Toyota-Rückruf Zu viel GasSeite 3/3
Außerdem forcierte der weltweite Wettbewerbsdruck die Entwicklung sogenannter Plattform- oder Modulstrategien in den Konzernen. Um Entwicklungs- und Einkaufskosten zu sparen, werden möglichst viele Modelle auf derselben technischen Basis entwickelt. Möglichst viele Gleichteile – vom Motor bis zum Türgriff – werden auch in Fahrzeugen unterschiedlicher Klassen eingebaut. »Diese Entwicklung kann man nicht mehr zurückdrehen, wenn man im Wettbewerb mithalten will«, sagt Stefan Bratzel, Automobilexperte an der Fachhochschule Bergisch-Gladbach.
Meister dieser Effizienzstrategie ist neben Toyota vor allem der VW-Konzern. Allein auf der technischen Basis des Golf stünden 20 verschiedene Modelle, hat Ferdinand Dudenhöffer von der Uni Duisburg-Essen herausgefunden. Doch wenn bei einem dieser Gleichteile ein Problem auftrete, dann sei bei Millionen Fahrzeugen der Wurm drin: »Mit der Gleichteilestrategie wachsen auch wirtschaftliche Risiken und das Image-Risiko«, betont Dudenhöffer. So muss im jüngsten Fall nicht nur Toyota acht Modelle, sondern auch sein Kooperationspartner PSA rund 100.000 Citroën C1 und Peugeot 107 zurückrufen, weil sie technische Zwillinge des Toyota Aygo sind.
Immerhin: Toyota und Zulieferer CTS glauben für das Pedal-Problem bereits eine Lösung gefunden zu haben: Ein kleines Metallklötzchen, ein »Distanzstück« soll die Reibung bei inkriminierten Gaspedalen verringern und so weitere Problemfälle ausschließen. Die Teile sind schon auf dem Weg in die vorübergehend stillgelegten amerikanischen Toyota-Fabriken und sollen auch bald in Europa eintreffen. »Der Einbau ist in einer halben Stunde passiert«, sagt Burkhard Weller, Inhaber der Wellergruppe und einer der größten Toyota-Händler hierzulande. »Wir werden in unseren Werkstätten zweischichtig an sechs Wochentagen arbeiten.« Zwar sei ein »Kratzer am Toyota-Image« entstanden, aber man liege nach wie vor bei der Qualität in der Spitzengruppe.
Derweil versucht die US-Konkurrenz Profit aus der Toyota-Schwäche zu schlagen. 1000 Dollar »Wechselprämie« bietet etwa General Motors verunsicherten Toyota-Kunden. Berater Kalmbach hält wenig von solchen »Verzweiflungsaktionen«. Und die deutschen Hersteller seien wohl klug genug, sich nicht auf dieses Terrain zu begeben.
Vor Fehlern aber ist keiner gefeit. Besonders achtgeben muss der VW-Konzern, der vergangenes Jahr mit 6,3 Millionen Fahrzeugen wieder deutlich näher an Toyota (7,8 Millionen) herangerückt ist. Die VW-Strategen integrieren derzeit nicht nur Porsche und bandeln mit Suzuki an, sondern ziehen auch weltweit neue Fabriken hoch. Bis 2018 wolle man Toyota überholen, hat Konzernchef Martin Winterkorn als Ziel vorgegeben. »Die Gefahr liegt nicht in der Finanzierung der Expansion, sondern darin, dass das viel beschäftigte Management solche kleinen Dinge übersieht«, warnt Kalmbach.
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- Datum 04.02.2010 - 06:35 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 04.02.2010 Nr. 06
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Auch wenn das nicht gut aus sieht für Toyota, und wohl auch nun dadurch bestraft wird, dass man einen Einbruch im Absatz hat...
Ich habe beim größten europäischen Fahrzeughersteller (ohne Namen nennen zu wollen ;-) gearbeitet, und auch ein KFZ gehabt. Das war das PS-stärkste Modell, entsprechend wenig wurden hergestellt.
Doch hatte der die Macke, dass die Elektronik das Gas unkontrolliert hin und wieder hoch regelte. Die Werkstatt sah sich trotz mehrerer Versuche nicht in der Lage, das zu beheben.
Ich hatte Kontakt zu jemandem aus der Abteilung, der für die "Blackbox", die das Problem machte, arbeitete. Er sagte, das sei denen bekannt. Aber zu teuer zu beheben "Wird schon gut gehen". Soll eh selten auftreten...
In einer anderen Abteilung war der, der für die Qualität zuständig war, ständig betrunken dass er nicht merkte, dass Schweisspunkte für die Gurte des Beifahrers nicht halten würden. Betroffen 1800 KFZ, bis man es bemerkte.
In keinem Fall wurde eine Rückruf Aktion gestartet. Und auch sonst gibt es das bei diesem Hersteller selten. Auch andere Hersteller fallen selten auf. Wird es überall mit "Es wird schon gut gehen" gehandhabt?
Nun ist Toyota so ehrlich, und macht diese Rückruf Aktionen. Und wird prompt bestraft durch sinkende Verkäufe. Doch gerade weil Toyota ehrlich ist [im Gegensatz zu vielen anderen?], sollte das eher belohnt werden. Zeigt auch der TUEV Report bei denen am wenigsten Mängel. Aber Ehrlichkeit wird wohl bestraft.
gedacht, das wäre wieder so ´ne axion der amis zur reduxion der impala...äh... importquote von yotodas. wie damals, als audi accused wurde, daß die automatickutschen von alleine
losfahrn.
@#1 hihi, da könn sie ja bei der nächsten policecontrol
bezueglich der hauptunfall..blabla... sagen, das war ich nich, das war mein auto...huahh...es ist böse..es hat einen eigenwillen...
der gutachter wird es bestätigen, nachdem er die blackbox geöffnet hat und sie sind fein raus. also immer volles brett-
und wenn es bluezt, warn sies nicht gewesen, cool =:))
Das funktioniert wohl kaum, schließlich kann man sich nicht auf Handlungsunfähigkeit rausreden.
Das funktioniert wohl kaum, schließlich kann man sich nicht auf Handlungsunfähigkeit rausreden.
Das funktioniert wohl kaum, schließlich kann man sich nicht auf Handlungsunfähigkeit rausreden.
Ich frage mich oft, wie besonders die Japaner u. Koreaner
in so kurzen Zyklen neue Autos anbieten !? Kaum ein Auto
vorgestellt , ist es schon auf dem Markt ! Wann erproben
und testen sie ? Alles im Labor kann nicht funktionieren !
Man muß wie die deutschen Hersteller ,die Autos Tausende von
km in der Wüste und in der Kälte testen und proben !
Nun haben sie die Schererei !
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