Glätte im Winter Vorsicht, Rutschgefahr
Salz gefährdet die Umwelt, aber Glatteis kann Menschenleben kosten. Was tun?
© Robert Schlesinger/dpa

Schlecht gestreute Straßen begünstigen tödliche Unfälle
Deutschland ist reich an Salz. Das bezeugen Städtenamen wie Salzgitter, Halle oder Bad Reichenhall (mittelhochdeutsch Hall = Salz). Die Kali + Salz AG zählt zu den weltgrößten Lieferanten. Dennoch herrscht im Januar bundesweit Salzmangel.
In vielen Straßenmeistereien und Städten, ob in Lübeck, Berlin, Wuppertal oder Freiburg, sind die Depots leer. Weil hiesige Lieferanten den Bedarf nicht mehr decken konnten, wurden Schiffsladungen aus Sizilien, Marokko und Chile geordert. Millionen Tonnen Streusalz sollen in diesem Winter den Verkehr auf deutschen Straßen und Autobahnen sichern. Denn die Zauberformel des modernen Winterdienstes lautet: Weiß + Weiß = Schwarz. Salz auf Schnee schafft blanken Asphalt. Wie den Gemeinden ergeht es vielen eisfürchtigen Bürgern. Die griffen vermehrt zum Salz und stehen nun in den Baumärkten vor leeren Regalen: Streusalz ausverkauft.
Doch die neue Streulust der Deutschen erzürnt die Umweltschützer. Denn das »weiße Gold«, einst so wertvoll, dass man damit Gehälter auszahlte (Salär!), ist ökologisch betrachtet ein Gift. Hoch dosiert schädigt es Bäume und Gewässer. »Salz gehört aufs Frühstücksei und nicht auf den Bürgersteig«, mahnte Martin Ittershagen, Pressesprecher des Umweltbundesamtes. Die Naturschutzverbände fordern deshalb ein konsequentes Verkaufsverbot für Streusalz – wenigstens dort, wo der private Einsatz untersagt ist.
Tatsächlich haben viele Kommunen schon vor Jahren ein solches Streuverbot erlassen, darunter Hamburg und Berlin. So entstand eine widersprüchliche Situation: Was dem städtischen Räumdienst auf der Straße erlaubt ist, wird dem Anwohner auf dem angrenzenden Bürgersteig bei Strafandrohung untersagt.
Effektiv sind diese Verbote in der Praxis indes nicht. Auch die Forderung nach einem Verkaufsstopp erscheint wenig hilfreich. Denn im föderalistischen Deutschland ist der Winterdienst nicht von übergreifender Logik geprägt, sondern eher von lokalen Eigenheiten. Das schafft Spielraum für Ausreden. So verweisen die Baumärkte in Berlin (Streuverbot) darauf, dass Kunden aus dem nahen Brandenburg ja Streusalz privat einsetzen dürfen.
Dort weiß man auch, dass Streusalz die zahlreichen Alleebäume nicht gleich umbringt – dass aber schlecht gestreute Straßen tödliche Unfälle begünstigen. Also salzt man im Winter bis dicht an die Bäume. Und erträgt stoisch die sommerlichen Klagen der Alleenschützer, dass die Straßenbäume vermehrt gelbe Blätter abwerfen.
- Datum 23.01.2010 - 15:29 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 21.01.2010 Nr. 04
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kaum ist ein bisschen Schnee gefallen, hört man schon draußen die Schaufeln.
Vielleicht sollten die Deutschen auch alle Seen zuschütten, weil man dort ertrinken kann.
Das Leben ist lebensgefährlich...
...Sie sind aber ein einfach gestrickter Mensch Herr Schmidt - Ihnen fehlt aber eine gehörige Portion Herzenswärme...mannohmann !
...Sie sind aber ein einfach gestrickter Mensch Herr Schmidt - Ihnen fehlt aber eine gehörige Portion Herzenswärme...mannohmann !
Vielleicht sollte man mal wieder das Hirn einschalten und sich der Natur anpassen. Einfach mal etwas mehr Zeit einplanen, vernünftige Schuhe tragen oder als Autofahrer langsamer fahren. Es gibt übrigens Spikes, zumindest für Schuhe und Radfahrer ist das wohl kaum verboten. Ich fahre jeden Morgen 2.5km auf Eis/Schnee zur Arbeit, da werden maximal die oberen 30cm Schnee zur Seite geschoben. Als Radfahrer muss ich meist etwas länger gedulden bis auch die Wege geräumt sind, aber es ist ja nicht so als ob man nicht auch den Bus nehmen könnte oder zu Fuß gehen kann.
Streusalz ist nicht nur für die Umwelt schädlich sondern auch für die Hunde und Katzen. Streusalz kann schwere verletzungen verursachen.
Ich als Fußgänger bin der Meinung, es wird viel zu schnell zum Salz gegriffen. Zumindest auf den Gehwegen. Es hat frisch geschneit, der Schnee ist weiß und es lässt sich wunderbar darauf laufen. Doch da gibt es ganz eifrige Anwohner oder Hausmeister, die schon bei der ersten Schneeflocke vorbeugend eine Menge Salz auf den Gehweg streuen. Der Schnee beginnt wunderbar zu schmelzen und trotz herrlichem Winter steigt man Dank des Salzes durch eine Pampe von grauem Schneematsch. Nicht nur, dass es sich nicht gut laufen lässt, auch Mütter mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer müssen sich nun durch das gut Gemeinte kämpfen. Von den Tierpfoten und meinen Schuhen möchte ich gar nicht erst sprechen. Dann wird es Abend und der Schneematsch beginnt zu gefrieren – jetzt haben alle Freude daran, die es gern glitzernd und glatt mögen, denn Streusalz lässt Schnee nur bist zu einer bestimmten Temperatur tauen – danach gefriert die oberste Wasserschicht zu spiegelglattem Eis. Was für eine Ironie – man streut, um Glatteis entgegen zu wirken und bewirkt genau das, was man vermeiden möchte.
Schnee einfach liegen lassen. Dort, wo viele Menschen laufen, tritt er sich von allein fest. Steinchen verhindern das Ausrutschen. Und wenn sich das Glatteis nach einigen Tagen doch bildet, kann man immer noch streuen. Man spart Geld, kann wunderbar laufen, schont die Umwelt und es sieht auch noch herrlich winterlich
Wenn jemand auf die Schnauze fällt, werden Sie wegen Verletzung der Streu- und Räumpflicht eben verklagt, wenn Sie die Sauerei einfach liegen lassen. Die Haftpflichtversicherung zahlt erst, nachdem sie geprüft hat, ob Vorsatz vorlag. Keine Versicherung zahlt bei Vorsatz! Vorsatz liegt im Übrigen bereits dann vor, wenn sie es einfach darauf ankommen lassen.
Räumen ohne anschließend zu salzen kann erst Recht zu Glatteis führen!
Im Übrigen gibt es auch Menschen, die nicht so fit sind, sich mit dem Fahrrad auf Glatteis zu bewegen. Auch ältere Menschen sind bekanntlich nicht immer so gelenkig und können einen Sturz nicht mehr so leicht wegstecken.
Es ist letztendlich abzuwägen, was uns wichtiger ist: Unfällen vorzubeugen oder die Salzlosideologie um jeden Preis durchzuziehen.
Wenn jemand auf die Schnauze fällt, werden Sie wegen Verletzung der Streu- und Räumpflicht eben verklagt, wenn Sie die Sauerei einfach liegen lassen. Die Haftpflichtversicherung zahlt erst, nachdem sie geprüft hat, ob Vorsatz vorlag. Keine Versicherung zahlt bei Vorsatz! Vorsatz liegt im Übrigen bereits dann vor, wenn sie es einfach darauf ankommen lassen.
Räumen ohne anschließend zu salzen kann erst Recht zu Glatteis führen!
Im Übrigen gibt es auch Menschen, die nicht so fit sind, sich mit dem Fahrrad auf Glatteis zu bewegen. Auch ältere Menschen sind bekanntlich nicht immer so gelenkig und können einen Sturz nicht mehr so leicht wegstecken.
Es ist letztendlich abzuwägen, was uns wichtiger ist: Unfällen vorzubeugen oder die Salzlosideologie um jeden Preis durchzuziehen.
wie ist es außerdem mit der wirksamkeit bei tieferen temperaturen? dann bringt salz nicht viel...
dann lieber gar nicht salzen, dafür hat man dann ne feste schneedecke zum drüber fahren...
achja noch was zu den finnischen postboten: zeitungen werden bevorzugt aus dem auto richtung briefkasten, groß genug zum zeitung reinschmeißen, geworfen, wenn da mal nicht getroffen wird, muss er halt buddeln, nicht sehr schön,
übrigens hab ich in finnland nur sehr wenige postboten gesehen, die zu fuss gingen...
Wenn jemand auf die Schnauze fällt, werden Sie wegen Verletzung der Streu- und Räumpflicht eben verklagt, wenn Sie die Sauerei einfach liegen lassen. Die Haftpflichtversicherung zahlt erst, nachdem sie geprüft hat, ob Vorsatz vorlag. Keine Versicherung zahlt bei Vorsatz! Vorsatz liegt im Übrigen bereits dann vor, wenn sie es einfach darauf ankommen lassen.
Räumen ohne anschließend zu salzen kann erst Recht zu Glatteis führen!
Im Übrigen gibt es auch Menschen, die nicht so fit sind, sich mit dem Fahrrad auf Glatteis zu bewegen. Auch ältere Menschen sind bekanntlich nicht immer so gelenkig und können einen Sturz nicht mehr so leicht wegstecken.
Es ist letztendlich abzuwägen, was uns wichtiger ist: Unfällen vorzubeugen oder die Salzlosideologie um jeden Preis durchzuziehen.
Die Gesetzeslage erfordert keineswegs schon mit Salz zu quasen wenn es gerade erst anfängt zu schneien. Solange wie es akut schneit, muss nicht geräumt werden.
behauptet?
Bitte nochmal lesen!
Die Gesetzeslage erfordert keineswegs schon mit Salz zu quasen wenn es gerade erst anfängt zu schneien. Solange wie es akut schneit, muss nicht geräumt werden.
behauptet?
Bitte nochmal lesen!
Das wäre nun einmal eine Beschäftigung für Arbeitslose, den Schnee zu räumen. Aber nein, diese Arbeit ist natürlich nicht zumutbar. Nur dem Arbeitnehmer ist es zumutbar, morgens um 7 vor dem Weg zur Arbeit noch Schnee zu räumen.
Die Gesetzeslage erfordert keineswegs schon mit Salz zu quasen wenn es gerade erst anfängt zu schneien. Solange wie es akut schneit, muss nicht geräumt werden.
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