Chinesischer Nationalismus "Der Westen will nicht verstehen"

Wird China nationalistisch? Nein, sagt der Schriftsteller Li Er. Aber es fängt an, Weltpolitik zu betreiben

Wie nationalistisch ist China? 2009 feierte die Kommunistische Partei Chinas den 60. Jahrestag der Volksrepublik

Wie nationalistisch ist China? 2009 feierte die Kommunistische Partei Chinas den 60. Jahrestag der Volksrepublik

Li Er ist einer der bekanntesten chinesischen Schriftsteller und Intellektuellen. International bekannt wurde er mit dem Roman Der Granatapfelbaum, der Kirschen trägt, der sich mit den chaotischen Verhältnissen auf dem Land beschäftigt. Sein neuestes Buch, das den Japanisch-Chinesischen Krieg von 1937 bis 1945 aufarbeitet, ist im vergangenen Herbst auf Deutsch unter dem Titel Koloratur erschienen.

Die ZEIT: Die Stimmung in China wird nationalistischer, warum?

Li Er: Der Nationalismus hat nicht zugenommen. Er ist weiterhin eine von mehreren Denkrichtungen. Aber er wird seit einigen Monaten deutlicher wahrgenommen. Und zwar sowohl in China als auch im Westen.

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ZEIT: Warum wird er deutlicher wahrgenommen?

Li: Der Westen sieht China stärker als Konkurrenten, und die Chinesen reagieren empfindlicher auf Fragen, die ihre Rolle, ihre Anerkennung in der Welt betreffen.

ZEIT: Aber wird dieser neue Nationalismus nicht von den chinesischen Staatsmedien geschürt? Vor einigen Tagen zum Beispiel hat der beliebte chinesische Fernsehkommentator Lang Xianping behauptet, der Westen wolle China unter Druck setzen, weil China wegen seines wirtschaftlichen Erfolgs zu viele Bodenschätze verbrauche.

Li: Die Regierung gibt Lang mehr Spielraum, um die Stimmung zu kanalisieren. Einerseits glaubt sie, dass das Selbstbewusstsein, der Stolz auf das eigene Land, die Nation stabilisiere. Anderseits versucht die Regierung, die gärenden, nationalistischen Stimmungen im Land zu kontrollieren, indem sie den strammen Nationalisten moderatere Figuren wie Lang an die Seite stellt. Die Regierung ist besorgt, dass ein ausufernder Nationalismus die wirtschaftliche Entwicklung des Landes aus dem Gleichgewicht bringen könnte.

ZEIT: Ist das nicht ein Spiel mit dem Feuer?

Li: Der Nationalismus ist sicherlich leicht entflammbar in China. Das hat man zum Beispiel 2008 gesehen, als Chinesen plötzlich anfingen, aus Protest gegen Frankreich (nach französischen Protesten gegen Chinas Tibet-Politik anlässlich der olympischen Fackelläufe, Anm.d. Red.) französische Supermarkte zu boykottieren. Die Regierung hatte Mühe, den Aufruhr unter Kontrolle zu bekommen. Aber wie gesagt, der Nationalismus ist nur eine von vielen Strömungen in China. Und im Westen sollte man nicht vergessen, dass es auch starke Interessen gibt, die nicht wollen, dass er überhand nimmt.

ZEIT: Wer möchte das nicht?

Li: Alle, die mit der wirtschaftlichen Entwicklung zu tun haben. Sie wollen den Westen, dem sie Produkte verkaufen und von dem sie Technologie bekommen, nicht unnötig verärgern.

ZEIT: Was stört denn die Nationalisten am Westen?

Li: Dass er die chinesische Tradition nicht versteht. Es gibt in der chinesischen Gesellschaft einen Konsens darüber, dass zunächst wirtschaftlicher Wohlstand geschaffen werden soll und es dann erst um die Ausweitung der bürgerlichen Freiheiten gehen kann. China braucht Stabilität, damit noch viel mehr Menschen am wirtschaftlichen Wohlstand teilhaben können. Viele Menschen im Westen sind einfach zu ungeduldig mit China.

Leser-Kommentare
    • jondiv
    • 21.02.2010 um 11:42 Uhr

    Dass in einem solch großen und vielgestaltigen Land mit einer von unserer dermaßen unterschiedlichen geschichtlichen Entwicklung und seit jahrtausenden völlig anderen Werten die Uhren etwas anders (und zwar keinesfalls langsamer) ticken, finde ich absolut einleuchtend.
    Das "Aufeinanderprallen von Weltsichten" ist wohl eine bessere Erklärung für eventuelle Reaktionen der Chinesen als beleidigtes Verhalten. Falls es das doch gibt, dann nur kalkuliert. Verantwortung für MEHR ALS MILLIARDE Bürger zu übernehmen stelle ich mir als doch eher anspruchsvolle Aufgabe vor.
    Trotzdem widerspricht es natürlich meiner Weltsicht wenn man dafür jährlich um die Tausend dieser Bürger ohne letztendlich fairen Prozess umbringen muss. Das wären in Deutschland jährlich 80 Exekutionen, eine jeden vierten bis fünften Tag.

    • joG
    • 21.02.2010 um 11:52 Uhr

    .... der Nationalismus in China nur eine vieler Einflüsse ist, sollte er daran denken, dass das in Deutschland 1932 auch der Fall war.

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    ...sollte er auch daran denken, dass der Nationalismus die Welt, in der wir heute leben, wesentlich gestaltet hat. Zur Not liest man noch mal nach (Wikipedia):

    "Nationalismus bezeichnet eine politische Ideologie, die auf ein Zusammenfallen zwischen einer Nation und einem Staatsgebilde abzielt. Nach herrschender Meinung liegt Nationalismus dem Entstehen moderner Nationen zugrunde."

    Ich denke, viele Missverständnisse gehen darauf zurück, dass "alltagssprachlich [...] Nationalismus häufig mit nationalem Chauvinismus, der Überhöhung der eigenen Nation gleichgesetzt [wird]." Wenn man den Begriff in seiner eigentlichen Bedeutung auf China anwendet, sieht man klarer.

    Deutschlands oder Chinas?Ich habe lange geglaubt,China sei eine Art zweiten Wilhelminischen Deutschlands,eine Zeitbombe,die bald explodieren würde.Ich habe dann einige Bücher über China und Ostasien gelesen,und ich neige nun eher zur Ansicht,dass der Westen,der sich in seiner Geschichte sehr oft als äußerst barbarisch erwiesen hat (Völkermord an den Indios,Holocaust,Kolonisation und Ausbeutung,Weltherrschaft usw.),manchmal in den anderen Völkern das eigene hässliche Gesicht entdeckt.Irgendwie kennen wir das Unrecht,das unsere westliche Welt begangen hat und immer noch begeht (wirtschafliche Vormachtstellung oder der Irak-Krieg sind zwei Beispiele),und mir scheint,dass viele von uns unbewusst befürchten,uns könnte das alles nun heimgezahlt werden.

    ...sollte er auch daran denken, dass der Nationalismus die Welt, in der wir heute leben, wesentlich gestaltet hat. Zur Not liest man noch mal nach (Wikipedia):

    "Nationalismus bezeichnet eine politische Ideologie, die auf ein Zusammenfallen zwischen einer Nation und einem Staatsgebilde abzielt. Nach herrschender Meinung liegt Nationalismus dem Entstehen moderner Nationen zugrunde."

    Ich denke, viele Missverständnisse gehen darauf zurück, dass "alltagssprachlich [...] Nationalismus häufig mit nationalem Chauvinismus, der Überhöhung der eigenen Nation gleichgesetzt [wird]." Wenn man den Begriff in seiner eigentlichen Bedeutung auf China anwendet, sieht man klarer.

    Deutschlands oder Chinas?Ich habe lange geglaubt,China sei eine Art zweiten Wilhelminischen Deutschlands,eine Zeitbombe,die bald explodieren würde.Ich habe dann einige Bücher über China und Ostasien gelesen,und ich neige nun eher zur Ansicht,dass der Westen,der sich in seiner Geschichte sehr oft als äußerst barbarisch erwiesen hat (Völkermord an den Indios,Holocaust,Kolonisation und Ausbeutung,Weltherrschaft usw.),manchmal in den anderen Völkern das eigene hässliche Gesicht entdeckt.Irgendwie kennen wir das Unrecht,das unsere westliche Welt begangen hat und immer noch begeht (wirtschafliche Vormachtstellung oder der Irak-Krieg sind zwei Beispiele),und mir scheint,dass viele von uns unbewusst befürchten,uns könnte das alles nun heimgezahlt werden.

  1. Man muss die Ansichten des Li Er nicht teilen. Aber dennoch begrüße ich es sehr, dass nun, nach längerer Zeit mit überwiegend china-kritischen Artikeln, auch der anderen Sichtweise Raum gegeben wird.

    Ob die Einschätzung von Li über den Nationalismus, dessen Wirkung und die Kontrolle über diesen so genau stimmen, sei dahingestellt.
    Es wird hier nicht nur Raum für eine andere Sichtweise, sondern auch für Diskussion gegeben.

    Danke Herr Sieren.

  2. ...sollte er auch daran denken, dass der Nationalismus die Welt, in der wir heute leben, wesentlich gestaltet hat. Zur Not liest man noch mal nach (Wikipedia):

    "Nationalismus bezeichnet eine politische Ideologie, die auf ein Zusammenfallen zwischen einer Nation und einem Staatsgebilde abzielt. Nach herrschender Meinung liegt Nationalismus dem Entstehen moderner Nationen zugrunde."

    Ich denke, viele Missverständnisse gehen darauf zurück, dass "alltagssprachlich [...] Nationalismus häufig mit nationalem Chauvinismus, der Überhöhung der eigenen Nation gleichgesetzt [wird]." Wenn man den Begriff in seiner eigentlichen Bedeutung auf China anwendet, sieht man klarer.

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    • joG
    • 21.02.2010 um 15:45 Uhr

    ....kenne ich schon recht gut. Aber bedenken Sie doch, dass die Entstehung von Nationalstaaten kein Wert an sich ist und sogar die notwendige Grundlage legte für die Weltkriege. Nun kenne ich China nur wenig. Aber vieles, das ich vernehme, deutet auf eine beunruhigende Gleichschaltung der Meinungen in nationalen Dingen hin. Das ist für sich genommen nur für die Chinesen schlecht und braucht einen sonst nicht weiter stören. Aber die Verbindung solchen Nationalismus mit einem autokratischen politischen System muss beunruhigen.
    Bedenkt man dann die gravierenden Schwächen der dortigen Wirtschaft und des Sozialsystems, so kann man schon fast nervös werden und zwar schon berechtigt.

    "Ich denke, viele Missverständnisse gehen darauf zurück, dass "alltagssprachlich [...] Nationalismus häufig mit nationalem Chauvinismus, der Überhöhung der eigenen Nation gleichgesetzt [wird]."" ...haben Sie sicher auch recht.

    Nur bezweifle ich, dass man dann auch klarer bezüglich China sieht. Denn gerade der chauvinistische Nationalismus meldet sich da zu Wort und eben nicht die Variante, die man als "Patriotismus" beschreiben kann: "Diese Bedeutung von Nationalismus wird oft vom Patriotismus abgegrenzt, der sich für die Werte und Symbole seines Volkes einsetzt und dies auch anderen Nationen zubilligt."

    • joG
    • 21.02.2010 um 15:45 Uhr

    ....kenne ich schon recht gut. Aber bedenken Sie doch, dass die Entstehung von Nationalstaaten kein Wert an sich ist und sogar die notwendige Grundlage legte für die Weltkriege. Nun kenne ich China nur wenig. Aber vieles, das ich vernehme, deutet auf eine beunruhigende Gleichschaltung der Meinungen in nationalen Dingen hin. Das ist für sich genommen nur für die Chinesen schlecht und braucht einen sonst nicht weiter stören. Aber die Verbindung solchen Nationalismus mit einem autokratischen politischen System muss beunruhigen.
    Bedenkt man dann die gravierenden Schwächen der dortigen Wirtschaft und des Sozialsystems, so kann man schon fast nervös werden und zwar schon berechtigt.

    "Ich denke, viele Missverständnisse gehen darauf zurück, dass "alltagssprachlich [...] Nationalismus häufig mit nationalem Chauvinismus, der Überhöhung der eigenen Nation gleichgesetzt [wird]."" ...haben Sie sicher auch recht.

    Nur bezweifle ich, dass man dann auch klarer bezüglich China sieht. Denn gerade der chauvinistische Nationalismus meldet sich da zu Wort und eben nicht die Variante, die man als "Patriotismus" beschreiben kann: "Diese Bedeutung von Nationalismus wird oft vom Patriotismus abgegrenzt, der sich für die Werte und Symbole seines Volkes einsetzt und dies auch anderen Nationen zubilligt."

  3. In einem Land in dem Menschen auf Grund verschiedener Meinungen und Vorstellungen, die nicht der großen Einheitspartei gefallen, ins Gefängnis geworfen werden kann man durchaus von einer Diktatur sprechen.(z.B Liu Xiaobo wurde elf Jahren Gefängnis verurteilt) Und auch vor dem großen Vertreter Tibets hat man Angst. Natürlich nur vor seinen Worten denn über eine bewaffnete Armee verfügt er ja gar nicht. Und einem solchen Land gegenüber muss die restliche Welt Vorsicht walten lassen. China geht sehr agressiv in dieser Welt vor. Da werden die Militärausgaben erheblich gesteigert, die Marine ausgebaut und in Sri Lanka ein Marinehafen gebaut. Das war dort auch der Grund warum die Tamilien zusammengeschossen werden konnten. China lieferte freundlicher Weise gleich die Waffen mit, um dort ihren Marinestützpunkt bauen zu dürfen.(Berichte im letzten Jahr in der NZZ) Die Frage die sich stellt ist, warum China diesen Hafen überhaupt braucht?

  4. Nehmen wir den Iran, dort gibt es den freundlichen großen Bruder aus China der nach wie vor Wirtschaftsinteressen hat und auch weiterhin alle internationalen Boykottbemühungen umgehen wird. Oder Herrn Mugabe, der nur durch Waffenlieferungen der Chinesen überleben kann. Diese Liste ist unendlich weiter fort zu setzten. Und wie wird es weiter gehen? Die Gefahr will niemand sehen und zusätzlich ist der Absatzmarkt China für die westlichen Staaten sehr interessant. Darum wird China wirtschaftliche und militärische Abhängigkeiten schaffen die irgendwann nicht mehr umkehrbar sein werden.Genau genommen ist es nun die Rache für den Einfall verschiedener Mächte in China um 1900 (Boxeraufstand), der Westen wird nun auch eine Lektion zu lernen haben. Nur wenn er es erkennt wird es zu spät sein.

    • joG
    • 21.02.2010 um 15:45 Uhr

    ....kenne ich schon recht gut. Aber bedenken Sie doch, dass die Entstehung von Nationalstaaten kein Wert an sich ist und sogar die notwendige Grundlage legte für die Weltkriege. Nun kenne ich China nur wenig. Aber vieles, das ich vernehme, deutet auf eine beunruhigende Gleichschaltung der Meinungen in nationalen Dingen hin. Das ist für sich genommen nur für die Chinesen schlecht und braucht einen sonst nicht weiter stören. Aber die Verbindung solchen Nationalismus mit einem autokratischen politischen System muss beunruhigen.
    Bedenkt man dann die gravierenden Schwächen der dortigen Wirtschaft und des Sozialsystems, so kann man schon fast nervös werden und zwar schon berechtigt.

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    Ich möchte eine andere Perspektive bieten;anders als Nazi-Deutschland oder Sowjet-Russland hat China sich wirtschaftlich und kulturell dem Westen geöffnet:westliche Firmen investieren in China,produzieren dort billig und stecken das Geld ein,Chinesen können frei reisen,wohin sie wollen,und umgekehrt,die Presse und das Buchwesen sind viel liberaler als vor ein paar Jahrzehnten.Ja,China ist immer noch ein stark autokratischer Staat,aber sehen wir die Sache mal von der anderen Seite:anders als Japan,Deutschland oder die Sowjetunion,die nach Autarkie und Abschottung strebten,hat der heutige chinesische Staat von sich aus den Weg der Verbindung mit dem Rest der Welt eingeschlagen.Diese positive Entwicklung sollte man einfach anerkennen und den Chinesen ihre vielen Erfolge gönnen.

    Ich möchte eine andere Perspektive bieten;anders als Nazi-Deutschland oder Sowjet-Russland hat China sich wirtschaftlich und kulturell dem Westen geöffnet:westliche Firmen investieren in China,produzieren dort billig und stecken das Geld ein,Chinesen können frei reisen,wohin sie wollen,und umgekehrt,die Presse und das Buchwesen sind viel liberaler als vor ein paar Jahrzehnten.Ja,China ist immer noch ein stark autokratischer Staat,aber sehen wir die Sache mal von der anderen Seite:anders als Japan,Deutschland oder die Sowjetunion,die nach Autarkie und Abschottung strebten,hat der heutige chinesische Staat von sich aus den Weg der Verbindung mit dem Rest der Welt eingeschlagen.Diese positive Entwicklung sollte man einfach anerkennen und den Chinesen ihre vielen Erfolge gönnen.

  5. "Ich denke, viele Missverständnisse gehen darauf zurück, dass "alltagssprachlich [...] Nationalismus häufig mit nationalem Chauvinismus, der Überhöhung der eigenen Nation gleichgesetzt [wird]."" ...haben Sie sicher auch recht.

    Nur bezweifle ich, dass man dann auch klarer bezüglich China sieht. Denn gerade der chauvinistische Nationalismus meldet sich da zu Wort und eben nicht die Variante, die man als "Patriotismus" beschreiben kann: "Diese Bedeutung von Nationalismus wird oft vom Patriotismus abgegrenzt, der sich für die Werte und Symbole seines Volkes einsetzt und dies auch anderen Nationen zubilligt."

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    Nein, der nationalchauvinistische Aspekt ist bei China nicht Ziel, sondern höchstens Nebenwirkung. Nationalismus/Patriotismus wird eingesetzt, um das Reich zu stabilisieren und die Idee (Illusion?) eines Nationalstaates zu fördern. Mir ist nicht bewusst, dass sich Chinas Regierung chauvinistisch verhält, wo sie keine territorialen Ansprüche stellt. Oder habe ich einen chinesischen Bericht zur Situation der Menschenrechte in der EU oder den USA übersehen?

    Nein, der nationalchauvinistische Aspekt ist bei China nicht Ziel, sondern höchstens Nebenwirkung. Nationalismus/Patriotismus wird eingesetzt, um das Reich zu stabilisieren und die Idee (Illusion?) eines Nationalstaates zu fördern. Mir ist nicht bewusst, dass sich Chinas Regierung chauvinistisch verhält, wo sie keine territorialen Ansprüche stellt. Oder habe ich einen chinesischen Bericht zur Situation der Menschenrechte in der EU oder den USA übersehen?

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