Leer gefischte Nordsee – fünf heimische Arten im Überblick
Das IFM-Geomar hat die Daten von fünf europäischen Fischarten in Nordsee und Norwegischer See (Seelachs) für DIE ZEIT ausgewertet. In der Infografik zu sehen ist die Bestandsentwicklung seit 1970 relativ zur optimalen Bestandsgröße. Aktuell sind Hering und Seezunge überfischt, Kabeljau und Scholle droht die Ausrottung, nur dem Seelachs-Bestand geht es vergleichsweise gut.
Kabeljau
Was in der Nordsee Kabeljau heißt, nennt man in der Ostsee Dorsch (Gadus morhua). In beiden Gebieten ist die Art überfischt, doch während sich dort der Bestand in der Ostsee langsam erholt, droht in der Nordsee der Zusammenbruch. Die Fische werden hauptsächlich mit Grundschleppnetzen gefangen, dabei wird der Meeresboden geschädigt und es landen auch Jungfische und andere Arten als Beifang im Netz – ein Problem, das mit vergrößerten Maschen behoben wäre.
Scholle
Nach einer stetigen Ausweitung der Fischerei nach dem zweiten Weltkrieg, gehört die Scholle (Pleuronectes platessa) zu den Arten, die schon früh überfischt war. In der Nordsee hat sich der Schollenbestand seit Kurzem wieder etwas erholt. Schollen werden vorwiegend mit so genannten Baumkurren gefangen: Um die Plattfische aufzuscheuchen, wird der Meeresboden mit schweren Ketten durchpflügt. Auch viele andere Bodenlebewesen werden so mit gefangen, verletzt oder getötet.
Hering
Mithilfe eines 1997 eingeführten Managementprogramms konnte sich der damals stark bedrohte Heringsbestand (Clupea harengus) wieder erholen. Mittlerweile ist die Bestandsgröße wieder unter ein nachhaltiges Optimum gesunken, weshalb im vergangenen Jahr ein neuer Managementplan beschlossen wurde. Ein Teil der Nordseefischerei wurde schon jetzt mit dem MSC-Siegel für bestandserhaltende Fischerei ausgezeichnet. Heringe werden mit Schleppnetzen gefangen, die den Meeresboden nicht berühren – die Beifangquote ist vergleichsweise gering.
Seezunge
Die Seezunge (Solea solea) wächst langsam und ist daher anfällig für Überfischung. Sie wird ebenfalls mit Baumkurren gefangen – oft in der gemischten Fischerei, bei der verschiedene Arten zusammen gefangen werden. Weil die Seezunge kleiner und schmaler als andere Plattfischarten ist, beträgt die erlaubte Maschenweite 80 Millimeter. So werden sehr viele Jungfische anderer Arten gefangen. Für ein Kilo Seezunge werden bis zu sechs Kilogramm andere Meerestiere – meist tot – zurückgeworfen.
Seelachs
Der Seelachs (Pollachius virens) ist eigentlich kein Lachs, sondern gehört zu den Dorschen – sein eigentlicher Name lautet Köhler oder Kohlfisch. Weil das aber nicht so hübsch klingt, hat sich die Lebensmittelindustrie einen Verkaufsnamen ausgedacht, der sich mehr nach einem schmackhaften, teuren Fisch anhört. Den Beständen im Nordatlantik geht es vergleichsweise gut. Das liegt auch daran,, dass er im Gegensatz zu Deutschland etwa in Großbritannien geschmäht wird. Sein Fleisch ist nicht weiß genug, um als Fish and Chips akzeptiert zu werden. Die Beifangquote ist gering.
Klicken Sie hier, um die Infografik zu öffnen.
- Datum 16.02.2010 - 06:43 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 11.02.2010 Nr. 07
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Hier hätte der Mensch Einfluss, um diesen Überfischungswahnsinn zu stoppen. Man kümmert sich lieber um den Klimawandel, den wir m.E. überhaupt nicht beeinflussen können. Wen wunderts, mit dem Schutz der Meeresbewohner lässt sich eben kein Geld verdienen.
Weil in der EU zuviele sinnlose Bürokraten sitzen (z.T.gekaufte und gesponserte und ausrangierte Politiker). Das ist keine Beleidigung ,sondern ein Fakt !
Es gibt zwar Fangquoten aber die verhindern Beifang nicht. Sie sorgen nur dafür, dass der Beifang, meist tot, wieder ins Meer zurückgeworfen wird.
Es wäre dringend nötig neue Fangmethoden und alternative Quotenregelungen zu finden um wirklich nachhaltig zu sein. Aber es ist hier wie überall in der Wirtschaft. So lange man der Natur keinen Preis veraufschlagt der bezahlt werden muss, wird die Wirtschaft agieren als ob es kein Morgen gäbe. Dabei gibts inzwischen Methoden um den Nutzen der Natur zumindest ansatzweise zu berechnen.
Der Mensch, als die Summe von 7 Milliarden und ihrer Lebensgewohnheiten, hat durchaus Einfluss auf das ökologische System, zu dem auch das Klima gehört. Das heutzutage noch zu bestreiten hat in der Psychologie einen Namen. Man nennt es Verdrängung und das ist eine Krankheit, zumindest wenn es zu einer Schädigung der eigenen Gesundheit führt. Im Fall Klima bedeutet es mittelfristig schwere Hungersnöte und langfristig das Aussterben des Menschen und der meisten Arten. Die Erde als Steinkugel wirds nicht jucken und als ökologisches System wird sie neue Arten hervorbringen. Nur der Mensch, der wird nicht mehr sein.
"Im Fall Klima bedeutet es mittelfristig schwere Hungersnöte und langfristig das Aussterben des Menschen und der meisten Arten. Die Erde als Steinkugel wirds nicht jucken und als ökologisches System wird sie neue Arten hervorbringen. Nur der Mensch, der wird nicht mehr sein."
Ein bischen dick tragen Sie ja auf. Ihren Äußerungen zur Ökologie ist zuzustimmen, der Rahmen aber durchaus weiterzufassen. Wenn das Zeitalter der Fischstäbchen in der Süpermarktkühltheke zuende gehen sollte, oder das der Pauschalurlaube auf Mallorca, das der "freinen Fahrt für freie Bürger" ........ - das gleichzusetzen mit dem Ende der Art - das hat mehr gemein mit der endzeitlichen Visionen mancher Religionen, als mit einem "ökologischen" Blick auf die Welt im Wortsinn.
Das mit dem Management hat doch viel mit einer Erhaltung "nutzbarer" Bestände zu tun. Wenn ein Bestand klein ist, hört eine wirtschaftliche Ausbeutbarkeit auf. Zum Überleben der Art finden sich aber meistens doch genügend Nieschen.
Nach 200 Jahren Aufklärung scheint die Gesellschaft mal wieder die Apokalypse schick zu finden.
"Im Fall Klima bedeutet es mittelfristig schwere Hungersnöte und langfristig das Aussterben des Menschen und der meisten Arten."
Mir fällt da nur der Begriff Chassandrenwahn ein...
Wie eine Düngung der Atmosphäre mit der wichtigsten Grundlage für Pflanzen, CO2, zudem ein milderes Klima mit längerer Wachstumssaison und höheren Niederschlägen zu Hungersnöten führen soll, DAS möchte ich wirklich mal wissen, geschweige denn, welcher Klimaforscher so ein Zeug verbreitet...
"Im Fall Klima bedeutet es mittelfristig schwere Hungersnöte und langfristig das Aussterben des Menschen und der meisten Arten. Die Erde als Steinkugel wirds nicht jucken und als ökologisches System wird sie neue Arten hervorbringen. Nur der Mensch, der wird nicht mehr sein."
Ein bischen dick tragen Sie ja auf. Ihren Äußerungen zur Ökologie ist zuzustimmen, der Rahmen aber durchaus weiterzufassen. Wenn das Zeitalter der Fischstäbchen in der Süpermarktkühltheke zuende gehen sollte, oder das der Pauschalurlaube auf Mallorca, das der "freinen Fahrt für freie Bürger" ........ - das gleichzusetzen mit dem Ende der Art - das hat mehr gemein mit der endzeitlichen Visionen mancher Religionen, als mit einem "ökologischen" Blick auf die Welt im Wortsinn.
Das mit dem Management hat doch viel mit einer Erhaltung "nutzbarer" Bestände zu tun. Wenn ein Bestand klein ist, hört eine wirtschaftliche Ausbeutbarkeit auf. Zum Überleben der Art finden sich aber meistens doch genügend Nieschen.
Nach 200 Jahren Aufklärung scheint die Gesellschaft mal wieder die Apokalypse schick zu finden.
"Im Fall Klima bedeutet es mittelfristig schwere Hungersnöte und langfristig das Aussterben des Menschen und der meisten Arten."
Mir fällt da nur der Begriff Chassandrenwahn ein...
Wie eine Düngung der Atmosphäre mit der wichtigsten Grundlage für Pflanzen, CO2, zudem ein milderes Klima mit längerer Wachstumssaison und höheren Niederschlägen zu Hungersnöten führen soll, DAS möchte ich wirklich mal wissen, geschweige denn, welcher Klimaforscher so ein Zeug verbreitet...
In Segmenten wo es um natürliche Monopole geht! Wir ruinieren einfach das Meer und dann sind die Reichtümer für vielleicht immer verschwunden!
Der Kapitalismus ist eine Seuche so wie es der Globalismus sein wird = kommt aus dem Geldlismus!
Die Alternative heißt Freiwirtschaft und sehr viel würde sich dabei für Uns nicht einmal verändern!
"Im Fall Klima bedeutet es mittelfristig schwere Hungersnöte und langfristig das Aussterben des Menschen und der meisten Arten. Die Erde als Steinkugel wirds nicht jucken und als ökologisches System wird sie neue Arten hervorbringen. Nur der Mensch, der wird nicht mehr sein."
Ein bischen dick tragen Sie ja auf. Ihren Äußerungen zur Ökologie ist zuzustimmen, der Rahmen aber durchaus weiterzufassen. Wenn das Zeitalter der Fischstäbchen in der Süpermarktkühltheke zuende gehen sollte, oder das der Pauschalurlaube auf Mallorca, das der "freinen Fahrt für freie Bürger" ........ - das gleichzusetzen mit dem Ende der Art - das hat mehr gemein mit der endzeitlichen Visionen mancher Religionen, als mit einem "ökologischen" Blick auf die Welt im Wortsinn.
Das mit dem Management hat doch viel mit einer Erhaltung "nutzbarer" Bestände zu tun. Wenn ein Bestand klein ist, hört eine wirtschaftliche Ausbeutbarkeit auf. Zum Überleben der Art finden sich aber meistens doch genügend Nieschen.
Nach 200 Jahren Aufklärung scheint die Gesellschaft mal wieder die Apokalypse schick zu finden.
> Wenn ein Bestand klein ist, hört eine wirtschaftliche Ausbeutbarkeit auf.
Das dem nicht so ist zeigen z.B. Nashörner oder Wale oder auch die Ressource Rohöl. Zunächst bedeutet Knappheit ein hörer Preis und eine effizientere Ausbeutung. Also Fisch ist heute ein Massennahrungsmittel, wird er knapper wirds eine teuere Delikatesse, später dann ein Medikament und noch später ein exklusives Potenzmittel. Erst wenn (quasi) nichts mehr da ist, oder der Nutzen aderweitig befriedigt werden kann (z.B. Roh-Öl statt Wal-Öl) hört der wirtschaftliche Druck auf. Nashörner überleben dann im Zoo, für Sardinen könnten die becken knapp werden.
> Wenn ein Bestand klein ist, hört eine wirtschaftliche Ausbeutbarkeit auf.
Das dem nicht so ist zeigen z.B. Nashörner oder Wale oder auch die Ressource Rohöl. Zunächst bedeutet Knappheit ein hörer Preis und eine effizientere Ausbeutung. Also Fisch ist heute ein Massennahrungsmittel, wird er knapper wirds eine teuere Delikatesse, später dann ein Medikament und noch später ein exklusives Potenzmittel. Erst wenn (quasi) nichts mehr da ist, oder der Nutzen aderweitig befriedigt werden kann (z.B. Roh-Öl statt Wal-Öl) hört der wirtschaftliche Druck auf. Nashörner überleben dann im Zoo, für Sardinen könnten die becken knapp werden.
Ich verzichte seit langem auf Fisch, und wenn dann aus dem Teich des nächsten Fischers kaufen. Wenn das mehr Menschen machen würden.....
Ich glaube wir werden noch miterleben, wie die Meere leergefischt werden.
> Wenn ein Bestand klein ist, hört eine wirtschaftliche Ausbeutbarkeit auf.
Das dem nicht so ist zeigen z.B. Nashörner oder Wale oder auch die Ressource Rohöl. Zunächst bedeutet Knappheit ein hörer Preis und eine effizientere Ausbeutung. Also Fisch ist heute ein Massennahrungsmittel, wird er knapper wirds eine teuere Delikatesse, später dann ein Medikament und noch später ein exklusives Potenzmittel. Erst wenn (quasi) nichts mehr da ist, oder der Nutzen aderweitig befriedigt werden kann (z.B. Roh-Öl statt Wal-Öl) hört der wirtschaftliche Druck auf. Nashörner überleben dann im Zoo, für Sardinen könnten die becken knapp werden.
Aber leider zu spät...
Wofür gibt es Fangquoten???
Ich weiß gar nicht, wieso dies alles noch als großer Öko.Hokus-Pokus verkauft wird. Ist doch klar: Fangquoten verhindern Überfischung, man muss sie nur durchsetzen. Eine Alternative wäre die Privatisierung der Wildfischbestände.
Aber da heutzutage so viel aus der Fischzucht kommt, kann uns das Problem relativ egal sein (nur 1% der Welternährung kommt aus dem Meer).
Aber leider zu spät...
Wofür gibt es Fangquoten???
Ich weiß gar nicht, wieso dies alles noch als großer Öko.Hokus-Pokus verkauft wird. Ist doch klar: Fangquoten verhindern Überfischung, man muss sie nur durchsetzen. Eine Alternative wäre die Privatisierung der Wildfischbestände.
Aber da heutzutage so viel aus der Fischzucht kommt, kann uns das Problem relativ egal sein (nur 1% der Welternährung kommt aus dem Meer).
Aber leider zu spät...
Wofür gibt es Fangquoten???
Ich weiß gar nicht, wieso dies alles noch als großer Öko.Hokus-Pokus verkauft wird. Ist doch klar: Fangquoten verhindern Überfischung, man muss sie nur durchsetzen. Eine Alternative wäre die Privatisierung der Wildfischbestände.
Aber da heutzutage so viel aus der Fischzucht kommt, kann uns das Problem relativ egal sein (nur 1% der Welternährung kommt aus dem Meer).
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