Islamkritik Der Streit um den IslamSeite 2/2

Die Kämpfe, die die Aufklärer um das Verhältnis von Religion und Vernunft austrugen, setzten einen Lernprozess in Gang, der dann in den Verfassungsrevolutionen seinen Niederschlag fand, in der ingeniösen Formel: Säkularer Staat, aber Freiheit der Religion. Als Erster gewährte der Artikel 16 der Bill of Rights of Virginia aus dem Jahre 1776 allen Religionen die gleiche Freiheit, und zwar nicht mit herablassendem Wohlwollen, als bloße Toleranz, sondern als politisches Grundrecht in einer Gesellschaft gleichberechtigter Bürger.

Von der Pointe dieser Rechtsidee zehren die Verfassungen noch heute. Denn das Recht, das Religionsfreiheit gewährt, ist dasselbe Recht, das die Ausübung der Religion auch begrenzt. Die Staatsbürger dürfen glauben, was sie wollen, aber sie müssen im Gegenzug die Verfassung respektieren, die ihnen diese Glaubensfreiheit einräumt. Sie dürfen weder Gewalt noch Gewissenszwang ausüben und müssen den Meinungs- und Glaubenspluralismus anerkennen. Die Verfassung, und darauf kommt es an, ist kein Glaubensartikel, der den Frommen als »Religion« gegenübertritt. Sie ist das säkulare Fundament religiöser Freiheit und besteht »mit Recht« auf der Loyalität aller Bürger.

Die westliche Freiheit ist nicht ernsthaft in Gefahr

Es ist nicht klar, ob die heutigen Islamkritiker, die tagtäglich die träge Masse feiger »Kapitulanten« vor dem islamischen Feind warnen, an der Errungenschaft der Aufklärung, an der Religionsfreiheit festhalten oder diese auf der Abraumhalde liberaler Irrtümer entsorgen wollen. Wer wie Henryk Broder Muslimen nur so viel Toleranz gewähren will, wie sie Juden und Christen in islamischen Ländern gewährt wird, der bestreitet das gleiche Recht auf Religionsausübung und nährt – tit for tat – den Geist der Revanche.

Die von Fundamentalisten verfolgte Niederländerin Hirsi Ali möchte den Islam gleich ganz aus der abrahamitischen Überlieferung herausdefinieren und behauptet, er sei keine Religion, sondern – nach Faschismus und Kommunismus – die dritte totalitäre Bewegung der Moderne. Einer totalitären Bewegung aber, und das folgt daraus, kann das Grundrecht auf Religionsfreiheit nicht gewährt, sie kann nur im Namen der Freiheit bekämpft werden. Wer nicht mitmacht, ist ein Kollaborateur – ein innerer Feind.

Bei aller begründeten Furcht vor islamistischem Terror wird indes niemand behaupten können, in Europa sei die Freiheit ernsthaft in Gefahr. Die Durchsetzung der Verfassungsnormen ist – mit einem Wort von Jürgen Habermas – eine so »unbestrittene Prämisse des Zusammenlebens, dass der hysterische Aufruf zur Verteidigung unserer ›Werte‹ als semantische Aufrüstung gegen einen unbestimmten inneren Feind erscheint. Die Bestrafung von Gewalt und die Bekämpfung von Hass verlangt ruhiges Selbstbewußtsein, aber keine Scharfmacherei.«

Der Scharfmacher wittert überall den Feind und macht zwischen Islam und Islamismus keinen Unterschied. Jedes Attentat bestätigt ihm die Niedertracht der Religion und die Großartigkeit seiner eigenen säkularen Vernunft. So findet die Spirale der Verfeindung kein Ende, und das bedeutet Krieg bis zum Jüngsten Tag. Das ist nicht Aufklärung, das ist ihr Ende.

 
Leser-Kommentare
  1. die größten Massenmörder des 20.Jahrhunderts waren wohl Atheisten und mordeten etwa im Namen des wissenschaftlichen Marxismus/Leninismus oder abstruser Theorien der Rassenhygiene/Eutanasie etc. Grob gerechnet 100 Mio Menschen gingen dabei drauf. Es ist für mich wohlfeil immer mit einem Finger auf die Religionen zu zeigen, während 3 Finger auf einem Selbst deuten ...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • PGMN
    • 06.02.2010 um 9:37 Uhr

    Normalerweise würde ich auf diesen reflexartigen Stuss, der in solchen Diskussionen immer als erstes vorgebracht wird, antworten, indem ich darlegen würde, wie all diese Leute nicht im Namen der Rationalität mordeten und Hitler Katholik war, aber ich möchte es einfach ein anders versuchen:

    Im Vergleich dazu, wie viele Milliarden Leben die auf den Fundamenten der Aufklärung aufbauende Wissenschaft GERETTET hat (meines und vermutlich das, eines jeden Lesers hier eingeschlossen), wären selbst die 100 Mio. Leben, die radikale Ausreißer (die sie nicht waren), gekostet haben, ein kleiner Preis.
    Dagegen hat die Religion Millionen das Leben gekostet und nicht einen einzigen gerettet. Was ist also vorzuziehen?

    Ein Denkmodell dem Herr Assheuer hier folgt ist dass er getreu dem Motto "goldener Mittelweg" unterstellt er gäbe einen "radikalen Atheismus". Dabei verkennt er dass ein konsequenter Atheismus, also Rationalismus immer radikal ist, ja es sein muss. Bloss weil die "sanften" Formen der Religion, sei es der wenig beklagte Buddhismus oder das weichspülchristentum in deutschland keinen so offensichtlichen Schaden anrichten wie eine militante bewegung, so sind sie doch dem Irrationalen verhaftet.

    Es ist volkommen egal ob ich an höhere Wesen glaube und die Gott nenne, oder an die Astrologie oder an PSI Kräfte: Solange ich an irgendeinemen Punkt sage "Ja, es gibt es irrationales, etwas unfassbares" stelle ich ein sogenanntes Dogma auf, also eine denkschablone die nie bewiesen oder widerlegt werden kann weil sie eben "unfassbar" ist.

    Der Autor stellt dann jedoch den Anti-Irrationalismus (denn nichts anderes ist der Atheismus) ebenfalls als "Glaubensrichtung" da, die man niemanden aufzwingen dürfe. Der Atheismus ist aber bereit sich selbst zu falsifizieren, wenn das denn gelingt - was eindeutig kein glauben ist.

    Es ist ein beliebter fehler Atheismus als "Glauben" zu interpretieren" oder als "eine Meinung". Atheismus ist aber einfach das was übrig bleibt wenn man den "Glauben" als evolutionär beingtes psychologisches Phänomen erkennt und das Irrationale analysiert und durchleuchtet bis das rationale übrigbleibt.

    Man entscheidet sich nicht FÜR den Atheismus, sondern GEGEN den Glauben

    Die Nazis waren Atheisten?

    Sie waren sicher so unchristlich, wie nur denken kann, aber Atheisten- und Freidenkerverbände waren unter den Nazis verboten. Hitler war kirchensteuerzahlender Katholik, sämtliche Kinder von Göring und Goebbels waren christlich getauft. Für SS-Mitglieder gab es offiziell die Kategorien 'katholisch', 'evangelisch', 'muslimisch' und 'gottgläubig', atheistische Positionen waren nicht vorgesehen. Im Inland gab es ab und an Reibungen mit den Kirchen, im Ausland jedoch waren viele Verbündete Hitlers eindeutig klerikalfaschistisch: der kath. Priester und Staatspräsindent Tiso (Slowakei), der vom Vatikan bejubelte Franco (Spanien), Ante Pavelic (Kroatien), dessen Schergen oft mit Hilfe des Klerus nach '45 fliehen konnten etc. etc.
    Stalin war sicher Atheist, aber als Klosterschüler hattte er auch nichts dagegen, wenn russ. Popen Waffen segneten...

    ...könnte Ihnen auch nicht schaden und dürfte dazu beitragen Ihre, pardon, idiotische und auf Unwissen basierende, Meinung zu überdenken oder gar zu revidieren. Und damit Sie sich nicht soviel Arbeit machen müssen: http://www.youtube.com/wa...

    was hat sie mit dem oben stehenden artikel zu tun?

    • PGMN
    • 06.02.2010 um 9:37 Uhr

    Normalerweise würde ich auf diesen reflexartigen Stuss, der in solchen Diskussionen immer als erstes vorgebracht wird, antworten, indem ich darlegen würde, wie all diese Leute nicht im Namen der Rationalität mordeten und Hitler Katholik war, aber ich möchte es einfach ein anders versuchen:

    Im Vergleich dazu, wie viele Milliarden Leben die auf den Fundamenten der Aufklärung aufbauende Wissenschaft GERETTET hat (meines und vermutlich das, eines jeden Lesers hier eingeschlossen), wären selbst die 100 Mio. Leben, die radikale Ausreißer (die sie nicht waren), gekostet haben, ein kleiner Preis.
    Dagegen hat die Religion Millionen das Leben gekostet und nicht einen einzigen gerettet. Was ist also vorzuziehen?

    Ein Denkmodell dem Herr Assheuer hier folgt ist dass er getreu dem Motto "goldener Mittelweg" unterstellt er gäbe einen "radikalen Atheismus". Dabei verkennt er dass ein konsequenter Atheismus, also Rationalismus immer radikal ist, ja es sein muss. Bloss weil die "sanften" Formen der Religion, sei es der wenig beklagte Buddhismus oder das weichspülchristentum in deutschland keinen so offensichtlichen Schaden anrichten wie eine militante bewegung, so sind sie doch dem Irrationalen verhaftet.

    Es ist volkommen egal ob ich an höhere Wesen glaube und die Gott nenne, oder an die Astrologie oder an PSI Kräfte: Solange ich an irgendeinemen Punkt sage "Ja, es gibt es irrationales, etwas unfassbares" stelle ich ein sogenanntes Dogma auf, also eine denkschablone die nie bewiesen oder widerlegt werden kann weil sie eben "unfassbar" ist.

    Der Autor stellt dann jedoch den Anti-Irrationalismus (denn nichts anderes ist der Atheismus) ebenfalls als "Glaubensrichtung" da, die man niemanden aufzwingen dürfe. Der Atheismus ist aber bereit sich selbst zu falsifizieren, wenn das denn gelingt - was eindeutig kein glauben ist.

    Es ist ein beliebter fehler Atheismus als "Glauben" zu interpretieren" oder als "eine Meinung". Atheismus ist aber einfach das was übrig bleibt wenn man den "Glauben" als evolutionär beingtes psychologisches Phänomen erkennt und das Irrationale analysiert und durchleuchtet bis das rationale übrigbleibt.

    Man entscheidet sich nicht FÜR den Atheismus, sondern GEGEN den Glauben

    Die Nazis waren Atheisten?

    Sie waren sicher so unchristlich, wie nur denken kann, aber Atheisten- und Freidenkerverbände waren unter den Nazis verboten. Hitler war kirchensteuerzahlender Katholik, sämtliche Kinder von Göring und Goebbels waren christlich getauft. Für SS-Mitglieder gab es offiziell die Kategorien 'katholisch', 'evangelisch', 'muslimisch' und 'gottgläubig', atheistische Positionen waren nicht vorgesehen. Im Inland gab es ab und an Reibungen mit den Kirchen, im Ausland jedoch waren viele Verbündete Hitlers eindeutig klerikalfaschistisch: der kath. Priester und Staatspräsindent Tiso (Slowakei), der vom Vatikan bejubelte Franco (Spanien), Ante Pavelic (Kroatien), dessen Schergen oft mit Hilfe des Klerus nach '45 fliehen konnten etc. etc.
    Stalin war sicher Atheist, aber als Klosterschüler hattte er auch nichts dagegen, wenn russ. Popen Waffen segneten...

    ...könnte Ihnen auch nicht schaden und dürfte dazu beitragen Ihre, pardon, idiotische und auf Unwissen basierende, Meinung zu überdenken oder gar zu revidieren. Und damit Sie sich nicht soviel Arbeit machen müssen: http://www.youtube.com/wa...

    was hat sie mit dem oben stehenden artikel zu tun?

  2. beweist leider recht eindeutig, dass die Freiheit in Europa extrem in Gefahr ist. Uns warum nur hat es eine Frau in diesem Europa klaglos zu erdulden, wenn Sie durch eine Religion aller Freiheitsrechte beraubt wird (Kopftuch, Burkah, Ehrenmord.. )? Warum verbündet sich gerade die Linke in Europa mit dieser Religion? Was bedeutet da noch Gleichberechtigung von Mann und Frau, das Lebensrecht von Schwulen und Juden ? Warum nur regt sich niemand über die Vorbereitung des Holocaust 2.0 durch den Iran mit Unterstützung deuscher Firmen auf, produziert aber einen heillosen Aktionismus ("Kampf gegen Rechts"), wenn ein paar hundert Nazis durch Deuschland marschieren ? Warum werden israelische Flagge im vorauseilenden Gehorsam von deutschen Polizisten konfisziert, weil sie extremistische Türken (zehntausende)"provozieren" könnten. Warum werden die extremistischen Türken nicht verhaftet ? Ich glaube Leute wie Henryk M. Broder haben eben eine existentielle Angst, dass der Islam Ihnen und unserer Freiheit ein abruptes Ende bereitet. Die quislinghafte Rolle der Linken, die dieses Ende noch beschleunigen will, (Man lese nur die Jubelschreie in der TAZ wenn die DITIB wieder ein Minarett in Deutschland errichtet)ist eines der großen Rätsel unserer Zeit.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Halten Sie die TAZ und die GRÜNEN, deren Organ sie ist, wirklich noch für links?
    Die LINKE sieht den politischen Islam durchaus kritisch.

    Halten Sie die TAZ und die GRÜNEN, deren Organ sie ist, wirklich noch für links?
    Die LINKE sieht den politischen Islam durchaus kritisch.

    • PGMN
    • 06.02.2010 um 9:37 Uhr

    Normalerweise würde ich auf diesen reflexartigen Stuss, der in solchen Diskussionen immer als erstes vorgebracht wird, antworten, indem ich darlegen würde, wie all diese Leute nicht im Namen der Rationalität mordeten und Hitler Katholik war, aber ich möchte es einfach ein anders versuchen:

    Im Vergleich dazu, wie viele Milliarden Leben die auf den Fundamenten der Aufklärung aufbauende Wissenschaft GERETTET hat (meines und vermutlich das, eines jeden Lesers hier eingeschlossen), wären selbst die 100 Mio. Leben, die radikale Ausreißer (die sie nicht waren), gekostet haben, ein kleiner Preis.
    Dagegen hat die Religion Millionen das Leben gekostet und nicht einen einzigen gerettet. Was ist also vorzuziehen?

    Antwort auf "Aufklärung"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • hede
    • 06.02.2010 um 23:02 Uhr

    Hitler war als Katholik eingetragen, aber wie oft war er in der Kirche? Die Religion der Nazis war wohl eher ein Mischmasch aus Religion und alten germanischen Bräuchen.

    Die Aufklärung hat Millarden gerettet? Bitte Beweise, vor allem Beweise darüber, das alle großen Wissenschaftler Atheisten waren. Glauben Sie, als Christ kann mein kein Wissenschaftler sein?

    Die Religion hat nicht einem Menschen gerettet? Das ist nun wirklich Unsinn. Wissen Sie eigentlich, wieviele Christen in der ganzen Welt die Nächstenliebe praktizieren? Glauben Sie, Mutter Teresa zum Beispiel hat keine Menschen gerettet?

    Ich schlage vor, Sie beschäftigen sich mal mit dem Leben von Jesus. Da ist keine Rede davon, Menschen zum Glauben zu zwingen. Er hat auch jegliche politische Macht abgelehnt, ebenso Petrus und die anderen Apostel. Die Trennung von Staat und Kirche wird oft als Sieg der Aufklärung gesehnen, aber letztlich ist es das, was Jesus schon vor 2000 Jahren wollte.

    • hede
    • 06.02.2010 um 23:02 Uhr

    Hitler war als Katholik eingetragen, aber wie oft war er in der Kirche? Die Religion der Nazis war wohl eher ein Mischmasch aus Religion und alten germanischen Bräuchen.

    Die Aufklärung hat Millarden gerettet? Bitte Beweise, vor allem Beweise darüber, das alle großen Wissenschaftler Atheisten waren. Glauben Sie, als Christ kann mein kein Wissenschaftler sein?

    Die Religion hat nicht einem Menschen gerettet? Das ist nun wirklich Unsinn. Wissen Sie eigentlich, wieviele Christen in der ganzen Welt die Nächstenliebe praktizieren? Glauben Sie, Mutter Teresa zum Beispiel hat keine Menschen gerettet?

    Ich schlage vor, Sie beschäftigen sich mal mit dem Leben von Jesus. Da ist keine Rede davon, Menschen zum Glauben zu zwingen. Er hat auch jegliche politische Macht abgelehnt, ebenso Petrus und die anderen Apostel. Die Trennung von Staat und Kirche wird oft als Sieg der Aufklärung gesehnen, aber letztlich ist es das, was Jesus schon vor 2000 Jahren wollte.

    • selbon
    • 06.02.2010 um 9:39 Uhr

    Nicht alle Aufgeklärten handeln im Sinne der Aufklärer.
    Aufklärung ist ein Angebot- sie erhöht die Wahlmöglichkeit
    des eigenen Handelns- wie jede Religion im Grunde ein Angebot ist zu glauben.

    Hatte sich nicht Stalin, nach dem Tod von Lenin, als dessen alleinigen, legitimen Nachfolger durchgesetzt und fortan im Namen Lenins Entscheidungen und Grausamkeiten durchgesetzt.

    Und darin liegt meiner Meinung nach auch der entscheidende Punkt: Im Namen von ...
    Eine Formel wie ein Blankochek. Es ist nicht so sehr entscheidend an was man glaubt, dies ist abhängig von Moden
    und geschichtlichen Konstellationen, sondern dass man glaubt!

    Extremisten gibt es in allen Glaubensrichtugen, wie die Ausprägungen sich äußern und die Gewaltfrage stehen wieder auf einem anderen Blatt.
    Sie sind bestimmt durch Kapital, Ansehen, sozio-kulturelle Fragen, ökonomische Situationen usw.

    Der Kampf geht weiter, auch im Namen der Aufklärung.

  3. ...und ihn offensichtlich nicht gelesen haben, ist peinlich. In Voltaires "Mahomet", übersetzt von Goethe, steht so ziemlich das Gegenteil von dem, was der Autor hier behauptet. Mehr: http://de.wikipedia.org/w.... Lesen bildet. Auch "Zeit"-Autoren.

  4. Zu einem sehr guten Artikel fehlen leider mehr aktuelle Bezüge in der Politik und den Medien, denn diese Scharfmacher aus dem letzten Absatz finden sich heute überall in der "aufgeklärten" Welt. Es wird eine generelle Angst vor dem Islam geschürt (qui bono), ohne zu differenzieren.

    @josef2010
    Ich bin auch Atheist, aber der Auffassung, dass jeder Mensch nach seiner Fasson glücklich werden soll, solange er nicht die Rechte und Freiheit anderer Menschen mit Füßen tritt. Ich glaube weder an Gott, noch an die Technik, sondern an die Menschen und das konstruktive Potential, welches in ihnen steckt.
    Der Atheismus der von Ihnen genannten Massenmörder, also Stalin, Mao, Pol Pot, Ho Chi Minh, Idi Amin, um die bekanntesten zu nennen, lag wohl eher in einem Größenwahn begründet, in welchem sie sich selbst als gottgleich sahen. Hitler wiederum war gläubiger Katholik.

    MfG
    AoM

    • Liman
    • 06.02.2010 um 9:54 Uhr

    Lieber AoM, Hitler war ein Anhänger des Islam!
    ZITAT
    Auch das Regime der Araber in Spanien war etwas unendlich Vornehmes: die größten Wissenschaftler, Denker, Astronomen, Mathematiker, einer der menschlichsten Zeiträume, eine kolossale Ritterlichkeit zugleich. Als dann später das Christentum dahin kam, da kann man nur sagen: die Barbaren. Die Ritterlichkeit, welche die Kastilier haben, ist in Wirklichkeit arabisches Erbe. Hätte bei Poitiers nicht Karl Martell gesiegt: Haben wir schon die jüdische Welt auf uns genommen – das Christentum ist so etwas Fades -, so hätten wir viel eher noch den Mohammedanismus übernommen, diese Lehre der Belohnung des Heldentums: Der Kämpfer allein hat den siebenten Himmel! Die Germanen hätten die Welt damit erobert, nur durch das Christentum sind wir davon abgehalten worden.

    Quelle:
    Adolf Hitler (NSDAP), deutscher Kanzler, 27. Aug. 1942 (Jochmann, Adolf Hitler – Monologe im Führerhauptquartier, S. 370)”

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Fifty4
    • 07.02.2010 um 15:18 Uhr

    Christ wird man durch die Taufe, Hitler war nachweislich getauft. Muslim wird man, in dem man das Glaubensbekenntnis spricht. Das Hitler das getan hätte, müssten Sie erst einmal nachweisen.

    Mit solchem Unsinn, die Mitschuld der Christen am 2. Weltkrieg zu leugnen, ist perfid. Es waren christliche Geistliche auf allen Seiten in Europa, die Soldaten und Waffen gesegnet haben, mit denen zig Millionen Menschen getötet worden sind.

    • Fifty4
    • 07.02.2010 um 15:18 Uhr

    Christ wird man durch die Taufe, Hitler war nachweislich getauft. Muslim wird man, in dem man das Glaubensbekenntnis spricht. Das Hitler das getan hätte, müssten Sie erst einmal nachweisen.

    Mit solchem Unsinn, die Mitschuld der Christen am 2. Weltkrieg zu leugnen, ist perfid. Es waren christliche Geistliche auf allen Seiten in Europa, die Soldaten und Waffen gesegnet haben, mit denen zig Millionen Menschen getötet worden sind.

  5. Herrn Assheuer stimme ich zum Teil zu, zum Teil nicht. Ja, der Vernunft müssen Grenzen gezogen werden, der uneingeschränkte "Glaube an Vernunft und Wissenschaft", an Machbarkeit durch Technik vergiftet unsere Natur und zerstört unser Klima. Vernunft- und Technikgläubige neigen zu Hybris nach dem Motto: Alles ist machbar, macht euch Mutter Erde untertan.

    Aber der optimistischen Behauptung, die westliche Freiheit sei nicht ernsthaft bedroht, widerspreche ich aufgrund unserer katastrophalen Demografie. Wird in einer Schulklasse mit 80-Prozent Ausländeranteil ein deutsches Mädchen blöd angemacht und unter Druck gesetzt, weil sie kein Kopftuch trägt, bekommt sie zurecht Angst - und Angst gehört zu denjenigen Gefühlen, die von den Verstandesmenschen, den Anbetern der Vernunft geächtet und unterdrückt werden.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Predigen Sie den Glauben an Unvernunft und Unwissenschaftlichkeit? Vulgo: _den_ Glauben? Mich deucht vielmehr, der Vernunft sollten _Ihre_ Grenzen gezogen werden.

    Demografie ist übrigens eine langfristige Veranstaltung.

    Predigen Sie den Glauben an Unvernunft und Unwissenschaftlichkeit? Vulgo: _den_ Glauben? Mich deucht vielmehr, der Vernunft sollten _Ihre_ Grenzen gezogen werden.

    Demografie ist übrigens eine langfristige Veranstaltung.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service