Ausprobiert Ständiges Störfeuer
Buzz, das neue Google-Netzwerk vermischt zwei Dinge, die viele lieber trennen: die persönliche Korrespondenz und das öffentliche Plappern.
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Buzz kann man auch auf dem Handy nutzen
So hatte sich Google den Start seines sozialen Netzwerks Buzz nicht vorgestellt – seit vergangener Woche lästert das halbe Internet darüber. Dabei erscheint die Idee auf den ersten Blick nicht schlecht: Anstatt einen weiteren Klon von Facebook, StudiVZ oder Xing zu erschaffen, hat Google entsprechende Funktionen einfach in seinen E-Mail-Dienst integriert. Wer eine Googlemail-Adresse besitzt, soll fortan Gedanken, Fotos, Dokumente und Links mit Onlinefreunden teilen können, ohne dafür ein extra Fenster öffnen zu müssen.
Beim ersten Ausprobieren erweist sich Buzz jedoch als recht unausgegoren. Nicht nur, weil Google anfangs den fatalen Fehler gemacht hat, Nutzer, die einander häufig E-Mails schreiben, automatisch zu befreunden. Ungefragt hatten plötzlich Menschen, um die man etwa bei Facebook einen großen Bogen machen würde – Chefs, Stalker, Exfreunde – Zugriff auf persönliche Daten. Zwar will Google die Löcher nun stopfen, ein schaler Nachgeschmack aber bleibt: Hat da ein Konzern die Grenzen der Privatsphäre ausgetestet?
Vor allem aber ist Buzz unpraktisch:Es vermischt zwei Dinge, die viele allein schon wegen der Übersichtlichkeit gerne trennen: die persönliche Korrespondenz und das öffentliche Plappern, wie man es aus Sozialen Netzwerken kennt. Wer plötzlich Dutzende Buzz-Nachrichten zwischen seinen E-Mails findet, hat schnell das Gefühl, jemand würde ständig dazwischenreden. Dann wünscht man es sich zurück – das Extra-Fenster, das man schließen kann.
- Datum 18.02.2010 - 16:43 Uhr
- Serie Ausprobiert
- Quelle DIE ZEIT, 18.02.2010 Nr. 08
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... bis Google das vernünftig löst:
Gmail öffnen,
unter Einstellungen - Google Buzz die Option
"Google Buzz nicht in Google Mail anzeigen" auswählen.
Die Buzz werden dann nicht mehr im Maileingang angezeigt.
Einen Filter setzen:
Gmail - Einstellungen - neuen Filter erstellen (ganz unten).
Im Feld "Mit diesen Worten" den Filter is:buzz eintragen.
"Nächster Schritt" - Warnung mit "ok" bestätigen.
"Posteingang überspringen" - und den Filter auf die bereits vorhandenen Konversationen anwenden.
Fertig.
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