Berliner Luxusimmobilien Die Krieger von KreuzbergSeite 5/5

»29. 1.: ekliger Müll und 50 Liter Pisse bei Spekulanten
5. 2.: Jaguar plattgemacht
12. 2.: Steine gegen Plattenladen eines Nazis
20. 2.: Daimler flambiert 
1.–8. 3.: ca. 50 Kiosken, Videoläden und Sexshops Schlösser verklebt
1.–8. 3.: Scheiben einer Sexbar eingeworfen
?. 4.: Steine gegen türkische Bank, Kurdistansolidarität
25. 4.: Porsche abgefackelt
27. 4.: Supermarkt angesteckt
29. 4.: Faschoauto plattgemacht
1. 5.: Daimler-Benz (S-Klasse) abgefackelt«

Dieser Rückblick ist es, weshalb Wenger die Lust am Häuserkampf nicht verliert. 

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Am Frankfurter Hauptbahnhof wird Johannes Kauka von einem Fahrer mit schwarzem BMW abgeholt. Er fährt an den Türmen der Deutschen Bank vorbei, der UBS, der Commerzbank, hinab in eine Tiefgarage, Fahrstuhl, fünfter Stock, Besprechungszimmer, Espresso. Die Kunden sind zwei Männer Ende vierzig, schmale Anzüge, schwarze Lederschuhe. Es gibt grünen Tee aus verchromten Kannen. »Lassen Sie uns den Themenplan, den ich Ihnen gestern gemailt habe, durcharbeiten«, sagt einer der beiden. »Erstes Thema: Ab wann wird das Carloft für uns interessant? Wenn der Profit über 15 Prozent liegt.« 

Kauka nickt. Diese 15 Prozent sind es, weshalb er die Lust am Häuserkampf nicht verliert.

Einige Tage später, gegen 18 Uhr, nähern sich zehn Vermummte im Dunkeln auf Fahrrädern dem Kreuzberger Carloft. Mit voller Wucht schleudern sie Steine gegen die Scheiben. Dann greifen die Vermummten zu mit Farbe gefüllten Flaschen und schleudern sie gegen die weißen Wände. Bevor der Wachmann etwas tun kann, sind die Angreifer auf ihren Rädern entkommen.

Am übernächsten Abend steht Wenger vor dem Carloft und betrachtet die Farbspritzer und geborstenen Scheiben. »Das kostet«, sagt Wenger. »Das versaut das Investorenklima.«

Das Klima wird immer rauer. Berlins Innensenator Körting bezeichnet die Autonomen inzwischen als »rot lackierte Faschisten«, weil sie bestimmen wollten, wer in Berlin leben dürfe und wer nicht. Im Dezember steigen die Leute vom Bürgerentscheid zur Bebauung des Spreeufers aus den Gesprächen mit der Stadt aus, sie haben das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden. Noch im selben Monat erscheint im Internet ein Aufruf zu einem überregionalen Aktionsmonat gegen die »kapitalistische Verwertungslogik«. Erneut kommt es zu einem Anschlag auf Kaukas Carloft.

Wenger schiebt sein Fahrrad die Reichenberger Straße hinunter. Wie stellt er sich Berlin ohne Investoren vor? Was wäre, wenn es Leute wie Kauka nicht gäbe? Wenger überlegt eine Weile. Dann sagt er: »Es müsste mehr Häuser geben, die dem Markt entzogen sind – mehr genossenschaftlich verwaltete Häuser und selbst organisierte Wohnkollektive. Jeder hat da seine Aufgaben und Pflichten, und jeder kann mitbestimmen.« Es ist Kaukas Familienlösung, nur ohne Hierarchie. Warum wohnt er, Wenger, dann allein? Es gibt doch solche Wohnkollektive in Berlin. »Mein Vater sagt immer, weil ich mir nichts vorschreiben lassen will. Und ich antworte immer, weil ich mir nichts Falsches vorschreiben lassen will.«

Er lacht, wie immer, wenn seine Gedanken an einen unauflösbaren Widerspruch geraten sind, und greift dann nach einem seiner ideologischen Sicherungsseile: »Für mich steht allerdings fest, dass das Prinzip der Zukunft Kommunismus heißen muss, Gemeineigentum und direkte Demokratie. Wie das in der Praxis gehen soll, weiß ich aber auch nicht.«

Auf einen Sieg im Häuserkampf ist Wenger nicht vorbereitet. Vielleicht will er ihn insgeheim auch gar nicht. Denn dann müsste er für etwas sein und nicht mehr nur dagegen. Es scheint fast so, als sei die Anwesenheit von Kaukas Carloft wichtiger für Wenger, als er denkt. Es schützt ihn davor, eine eigene Antwort geben zu müssen. 

Und Kauka? Auch er könnte Wenger fast dankbar sein. Wer in Zukunft sein Auto und sich selbst schützen will, denkt an sein Carloft. So wie die beiden polnischen Geschäftsmänner, mit denen sich Kauka an einem kalten Wintertag im Büro trifft. Für Breslau und Warschau sei das Projekt sehr interessant, sagt einer der Polen im engen schwarzen Rollkragenpullover. »Bei uns gibt es einige sehr reiche Leute, veeery rich, und die müssen sich schützen.« Dann klappt der Pole seinen Laptop auf, um Kauka das Grundstück zu zeigen, auf dem er bauen will.

Kauka zoomt es auf Google Earth heran. Der Baugrund liegt nur wenige Meter vom historischen Stadtkern Breslaus entfernt, direkt an einem Seitenarm der Oder. Die Oper ist um die Ecke, auch ein schickes Einkaufszentrum. »Toll!«, sagt Kauka. »Fantastisch!« Er zoomt noch näher heran.

»Aber da stehen ja Häuser«, sagt er dann, ein wenig erschrocken.
»Yes«, sagt der Pole, »alte Häuser aus den Sechzigern. Sehr hässlich.«
»Wohnen da Leute?«
»Yes.«
»Ist das ein Problem?«
»No.«
»Was, wenn die Leute ihre Wohnungen nicht verlassen oder verkaufen wollen?«
» We know how to manage this «, sagt der Pole und klappt seinen Laptop wieder zu.

Kauka ist weder auf Kreuzberg noch auf Deutschland angewiesen. Er ist schon einen Schritt weiter.

* Name von der Redaktion geändert

 
Leser-Kommentare
  1. könnten doch eigentlich froh sein, dass in ihrem abgeranzten Bezirk überhaupt jemand so blöd ist, sein Kapital zu versenken. Aber nein, die autonomen Laubenpieper stören sich an EINEM einzelnen Neubau.

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    da gehts eher ums prinzip.

    Ums Prinzi? Blödsinn! Da geht es um Mietpreise! Das ist hier in Köln genauso. In Köln gibt es kaum mehr WOhnungen für Studenten und Niedrigverdiener. Die Mieten steigen weil die Immobilien teurer und besser werden. Gehobene Aussattung. Das führt zur Stadtteilaufwertung und daher sind höhere Mieten gerechtfertigt. DAs fphrt dann dazu, dass Arme aus den Stadtteilen gedrängt werden und sich woanders einrichten müssen, wo keine reiche hinkommen die ihren Luxusblödsinn bauen wollen. Was wiederrum der Grund für ghettoisierung und Paralelgesellschaften ist.
    Man muss dringend aufhören mit solchem Elitären mist und die Städte müssen endlich wieder für die MAssen, für das Volk bauen. Dazu braucht es, im Kapitalismus sit es been so, private Sponsoren. Es muss atraktiv sein, wohnraum zu schaffen für die Normalen Krankenpfleger, Wachfrauen, Busfahrer, Imbisbetreiber, Arbeitslosen. Dieser Wohnraum wird durch soetwas minimiert. Bald werden die ersten Wohnungen abgerissen, wie hier in Köln, um Parkplätze für die Wirtschft zu schaffen (hier in Köln wurde ein Mehrfamilienhaus mit vielen Wohnungen abgerissen, die LEute wurden rausgeworfen. Es entstanden Parkplätze vür der Messe)

    Ich kann die Wut der Kreuzberger verstehen. Gewalt ist immer becheuert. Aber wenn so was passiert, folgen nunmal soziale unruhen. Da muss sich das Bundesland und der Staat verantworten.

    da gehts eher ums prinzip.

    Ums Prinzi? Blödsinn! Da geht es um Mietpreise! Das ist hier in Köln genauso. In Köln gibt es kaum mehr WOhnungen für Studenten und Niedrigverdiener. Die Mieten steigen weil die Immobilien teurer und besser werden. Gehobene Aussattung. Das führt zur Stadtteilaufwertung und daher sind höhere Mieten gerechtfertigt. DAs fphrt dann dazu, dass Arme aus den Stadtteilen gedrängt werden und sich woanders einrichten müssen, wo keine reiche hinkommen die ihren Luxusblödsinn bauen wollen. Was wiederrum der Grund für ghettoisierung und Paralelgesellschaften ist.
    Man muss dringend aufhören mit solchem Elitären mist und die Städte müssen endlich wieder für die MAssen, für das Volk bauen. Dazu braucht es, im Kapitalismus sit es been so, private Sponsoren. Es muss atraktiv sein, wohnraum zu schaffen für die Normalen Krankenpfleger, Wachfrauen, Busfahrer, Imbisbetreiber, Arbeitslosen. Dieser Wohnraum wird durch soetwas minimiert. Bald werden die ersten Wohnungen abgerissen, wie hier in Köln, um Parkplätze für die Wirtschft zu schaffen (hier in Köln wurde ein Mehrfamilienhaus mit vielen Wohnungen abgerissen, die LEute wurden rausgeworfen. Es entstanden Parkplätze vür der Messe)

    Ich kann die Wut der Kreuzberger verstehen. Gewalt ist immer becheuert. Aber wenn so was passiert, folgen nunmal soziale unruhen. Da muss sich das Bundesland und der Staat verantworten.

    • Crest
    • 01.03.2010 um 11:46 Uhr

    der schieren Gewalt ein Forum zu bieten?

    Herzlichst Crest

  2. der Carloftbesitzer und der Autonome. Wo es an allen Ecken brennt, Arbeit und Einkommen fehlt, sind die Leute, die ihren Nobelschlitten in den 5. Stock fahren, um ihn zu schützen, genauso superauffällig wie die Abgeordneten, die in Saus und Braus leben. Das Stat. Bundesamt spuckt id eZhalen aus: 30 % der Deutschen haben kein Vermögen, der Rest ansteigend bis zu vielen Mrd. Ganz extrem: 820.000 Deutsche verfügen über 25 % des deutschen Privatvermögens. Das sind Durchschnittssummen von Dutzenden von Millarden. Noch Fragen?

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    "Das Stat. Bundesamt spuckt id eZhalen aus: 30 % der Deutschen haben kein Vermögen, der Rest ansteigend bis zu vielen Mrd."

    Ja, 70% eder Bundesbürger verfügen über Vermögen. Ist das nicht prima?

    "Ganz extrem: 820.000 Deutsche verfügen über 25 % des deutschen Privatvermögens."

    Super, wieviel die Unternehmen unseres Landes wert sind.

    "Das Stat. Bundesamt spuckt id eZhalen aus: 30 % der Deutschen haben kein Vermögen, der Rest ansteigend bis zu vielen Mrd."

    Ja, 70% eder Bundesbürger verfügen über Vermögen. Ist das nicht prima?

    "Ganz extrem: 820.000 Deutsche verfügen über 25 % des deutschen Privatvermögens."

    Super, wieviel die Unternehmen unseres Landes wert sind.

  3. Kenne zufällig das Carloft da ein Kumpel von mir schräg gegenüber wohnte.
    Ich bin kein Autonomer oder total überzeugter Linker aber dieser Klotz sieht einfach total Scheiße aus. Die Reichenbergerstraße ist wirklich schoen mit den alten Häusern aber dieser Kasten dazwischen..schlimm.
    Wenn ich dort wohnen würde würde ich auch gegen diesen Bau protestieren.

  4. « Wohin das führe, sehe man an Stadtteilen wie Neukölln. »Die Gegenden verslumen.«

    Warum verslummen den diese Gegenden? Weil die ärmeren leute gezwungen werden in die Ghettos zu ziehen! Was sollen sie denn machen, wenn die Mietpreise jedes Jahr steigen und Löhne stagnieren? Daran sind jetzt die Linken schuld?

    Der Artikel ist interessant, allerdings stört mich der Gegensatz "autonomer Kommunist Hartz4ler" VS "gut betuchter Investor" etwas. Es sind eben nicht nur diese, am linken Rand ansässigen Autonomen, sondern zum großen Teil auch ganz normale, ehrlich arbeitende Menschen die unter den steigenden Mietpreisen zu leiden haben.

    Nach dem Motto: Wir haben nicht viel, aber unser Kiez ist schön. Diese Leute wollen keinen Ärger, unterstützen aber insgeheim die extremen Taten der Autonomen. Das ist absolut verständlich und gerade diese alternativen Bezirke wie Friedrichshain-Kreuzberg sind die größten Anziehungspunkte für Touristen. Das sollte man nicht durch solche Luxusbauten zerstören. Lasst doch den Kreuzbergern ihr Zuhause und investiert woanders.

    Yuppies, die soviel verdienen wie der ganze Rest des Blocks zusammen passen da tatsächlich nur schwer ins Bild. Vorallem, wenn sie sich dann Festungsartig verbunkern müssen.
    Damit der Charme der Kieze erhalten bleibt, wäre es wirklich besser für diese Leute sich weiter westlich niederzulassen.

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    "Diese Leute wollen keinen Ärger, unterstützen aber insgeheim die extremen Taten der Autonomen."
    Das hatten wir doch schon mal, daß das Volk extreme Taten insgeheim unterstützt. Nur sind es diesmal linksextreme Taten.

    der vergleich ist jetzt aber nicht ihr ernst, oder?

    "Diese Leute wollen keinen Ärger, unterstützen aber insgeheim die extremen Taten der Autonomen."
    Das hatten wir doch schon mal, daß das Volk extreme Taten insgeheim unterstützt. Nur sind es diesmal linksextreme Taten.

    der vergleich ist jetzt aber nicht ihr ernst, oder?

  5. Alleine in der näheren Umgebung dessen werden gerade 5 Luxus-Stadtvillen hochgezogen.
    Kreuzberg kann sich kaum jemand mit neuem Mietvertrag leisten. Bei jedem Auszug werden die Meiten um mind. 100 EUR erhöht.

    Das lockt Finanzinvestoren kleine und große an. Die maximal möglichen 20% Mieterhöhung pro alle 3 Jahre werden jetzt überall voll durchgezogen. Hinzu kommen Sanierungskostenaufschläge i.H.v. bis zu 150%. So ist man dann ganz schnell die alte Mieterschaft los und kann an wohlhabende Zugezogene vermieten. Die wissen oft gar nicht was ihren Vormietern angetan wurde. Das ihnen von den wenigen verbliebenen Mietern, die ihre über Jahre liebgewonnen befreundeten Nachbarn verloren haben, nur Verachtung entgegen schlägt, können sie nicht wissen.

    Ich habe letztens mit einer Frau gesprochen, die in Kreuzberg wohnte, aber ein Zimmer mehr brauchte. Diese nun 2-Zimmer-Wohnung fand sie zu einem bezahlbaren Preis nicht mehr in Kreuzberg, sondern nur in Schöneberg.

    So ändern sich die Dinge. Es ist unglaublich wie heruntergekommene Fassaden und Häuser überhaupt in wenigen Monaten veredelt werden können.

  6. da gehts eher ums prinzip.

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    "Kreuzberg gehört den Deppen", meinen Sie das? Ja, meinetwegen, dann beklagt Euch nicht über Ghettoisierung wenn Ihr so intolerant seid, und jeden wegekelt, der nicht Eurem Bild vom guten Menschen entspricht. Eigentlich typisch deutsch diese Einstellung...

    Also ich bin nicht "EUCH"...ausserdem wohne ich in NRW.
    die leute dort als deppen zu bezeichnen ist schon sehr weit hergeholt. ich würde sagen das dort 95% stinknormale leute wohnen die keine Anarcho-Chaoten sind.

    und wenn dann: Berlin gehört den Deppen.

    es geht hier ums prinzip das sich dieser oder andere "gewachsene" stadtteil egal in welcher stadt (HH-Altona zb. oder Köln-Ehrenfeld) nicht einfach von Investenments das Flair (des Stadtteils) kaputt machen lassen sollen. und es darüber hinaus nicht dazu kommen soll das von einer klientel bewohnte stadtteile nur an besser verdienende abzugeben sind. verstanden? anders herum würden die besser gestellten stadtteile ja auch nicht zulassen das sich "andere" dort breitmachen.

    "Kreuzberg gehört den Deppen", meinen Sie das? Ja, meinetwegen, dann beklagt Euch nicht über Ghettoisierung wenn Ihr so intolerant seid, und jeden wegekelt, der nicht Eurem Bild vom guten Menschen entspricht. Eigentlich typisch deutsch diese Einstellung...

    Also ich bin nicht "EUCH"...ausserdem wohne ich in NRW.
    die leute dort als deppen zu bezeichnen ist schon sehr weit hergeholt. ich würde sagen das dort 95% stinknormale leute wohnen die keine Anarcho-Chaoten sind.

    und wenn dann: Berlin gehört den Deppen.

    es geht hier ums prinzip das sich dieser oder andere "gewachsene" stadtteil egal in welcher stadt (HH-Altona zb. oder Köln-Ehrenfeld) nicht einfach von Investenments das Flair (des Stadtteils) kaputt machen lassen sollen. und es darüber hinaus nicht dazu kommen soll das von einer klientel bewohnte stadtteile nur an besser verdienende abzugeben sind. verstanden? anders herum würden die besser gestellten stadtteile ja auch nicht zulassen das sich "andere" dort breitmachen.

  7. Kreuzberg ist ganz sicher nicht mehr der verranzte Bezirk von dem in anderen Kommentaren gesprochen wird. Schade nur, dass die, welche aus der gehobenen Mittelschicht die Atmosphäre mögen mit ihrem massenhaften Zuzug und ihren Umbauwünschen genau die Wohnkultur zerstören. Wie kann man denen, deren Heimat gegen deren Willen umgebaut wird ihren Widerstand verübeln.

    Kleines Beispiel: am Paul-Linke-Ufer, wo die Admiralbrücke ist, ist Kreuzberg am teuersten. Und treffen sich seit 20 Jahren jeden abdend die Menschen und machen Musik und Kleinkunst oder wollen einfach ein bisschen feiern. Dort wohnen keine Berliner mehr. Weil es da so schön und lebhaft ist sind da Reiche aus ganz Deutschland hingezogen. Jetzt wollen die Ruhe ab 22 Uhr, damit sie und ihre Kinder schlafen können. Da ist die gesuchte Lebhaftigkeit dem Schwaben dann doch zu viel. Und er alamiert die Polizei.

    Ist das nicht Imperialismus?

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