Finanzregulierung Dem Staat reicht’s

Durch ihre Sturheit haben die Banken die Politik gegen sich aufgebracht. Jetzt entscheidet sich die Zukunft des Finanzkapitalismus

Ausgerechnet Ackermann! Als der Vorstandschef der Deutschen Bank vor exakt einem Jahr seine Geschäftszahlen in Frankfurt präsentierte, erlebte das Publikum im Hermann-Josef-Abs-Saal eine Premiere. In der Jahresbilanz des größten deutschen Kreditinstituts stand ein Minus. Das war noch keinem seiner Vorgänger passiert.

Der Spitzenbanker, der aus dem biederen Institut einen aggressiven globalen Finanzkonzern geschmiedet hat (siehe Grafik), hatte ein Problem.

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Am Donnerstag dieser Woche stellt Ackermann die neuesten Zahlen der Deutschen Bank vor. Und alles ist wieder so, wie es sein sollte. Die Deutschbanker haben im vergangenen Jahr Milliarden verdient, vor allem im Geschäft mit Aktien, Anleihen und Derivaten. Im Investmentbanking also, so wie es Josef Ackermann vorhergesehen hatte. 

Doch genau deswegen hat Ackermann immer noch ein Problem.

Schließlich hat der Staat Milliarden in die Bankenrettung investiert, stellt die Zentralbank den Instituten das Geld quasi zum Nulltarif zur Verfügung. Hohe Gewinne gelten da nicht als Resultat unternehmerischer Spitzenleistung, sondern als Ausdruck einer Selbstbereicherung auf Kosten der Allgemeinheit. So entwickelt die Finanzkrise ihre ganz eigene Dialektik: Je mehr Geld das Kreditgewerbe verdient, desto stärker wächst die Wut auf die Bankenbosse. Und desto lauter werden die Rufe nach strengeren Regeln.

Bis vor Kurzem haben die Regierungen diese Rufe ignoriert. Die Regulierung wurde internationalen Expertengremien überlassen, die sich seit Monaten einen erbitterten Kampf mit den Lobbyisten des Finanzgewerbes liefern. Ob die neuen – intern nach dem Sitz der wichtigsten Regulierungsgremien Basel III genannten – Finanzregeln wie geplant bis 2012 in Kraft treten können, ist deshalb offen.

Derweil wachsen bei den Banken neue Probleme heran. Sie seien noch risikofreudiger geworden, weil sie sich einer Rettung durch den Staat im Fall eines Scheiterns nahezu gewiss sein könnten, warnte unlängst der Generalinspektor für die Bankenrettung in den USA, Neil Barofsky. Die Politik, folgert Dominique Strauss-Kahn, der Direktor des Internationalen Währungsfonds, dürfe nicht warten, bis das »Konklave der Aufseher« beendet sei.

Barack Obama hat ihn erhört. Der US-Präsident will nicht bloß den Banken die Kosten für die eigene Rettung per Sonderabgabe aufdrücken. Er bereitet auch die Zerschlagung der großen Kreditinstitute in traditionelle Kreditbanken und Investmenthäuser vor. Und Obama steht nicht allein: In Großbritannien besteuert Premierminister Gordon Brown die Bankerboni, sein konservativer Rivale David Cameron liebäugelt mit Obamas Konzept. In Deutschland sollen die Institute nach den Vorstellungen der Union in einen Rettungsfonds einzahlen, der im Krisenfall ihre Abwicklung übernimmt.

Obama, Brown – da mag Staatspräsident Nicolas Sarkozy nicht nachstehen. Vergangene Woche plädierte der Franzose auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos für eine grundlegende Reform des Weltfinanzsystems. Sarkozy hatte etwas Bedrohliches, als er sich in knappen Sätzen und mit aggressiver Gestik an die Weltelite der Manager wandte. Seine Botschaft: Nie wieder! Schluss mit der Zockerei und mit dem Größenwahn, Schluss mit der Gefährdung der Wohlfahrt von Normalbürgern.

Jetzt sind es die Politiker und nicht mehr die Technokraten, die den Ton angeben.

Den anwesenden Bankern wurde in Davos Tag für Tag deutlicher, dass die Phase der Freundlichkeit vorbei ist. Sogar ihre Grundannahme, die Weltwirtschaft profitiere alles in allem vom modernen Finanzwesen, wird infrage gestellt. Paul Volcker, einst Chef der US-Notenbank und seit Neuestem der starke Mann hinter Obama, hat dafür ein Bonmot auf Lager, das in dieser Stimmung zum Running Gag wurde. Volcker meint, die Banken hätten in den vergangenen Jahrzehnten nur eine einzige sinnvolle Innovation hervorgebracht: den Geldautomaten.

Die Blockadepolitik der Banken hat eine zweite Welle der Regulierung losgetreten. Sie ist so unberechenbar wie gewaltig. Sarkozy will das in den siebziger Jahren kollabierte Weltwährungssystem von Bretton Woods wieder auflegen. Damals bremsten Kapitalverkehrskontrollen und Wechselkursregime die globalen Banken.

Obama orientiert sich an den Finanzreformen von Franklin Roosevelt nach dem Börsencrash im Jahr 1929. Roosevelt führte damals in den USA den Glass-Steagall-Act ein, der es den Kreditinstituten verbot, Investmentgeschäfte zu betreiben. Die Proteste der Wall-Street-Banker ließen den Vater des New Deal damals kalt. »Sie sind vereint in ihrem Hass auf mich, und ich begrüße ihren Hass«, sagte er einmal. Der politisch angeschlagene Obama dürfte im Kongresswahljahr 2010 ähnlich denken.

New Deal und Bretton Woods definierten das Verhältnis von Staat und Markt neu. Der Wirtschaft schadete das nicht. Sie erlebte nach dem Zweiten Weltkrieg eine der längsten und stabilsten Wachstumsphasen überhaupt. Wenn die jetzt diskutierten Regeln tatsächlich umgesetzt werden, könnten sie die Finanzwirtschaft und damit den globalen Kapitalismus radikaler verändern, als es bisher denkbar schien. Sie können aber auch Schaden anrichten.

Wie sehr sich die Prioritäten in Washington verschoben haben, beweist Larry Summers. Summers war Finanzminister, als Glass-Steagall im Jahr 1999 aufgehoben wurde. Er war dem Finanzgewerbe lange freundlich gesinnt. Inzwischen ist er Obamas Chefberater in Wirtschaftsfragen – und sauer auf die Banken. Mit kaum verhohlener Wut erklärte er dem Davoser Publikum, dass einige Banklobbyisten sogar noch weitere Freiheiten verlangten. Dabei sei das Finanzsystem zuletzt durchschnittlich alle drei Jahre der Quell einer Krise gewesen, die das Leben von Millionen Menschen beeinträchtigte. »Die Regulierung muss grundlegend reformiert werden.«

Die Marschrichtung hat das Weiße Haus vorgegeben: Die Banken sollen den Finanzhandel auf eigene Rechnung ebenso abspalten wie ihre Spekulationsfonds oder Fonds zum Aufkaufen von Firmen. Der bisher ungeregelte Handel mit Derivaten soll kontrolliert werden. Alle Institute sollen in der Not leicht abwickelbar sein, damit bei einer Schieflage nicht mehr die Stabilität des gesamten Finanzsystems bedroht ist. Und vor allem sollen die Geldhäuser mehr Eigenkapital vorhalten.

Tatsächlich gingen die meisten von ihnen fast ohne Sicherheitspolster in die Krise. Sie hatten Kredite bis unters Dach, um mit dem Fremdgeld möglichst hohe Renditen zu erzielen. Unmittelbar vor Ausbruch der Turbulenzen summierte sich das sogenannte harte Eigenkapital – zumeist Aktien – vielerorts auf weniger als drei Prozent des Geschäfts. Um schwere Finanzkrisen überstehen zu können, sind nach Expertenschätzungen aber acht bis neun Prozent nötig, weil eine Krise die Hälfte davon aufzehrt.

Die Folgen der neuen staatlichen Regulierungswut könnten auch für die hiesigen Institute dramatisch sein – und vor allem für die Deutsche Bank. Schon Kleinigkeiten wie verschärfte Bilanzierungsregeln für den Handel mit Wertpapieren erhöhten die Kapitalkosten der deutschen Banken um sieben bis acht Milliarden Euro, schätzt die Bundesbank. Obamas Bankensteuer, die auch ausländische Institute in den USA trifft, dürfte die Deutsche Bank zudem rund eine halbe Milliarde Dollar jährlich kosten. Wird der Handel auf eigene Rechnung wie geplant verboten, verliert Josef Ackermann nach Berechnungen der Großbank J.P. Morgan noch einmal rund zwei Milliarden Dollar an Einnahmen.

Zerschlägt Barack Obama die Wall-Street-Häuser, muss auch die Deutsche Bank wählen: Kreditbank im Geschäft mit normalen Kunden oder Investmentbank mit großer Spekulationsabteilung. Josef Ackermann müsste also auf den Eigenhandel und andere lukrative Geschäfte verzichten, wollte er das Kreditgeschäft mit Verbrauchern und Unternehmen nicht aufgeben. Die Deutsche Bank wäre eine erheblich langweiligere Bank. Sie wäre eine Commerzbank II, die derzeit in Staatshänden ist. Deren Chef Martin Blessing konnte dem Obama-Plan vergangene Woche denn auch einiges abgewinnen – das Sein bestimmt das Bewusstsein.

Für Josef Ackermann steht also viel auf dem Spiel. In seinem Interesse sind gleiche Regeln für alle, und er muss verhindern, in eine andere Liga verbannt zu werden als reine Investmenthäuser, mit denen er sich gern und erfolgreich misst.

Während viele Wall-Street-Banker weiter Fundamentalopposition betreiben, setzt Ackermann, der auch dem internationalen Großbankenverband IIF vorsteht, auf Dialog: Er betonte in den Davoser Diskussionsrunden, maßvolle Reformen seien nötig. Er hielt seine umstrittene Idee eines europäischen Notfonds aufrecht, den vor allem die Banken finanzieren sollen. Und er forderte seine Kollegen auf, sich an der Reform des Finanzsektors zu beteiligen.

In der Praxis waren konstruktive Beiträge bisher jedoch die Ausnahme. Mit einem enormen Einsatz hintertrieb das Kreditgewerbe die Regulierungspläne. »Immer wenn eine neue Maßnahme vorgeschlagen wird, versuchen die Banken, sie dadurch zu verhindern, dass sie auf mögliche Nachteile hinweisen«, sagt der Ökonom Adam Posen, externes Mitglied im Rat der Bank of England. »Die Strategie der Branche besteht darin, zu attackieren, aber keine eigenen Vorschläge zu machen.«

Bei einem Geheimtreffen von Bankern und Finanzaufsehern in der Basler Bank für Internationalen Zahlungsausgleich am 9. Januar dieses Jahres kam es deshalb zum Schlagabtausch. »Unser Eindruck war: Die haben überhaupt nichts gelernt«, sagt einer der beteiligten Bankenkontrolleure.

Das könnte man auch über Derek Scott sagen. Von seinem Besprechungszimmer im sechsten Stock eines Londoner Hochhauses blickt er aufs Büro von Mervyn King, Gouverneur der Bank of England. »Dort drüben liegt das Problem«, sagt Scott. Sechs Jahre hat er Tony Blair beraten, als der noch Premierminister war. Jetzt sitzt Scott im Beirat der Vermögensverwaltung Vestra Wealth und fürchtet um den Kapitalismus. Genau der, davon ist Derek Scott überzeugt, biete den Ausweg aus der Krise. »Wir brauchen jetzt mehr Kapitalismus, nicht weniger«, sagt er. Politiker und Zentralbanker hätten die Krise schließlich mitverursacht. Mit billigem Geld habe man die Banken zum Zocken verleitet. Darauf mit Sondersteuern und mehr Regeln zu antworten koste nur Wachstum und Wohlstand. Der Bezirksbürgermeister der City, Nicholas Anstee, sekundiert mit britischem Unterstatement, die Reguliererei sei »nicht unbedingt hilfreich«.

Tatsächlich wissen Experten: Nicht alles, was den Banken wehtut, ist automatisch gut für die Wirtschaft. Führt beispielsweise die Trennung von Kredit- und Investmenthäusern nur dazu, dass reine Zockerhäuser das spekulative Geschäft übernehmen, ist nichts gewonnen. Denn in der Krise kann sich der Staat auch den Konkurs solcher Institute nicht leisten. Auch neue Eigenkapitalregeln können gefährlich werden: Um wirklich jede noch so große Krise zu überstehen, müssten die großen amerikanischen Banken ihre Kapitalquote auf 20 Prozent des Geschäftsvolumens anheben. Dadurch drohten die Zinsen um fast einen Prozentpunkt zu steigen – was für die rezessionsgeschüttelte Wirtschaft eine enorme Belastung wäre.

Mit ihrer Blockadepolitik hat die Bankenwelt also eine Dynamik erzeugt, deren Auswirkungen noch nicht feststehen. Wie schnell berechtigte Kritik in gefährlichen Finanzpopulismus umschlagen kann, zeigt sich derzeit in den USA. Eine kuriose Allianz aus rechten Staatsverächtern und linken Bankenkritikern will dort die Notenbank Federal Reserve entmachten. Nur mit Ach und Krach wurde deren Chef vom Senat bestätigt. Autoaufkleber mit dem Schriftzug » End the Fed« sind in den USA ein Verkaufsschlager – obwohl die Wirtschaft nach Einschätzung der allermeisten Ökonomen von einer unabhängigen Notenbank profitiert.

Es gehe nicht mehr um die Sache, sondern um die Wähler, schimpften Bankleute in Davos.

Doch dadurch kommt auch neue Energie in den Regulierungsprozess, und sich nur auf Experten zu verlassen hat auch Schaden hervorgerufen. Schließlich hat deren Arbeit in den vergangenen zehn Jahren die Krisen im Finanzsystem nicht verhindert. Die Banken fanden Wege, die wohlgemeinten Vorschriften zu umgehen und überlastete Aufsichtsbeamte in ihrem Sinne zu beeinflussen. In dieser Zeit relativer Freiheit vermochten die Institute Kreditrisiken auf dem ganzen Globus zu verteilen und mehr Darlehen zu vergeben. Doch auf Umwegen landeten die Risiken wieder in ihren Bilanzen – und die vielen Kredite füllten eine Immobilienblase, statt produktive Investitionen anzustoßen.

Die in den Fachgremien ersonnenen Regeln – Basel I und Basel II genannt – konnten es nicht verhindern. Insofern ist die Überlegenheit der Expertenzirkel gegenüber Parlamenten keineswegs erwiesen. Und es ist keineswegs gesagt, dass die zweite Welle der Regulierung der Wirtschaft ihre Dynamik raubt.

Doch selbst wenn das eine oder andere Wachstumsprozent gefährdet wäre: Inzwischen scheinen Industriestaaten bereit, es zu opfern, wenn es der Stabilität dient. »Es ist wie im Luftverkehr«, so ein hochrangiger europäischer Regierungsbeamter, »je mehr Sicherheit wir wollen, desto länger werden die Warteschlangen.« Seit vergangener Woche ist klar: Viele wollen jetzt Sicherheit.

Mitarbeit: John F. Jungclaussen

 
Leser-Kommentare
  1. Klartext:

    "Folgen der Finanzkrise: Bankenregulierung
    Radikalenerlass für Banken"

    Ein Gastbeitrag von Peter Gauweiler

    Weg von wahnsinnigen Banker-Spekulationen, gegen Extremisten und Radikale im Bankgewerbe - zurück zur Verantwortung: Zum Schutz des Eigentums braucht es durchgreifende Überprüfungen von Bankern und Großbanken.

    Wir brauchen einen Erlass gegen Extremisten und Radikale im Bankgewerbe. Zum Schutz des Eigentums, das die ökonomische Grundlage unserer Freiheit ist. Das Grundgesetz garantiert diesen Schutz als "Verantwortungseigentum" (Paul Kirchhof).

    Schon seit Jahren entschwindet dieses Verantwortungseigentum durch Investmentbanking, Hedgefonds und die Blickverengung auf Shareholder Value. Es wird entfremdet, gedreht und anonymisiert. Jetzt wurde durch wahnsinnige Spekulationen von Bankern so viel anvertrautes Eigentum in Deutschland zerstört wie noch nie zuvor.

    Bereits im Jahre 2004 warnte der Bundesgerichtshof bestimmte Banker, "Gutsverwalter" und "Gutsherrn" nicht zu verwechseln. Other-people-money-Leute, die Schicksal spielen und fehlenden Durchblick bei ihren Investments durch "Ratings" ersetzen und durch Zweckgesellschaften verschleiern. Und heiße Luft bilanzieren - mit Bilanzwerten ohne marktmäßige Belege. Und nach solchen "Bilanzen" ihre extremen Boni berechnen. Und als es schiefging, dem Staat und seinen Repräsentanten zurufen: "Wir sind systemrelevant - rettet uns!" ..... "

    http://www.sueddeutsche.d...

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    • eins2
    • 04.02.2010 um 10:26 Uhr

    sind die fahrlässigen Politiker, sie haben es - durch Dummheit, Ignoranz und ggf. durch eigene Gier zugelassen, dass das Gefüge dieses Staates vielleicht instabil werden könnte. Und naher will wieder keiner etwas gewusst haben und vor allem, keine Verantwortung oder Schuld tragen. Hört man ja jetzt schon ünerall. Niemand an diesem fatalen Ergebnis schuld oder durchgreifend verantwortlich. Alle in Pension, in anderen Positionen oder weit weg. Zum k......Und dem kleinen Mann wird dann alles zugemutet; die Stützung der nicht mehr funktionierenden Wirtschaft, des zusammenbrechenden Sozialsystems, des Gesundheitssystems usw.... Der wird nicht umhinkommen, sich seine Anwälte, die wir eigentlich nicht brauchen, zu suchen und er wird sie finden; aber, was dannn!!!??

    • eins2
    • 04.02.2010 um 10:26 Uhr

    sind die fahrlässigen Politiker, sie haben es - durch Dummheit, Ignoranz und ggf. durch eigene Gier zugelassen, dass das Gefüge dieses Staates vielleicht instabil werden könnte. Und naher will wieder keiner etwas gewusst haben und vor allem, keine Verantwortung oder Schuld tragen. Hört man ja jetzt schon ünerall. Niemand an diesem fatalen Ergebnis schuld oder durchgreifend verantwortlich. Alle in Pension, in anderen Positionen oder weit weg. Zum k......Und dem kleinen Mann wird dann alles zugemutet; die Stützung der nicht mehr funktionierenden Wirtschaft, des zusammenbrechenden Sozialsystems, des Gesundheitssystems usw.... Der wird nicht umhinkommen, sich seine Anwälte, die wir eigentlich nicht brauchen, zu suchen und er wird sie finden; aber, was dannn!!!??

  2. Sehr schön, dass die Zeit endlich mal wieder nachfragt, was aus dem Reformprozess um das Finanzsystem geworden ist.

    Leider ist der Artikel aber ziemlich einseitig auf "die bösen Banken" um Josef Ackermann und co ausgelegt. Wer sich mal mit der Komplexität dieser Krise und der Vielzahl von Ursachen beschäftigt (z.B. in dem wunderbaren Paper von Prof. Hellwig unter: http://ideas.repec.org/a/...) wird schnell feststellen, dass eine plumpe Forderung nach Bonikontrolle und mehr Regulierung viel zu kurz greift.

    Was ist mit dem Versagen der Rating-Agenturen, der zweifelhaften Politk der Notenbanken, der fehlenden internationalen Finanzaufsicht, den fehlenden Standarts für Subprimekredite, dem fehlenden systemischen Risikomanagement und dem zweifelhaften Engagement deutscher Politiker in den Vorständen von Landesbanken?

    Wer mit dem Finger auf die bösen Banker zeigt begünstigt populistische Entscheidung durch die Politik ("die Banker legen wir an die Kette"). Gleichzeitig wird die wichtige Informationsfunktion und Ausgeglichenheit der Medien vernachlässigt. Der öffentliche Fokus wird nur auf einen kleinen Teil des Problems gelenkt, was zu nachlässigen, einseitigen Reformen ermutigt. Was wir aber heute brauchen ist ein umgreifenderes Konzept und eine volkswirtschaftlich gebildete Öffentlichkeit!

    In diesem Sinne würde ich die Zeit-online Red. darum bitten beim nächsten mal bitte etwas umfassender und objektiver von den Ursachen der Krise zu berichten.

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    Zur Zeit ist es leider unmöglich eine differenzierte Analyse anzubringen - die Meisten wissen ja noch nicht mal, dass die Deutsche Bank den "Rettungsschirm" der Bundesrepublik nie in Anspruch genommen hat. Wohl auch nicht, dass Gewinne ja Steuern bedeuten ... Auch ihr Link zu den vielfältigen Gründen der Finanzkrise wird kaum jemand anklicken - das undifferenzierte Gebrüll der Frustrierten ist zu laut. Und die Politik stimmt lieber mit ein, denn man reizt besser niemanden, der mit verdrehten Augen und Schaum vorm Mund endlich eine Projektionsfläche für das eigenen Ungemach gefunden hat.

    vielleicht sollte DIE ZEIT in einer aufeinanderfolgenden Serie von Artikeln die Hintergründe umfassend darstellen; daß auch Politiker im Amt den Irrsinn aus den Banken noch verstärkten, ist doch überdeutlich.

    Zur Zeit ist es leider unmöglich eine differenzierte Analyse anzubringen - die Meisten wissen ja noch nicht mal, dass die Deutsche Bank den "Rettungsschirm" der Bundesrepublik nie in Anspruch genommen hat. Wohl auch nicht, dass Gewinne ja Steuern bedeuten ... Auch ihr Link zu den vielfältigen Gründen der Finanzkrise wird kaum jemand anklicken - das undifferenzierte Gebrüll der Frustrierten ist zu laut. Und die Politik stimmt lieber mit ein, denn man reizt besser niemanden, der mit verdrehten Augen und Schaum vorm Mund endlich eine Projektionsfläche für das eigenen Ungemach gefunden hat.

    vielleicht sollte DIE ZEIT in einer aufeinanderfolgenden Serie von Artikeln die Hintergründe umfassend darstellen; daß auch Politiker im Amt den Irrsinn aus den Banken noch verstärkten, ist doch überdeutlich.

  3. dass DIE Banken so weiterarbeiten wie bisher, nicht klar ist aber, dass der Staat hilft OHNE, dass ein ausreichender
    Vertrag ausgehandelt wurde aus dem klar hervorgeht wie man mit "scheidenden" Bankern vorgeht und welche Kosten seitens der Banken an den STAAT zu entrichten sind bis alle gegebenen Vorleistungungen kompensiert wuerden, auch Buergschaften sind ein Risiko und deshalb berechen die Banken auch entsprechende Gebuehren, ich weiss ja nicht, was bei Geburtstagsfeiern (wo ja fast alle das sind)besprochen wurde, aber offensichtlich hat man den Banken Mut gemacht: "weiter wie bisher ist okay" und dass die Investbanker von Lehman Brothers Milliarden "Bonus" bekommen sollten ist ein Skandal, meine ich !

  4. Der Weltfinanzsystemexperte Dirk Solte,

    hat in seinem Buch "Weltfinanzsystem am Limit" - wie der Titel bereits ankündigt,die Weltfinanzsystemkrise 2007 in einem seiner Szenarien vorhergesagt.

    Nun ist sein Buch "Weltfinanzsystem in Balance"

    erschienen, das ausführt, wie sich mehrere Weltprobleme

    durch einen weltinnenpolitischen Paradigmenwechsel gleichzeitig lösen lassen:

    - das Weltfinanzsystem- und das Weltwirtschaftsproblem
    - das Klimakatastrophenproblem
    - das Armutsproblem und allgemeiner die Verwirklichung der Millenniumziele über einen Global Marshall Plan und damit das friedensgefährdende Gerechtigkeitsproblem.

    Einer seiner zentralen Gedanken:

    Eine Mehrwertsteuer auf Geld und Finanztransaktionen = Mehrgeldsteuer !!

    damit in Zukunft das meiste Geld nicht mit Geld,

    sondern mit innovativen Produkten geschöpft werden kann,

    die z.B. auch der Klimakatastrophe entgegenwirken, die also eine

    Ressourcen- und eine Effizienzrevolution, eine ökologische "Weltrevolution" fördern.

    Unter nachfolgendem Link die Grundgedanken der

    systemischen Lösung der Weltprobleme auf 10 Seiten (Leseprobe) : Bitte scrollen:

    http://news.forum-fuehrun...

    • eins2
    • 04.02.2010 um 10:13 Uhr

    Das lässt ja etwas entsoannter in die Zukunft schauen; da können wir ja jetzt etwas beruhigt sein und hoffen, dass die Abschichtung der Schuldenlast vom Bund auf die Länder und schlimm, auf die Kommunenen (die letzten beissen ja bekannt die Hunde!!)ein Ende haben wird und nicht nur das, die Garantie- und Stützungsmassnahmen des Staates an die Banken können dann ja wieder an den Staat zurückfliessen. Solche Forderungen hat der einfache Bürger unverblümt nur von den Politikern der USA (Obama) und Grossbritannien (Brown)gehört. Hier wurde dieses Thema nur leise angedacht (ja niemanden erschrecken oder Angst machen, das könnte die Motivation zur fortgesetzten Gier stören, sorry!); wieso eigentlich!!!??? Ist es doch komplizierter und die einschlägigen Banken sind eigentlich nicht mehr zu retten und die, die die Taschen davon voll haben, rücken die Kohle nicht mehr heraus!!??

    • drrs
    • 04.02.2010 um 10:16 Uhr

    Als wenn das noch irgendjemand glauben könnte.
    KEINE BANGE: der nächste Kotau unser sagenhaften Gewählten (ich vermeide den Begriff Regierung) vor den Banken kommt bestimmt !
    Alles nur eine Frage der Zeit ....

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    wollten SIE tatsaechlich REGIERUNG zu dem "bERLINER CHAOS"
    schreiben ? zum Glueck nein, dieses "Kindercabinett" um Mutti Merkel ist ja noch im Praktikum, viele Gruesse !

    wollten SIE tatsaechlich REGIERUNG zu dem "bERLINER CHAOS"
    schreiben ? zum Glueck nein, dieses "Kindercabinett" um Mutti Merkel ist ja noch im Praktikum, viele Gruesse !

    • eins2
    • 04.02.2010 um 10:26 Uhr

    sind die fahrlässigen Politiker, sie haben es - durch Dummheit, Ignoranz und ggf. durch eigene Gier zugelassen, dass das Gefüge dieses Staates vielleicht instabil werden könnte. Und naher will wieder keiner etwas gewusst haben und vor allem, keine Verantwortung oder Schuld tragen. Hört man ja jetzt schon ünerall. Niemand an diesem fatalen Ergebnis schuld oder durchgreifend verantwortlich. Alle in Pension, in anderen Positionen oder weit weg. Zum k......Und dem kleinen Mann wird dann alles zugemutet; die Stützung der nicht mehr funktionierenden Wirtschaft, des zusammenbrechenden Sozialsystems, des Gesundheitssystems usw.... Der wird nicht umhinkommen, sich seine Anwälte, die wir eigentlich nicht brauchen, zu suchen und er wird sie finden; aber, was dannn!!!??

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    Leider haben Sie Recht !

    Es wird Zeit für einen CHANGE in Richtung

    einer Weltweiter Ökosozialer Marktwirtschaft!

    Leider haben Sie Recht !

    Es wird Zeit für einen CHANGE in Richtung

    einer Weltweiter Ökosozialer Marktwirtschaft!

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