Zur Berichterstattung über Haiti Ein Held der SchaulustSeite 3/3
Was Cooper treibt, ist nicht Schaulust, sondern Zeigelust. Er geht nicht hinaus, um die Welt zu erkunden, sondern er fordert die Welt auf, ihn zu erkunden. Er untersucht nicht die Wunden der Menschheit, sondern er zeigt ihr seine Wunden.
Was verspricht er? Dass alles besser wird? Dass das Böse nie wieder geschehen wird? Nein, nur dies: dass er es gesehen hat. Dass er es sich merkt. Dass er seine Schlüsse daraus ziehen wird.
Eines Tages wird er hinauflangen und Gott zwischen seinen Wolken schleifen (sofern eine Kamera in der Nähe ist). Der Moment wird kommen, und wir wollen ihn nicht verpassen. Bis dahin werden wir Geduld haben und CNN schauen.
- Datum 29.01.2010 - 13:52 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 28.01.2010 Nr. 05
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Ich meine, wenn er " mitleidet " ist das gut, es bewegt wiele,
die dieses sehen und spenden dementsprechend. Was dieser Herr macht, lernt jeder Schauspielschüler im 2. Semester. Er kann sich gut darstellen und er kann sich gut in eine Situation hinein versetzen. Wenn das jemanden hilft, finde ich das gut.
Im Grunde machen wir Autoren das hier doch auch, wenn wir nicht gelesen werden, brauchen wir nicht zu schreiben.
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