Transplantation Woher stammen die Organe?

Der Pharmakonzern Roche betreibt umstrittene Studien in China – und soll dafür die Auszeichnung »übelstes Unternehmen des Jahres« bekommen

In der Kritik: Der Schweizer Pharmakonzern Roche, im Bild der Unternehmenssitz in Basel, soll in China heikle Forschung mit Patienten betrieben haben, die eine Organtransplantation hinter sich haben

In der Kritik: Der Schweizer Pharmakonzern Roche, im Bild der Unternehmenssitz in Basel, soll in China heikle Forschung mit Patienten betrieben haben, die eine Organtransplantation hinter sich haben

Der Rahmen der Preisvergabe ist festlich: ein Jugendstilsaal in der Bar Montana am Ortseingang von Davos. Die internationale Presse wird erwartet, außerdem Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Showbizz. Der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz steht ebenso auf der Rednerliste wie der Ex-Umweltminister Jürgen Trittin. Die Schauspielerin Julia Jentsch aus Deutschland moderiert.

Nur die Geehrten werden wahrscheinlich fehlen, wenn am kommenden Mittwoch vor der Eröffnung des Weltwirtschaftsforums in Davos die »übelsten Unternehmen des Jahres« ausgezeichnet werden. Seit 2005 werden diese Public Eye Awards ausgelobt, abgeholt werden die Schmähpreise von den Gewinnern nur selten. Die Auszeichnungen werden durch Greenpeace Schweiz und eine Organisation namens Erklärung von Bern vergeben. Diese Erklärung von Bern schrieb in den siebziger Jahren schon einmal Geschichte. Ihre Kampagne mit dem Namen »Nestlé tötet Babys« gilt in der Konsumforschung als Musterbeispiel für die Einflussnahme sozialer Bewegungen auf Konzerne.

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In diesem Jahr könnte das Baseler Unternehmen Roche gleich zwei der ungeliebten Preise gewinnen. Der Pharmakonzern ist für den Public Eye Swiss Award nominiert, weil es in China Studien mit Patienten durchführt, die eine Organtransplantation hinter sich haben. Der Vorwurf: Roche betreibe Forschung, ohne zu wissen, woher die Organe gekommen sind.

Selbst die chinesische Regierung hat schon 2005 eingeräumt, dass in China die Mehrzahl transplantierter Organe von hingerichteten Gefangenen stammt. 90 Prozent seien es, meinte Ende 2008 der stellvertretende Gesundheitsministers Huang Jiefu laut der renommierten medizinischen Fachzeitschrift The Lancet . Damit hat Roche gute Chancen, auch noch den Publikumspreis des Public Eye zu gewinnen. Bei der Abstimmung im Internet lag das Unternehmen bei Redaktionsschluss deutlich vor den Nächstplatzierten: der Schweizer PR-Firma Farner, die eine Nichtregierungsorganisation bespitzelte, sowie der Royal Bank of Canada, die den umweltschädlichen Abbau von Öl aus Teersand im kanadischen Alberta mitfinanziert.

10.000 Transplantationen jährlich machen China zum attraktiven Markt

China ist nach den USA der zweitgrößte Markt weltweit für Transplantationen. In den USA wurden 2008 nach Angaben des United Network for Organ Sharing knapp 28.000 Organe verpflanzt, in China sind es rund 10.000 jährlich, 2004 waren es sogar 13.000. Der Markt ist somit äußerst attraktiv für Pharmafirmen – und auch Roche profitiert. Seit 1997 vertreibt der Konzern sein Medikament Cellcept, das Abstoßungsreaktionen nach Transplantationen unterdrücken soll. Angaben zum Umsatz des Medikaments macht die Firma nicht. Nach den jüngsten verfügbaren Daten setzte Roche in China 2008 allerdings insgesamt 578 Millionen Franken um, wobei Cellcept zu den einträglichsten Präparaten zählte. Als der Umsatz mit dem Mittel in den USA 2009 einbrach, weil der Patentschutz auslief, teilte Roche überdies mit, die starken Einbußen würden "durch anhaltend solides Wachstum in anderen Märkten, vor allem in Lateinamerika und China, teilweise ausgeglichen".

Cellcept wird mittlerweile sogar in China selbst hergestellt. Ende 2005 eröffnete Roche in Shanghai eine eigene Produktionsstätte mit 1300 Mitarbeitern. Dass Organe in China auf ethisch fragwürdige Weise entnommen werden, kümmerte den damaligen Chef des Unternehmens, Franz Humer, nicht. "Wir haben volles Vertrauen in dieses großartige Land", sagte er laut einem Bericht der Wirtschaftswoche während der Einweihungsfeier. Cellcept werde nunmehr in China produziert, weil es dort, anders als in Japan, keine ethischen oder kulturellen Hemmungen gegenüber der Transplantationsmedizin gebe, erklärte Humer weiter.

Eher ist wohl das Gegenteil richtig. Nach dem konfuzianischen Ideal sollen tote Körper unversehrt bleiben. Selbst der in der westlichen Welt als Voraussetzung für eine Organentnahme weithin anerkannte Hirntod reicht in China nicht aus. Deshalb konnte sich die Transplantationsmedizin in China nur entwickeln, weil massiv die Organe Hingerichteter genutzt werden.

Neben dem Vertrieb von Cellcept profitiert Roche auch durch seine Studien von den fragwürdigen Umständen der Transplantationsmedizin in China. Die erste wurde im Jahr 2006 mit 36 Patienten mit Herztransplantat durchgeführt. Derzeit werden für zwei weitere Forschungsvorhaben rund 300 Patienten rekrutiert, die eine Leber oder eine Niere bekommen haben. Es handelt sich um sogenannte Phase-IV-Studien. Laut Roche sollen sie dabei helfen, bei chinesischen Patienten die beste Dosierung für Cellcept zu finden. Warum die nach mehr als zehn Jahren der Anwendung des Medikaments in China noch nicht bekannt sein soll, bleibt das Geheimnis von Roche.

Tatsächlich dienen Phase-IV-Studien häufig auch dem Marketing, weil sie Kontakte zu Kliniken verschaffen. Laut der Studien-Datenbank von Roche werden Kliniken in elf Städten an den Studien beteiligt: in Shanghai, Zhejiang, Nanjing, Fuzhou, Peking, Guangzhou, Chengdu, Changsha, Chongquing, Jiangsu und Xian City.

Es sei höchst wahrscheinlich, dass in die Roche-Studien auch Patienten einbezogen würden, die Organe hingerichteter Gefangener transplantiert bekommen haben, begründet Public Eye die Nominierung von Roche. Solange die Firma nicht nachweisen könne, dass dies nicht der Fall sei, handele es sich bei den Studien um »unverantwortliches Konzernverhalten«.

In keinem Land der Welt werden Verurteilte häufiger hingerichtet als in China. Die Todesstrafe kann für 68 Delikte ausgesprochen werden. Amnesty kommt für das Jahr 2008 auf mindestens 1718 Exekutionen, wobei die Dunkelziffer erheblich höher sein dürfte. Und jedem Toten können mehrere Organe entnommen werden.

Bereits bei einer Konferenz im Jahr 2005 äußerte der Rechtsprofessor Qu Xinjiu laut Spiegel Online die Befürchtung, dass Gesundheitsbehörden Gerichte "verführen, locken oder beeinflussen" könnten, "lax" zu urteilen. Das sollte auch heißen: Der Organbedarf könnte die Zahl der Hinrichtungen befördern.

Die Tatsache, dass Organe in China leicht verfügbar sind, hat das Land auch zu einem Zentrum des internationalen Organhandels gemacht. Für chinesische Kliniken ist das eine gute Möglichkeit, den eigenen Etat aufzubessern. Erst 2007 verabschiedete die chinesische Regierung eine Bestimmung, die Organtourismus unterbinden soll. Allerdings erlaubt das Gesetz zur Organtransplantation von 2007 weiterhin, dass Organe von Gefangenen transplantiert werden, sofern diese oder ihre Angehörigen zugestimmt haben.

Public-Eye-Sprecher Oliver Classen hält das für Augenwischerei: "Von einem freiwilligen Einverständnis kann bei Gefangenen keine Rede sein." Roche hingegen beruft sich auf Anfrage darauf, dass die gesetzlichen Bestimmungen in China sowie die Standards der Weltgesundheitsorganisation eingehalten würden. Roche sei zudem "weder in China noch in einem andern Land der Welt für die Beschaffung von Organen zuständig". Anonymität und Vertraulichkeit von Spenderdaten seien rechtlich geschützt. "Roche hat weder in China noch in einem anderen Land einen Anspruch zu erfahren, woher oder von welchen Spendern die transplantierten Organe stammen."

Internationale Verbände haben sich von Chinas Praktiken distanziert

Public Eye hält das für eine Schutzbehauptung. Die Herkunft von Organen zurückzuverfolgen erfordere auch nach Auffassung der Weltgesundheitsorganisation WHO nicht, dass die Anonymität der Spender verletzt und ihre Namen preisgegeben würden. Falls in konkreten Verdachtsfällen tatsächlich eine Aufhebung der Anonymität erforderlich wäre, könnte dies durch unabhängige Institutionen geschehen, die dem Datenschutz verpflichtet sind.

Die Organisation stützt sich auf die Prinzipien zahlreicher internationaler Dachverbände von Medizinern. So haben sich die Transplantation Society und die World Medical Association von den fragwürdigen Transplantationspraktiken in China distanziert und ihre eigene Position in Ethik-Richtlinien dargelegt. Laut der World Medical Association beruht die freiwillige Einwilligung in die Organspende auf der Abwesenheit von Zwang. "Weil Gefangene und andere Personen unter Bewachung nicht in der Lage sind, freiwillig zuzustimmen, und Zwang unterliegen können, dürfen ihre Organe nicht genutzt werden, außer für Mitglieder der eigenen Familie."

Die Transplantation Society, ein Dachverband der Transplantationsmedizin, äußert sich dezidiert auch zu Forschungsprojekten mit China: "Eine Zusammenarbeit im Rahmen klinischer Studien sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn die Studie ... die ethischen Grundsätze der Transplantation Society nicht verletzt, etwa indem Empfänger von Organen und Geweben hingerichteter Gefangener einbezogen werden."

 
Leser-Kommentare
  1. Ich sehe nicht ganz ein, warum das Unternehmen Roche der Bösewicht sein soll.

    Moralisches Verhalten - wie eine freiwillige Überprüfung der Herkunft der transplantierten Organe - von Unternehmen zu erwarten, ist in einem kompetitiven Wirtschaftssystem fehl am Platze. Wäre es nicht Roche, wäre es ein anderes Unternehmen.

    Wer dem Handel in menschlichen Organen grundsätzlich zustimmt, sollte sich demgemäß nicht wundern, wenn die Kräfte des Marktes wirksam werden. Und Märkte schaffen Profit, selbst wenn er auf Ausbeutung beruht; Ethik hat keinen Platz.

    Statt ein Unternehmen an den Pranger zu stellen, müsste der Fokus doch eher auf der chinesischen Politik (wie auch der in anderen Ländern) liegen, die es versäumt, dem Markt effektive Grenzen zu setzen und die Menschen, hier in erster Linie die Gefangenen, zu schützen. Ein Verbot von (bezahltem) Organhandel oder sogar eine Einschränkung der Forschung von Pharmakonzernen (nach neuen Medikamenten, klar - aber eben immer auch nach zu erobernden Absatzmärkten) wäre denkbar. Geschieht dies nicht, ist das, was laut dem Artikel derzeit in China passiert schlichtweg der Preis für ein höheres "Angebot" an Organen, in dessen Sinne Bestimmungen gelockert und Marktkräfte genutzt worden sind.

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    Das sehe ich nicht so, ethische Werte sind dem des Marktes vorzuhiehen. Sie meinen, wenn Roche den Job in China erledigen würde, würden andere an seine Stelle treten und die Drecksarbeit machen und davon profitieren.

    [...] Bitte bemühen Sie sich um eine sachliche Ausdrucksweise. Die Redaktion/sh

    Wenn jemand dabei hilft gestohlene Ware besser weiter zu vertreiben, macht sich der Hehlerei schuldig. Wenn es dabei um Menschen geht, denen wahrscheinlich noch am lebenden od. gar beteubten Zustand Organe "gestohlen" wurden, die auch noch höchstwahrscheinlich zu unrecht danach sterben sollen, dann ist das ein Verbrechen. Wenn jemand das weiss und trotzdem wegen dem Profit mitmacht, dann ist dieser auch ein Verbrecher. Daher kann man Roche Beihilfe zum Mord sogar vorwerfen.

    Ein Eintrag in der Bad Liste ist hier noch viel zu harmlos.

    Das sehe ich nicht so, ethische Werte sind dem des Marktes vorzuhiehen. Sie meinen, wenn Roche den Job in China erledigen würde, würden andere an seine Stelle treten und die Drecksarbeit machen und davon profitieren.

    [...] Bitte bemühen Sie sich um eine sachliche Ausdrucksweise. Die Redaktion/sh

    Wenn jemand dabei hilft gestohlene Ware besser weiter zu vertreiben, macht sich der Hehlerei schuldig. Wenn es dabei um Menschen geht, denen wahrscheinlich noch am lebenden od. gar beteubten Zustand Organe "gestohlen" wurden, die auch noch höchstwahrscheinlich zu unrecht danach sterben sollen, dann ist das ein Verbrechen. Wenn jemand das weiss und trotzdem wegen dem Profit mitmacht, dann ist dieser auch ein Verbrecher. Daher kann man Roche Beihilfe zum Mord sogar vorwerfen.

    Ein Eintrag in der Bad Liste ist hier noch viel zu harmlos.

  2. Das sehe ich nicht so, ethische Werte sind dem des Marktes vorzuhiehen. Sie meinen, wenn Roche den Job in China erledigen würde, würden andere an seine Stelle treten und die Drecksarbeit machen und davon profitieren.

    [...] Bitte bemühen Sie sich um eine sachliche Ausdrucksweise. Die Redaktion/sh

    Wenn jemand dabei hilft gestohlene Ware besser weiter zu vertreiben, macht sich der Hehlerei schuldig. Wenn es dabei um Menschen geht, denen wahrscheinlich noch am lebenden od. gar beteubten Zustand Organe "gestohlen" wurden, die auch noch höchstwahrscheinlich zu unrecht danach sterben sollen, dann ist das ein Verbrechen. Wenn jemand das weiss und trotzdem wegen dem Profit mitmacht, dann ist dieser auch ein Verbrecher. Daher kann man Roche Beihilfe zum Mord sogar vorwerfen.

    Ein Eintrag in der Bad Liste ist hier noch viel zu harmlos.

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    Vielleicht eine Richtigstellung: Ich bin ebenso der Meinung, dass ethische Werte gegenüber denen des Marktes hier Vorrang haben sollten - aber ich glaube, dass die Funktionsweise des Marktes, die Marktzwänge, dies nicht zulassen. Unternehmen, die nicht Profit maximieren (egal auf welche Kosten), gehen unter. Deshalb ist es aussichtslos zu hoffen, ein Unternehmen würde sich moralisch verhalten. Vielmehr sollte es gar nicht erst möglich sein, dass es gerade die Pharma-Unternehmen sind, die in Fragen um Leben und Tod mitmischen.

    Vielleicht eine Richtigstellung: Ich bin ebenso der Meinung, dass ethische Werte gegenüber denen des Marktes hier Vorrang haben sollten - aber ich glaube, dass die Funktionsweise des Marktes, die Marktzwänge, dies nicht zulassen. Unternehmen, die nicht Profit maximieren (egal auf welche Kosten), gehen unter. Deshalb ist es aussichtslos zu hoffen, ein Unternehmen würde sich moralisch verhalten. Vielmehr sollte es gar nicht erst möglich sein, dass es gerade die Pharma-Unternehmen sind, die in Fragen um Leben und Tod mitmischen.

  3. Vielleicht eine Richtigstellung: Ich bin ebenso der Meinung, dass ethische Werte gegenüber denen des Marktes hier Vorrang haben sollten - aber ich glaube, dass die Funktionsweise des Marktes, die Marktzwänge, dies nicht zulassen. Unternehmen, die nicht Profit maximieren (egal auf welche Kosten), gehen unter. Deshalb ist es aussichtslos zu hoffen, ein Unternehmen würde sich moralisch verhalten. Vielmehr sollte es gar nicht erst möglich sein, dass es gerade die Pharma-Unternehmen sind, die in Fragen um Leben und Tod mitmischen.

  4. Das sehe ich nicht so,

    der Argumentation der Marktwirtschaft als Leitidee nach, müssten Unternehmen auch mit Terroristen handeln, solange sie nicht dabei gegen irgendein Gesetz verstoßen. Das Problem dabei ist, dass Gesetze immer Spielraum haben und oft injustabel sind, und sich Unternehmen mittlerweile die Gesetzeslage selber aussuchen können, je nach Staat, in dem sie sich ansiedeln.

    Die ethische Grundlange die sich die Marktwirtschaft, und damit alle Unternehmen die so Argumentieren, nimmt, nämlich Regierungen regeln den Handel und sie fügen sich in das System "Ethikfrei" ein, kann nicht so stehen gelassen werden. Manager sind Entscheidungsträger und Menschen und haben auch für sich eine ethische Verantwortung, unnabhängig davon was die Wirtschaft von ihnen verlangt.

    Dh. Business is Business ist ein Irrglaube, Ethik gibt es überall, auch in der Wirtschaft.

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    • joG
    • 25.01.2010 um 14:08 Uhr

    ...mit Terroristen handeln,"

    Eigentlich nicht. Das wäre ein Straftatbestand und damit illegal.

    • joG
    • 25.01.2010 um 14:08 Uhr

    ...mit Terroristen handeln,"

    Eigentlich nicht. Das wäre ein Straftatbestand und damit illegal.

    • joG
    • 25.01.2010 um 14:08 Uhr

    ...mit Terroristen handeln,"

    Eigentlich nicht. Das wäre ein Straftatbestand und damit illegal.

    • nanenu
    • 25.01.2010 um 16:11 Uhr

    betrachtet man den ganzen Vorgang einfach von Mensch zu Mensch, nach dem schlichten Grundsatz "was du nicht willst, das man dir tu..." erübrigen sich doch alle Diskussionen. Es gibt aus der mentalen Ebene heraus immer gute Gründe Für oder Wider ein bestimmtes Verhalten. Auch Euthanasie wurde begründet (ich will das hier nicht damit gleichsetzen - es geht nur ums Grundsätzliche)
    Wenn wir in einer lebenswerten Welt leben möchten, muss auch das "Herz " mit einbezogen sein. Ich meine, die Welt ist überreif dafür. Und Aktivitäten wie dieser "Preis" sind ein Mittel, absurdes und extrem menschen-herabwürdigendes Verhalten medienwirksam darzustellen. Ohne die Medien geht es nicht. Wenn wir alle still sind und die Regeln der Konzerne nicht in Frage stellen und sie weiter gewähren lassen - ändert sich nichts.
    Veränderungen sind aber unabdingbar.

  5. In einer Welt, die unter der Vorherrschaft des Profitdenkens, angestimmt von unheilbringendem Sirenengesang der Techno-Wissenschaft, auseinanderbricht, führt die globalisierte Habgier der Macht zu einer Sklaverei..... schrieb Henri Cartier-Bresson am 15.5. 1998

    er schrieb weiter...über all dies hinaus bestehen Freundschaft und Liebe weiter!
    Wo sind ethische und moralische Grundsätze zu sehen, die sich die Pharmaindustrie, egal welchen Namens, in ihre Leitlinien geschrieben haben und die sie in ihren Werbeblogs der Menscheit versuchen betrügerisch, vorzuspielen?

  6. Der Firma Roche sind mit Sicherheit der Untersuchungsbericht in Bezug auf den Organraub in China bekannt.Am Nachmittag des 16. November 2009 hielt die kanadische Organisation „Parlamentarische Freunde von Falun Gong“ (PFOFG) im Parlament eine Pressekonferenz zur Neuerscheinung des Buches „Blutige Ernte“ ab. Dies war auch die erste öffentliche Veranstaltung seit ihrer Gründung. Auf der Konferenz berichteten die beiden Ermittler von den neuen Beweisen für den Organraub an Falun Gong-Praktizierenden durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh).Die Autoren David Matas und David Kilgour berichteten auf der Konferenz von den neuen Beweisen des Organraubes an Falun Gong-Praktizierenden durch die KPCh. Sie berichteten, dass die Ermittlungen vom Januar 2006 bis Juli 2007 hauptsächlich auf die internationalen Reisegruppen für Organtransplantation gerichtet gewesen wären. David Matas sagte: „Dieser Markt hat sich bereits geändert. Jetzt legen wir den Schwerpunkt der Ermittlungen auf den lokalen Transplantations-Markt und die Situation der Transplantationen in China. Die hohe Anzahl von Ausländern, die zu Organtransplantationen nach China reisten, hat sich tatsächlich gravierend reduziert. Jedoch hat sich an der Transplantations-Situation selbst nichts geändert, sie hat sich für die Falun Gong-Praktizierenden noch verschlechtert. Das wird durch die Zahlen bestätigt. Die Zahl der Organentnahmen an Falun Gong-Praktizierenden nimmt nicht ab, sondern nimmt zu.“

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