Stefan Mappus Brachial sensibel

Wie hart ist Stefan Mappus, der neue CDU-Ministerpräsident von Baden-Württemberg?

Stefan Mappus wirkt plötzlich getroffen, als würde Luft entweichen aus dem schweren Leib. Es war wahrscheinlich ein dummes Wort, unbedacht gebraucht im Gespräch: Woher das Erbitterte komme, das Aggressive, »fast wie eine Bulldogge«, wenn er seine Gegner angreife? Für einen Moment geknickt, strafft sich der designierte Ministerpräsident von Baden-Württemberg, weist die Formulierung kontrolliert zurück. Wenig später schwelgt er wieder in der Schilderung eines Kampfes aus seiner Frühzeit im CDU-Ortsverband Mühlacker, Ortsteil Enzberg. Was nachhängt, ist der Eindruck einer fast jungenhaften Verletzlichkeit in einem Mann, dessen äußere Robustheit und politische Reputation ihn als neuen harten Kerl der CDU ausweisen.

Wenn es je eine Vorherrschaft der idealen Schwiegersöhne in der Merkel-CDU gab, dann hat Mappus sie fürs Erste durchbrochen. Bei aller Verschiedenheit repräsentieren Christian Wulff, Ole von Beust und Norbert Röttgen ein modernes Muster an christdemokratischer Männlichkeit: Exponenten der leisen Töne, politisch moderat, in ihrem Bemühen um Freundlichkeit sichtbarer als in ihrem Streben nach Macht. Mappus ist dagegen ein Trumm von einem Mann, kaum gezügelt in seiner physischen Wucht und rhetorischen Aggressivität und unverhohlen in seinem Drang nach der Macht. Mindestens habituell kehrt der Typ des konservativen Politikers aus den siebziger Jahren auf die Bühne zurück.

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Das Gefühl, ein Underdog zu sein, prägte seine Einstellung zum Leben

Nicht umsonst beschwört er Assoziationen an Franz Josef Strauß herauf. Wie dieser hat er einen Pilotenschein, fliegt mit einer Cessna zum politischen Bruderbesuch bei der Südtiroler Volkspartei. Wie dieser war er stets einer der Jüngsten in seinen Ämtern, mit 23 Gemeinderat, mit 32 Staatssekretär, dann Minister, Fraktionsvorsitzender und jetzt mit 43 Landesherr und Parteivorsitzender in Personalunion. Wie Strauß verkörpert er eine sehr eigene Mischung aus Brachialität und Sensibilität, aus konservativ-traditionellen Anteilen und einem Anspruch auf Modernität, der seine Gegner oft perplex hinterlässt.

Stefan Mappus im Schnelltest: »Wie konservativ sind Sie?« Mappus: »Ich wäre immer dagegen, dass man in der CDU einseitig auf konservativ macht – nur konservativ wäre das Ende der Volkspartei.« Nanu, so sanft? Weiter: Leitkultur? »Ich habe immer bedauert, dass Leitkultur zum Kampfbegriff wurde. Ich kann das Kampfelement dahinter nicht erkennen.« Minarette? »Ich würde nicht generell sagen, dass kein Minarett höher sein darf als ein Kirchturm.«

Stefan Mappus

, geboren 1966, wächst in Mühlacker bei Pforzheim auf.
1989 Mit 23 Jahren wird der Schuhmachersohn dort Gemeinderat.
1994 Als 27-Jähriger jüngster Kreisvorsitzender der CDU.
1996 Mit 29 Jahren erstes Direktmandat bei den Landtagswahlen.
1998 Mit 32 Jahren Politischer Staatssekretär im Umwelt- und Verkehrsministerium.
2004 Mit 38 Jahren Minister für Umwelt, von 2005 an Vorsitzender der Landtagsfraktion.
2007 Mitautor des Grundsatzpapiers »Moderner bürgerlicher Konservativismus. Warum die Union wieder an ihre Wurzeln denken muss«.
Im Oktober 2009 nominiert die CDU den zweifachen Vater zum Nachfolger des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger, der in die Europäische Kommission nach Brüssel wechselt.
Für kommenden Mittwoch ist die Wahl von Stefan Mappus im Stuttgarter Landtag angesetzt.

Natürlich spielt Taktik eine Rolle bei Mappus’ politisch korrekten Antworten. »Einen ganzen Sack Kreide« habe der Mann zuletzt verspeist, meint ein Oppositionsabgeordneter, als künftiger Ministerpräsident wolle er keine Wähler verschrecken. Wenn politische Karrieren einer Fahrstuhlfahrt gleichen, dann kommt man in der Union mit konservativen Positionen ganz gut bis in mittlere Etagen. Nach ganz oben aber reicht es – anders als zu Strauß’ Zeiten – heute nicht mehr. Und nach oben wollte Stefan Mappus früh.

Die Kinderfreizeit des Stadtjugendrings Mühlacker führt 1977 ins Kleinwalsertal. Stefan ist elf, sein Betreuer hieß schon damals Günter Bächle. 33 Jahre später sitzt Bächle, der CDU-Veteran von Mühlacker, in seinem Wohnzimmer, neben dem Couchtisch liegen Brettspiele. Und es stellt sich rasch der Eindruck ein: Bis heute betreut hier ein Trainer seinen Schützling, dessen Talente die eigenen weit übertreffen, der aber an Erfahrung noch gewinnen kann. »Er hat relativ schnell das Gefühl, ungerecht behandelt zu werden«, sagt Bächle. »Bin ich eigentlich niemand? Muss ich mir das von jedem gefallen lassen?« Dieses Gefühl, sagt Bächle, begleitete Mappus’ Aufstieg. Den Underdog gab der Sohn eines Schuhmachers nicht als Masche, das Gefühl, ein Underdog zu sein, prägte seine Einstellung zum Leben. Gerhard Schröder hat diese Haltung in die SPD geführt, doch in Mühlacker stellte die SPD die Mehrheit. Stefan ging zur Jungen Union, wo er gut konservativ und rebellisch zugleich sein konnte.

Mühlacker soll »atomwaffenfreie Zone« werden, so war der Geist der Achtziger. Mappus organisiert den Abwehrkampf. Doch der Eröffnungszug seiner Karriere richtet sich gegen eine örtliche CDU-Größe, Bausparkassendirektor und Gemeinderat. Mappus macht Wahlkampf auf eigene Faust, mobilisiert die JU für sich. Diese Chuzpe kann ihm noch heute die Begeisterung einer gelungenen Rauferei ins Gesicht zaubern: »Das hat einen Riesenärger gegeben mit dem Establishment.« Das Ende, sagt Mappus: »Den Bausparkassendirektor hat’s geputzt.«

Es wird zum Muster seines Aufstiegs, es ist das Schröder-Muster: Damals wie heute gewinnt er seine großen Kämpfe gegen die eigenen Leute.

Als die Kanzlerin vergangenen Herbst Ministerpräsident Oettinger nach Brüssel abschob, hat dieser keineswegs sofort Mappus zur Nachfolge ermuntert. Doch mit der Umweltministerin und Merkel-Vertrauten Tanja Gönner hatte Mappus eine Art Nichtangriffspakt geschlossen. Zum gefährlichsten Rivalen, Finanzminister Willi Stächele, fährt Mappus noch an jenem Wochenende nach Hause. Von Mappus ist danach der Satz überliefert, seine Visite sei keine gewesen, nach der man »ins Krankenhaus« müsse. Der Finanzminister hat auch so aufgegeben.

Stimmt es, dass Sie eine Ablage besitzen mit den Sätzen, die Gegner über Sie gesagt haben? »Das ist Quatsch«, sagt der künftige Ministerpräsident, »was ich habe, ist ein Archiv mit Pressespiegeln von Tagen, die mir interessant vorkamen. Aber da geht’s keineswegs nur um mich.« Und führen Sie tatsächlich Buch darüber, welche Parteifreunde Sie wann anrufen? »Nein, ich führe nicht Buch, ich habe ein gutes Gedächtnis.«

Wo Mappus recht hat, will er auch recht bekommen. »Dies kann, will und werde ich so nicht mehr weiter dulden«, wies der damalige Umweltminister seine Beamten in einem Schreiben zurecht und bemängelte »eine Qualität in der Rechtschreibung, die noch nicht einmal den hinteren Rängen in der Pisa-Studie genügen würde«. Haben Sie überhaupt Abitur?, hätte Franz Josef Strauß gerufen.

Macht übt Mappus auf die harte Weise aus, doch harte Positionen hat er zuletzt 2007 in einem konservativen Manifest mit Markus Söder von der CSU formuliert. Seitdem wird er immer weicher. Hat er den Konservativen nur gespielt, als Gegenpart zum städtischen, schwarz-grün gestimmten Ministerpräsidenten Oettinger?

»Er akzeptiert Frauen auf Augenhöhe – und greift sie an wie Männer«

»Ich hatte Phasen, da sagte ich, mit dem rede ich nie wieder.« Ute Vogt, 2001 von Kanzler Schröder in den Kampf um den Süden geschickt, versuchte, Mappus seinen Wahlkreis in Pforzheim abzunehmen – mit einem Sympathiewahlkampf. »Lächeln allein genügt nicht« plakatierte er umgehend und »Fakten statt Faxen«. Am Ende unterlag Vogt mit fast zehn Prozentpunkten Abstand.

Sie beging den Fehler, einem Radiomoderator die Frage zu beantworten, ob sie je einen Orgasmus vorgetäuscht habe. Er rief während einer Landtagsdebatte, nun komme man zum Höhepunkt, »nicht vorgetäuscht, sondern richtig real«. Es scheint nicht einfach mit den Konservativen und den Frauen. Ist das der alte Chauvinismus?

Nein, sagt Ute Vogt, die beste Kronzeugin, die Mappus finden kann, und hält eine überraschende Erklärung bereit: »Er akzeptiert Frauen auf Augenhöhe – und greift sie darum genauso an wie Männer.« Karriere machen gegen Frauen, aber genauso selbstverständlich mit Frauen – das ist die modernste Seite im Profil des Stefan Mappus. Und die Sache mit dem Höhepunkt? Mappus: »Ich würd’s heute so nicht mehr sagen.«

Er selbst sagt, seine Ehefrau habe ihn verändert. Berufstätige Mutter, Doppelname, mit Mappus in zweiter Ehe verheiratet und eigener Karriere als Landesgeschäftsführerin ihrer Partei hinter sich – auf eine wie Susanne Verweyen-Mappus wäre auch die SPD stolz. Im Bunte- Interview mit ihr und ihm sagt sie: »Manchmal mischt er sich in den Haushalt ein, wenn ihm was nicht hundertprozentig gefällt. Anfangs brachte mich das in Rage, inzwischen schmunzle ich und lass ihn halt staubsaugen.«

Am Boden des fensterlosen, kesselartig hochragenden Plenarsaals in Stuttgart brodelt es. Es ist Mappus’ letzte Landtagssitzung im alten Amt. Winfried Kretschmann spricht, fast weißhaarig ist der Fraktionschef der Grünen, über seine Partei hinaus geachtet. »Müll!«, ruft der Mann dazwischen, der in der nächsten Sitzung zum Ministerpräsidenten gewählt werden will, »Schrott!« Wenn Stefan Mappus etwas zu Fall bringen wird, so viel ist nicht schwer zu sagen, dann wird es seine Wut sein. Sie treibt ihn an, seit Jugendtagen, sie hat ihn groß gemacht, aber auch immer wieder aus der Bahn getragen.

Woher aber kommen die Wut und die Empfindlichkeit? Gegen Ende des Abends auf dem Sofa neben den Brettspielen erzählt Günter Bächle von seinen eigenen Erfahrungen im Gemeinderat: »Ich sitz manchmal drin und dann packt mich die Wut.« Hat Mappus von seinem Trainer das Draufhauen gelernt, wie manche im Ort meinen? »Wir sind uns da a bissle ähnlich«, räumt Bächle ein, »aber gelernt?« Bächle schüttelt den Kopf. »Man muss auch eine Begabung dafür haben.«

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Leser-Kommentare
    • Fifty4
    • 09.02.2010 um 17:24 Uhr

    Endlich einer, der mal zeigt was in ihm vorgeht. Das macht ihn sicher auch bei seinen politischen Gegnern und den Wählern anderer Parteien sympatisch.

    Meine Sympathie hat er, obwohl ich mit der CDU nichts am Hut habe. Ich würde mit diesen aalglatten, gefühlsarmen Westerwelles der Neuzeit auch am liebsten nur rumbrüllen.

    Und wer in der Politik mit Anekdoten aus seinem Liebesleben oder durch outen seiner sexuellen Orientierung punkten möchte, der hat es nicht anders verdient, als dass er oder sie daran aufgezogen wird. Da gibt's wenigstens mal was richtiges zu lachen in der Politik.

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    Originalton Mappus: “Geradezu unerträglich ist der Fall jener „Muster-Regenbogenfamilie“ aus dem Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg. Neben einem leiblichen Kind aus einer früheren heterosexuellen Beziehung hätten zwei lesbische Frauen ein zweites Kind mittels künstlicher Befruchtung in die Welt gesetzt, kurioserweise mit dem Samen eines homosexuellen Freundes. Gerade dieses Beispiel zeigt, dass bei den Überlegungen der Bundesjustizministerin nicht alle Fälle berücksichtigt worden sind und das geplante Gesetzesvorhaben daher der Realität angepasst werden muss”.

    Der CSD versuche auf eine “abstoßende Art und Weise eine Woche lang Veranstaltungen durchzubringen, die wir ablehnen.”

    Das ist der Ungeist des alten Par. 175, der Menschen ins KZ gebracht hat. Angesichts homophober Gewalttaten haben Politiker durchaus so etwas wie eine Verpflichutng, ihre Worte abzuwägen.

    Der scheidende Verfassungrichter Papier (CSU)hat im Gegensatz dazu eine Rechtsangleichung eingetragener Lebenspartnerschaften eingefordert. Das eigenartige Rechtsempfinden des Herrn Mappus, der Mitbürger zum Prügelknaben macht, um billig am rechten Rand zu fischen, spricht dem Hohn.

    Meine Unterstützung hat der Mann. Die Art und Weise, wie der CSD eine sexuelle Orientierung zelebriert, geht mir auch auf den Geist. Und dass Kinder am besten Vater und Mutter haben (und nicht Mutter/Mutter oder Vater/Vater oder nur Mutter oder nur Vater), ist in meinen Augen unbestritten.

    Warum kommen eigentlich immer sofort völlig unangebrachte Nazi-Vergleiche, wenn man sich zu einer konservativen Familienpolitik bekennt? Die Deutschen können offenbar nur extrem sein, entweder in die eine oder in die andere Richtung.

    Originalton Mappus: “Geradezu unerträglich ist der Fall jener „Muster-Regenbogenfamilie“ aus dem Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg. Neben einem leiblichen Kind aus einer früheren heterosexuellen Beziehung hätten zwei lesbische Frauen ein zweites Kind mittels künstlicher Befruchtung in die Welt gesetzt, kurioserweise mit dem Samen eines homosexuellen Freundes. Gerade dieses Beispiel zeigt, dass bei den Überlegungen der Bundesjustizministerin nicht alle Fälle berücksichtigt worden sind und das geplante Gesetzesvorhaben daher der Realität angepasst werden muss”.

    Der CSD versuche auf eine “abstoßende Art und Weise eine Woche lang Veranstaltungen durchzubringen, die wir ablehnen.”

    Das ist der Ungeist des alten Par. 175, der Menschen ins KZ gebracht hat. Angesichts homophober Gewalttaten haben Politiker durchaus so etwas wie eine Verpflichutng, ihre Worte abzuwägen.

    Der scheidende Verfassungrichter Papier (CSU)hat im Gegensatz dazu eine Rechtsangleichung eingetragener Lebenspartnerschaften eingefordert. Das eigenartige Rechtsempfinden des Herrn Mappus, der Mitbürger zum Prügelknaben macht, um billig am rechten Rand zu fischen, spricht dem Hohn.

    Meine Unterstützung hat der Mann. Die Art und Weise, wie der CSD eine sexuelle Orientierung zelebriert, geht mir auch auf den Geist. Und dass Kinder am besten Vater und Mutter haben (und nicht Mutter/Mutter oder Vater/Vater oder nur Mutter oder nur Vater), ist in meinen Augen unbestritten.

    Warum kommen eigentlich immer sofort völlig unangebrachte Nazi-Vergleiche, wenn man sich zu einer konservativen Familienpolitik bekennt? Die Deutschen können offenbar nur extrem sein, entweder in die eine oder in die andere Richtung.

  1. 2. Wahl?

    "..., der in der nächsten Sitzung zum Ministerpräsidenten gewählt werden will,..."

    Gewählt? Seit wann ist die Bestätigung eines einzigen Kandidaten eine Wahl?
    Herr Mappus wird entweder bestätigt oder nicht bestätigt.
    Zu einer Wahl gehören Alternativen, zwischen denen man WÄHLEN kann.

    Außerdem scheint mir der Vergleich mit Strauss etwas unglücklich, weckt dieser ehemalige adipöse Möchtegerndiktator doch auch unangenehme Erinnerungen.

    MfG
    AoM

  2. 3. Trauer

    Inständig im Ländle das Stoßgebet sprechen und es dem Allmächtigen überantworten zu müssen, damit dem designierten Ministerpräsident von Baden-Württemberg nicht die Erkenntnis reift, dass der Bartel dort seinen Most holt, wo ihn jeder andere auch zapft, verlangt vom Einzelnen einiges an wertvoller Lebendigkeit. Deshalb weit davon entfernt, in den nächsten Jahren die Wandlung letztlich in einen Gottesstaat zu verzwingen, erfüllt einen dann doch etwas mit Zuversicht.

  3. Originalton Mappus: “Geradezu unerträglich ist der Fall jener „Muster-Regenbogenfamilie“ aus dem Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg. Neben einem leiblichen Kind aus einer früheren heterosexuellen Beziehung hätten zwei lesbische Frauen ein zweites Kind mittels künstlicher Befruchtung in die Welt gesetzt, kurioserweise mit dem Samen eines homosexuellen Freundes. Gerade dieses Beispiel zeigt, dass bei den Überlegungen der Bundesjustizministerin nicht alle Fälle berücksichtigt worden sind und das geplante Gesetzesvorhaben daher der Realität angepasst werden muss”.

    Der CSD versuche auf eine “abstoßende Art und Weise eine Woche lang Veranstaltungen durchzubringen, die wir ablehnen.”

    Das ist der Ungeist des alten Par. 175, der Menschen ins KZ gebracht hat. Angesichts homophober Gewalttaten haben Politiker durchaus so etwas wie eine Verpflichutng, ihre Worte abzuwägen.

    Der scheidende Verfassungrichter Papier (CSU)hat im Gegensatz dazu eine Rechtsangleichung eingetragener Lebenspartnerschaften eingefordert. Das eigenartige Rechtsempfinden des Herrn Mappus, der Mitbürger zum Prügelknaben macht, um billig am rechten Rand zu fischen, spricht dem Hohn.

    Antwort auf "Endlich!"
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    • Fifty4
    • 09.02.2010 um 23:31 Uhr

    Ich verstehe nicht, was Ihre Einlassungen mit dem zu tun hat,was ich geschrieben habe.

    Ich trage meine sexuelle Orientierung nicht ständig vor mir her um irgendeine politische Ansicht zu Rechtfertigen. Die lebe ich zu Hause aus, wenn ich mit meinem Partner alleine bin. Ich würde davon keinem Journalisten erzählen. Aus gutem Grund. Es hat in der Öffentlichkeit nichts zu suchen.

    Wer es anders macht, in der Politik, der möchte damit punkten. Wenn das die Gegner zu flotten Sprüchen reizt, sollte er damit leben können.

    Vergleiche mit KZ und Nazis in diesem Zusammenhang sind absurd. Ich kann daraus nur entnehmen, dass Sie zum Thema nichts wesentliches zu sagen haben.

    • Fifty4
    • 09.02.2010 um 23:31 Uhr

    Ich verstehe nicht, was Ihre Einlassungen mit dem zu tun hat,was ich geschrieben habe.

    Ich trage meine sexuelle Orientierung nicht ständig vor mir her um irgendeine politische Ansicht zu Rechtfertigen. Die lebe ich zu Hause aus, wenn ich mit meinem Partner alleine bin. Ich würde davon keinem Journalisten erzählen. Aus gutem Grund. Es hat in der Öffentlichkeit nichts zu suchen.

    Wer es anders macht, in der Politik, der möchte damit punkten. Wenn das die Gegner zu flotten Sprüchen reizt, sollte er damit leben können.

    Vergleiche mit KZ und Nazis in diesem Zusammenhang sind absurd. Ich kann daraus nur entnehmen, dass Sie zum Thema nichts wesentliches zu sagen haben.

  4. Wenn es ein Flächenbundesland gibt, in dem eine Koalition aus CDU und den Grünen eine gewisse Art von innerer Logik hat, dann ist dies Baden-Württemberg. Möglicherweise ist dies sogar die wahrscheinlichste Konstellation nach der Wahl im nächsten Jahr. Und wie fand Mappus eine solche Konstellation im Saarland? Unterirdisch, war sein gewählter Begriff. Ich fürchte mal, selbst die bekannten Felsen auf Rügen geben nicht so viel Kreide her, wie Herr Mappus noch schlucken muss um an der Macht zu bleiben!
    Zum Artikel: Der wesentliche Aspekt, welcher für die Karriere des Herrn Mappus von Bedeutung war, wurde nicht angesprochen: Die "Beziehung" zu der Witwe des ehemaligen Staatsministers Stavenhagen. Sie war es, die dem jungen Mappus den Weg in die ganz große Politik ebnete.
    Warum wurde nicht ein wenig über die politischen Leistungen des Herrn Mappus berichtet? Waren die alle so erfolgreich wie seine Aufsichtsfunktion(stellvertretender Vorsitzender) bei der Pleitebank LBBW?
    Und warum wird immer der alberne Strauß-Vergleich gezogen? Ach ja, er fliegt ja auch gerne...
    Im Übrigen ist Mappus nicht wirklich "stark". Seine relative Stärke beruht auf einer personell völlig ausgebluteten Südwest-CDU.

    Ich kann dem Land nur wünschen, dass dieser Spuk nach einem Jahr zu Ende ist!

  5. Meine Unterstützung hat der Mann. Die Art und Weise, wie der CSD eine sexuelle Orientierung zelebriert, geht mir auch auf den Geist. Und dass Kinder am besten Vater und Mutter haben (und nicht Mutter/Mutter oder Vater/Vater oder nur Mutter oder nur Vater), ist in meinen Augen unbestritten.

    Warum kommen eigentlich immer sofort völlig unangebrachte Nazi-Vergleiche, wenn man sich zu einer konservativen Familienpolitik bekennt? Die Deutschen können offenbar nur extrem sein, entweder in die eine oder in die andere Richtung.

    Antwort auf "Endlich!"
  6. Was Kindern guttut, zeigt der Einzelfall. Evtl. Verwahrlosung bei Vater und Mutter ist jedenfalls schlechter als Bildung und liebevolle Betreuung bei gleichgeschlechtlichen Paaren. DAS ist 'unbestritten'! 'Konservativ' ist es übrigens nicht, gleichgeschlechtlichen Paaren, die sich konservativ binden wollen, gleiche Rechte abzusprechen oder ihnen den Familienstatus abzusprechen. Das ist nicht konservativ, das ist einfach nur Unrecht (siehe die letzten Beschlüsse des Bundeverfassungsgerichts).

    Wer als Politiker die Lebensweise seiner Mitmenschen als 'unerträglich' bzw. 'abstoßend' polemisch abwertet wie Herr Mappus, muss in Kauf nehmen, dass er Aggressionen schürt. Das Schüren von Aggressionen gegen gleichgeschlechtlich liebende Menschen steht in Deutschland und anderswo in einer bestimmten historischen Tradition, die durchaus gewaltsam ist. Auf diese Faktenlage hinzuweisen,ist kein 'unangebrachter Nazi-Vergleich'.

    • ADoria
    • 09.02.2010 um 22:20 Uhr

    … christdemokratischer Männlichkeit ...“, nannte man früher Opportunist oder politischer Molluske.
    Im Falle Rüttgers käme noch die Anwartschaft als größter Arbeiterführer des 21. Jhdt. hinzu.

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    Wers nötig hat, seine 'Männlichkeit' auf anderer Leute Kosten zu demonstrieren, um dessen Männlichkeit ist es eher schwach bestellt...

    Überhaupt: Was haben solche Demonstrationen mit polit. Arbeit zu tun?

    Wers nötig hat, seine 'Männlichkeit' auf anderer Leute Kosten zu demonstrieren, um dessen Männlichkeit ist es eher schwach bestellt...

    Überhaupt: Was haben solche Demonstrationen mit polit. Arbeit zu tun?

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