Tierversuch Schweine, kalt
Woran sterben Lawinenopfer? Forscher in Österreich wollten das in einem Experiment mit Versuchstieren herausfinden. Nun werden sie von Tierschützern attackiert.
© Ulet Ifansasti/Getty Images

29 Schweine sollten für die Forschung im Schnee sterben
Das Ötztal ist weltberühmt für seine Skipisten – und für seine Eisopfer. Vor fast 20 Jahren hat es »Ötzi«, die Gletschermumie, in die Schlagzeilen geschafft. Vergangene Woche waren ein paar im Schnee begrabene Tiroler Schweine der New York Times eine Titelzeile wert. Der erfrorene Mann vom Hauslabjoch lockte viele Touristen nach Österreich. Die »Lawinen-Schweine« hingegen bereiten nichts als Ärger.
Der Anästhesist Peter Paal von der Medizinischen Universität Innsbruck hatte einen Tierversuch geplant. Im Ötztal sollten 29 Schweine im Dienste der medizinischen Wissenschaft und zum Nutzen zukünftiger menschlicher Lawinenopfer ihr Leben lassen. Die Sache war von der Tierschutzkommission im Wissenschaftsministerium genehmigt, das Zelt in der Nähe des Bergdorfs Vent aufgeschlagen, und die ersten Schweine steckten schon in der Schneegrube.
Dann wurde die Sache ruchbar, es begann der Aufstand der Tierschützer. Allein auf Peter Paal hagelten 30000 Protest-E-Mails nieder. Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten erstattete Anzeige wegen Verdacht der Tierquälerei. Der Tierschutzverein Österreich riet den Forschern giftig zum Selbstversuch: Sie sollten sich doch persönlich eingraben, ihre Kollegen dürften dann die Ergebnisse auswerten.
Haben die Tierschützer recht? Wollten sich hier ein paar Wissenschaftler mit fragwürdigen Experimenten profilieren?
Auf den ersten Blick wirkt die Versuchsanordnung tatsächlich ein wenig bizarr. Narkotisierte Schweine, die unter den Augen eines internationalen Forscherteams langsam erfrieren und ersticken. Lebendig begraben zu werden – allein die Vorstellung weckt menschliche Urangst. »Dieser Versuch gehört sicherlich zum Widerwärtigsten, das jemals unter der Prämisse der Forschung stattgefunden hat«, sagt Marion Löcker vom Tierschutzverein Österreich. Den Nutzwert der Untersuchung streitet sie schlichtweg ab. »Es wird sicherlich keinen Lawinenverschütteten retten, wenn man weiß, wie lange ein Schwein in einer Luftblase unter einer Lawine überleben kann.«

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Sicher ist, dass es in der medizinischen Versorgung von Lawinenopfern noch viele offene Fragen gibt: Woran stirbt der Verschüttete: an Unterkühlung, an Sauerstoffmangel oder einer Kohlendioxidvergiftung? Warum sterben viele Lawinenopfern noch nach ihrer Rettung an einer Gehirnschwellung? Wie erkennt man, ob jemand den Unfall überleben wird? Die Datenlage ist mager, denn Ärzte können schließlich nicht mitten in einem Rettungseinsatz die Lawinenopfer mit Messsonden versehen.
Auch Volker Wenzel hat schon Lawinenopfer wiederbelebt und ist deshalb dringend an Antworten auf die vielen Fragen interessiert. »Wenn wir nichts wissen, können wir nichts verbessern«, sagt der Narkosearzt von der Universität Innsbruck, der an der Studie beteiligt ist. Es gebe aber Hinweise darauf, dass ein Anstieg des Blutdrucks im Lungenkreislauf das zentrale Problem für das Überleben nach der Rettung sei. Bestätigt sich die Theorie, verbessert möglicherweise eine seltsam anmutende Behandlung die Überlebenschancen der Lawinenopfer. Sie müssten nach ihrer Bergung ein ähnliches Präparat wie die Erektionshilfe Viagra bekommen. Das hat sich in anderen Fällen von Lungenhochdruck bereits bewährt.
140 Lawinentote gibt es jedes Jahr weltweit. Lässt sich für diese kleine Zahl von Opfern der Tod von 29 Schweinen rechtfertigen? Volker Wenzel gesteht ein, dass der Aufwand groß sei. Aber möglicherweise ließen sich die Ergebnisse allgemein auf Fälle mit Unterkühlungen ausweiten: »für Menschen, die in die Nordsee gefallen sind oder in Hamburg auf dem Pflaster liegen«.
Mit dem vehementen Widerstand der österreichischen Tierschutzszene hatte der deutsche Arzt nicht gerechnet. »Man sollte dekadente Leute wie Sie im Schnee eingraben, um später festzustellen, ach der ist ja einfach erfroren oder auch nur erstickt, ganz nach dem Motto: ein Arschloch weniger auf dieser Erde«, las Wenzel in einer hasserfüllten E-Mail. Als die Polizei die Wissenschaftler vor Ort aufforderte, das Hotel aus Sicherheitsgründen zu wechseln, gaben die Forscher auf. Sie brachen den Versuch vorzeitig ab. »Unsere Einschätzung der Situation war naiv«, sagt Wenzel rückblickend.
- Datum 22.01.2010 - 11:08 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 21.01.2010 Nr. 04
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Wenn sich diese Tierschützer mal mit selben Einsatz dem Thema Schächten zuwenden würden. Aber da ist ja die Gefahr groß es mit einem Gegner zu bekommen der zurückschlägt. Und da bekommt Otto Normalgutbürger schon mal Angst. Da doch lieber ein Paar Wissenschaftler an den Pranger stellen, die wehren sich garantiert nicht.
Und das die Restschweine nun nicht geschlachtet werden um in die Wurst zu kommen wie 100000'ende andere diese Jahr, macht das Ganze nur noch grotesker. Leute, das war kein Sieg sondern eine kräftige Niederlage!
@alangasi: das ist mal wieder typisch. Wenn die blöden Tierschützer schon etwas kritisieren wollen, dann doch bitteschön alles und jeden. Es ging im konkreten Fall um Tierversuche, also wurden diese kritisiert und nicht das Schächten.
Und Zitat "...diese Tierschützer..." gibt es gar nicht. Es ist sehr Schade, dass Sie die Gelegenheit nicht ergriffen haben und sich nicht ebenso vehement gegen diese Tierversuche eingesetzt haben. Doch jetzt wo das Thema erledigt ist, können Sie sich ja dem Schächten widmen, den hungernden Kindern in Afrika, den 100.000en von Tieren, die sinnlos geschlachtet werden, den Obdachlosen, usw. usf.
Sie sehen worauf ich hinaus will, oder?
@alangasi: das ist mal wieder typisch. Wenn die blöden Tierschützer schon etwas kritisieren wollen, dann doch bitteschön alles und jeden. Es ging im konkreten Fall um Tierversuche, also wurden diese kritisiert und nicht das Schächten.
Und Zitat "...diese Tierschützer..." gibt es gar nicht. Es ist sehr Schade, dass Sie die Gelegenheit nicht ergriffen haben und sich nicht ebenso vehement gegen diese Tierversuche eingesetzt haben. Doch jetzt wo das Thema erledigt ist, können Sie sich ja dem Schächten widmen, den hungernden Kindern in Afrika, den 100.000en von Tieren, die sinnlos geschlachtet werden, den Obdachlosen, usw. usf.
Sie sehen worauf ich hinaus will, oder?
Zitat: »Als Nächstes laden wir ein paar Überlebende ein und Angehörige von Verstorbenen, die darüber berichteten, wie das ist, wenn einer verschüttet ist.« Die Forscher in Innsbruck hätten das technische Knowhow, die Möglichkeiten und die Berge gleich in der Nähe, um Antworten zu liefern. »Und wir haben die Unerschrockenheit, das durchzuziehen, auch wenn uns der Dreck ins Gesicht fliegt.«
Ich finde, wer so abgebrüht ist, dem sollte die Lizenz zum Forschen entzogen werden, aber leider ist das nicht möglich!
Einen nahestehenden Angehörigen zu verlieren, ist schrecklich, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Aber das Rechtfertigt in keinster Weise, unschuldige Lebewesen zu opfern. Doch solange in unserer Gesellschaft die Meinung vorherrscht, dass Tiere weniger Wert sind als Menschen, die meisten Tierversuche als moralisch gut bewertet werden und wir deshalb mit Tieren machen können was wir wollen, solange wird Tierausbeutung und -mord in Schlachthöfen, Milchfabriken und Versuchslaboren weitergehen.
Über 2,5 Mio. Tiere sterben jährlich allein in Deutschland in Tierversuchen. Doch Leid kann nicht durch anderes Leid aufgewogen werden, es verursacht nur immer neue Schmerzen. Und in diesem Falle an Lebewesen, die sich nicht wehren können.
Wissenschaftlicher Fortschritt sieht anders aus. Wer heute seriös forschen will, ist nicht mehr unbedingt auf Tierversuche angewiesen.
Wer seriös forschen will, ist nicht auf Tierversuche angewiesen. Natürlich nicht - wir können Medikamente auch direkt an Menschen ausprobieren, wenn die Zellkultur (die übrigens auch von Tieren stammt) das ein paar Tage überlebt. Vielleicht stellen Sie sich ja zur Verfügung, die Bezahlung ist recht gut...
Und ich finde es erschreckend, dass Sie Tiere genauso schätzen wie Ihre Mitbürger. Immerhin sind diese Ihre eigene Spezies.
@1000und1Nacht: Und wenn der ursprüngliche Hinduismus den Tieren ein Leiden zugesteht, so hat dies die gleiche Aussagekraft, wie die des Stammesmediziners aus Afrika, der behauptet AIDS lässt sich durch Sex mit einer Jungfrau heilen.
Vor 200 Jahren konnten die Leute auch noch 8 Stunden pro Tag aufm Acker stehen, genauso wie täglich Hühner, Schweine und Rinder geschlachtet wurden. Sie würden sich wundern, wie schnell solch hochethische Grundsätze den Bach runtergehen, wenn man Hunger hat. Der Mensch - nur ein Affe im Anzug.
"There is one in every colour." wie man sagt.
Sie schreiben: "Ich finde, wer so abgebrüht ist, dem sollte die Lizenz zum Forschen entzogen werden, aber leider ist das nicht möglich!"
Tut mir Leid, Ihnen das so abgebrüht mitzuteilen, aber in der Forschung, egal, in welchem Feld, ist Gefühlsduselei immer kontraproduktiv. um an objektive Ergebnisse zu kommen, muss ich von jeder emotionalen Bindung zu meinem Versuchsobjekt befreit sein. Auch liegt es in der Natur der Dinge, dass ich Experimente an denjenigen Objekten vornehmen muss, die ich untersuche. Wenn ich mich mit Elementarteilchen beschäftige, muss ich an Elementarteilchen experimentieren. Wenn ich mich mit Lebewesen beschäftige, muss ich an diesen experimentieren. Die Realität ist der letzte Richter einer Theorie. Kein Nachdenken kann das Experiment ersetzen und welches Experiment nötig ist, kann nur der Fachmann entscheiden.
"Doch solange in unserer Gesellschaft die Meinung vorherrscht, dass Tiere weniger Wert sind als Menschen..."
Denken Sie einmal weiter. wenn ein Tier so viel wert ist wie ein Mensch, ist Ihre nächste Medikamenteneinnahme ein Mord.
"Wissenschaftlicher Fortschritt sieht anders aus."
Dieser Satz, der meiner Erfahrung nach nur von Menschen geäußert wird, die durch die Bank keine Ahnung haben, wovon sie reden, disqualifiziert Sie einigermaßen. Teilen Sie der Welt und insbesondere den Wissenschaftlern doch bitte einmal mit, welche Ergebnisse sie mit welchen Mitteln hervorzubringen haben.
Wer seriös forschen will, ist nicht auf Tierversuche angewiesen. Natürlich nicht - wir können Medikamente auch direkt an Menschen ausprobieren, wenn die Zellkultur (die übrigens auch von Tieren stammt) das ein paar Tage überlebt. Vielleicht stellen Sie sich ja zur Verfügung, die Bezahlung ist recht gut...
Und ich finde es erschreckend, dass Sie Tiere genauso schätzen wie Ihre Mitbürger. Immerhin sind diese Ihre eigene Spezies.
@1000und1Nacht: Und wenn der ursprüngliche Hinduismus den Tieren ein Leiden zugesteht, so hat dies die gleiche Aussagekraft, wie die des Stammesmediziners aus Afrika, der behauptet AIDS lässt sich durch Sex mit einer Jungfrau heilen.
Vor 200 Jahren konnten die Leute auch noch 8 Stunden pro Tag aufm Acker stehen, genauso wie täglich Hühner, Schweine und Rinder geschlachtet wurden. Sie würden sich wundern, wie schnell solch hochethische Grundsätze den Bach runtergehen, wenn man Hunger hat. Der Mensch - nur ein Affe im Anzug.
"There is one in every colour." wie man sagt.
Sie schreiben: "Ich finde, wer so abgebrüht ist, dem sollte die Lizenz zum Forschen entzogen werden, aber leider ist das nicht möglich!"
Tut mir Leid, Ihnen das so abgebrüht mitzuteilen, aber in der Forschung, egal, in welchem Feld, ist Gefühlsduselei immer kontraproduktiv. um an objektive Ergebnisse zu kommen, muss ich von jeder emotionalen Bindung zu meinem Versuchsobjekt befreit sein. Auch liegt es in der Natur der Dinge, dass ich Experimente an denjenigen Objekten vornehmen muss, die ich untersuche. Wenn ich mich mit Elementarteilchen beschäftige, muss ich an Elementarteilchen experimentieren. Wenn ich mich mit Lebewesen beschäftige, muss ich an diesen experimentieren. Die Realität ist der letzte Richter einer Theorie. Kein Nachdenken kann das Experiment ersetzen und welches Experiment nötig ist, kann nur der Fachmann entscheiden.
"Doch solange in unserer Gesellschaft die Meinung vorherrscht, dass Tiere weniger Wert sind als Menschen..."
Denken Sie einmal weiter. wenn ein Tier so viel wert ist wie ein Mensch, ist Ihre nächste Medikamenteneinnahme ein Mord.
"Wissenschaftlicher Fortschritt sieht anders aus."
Dieser Satz, der meiner Erfahrung nach nur von Menschen geäußert wird, die durch die Bank keine Ahnung haben, wovon sie reden, disqualifiziert Sie einigermaßen. Teilen Sie der Welt und insbesondere den Wissenschaftlern doch bitte einmal mit, welche Ergebnisse sie mit welchen Mitteln hervorzubringen haben.
...darüber wurde in unserer Staftzeitung schon vor 2 Wochen berichtet...
haben die tierschützer recht? diese frage muss sich wohl jeder selber vor seinem inneren gewissen beantworten.
es kommt drauf an, wie man die sache sieht:
für den krone-der-schöpfung-typus ist das alles sicher nicht weiter tragisch und die tierschützer ein paar "sensibelchen", die mal wieder übertreiben.
ansonsten kann man es auch mit George Bernhard Shaw halten: halten: "tiere sind meine freunde, und meine freunde esse ich nicht"
und wenn ich meine freunde nicht esse, dann dürfte es wohl ehrensache sein, dass sie auch zu versuchszwecken nicht für mich, mensch, zu sterben haben. sterben ist sterben ist sterben.
der gesellschaftliche trend zum vegetarismus aus ethischen gründen schreitet gott-sei-dank langsam aber stetig voran.
in anderen kulturen, z.b. dem ursprünglichen hinduismus ist es schon seit jahrtausenden bekannt, dass tiere, genau wie menschen, leidensfähig sind und dass wir sie achten und beschützen sollten.
schätzungsweise 80% aller menschen mit durchschnittlicher emotionaler sensibilität würden ganz schnell zum vegetarier, sollten sie das liebe ferkel oder das rind, das sie später auf ihrem teller haben werden, eigenhändig um's leben bringen! so aber überlässt man diese "arbeit" galant dem metzger und der schlachthof ist ja gottseidank ausser "bewusstseins- und sichtweite".
SOVIEL ZUR FRAGE, OB SCHWEINE IN EINER LAWINE LANGSAM ERSTICKT WERDEN SOLLTEN!
@alangasi: das ist mal wieder typisch. Wenn die blöden Tierschützer schon etwas kritisieren wollen, dann doch bitteschön alles und jeden. Es ging im konkreten Fall um Tierversuche, also wurden diese kritisiert und nicht das Schächten.
Und Zitat "...diese Tierschützer..." gibt es gar nicht. Es ist sehr Schade, dass Sie die Gelegenheit nicht ergriffen haben und sich nicht ebenso vehement gegen diese Tierversuche eingesetzt haben. Doch jetzt wo das Thema erledigt ist, können Sie sich ja dem Schächten widmen, den hungernden Kindern in Afrika, den 100.000en von Tieren, die sinnlos geschlachtet werden, den Obdachlosen, usw. usf.
Sie sehen worauf ich hinaus will, oder?
Wer seriös forschen will, ist nicht auf Tierversuche angewiesen. Natürlich nicht - wir können Medikamente auch direkt an Menschen ausprobieren, wenn die Zellkultur (die übrigens auch von Tieren stammt) das ein paar Tage überlebt. Vielleicht stellen Sie sich ja zur Verfügung, die Bezahlung ist recht gut...
Und ich finde es erschreckend, dass Sie Tiere genauso schätzen wie Ihre Mitbürger. Immerhin sind diese Ihre eigene Spezies.
@1000und1Nacht: Und wenn der ursprüngliche Hinduismus den Tieren ein Leiden zugesteht, so hat dies die gleiche Aussagekraft, wie die des Stammesmediziners aus Afrika, der behauptet AIDS lässt sich durch Sex mit einer Jungfrau heilen.
Vor 200 Jahren konnten die Leute auch noch 8 Stunden pro Tag aufm Acker stehen, genauso wie täglich Hühner, Schweine und Rinder geschlachtet wurden. Sie würden sich wundern, wie schnell solch hochethische Grundsätze den Bach runtergehen, wenn man Hunger hat. Der Mensch - nur ein Affe im Anzug.
ob sie damit wohl eher sich selbst meinen?
ihrem Schreiben entnehme ich zumindest, dass sie mit sicherheit noch nie für längere zeit in indien waren - ach so ja, inder sind mit afrikanischen stammeshäuptlingen zu vergleichen. mmmh! wirklich, ein interessanter ethnologischer ansatz. ich muss schon zugeben …
(…) „Dabei geht es meist um ein gesteigertes Gesundheitsstreben oder um ethische Ideale. Vegetarier sind in der westlichen Welt mit durchschnittlich 1,5 bis 2,5 Prozent Anteil an der Bevölkerung vertreten, IN INDIEN SOGAR MIT BIS ZU GESCHÄTZTEN 40 PROZENT" (...)
„In außereuropäischen Kulturen ist Vegetarismus nur in Traditionen indischen Ursprungs anzutreffen. Strengen Vegetarismus praktizieren alle Anhänger des Jainismus und einzelne Richtungen des Hinduismus sowie manche Buddhisten. Die Motivation ist ihnen allen gemeinsam. Es ist in erster Linie das Gebot der Gewaltlosigkeit, welches das Verletzen und Töten untersagt und daher verbietet, davon auf irgendeine Weise zu profitieren.“
http://de.wikipedia.org/w...
ansonsten muss ich mich wundern, dass ich, allein schon was ihre überschrift betrifft, in ein derartiges wespennest gestochen habe. von kommunikationskultur haben sie eben sicher auch schon sehr viel gehört!
ob sie damit wohl eher sich selbst meinen?
ihrem Schreiben entnehme ich zumindest, dass sie mit sicherheit noch nie für längere zeit in indien waren - ach so ja, inder sind mit afrikanischen stammeshäuptlingen zu vergleichen. mmmh! wirklich, ein interessanter ethnologischer ansatz. ich muss schon zugeben …
(…) „Dabei geht es meist um ein gesteigertes Gesundheitsstreben oder um ethische Ideale. Vegetarier sind in der westlichen Welt mit durchschnittlich 1,5 bis 2,5 Prozent Anteil an der Bevölkerung vertreten, IN INDIEN SOGAR MIT BIS ZU GESCHÄTZTEN 40 PROZENT" (...)
„In außereuropäischen Kulturen ist Vegetarismus nur in Traditionen indischen Ursprungs anzutreffen. Strengen Vegetarismus praktizieren alle Anhänger des Jainismus und einzelne Richtungen des Hinduismus sowie manche Buddhisten. Die Motivation ist ihnen allen gemeinsam. Es ist in erster Linie das Gebot der Gewaltlosigkeit, welches das Verletzen und Töten untersagt und daher verbietet, davon auf irgendeine Weise zu profitieren.“
http://de.wikipedia.org/w...
ansonsten muss ich mich wundern, dass ich, allein schon was ihre überschrift betrifft, in ein derartiges wespennest gestochen habe. von kommunikationskultur haben sie eben sicher auch schon sehr viel gehört!
"There is one in every colour." wie man sagt.
Sie schreiben: "Ich finde, wer so abgebrüht ist, dem sollte die Lizenz zum Forschen entzogen werden, aber leider ist das nicht möglich!"
Tut mir Leid, Ihnen das so abgebrüht mitzuteilen, aber in der Forschung, egal, in welchem Feld, ist Gefühlsduselei immer kontraproduktiv. um an objektive Ergebnisse zu kommen, muss ich von jeder emotionalen Bindung zu meinem Versuchsobjekt befreit sein. Auch liegt es in der Natur der Dinge, dass ich Experimente an denjenigen Objekten vornehmen muss, die ich untersuche. Wenn ich mich mit Elementarteilchen beschäftige, muss ich an Elementarteilchen experimentieren. Wenn ich mich mit Lebewesen beschäftige, muss ich an diesen experimentieren. Die Realität ist der letzte Richter einer Theorie. Kein Nachdenken kann das Experiment ersetzen und welches Experiment nötig ist, kann nur der Fachmann entscheiden.
"Doch solange in unserer Gesellschaft die Meinung vorherrscht, dass Tiere weniger Wert sind als Menschen..."
Denken Sie einmal weiter. wenn ein Tier so viel wert ist wie ein Mensch, ist Ihre nächste Medikamenteneinnahme ein Mord.
"Wissenschaftlicher Fortschritt sieht anders aus."
Dieser Satz, der meiner Erfahrung nach nur von Menschen geäußert wird, die durch die Bank keine Ahnung haben, wovon sie reden, disqualifiziert Sie einigermaßen. Teilen Sie der Welt und insbesondere den Wissenschaftlern doch bitte einmal mit, welche Ergebnisse sie mit welchen Mitteln hervorzubringen haben.
Lieber PGMN, holen Sie doch nicht gleich so aus.
"Tut mir Leid, Ihnen das so abgebrüht mitzuteilen, aber in der Forschung, egal, in welchem Feld, ist Gefühlsduselei immer kontraproduktiv."
Stimmt nicht. In sämtlichen Forschungsgebieten, die sich um den Menschen als Forschungsobjekt bewegen, ist "Gefühlsduselei" (Sie meinen damit wohl Empathie, auch bekannt als die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen) eine wichtige ethische Grundvoraussetzung. In der qualitativen Sozialforschung etwa ist man angewiesen, Informanten für Interviews Anonymität zu gewährleisten, ihre Aussagen nicht gegen sie zu verwenden oder sonstigen Zweckentfremdungen zuzuführen. Auch in der Psychologie und in klinischen Tests am Menschen gibt es sehr hoch angesetzte Maßstäbe, denn die Würde des Menschens ist schließlich unantastbar.
"Wenn ich mich mit Elementarteilchen beschäftige, muss ich an Elementarteilchen experimentieren. Wenn ich mich mit Lebewesen beschäftige, muss ich an diesen experimentieren."
Das ist nicht vergleichbar. Wo haben Elementarteilchen bitte Schmerzempfinden? Wenn ich einen Haufen Elementarteilchen in Form eines Stuhls aus einem Fenster werfe, ist das was anderes als wenn ich einen lebenden Hund werfe. Jedenfalls nach ethischen Maßstäben.
"Denken Sie einmal weiter. wenn ein Tier so viel wert ist wie ein Mensch, ist Ihre nächste Medikamenteneinnahme ein Mord."
Das ist kein Grund, nicht nach alternativen Methoden zu suchen, die Tierversuche überflüssig machen.
Lieber PGMN, holen Sie doch nicht gleich so aus.
"Tut mir Leid, Ihnen das so abgebrüht mitzuteilen, aber in der Forschung, egal, in welchem Feld, ist Gefühlsduselei immer kontraproduktiv."
Stimmt nicht. In sämtlichen Forschungsgebieten, die sich um den Menschen als Forschungsobjekt bewegen, ist "Gefühlsduselei" (Sie meinen damit wohl Empathie, auch bekannt als die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen) eine wichtige ethische Grundvoraussetzung. In der qualitativen Sozialforschung etwa ist man angewiesen, Informanten für Interviews Anonymität zu gewährleisten, ihre Aussagen nicht gegen sie zu verwenden oder sonstigen Zweckentfremdungen zuzuführen. Auch in der Psychologie und in klinischen Tests am Menschen gibt es sehr hoch angesetzte Maßstäbe, denn die Würde des Menschens ist schließlich unantastbar.
"Wenn ich mich mit Elementarteilchen beschäftige, muss ich an Elementarteilchen experimentieren. Wenn ich mich mit Lebewesen beschäftige, muss ich an diesen experimentieren."
Das ist nicht vergleichbar. Wo haben Elementarteilchen bitte Schmerzempfinden? Wenn ich einen Haufen Elementarteilchen in Form eines Stuhls aus einem Fenster werfe, ist das was anderes als wenn ich einen lebenden Hund werfe. Jedenfalls nach ethischen Maßstäben.
"Denken Sie einmal weiter. wenn ein Tier so viel wert ist wie ein Mensch, ist Ihre nächste Medikamenteneinnahme ein Mord."
Das ist kein Grund, nicht nach alternativen Methoden zu suchen, die Tierversuche überflüssig machen.
Also ich fände es schon sinnvoll, sich erstmal den gravierenden Tierquälereien wie dem "Schächten" zu widmen, bevor man ein paar Forscher angeht, wobei man zugeben muss, ich sehe den Sinn dieses Experiments auch nicht so auf den ersten Blick.
Aber ans Schächten trauen sich die Tierschützer eben nicht ran, dann würden sie ja möglicherweise als rechtsradikal gelten, wenn man den lieben Migranten ihre Traditionen anprangert.
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