Grüne Gentechnik Wahrhaftigkeit
Wer Position zur Gentechnik bezieht, sollte nicht mogeln.
Agrarethik und Grüne Gentechnik, lautet die Überschrift in einer Beilage der politischen Wochenzeitung Das Parlament. Der Theologe und Unternehmensberater Franz-Theo Gottwald nennt seinen Text zum Streit um die Gentechnik auf dem Acker ein »Plädoyer für wahrhaftige Kommunikation«.
Der Leser des vom Deutschen Bundestag herausgegebenen Blattes (die Beilage Aus Politik und Zeitgeschichte wird von der Bundeszentrale für politische Bildung betreut) erfährt, dass jede weitere Debatte über die Grüne Gentechnik eigentlich überflüssig ist. Denn diese habe keines ihrer Versprechen eingehalten, habe Mensch und Natur beschädigt. Kurz: Sie sei agrarethisch unvertretbar. Und es wolle sie auch keiner.
Darum sind für Gottwald die gewaltsamen Feldzerstörungen der vergangenen Jahre ein »Mittel des zivilen Ungehorsams«. Medien und Meinungsmacher, schimpft Gottwald, seien in dieser Debatte keine Hilfe, im Gegenteil: Sie seien von Anzeigenkunden abhängig, diffamierten Gegner der Gentechnik als Ökoaktivisten und Verzichtsapostel.
Um dem »aktuellen Stellungskrieg« ein Ende zu setzen, wirbt Theologe Gottwald nun für »mehr Wahrhaftigkeit«. Die Diskutanten sollen nicht mehr lügen, ihre Gegner nicht mehr diffamieren, nicht mehr selektiv nur jene Argumente akzeptieren, die der eigenen Position entsprechen.
Franz-Theo Gottwald ist Vorstand der Schweisfurth-Stiftung. Dass diese Institution gegen die Grüne Gentechnik kämpft, verschweigt er seinen Lesern. Seine Forderung nach Wahrhaftigkeit ist gut. Besser wäre, er würde mit gutem Beispiel vorangehen: ganz wahrhaftig.
- Datum 18.02.2010 - 16:49 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 18.02.2010 Nr. 08
- Kommentare 7
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So sind beispielsweise Theologen noch überflüssiger als Gentechnik. Aber da ich mich in christlicher Nächstenliebe übe, verlange ich nicht ihre Abschaffung.
Was ist der Unterschied zwischen christlicher Naechstenliebe und Naechstenliebe? Diese haben die Christen naemlich nicht fuer sich allein gepachtet!
Deshalb verlange ich die Abschaffung von Theologen und zusaetzlich von allen welche sich auf Theolgien berufen, egal welcher Coleur.
Was ist der Unterschied zwischen christlicher Naechstenliebe und Naechstenliebe? Diese haben die Christen naemlich nicht fuer sich allein gepachtet!
Deshalb verlange ich die Abschaffung von Theologen und zusaetzlich von allen welche sich auf Theolgien berufen, egal welcher Coleur.
Was ist der Unterschied zwischen christlicher Naechstenliebe und Naechstenliebe? Diese haben die Christen naemlich nicht fuer sich allein gepachtet!
Deshalb verlange ich die Abschaffung von Theologen und zusaetzlich von allen welche sich auf Theolgien berufen, egal welcher Coleur.
Der Theologe kommt nicht einmal zu spät, er ist in der Sache deplaziert.
Seit der erste Mensch einen Hybriden züchtete, ist der Gang der Dinge vorgezeichnet.
Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen, nicht wahr, liebe ZEIT?!
Wir erinnern uns noch sehr genau an den merkwürdigen Artikel
"Bitte kippt den Post-Mindestlohn" (Titel später geändert und archiviert unter "Bitte kippen"), der eine Abschaffung
des Post-Mindestlohns forderte:
http://www.zeit.de/2010/0...
Rein zufällig hatte sich der Holtzbrink-Konzern, zu dem die ZEIT gehört, kurze Zeit vorher mit dem Post-Dienstleister TNT zusammengeschlossen:
http://www.handelsblatt.c...
Das wurde, ebenso rein zufällig, nicht in dem ZEIT-Artikel erwähnt, der die Abschaffung des Post-Mindestlohns forderte, da dieser ein Hemmnis für die Konkurrenz darstelle.
Ich verkneife mir die Überlegung, ob der obige Artikel ein Gefälligkeitsartikel für irgendeinen Anzeigenkunden der ZEIT war.
Das Robert Koch Institut hatte seinerzeit den Fall untersucht und festgestellt, dass einige Tiere an Botulinum-Toxin Vergiftungen gestorben waren. Bemängelt wurde u.a. eine schlechte Futtermittelqualität und eine mangelhafte Mineralstoffversorgung der Tiere. Es ließ sich kein Zusammenhang mit Bt-Futter erkennen. Nachzulesen ist dies alles auf www.biosicherheit.de vom Dez.2003 und einem Nachtrag im Februar 2007. http://www.biosicherheit....
Meiner Meinung nach nichts, außer das es Monsanto und Co die Taschen füllt, ansonsten bietet sie nur kaum ab schätzbare Risiken.
Keine der Versprechungen die die Hersteller bisher gemacht haben wurden eingehalten.
Weder der Hunger der dritten Welt wurde bekämpft,(Da ist nämlich nichts zu holen und Gentechnik ist teuer) noch wurde der Einsatz von Düngemittel oder Pestiziden verringert im Gegenteil, der Einsatz von Giftstoffen ist bei resistenten Pflanzen gestiegen (denen macht es ja nichts aus). Die Auswirkungen auf Flora und Fauna (vor allem auf Insekten bei BT-Mais) sind bisher kaum erforscht
und dort wo dies der Fall ist sind die Ergebnisse zum Teil zweifelhaft.
Trotzdem sollten wir weiter auch in diesem Bereich Grundlagenforschung betreiben, der Einsatz im Freiland sollte allerdings bis zum endgültigen Beweis der Sicherheit der Produkte verboten werden.
Importierte Lebensmittel die Gentechnisch verändert wurden, veränderte Bestandteile haben oder auch Tiere welche mit solchen Gefüttert wurden, müssen entsprechend gekennzeichnet werden.
Dick und fett steht neben dem Artikel in der APuZ, dass Herr Gottwald bei der Schweisfurth-Stiftung arbeitet, samt Emailadresse. Erst lesen, dann meckern. Peinlich, peinlich, liebe Zeit.
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