Google Street View Das neue Weltbild

Warum die Funktion Street View von Google hilfreich ist – und ein Verbot töricht wäre.

Suchen Sie eine Caféterrasse mit Ausblick? Ein Hotelzimmer oder eine Wohnung in angenehmer Umgebung? Sie möchten eine Veranstaltung, ein Geschäft oder Freunde besuchen und fragen sich: Wie sieht die Bushaltestelle aus? Könnte ich mich verlaufen? Gibt es unheimliche Ecken? Einen sicheren Radweg? Einen anständigen Blumenladen? Siehe da: Ein gelbes Männchen steht bereit, Ihnen zu helfen. Falls Sie in Frankreich suchen (oder in den Vereinigten Staaten und einigen anderen Ländern der Erde).

Das Männchen erscheint bei dem Internetdienst Google Maps. Seit mehr als einem Jahr macht es den Franzosen ihr Land zugänglicher: Wenn sie über Google Maps einen Ort aufrufen, und sei er auch nur ein etwas größeres Dorf, dann können sie die gelbe Figur beliebig auf der Karte platzieren, drehen und wenden – und der Bildschirm zeigt, was der Netzbesucher sehen würde, wäre er selbst das Männchen. Nicht als Video, wohlgemerkt, sondern als Rundumfoto, das er vergrößern und dessen Rahmen er verschieben kann. Die Fotos hat die Firma Google vor vielen Monaten selbst aufgenommen, mit Kamerawagen, die durchs Land fuhren.

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Diese Funktion heißt Street View und ist ein Glücksfall für den Verbraucherschutz. Niemand ist mehr auf das angewiesen, was die Verfasser von Reiseprospekten und Annoncen behaupten. »Wer die Welt vernünftig anschaut, den schaut auch sie vernünftig an«: Hegel hätte an Street View seine Freude gehabt. Die Technik verleiht dem Menschen mehr Souveränität, er kann informierter entscheiden, wohin er sich begibt.

Auch der Böse. Der Terrorist, Einbrecher, Kidnapper kann nun per Internet das Terrain sondieren. Nicht, dass er vorher keine Mittel dazu gehabt hätte. Aber man soll Verbrechern das Leben ja nicht noch erleichtern, weshalb, zum Beispiel, vor Kindergärten die Aufnahmewagen von Google nichts zu suchen haben. Drehte sich die deutsche Debatte bloß um derart praktische Fragen, wäre sie freilich schnell wieder zu Ende. Indes, es geht ums Eingemachte: Fotografierte Gemeinden wollen Geld, die Ministerin Ilse Aigner (CSU) will mehr Datenschutz, und in deutschen Feuilletons wurde argumentiert, Google sei eine Art Gottesauge geworden.

Was das Geld betrifft: Bis vor Kurzem wussten Kommunen noch, dass Medienpräsenz ihnen nützt. Französische Ferienorte jedenfalls, die Google Street View zeigt, sind im Vorteil. Logischer wäre es eigentlich, wenn die Firma von den Orten Geld nehmen würde, die sie präsentiert.

Ernster zu nehmen ist die Sorge um das Persönlichkeitsrecht. Nur sollte die Argumentation bitte genau bleiben. Wenn in der deutschen Debatte beispielsweise rhetorisch gefragt wird, wieso der Firma Google erlaubt sein solle, was dem Staat verwehrt ist, dann lautet die Antwort: Weil der Staat der Staat ist. Er hat Waffen, Polizisten, Gefängnisse. Er kann gefährlicher werden als jedes Unternehmen, und deshalb gelten für ihn stets schärfere Regeln.

Dennoch bleibt die Frage, was Google darf und was nicht. Seine Kameras speichern, juristisch gesprochen, »personenbezogene Daten«, die zur automatischen Verarbeitung bestimmt sind, also gilt das Datenschutzrecht. Vor ihm sind nicht alle Daten gleich. Das Bild einer Hausfassade beispielsweise ist personenbezogen, sie gehört aber zum öffentlichen Raum. Hausnummern wiederum dienen dazu, dass Gebäude gefunden werden. Kein Problem. Was sich indes hinter Hecken und Zäunen abspielt, ist privat, weshalb Google von Rechts wegen seine Kamerastative auf Passantenhöhe einfahren müsste. Es gibt außerdem Daten, die der individuellen Begegnung zugehören, aber nur ihr: das Gesicht vor allem, aber auch das Kfz-Kennzeichen. Sie zählen mehr zur Individualsphäre als zum öffentlichen Raum. Google macht daher beide unkenntlich, und zwar automatisch. Das Verfahren ist dermaßen effektiv, dass schon das Haupt mancher Statue verwischt wurde. Hundertprozentig ist es nicht; von Google muss verlangt werden, dass auch signifikante Behinderungen oder andere auffällige Kennzeichen retuschiert werden, selbst wenn das nur manuell zu machen ist.

Auch Karosserien oder Bekleidung erlauben Rückschlüsse auf individuelles Verhalten. Das geltende Recht lässt gleichwohl zu, sie abzubilden, wenn sie nur en passant aufgenommen wurden. Wer diese Rechtslage ändern wollte, würde letztlich die Technologie als Ganzes torpedieren. Das darf man wollen, nur muss der Nachweis geführt werden, dass die Gefahr der Schnappschüsse selbst dann noch deutlich größer als ihr Nutzen wäre, nachdem alle Schutzmaßnahmen ergriffen wurden: Tabu für kritische Einrichtungen, Löschung der Rohdaten, keine zeitnahe Verwendung von Aufnahmen, betrieblicher Datenschutz.

Dieser Nachweis fällt schwer. Der Appell an das Ressentiment nicht. Die Tageszeitung Die Welt schrieb zum Beispiel, Google habe es auf »alles Wissen, alle Bilder dieser Welt« abgesehen, und donnert: »Diese Idee einer Parallelschöpfung hat etwas zutiefst Frevelhaftes.« Doch da stimmen weder Voraussetzung noch Folge. Wer wollte ernsthaft behaupten, das Wissen (gar »alles Wissen«) sei just das, was man mit Suchbefehlen finden kann? Oder »alle Bilder dieser Welt« befänden sich im Netz? Anschließend bliebe noch zu zeigen, welche Technik denn keine »Parallelschöpfung« wäre. Und was an ihr frevelhaft sein soll. Rechtlich lässt sich das jedenfalls nicht herleiten. Übrigens ebenso wenig theologisch, aber das ist dem Recht ohnedies egal.

Nein, das gelbe Männchen riecht nicht nach Schwefel. Etwas anderes stinkt: Google ist ein mächtiger und intransparenter Medienkonzern, ein Graus für jeden Marktwirtschaftler. Kein Fall für den Verbraucherschutz, jedoch einer für die Ordnungspolitik.

Muss Google global entflochten werden? Das wäre einmal eine gute Debatte.

 
Leser-Kommentare
  1. Ausgesprochen schwacher Artikel, der die Argumente der momentanen Debatte weder sauber wiedergibt, noch sie in einen sinnvollen Kontext stellt. Schade, das Thema hätte mehr verdient.

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    • joG
    • 13.02.2010 um 14:15 Uhr

    ...dass es verboten sein soll, Straßenzüge abzulichten und ins Internet zu stellen. Die Nachrichten senden immerzu Filme, die Straßenszenen zeigen.

    Moin, schwach ist fast schon geprahlt. Es mangelt zunächst einmal an der Überlegung, was man mit der Masse der unterschiedlichen Daten so alles anstellen kann. Ich möchte es einmal mit so etwas einfachem wie dem Telefonbuch-Eintrag erklären. Der Eintrag im Telefonbuch gilt allgemein als harmlos. Wenn man nun über alle Datensätze der Telefonbücher Deutschlands (exemplarisch) verfügt, kann man mit einfachen statistischen Auswertungen über die Anzahl von Einträgen je Adresse, über die Anzahl der Adressen je Straßenzug und ähnliche einfache Relationen ein grobes Sozialscoring treiben. Ergänzt um Geo-Daten, die als ähnlich harmlos gelten wie die Telefondaten, lassen sich verfeinerte Sozialscorings erstellen. Keine Sorge, ihre Bank, die SCHUFA und andere tun das längst und viel verfeinerter. Ihre Bonität ist heute nicht mehr von Ihrer Zahlungsmoral abhängig, sie hängt ab von Ihren Nachbarn und von allen anderen, die ein ähnliches soziales Umfeld haben. Und deswegen sind eben Telefonbuch-Einträge und Geo-Daten immer auch für den Datenschutz kritische Daten, wenn sie in Massen vorhanden sind und in Massen ausgewertet werden können. Sie sind dann für das Datamining eine unheimlich wertvolle Ware. Reiche klagen gegen Google Earth und Google Street View, Grund zur Klage hätten eher die, die im Scoring aussortiert werden. Ein kleines Beispiel nur, einige werden es als verfehlt ansehen, aber genau diese sollten es einmal genauer reflektieren. Es lohnt.

    • joG
    • 13.02.2010 um 14:15 Uhr

    ...dass es verboten sein soll, Straßenzüge abzulichten und ins Internet zu stellen. Die Nachrichten senden immerzu Filme, die Straßenszenen zeigen.

    Moin, schwach ist fast schon geprahlt. Es mangelt zunächst einmal an der Überlegung, was man mit der Masse der unterschiedlichen Daten so alles anstellen kann. Ich möchte es einmal mit so etwas einfachem wie dem Telefonbuch-Eintrag erklären. Der Eintrag im Telefonbuch gilt allgemein als harmlos. Wenn man nun über alle Datensätze der Telefonbücher Deutschlands (exemplarisch) verfügt, kann man mit einfachen statistischen Auswertungen über die Anzahl von Einträgen je Adresse, über die Anzahl der Adressen je Straßenzug und ähnliche einfache Relationen ein grobes Sozialscoring treiben. Ergänzt um Geo-Daten, die als ähnlich harmlos gelten wie die Telefondaten, lassen sich verfeinerte Sozialscorings erstellen. Keine Sorge, ihre Bank, die SCHUFA und andere tun das längst und viel verfeinerter. Ihre Bonität ist heute nicht mehr von Ihrer Zahlungsmoral abhängig, sie hängt ab von Ihren Nachbarn und von allen anderen, die ein ähnliches soziales Umfeld haben. Und deswegen sind eben Telefonbuch-Einträge und Geo-Daten immer auch für den Datenschutz kritische Daten, wenn sie in Massen vorhanden sind und in Massen ausgewertet werden können. Sie sind dann für das Datamining eine unheimlich wertvolle Ware. Reiche klagen gegen Google Earth und Google Street View, Grund zur Klage hätten eher die, die im Scoring aussortiert werden. Ein kleines Beispiel nur, einige werden es als verfehlt ansehen, aber genau diese sollten es einmal genauer reflektieren. Es lohnt.

  2. Google hat ein Datenvolumen angehäuft und Fähigkeiten zum Data Mining entwickelt, die selbst hochgerüstete Geheimdienste übertreffen dürfte.

    Völlig unkontrolliert und absolut intransparent. Kein Parlament überwacht Google - nur CIA, NSA etc. haben Zugriff auf Daten (was Google nicht bestreitet).

    Aktuell treibt Google die jederzeitige, umfassende Identifizierbarkeit jeden Users voran - im Internet, per Handy, im Real-Life.

    Streetview ist da nur ein Baustein einer umfassenden Überwachungsstruktur, die jedem Geheimdienstmitarbeiter feuchte Träume beschert.

    Google IST böse.

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    Dass man Street View (oder auch Google Earth) als allmächtiges, allzeit präsentes Überwachungstool nutzen könnte scheitert daran, dass die meisten Bilder zwischen 1 und 3 Jahren alt sind. Jeder Bürger könnte mit einer Wegwerfkamera bessere Überwachungsarbeit betreiben als ein Max Mustermann mit Google Street View.

    Dass man Street View (oder auch Google Earth) als allmächtiges, allzeit präsentes Überwachungstool nutzen könnte scheitert daran, dass die meisten Bilder zwischen 1 und 3 Jahren alt sind. Jeder Bürger könnte mit einer Wegwerfkamera bessere Überwachungsarbeit betreiben als ein Max Mustermann mit Google Street View.

  3. Antwort auf "Schwach"
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    Ich denke auch, dass das insgesamt zu kurz gedacht ist.

    Zitat: "Wenn in der deutschen Debatte beispielsweise rhetorisch gefragt wird, wieso der Firma Google erlaubt sein solle, was dem Staat verwehrt ist, dann lautet die Antwort: Weil der Staat der Staat ist. Er hat Waffen, Polizisten, Gefängnisse. Er kann gefährlicher werden als jedes Unternehmen, und deshalb gelten für ihn stets schärfere Regeln."

    Auch wenn Google nur zensierte und vorher unkenntlich gemachte Bilder ins Netz stellt, so besitzt Google auch noch die Originale. Diese liegen auf Servern in den USA und dort gibt es gewisse "Anti-Terror" Gesetze, die den Behörden gewisse Rechte einräumen.

    Sind die Daten erstmal erhoben, sind sie nur noch schwer zu kontrollieren. Natürlich versucht Google alles, damit die Daten nicht nach außen gelangen. Es ist ja schließlich ihr Kapital. Aber auszuschließen ist das nicht. Es gibt Regierungswechsel und vielleicht den einen oder anderen Mitarbeiter, der Zugriff auf die Daten hat und es mit dem Datenschutz nicht so genau nimmt.

    Und selbst, wenn keine anderen Bilder als die offiziellen nach außen kommen, so finde ich den Gedanken, dass sich die Google Mitarbeiter über die interessantesten Bilder aus fremden Wohnzimmern austauschen, befremdlich.

    • joG
    • 13.02.2010 um 14:12 Uhr

    ..."Anti-Terror" Gesetze, die den Behörden gewisse Rechte einräumen."

    Kennen Sie Die? Oder wissen Sie in welchen Checks und Balances sie eingebetet sind? Ist es überhaupt richtig, wenn Sie sagen die Server seien in den USA? Ich glaube Ihnen das nicht.

    http://www.datacenterknow...

    Dieser Artikel ist 2 Jahre alt, aber er listet die Orte auf, an denen Google Rechenzentren betreibt, die im Jahr 2008 bekannt gewesen sind. Darunter sind auch Orte in Deutschland. Die Datenstruktur innerhalb von Google ist jedoch so, daß sich der physische Aufenthaltsort der Daten innerhalb der Google Wolke nicht beschränken läßt. Daten existieren zudem immer in mindestens 3 Kopien.
    http://de.wikipedia.org/w...

    Ich denke auch, dass das insgesamt zu kurz gedacht ist.

    Zitat: "Wenn in der deutschen Debatte beispielsweise rhetorisch gefragt wird, wieso der Firma Google erlaubt sein solle, was dem Staat verwehrt ist, dann lautet die Antwort: Weil der Staat der Staat ist. Er hat Waffen, Polizisten, Gefängnisse. Er kann gefährlicher werden als jedes Unternehmen, und deshalb gelten für ihn stets schärfere Regeln."

    Auch wenn Google nur zensierte und vorher unkenntlich gemachte Bilder ins Netz stellt, so besitzt Google auch noch die Originale. Diese liegen auf Servern in den USA und dort gibt es gewisse "Anti-Terror" Gesetze, die den Behörden gewisse Rechte einräumen.

    Sind die Daten erstmal erhoben, sind sie nur noch schwer zu kontrollieren. Natürlich versucht Google alles, damit die Daten nicht nach außen gelangen. Es ist ja schließlich ihr Kapital. Aber auszuschließen ist das nicht. Es gibt Regierungswechsel und vielleicht den einen oder anderen Mitarbeiter, der Zugriff auf die Daten hat und es mit dem Datenschutz nicht so genau nimmt.

    Und selbst, wenn keine anderen Bilder als die offiziellen nach außen kommen, so finde ich den Gedanken, dass sich die Google Mitarbeiter über die interessantesten Bilder aus fremden Wohnzimmern austauschen, befremdlich.

    • joG
    • 13.02.2010 um 14:12 Uhr

    ..."Anti-Terror" Gesetze, die den Behörden gewisse Rechte einräumen."

    Kennen Sie Die? Oder wissen Sie in welchen Checks und Balances sie eingebetet sind? Ist es überhaupt richtig, wenn Sie sagen die Server seien in den USA? Ich glaube Ihnen das nicht.

    http://www.datacenterknow...

    Dieser Artikel ist 2 Jahre alt, aber er listet die Orte auf, an denen Google Rechenzentren betreibt, die im Jahr 2008 bekannt gewesen sind. Darunter sind auch Orte in Deutschland. Die Datenstruktur innerhalb von Google ist jedoch so, daß sich der physische Aufenthaltsort der Daten innerhalb der Google Wolke nicht beschränken läßt. Daten existieren zudem immer in mindestens 3 Kopien.
    http://de.wikipedia.org/w...

  4. "Ausgesprochen schwacher Artikel, der die Argumente der momentanen Debatte weder sauber wiedergibt, noch sie in einen sinnvollen Kontext stellt. Schade, das Thema hätte mehr verdient."

    Man sollte wieder ein Bewertungssystem für Kommentare einführen... Die Sternchen waren sicher etwas eindimensional aber wie wäre es mit einem System wie z.B. auf slashdot? Wenn man auf dauer jeden Beitrag von Leuten mit zu viel Geltungsbedürfnis oder schlechter Laune oder Langeweile oder was auch immer lesen muss, vergeht die Lust überhaupt noch vorbei zu schauen.
    Ein problem ist sicher, dass die Anzahl der bewertenden Nutzer auf zeit.de etwas kleiner ist als auf genannter Seite und damit kleine organisierte Gruppen leicht Einfluss auf die Diskussion nehmen können. Vielleicht gibt es ja noch eine weitere Möglichkeit?

    PS. "Sie brauchen es ja nicht zu lesen" ist kein gutes Argument, schließlich finde ich einige Beiträge interessant, und welche das sind finde ich leider erst heraus nachdem ich sie gelesen habe...

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    • elveit
    • 13.02.2010 um 14:10 Uhr

    Den Vorschlag wanbirds will ich unbedingt unterstützen.
    Das bislang meiner Erfharung nach beste (allerdings wohl zu undemokratische für diesen Kontext) System diesbezüglich findet sich bei io9. Irgendetwas entsprechendes sollte auch hier installiert werden.

    • elveit
    • 13.02.2010 um 14:10 Uhr

    Den Vorschlag wanbirds will ich unbedingt unterstützen.
    Das bislang meiner Erfharung nach beste (allerdings wohl zu undemokratische für diesen Kontext) System diesbezüglich findet sich bei io9. Irgendetwas entsprechendes sollte auch hier installiert werden.

  5. Ich denke auch, dass das insgesamt zu kurz gedacht ist.

    Zitat: "Wenn in der deutschen Debatte beispielsweise rhetorisch gefragt wird, wieso der Firma Google erlaubt sein solle, was dem Staat verwehrt ist, dann lautet die Antwort: Weil der Staat der Staat ist. Er hat Waffen, Polizisten, Gefängnisse. Er kann gefährlicher werden als jedes Unternehmen, und deshalb gelten für ihn stets schärfere Regeln."

    Auch wenn Google nur zensierte und vorher unkenntlich gemachte Bilder ins Netz stellt, so besitzt Google auch noch die Originale. Diese liegen auf Servern in den USA und dort gibt es gewisse "Anti-Terror" Gesetze, die den Behörden gewisse Rechte einräumen.

    Sind die Daten erstmal erhoben, sind sie nur noch schwer zu kontrollieren. Natürlich versucht Google alles, damit die Daten nicht nach außen gelangen. Es ist ja schließlich ihr Kapital. Aber auszuschließen ist das nicht. Es gibt Regierungswechsel und vielleicht den einen oder anderen Mitarbeiter, der Zugriff auf die Daten hat und es mit dem Datenschutz nicht so genau nimmt.

    Und selbst, wenn keine anderen Bilder als die offiziellen nach außen kommen, so finde ich den Gedanken, dass sich die Google Mitarbeiter über die interessantesten Bilder aus fremden Wohnzimmern austauschen, befremdlich.

    Antwort auf "...und zwar?"
  6. den Artikel fand ich vorne bei GoogleNews, na bei so einem aktuellen, zentralen Thema unsere Gesellschaft. Sicher hat Streetview Vorteil, aber dazu zählen sicher nicht die genannten. Eine Wohnung schaut man sich persönlich an, bevor man sie bezieht. Wer einen Kaffee trinken will, wird doch vorher nicht bei Google recherchieren. die Bushalte erkennt man am H usw. Nun zu der Antwort "Weil der Staat der Staat ist", achsooo, vielen Dank, jetzt ist alles klar. Viele Corporations sind größer als die meißten Staaten und können die eigentlich auch Blackwater bzw Xe anheuern? Ganz zu schweigen von der Ausbeutung und dem massiven Einfluß der Corporations auf die Politik. Ich halte das für ziemlich gefährlich. Herr von Randow, das können Sie besser!
    MfG

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    • JKrems
    • 13.02.2010 um 12:31 Uhr

    Sind Sie schon einmal Nachts in einer fremden Stadt unterwegs gewesen? Sie wüssten, dass sich "vorher mal die Gegend bei Tageslicht anschauen" durchaus Sinn machen kann. Nicht ohne Grund ist StreetView Teil von Google Maps: Man kann anstatt "die 3. links" einfach "nach dem Bäcker links"/"bei der Sparkasse links" - so wie in guten alten Zeiten. Das und NUR das ist der Sinn von Streetview. Google ist kein Geheimdienst, Google ist eine Firma, die sehr effizient Werbung in hochwertige Produkte/Dienstleistungen integriert. Nicht mehr aber auch nicht weniger.
    Natürlich muss man bei einer mächtigen (im markt-Sinne) Firma vorsichtig sein - aber man sollte Google nicht überschätzen. Google ist eine Firma und man muss da, wo es Sinn macht, Grenzen setzen. Rohaufnahmen aus Deutschland sollten in Deutschland bleiben oder aber nach deutschen Richtlinien mit ihnen verfahren werden, sprich: Schnellstmögliche Löschung. Google macht Informationen zugänglich und im Falle von Streetview ist das - m.M.n. - sehr praktisch und - grundsätzlich - wünschenswert.

    P.S.: Vielleicht recherchieren Sie nicht bei Google, wo Sie einen Kaffee trinken werden. Das zu verallgemeinern ist aber mutig. Ich bin oft in "fremden" Städten unterwegs. Und da schaue ich schon ab und zu mal bei Google vorbei auf der Suche nach einem schönen Kaffee. Und wenn ich dann auch noch ein Foto davon hätte (zumindest von der Straße her) - warum nicht?

    • JKrems
    • 13.02.2010 um 12:31 Uhr

    Sind Sie schon einmal Nachts in einer fremden Stadt unterwegs gewesen? Sie wüssten, dass sich "vorher mal die Gegend bei Tageslicht anschauen" durchaus Sinn machen kann. Nicht ohne Grund ist StreetView Teil von Google Maps: Man kann anstatt "die 3. links" einfach "nach dem Bäcker links"/"bei der Sparkasse links" - so wie in guten alten Zeiten. Das und NUR das ist der Sinn von Streetview. Google ist kein Geheimdienst, Google ist eine Firma, die sehr effizient Werbung in hochwertige Produkte/Dienstleistungen integriert. Nicht mehr aber auch nicht weniger.
    Natürlich muss man bei einer mächtigen (im markt-Sinne) Firma vorsichtig sein - aber man sollte Google nicht überschätzen. Google ist eine Firma und man muss da, wo es Sinn macht, Grenzen setzen. Rohaufnahmen aus Deutschland sollten in Deutschland bleiben oder aber nach deutschen Richtlinien mit ihnen verfahren werden, sprich: Schnellstmögliche Löschung. Google macht Informationen zugänglich und im Falle von Streetview ist das - m.M.n. - sehr praktisch und - grundsätzlich - wünschenswert.

    P.S.: Vielleicht recherchieren Sie nicht bei Google, wo Sie einen Kaffee trinken werden. Das zu verallgemeinern ist aber mutig. Ich bin oft in "fremden" Städten unterwegs. Und da schaue ich schon ab und zu mal bei Google vorbei auf der Suche nach einem schönen Kaffee. Und wenn ich dann auch noch ein Foto davon hätte (zumindest von der Straße her) - warum nicht?

    • JKrems
    • 13.02.2010 um 12:31 Uhr
    7. Sinn

    Sind Sie schon einmal Nachts in einer fremden Stadt unterwegs gewesen? Sie wüssten, dass sich "vorher mal die Gegend bei Tageslicht anschauen" durchaus Sinn machen kann. Nicht ohne Grund ist StreetView Teil von Google Maps: Man kann anstatt "die 3. links" einfach "nach dem Bäcker links"/"bei der Sparkasse links" - so wie in guten alten Zeiten. Das und NUR das ist der Sinn von Streetview. Google ist kein Geheimdienst, Google ist eine Firma, die sehr effizient Werbung in hochwertige Produkte/Dienstleistungen integriert. Nicht mehr aber auch nicht weniger.
    Natürlich muss man bei einer mächtigen (im markt-Sinne) Firma vorsichtig sein - aber man sollte Google nicht überschätzen. Google ist eine Firma und man muss da, wo es Sinn macht, Grenzen setzen. Rohaufnahmen aus Deutschland sollten in Deutschland bleiben oder aber nach deutschen Richtlinien mit ihnen verfahren werden, sprich: Schnellstmögliche Löschung. Google macht Informationen zugänglich und im Falle von Streetview ist das - m.M.n. - sehr praktisch und - grundsätzlich - wünschenswert.

    P.S.: Vielleicht recherchieren Sie nicht bei Google, wo Sie einen Kaffee trinken werden. Das zu verallgemeinern ist aber mutig. Ich bin oft in "fremden" Städten unterwegs. Und da schaue ich schon ab und zu mal bei Google vorbei auf der Suche nach einem schönen Kaffee. Und wenn ich dann auch noch ein Foto davon hätte (zumindest von der Straße her) - warum nicht?

    Antwort auf "mehr erwartet"
  7. "Diese Funktion heißt Street View und ist ein Glücksfall für den Verbraucherschutz. Niemand ist mehr auf das angewiesen, was die Verfasser von Reiseprospekten und Annoncen behaupten."

    Dumm nur wenn die zur Zeit der Aufnahme bestehende Baustelle längst vollendet ist bzw. auf der pittoresken Wiese inzwischen eine staubige, lärmende Baustelle entstanden ist ;)

    ---

    Ich finde Street View und die ganze Sache mit den recht frei verfügbaren Satellitenbildern extrem praktisch, beispielsweise bei der besagten Hotelsuche: Eins war wesentlich günstiger als all die anderen Hotels der Gegend. Des Rätsels Lösung: Es befand sich direkt neben einem Autobahnkreuz in einer nicht so hübschen Gegend. Trotzdem gebucht weil der Haken bekannt war und der Preis in diesem Fall das ausschlaggebende Kriterium war...

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