Liebeskolumne Darf der Exfreund eingeladen werden?

Jede Woche beantwortet der Paartherapeut Wolfgang Schmidbauer eine Frage der Liebe. Diesmal: Kann sie verlangen, dass der Ex nicht auf der Party von Freunden erscheint.

Die Frage: Maria und Stefan sind seit einigen Wochen getrennt. Sie haben eine sechsjährige Beziehung hinter sich, die meisten Jahre davon in einer gemeinsamen Wohnung. Nun ist Stefan ausgezogen, und Maria hat einen neuen Freund. Als Paar haben beide etliche gemeinsame Freunde. Als Maria zu einem Fest bei ihrer besten Freundin eingeladen ist, erfährt sie, dass Stefan auch da sein wird. Sie sagt daraufhin ihr Kommen ab und erklärt, dass sie nicht zusammen mit ihrem neuen Partner auf Stefan treffen möchte und ihren Freund auch nicht alleine zu Hause lassen möchte. Die Freundin solle Stefan doch bitte ausladen. Das sei auch eine Frage der Loyalität. Die Freundin weigert sich. Schließlich sei auch sie selbst mit Stefan befreundet – das habe sich durch die Trennung nicht geändert. Muss sie mehr Rücksicht nehmen?

Wolfgang Schmidbauer antwortet: Es ziemt sich, Freundinnen Schmerz zu ersparen. Vielleicht war Marias Freundin da weniger aufmerksam, als sie es sein könnte. Es gehört aber auch zum Leben, dass Beziehungen auseinandergehen, ohne dass jemand in Acht und Bann geraten muss. Wer zur seelischen Reifung seiner Freundinnen und Freunde beitragen will, darf ihnen diese Wirklichkeit zumuten.

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Liebeskolumne
Lesen Sie hier alle bisherigen Ratschläge von unserem Paartherapeuten Wolfgang Schmidbauer

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Es gibt keine glatte Lösung, die Freundin muss das kleinste Übel suchen. Lösung 1: "Ich habe keine Lust auf diesen Kindergarten, bleib du weg, wenn du mir das zumutest!" Lösung 2.: "Stefan, bitte versteh, aber Maria erträgt es nicht!" Lösung 3: "Irgendwann müsst ihr euch alle drei ertragen wie zivilisierte Menschen, warum nicht auf meinem Fest damit anfangen?" Es bleibt immer ein unangenehmer Rest, aber ich favorisiere doch die Lösung 3.

 
Leser-Kommentare
    • M.M.
    • 20.02.2010 um 12:12 Uhr

    Stefan, alter Schwede, sei zunächst mal froh, dass Du die Zicke losgeworden bist. Kindisches Verhalten der Guten !!!!!

  1. die alten Fehler
    oder warum geht Maria nicht alleine zum Fest
    es ziemt sich Freundinnen Schmerz zu ersparen
    das gilt auch für Maria
    wenn sie anstandshalber auf ein Gläschen vorbeischaut ist Allen genüge getan und niemand fühlt sich vor den Kopf gestossen
    solche Marias können das Leben aber auch komplizierter als nötig gestalten
    liegt halt in der Natur der Frau

  2. Platitüde. die Zicken, die ich vom Exfreund meiner Nachfolgerin ertragen muss, sind auch nicht normal. Und das ist kein Einzelfall.

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    nicht verallgemeinernt gemeint,in Summe aber doch eher weibliche Eigenschaft,Beziehungen die auseinandergehen zu verkomplizieren
    zum hier erwähnten Fall
    warum erwartet Maria von ihrer Freundin die sofortige Akzeptanz ihrer neuen Liebe bei gleichzeitiger Verbannung des langjährigen gemeinsamen Freundes ?

    nicht verallgemeinernt gemeint,in Summe aber doch eher weibliche Eigenschaft,Beziehungen die auseinandergehen zu verkomplizieren
    zum hier erwähnten Fall
    warum erwartet Maria von ihrer Freundin die sofortige Akzeptanz ihrer neuen Liebe bei gleichzeitiger Verbannung des langjährigen gemeinsamen Freundes ?

  3. nicht verallgemeinernt gemeint,in Summe aber doch eher weibliche Eigenschaft,Beziehungen die auseinandergehen zu verkomplizieren
    zum hier erwähnten Fall
    warum erwartet Maria von ihrer Freundin die sofortige Akzeptanz ihrer neuen Liebe bei gleichzeitiger Verbannung des langjährigen gemeinsamen Freundes ?

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    Ich hoffe, dass Charakterschwächen in möglichst naher Zukunft nicht mehr einem Geschlecht zugewiesen werden.

    Maria erwartet sich Frauensolidarität, so wie sich ein Mann wahrscheinlich erwartet, daß sein bester Freund nicht mit der Frau, die gerade mit ihm Schluß gemacht hat, ins Bett hüpft, um stereotyp und übersichtlich zu bleiben (dafür aber ohne Sarkasmus und ähnliche Spitzen).

    Diese Frauensolidarität ist wie das männliche Pendant ein schöner Traum, und es ist schmerzhaft, wenn man daran erinnert wird.

    Ich persönlich würde Maria wahrscheinlich in die Wüste schicken. IRL habe ich 1 (eine) richtige Freundin, aber das liegt nicht daran, daß Frauen zickiger sind, sondern daran, daß ich manchmal eine überdurchschnittliche Teilnahmslosigkeit an den Tag lege.
    Das kommt bei Frauen echt nicht gut an.

    Ich hoffe, dass Charakterschwächen in möglichst naher Zukunft nicht mehr einem Geschlecht zugewiesen werden.

    Maria erwartet sich Frauensolidarität, so wie sich ein Mann wahrscheinlich erwartet, daß sein bester Freund nicht mit der Frau, die gerade mit ihm Schluß gemacht hat, ins Bett hüpft, um stereotyp und übersichtlich zu bleiben (dafür aber ohne Sarkasmus und ähnliche Spitzen).

    Diese Frauensolidarität ist wie das männliche Pendant ein schöner Traum, und es ist schmerzhaft, wenn man daran erinnert wird.

    Ich persönlich würde Maria wahrscheinlich in die Wüste schicken. IRL habe ich 1 (eine) richtige Freundin, aber das liegt nicht daran, daß Frauen zickiger sind, sondern daran, daß ich manchmal eine überdurchschnittliche Teilnahmslosigkeit an den Tag lege.
    Das kommt bei Frauen echt nicht gut an.

  4. Ich hoffe, dass Charakterschwächen in möglichst naher Zukunft nicht mehr einem Geschlecht zugewiesen werden.

    Maria erwartet sich Frauensolidarität, so wie sich ein Mann wahrscheinlich erwartet, daß sein bester Freund nicht mit der Frau, die gerade mit ihm Schluß gemacht hat, ins Bett hüpft, um stereotyp und übersichtlich zu bleiben (dafür aber ohne Sarkasmus und ähnliche Spitzen).

    Diese Frauensolidarität ist wie das männliche Pendant ein schöner Traum, und es ist schmerzhaft, wenn man daran erinnert wird.

    Ich persönlich würde Maria wahrscheinlich in die Wüste schicken. IRL habe ich 1 (eine) richtige Freundin, aber das liegt nicht daran, daß Frauen zickiger sind, sondern daran, daß ich manchmal eine überdurchschnittliche Teilnahmslosigkeit an den Tag lege.
    Das kommt bei Frauen echt nicht gut an.

    Antwort auf "Erfahrungswerte"
  5. So hieß doch der gute Ex, oder?
    Sie hat doch einen neuen Freund und käme also mit Unterstützung auf diese Party, es ist doch der Ex, der anscheinend noch allein ist und möglicherweise unter dem Treffen leiden würde. Der Neue wird jawohl damit klarkommen müssen. Und wenn sie immer noch an Stefan hängt, frage ich mich, weshalb sie einen neuen Freund hat?
    In jedem Fall: Echt albern!
    MfG
    Oh - oder ist das die Zeit-Ausgabe für 9 bis 13-Jährige?

    • cinor
    • 23.04.2010 um 13:47 Uhr

    Ich würde mich bei meiner besten Freundin aber sowas von bedanken, wenn sie meinen Ex zu ihrer Party einladen würde. Mit der Trennung eines Paares trennt sich eigentlich meist auch der Freundeskreis. Die engsten (eigenen!) Freunde bleiben, die Bekannten (des Partners) gehen. Würde die beste Freundin darauf bestehen, dass der Ex kommt, wäre es keine beste Freundin. Egal, ob man sich im Guten oder im Schlechten getrennt hat; egal, ob da noch Gefühle oder keine mehr sind - so kurz nach einer Trennung und vor allem mit neuem Partner würde ich meinem Ex nicht über den Weg laufen wollen. Alleine zum Schutz meines neuen Partners. Eigentlich nur wegen ihm. Es ist nicht leicht als neuer Partner, in einen Kreis hineinzukommen, der jahrelang ein und dieselbe Beziehung gewohnt war. Wenn dann auch noch jener Ex auf der Party rumhoppelt - wenn ich in dieser Situation wäre, ich hätte keinen Spaß.

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