Studenten aus dem Ausland Alle mal herkommen!
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 Verliert Deutschland den Anschluss?

Wie das geht, zeigen in Deutschland etwa die außergewöhnlich gut finanzierten Kunsthochschulen, die dank ihres weltweit hervorragenden Rufs und ebenso exzellenter Studienbedingungen talentierte junge Menschen aus aller Welt anziehen. In einigen Opern- und Instrumentenfächern liegt der Anteil ausländischer Studenten bei über 60 Prozent. Kostenpunkt für die Ausländer auch hier: null Euro extra.

Doch die Kunsthochschulen bleiben die große Ausnahme, fast überall sonst fehlt das Geld für eine vergleichbare Betreuung. »Man muss konstatieren, dass unser bisheriges System für Ausländer nicht sonderlich attraktiv ist«, sagt Uwe Brandenburg. »Die Studienzeiten unter den Ausländern sind extrem lang, die Abbruchraten hoch, und mit den bisherigen Ansätzen ist Besserung nicht in Sicht.« So ist das vermeintliche Paradoxon, dass internationale Studenten das teure Australien der vermeintlich günstigen Bundesrepublik vorziehen, am Ende vielleicht gar keines: In Australien kommen die Ausländer dank der guten Betreuung schneller und damit unter Umständen sogar günstiger weg als hierzulande. Entsprechend versehen auch Pinkwart und Zöllner ihre Gebührenüberlegung mit dem Vorbehalt, dass die Unis ihren Service auch wirklich verbessern.

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Die meisten Hochschulen haben längst erkannt, dass Deutschland bei internationalen Studenten den Anschluss zu verlieren droht – und bemühen sich mit Kräften um Abhilfe. So hat die Uni Bonn schon vor drei Jahren als erste Hochschule den Spielraum genutzt, den Minister Pinkwart den nordrhein-westfälischen Hochschulen eingeräumt hat: 150 Euro zusätzlich hat sie den ausländischen Studenten pro Semester in Rechnung gestellt – und mit dem Geld kostenintensive Extraangebote organisiert, von Deutschkursen bis hin zum persönlichen Coaching in Prüfungsphasen. »Wir waren richtig stolz auf unser Programm«, sagt Lieselotte Krickau-Richter, Leiterin des Internationalen Zentrums. Es dauerte indes nicht lange, bis die Gebühr wieder abgeschafft werden musste, die Proteste gegen die vermeintliche Diskriminierung waren zu heftig. »Von deutscher Seite vor allem, wohlgemerkt«, sagt Krickau-Richter. »Die ausländischen Studierenden haben das Angebot gut angenommen.« Zwar konnte sie ihr Ausländerprogramm vorerst retten, doch jetzt wird es aus dem allgemeinen Studienbeitragstopf finanziert. »Wie lange das so geht, weiß keiner. Die ausländischen Studenten sind einmal mehr aufs Wohlwollen der anderen angewiesen.«

Seitdem die Bonner Schiffbruch mit ihrer Ausländergebühr erlitten haben, traut sich keine deutsche Hochschule mehr an das Thema – zu umstritten ist schon das allgemeine Bezahlstudium, die Extrarechnung für Nicht-EU-Bürger ist es erst recht.

 
Leser-Kommentare
    • honett
    • 25.02.2010 um 16:46 Uhr

    was macht Australien im Vergleich mit Deutschland so extrem attraktiv?

  1. Es ist kaum einzusehen, warum eine Aldi-Kassiererin mit ihren Steuern einen Chinesischen Studenten finanzieren soll, der nur Wissen abzieht und der Uni überhaupt nichts bringt, weil die Diplomarbeit nicht zu gebrauchen ist...

  2. Ich habe mein FH Studium in Deutschland absolviert. Hernach habe ich eine Promotionsstelle in Schottland angenommen. Nach einen Jahr verkuendete meine Chefin das sie eine Professur in Kalifornien angenommen hat (UCSC) und die Gruppe umzieht. Ich habe nun einige Jahre in bezahlten System gearbeitet und bin immer weniger davon ueberzeugt. Wenn ein Student (oder dessen Eltern) £10.000 (UK) oder $15.000 (alle kalifornischen Uni's) pro Jahr zahlt ( Lebensunterhalt), erwarten die einen zumindest guten (2.0) Abschluss. Wenn Studenten hier grottenschlecht sind, keine Arbeiten einreichen, nicht zu Prakika erscheinen bekommen sie eine 2 (B). Ein wenig Einsatz und man beendet das Studium mit magna cum laude. Zusaetzich wird service erwartet. Anstatt Unabhaengigkeit zu foerdern erwarten die Eltern das die Uni die Erziehung uebernimmt: Essensplaene, eine art betreutes wohnen (auf dem Kampus), regelmaesiger Kontakt mit den Professoren etc.
    Anglikanische Laender sind das gewohnt, Studenten sind Kunden. Sie zahlen fuer einen guten Abschluss. Auch wenn Biologen in ihren letzten Jahr nicht den Unterschied zwisch einem Gen und Protein wissen.
    Ich fuerchte das wir mit den Gebuehren eine 2-klassen Gesellschaft schaffen wuerde und es der Anfang der Bildungsinflation ist. Wer zahlt bekommt einen guten Abschluss, wer nicht muss halt sehen wo er bleibt. Konkurieren mit den Bezahlern waere fast unmoeglich.

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    • lepkeb
    • 26.02.2010 um 15:12 Uhr

    einem FH Abschluss in GB promoviert werden????????????

    • lepkeb
    • 26.02.2010 um 15:12 Uhr

    einem FH Abschluss in GB promoviert werden????????????

    • LauraM
    • 26.02.2010 um 5:03 Uhr

    ich habe selber in australien studieren wollen, mich dann aber kurzfristig dagegen entschieden, da ich fuer 2jahre berufsschule (tafe genannt hier) und ein diploma welches in deutschland offiziell nicht annerkannt wird AUS$ 30 000 haette bezahlen muessen (uni und 3 jahre fuer bachelor waere noch wesentlich, etwa AUS$15 000, teurer gewesen).
    auch wenn ich der meinung bin, dass studiengebuehren in diesem masse auch fuer fremdlaendische studierende zu hoch sind, so sehe ich doch kein problem darin, eine erhoehte "aufwandsentschaedigung" um 1000euro/semester zusaetzlich zu eventuellen studiengebuehren zu zahlen, vor allem wenn studierende nach ihrem abschluss nicht in deutschland bleiben sondern ihr wissen mit in andere laender nehmen.
    auch wenn es mit einem hoeheren aufwand verbunden waere, so koennten doch zb die baefoeg aemter ein system verwalten bei dem auslaendische studierende ihre studiengeburheren "zurueckerarbeiten" koennten, wenn sie zb die gleiche zeit, die sie studiert haben, auch in deutschland anschliessend arbeiten.
    ich denke ein begabter aber armer student aus dem ausland wird eine der stipendien/foerderungsmglichkeiten fuer sich gewinnen koennen und es koennte zb auch eine haeterfall regelung geben ducrhc die weniger wohlhabende studierende dennoch eine faire chance auf ein kostenfreies studium in deutschland haben. ich finde es absolut unangemessen, im zusammenhang von studiengebuehren fuer nicht-eu auslaender von diskriminierung zu sprechen.

    • Delfin
    • 26.02.2010 um 10:04 Uhr

    eine grosse Barriere für Ausländer die hier studieren wollen ist auch folgendes : zuallererst muss unsere Sprache beherrscht werden. Das dauert normalerweise ein Jahr. Entsprechende Kurse werden ( falls selbst bezahlt wird ) bereits für knapp über 1000.- Euro p.a angeboten. Dann werden von vielen Ländern die Abschlüsse nicht akzeptiert. Die Ausläder müssen also zuerst mal das deutsche Abitur nachholen. Dies geschieht durch ein Studienkolleg. Dies dauert auch ein Jahr.Man muss eine Aufnahmeprüfung bestehen und eine Abschlussprüfung. Erst dann ( wird der NC erreicht für das gewünschte Fach ) darf man bei uns studieren was auch so ok ist. Dies sind sehr hohe Hürden vorallem auch zeitlich. Viel einfacher ist es da in England oder englischsprachigen Ländern. Da fällt zwar meistens die prep-school auch nicht weg ( bei uns Studienkolleg ) aber die Sprache ist schon mal kein Hindernis mehr.Interessant ist dass von Ländern von denen man meint der dortige Abschluss wird akzeptiert, dem nicht so ist ( USA etc.. ) Andere wieder ( Türkei ) erkennt man an. Dies alleine sagt schon viel über den dortigen Schulstandard aus. Es ist aber wirklich nicht einzusehen, dass junge leute aus sehr reichen, ausländischen Familien bei uns fast gratis studieren, in England oder in anderen Ländern bis zu 30.000.- Euro pro Jahr beahlen müssen und das auch tun. Verschiedene Länder( Golf Staaten ) geben ihren Studenten die man ins Ausland delegiert, sogar " Taschengeld " von monatlich bis zu 1000.- Euro.

    • lepkeb
    • 26.02.2010 um 15:12 Uhr

    einem FH Abschluss in GB promoviert werden????????????

    Antwort auf "Gefaehrlich!"
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    In der UK ist ein Master oder gleichwertiger Abschluss nicht erforderlich. Gleiches gilt fuer die USA, obwohl man hier laenger studiert und einen often nach seinem 'Advancement to PhD candidacy' einen Master erhaelt.

    In der UK ist ein Master oder gleichwertiger Abschluss nicht erforderlich. Gleiches gilt fuer die USA, obwohl man hier laenger studiert und einen often nach seinem 'Advancement to PhD candidacy' einen Master erhaelt.

    • lepkeb
    • 26.02.2010 um 15:24 Uhr

    tritt immer eklatanter zu Tage. Wer will denn als Ausländer schon in D-land studieren und dafür auch bezahlen.
    Die dt. Hochschullandschaft insbesondere die Prof. müssten doch erstmal begreifen, dass sie eine Dienstleistung erbringen.
    Auch ist den dt. Hochschulen nicht bewusst das es an vielen s.g. ausländischen Elite-Unis Stipendienprogramme gibt, von denen man in D-land nur träumen kann und die dort auch Deutsche bekommen, die hier nicht einmal über die erste Bewerbungshürde aufgrund nicht vorhandenen Vitmain-Bs kommen.
    Naja man kann den dt. Hochschulen nur viel Glück wünschen, aber wie mit Bologna wird man auch hier gegen den Baum fahren, da man sich mit dem anderen System und deren Grundlagen nicht auseinandersetzt und imme rnoch glaubt die größten zu sein.

  3. In der UK ist ein Master oder gleichwertiger Abschluss nicht erforderlich. Gleiches gilt fuer die USA, obwohl man hier laenger studiert und einen often nach seinem 'Advancement to PhD candidacy' einen Master erhaelt.

    Antwort auf "#3 Wie kann man mit"

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