iPad Die Zaubertafel
Das iPad ist ein Computer, den jeder bedienen kann und an dem wenige prächtig verdienen werden
© Ryan Anson/AFP/Getty Images

Das iPad bei seiner Vorstellung in Kalifornien. In die Hand nehmen durften es bislang nur wenige.
Werden wir Zeitungsartikel künftig so lesen? Werden wir auf einer Fläche aus Glas und Aluminium, nicht größer als dieser Leitartikel, die Welt betrachten? Auf dem iPad von Apple – 700 Gramm leicht, 24 mal 19 Zentimeter groß, ziemlich dünn, nur ein Knopf?
Letzte Woche wurde die Zaubertafel vorgestellt. Seitdem versuchen die Medien, ihre Bedeutung auszuloten. Tausende neuer elektronischer Geräte gibt es jedes Jahr, eines moderner als das andere. Und doch starren jetzt alle auf dieses eine. Nicht wegen seiner Technik, die ist gar nicht so aufregend. Sondern weil alle so viel von ihm erwarten, eine Revolution nämlich.
Das iPad ist der erste Vertreter einer neuen Gerätegattung, die den Personal Computer aus den Wohnungen verdrängen könnte. Endlich.
Es wäre das Ende einer Entwicklung, die in den achtziger Jahren begann. Damals zogen die Personal Computer als digitale Schreibmaschinen in die Haushalte ein. Ende der Neunziger fanden sie den Anschluss ans Internet. Ihr Einsatzfeld wuchs. Sie ersetzten Fotoalben, Stereoanlagen und Videorekorder. Früher standen sie auf dem Schreibtisch, heute stehen sie im Wohnzimmer. Dort frustrieren sie viele Nutzer mit ihrer Funktionsfülle und viel zu viel Technik.
Das iPad hingegen steht für bewusste Verknappung. Es ist auf jene Funktionen zugeschnitten, die für die meisten Privatnutzer die wichtigsten sind: Kontakte pflegen, Digitalfotos sortieren, kurz etwas im Web nachschlagen. Dazu Musik, Video und Spiele, bald auch die Lektüre digitaler Bücher, Magazine und Zeitungen.
Die Steuerung per Fingerzeig ist leicht. Anwendungsprogramme (Apps) werden vorab von Apple geprüft. Es herrscht fürsorgliche Bevormundung. Das wird Nutzern die Scheu nehmen. »OmiPad«, wurde schon gespottet.
- Datum 04.02.2010 - 16:11 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 04.02.2010 Nr. 06
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Werbung für Apple?
Und mal vielleicht ein Hinweis - dass Ding kann nicht einmal Flash abspielen...
Es gibt viele wesentlich bessere Produkte auf dem Mark - sogar Netbooks sind besser da sie mehr Funktionen bieten.
(Und ich würde ein Netbook nicht kaufen - zu schwach für mich - ich brauche ein mobiles kleines Gerät mit Leistung - das ist dann aber mein einziger Computer)
Flash schalte ich generell ab, der groesste Stromfresser ueberhaupt. Macht auch den Rechner instabil, so dass Flash und wichtige Arbeit am gleichen Rechner einfach zu riskant wird.
Ich denke, dass Geraet koennte sich ebenso gut in Fabrikhallen und Krankenhaeusern durchsetzen, ueberall dort wo bislang mit PDAs oder Papier gearbeitet wird und auch dort wo PCs betrieben werden nur um ein einziges Programm laufen zu lassen.
Ein "Ding, das nicht einmal Flash abspielen kann" ist allein deswegen nicht unbedingt schlecht.
Man muss es genau anders herum sehen: "Flash kann auf dem iPad nicht unterstützt werden.". Flash & Multitouch? Ich weiss nicht. Bin kein Flash-Entwickler. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass das ein Teil des Problems ist.
Flash schalte ich generell ab, der groesste Stromfresser ueberhaupt. Macht auch den Rechner instabil, so dass Flash und wichtige Arbeit am gleichen Rechner einfach zu riskant wird.
Ich denke, dass Geraet koennte sich ebenso gut in Fabrikhallen und Krankenhaeusern durchsetzen, ueberall dort wo bislang mit PDAs oder Papier gearbeitet wird und auch dort wo PCs betrieben werden nur um ein einziges Programm laufen zu lassen.
Ein "Ding, das nicht einmal Flash abspielen kann" ist allein deswegen nicht unbedingt schlecht.
Man muss es genau anders herum sehen: "Flash kann auf dem iPad nicht unterstützt werden.". Flash & Multitouch? Ich weiss nicht. Bin kein Flash-Entwickler. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass das ein Teil des Problems ist.
Auch, wenn für viele die technische Ausstattung nicht so wichtig erscheinen mag: Apple arbeitet gerade an dieser am härtesten. - Vor allem der Software. Man bedenke, dass das System auf dem iPad eine Variante von Mac OS X ist. Das wiederum ist ein Unix-Abkömmling. Wer hat schon einmal so ein einfach zu bedienendes und eine Befehlszeile vermissenden Unix benutzt oder gesehen? Die ware Revolution ist, dass niemand das merkt. Denn die ganze Komplexität ist gut versteckt.
... beim iPad geht es nicht so ums eigentliche Produkt, sondern um die Umgebung in die man es hineinpflanzt. Der App-Store und die Software die extra für das iPad entwickelt werden wird, könnten den Unterschied machen. Ich habe vor ein paar Tagen Microsoft Chef Ballmer bei der Bedienung eines Tablet-Pcs gesehen und wärhend er es vorgeführt hat, konnte man genau feststellen was das Problem dieser Dinger ist. Läuft erst mal Windows beginnt man alle normalen PC-Programme zu installieren und danach sieht man sofort, dass für diese die Touch-Steuerung völlig ungeeignet sind.
Fuer den embedded-Markt ist sowas leicht zu machen. Ein Internet-Kiosk oder eine geschlossene Platform mit einem festen Satz Anwendungen ist mit Unix innerhalb von Stunden implementierbar, was dann noch fehlt sind huebsche Icons und ein bunter Installer.
Das ist auch nichts neues. OSX erkauft sich die einfache Bedienbarkeit nicht zuletzt durch geringere Konfigurierbarkeit. Noch geringer als bei Windows. Windows wiederrum kann im Vergleich zu Unix einpacken sobald der Anwender von den typischen Workflows und Defaults abweicht.
Es ist der alte Unterschied zwischen Lego und Matchbox.
... beim iPad geht es nicht so ums eigentliche Produkt, sondern um die Umgebung in die man es hineinpflanzt. Der App-Store und die Software die extra für das iPad entwickelt werden wird, könnten den Unterschied machen. Ich habe vor ein paar Tagen Microsoft Chef Ballmer bei der Bedienung eines Tablet-Pcs gesehen und wärhend er es vorgeführt hat, konnte man genau feststellen was das Problem dieser Dinger ist. Läuft erst mal Windows beginnt man alle normalen PC-Programme zu installieren und danach sieht man sofort, dass für diese die Touch-Steuerung völlig ungeeignet sind.
Fuer den embedded-Markt ist sowas leicht zu machen. Ein Internet-Kiosk oder eine geschlossene Platform mit einem festen Satz Anwendungen ist mit Unix innerhalb von Stunden implementierbar, was dann noch fehlt sind huebsche Icons und ein bunter Installer.
Das ist auch nichts neues. OSX erkauft sich die einfache Bedienbarkeit nicht zuletzt durch geringere Konfigurierbarkeit. Noch geringer als bei Windows. Windows wiederrum kann im Vergleich zu Unix einpacken sobald der Anwender von den typischen Workflows und Defaults abweicht.
Es ist der alte Unterschied zwischen Lego und Matchbox.
... beim iPad geht es nicht so ums eigentliche Produkt, sondern um die Umgebung in die man es hineinpflanzt. Der App-Store und die Software die extra für das iPad entwickelt werden wird, könnten den Unterschied machen. Ich habe vor ein paar Tagen Microsoft Chef Ballmer bei der Bedienung eines Tablet-Pcs gesehen und wärhend er es vorgeführt hat, konnte man genau feststellen was das Problem dieser Dinger ist. Läuft erst mal Windows beginnt man alle normalen PC-Programme zu installieren und danach sieht man sofort, dass für diese die Touch-Steuerung völlig ungeeignet sind.
Niemand zwingt sie Programme zu installieren die nicht "Touch geeignet sind".
Würden sie einen PKW kaufen, den Kofferraum mit Blei füllen und sich über die Leistung beklagen?
Dazu muss man auch sagen, es gibt schon lange Tablets die gleichzeitig ein Notebook waren - ja, ein bisschen größer, aber auch mit mehr Leistung und einem Stift zur Eingabe.
Sofort eignet sich das Gerät (vor allem Business Modelle) für Notizen in "Meetings" (Bah, ich bin zu lange in England) - und sonstigen Notizen - wenn man dann den normalen PC Gebrauch wünscht hat man ein Notebook.
Oder man nimmt ein Gerät das ein reines Tablet ist und installiert Programme die darauf gut laufen.
Niemand zwingt sie Programme zu installieren die nicht "Touch geeignet sind".
Würden sie einen PKW kaufen, den Kofferraum mit Blei füllen und sich über die Leistung beklagen?
Dazu muss man auch sagen, es gibt schon lange Tablets die gleichzeitig ein Notebook waren - ja, ein bisschen größer, aber auch mit mehr Leistung und einem Stift zur Eingabe.
Sofort eignet sich das Gerät (vor allem Business Modelle) für Notizen in "Meetings" (Bah, ich bin zu lange in England) - und sonstigen Notizen - wenn man dann den normalen PC Gebrauch wünscht hat man ein Notebook.
Oder man nimmt ein Gerät das ein reines Tablet ist und installiert Programme die darauf gut laufen.
Vorweg: Ich gebe es zu, ich bin Apple-User und nenne ein MacBook Pro, einen Mac Pro und einen iPod classic mein eigen, bin also nicht unvoreingenommen.
Hype hin oder her. Apple gestaltet Produkte, die sich an den Bedürfnissen einer bestimmten Käuferschicht orientieren. Wer in diese Zielgruppe passt, für den sind diese Produkte klasse. Und der aktuelle Erfolg von Apple zeigt doch, dass es offenbar genügend Leute gibt, die genau diese Produkte wollen. Dinge, die gut aussehen, passabel funktionieren und meistens Spaß machen. Ich sage immer: Wenn schon arbeiten, dann wenigstens mit Mac OS X :-) .
Kurz zu meinem Vorredner zum Thema UNIX. Für mich z.B. war die Tatsache, dass Mac OS X ein zertifiziertes UNIX ist, ein wesentlicher Grund, mich für Apple zu entscheiden. Ich kenne UNIX wesentlich besser als Windows, dessen kryptische Registry ich wohl nie verstehen werde. Die Apple´sche UNIX-Variante ist im übrigen ziemlich hoch entwickelt.
Meiner Mutter hingegen ist UNIX total schnuppe, die findet es toll, dass das Ding so einfach zu benutzen ist (sie braucht nur Mail, iChat, Webbrowser und - selten - Textverarbeitung). Für Menschen wie meine Mutter ist das iPad eine echte Option. OmiPad? Gerne!
Niemand von Apple hat mich gezwungen, Mac´s zu kaufen. Ich will einfach nur gute Rechner, um meine Arbeit zu machen. Das sie gut aussehen, um so besser ... ist wie bei einem Sofa. Wichtig ist, dass man gut drauf sitzen kann. Aber man muß es auch ein paar Jahre anschauen können :-)
Bitte nicht so einen Hype machen. Der iPad ist nicht für Eingaben geeignet, da muß man sich nur mal Ihr Foto anschauen. Da sehe ich einen Menschen, der den iPad nur einhändig bedienen kann weil mit der anderen Hand festgehalten werden muß. Wollen Sie so etwa Texte schreiben?
Als Browser läuft Safari, der alles andere als beliebt ist und praktisch keinen Marktanteil hat. Und das Fehlen von Flash ist erst in einigen Jahren zu verschmerzen, wenn HTML5 salonfähig ist. Tatsächlich ist es aber Absicht von Apple, freie Medieninhalte zu blocken, um eigene Inhalte teuer zu verkaufen - und zu kontrollieren.
Apple hat das Internet nicht verstanden. Solche geschlossenen Systeme sind unfreundlich und widersprechen dem Gedanken freier Kommunikation, zu der natürlich auch freie Programmierung gehört. Die User werden bevormundet. Apple ist der Torwächter. Apple entscheidet, was auf dem iPad und dem iPhone läuft. Und sogar dann, wenn eine App bereits gekauft wurde. Dieses System der absoluten Kontrolle baut ein proprietäres Ökosystem für Computerlaien auf und eignet sich prächtig zum Geldverdienen.
Das wird den "normalen" PC aber nicht verdrängen. Der iPad füllt eine Nische. Er wird m.E. eine sehr gute Spielekonsole. Und er eignet sich, um auf dem Sofa oder im Bett mal kurz das TV-Programm anzuschauen oder Mails zu schecken. Er ist ein reines Luxus-Lifestylegerät, das nur ZUSÄTZLICH mit einem normalen PC oder Mac läuft. Denn ohne iTunes funktioniert der iPad überhaupt nicht.
Flash schalte ich generell ab, der groesste Stromfresser ueberhaupt. Macht auch den Rechner instabil, so dass Flash und wichtige Arbeit am gleichen Rechner einfach zu riskant wird.
Ich denke, dass Geraet koennte sich ebenso gut in Fabrikhallen und Krankenhaeusern durchsetzen, ueberall dort wo bislang mit PDAs oder Papier gearbeitet wird und auch dort wo PCs betrieben werden nur um ein einziges Programm laufen zu lassen.
Also ein Stromfresser ist Flash aktuell - liegt aber auch daran dass der CPU dran werkelt, der dafür nicht geeignet ist - allerdings wird Flash nun auf die Grafikkarte verlagert sofern es unterstützt wird.
Den PC - daher das Betriebssystem macht Flash NICHT instabil.
Wenn es mal Querelen gibt dann im Browser - das hat aber keinen Einfluss auf das Betriebssystem - auch weil ein Prozess wie Flash das Betriebssystem seit Vista nicht mehr zum Absturz bringen kann - es kommt nicht an den Kernel :)
Also ein Stromfresser ist Flash aktuell - liegt aber auch daran dass der CPU dran werkelt, der dafür nicht geeignet ist - allerdings wird Flash nun auf die Grafikkarte verlagert sofern es unterstützt wird.
Den PC - daher das Betriebssystem macht Flash NICHT instabil.
Wenn es mal Querelen gibt dann im Browser - das hat aber keinen Einfluss auf das Betriebssystem - auch weil ein Prozess wie Flash das Betriebssystem seit Vista nicht mehr zum Absturz bringen kann - es kommt nicht an den Kernel :)
Ein "Ding, das nicht einmal Flash abspielen kann" ist allein deswegen nicht unbedingt schlecht.
Man muss es genau anders herum sehen: "Flash kann auf dem iPad nicht unterstützt werden.". Flash & Multitouch? Ich weiss nicht. Bin kein Flash-Entwickler. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass das ein Teil des Problems ist.
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