Netzspionage Cyber War

Chinesische Spione bei Google sind Teil eines neuen globalen Kampfes.

Das Bild entstand anlässlich einer Internet-Sicherheitskonferenz. Doch es beschreibt, worum es geht: Das Internet ist zum Schlachtfeld für Wirtschaftskriege geworden

Das Bild entstand anlässlich einer Internet-Sicherheitskonferenz. Doch es beschreibt, worum es geht: Das Internet ist zum Schlachtfeld für Wirtschaftskriege geworden

Wie sicher ist das geistige Eigentum von Unternehmen? Die Frage treibt Manager und Politiker in der westlichen Welt um, vor allem in Washington, seit vor einer Woche bekannt wurde, dass es einen Angriff auf die Computernetze von rund 30 US-amerikanischen Unternehmen gegeben hat. Es traf vor allem Hightechfirmen. Google gehörte zu ihnen.

Dieses Ereignis hat politische Folgen, weil sich die Spur der Hacker bis nach China verfolgen lässt. Und das nicht zum ersten Mal. Das amerikanische Außenministerium hat eine offizielle Protestnote versandt, und Amtschefin Hillary Clinton forderte am Donnerstag in einer Rede, wie wichtig ein freies und sicheres Internet ist und drohte mit Konsequenzen.

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Es hätte keines weiteren Belegs bedurft. Hier bahnt sich eine wirtschaftspolitische Auseinandersetzung erster Güte an. Vielleicht sogar ein Wirtschaftskrieg. Um die Dimension zu verstehen, muss man sich vor Augen halten, wie vergleichsweise gering in den USA die Bedeutung der traditionellen Industrie für den Wohlstand der Bevölkerung ist und wie groß im Gegensatz dazu die Hightechunternehmen geworden sind. Sie sind es, die Amerikas Chancen im 21. Jahrhundert, in der Ära der Wissensökonomie, wesentlich mitbestimmen.

In Deutschland ist die Lage nur scheinbar anders. Hier jagen Spione nicht nach Computercodes, aber dafür nach Bauplänen, Blaupausen, Formeln für neueste Materialien und den Beschreibungen für innovative Prozessketten. Selbst wenn es nur um die nächsten Investitionspläne und Kalkulationen geht, sind Agenten am Werk. Praktisch alle Geschäftsgeheimnisse, die sich in Wettbewerbsvorteile übersetzen, sind heute digital gespeichert und lassen sich, wenn man einmal an sie herangekommen ist, sofort rund um den Globus verschieben.

Eskaliert ist die Auseinandersetzung nun zwischen den USA und China, betroffen sind aber viele Staaten. Als aktivste Cyberspione gelten ansonsten noch Russen, Briten und Israelis. Die Aggressivität nimmt zu. Oder anders gesagt: Wir erleben, wie Industriestaaten und Schwellenländer nach dem Ende des Weltwirtschaftsbooms, von dem alle profitiert haben, mit wirklich allen Mitteln um ihre Zukunft ringen. Die Attacke auf Google und Co. sowie Googles Drohung, sich aus China zurückzuziehen, markiert eine neue Eskalationsstufe. Aber es wird nicht die letzte sein.

 
Leser-Kommentare
    • habe8
    • 24.01.2010 um 19:21 Uhr

    haben die wichtigsten PC-Hersteller ihre Produktionsstätten nach China verlagert. Und jetzt folgen die Automobilhersteller.
    Alles kluge Leute.
    Oder?

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    ich würde nicht die unternehmen rügen, die nach china gehen. wer billig einkaufen will ist schuld. ein system was sich über den nidrigsten preis reguliert ist schuld.

    im glashaus steine werfen, war noch nie eine gute idee...

    ich würde nicht die unternehmen rügen, die nach china gehen. wer billig einkaufen will ist schuld. ein system was sich über den nidrigsten preis reguliert ist schuld.

    im glashaus steine werfen, war noch nie eine gute idee...

  1. Zunächst einmal:
    Ist es strafbar in den USA, wenn ein US-Amerikanischer Hacker von den USA aus Daten eines Chinesisches Unternehmen in China hackt?
    Weiter:
    Wenn nun ein Chinesischer Hacker von China aus Daten eines US-Amerikanischen Unternehmens hackt, ist das dort strafbar?

    Wer seine "Blaupausen" ins Internet stellt ist selber Schuld, zumal dann, wenn er sie nicht gegen Hacker geschützt hat!!
    Spionage hat es immer schon in jeder möglichen Form gegeben. Ich wüsste nicht, dass Amerika seine Spione verhaftet, wenn Sie für das eigene Land spionieren, oder doch?

    Einerseits möchte Google China erobern, wenn auch nicht gleich terretorial, so wenigstens doch als größten Zukunftsmarkt.
    Andererseits ärgert sich Google über chinesische Hacker.

    Vielleicht käme China es nicht ungelegen, wenn sich Google zurückzieht.
    Googles Marktanteil bei Suchmaschinen liegt dort immerhin schon bei 30%!

    Also Abzug oder doch nicht Abzug? Ich tippe letztendlich auf Nichtabzug. (China ist in Wirtschaftsfragen schlau, schlauer als Amerika)

    Bin gespannt, was da weiter passiert.

    Gruß Max Stockhaus

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    soll selber Schuld sein??? Wie Realitätsfremd ist den das??
    Unternehmen nutzen das Internet nicht um auf google irgendwelche Sachen zu suchen, sondern um mit ihren einzelnen "Ablegern" zu Komunizieren und Dateien auszutauschen. Da kann es sein, dass "Blaupausen" mitgesendet werden. Es wäre ein finanzielles desaster, wenn diese Unternehmen sich jetzt auch noch eigene Leitung legen müssten.
    Zu den Chinesen bleibt nur noch zu sagen. Es ist allgemein bekannt, das die Chinesen nicht gerade viel vom Schutzrechten Hhlten, und dass sie alles versuchen um an das Wissen des Westens herran zu kommen. Es kommt nicht von ungefähr, dass es Praktikanten asiatischer Herrkunft schwer haben in deutschen Firmen Fuß zu fassen. Ich errinere bloß an die Internationale Automobilausstelllung in Frankfurt. Wo man aufpassen muss, wenn man in ein Auto einsteigt, das man die 8 Chinesen im Radkasten nicht einklemmt.
    Auf der anderen Seite schenken wir den Chinesen unsere Technik. (Transrapid, Walzwerke usw...).
    Ich zitiere da immer gerne Frau Merkel. "den ersten zug bauen die Deutschen in China. Den zweiten bauen die Deutschen mit chinesischer Unterstützung. Und den Dritten baut der Chinese alleine und verkauft ihn 50% billiger als der Deutsche."

    soll selber Schuld sein??? Wie Realitätsfremd ist den das??
    Unternehmen nutzen das Internet nicht um auf google irgendwelche Sachen zu suchen, sondern um mit ihren einzelnen "Ablegern" zu Komunizieren und Dateien auszutauschen. Da kann es sein, dass "Blaupausen" mitgesendet werden. Es wäre ein finanzielles desaster, wenn diese Unternehmen sich jetzt auch noch eigene Leitung legen müssten.
    Zu den Chinesen bleibt nur noch zu sagen. Es ist allgemein bekannt, das die Chinesen nicht gerade viel vom Schutzrechten Hhlten, und dass sie alles versuchen um an das Wissen des Westens herran zu kommen. Es kommt nicht von ungefähr, dass es Praktikanten asiatischer Herrkunft schwer haben in deutschen Firmen Fuß zu fassen. Ich errinere bloß an die Internationale Automobilausstelllung in Frankfurt. Wo man aufpassen muss, wenn man in ein Auto einsteigt, das man die 8 Chinesen im Radkasten nicht einklemmt.
    Auf der anderen Seite schenken wir den Chinesen unsere Technik. (Transrapid, Walzwerke usw...).
    Ich zitiere da immer gerne Frau Merkel. "den ersten zug bauen die Deutschen in China. Den zweiten bauen die Deutschen mit chinesischer Unterstützung. Und den Dritten baut der Chinese alleine und verkauft ihn 50% billiger als der Deutsche."

  2. Ist es strafbar in den USA, wenn ein US-Amerikanischer Hacker von den USA aus Daten eines Chinesisches Unternehmen in China hackt?

    noch eine Frage:
    Erfahren wir hier überhaupt davon?

    Gruß Max Stockhaus

  3. ich würde nicht die unternehmen rügen, die nach china gehen. wer billig einkaufen will ist schuld. ein system was sich über den nidrigsten preis reguliert ist schuld.

    im glashaus steine werfen, war noch nie eine gute idee...

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    • s45k
    • 24.01.2010 um 22:11 Uhr

    Wer bestimmt, dass eine Firma nach China geht? Es sind die Herren und Frauen im Vorstand. Diese und niemand anderer bestimmen das. Es ist wohl zuweit hergeholt wenn man der Meinung ist, wenn Herr Mustermann etwas günstig kauft, dass es direkt und unmittelbar dazu führt, dass eine Firma nach China geht. Bitte jetzt nicht den Konsumenten die Schuld geben!
    Nike-Schuhe - um ein Beispiel zu nennen - sind nicht billig, werden aber sicherlich in Niedriglohnländern produziert. Teuer, aber dennoch in China...

    jetzt soll auf einmal der verbraucher schuld sein, weil er nach seiner menschlichen vernunft handelt? und selbst wenn er sich anderswo hergestellte ware kaufen wollte - der zug ist abgefahren, niemand wird wieder in deutschland das bauen, was in china fuß gefasst hat.

    die chinesen werden so lange ihre währung manipulieren, bis sie komplett alle wirtschaftsbereiche übernommen haben (auch unsere geliebte automobilindustrie ) und im know how nicht hinter dem westen stehen.

    aber bis dahin ist sowieso vermutlich das öl alle.

    • s45k
    • 24.01.2010 um 22:11 Uhr

    Wer bestimmt, dass eine Firma nach China geht? Es sind die Herren und Frauen im Vorstand. Diese und niemand anderer bestimmen das. Es ist wohl zuweit hergeholt wenn man der Meinung ist, wenn Herr Mustermann etwas günstig kauft, dass es direkt und unmittelbar dazu führt, dass eine Firma nach China geht. Bitte jetzt nicht den Konsumenten die Schuld geben!
    Nike-Schuhe - um ein Beispiel zu nennen - sind nicht billig, werden aber sicherlich in Niedriglohnländern produziert. Teuer, aber dennoch in China...

    jetzt soll auf einmal der verbraucher schuld sein, weil er nach seiner menschlichen vernunft handelt? und selbst wenn er sich anderswo hergestellte ware kaufen wollte - der zug ist abgefahren, niemand wird wieder in deutschland das bauen, was in china fuß gefasst hat.

    die chinesen werden so lange ihre währung manipulieren, bis sie komplett alle wirtschaftsbereiche übernommen haben (auch unsere geliebte automobilindustrie ) und im know how nicht hinter dem westen stehen.

    aber bis dahin ist sowieso vermutlich das öl alle.

    • s45k
    • 24.01.2010 um 22:11 Uhr

    Wer bestimmt, dass eine Firma nach China geht? Es sind die Herren und Frauen im Vorstand. Diese und niemand anderer bestimmen das. Es ist wohl zuweit hergeholt wenn man der Meinung ist, wenn Herr Mustermann etwas günstig kauft, dass es direkt und unmittelbar dazu führt, dass eine Firma nach China geht. Bitte jetzt nicht den Konsumenten die Schuld geben!
    Nike-Schuhe - um ein Beispiel zu nennen - sind nicht billig, werden aber sicherlich in Niedriglohnländern produziert. Teuer, aber dennoch in China...

    Antwort auf "wer ist klug?"
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    • sane
    • 25.01.2010 um 0:05 Uhr

    Sie vergessen die größten Kostenfaktor der Nike-Schuhe und der kommt nicht aus China, das Marketing.

    • sane
    • 25.01.2010 um 0:05 Uhr

    Sie vergessen die größten Kostenfaktor der Nike-Schuhe und der kommt nicht aus China, das Marketing.

    • sane
    • 25.01.2010 um 0:05 Uhr

    Sie vergessen die größten Kostenfaktor der Nike-Schuhe und der kommt nicht aus China, das Marketing.

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    • s45k
    • 25.01.2010 um 20:29 Uhr

    stimmt, die Marketingkosten von Nike habe ich übersehen. Allerdings auch die Managergehälter in Millionenhöhe, die Werbegagen für die Werbeträger,...
    ...und wer bestimmt's???
    da sind wir wieder beim Vorstand. es ist einfach unsinnig zu glauben, dass der verbraucher mit seinem handeln auch nur annähernd in die geschäftsprozesse von einem unternehmen eingreifen kann.
    es ist und bleibt eine frage des hebels - und den hat der verbraucher einfach nich. wenn ich 10 leute finde, die ab sofort keine nike schuhe mehr kaufen (und das ist schon unwahrscheinlich), und wenn wir jetzt ganz toll herumspinnen, wir finden 1000 leute die das machen:
    Was ändert das am Umsatz von Nike?

    • s45k
    • 25.01.2010 um 20:29 Uhr

    stimmt, die Marketingkosten von Nike habe ich übersehen. Allerdings auch die Managergehälter in Millionenhöhe, die Werbegagen für die Werbeträger,...
    ...und wer bestimmt's???
    da sind wir wieder beim Vorstand. es ist einfach unsinnig zu glauben, dass der verbraucher mit seinem handeln auch nur annähernd in die geschäftsprozesse von einem unternehmen eingreifen kann.
    es ist und bleibt eine frage des hebels - und den hat der verbraucher einfach nich. wenn ich 10 leute finde, die ab sofort keine nike schuhe mehr kaufen (und das ist schon unwahrscheinlich), und wenn wir jetzt ganz toll herumspinnen, wir finden 1000 leute die das machen:
    Was ändert das am Umsatz von Nike?

  4. 7. :(

    jetzt soll auf einmal der verbraucher schuld sein, weil er nach seiner menschlichen vernunft handelt? und selbst wenn er sich anderswo hergestellte ware kaufen wollte - der zug ist abgefahren, niemand wird wieder in deutschland das bauen, was in china fuß gefasst hat.

    die chinesen werden so lange ihre währung manipulieren, bis sie komplett alle wirtschaftsbereiche übernommen haben (auch unsere geliebte automobilindustrie ) und im know how nicht hinter dem westen stehen.

    aber bis dahin ist sowieso vermutlich das öl alle.

    Antwort auf "wer ist klug?"
  5. soll selber Schuld sein??? Wie Realitätsfremd ist den das??
    Unternehmen nutzen das Internet nicht um auf google irgendwelche Sachen zu suchen, sondern um mit ihren einzelnen "Ablegern" zu Komunizieren und Dateien auszutauschen. Da kann es sein, dass "Blaupausen" mitgesendet werden. Es wäre ein finanzielles desaster, wenn diese Unternehmen sich jetzt auch noch eigene Leitung legen müssten.
    Zu den Chinesen bleibt nur noch zu sagen. Es ist allgemein bekannt, das die Chinesen nicht gerade viel vom Schutzrechten Hhlten, und dass sie alles versuchen um an das Wissen des Westens herran zu kommen. Es kommt nicht von ungefähr, dass es Praktikanten asiatischer Herrkunft schwer haben in deutschen Firmen Fuß zu fassen. Ich errinere bloß an die Internationale Automobilausstelllung in Frankfurt. Wo man aufpassen muss, wenn man in ein Auto einsteigt, das man die 8 Chinesen im Radkasten nicht einklemmt.
    Auf der anderen Seite schenken wir den Chinesen unsere Technik. (Transrapid, Walzwerke usw...).
    Ich zitiere da immer gerne Frau Merkel. "den ersten zug bauen die Deutschen in China. Den zweiten bauen die Deutschen mit chinesischer Unterstützung. Und den Dritten baut der Chinese alleine und verkauft ihn 50% billiger als der Deutsche."

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