Studenten aus dem Ausland Alle mal herkommen!
Viele Länder lassen wohlhabende Gaststudenten ihre Universitäten mitfinanzieren. Auch deutsche Politiker wollen jetzt ans Geld der Ausländer – und hoffen dadurch sogar auf einen Imagegewinn
© dpa/Peter_Förster

Studenten an der Uni Magdeburg
Wer verstehen will, warum deutsche Bildungspolitiker neuerdings mit Argusaugen nach Australien blicken, der braucht sich nur ein paar Statistiken anzuschauen. Die der ausländischen Studenten down under zum Beispiel. Ihre Zahl ist zwischen 2003 und 2009 geradezu explodiert. Inzwischen studieren auf dem Kontinent, der ein Viertel der Einwohner Deutschlands hat, mehr Ausländer als hierzulande: über 200.000. Und während die australische Kurve mit zweistelligen Wachstumsraten nach oben zeigt, verharrt sie in der Bundesrepublik seit Jahren kraftlos auf demselben Niveau.
So richtig stockt den Deutschen der Atem allerdings beim Blick auf eine zweite Statistik. Die der Einnahmen aus Studiengebühren. Allein 2008 haben ausländische Schüler und Studenten 13,7 Milliarden Australische Dollar (8,8 Milliarden Euro) an Australiens Schulen und Unis überwiesen. Bildung, teilte das australische Statistikamt stolz mit, sei mittlerweile die drittwichtigste Einnahmequelle für das Land – direkt nach Kohle und Eisenerz. Die Folge dieses ungewöhnlichen Geschäftsmodells: Australiens Bildungssystem wird zu einem Viertel von Ausländern finanziert. Auf deutsche Verhältnisse übertragen hieße das: knapp 30 Milliarden Euro zusätzlich für das unter chronischer Mangelfinanzierung leidende Bildungssystem – Jahr für Jahr. In Wirklichkeit liegt der ausländische Beitrag hierzulande bei unter einer Milliarde – weit unterhalb der Kostendeckung.
Das hat einen einfachen Grund: Ausländische Studenten zahlen in Australien je nach Fach bis zum Vierfachen der Gebühren für die Einheimischen – mit der Begründung, sie müssten sonst keinerlei Steuern entrichten im Land. Deutsche Hochschulen hingegen machen keinen Unterschied zwischen Einheimischen und Gastakademikern – bislang. Denn der australische Gebührenreichtum weckt nun auch in Deutschland Begehrlichkeiten: Gleich zwei der profiliertesten Bildungspolitiker fordern erstmals offen eine Sondergebühr für Studenten aus dem Ausland. Der eine ist der nordrhein-westfälische Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart. Der FDP-Politiker hat es den Hochschulen in seinem Bundesland bereits freigestellt, einen – wenn auch geringen – Betreuungsbeitrag von den internationalen Studenten zu verlangen. Pinkwart sagt: »Deutschland muss umdenken. Wohlhabende Ausländer sollten das bezahlen, was ein Studium hier in einer der angesehensten Wissenschaftsnationen der Welt wert ist.« Den Unis in Großbritannien, Australien oder in den USA brächten die ausländischen Studenten ein finanzielles Plus, »wir zahlen kräftig drauf«. Eine Einschränkung macht Pinkwart allerdings – und sie ist wichtig: Nur die Ausländer von Staaten außerhalb der Europäischen Union kämen für höhere Studiengebühren infrage, EU-Bürger müssten weiter grundsätzlich wie Deutsche behandelt werden. Genauso handhabt das übrigens auch Großbritannien, das jährlich rund zehn Milliarden Euro Studiengebühren von Ausländern einnimmt.
Das zweite Plädoyer für Studiengebühren kommt von einem SPD-Bildungspolitiker. Und weil Berlins Bildungssenator Jürgen Zöllner weiß, wie ungewöhnlich das ist, drückt er sich furchtbar umständlich aus. Es wäre, sagt er, »denkbar, dass man über Studiengebühren für vermögende Nicht-EU-Ausländer, die nicht aus Entwicklungsländern kommen, nachdenkt«. Der australische Erfolg sei bemerkenswert in einer globalisierten Wissenschaftsgesellschaft, in der Bildung zu einem eigenständigen Wirtschaftsfaktor werde. Auch wenn Zöllner betont, das Thema stehe derzeit nicht auf der politischen Agenda und ein Studium in Deutschland müsse »grundsätzlich kostenfrei« sein: Seine Einlassung ist ein Paukenschlag.
- Datum 25.02.2010 - 14:22 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 25.02.2010 Nr. 09
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was macht Australien im Vergleich mit Deutschland so extrem attraktiv?
Es ist kaum einzusehen, warum eine Aldi-Kassiererin mit ihren Steuern einen Chinesischen Studenten finanzieren soll, der nur Wissen abzieht und der Uni überhaupt nichts bringt, weil die Diplomarbeit nicht zu gebrauchen ist...
Ich habe mein FH Studium in Deutschland absolviert. Hernach habe ich eine Promotionsstelle in Schottland angenommen. Nach einen Jahr verkuendete meine Chefin das sie eine Professur in Kalifornien angenommen hat (UCSC) und die Gruppe umzieht. Ich habe nun einige Jahre in bezahlten System gearbeitet und bin immer weniger davon ueberzeugt. Wenn ein Student (oder dessen Eltern) £10.000 (UK) oder $15.000 (alle kalifornischen Uni's) pro Jahr zahlt ( Lebensunterhalt), erwarten die einen zumindest guten (2.0) Abschluss. Wenn Studenten hier grottenschlecht sind, keine Arbeiten einreichen, nicht zu Prakika erscheinen bekommen sie eine 2 (B). Ein wenig Einsatz und man beendet das Studium mit magna cum laude. Zusaetzich wird service erwartet. Anstatt Unabhaengigkeit zu foerdern erwarten die Eltern das die Uni die Erziehung uebernimmt: Essensplaene, eine art betreutes wohnen (auf dem Kampus), regelmaesiger Kontakt mit den Professoren etc.
Anglikanische Laender sind das gewohnt, Studenten sind Kunden. Sie zahlen fuer einen guten Abschluss. Auch wenn Biologen in ihren letzten Jahr nicht den Unterschied zwisch einem Gen und Protein wissen.
Ich fuerchte das wir mit den Gebuehren eine 2-klassen Gesellschaft schaffen wuerde und es der Anfang der Bildungsinflation ist. Wer zahlt bekommt einen guten Abschluss, wer nicht muss halt sehen wo er bleibt. Konkurieren mit den Bezahlern waere fast unmoeglich.
einem FH Abschluss in GB promoviert werden????????????
einem FH Abschluss in GB promoviert werden????????????
ich habe selber in australien studieren wollen, mich dann aber kurzfristig dagegen entschieden, da ich fuer 2jahre berufsschule (tafe genannt hier) und ein diploma welches in deutschland offiziell nicht annerkannt wird AUS$ 30 000 haette bezahlen muessen (uni und 3 jahre fuer bachelor waere noch wesentlich, etwa AUS$15 000, teurer gewesen).
auch wenn ich der meinung bin, dass studiengebuehren in diesem masse auch fuer fremdlaendische studierende zu hoch sind, so sehe ich doch kein problem darin, eine erhoehte "aufwandsentschaedigung" um 1000euro/semester zusaetzlich zu eventuellen studiengebuehren zu zahlen, vor allem wenn studierende nach ihrem abschluss nicht in deutschland bleiben sondern ihr wissen mit in andere laender nehmen.
auch wenn es mit einem hoeheren aufwand verbunden waere, so koennten doch zb die baefoeg aemter ein system verwalten bei dem auslaendische studierende ihre studiengeburheren "zurueckerarbeiten" koennten, wenn sie zb die gleiche zeit, die sie studiert haben, auch in deutschland anschliessend arbeiten.
ich denke ein begabter aber armer student aus dem ausland wird eine der stipendien/foerderungsmglichkeiten fuer sich gewinnen koennen und es koennte zb auch eine haeterfall regelung geben ducrhc die weniger wohlhabende studierende dennoch eine faire chance auf ein kostenfreies studium in deutschland haben. ich finde es absolut unangemessen, im zusammenhang von studiengebuehren fuer nicht-eu auslaender von diskriminierung zu sprechen.
eine grosse Barriere für Ausländer die hier studieren wollen ist auch folgendes : zuallererst muss unsere Sprache beherrscht werden. Das dauert normalerweise ein Jahr. Entsprechende Kurse werden ( falls selbst bezahlt wird ) bereits für knapp über 1000.- Euro p.a angeboten. Dann werden von vielen Ländern die Abschlüsse nicht akzeptiert. Die Ausläder müssen also zuerst mal das deutsche Abitur nachholen. Dies geschieht durch ein Studienkolleg. Dies dauert auch ein Jahr.Man muss eine Aufnahmeprüfung bestehen und eine Abschlussprüfung. Erst dann ( wird der NC erreicht für das gewünschte Fach ) darf man bei uns studieren was auch so ok ist. Dies sind sehr hohe Hürden vorallem auch zeitlich. Viel einfacher ist es da in England oder englischsprachigen Ländern. Da fällt zwar meistens die prep-school auch nicht weg ( bei uns Studienkolleg ) aber die Sprache ist schon mal kein Hindernis mehr.Interessant ist dass von Ländern von denen man meint der dortige Abschluss wird akzeptiert, dem nicht so ist ( USA etc.. ) Andere wieder ( Türkei ) erkennt man an. Dies alleine sagt schon viel über den dortigen Schulstandard aus. Es ist aber wirklich nicht einzusehen, dass junge leute aus sehr reichen, ausländischen Familien bei uns fast gratis studieren, in England oder in anderen Ländern bis zu 30.000.- Euro pro Jahr beahlen müssen und das auch tun. Verschiedene Länder( Golf Staaten ) geben ihren Studenten die man ins Ausland delegiert, sogar " Taschengeld " von monatlich bis zu 1000.- Euro.
einem FH Abschluss in GB promoviert werden????????????
In der UK ist ein Master oder gleichwertiger Abschluss nicht erforderlich. Gleiches gilt fuer die USA, obwohl man hier laenger studiert und einen often nach seinem 'Advancement to PhD candidacy' einen Master erhaelt.
In der UK ist ein Master oder gleichwertiger Abschluss nicht erforderlich. Gleiches gilt fuer die USA, obwohl man hier laenger studiert und einen often nach seinem 'Advancement to PhD candidacy' einen Master erhaelt.
tritt immer eklatanter zu Tage. Wer will denn als Ausländer schon in D-land studieren und dafür auch bezahlen.
Die dt. Hochschullandschaft insbesondere die Prof. müssten doch erstmal begreifen, dass sie eine Dienstleistung erbringen.
Auch ist den dt. Hochschulen nicht bewusst das es an vielen s.g. ausländischen Elite-Unis Stipendienprogramme gibt, von denen man in D-land nur träumen kann und die dort auch Deutsche bekommen, die hier nicht einmal über die erste Bewerbungshürde aufgrund nicht vorhandenen Vitmain-Bs kommen.
Naja man kann den dt. Hochschulen nur viel Glück wünschen, aber wie mit Bologna wird man auch hier gegen den Baum fahren, da man sich mit dem anderen System und deren Grundlagen nicht auseinandersetzt und imme rnoch glaubt die größten zu sein.
In der UK ist ein Master oder gleichwertiger Abschluss nicht erforderlich. Gleiches gilt fuer die USA, obwohl man hier laenger studiert und einen often nach seinem 'Advancement to PhD candidacy' einen Master erhaelt.
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