Israel Chuzpe-Ökonomie
Josef Joffe erklärt, warum Israel die Krise schneller überwindet als andere
© Jonathan Nackstrand/AFP/Getty Images

Es ist ein Land im Dauer-Krieg, die Militärausgaben sind gigantisch. Und doch ist Israel eine boomende Start-up-Nation
Israels Wirtschaft wuchs 2009 um ein halbes Prozent; Deutschland, England und Italien schrumpften um die fünf Prozent. Gerade hat die Bank of Israel die Prognose für 2010 angehoben auf 3,5 Prozent. »Die Handelsbilanz ist seit 2003 im Plus«, freut sich Zentralbankchef Stanley Fisher, »und wird es auch 2010 sein.«
Das sind merkwürdige Zahlen für den einstigen internationalen Hartz-IV-Fall. Heute liegt Israels Pro-Kopf-Einkommen über dem von Südkorea, dem Wirtschaftswunderkind des späten 20. Jahrhunderts. Wieso? Drei Antworten. In den Achtzigern wurde in einem brutalen Kraftakt die Dauer-Inflation (bis zu 450 Prozent) besiegt. In den Neunzigern hat eine nicht minder brutale Reformpolitik diese realsozialistische Wirtschaft fit für den Weltmarkt gemacht. Und dann begann das Kapital zu strömen: Motorola, Intel, IBM, Google…
Israel ist die »Start-up-Nation«, wie der Titel des Bestsellers von Dan Senor und Saul Singer aus dem Jahr 2009 lautet. Es zieht mehr Wagniskapital an als England, Frankreich und Deutschland zusammen. Ein Land im Dauer-Krieg, das (gemessen am BIP) fast doppelt so viel fürs Militär ausgibt wie Amerika – wie das?

ist Herausgeber der ZEIT. Von 2001 bis 2004 war er auch ihr Chefredakteur, gemeinsam mit Michael Naumann. Davor leitete er das außenpolitische Ressort der Süddeutschen Zeitung. Weitere Texte von ihm finden Sie hier
Die Verteidigungslast, welch Paradox, ist zweiter Teil der Erklärung. Mit nur 7,5 Millionen Bürgern muss Israel Masse durch Technik ersetzen, Paradeplätze durch Prüfstände, Befehlsketten durch Forschungsaufträge. Die Armee ist »Schule der Nation«, aber nicht auf Preußisch. Hier werden Risiko und Initiative eingebläut, formieren sich die Netzwerke, die nach dem Studium die Start-up-Kultur nähren. Not macht erfinderisch, heißt es; in Israel produziert sie »Humankapital«.
Der einstige Chef von Intel-Israel, Mooly Eden, spricht von einer »Chuzpe-Kultur«, krass hebe sie sich von der hierarchisch-ständischen der arabischen Umwelt ab, die kaum Abweichung toleriere. »Von Geburt an werden wir dazu erzogen, das Offenkundige anzuzweifeln, alles zu debattieren.« Sind die Israelis schlauer als andere? Finnland und Singapur schneiden in Schulvergleichen besser ab, aber ihnen fehlt der dritte Faktor: Einwanderung.
Dan Senor: »Zwei von drei Israelis sind Neuankömmlinge oder Kinder und Enkel von Einwanderern. Das sind geborene Risiko-Träger; schließlich haben sie ihre Wurzeln gekappt und neu angefangen.« Gerade hier sei der Unterschied zu Europa frappierend. »Israelische Politiker übertreffen einander dabei, mehr Einwanderer ins Land holen zu wollen, nicht weniger.«
Lässt sich Israels Start-up-Kultur exportieren? Wahrscheinlich so wenig wie die Mittelstands-Kultur, das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Festgefügte Gemeinwesen wie die europäischen lassen sich nicht umstülpen. Streitkräfte, die nicht im Zentrum der Gesellschaft stehen, können nicht als Führungskader und Hightech-Labore glänzen. Und wer Einwanderung scheut, verharrt in der alten Ordnung. Das deutsche Wirtschaftswunder der Fünfziger beruhte auf den zwölf Millionen »Einwanderern« aus dem Osten. Die Treiber des Wachstums sind immer noch Menschen, ihre Talente und Ambitionen. Seit der Staatsgründung 1948 hat sich die Bevölkerung Israels verzwölffacht.
- Datum 09.02.2010 - 16:27 Uhr
- Serie Zeitgeist
- Quelle DIE ZEIT, 04.02.2010 Nr. 06
- Kommentare 181
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Von Israel lernen, heißt siegen lernen!
Israel ist mit Abstand der grösste Empfänger direkter und indirekter Unterstützungsleistungen aus den USA.
Dazu noch ein paar kostenlose U-Boote aus Deutschland und diverse weitere Unterstützungsleistungen.
So ist das nun wirklich kein besonderes Kunststück.
Gebt den Palästinensern ebenfalls einige tausend Dollar/Euro pro Kopf und Jahr und wir würden uns alle die Augen reiben über das Chuzpe-Wirtschaftwunder im Gazastreifen und der Westbank.
Israel Wirtschaft basiert einzig auf den dicken Schecks aus den USA und Deutschland - und natürlich auf geklautem Land und Wasser.
Als ich den Artikel las, wusste ich sofort, dass die üblichen Anschuldingen sofort kommen würden: die Israelis können nichts selber, produzieren nichts selber, stehlen alles nur. Ach ja, der übliche Sums.
Die Wahrheit lautet: Israel ist in vieler Hinsicht (ökonomisch, wissenschaftlich, kulturell) eine erfolgreiche Gesellschaft. Das ist ja eine der Gründe dafür, dass es seinen Nachbarn ein Dorn im Auge ist.
Der Erfolg Israels beruht natürlich nicht ursprünglich aus der Unterstützung der Amerikaner oder der Deutschen, sondern aus dem Fleiss, der Erfindungsgabe und der Intelligenz seiner Einwohner. Gegengerechnet gegen die Unterstützung durch das Ausland müssten ja eigentlich die Verteidigungsausgaben, derer Israel bedarf, um sich zu schützen.
Wo ist wohl der Lebensstandard höher: in Tel Aviv oder in Damaskus? Wo möchte man eher im Krankenhaus liegen, wenn man sich ein Bein bricht: in Haifa oder Kairo? Wo kann man lockerer in die Kneipe gehen? Oder (sowas soll es auch geben...) schwul sein, als Frau einen Freund haben, keiner Zensur unterliegen wollen????
herauskommt, wenn man den Palästinensern Geld zur Verfügung stellt, konnte man in den vergangenen Jahrzehnten deutlich erkennen. UNHCR und EU haben Milliardenbeträge überwiesen, ohne das es den Palästinensern auch nur ansatzweise gelungen wäre, eine eigenständige Ökonomie aufzubauen. Dafür haben sich korrupte Fatah Funktionäre die Taschen vollgestopft, was zum Wahlsieg der Hamas führte, die einen mittelalterlichen Islam vertritt und ihr Selbstverständnis im Terror gegen Zivilisten findet.
Ich kenne kein anderes Volk mit einer noch schlechteren Bilanz.
Ein Wirtschaftswunder in Gazah? Das wäre wirklich ein Wunder
Wir, d. h. die EU, geben den Palästinensern bereits mehrere tausend Euro pro Kopf und Jahr. Aber damit muß man halt Raketen bezahlen.
"Gebt den Palästinensern ebenfalls einige tausend Dollar/Euro pro Kopf und Jahr und wir würden uns alle die Augen reiben über das Chuzpe-Wirtschaftwunder im Gazastreifen und der Westbank."
Das ist ein krasser Fall unbeabsichtigter Satire. Die Palästinenser haben über die Jahre zehntausende Dollar und Euro pro Kopf bekommen. Arafat war bei seinem Tod mehrere Milliarden schwer.
Das Problem ist, dass die UN und hunderte NGOs sich um die ununterbrochene Versorgung der Palästinenser kümmern, ohne im Gegenzug irgendwelche Anstrengungen einzufordern.
Dadurch herrschen in den Gebieten schlechteste Vorraussetzungen für eine Entwicklung, wie sie Israel vorgemacht hat.
Ihre Meinung in Ehren, aber die Erfolgsstory der Palästinenser, gäbe man denen nur einige 1000 $ pro Kopf/Jahr,kann ich beim besten Willen NICHT glauben.
Und ich bin NICHT palästinenserfeindlich !!!
Zum Anderen: Halten Sie den Staat Israel wirklich für eine Art National-Hartz4-Empfänger mit Geld aus den Taschen der Amerikaner und der Deutschen ??
Sprechen Sie den Israelis ernsthaft die Fähigkeit zur nationalen wirtschaftlichen Leistung ab ??
Kaum zu glauben, was Sie da von sich geben............!!
Riesenhafte Unterstützungen aus dem Ausland, Ausplünderung der besetzten Gebiete, aber auch eine grassierende Wirtschaftskriminalität führten zu einer Scheinblüte.
Die Fakten (Zahlen ) von Joffe treffen zu. Sie sind aber nicht Ausdruck eigener Leistungen der Einwohner Israels. Aber die vorbildliche Haltung Israels (als Staat) und der Bürger gegenüber Einwanderern möchte ich explizit hervorheben, während bei uns über Neubürger viel "gejammert" wird. Rußlanddeutsche sprechen in ihren Wohnungen nur Russisch. Das ist das Bekenntnis zu Deutschland und dem Deutschtum. Dabei laden wir ja gerade Personen ins Land zum Bleiben ein, die vorhersehbar Dauerempfänger von sozialen Transferleistungen werden.
Unsinn wie in diesem Kommentar liest man immer wieder. Vorschlag/Bitte and die Redaktion: Eine Zusammenfassung der Zahlungen, die Israel in der Tat erhalten hat und noch erhält.
Den Schreiber des Kommentars wird dies zwar nicht überzeugen - er und seinesgleichen lassen sich von Tatsachen ohnehin nicht beeinflussen - jedoch kann es für viele andere sehr interessant sein.
Als ich den Artikel las, wusste ich sofort, dass die üblichen Anschuldingen sofort kommen würden: die Israelis können nichts selber, produzieren nichts selber, stehlen alles nur. Ach ja, der übliche Sums.
Die Wahrheit lautet: Israel ist in vieler Hinsicht (ökonomisch, wissenschaftlich, kulturell) eine erfolgreiche Gesellschaft. Das ist ja eine der Gründe dafür, dass es seinen Nachbarn ein Dorn im Auge ist.
Der Erfolg Israels beruht natürlich nicht ursprünglich aus der Unterstützung der Amerikaner oder der Deutschen, sondern aus dem Fleiss, der Erfindungsgabe und der Intelligenz seiner Einwohner. Gegengerechnet gegen die Unterstützung durch das Ausland müssten ja eigentlich die Verteidigungsausgaben, derer Israel bedarf, um sich zu schützen.
Wo ist wohl der Lebensstandard höher: in Tel Aviv oder in Damaskus? Wo möchte man eher im Krankenhaus liegen, wenn man sich ein Bein bricht: in Haifa oder Kairo? Wo kann man lockerer in die Kneipe gehen? Oder (sowas soll es auch geben...) schwul sein, als Frau einen Freund haben, keiner Zensur unterliegen wollen????
herauskommt, wenn man den Palästinensern Geld zur Verfügung stellt, konnte man in den vergangenen Jahrzehnten deutlich erkennen. UNHCR und EU haben Milliardenbeträge überwiesen, ohne das es den Palästinensern auch nur ansatzweise gelungen wäre, eine eigenständige Ökonomie aufzubauen. Dafür haben sich korrupte Fatah Funktionäre die Taschen vollgestopft, was zum Wahlsieg der Hamas führte, die einen mittelalterlichen Islam vertritt und ihr Selbstverständnis im Terror gegen Zivilisten findet.
Ich kenne kein anderes Volk mit einer noch schlechteren Bilanz.
Ein Wirtschaftswunder in Gazah? Das wäre wirklich ein Wunder
Wir, d. h. die EU, geben den Palästinensern bereits mehrere tausend Euro pro Kopf und Jahr. Aber damit muß man halt Raketen bezahlen.
"Gebt den Palästinensern ebenfalls einige tausend Dollar/Euro pro Kopf und Jahr und wir würden uns alle die Augen reiben über das Chuzpe-Wirtschaftwunder im Gazastreifen und der Westbank."
Das ist ein krasser Fall unbeabsichtigter Satire. Die Palästinenser haben über die Jahre zehntausende Dollar und Euro pro Kopf bekommen. Arafat war bei seinem Tod mehrere Milliarden schwer.
Das Problem ist, dass die UN und hunderte NGOs sich um die ununterbrochene Versorgung der Palästinenser kümmern, ohne im Gegenzug irgendwelche Anstrengungen einzufordern.
Dadurch herrschen in den Gebieten schlechteste Vorraussetzungen für eine Entwicklung, wie sie Israel vorgemacht hat.
Ihre Meinung in Ehren, aber die Erfolgsstory der Palästinenser, gäbe man denen nur einige 1000 $ pro Kopf/Jahr,kann ich beim besten Willen NICHT glauben.
Und ich bin NICHT palästinenserfeindlich !!!
Zum Anderen: Halten Sie den Staat Israel wirklich für eine Art National-Hartz4-Empfänger mit Geld aus den Taschen der Amerikaner und der Deutschen ??
Sprechen Sie den Israelis ernsthaft die Fähigkeit zur nationalen wirtschaftlichen Leistung ab ??
Kaum zu glauben, was Sie da von sich geben............!!
Riesenhafte Unterstützungen aus dem Ausland, Ausplünderung der besetzten Gebiete, aber auch eine grassierende Wirtschaftskriminalität führten zu einer Scheinblüte.
Die Fakten (Zahlen ) von Joffe treffen zu. Sie sind aber nicht Ausdruck eigener Leistungen der Einwohner Israels. Aber die vorbildliche Haltung Israels (als Staat) und der Bürger gegenüber Einwanderern möchte ich explizit hervorheben, während bei uns über Neubürger viel "gejammert" wird. Rußlanddeutsche sprechen in ihren Wohnungen nur Russisch. Das ist das Bekenntnis zu Deutschland und dem Deutschtum. Dabei laden wir ja gerade Personen ins Land zum Bleiben ein, die vorhersehbar Dauerempfänger von sozialen Transferleistungen werden.
Unsinn wie in diesem Kommentar liest man immer wieder. Vorschlag/Bitte and die Redaktion: Eine Zusammenfassung der Zahlungen, die Israel in der Tat erhalten hat und noch erhält.
Den Schreiber des Kommentars wird dies zwar nicht überzeugen - er und seinesgleichen lassen sich von Tatsachen ohnehin nicht beeinflussen - jedoch kann es für viele andere sehr interessant sein.
ist selbst Jude. Naja, warum sich die Zeit für Artikel der Art "Warum mein Volk toll ist!" oder so hergibt, ist mir ein Rätsel. Es liest sich wie Werbung. Und auch sonst ist die Meinung dieses Mannes sehr einfach gestrickt und folgt immer der politischen Linie Israels und der zionistischen Kräfte in der USA.
[entfernt. Bitte verzichten Sie auf hetzerische Übertreibungen. Die Redaktion/vv]
Joffe ist also Jude, das disqualifiziert ihn also, positives über Israel (mein Volk) zu schreiben.
Antiamerikanismus und "Antizionismus" ist halt chic, da braucht man keine Argumente, der Vorwurf einfachgestrickt reicht.
Ist kein Israeli, sondern Deutscher, insofern bringen Sie da etwas durcheinander. Abgesehen davon ist so ein Argument zur Person doch sowieso unwichtig - die Frage lautet, ob der Artikel sachlich richtig war. Ich meine durchaus.
Nachdem mein erster Kommentar zu diesem Posting leider von der Redaktion gelöscht worden ist, möchte ich doch noch einmal meiner VErwunderung darüber Auskunft geben, dass so etwas hier stehen bleiben darf. Da kann also Josef Joffe in der von ihm selber herausgegebenen Zeitung nachlesen, wie er de facto geistig ausgeladen wird: denn er ist JUDE, und für den Mitforisten reicht das schon aus, um den Artikel anzuzweifeln. Wo sind wir hier eigentlich??? O tempora o mores!
Was ist denn das für eine blöde Argumentation?Bzw. Verschwörungstheorie? Gähn.
Josef Joffe ist Journalist? Das stört Sie?
Oder: Er ist Jude - Stört Sie das?
Ich habe es nicht gewusst, ich habe auch nicht recherchiert.
Joffe schreibt, und er schreibt international.
Was Sie stört, ist wohl eher das Israel erfolgreicher ist als andere, und das darüber geschrieben wird.
Freuen Sie sich doch einfach darüber, das da ein Volk in einem wunderschönen Land ist - ein Land, das die Menschen unter großen Mühen und Anstrengungen aus Wüste in ein fruchtbares Agrarland verwandelt haben, während sie sich nebenbei noch unter mißgünstigen Nachbarn rundherum
erst gegen mörderische Überfälle, dann gegen Kriege mit dem Ziel der Vernichtung des Landes und der Bewohner erwehren mussten.
Folge daraus: Israel blüht bis heute - rundherum ist weiter Wüste, mal von Jordanien abgesehen.
Grund: Dort wo über Entwicklung und Fortschritt nachgedacht und zugepackt wurde (in Jordanien erst nach einigen Nackenschlägen, bis man die eigenen Brüder im Lande hatte und erkennen musste, wohin das führte), dort entwickelt sich der Staat auch - und mit dem Staat auch die Menschen
(20% der Israelis sind Araber und profitieren dort, wo sie mit den Israelis zusammenarbeiten, so, dass es Ihnen wesentlich besser geht als ihren Brüdern rundherum..
Dort wo nur über Inbesitznahme unter kriegerischen Mitteln mit dem neidvollen und begierlichen Blick auf das dort Geschaffene nachgedacht und gehandelt wird, herrscht weiterhin allenthalben Wüste und Armut. Dort wird nicht zugepackt, dort wird gejammer.
[entfernt aufgrund von unsachlichen Äußerungen. Die Redaktion/vv]
[entfernt. Bitte verzichten Sie auf hetzerische Übertreibungen. Die Redaktion/vv]
Joffe ist also Jude, das disqualifiziert ihn also, positives über Israel (mein Volk) zu schreiben.
Antiamerikanismus und "Antizionismus" ist halt chic, da braucht man keine Argumente, der Vorwurf einfachgestrickt reicht.
Ist kein Israeli, sondern Deutscher, insofern bringen Sie da etwas durcheinander. Abgesehen davon ist so ein Argument zur Person doch sowieso unwichtig - die Frage lautet, ob der Artikel sachlich richtig war. Ich meine durchaus.
Nachdem mein erster Kommentar zu diesem Posting leider von der Redaktion gelöscht worden ist, möchte ich doch noch einmal meiner VErwunderung darüber Auskunft geben, dass so etwas hier stehen bleiben darf. Da kann also Josef Joffe in der von ihm selber herausgegebenen Zeitung nachlesen, wie er de facto geistig ausgeladen wird: denn er ist JUDE, und für den Mitforisten reicht das schon aus, um den Artikel anzuzweifeln. Wo sind wir hier eigentlich??? O tempora o mores!
Was ist denn das für eine blöde Argumentation?Bzw. Verschwörungstheorie? Gähn.
Josef Joffe ist Journalist? Das stört Sie?
Oder: Er ist Jude - Stört Sie das?
Ich habe es nicht gewusst, ich habe auch nicht recherchiert.
Joffe schreibt, und er schreibt international.
Was Sie stört, ist wohl eher das Israel erfolgreicher ist als andere, und das darüber geschrieben wird.
Freuen Sie sich doch einfach darüber, das da ein Volk in einem wunderschönen Land ist - ein Land, das die Menschen unter großen Mühen und Anstrengungen aus Wüste in ein fruchtbares Agrarland verwandelt haben, während sie sich nebenbei noch unter mißgünstigen Nachbarn rundherum
erst gegen mörderische Überfälle, dann gegen Kriege mit dem Ziel der Vernichtung des Landes und der Bewohner erwehren mussten.
Folge daraus: Israel blüht bis heute - rundherum ist weiter Wüste, mal von Jordanien abgesehen.
Grund: Dort wo über Entwicklung und Fortschritt nachgedacht und zugepackt wurde (in Jordanien erst nach einigen Nackenschlägen, bis man die eigenen Brüder im Lande hatte und erkennen musste, wohin das führte), dort entwickelt sich der Staat auch - und mit dem Staat auch die Menschen
(20% der Israelis sind Araber und profitieren dort, wo sie mit den Israelis zusammenarbeiten, so, dass es Ihnen wesentlich besser geht als ihren Brüdern rundherum..
Dort wo nur über Inbesitznahme unter kriegerischen Mitteln mit dem neidvollen und begierlichen Blick auf das dort Geschaffene nachgedacht und gehandelt wird, herrscht weiterhin allenthalben Wüste und Armut. Dort wird nicht zugepackt, dort wird gejammer.
[entfernt aufgrund von unsachlichen Äußerungen. Die Redaktion/vv]
Als ich den Artikel las, wusste ich sofort, dass die üblichen Anschuldingen sofort kommen würden: die Israelis können nichts selber, produzieren nichts selber, stehlen alles nur. Ach ja, der übliche Sums.
Die Wahrheit lautet: Israel ist in vieler Hinsicht (ökonomisch, wissenschaftlich, kulturell) eine erfolgreiche Gesellschaft. Das ist ja eine der Gründe dafür, dass es seinen Nachbarn ein Dorn im Auge ist.
Der Erfolg Israels beruht natürlich nicht ursprünglich aus der Unterstützung der Amerikaner oder der Deutschen, sondern aus dem Fleiss, der Erfindungsgabe und der Intelligenz seiner Einwohner. Gegengerechnet gegen die Unterstützung durch das Ausland müssten ja eigentlich die Verteidigungsausgaben, derer Israel bedarf, um sich zu schützen.
Wo ist wohl der Lebensstandard höher: in Tel Aviv oder in Damaskus? Wo möchte man eher im Krankenhaus liegen, wenn man sich ein Bein bricht: in Haifa oder Kairo? Wo kann man lockerer in die Kneipe gehen? Oder (sowas soll es auch geben...) schwul sein, als Frau einen Freund haben, keiner Zensur unterliegen wollen????
dass es scheinbar immer noch nicht möglich ist Kritik zu üben und seine Meinung kund zu tun ohne...
ich konnte keinem Kommentar entnehmen, dass Israelis als unfähig bezeichnet wurden...
und Intelligenz und Fleiss der Menschen als Basis des wirtschaftlichen Erfolges Israels?
Interessant,ist dann die Bevölkerung in Ländern,in denen es wirtschaftlich nicht gut läuft dumm und faul???
und der Grund warum der Lebensstandard in den umliegenden Ländern Israels niedriger ist, ist die Tatsache der finanziellen Unterstützung Isreals!!!
Israel ermöglicht seinen Einwohnern gute Bildung durch moderne Schulen und Unis. So entstehen natürlich "intelligente" Bürger und Industrie etc. Das wäre auch in den Nachbarstaaten möglich, wenn se nicht so fundamentalistisch wären.
dass es scheinbar immer noch nicht möglich ist Kritik zu üben und seine Meinung kund zu tun ohne...
ich konnte keinem Kommentar entnehmen, dass Israelis als unfähig bezeichnet wurden...
und Intelligenz und Fleiss der Menschen als Basis des wirtschaftlichen Erfolges Israels?
Interessant,ist dann die Bevölkerung in Ländern,in denen es wirtschaftlich nicht gut läuft dumm und faul???
und der Grund warum der Lebensstandard in den umliegenden Ländern Israels niedriger ist, ist die Tatsache der finanziellen Unterstützung Isreals!!!
Israel ermöglicht seinen Einwohnern gute Bildung durch moderne Schulen und Unis. So entstehen natürlich "intelligente" Bürger und Industrie etc. Das wäre auch in den Nachbarstaaten möglich, wenn se nicht so fundamentalistisch wären.
[entfernt. Bitte verzichten Sie auf hetzerische Übertreibungen. Die Redaktion/vv]
"Israelische Politiker übertreffen einander dabei, mehr Einwanderer ins Land holen zu wollen, nicht weniger."
In einem anderen Zeit-Artikel wurde ja sogar gesagt, dass deutsche Behörden aufgefordert wurden, Juden möglichst schlecht zu behandeln, damit sie freiwillig nach Israel auswandern.
Und ein Land mit so einer starken Zuwandeung, dessen Volk braucht Raum. In einer weiteren bitteren Ironie, ist das Lebensraum im Osten (Westjordanland).
Aber nur keinen Neid Herr Joffe. Unendliches Wachstum gibt es nicht und so wird auch Israel irgendwann eine Wirtschaftskrise haben. Sollte, aufgrund der finanziellen Nöte der USA auch die Subventionen für Israel wegfallen, dann müsste sich dieses selbst hochverschulden um ein minimales Wachstum aufrecht zu halten oder einen Rückgang abzuwenden. Sollten sich zudem die arabischen Staaten in näherer Zukunft tatasächlich mal der Weltwirtschaftsoligarchie öffnen, dann wird das Kapital auch aus Israel abwandern, hin zu noch mehr Profit.
MfG
AoM
oder die Nachbarstaaten und Israel würden endlich mal zueinanderfinden und gemeinsam einen starken nahen Osten aufbauen der wirtschaftlich in der Lage ist die ganze Region zu modernisieren. Das würde aber bedeuten das sie sich einander helfen und das sehe ich noch nicht mals mit einem Elektronen-Mikroskop
oder die Nachbarstaaten und Israel würden endlich mal zueinanderfinden und gemeinsam einen starken nahen Osten aufbauen der wirtschaftlich in der Lage ist die ganze Region zu modernisieren. Das würde aber bedeuten das sie sich einander helfen und das sehe ich noch nicht mals mit einem Elektronen-Mikroskop
Ja, auch ich möchte einige Kommentatoren einladen mal richtig ihre Meinung zu sagen: in Damaskus, in Kairo, in Teheran, in Riad. Zieht mal richtig über die Regierenden vom Leder.
Ihr könnt einen tollen Abenteuer-Urlaub in einem syrischen, ägyptischen oder saudi-arabischen Knast gewinnen. Volle Authentizität.
"Israel-Kritiker" O-Ton: "Hey, man wird doch wohl noch behaupten dürfen, dass die Juden genauso schlimm sind wie die Nazis. Wir hassen doch keine Juden! Wir sind doch keine Antisemiten, nur Antizionisten. Die Juden dürfen natürlich leben, nur der Staat muss weg"
Kein Wirtschaftswunder ohne Marshallplan, kein israelischer
Wohlstand ohne auslaendische (in betraechtlichem Masse juedische) Hilfe. Aber dies haette weder in Deutschland noch
in Israel gefruchtet, wenn die Menschen nicht eine entsprechende Kultur gehabt und die Notwendigkeit zu den
Pionierleistungen gefuehlt haetten. Es gibt aber auch einen
Hang zur Selbstueberschaetzung - Israelis und Deutsche sind
sich aehnlicher als sie wahrhaben wollen, im Positiven und im Negativen.
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