Klassenkampf von oben Jetzt heißt es betteln lernen

Peter Sloterdijk will staatliche Fürsorge durch private Mildtätigkeit ersetzen. Seine »Philosophie der Gabe« hat eine Debatte um die Begründung des Sozialstaates ausgelöst

Ob man es nun gern hat oder nicht: Peter Sloterdijk hat eine Debatte über Sinn und Nutzen des Sozialstaates losgetreten, die uns als Schreck noch ein Weilchen in den Gliedern sitzen wird. Sein denkwürdig ungeschützt formulierter Angriff auf ein Steuersystem, das Reichen nimmt, um Armen zu geben, im Juni 2009 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen, wäre vielleicht mit einem verwunderten Achselzucken dauerhaft übergangen worden, wenn nicht Axel Honneth in der ZEIT (Nr. 40/09) den Anlass ergriffen hätte, einmal grundsätzlich die Frage nach der wissenschaftlichen Seriosität und moralischen Dignität des Karlsruher Philosophen aufzuwerfen, der unablässig und unverantwortlich an den moralischen Grundlagen der sozialen Demokratie herumknabbere.

Indes bestand Sloterdijks Denkmanöver darin, gerade die Moral eines umverteilenden Steuersystems infrage zu stellen: Es ruiniere nämlich gleichzeitig, indem es die Hilfe für die Schwachen zum Zwang mache, die spontane Hilfsbereitschaft der Stärkeren. Wäre es nicht besser, die soziale Barmherzigkeit durch freiwillige Gaben der Wohlhabenden üben zu lassen? Statt ihnen den Wohlstand zum Vorwurf zu machen, der nach einer Zwangsabgabe schreie, könnte man sie an ihrer Ehre packen. Ähnlich hat Ulrich Greiner in derZEIT (Nr. 47/09) beklagt, dass die staatlich organisierte Fürsorge das soziale Gewissen des Einzelnen ruiniere und nebenbei auch die Würde der Armut beschädige.

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Die Tüchtigen wollen nicht länger die Untüchtigen durchfüttern

Darauf haben in Folge eine ganze Reihe von Soziologen und Philosophen mit energischem Widerspruch reagiert, unter anderem Christoph Menke, Martin Seel, Hauke Brunkhorst, Lutz Wingert in der ZEIT, aber auch Volker Gerhard (Cicero), Paul Kirchhof (FAZ), Beate Rössler und Michael Hartmann (FR). Ihre Hauptargumente waren, dass mit Spenden und privater Wohltätigkeit bei Weitem nicht geleistet werden könne, was der Staat leiste; dass die Reichen vielmehr in ihrem eigenen Interesse Steuern zahlten, von denen außerdem ein großer Teil für Infrastruktur, für Recht und Ordnung, das heißt dafür verwendet würde, dass die Reichen überhaupt ihre Geschäfte tätigen könnten und ihr Eigentum geschützt würde. Aber auch die sozialen Abgaben geschähen im Interesse der Besitzenden, insofern sie bürgerkriegsähnliche Unruhen verhinderten und Kriminalität begrenzten.

Und selbst was über ein solches soziales Schweigegeld hinausginge, sei noch immer sinnvoll für die Demokratie aufgewendet, weil diese nun einmal nur bei Partizipation aller Bürger Bestand haben könne, die Partizipation aber ein Minimum an Bildung und Existenzsicherung voraussetze. Ohne Integration, im Grenzfall Alimentation der Schwächsten wäre der Demokratie ihre Legitimation entzogen. Die mitgedachte, aber nur angedeutete Pointe: Im Falle einer Verelendung der Massen könne nur ein Polizeistaat die Interessen der Besitzenden schützen; und es wäre noch nicht einmal sicher, ob dieser Polizeistaat nicht am Ende im Auftrag der Verelendeten tätig würde. Darüber hinaus haben Menke und Honneth betont, dass es jenseits des politischen Arguments um die grundsätzliche Anerkennung der Armen als gleichberechtigte Bürger ginge, die nicht gewährleistet sei, wenn man sie ihrem Schicksal überließe und dem freien Zufall privater Mildtätigkeit.

Selbstverständlichkeiten, sollte man meinen. Aber das eben war das Unheimliche an der Debatte: dass ein kleines, kaum durchdachtes Gedankenspiel eines kaum ernsthaften Philosophen noch einmal nötig machte, alle Selbstverständlichkeiten der sozialen Demokratie, ja die Selbstverständlichkeiten des gemeinschaftssichernden modernen Staates vorzuführen und zu begründen. Sloterdijk selbst, bevor er wieder zu seiner ursprünglichen Spendenspinnerei zurückkehrte, hatte vorübergehend und fast erschrocken konzediert, er habe nicht den Sozialstaat abschaffen, sondern nur einmal den Blick darauf lenken wollen, wie wacklig und jederzeit bedroht die Begründung der sozialen Transfers sei.

Und das ist es wohl in der Tat. Wenn Guido Westerwelles Bemerkung von der »geistig-politischen Wende« irgendetwas gemeint haben soll (was wir aber nicht beschwören wollen), dann kann es nur meinen: dass alles auf den Prüfstand kommen soll, was wir für den gesicherten Bestand von staatlich organisierter Mitmenschlichkeit gehalten haben. Man mag diese Deutung, nach der Bankenrettung durch den Staat, das heißt durch den Einsatz von Steuergeldern aller zur Vermögenssicherung der wenigen, für unplausibel, womöglich dreist halten. Aber wenn man ein Interesse derer unterstellt, die in den letzten Jahren an der Stutzung des Sozialstaats gearbeitet haben, dass ihr Projekt jetzt nicht zum Erliegen kommt, dann wäre es in der Tat plausibel, wenn sie mit verstärkter Rhetorik an die Ressentiments der Bessergestellten appellierten.

Dass hier, so traurig es berühren mag, tatsächlich der Glutkern der Debatte liegt, haben einige unbedachte Hilfestellungen für Sloterdijk gezeigt. Der großartige Germanist Karl Heinz Bohrer hat sich nicht entblödet, die Besteuerung der Auszeichnungen zu beklagen, die er für seine hart erarbeiteten Werke bekommen habe, und von dort eine gerade Linie zu schlimmem Neid auf die Klügeren und Tüchtigeren zu ziehen. Ähnlich hat es kürzlich sogar Sloterdijk selbst, wider seine zwischendurch gefundene bessere Einsicht, im Interview mit der Süddeutschen Zeitung gesagt, als er »die Verteufelung der Leistungsträger« anprangerte. Norbert Bolz hat ein ganzes Buch vorgelegt, in dem er gar grundsätzlich den Wert der Freiheit auf dem Altar einer (vorgeblichen) Steuergerechtigkeit geopfert sieht.

Leser-Kommentare
  1. gibt es nichts zu berichten. Jede Auseinandersetzung mit dem Mann wertet diesen auf. Auch Negativwerbung ist Werbung.
    Der Mann steht für Auffassungen die selbst 1820 schon als unakzeptabel angesehen worden wären.

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    Herr Sloterdijk ist ein sehr intelligenter und gebildeter Mensch.

    Er weiß also sehr genau, was Reiche und Mächtige geben, wenn es ihnen frei gestellt ist.

    Ein Blick in die Geschichte reicht.

    Er weiß auch, was Reiche und Mächtige von den Ärmsten der Armen noch herauspressen, wenn es ihnen frei gestellt ist.

    Da Herr Solterdijk das sehr genau weiß, wissen wir auch, was wir von seiner Eristik und seinem Character zu halten haben.

    Axel Arnold Bangert - Herzogenrath 2010

    • joG
    • 25.01.2010 um 12:03 Uhr

    Die Idee ist auch nicht perverser als das Sozialsystem, das wir hier haben. Es ist sogar besser in der Hinsicht, dass die Menschen nicht 40 Jahre glauben, sie seien abgesichert und danach ihr Leben plannen und ohne murren dem Staat ihr Geld übergeben, um dann zu erfahren, dass sie keineswegs abgesichert sind. Das Betrugskonzept des Generationenvertrags ist eben auch nicht sehr gut, aber durch seinen allgemeinen Zwangscharakter sind die negativen Folgen systemrelevant und haben bereits die Legitimität des Gemeinwesens aus Sicht der Bürger untergraben.

    Herr Sloterdijk ist ein sehr intelligenter und gebildeter Mensch.

    Er weiß also sehr genau, was Reiche und Mächtige geben, wenn es ihnen frei gestellt ist.

    Ein Blick in die Geschichte reicht.

    Er weiß auch, was Reiche und Mächtige von den Ärmsten der Armen noch herauspressen, wenn es ihnen frei gestellt ist.

    Da Herr Solterdijk das sehr genau weiß, wissen wir auch, was wir von seiner Eristik und seinem Character zu halten haben.

    Axel Arnold Bangert - Herzogenrath 2010

    • joG
    • 25.01.2010 um 12:03 Uhr

    Die Idee ist auch nicht perverser als das Sozialsystem, das wir hier haben. Es ist sogar besser in der Hinsicht, dass die Menschen nicht 40 Jahre glauben, sie seien abgesichert und danach ihr Leben plannen und ohne murren dem Staat ihr Geld übergeben, um dann zu erfahren, dass sie keineswegs abgesichert sind. Das Betrugskonzept des Generationenvertrags ist eben auch nicht sehr gut, aber durch seinen allgemeinen Zwangscharakter sind die negativen Folgen systemrelevant und haben bereits die Legitimität des Gemeinwesens aus Sicht der Bürger untergraben.

    • Hontes
    • 24.01.2010 um 21:05 Uhr

    Dies kann jedoch nur dann gelten, wenn es dem derzeit - möglicherweise unverschuldet - Untüchtigen auch möglich ist tüchtig zu werden!

    Wenn es gelingt, den Willigen eine adäquat bezahlte Arbeitsmöglichkeit anzubieten, können wir auch im Hinblick auf möglicherweise Faule die Spreu vom Weizen trennen.

    Soweit sind wir leider noch nicht!

  2. Ich lebe in den USA, wo die Idee der Philanthropie viel stärker verankert ist als in Deutschland. Das Resultat: Nicht nur die Armen, sondern all jene Institutionen, die man früher einmal so schön als "das öffentliche Gut" bezeichnet hat, werden zu Almosenempfängern degradiert. Jedwede Forderung, egal ob nach angemessener Ausstattung der Schulen, nach entsprechender Gestaltung von Parks und Spielplätzen, etc. wird von denen, die sich auf ihrem Reichtum ausruhen können, als "Luxus" abgetan und mit der Aufforderung, doch mal den Gürtel enger zu schnallen, quittiert. Ist das der Traum von Sloterdijk? Wie traurig, wenn diese Gedanken aus der abgesicherten Welt der deutschen Akademie kommen...

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    Einen ähnlichen Gedanken habe ich auch gehabt. Ich kenne die USA sehr gut und ich kenne Karlsruhe, Sloterdijks bequeme, durch das Beamtentum geprägte, Heimatstadt, sehr gut. Da kann man gut die Bodenhaftung verlieren. Und in den USA kann man die sehr schnell, sehr gut wiedererlangen, wenn man dort keine Protégés hat, sondern auf sich alleingestellt ist, wie es so viele Exilanten erfahren mussten.

    Ich habe vor einiger Zeit mal einen wunderbaren Essay von Timothy Garton-Ash gelesen, in welchem er konstatiert, wie wenig heutige Eliten sich noch des Rades bewusst sind, das Fortuna dreht, und wie sehr sie - fälschlich - davon überzeugt sind, ihr Wohlergehen hätten Sie schliesslich ihrem eigenen Können zu verdanken.

    Einen ähnlichen Gedanken habe ich auch gehabt. Ich kenne die USA sehr gut und ich kenne Karlsruhe, Sloterdijks bequeme, durch das Beamtentum geprägte, Heimatstadt, sehr gut. Da kann man gut die Bodenhaftung verlieren. Und in den USA kann man die sehr schnell, sehr gut wiedererlangen, wenn man dort keine Protégés hat, sondern auf sich alleingestellt ist, wie es so viele Exilanten erfahren mussten.

    Ich habe vor einiger Zeit mal einen wunderbaren Essay von Timothy Garton-Ash gelesen, in welchem er konstatiert, wie wenig heutige Eliten sich noch des Rades bewusst sind, das Fortuna dreht, und wie sehr sie - fälschlich - davon überzeugt sind, ihr Wohlergehen hätten Sie schliesslich ihrem eigenen Können zu verdanken.

  3. Ähnlich hat Ulrich Greiner in derZEIT (Nr. 47/09) beklagt, dass die staatlich organisierte Fürsorge das soziale Gewissen des Einzelnen ruiniere und nebenbei auch die Würde der Armut beschädige.

    Wie können Sie solche Leute in dieser Zeitung zu Wort kommen lassen. Sie sollten sich schämen.

    Wenn Sie solches Geistesgut verbreiten, müssen Sie sich nicht wundern wenn Menschen Abstand vor Ihrer Zeitung nehmen.

    Ich werde es weiter beobachten, aber für mich ist es jetzt vorbei mit dem Schreiben von Kommentaren. Die "Bürgerliche"
    Presse verhält sich zu veranwortungslos.

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    Sie haben völlig recht, werter Klausabc, kontroverse Meinungen wollen wir in der Zeitung nicht lesen. Die "Zeit" sollte sich schämen, Menschen mit von der Wahrheit divergierenden Ansichten zu Wort kommen zu lassen. Wo kommen wir denn hin, wenn jeder sagen kann was er will und man damit auch noch konfrontiert wird?

    Sie haben völlig recht, werter Klausabc, kontroverse Meinungen wollen wir in der Zeitung nicht lesen. Die "Zeit" sollte sich schämen, Menschen mit von der Wahrheit divergierenden Ansichten zu Wort kommen zu lassen. Wo kommen wir denn hin, wenn jeder sagen kann was er will und man damit auch noch konfrontiert wird?

  4. Warum müssen Sie dem [...] eines saturierten deutschen Professors immer wieder ein Forum bieten?

    [Gekürzt, bitte formulieren Sie Kritik sachlich und konstruktiv. Danke. /Die Redaktion pt.]

  5. Einen ähnlichen Gedanken habe ich auch gehabt. Ich kenne die USA sehr gut und ich kenne Karlsruhe, Sloterdijks bequeme, durch das Beamtentum geprägte, Heimatstadt, sehr gut. Da kann man gut die Bodenhaftung verlieren. Und in den USA kann man die sehr schnell, sehr gut wiedererlangen, wenn man dort keine Protégés hat, sondern auf sich alleingestellt ist, wie es so viele Exilanten erfahren mussten.

    Ich habe vor einiger Zeit mal einen wunderbaren Essay von Timothy Garton-Ash gelesen, in welchem er konstatiert, wie wenig heutige Eliten sich noch des Rades bewusst sind, das Fortuna dreht, und wie sehr sie - fälschlich - davon überzeugt sind, ihr Wohlergehen hätten Sie schliesslich ihrem eigenen Können zu verdanken.

    Eine Leser-Empfehlung
    • hardob
    • 24.01.2010 um 21:41 Uhr

    am Aufsteiger ist, dass er ihm gar nicht die Chance ließ, es aus eigener Kraft zu schaffen. Immer waren da flankierende staatliche Hilfen. Und jetzt kann der Aufsteiger nicht mal seinen Enkeln erzählen, er, ja er, habe es aus eigener Kraft zu Reputation und Vermögen gebracht, von dem diese Enkel jetzt noch zehren könnten. Das ist das Leid des Herrn Sloterdijk, deswegen scharwenzelt er jetzt so beleidigt um Steuer- und Sozialstaatsfragen herum, und leidet (wie ein Hund) ob der versäumten Chance zu solcher Autobiographie.

    Vielleicht hülfe eine Selbsthilfegruppe.

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    Die Frage, die sich mir stellt, ist... hat Sloterdijk das wirklich so gemeint, wie Jens Jessen es hier interpretiert? Oder hat er bloß utopische Vorstellungen angesprochen, in denen freiwillige Unterstützung statt findet. Dass Unterstützung aus dem freiwilligen Bedürfnis zu Helfen heraus besser ist, als unter Zwang, steht doch außer Frage... Dass aber der Zwang deshalb abgeschafft werden solle sagt Sloterdijk meines Erachtens nicht! Dieser Zwang gefährdet das Sozialempfinden - das sagt er. Je mehr Instrumentarisiert wird, desto mehr verkümmert auch damit die Freiheit das Denken, das Hinterfragen, das Sozialgefühl...Was hat eine gezwungene Spende noch für einen Wert, wenn keine gute Absicht dahinter steht? Den Wert, den unsere Gesellschaft immer höher schätzt - den der Folge, nicht den der Absicht. Das Ergebnis zählt, nicht der Hintergrund. Wenn jemand versagt, trotz großer Mühe, dann ist er ein Versager. Was zählt ist die Sho, das sich verkaufen... sich den Erfolg erkaufen? Wie ist ja egal, nicht wahr? Ich denke so war seine Aussage gemeint. Das war seine Kritik an der leistungsorientierten Gesellschaft, in der nur das Ergebnis zählt. Das Sozialempfinden verkümmert unter dem Zwang. Recht hat er.

    Die Frage, die sich mir stellt, ist... hat Sloterdijk das wirklich so gemeint, wie Jens Jessen es hier interpretiert? Oder hat er bloß utopische Vorstellungen angesprochen, in denen freiwillige Unterstützung statt findet. Dass Unterstützung aus dem freiwilligen Bedürfnis zu Helfen heraus besser ist, als unter Zwang, steht doch außer Frage... Dass aber der Zwang deshalb abgeschafft werden solle sagt Sloterdijk meines Erachtens nicht! Dieser Zwang gefährdet das Sozialempfinden - das sagt er. Je mehr Instrumentarisiert wird, desto mehr verkümmert auch damit die Freiheit das Denken, das Hinterfragen, das Sozialgefühl...Was hat eine gezwungene Spende noch für einen Wert, wenn keine gute Absicht dahinter steht? Den Wert, den unsere Gesellschaft immer höher schätzt - den der Folge, nicht den der Absicht. Das Ergebnis zählt, nicht der Hintergrund. Wenn jemand versagt, trotz großer Mühe, dann ist er ein Versager. Was zählt ist die Sho, das sich verkaufen... sich den Erfolg erkaufen? Wie ist ja egal, nicht wahr? Ich denke so war seine Aussage gemeint. Das war seine Kritik an der leistungsorientierten Gesellschaft, in der nur das Ergebnis zählt. Das Sozialempfinden verkümmert unter dem Zwang. Recht hat er.

    • WuDang
    • 24.01.2010 um 22:00 Uhr

    Sarrazin wir von der Presse zum Helden hochstilisiert, der ausspricht wofür andere zu feige seien, weil er, ach wie originell, ausländerfeindliche Sprüche gegen Türken ablässt.
    Koch wird zum Helden, weil er Zwangsarbeit fordert für Leute, die in wirtschaftliche Not geraten.
    Wow, und jetzt erhält der Philosoph der Genmanipulation, der den Menschen den letzten Rest Würde nehmen will, weil er sie zwingen will, die Absahner des Systems anzubetteln wie hungrige Hunde, von der Zeit die propagandistische Schützenhilfe, die es benötigt, solche unqualifizierten Beiträge in die Diskussion zu bringen.
    Aua!

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