Hartz IV Nur keine VorurteileSeite 2/2
Oberstes Ziel muss es deshalb sein, die Menschen aus Hartz IV herauszuholen beziehungsweise sie gar nicht erst hilfebedürftig werden zu lassen. In erster Linie brauchen wir dazu existenzsichernde Mindestlöhne und eine bessere Regulierung der Leiharbeit. Die von der Politik gewollte und betriebene Förderung der Minijobs manifestiert hingegen den Niedriglohnsektor. Kleinstarbeitsverhältnisse aber auch noch staatlich zu subventionieren ist grundfalsch. Minijobs helfen den Arbeitgebern, nicht den Arbeitslosen. Die Jobcenter drängen Arbeitsuchende aber dort hinein, also fördert der Staat hier das Lohndumping.
Hartz IV ist bereits für viele Menschen bittere Realität. Hartz IV bedeutet aber gerade auch in der Krise für viele Menschen Angst vor dem Abrutschen in Armut. Wir brauchen ein vorgelagertes Sicherungssystem, das heißt ein Überbrückungsgeld nach Ablauf des Arbeitslosengeldes I, den Ausbau von Kinderzuschlägen und Wohngeld. Alleinerziehende benötigen bessere Kinderbetreuung und vonseiten der Arbeitgeber mehr zeitliche Flexibilität. Armutsfeste Regelsätze – insbesondere für Kinder – sind längst überfällig.
All dies sind Tatsachen, Missstände und Nöte, die einer öffentlichen Debatte wert wären. Aber eine solche Auseinandersetzung braucht keinen Populismus, sondern Weitsicht, Mitgefühl und den Willen, wirklich etwas positiv für die Menschen zu verändern.
Michael Sommer ist Bundesvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)
- Datum 27.01.2010 - 12:47 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 28.01.2010 Nr. 05
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Hartz IV hat erst zur heutigen Lohnstruktur geführt:
Dumpinglöhne, weil Arbeitslose "jeden" Job annehmen sollen oder müssen.
Sozialmissbrauch durch die AG, weil diese die Menschen nur noch befristet einstellen, Wiedereingliederungsbeihilfen kassieren und nach der "Ruhezeit" diese Mitarbeiter wieder "frei" setzen.
Dann kommen noch die steigenden Kosten auf die Krankenkassen zu, weil so mancher Arbeitslose mit dieser Gesamtsituation nicht zurecht kommt und sich in Krankheiten flüchtet - meist sind diese psycho-somatischer Natur.
Letztendlich erfolgt die EU-Rente, weil die Leute einfach den Druck nicht mehr aushalten und sich nicht nur "verarscht" fühlen, sondern sie fühlen sich regelrecht als unmündige Bürger - da war es vor der Wende im Osten weitaus humaner!
Aber man sollte auch nicht vergessen, welche Partei dieses Konzept eines Verbrechers (oder wäscht einen ein "Deal" mit der Justiz rein?) eingeführt hat.
Aber man sollte auch nicht vergessen, welche Partei dieses Konzept eines Verbrechers (oder wäscht einen ein "Deal" mit der Justiz rein?) eingeführt hat.
So sehr ich mich über Roland Kochs Aüßerungen ärgere, es wäre am Besten sie nicht wahr zu nehmen. Sie dienen nur der Mobilisierung der eigenen Wähler. Das hat er schon sehr gut bei seinen Landtagswahlen 2008 geschafft. Ohne die übliche Ausländerhetze und der Unfähigkeit der SPD wäre dieser Mann schon lange nicht mehr Ministerpräsident. Er profiliert sich mal wieder als harter Hund und Jürgen als Rächer der Enterbeten. Man, das wird auch langsam langweilig...
Seine Stimme hat Gewicht, und ich freue mich, dass er sie mal gegenüber Ansichten wie die von Herrn Koch erhoben hat.
Aber eigene Ideen lässt er leider vermissen, und damit zeigt er, dass sich die Gewerkschaften in erster Linie für die regulär Arbeitenden zuständig fühlen. Der Appell an Mindestlöhne, wo sollen sie gelten? Er kann ein Gesetz vorschlagen: Niemnd darf unter 10 Euro/Std. arbeiten müssen.
Wie kann Zeitarbeit konstruktiver gemacht werden?. Die Minijobs werden gebraucht, aber wie sie von einkalkulierten Transferleistungen unabhängig machen?
M. E. müssen die Gewerkschaften auch ihre eigenen Vorstellungen hinterfragen, damit flexible Lösungen möglich sind. Ansonsten unterstelle ich, dass die Bewahrung der Verhältnisse Vorrang hat. Und zwar in erster Linie für die, die das Glück haben, bei Großkonzernen zu arbeiten. Ist der Mittelstand weiter Manövriermasse zwischen Politik und Verbänden, werden wir uns in absehbarer Zeit in einer Art staatsmonopolistischem Kapitalismus wiederfinden, wie manche sagen, in einer DDR 2.0.
Aber man sollte auch nicht vergessen, welche Partei dieses Konzept eines Verbrechers (oder wäscht einen ein "Deal" mit der Justiz rein?) eingeführt hat.
...und vor allem sollte man nicht die so dummen Wähler vergessen, die dieser Partei die Stimme gegeben haben (immerhin 1/3 der Hessen und sogar noch mehr im Bund) und die es deshalb nicht anders verdient haben...oder haben sie es vielleicht sogar so gewollt?!?
...und vor allem sollte man nicht die so dummen Wähler vergessen, die dieser Partei die Stimme gegeben haben (immerhin 1/3 der Hessen und sogar noch mehr im Bund) und die es deshalb nicht anders verdient haben...oder haben sie es vielleicht sogar so gewollt?!?
Niedergang nicht unschuldig, aber diese Äußerungen sind zumindest vom Ansatz her richtig.
...und vor allem sollte man nicht die so dummen Wähler vergessen, die dieser Partei die Stimme gegeben haben (immerhin 1/3 der Hessen und sogar noch mehr im Bund) und die es deshalb nicht anders verdient haben...oder haben sie es vielleicht sogar so gewollt?!?
wenn jeder mit sich selber ehrlich ist, suchen wir doch alle mehr oder weniger Schnäppchen im Internet oder in Geschäften, oder auch beim Friseur. Warum sind denn die Friseurketten ala Klier und anderen, oder die Klamottenläden wie Kik und andere so erfolgreich und expandieren ständig weiter. Das liegt doch auch am Konsumverhalten. Wir als Verbraucher haben uns doch die Geiz ist Geil Mentalität so zu eigen gemacht, dass normale Läden oder Dienstleister in einigen Bereichen schon Existenzprobleme haben. Ich erinnere an Wallraffs Doku zu den Billigbäckereien für die Ladenketten. Wenn ich oben einen Euro reinwerfe, können unten keine 2 rausfallen, sondern max 20 %. Damit will ich jetzt nicht die Dumpinglöhne verteidigen, aber daraufhinweisen, you get what you pay for. Im Arbeitsmarkt ist das nun aber pervers, denn die Ware bekommt man billig, das man über die Steuern und Sozialversicherung aber die Gewinnspannen mitzahlt, merkt man nicht. Wie sollen den vernünftige Gehälter gezahlt werden, wenn jeder einzelne an der Kasse nicht bereits ist einen reelen Preis zu zahlen. Auch dadurch werden Produktionen verlagert. Gerade der Bereich der Arbeit ist kein schwarz weiß Feld, sondern hat unendlich viele Grauzonen.
Es ist kurz gesagt nicht mehr auszuhalten, was diese Koch`s und Konsorten uns zumuten. Wieso dürfen die nachgewiesener Maßen wider besseres Wissen weiter hetzen. Warum jagen wir
diese Klasse nicht hinaus zum Tempel, wie weiland Jesus??
Warum tun die Medien nichts gegen die Volksverhetzer, obwohl die Medien ausreichend Macht und Material (die Wahrheit) zur Verfügung haben?? Diese Art von sogenannten Politikern hat absolut nichts mehr mit den "Bürgern",dem "Volk" , den "Leuten" da draußen" gemeinsam. Hoffentlich ernten sie bald was sie permanent säen. Allein der Name des Gesetzes: "Hartz" ist Programm , ein sog. verurteilter Manager, der keinerlei soziales Gewissen weder gehabt noch gekannt hat,nur wußte wie er sich am System bedienen kann.
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