Spanien Olé, die Krise ist daSeite 2/2
400.000 Euro bezahlten Patricia García und Manuel Ayuso im Boom für ihre Dreizimmerwohnung in Valdeluz. In den leer stehenden Nachbarhäusern werden ähnliche Appartements nun für 90.000 Euro angeboten. Das junge Paar fühlt sich betrogen. »Wir haben hier nichts von dem, was uns versprochen wurde. Keine Schulen, keine Geschäfte, keine Kneipen, keine Arztpraxen, keine Apotheke, keine Polizei, einfach nichts.« Der Hochgeschwindigkeitszug, der sie in 20 Minuten nach Madrid bringen sollte und für den ein moderner Bahnhof auf freiem Feld errichtet wurde, rauscht meist vorbei. Zu wenige Fahrgäste, sagt die Staatsbahn.
Banken und Sparkassen, die jahrelang nahezu unbesehen Immobilienkredite vergaben und obendrein zinslose Konsumentendarlehen unter die Leute brachten, sitzen heute auf Tausenden von unbezahlten Häusern. Nur den strengen Vorgaben der spanischen Zentralbank, die unabhängig vom Ausfallrisiko für jedes Darlehen hohe Rückstellungen fordert, ist es zu verdanken, dass die Institute die sprunghaft steigende Zahl fauler Kredite noch verkraften. Nach Überzeugung von Analysten verschleiern die Banken und Sparkassen aber das tatsächliche Risiko in ihren Bilanzen. Spätestens Ende des Jahres, wenn die EZB womöglich die Zinsen anhebt und damit die meist zu variablen Sätzen abgeschlossenen spanischen Immobiliendarlehen verteuert, dürften schmerzhafte Berichtigungen anstehen.
Viele Deutsche haben eine Finca an der Costa Blanca – deren Wert ist gefallen
Enzio Gehrig erinnert sich noch an Bauprospekte, die 15 Prozent Preissteigerung pro Jahr versprachen. Der aus Heidelberg stammende Immobilienmakler arbeitet seit 18 Jahren in Denia an der Costa Blanca, wo sich auch viele Deutsche eine Finca in den Hügeln gekauft haben. Wollten sie heute verkaufen, lägen die Preise 30 Prozent unter denen von 2006, sagt er. Kleine Gewinne könnten sie aber machen. Viele Spanier und Engländer hingegen erwarben in spekulativer Absicht schnell hochgezogene Objekte in siebter, achter oder neunter Strandreihe. »Die sind ruiniert und viele Baufirmen und Subunternehmen dazu.«
Bei allen schlechten Nachrichten: Spanien ist verstimmt über die Krisenszenarien. Die Regierung wittert eine Verschwörung von Medien und Spekulanten, sie fand es »kriminell«, dass ihr Chef José Luis Rodríguez Zapatero beim Weltwirtschaftsforum in Davos neben seinem griechischen Kollegen Platz nehmen musste. Vorige Woche reisten Wirtschaftsministerin Elena Salgado und ihr Finanzstaatssekretär in das Auge des Sturms – nach London. Salgado ging zur Financial Times, während der Staatssekretär Analysten Rede und Antwort stand. Die City gab sich danach gnädig. »Sie haben ein paar gute Argumente angebracht und Sorgen ausgeräumt«, sagt Paul Rawkins bei Fitch, einer der Rating-Agenturen, von deren Urteil das Schicksal Spaniens maßgeblich abhängt. Die Furcht vor einer erneuten Herabstufung der Bonität will Rawkins Spanien aber nicht nehmen: »Das Rating der spanischen Staatsanleihen bleibt unter Beobachtung. Wir werden Mitglieder der Regierung in den nächsten Wochen treffen, um die Pläne für die Konsolidierung des Haushalts im Detail zu besprechen.« Zittern müssen damit auch Banken mit spanischen Staatsanleihen im Portfolio. »Sie unterliegen dem Bewertungsrisiko, und das schlägt sich in den Bilanzen nieder«, sagt Analyst Purps.
Besonders geachtet wird auf Spaniens 50 Milliarden Euro großes Sparprogramm, mit dem es die Neuverschuldung bis 2013 wieder unter das Drei-Prozent-Limit drücken will. Dieses Jahr sollen es 9,8 Prozent sein – nachdem Salgado im Oktober noch mit 5,4 Prozent gerechnet hatte. An Sozialausgaben werde er nicht sparen, so Zapatero. Er sorgt sich weniger um Bonitätsnoten als um seine Macht. Würde heute gewählt, gewänne die konservative Oppositionspartei Partido Popular (PP) haushoch. Nur der Gedanke, die Sozialisten sollten den Karren aus dem Dreck ziehen, hält die PP noch davon ab, ein Misstrauensvotum zu beantragen.
- Datum 19.02.2010 - 13:24 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 18.02.2010 Nr. 08
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...solche Nachteile mit einer Abwertung der Peseta auszugleichen."
Auch hätte es für Spanien keinen Nachteil bedeutet, dass Deutschland mit einem überhöhten Wechselkurs in den Euro eintrat. So wurde Spanien zu einem Anlagemekka für deutsche Feriendomizile, weil "billig". Daraus folgen zT die Fehlallokationen in Richtung Immobilien aber auch in anderen Sektoren. Wenn man das deutsche Beispiel betrachtet, so muss man für Spanien eine längere Periode (7-10 Jahre) Austerität mit fallenden Preisen für Non-Tradables wie Löhne oder Immobilien erwarten.
Wir haben Glück, dass dies durch die Finanzkrise bereits jetzt geschieht. Wäre es erst in ein paar Jahren geschehen, so hätte die Überhitzung zu noch grösseren Verwerfungen geführt und die Wahrscheinlichkeit ziviler Unruhen wäre dem entsprechend grösser.
Spanien ist m.E. das Land, welches sich seit der Franco-Diktatur, nicht zuletzt unter aktiver Mitwirkung der Königsfamilie sehr positiv entwickelt hat. Es stellt eine tragende Säule der westlichen Wertegemeinschaft und der EU dar. Spanien hat zum "Alten Europa" gehalten, gerade auch im Konflikt mit dem durch missionarisch getrübten Blick und anderes limitierten Texaner. Was Verschwendung angeht, ist die Mentalität der Spanier mit der der Griechen wohl nicht vergleichbar.
Da sollte es Ehrensache sein, mit dem Partnerland Wege aus dieser Misere zu suchen, z.B. eine Strategie der Zukunft zu besprechen und für deren Umsetzung auch Hilfe zu leisten.
Einzelner ist. Wie sagte Zapatero im Januar 2007 in "El Pais". "Wir sind uns sicher, dass wir Deutschland und Italien beim Pro-Kopf-Einkommen in zwei oder drei Jahren überholen werden.... Wir werden sie uns schnappen."
Jetzt sollen die ungeliebten Deutschen wieder helfen und sie werden es tun. Naja - Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber!(Ztat von Unbekannt)
Einzelner ist. Wie sagte Zapatero im Januar 2007 in "El Pais". "Wir sind uns sicher, dass wir Deutschland und Italien beim Pro-Kopf-Einkommen in zwei oder drei Jahren überholen werden.... Wir werden sie uns schnappen."
Jetzt sollen die ungeliebten Deutschen wieder helfen und sie werden es tun. Naja - Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber!(Ztat von Unbekannt)
Einzelner ist. Wie sagte Zapatero im Januar 2007 in "El Pais". "Wir sind uns sicher, dass wir Deutschland und Italien beim Pro-Kopf-Einkommen in zwei oder drei Jahren überholen werden.... Wir werden sie uns schnappen."
Jetzt sollen die ungeliebten Deutschen wieder helfen und sie werden es tun. Naja - Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber!(Ztat von Unbekannt)
Solange das sozialistische Regime des Herrn Zapatero an der Macht ist, wird sich an der Trickserei und den Lügen über die wirklich dramatische Situation Spaniens nichts ändern. Es werden die sozialistischen Errungenschaften wie z.B. die 3 Millionen (die Hälfte davon Nichtstuer und freigestellte Gewerkschaftsfunktionäre) im öffentlichen Dienst weiterhin zu 45% mehr als 2.500 Euro Netto bekommen, weitere 11% sogar mehr als 3.200 Euro Netto. Das sind Dimensionen, die sich sonst außerhalb des Sozialismus kein Land Europas leisten kann. Und in den paar noch existierenden Privatfirmen - die meisten unter oder knapp über 1.000 Euro Netto. Da werden jährlich mehr als 200 Millionen Euro an Schmiergeld an die Gewerkschaftsbosse gezahlt - Stillhaltegeld und für "Aktionen gegen die Opposition". Da werden zur Machterhaltung der Zentralregierung wegen fehlender Mehrheit vor jeder Abstimmung die Stimmen gekauft mit Millionen und Abermillionen "Transferleistungen" an die Nationalisten. Da werden zur Verbesserung der Lage lediglich rote Fahnen geschwenkt und große Reden gegen die "Schuldigen" wie Frau Merkel, Dschingis Khan, Franco, die Oligarchie im Allgemeinen und die Familie Bush im Besonderen geschwungen. Nur irgendetwas für die 5 Millionen Arbeitslosen gibt es nicht. Die werden ingnoriert und vom Präsidenten Zapatero verhöhnt als "..die arbeiten jetzt für Spanien" Aber wird der deutsche Steuerzahler diese gigantische sozialistische Geldvernichtung in Spanien weiterfinanzieren?
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