit, als Wettbewerb von Dummheiten!
Über Ihren Kommentar kann man eben Romane schreiben, so umstritten ist er.
BIL=DUNG! Ja, in den meisten zivilisierten Ländern ist es auch heute noch: LERNEN und KENNTNISSEN, bei uns -Bildung und Kompetenz! Warum?
Der Herr Professor hat sich anscheinend ein von Sachkenntnis ungetrübtes Urteil bewahrt. Wir haben in diesem Land 16 permanente Bildungsbaustellen. G8, Primarschule in Hamburg, Abschaffung der Hauptschule in Berlin - wo lebt der Mann eigentlich?
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