Streiks im öffentlichen Dienst Gutes Geld für guten Service vom StaatSeite 2/2
Streiks sind ein legitimes Mittel, um den Forderungen der Mitarbeiter Nachdruck zu verleihen. In der Wirtschaft treffen sie den Arbeitgeber, der dadurch Aufträge und Geld verliert. Der Schaden ist leicht zu berechnen. Im öffentlichen Dienst ist das anders. Wenn der Schnee nicht geräumt wird und die Müllabfuhr nicht kommt, kostet das die Kommune kein Geld. Im Gegenteil: Sie spart sogar noch. Ein paar Streiktage lang muss sie weder Löhne zahlen noch Benzin oder Streugut finanzieren. Die Leidtragenden sind die Bürger. Doch die bilden das Fundament der Kommune. Für die örtliche Infrastruktur bezahlen sie mit ihren Steuern.
Die Warnstreiks werfen nun erneut die Frage auf: Was ist uns ein funktionierender öffentlicher Dienst wert? Er ist ein wichtiger Standortfaktor für Deutschlands Wirtschaft. Und er hat großen Einfluss auf die Lebensqualität der Menschen. Er leistet einen Service, den der Einzelne nicht für sich allein haben kann – und den er deshalb gemeinsam mit anderen finanziert. Wer nach immer neuen Steuersenkungen ruft, darf sich nicht wundern, wenn das Geld dann bei diesen Aufgaben fehlt. Wenn also Kita-Gruppen viel zu groß sind oder die Genehmigung von Bauanträgen ewig dauert, weil Mitarbeiter fehlen.
Seit Jahren sparen die Kommunen notgedrungen beim Personal. Das war anfangs durchaus sinnvoll, doch inzwischen ist das Potenzial ausgeschöpft. Es dürfe nicht sein, dass alle erdenklichen Gruppen jetzt Steuergeschenke erhielten und das Geld dann bei den Mitarbeitern eingespart werde, sagt ver.di. Da hat die Gewerkschaft recht. Wir brauchen Qualität und Zuverlässigkeit im öffentlichen Dienst, und das gibt es nicht gratis. Wir müssen dafür bezahlen – mit unseren Steuern.
- Datum 03.02.2010 - 11:01 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 04.02.2010 Nr. 06
- Kommentare 7
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Hab ich üüüüberhaupt nix dagegen, wenn ich nicht die Pulle auffüllen soll.
Gegenfinanziert werden muss jedoch jede Erhöhung.
Es könnte ja sein, das der eine oder die andere, welche sowieso keine Steuern zahlen meinen, geht mich nichts an. "Die Reichen" sollen dann halt mehr bezahlen.
So wird das aber leidel nicht funktionieren! Die Kommunen müssen die Mehrkosten über ihre eigenen Einnahmen finanzieren. Mehr Geld für Müllfahrer- höhere Müllgebühren, mehr Geld für Politessen- höhere Parkgebühren.
Grundsteuer können die Kommunen auch erhöhen. Das geht dann übrigens auch nicht danach ob dort die alte Oma mit Minirente oder eine Transferempfängerfamilie lebt, sondern nach Grundstücksgröße.
...werden muss jede Lohnerh??hung. Wenn sich der Polizist ein neues Auto kauft, finanziert er die Lohnerh??hung bei VW, wenn der Lehrer im Supermarkt einkauft, die bei den Verk??ufern im Supermarkt.
Der ??ffentliche Dienst arbeitet f??r alle, auch wenn einige meinen, er sei ??berfl??ssig. Also m??ssen wohl auch alle die Lohnerh??hungen finanzieren. Seltsamerweise findet jeder seine eigenen Erh??hungen zu gering, die der anderen, die er dann bezahlen muss, zu hoch.
...werden muss jede Lohnerh??hung. Wenn sich der Polizist ein neues Auto kauft, finanziert er die Lohnerh??hung bei VW, wenn der Lehrer im Supermarkt einkauft, die bei den Verk??ufern im Supermarkt.
Der ??ffentliche Dienst arbeitet f??r alle, auch wenn einige meinen, er sei ??berfl??ssig. Also m??ssen wohl auch alle die Lohnerh??hungen finanzieren. Seltsamerweise findet jeder seine eigenen Erh??hungen zu gering, die der anderen, die er dann bezahlen muss, zu hoch.
...werden muss jede Lohnerh??hung. Wenn sich der Polizist ein neues Auto kauft, finanziert er die Lohnerh??hung bei VW, wenn der Lehrer im Supermarkt einkauft, die bei den Verk??ufern im Supermarkt.
Der ??ffentliche Dienst arbeitet f??r alle, auch wenn einige meinen, er sei ??berfl??ssig. Also m??ssen wohl auch alle die Lohnerh??hungen finanzieren. Seltsamerweise findet jeder seine eigenen Erh??hungen zu gering, die der anderen, die er dann bezahlen muss, zu hoch.
...die öffentlichen Bediensteten würden eine Arbeitsplatzgaratie haben, weil sie weniger verdienten als andere Arbeitnehmer. Jetzt verdienen sie mehr als selbst die Selbstständigen und haben noch immer die Garantien.
nur leider vollkommen falsch. Die Behörde, die mich beschäftigt, hat seit Jahren immer größere Probleme, Ingenieure zu bekommen, die "draußen" auch schon mal das Doppelte verdienen.
Mich als Chemiker hat der öffentliche Dienst nur in einer Zeit einstellen können, als alle Chemiker Pharmaberater werden mußten. Heute sieht das schon ganz anders aus.
nur leider vollkommen falsch. Die Behörde, die mich beschäftigt, hat seit Jahren immer größere Probleme, Ingenieure zu bekommen, die "draußen" auch schon mal das Doppelte verdienen.
Mich als Chemiker hat der öffentliche Dienst nur in einer Zeit einstellen können, als alle Chemiker Pharmaberater werden mußten. Heute sieht das schon ganz anders aus.
Krankenschwestern /Pfleger leisten Übermenschliches in Deutschland.keine unserer etablierten Parteien nimmt sich
ihrer überzeugend an. Weder ein Herr Rösler , noch ein Herr
Gabriel , Verdi na ja überzeugt auch nicht. Ich denke es handelt sich um ein gesellschaftliches Phänomen.
Müllmänner, Krankenschwestern, Polizisten sie müssen in der Opferrolle verharren, sonst gibt es keine Vorzeigeopfer
mehr. das sind Fakten
"Seit Jahren sparen die Kommunen notgedrungen beim Personal."
Nicht nur das.
Sie verscherbeln auch Ihr Tafelssilber.
http://www.zeit.de/2009/1...
Die Gewerkschaft kümmert sich um die, die hohe Mitgliedsbeiträge zahlen - können und lässt andere Mitglieder im Stich. Millionen Bürger müssen in Hartz4Verhältnissen am Existenzminimum leben und arbeiten. Es fehle Geld für Stellen im Öffentlichen Beschäftigungsektor, so dass Bürger Hartz4Verhältnisse durch Arbeitsleistungen verlassen könnten.
nur leider vollkommen falsch. Die Behörde, die mich beschäftigt, hat seit Jahren immer größere Probleme, Ingenieure zu bekommen, die "draußen" auch schon mal das Doppelte verdienen.
Mich als Chemiker hat der öffentliche Dienst nur in einer Zeit einstellen können, als alle Chemiker Pharmaberater werden mußten. Heute sieht das schon ganz anders aus.
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