Heimische Tierwelt Tod im Winter
Seite 7/7:

Das große Stechen

Das große Stechen

Von Maria Rossbauer

Culex pipiens wird leider auch diesen Winter glorreich überstehen. Die gemeine Stechmücke hat sich bestens an den Menschen angepasst: Die bereits befruchteten Weibchen überwintern in feuchten Kellern, Ställen oder in kleinen Ritzen im Haus. Allerdings ist ein strenger Winter eine Art TÜV für die Mücken: Diejenigen unter den Winterschläfern, die es sich zu leicht gemacht haben und zum Beispiel in einer Astgabel überwintern, hätten den vergangenen milden Winter vielleicht überlebt. Bei den aktuellen Minusgraden aber erfrieren sie.

Anzeige

Entscheidend für den Bestand der Mücken im kommenden Sommer ist aber der Verlauf des Frühjahrs: Wenn ein Mückenweibchen erwacht, saugt es erst einmal Blut. Dann legt die Mücke ihre 100 bis 150 Eier und bringt damit auch die Männchen für die Befruchtung der nächsten Generation hervor. Bei kalten Temperaturen dauert der Zyklus vom Ei zum stechfähigen Weibchen bis zu 40 Tagen, ist es sehr heiß, kann sie schon nach 17 Tagen saugen und sich dann weiter vermehren. Bleibt es also kühl, kann eine Mückengeneration ausfallen, und uns quälen im Fühsommer zunächst tatsächlich weniger Blutsauger.

 
Leser-Kommentare
    • selbon
    • 07.02.2010 um 8:52 Uhr

    Auf dem oben gezeigetne Foto sind Damkahlwild (Damwild) zu sehen und kein Rehwild.
    Den Artikel müsste ich erst lesen, um ihn zu kommentieren.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    Redaktion

    Danke für den Hinweis, ist korrigiert.

    Redaktion

    Danke für den Hinweis, ist korrigiert.

    • carol
    • 07.02.2010 um 9:13 Uhr

    bei uns habe ich bestimmt 50(!) mücken in einem feuchten raum im keller mit einem elektrischen tennisschläger erlegt.

    interssanterweise haben sie sich nur in diesem raum niedergelassen und dann sogar auf die feuchten stellen der wände. ein superinidikator.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Morden ist ihr hobby. Na dann, machen Sie witer so. Ran an die wehrlosesten Kreaturen dieser Erde. Allmächtiger Mensch, bist dümmer als jedes Tier bist grausamer als jedes Tier.

    Morden ist ihr hobby. Na dann, machen Sie witer so. Ran an die wehrlosesten Kreaturen dieser Erde. Allmächtiger Mensch, bist dümmer als jedes Tier bist grausamer als jedes Tier.

  1. 3.

    Morden ist ihr hobby. Na dann, machen Sie witer so. Ran an die wehrlosesten Kreaturen dieser Erde. Allmächtiger Mensch, bist dümmer als jedes Tier bist grausamer als jedes Tier.

    Antwort auf "Mücken"
  2. Redaktion

    Danke für den Hinweis, ist korrigiert.

    Antwort auf "Reh- oder Damwild?"
  3. Mal abgesehen davon, dass dieser Winter keineswegs hart war. Im Rheinland hat es stärker geschneit als in den letzten zehn Jahren, aber davor gab es wiederum härtere Winter. Temperaturen von -10 Grad sind durchaus normal und führen sicher nicht dazu, dass die Tiere massenhaft sterben. Notfütterungen führen aber dazu, dass sich die Tiere nicht anpassen. Im Sommer klagt man dann über Wildschwein-Plagen, also die Viecher, die man im Winter hochgepäppelt hat. Schön für die Jäger, die können sie dann abknallen.

  4. @ #3: Was fuer ein super differenzierter Kommentar, Deftone. Ich bin selbst Jaegerin und ich kann nur sagen, dass das Hobby nicht primaer mit blosser Schliesserei, sondern eben auch mit Hege zu tun hat. Wer das abstreitet polarisiert ohne Ahnung von der Sache zu haben. Natuerlich geht es auch ums Schiessen uns Beute machen, aber eben nicht nur. Das Problem ist, dass die meisten leute, und dazu gehoeren auch Sie, zuweit von der Nahrungsmittelproduktion weg sind, um Tierhaltung, Schlachten etc. nicht moralisch behaftet, sondern als Nahrungsmittelbeschaffung zu betrachten.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ich denke, Sie haben den Kommentar, auf den Sie sich beziehen, fehlinterpretiert. Die Wertung des Vorkommentators bezog sich auf die Mückenjagd im heimischen Keller. Andererseits: Wem der Schuh passt...

    Dazu passt übrigens sehr gut:
    http://www.youtube.com/wa...

    Aber um die von Ihnen angesprochene moralische Dimension nicht unter den Tisch fallen zu lassen: Töten als Nahrungsmittelbeschaffung, nun ja, das finde ich nicht sehr schön. Und ob Töten um zu essen im dritten Jahrtausend in Mitteleuropa noch zeitgemäß ist, wage ich einmal zu bezweifeln. Zudem kehrt sich der Vorwurf der Undifferenziertheit um und fällt auf Sie zurück, denn: Nur, weil jemand die Meinung äußert, es sei unangemessen, Insekten zu töten und damit zu prahlen - was man nebenbei bemerkt nicht einmal einem Kind durchgehen lassen sollte -, kommen Sie daher, schwingen empört die Ihr-seid-doch-Gutmenschen-Keule zum Rundumschlag und verteilen reflexartig Schelte. Differenziert ist anders.

    Wenn Sie Ihr Hobby mögen und gerne Tiere töten, bitte, gehen Sie ihm nach. Aber zeigen Sie doch Größe und fühlen Sie sich nicht gleich unnötig auf den Rockzipfel getreten, wenn Andere anderer Ansicht sind.

    Mit Grüßen!

    P.S.: Als kleine Polemik zum Schluss: "Hege und Pflege", wäre da nicht Tierpfleger im Zoo die bessere Alternative? ;-)

    Ich denke, Sie haben den Kommentar, auf den Sie sich beziehen, fehlinterpretiert. Die Wertung des Vorkommentators bezog sich auf die Mückenjagd im heimischen Keller. Andererseits: Wem der Schuh passt...

    Dazu passt übrigens sehr gut:
    http://www.youtube.com/wa...

    Aber um die von Ihnen angesprochene moralische Dimension nicht unter den Tisch fallen zu lassen: Töten als Nahrungsmittelbeschaffung, nun ja, das finde ich nicht sehr schön. Und ob Töten um zu essen im dritten Jahrtausend in Mitteleuropa noch zeitgemäß ist, wage ich einmal zu bezweifeln. Zudem kehrt sich der Vorwurf der Undifferenziertheit um und fällt auf Sie zurück, denn: Nur, weil jemand die Meinung äußert, es sei unangemessen, Insekten zu töten und damit zu prahlen - was man nebenbei bemerkt nicht einmal einem Kind durchgehen lassen sollte -, kommen Sie daher, schwingen empört die Ihr-seid-doch-Gutmenschen-Keule zum Rundumschlag und verteilen reflexartig Schelte. Differenziert ist anders.

    Wenn Sie Ihr Hobby mögen und gerne Tiere töten, bitte, gehen Sie ihm nach. Aber zeigen Sie doch Größe und fühlen Sie sich nicht gleich unnötig auf den Rockzipfel getreten, wenn Andere anderer Ansicht sind.

    Mit Grüßen!

    P.S.: Als kleine Polemik zum Schluss: "Hege und Pflege", wäre da nicht Tierpfleger im Zoo die bessere Alternative? ;-)

  5. So ein Winter rafft auch mehr Menschen dahin als sonst, aber das nur am Rande angemerkt.
    Wer Wildschweine füttert, sorgt dafür, daß sie sich das ganze Jahr über vermehren. Werden sie ihrem natürlichen Schicksal überlassen, kommen einmal im Jahr im Winter die Jungen zur Welt. Wenn dann nicht die Mamasau von einem aufgeregten, unerfahreren Jungjäger oder einem sehschwachen Altfäger weggeschossen wird, bringt sie ihren Frischlingen Benehmen bei: daß man eben nicht ein ganzes Maisfeld verwüstet, sondern sich nur dezent sattfrißt.

    Rotwild darf man schon gar nicht füttern, da es während des Winters den Stoffwechsel fast total herunter fährt. Sie fressen fast nichts. Werden sie jedoch gefüttert, gerät diese natürliche Regelung durcheinander.
    So viel Schnee, daß Rehe und Damhirsche etc. nichts mehr finden, hat es in meinem 58jährigen Leben nicht gegeben.
    Tiere bringen in der Regel immer erheblich mehr Nachkommen zur Welt, als für die Arterhaltung nötig wäre, wenn nur Tod durch Altersschwäche auszugleichen wäre. Das dient immer auch der Arterhaltung anderer Arten, z.B. Aasfressern oder Beutegreifern.
    Natürlich fanden wir es auch unschön, ein Reh in unserem Garten verendet zu sehen. Aber das gehört dazu, Menschen und Tiere sterben nun einmal, die einen früher, die anderen später.

    Vielen Dank an den Autor für die Information über Insekten und Co! Das Wissen darüber ist leider wenig verbreitet.

  6. Ich denke, Sie haben den Kommentar, auf den Sie sich beziehen, fehlinterpretiert. Die Wertung des Vorkommentators bezog sich auf die Mückenjagd im heimischen Keller. Andererseits: Wem der Schuh passt...

    Dazu passt übrigens sehr gut:
    http://www.youtube.com/wa...

    Aber um die von Ihnen angesprochene moralische Dimension nicht unter den Tisch fallen zu lassen: Töten als Nahrungsmittelbeschaffung, nun ja, das finde ich nicht sehr schön. Und ob Töten um zu essen im dritten Jahrtausend in Mitteleuropa noch zeitgemäß ist, wage ich einmal zu bezweifeln. Zudem kehrt sich der Vorwurf der Undifferenziertheit um und fällt auf Sie zurück, denn: Nur, weil jemand die Meinung äußert, es sei unangemessen, Insekten zu töten und damit zu prahlen - was man nebenbei bemerkt nicht einmal einem Kind durchgehen lassen sollte -, kommen Sie daher, schwingen empört die Ihr-seid-doch-Gutmenschen-Keule zum Rundumschlag und verteilen reflexartig Schelte. Differenziert ist anders.

    Wenn Sie Ihr Hobby mögen und gerne Tiere töten, bitte, gehen Sie ihm nach. Aber zeigen Sie doch Größe und fühlen Sie sich nicht gleich unnötig auf den Rockzipfel getreten, wenn Andere anderer Ansicht sind.

    Mit Grüßen!

    P.S.: Als kleine Polemik zum Schluss: "Hege und Pflege", wäre da nicht Tierpfleger im Zoo die bessere Alternative? ;-)

    Antwort auf "klaaaaar!"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • carol
    • 07.02.2010 um 17:34 Uhr

    natürlich habe ich diese mücken mit freude getötet. letzten sommer sind diese tiere nachts ständig nach oben ins haus geflogen und haben uns nicht schlafen lassen.

    ich finde das sehr beschränkt, wenn man so wie sie und #3 dieses pauschal verurteilt. wie wollen sie einem kind denn bitte erklären, dass es sich lieber stechen lassen soll, anstatt das es zu töten? mit dem kreislauf des lebens? da gibt es aber noch einiges wo man die einmischung des menschen nicht befürworten sollte.

    • carol
    • 07.02.2010 um 17:34 Uhr

    natürlich habe ich diese mücken mit freude getötet. letzten sommer sind diese tiere nachts ständig nach oben ins haus geflogen und haben uns nicht schlafen lassen.

    ich finde das sehr beschränkt, wenn man so wie sie und #3 dieses pauschal verurteilt. wie wollen sie einem kind denn bitte erklären, dass es sich lieber stechen lassen soll, anstatt das es zu töten? mit dem kreislauf des lebens? da gibt es aber noch einiges wo man die einmischung des menschen nicht befürworten sollte.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service